TV-Serie: „Escape at Dannemora“

Ich habe mir den folgenden Showtime-Mehrteiler angeschaut:

 

„Escape at Dannemora“(in D. seit dem 19.12.18 auf Sky zu sehen)   7 x approx. 60 min  drama, thriller, biopic 

dir. Ben Stiller  cast: Benicio Del Toro, Patricia Arquette, Paul Dano, Eric Lange, David Morse, Bonnie Hunt

 

 

Im Juni 2015 gelang den beiden verurteilten Mördern Richard Matt (Benicio Del Toro) und David Sweat (Paul Dano) die Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Dannemora im Bundesstaat New York. Die Generalinspektorin des Staates New York, Catherine Leahy Scott (Bonnie Hunt), beginnt mit der Befragung von Tilly Mitchell (Patricia Arquette). Es macht den Anschein, als hätte die Gefängnisangestellte den beiden Häftlingen zur Flucht verholfen…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Escape at Dannemora“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Mehrteiler erzählt die Geschichte eines spektakulären Gefängnisausbruchs aus dem Jahr 2015. Um die Ereignisse so authentisch wie möglich zu halten, haben sich die Autoren an den Bericht der Generalinspektorin des Staates New York gehalten. Gedreht wurde u.a. in der Stadt Dannemora und für Außenaufnahmen sogar in der Clinton Correctional Facility. Ben Stiller und sein Produktionsteam hatten darüberhinaus während des achtmonatigen Drehs viele Berater (Angestellte des Gefängnisses und Ermittlern, die an der intensiven Verbrecherjagd beteiligt waren) an ihrer Seite. Bei allen sieben Episoden hat der amerikanische Schauspieler („Meet the Parents“, „The Royal Tenenbaums“, „Starsky & Hutch“, While We´re Young, Brad´s Status), Drehbuchautor, Regisseur („Zoolander“, Tropic Thunder) und Produzent Ben Stiller Regie geführt. 

Der beste Gefängnisfilm für mich (und einer meiner liebsten Filme überhaupt) ist „The Shawskank Redemption“. Der spektakuläre Gefängnisausbruch in Dannemora erinnert an den in Frank Darabonts Film (bzw. Stephen Kings Buch). 

Ein Mehrteiler mit zwei meiner Lieblingsschauspieler (Benicio Del Toro und Paul Dano)? Motivation genug, dieses Projekt auf meine MUST-SEE-Liste zu setzen. „Escape at Dannemora“ zeigt auf der einen Seite, wie den zwei Häftlingen der Gefängnisausbruch gelang, ist aber auch ein Porträt der beiden Schwerverbrecher und eine Charakterstudie der Gefängnisangestellten, die den beiden zur Flucht verholfen hat. 

Man hätte diese Geschichte auch in vier oder fünf Episoden erzählen können, so wirkt es etwas gestreckt. Gefallen hat mir der Mehrteiler aber dennoch. 

Ich mag die Einleitung der Story. Zu Beginn die Dialog-Szene der Generalinspektorin mit der Gefängnisangestellten, die mit einer 360-Grad-Kamerafahrt auf „Tilly“ (der Protagonistin der Geschichte) endet. Auch mag ich, wie diese Szene in der finalen Episode wieder aufgenommen wird. Durch die Inszenierung bekommt man auch sehr schnell den Eindruck, dass die ganze  Bevölkerung der Kleinstadt Dannemora, entweder direkt oder indirekt für das Gefängnis arbeitet.

Etwas Probleme hatte ich mit der Charakterentwicklung von Benicio Del Toros Charakter Richard Matt. Er wird eingeführt als jemand, der alles unter Kontrolle hat, mit dem sich keiner im Knast anlegt. Ein Alpha-Mann, der  sehr smart und manipulativ ist. Schließlich hat er den Plan für den Gefängnisausbruch. Künstlerisch ist er auch begabt (übrigens werden ganz zum Schluss des Mehrteilers auch die Originalbilder von Richard Matt gezeigt). Wie ist aber dann sein irrationales Verhalten auf der Flucht zu erklären? Aber gut, so oder so ähnlich scheint es sich zugetragen zu haben. Ein weiteres Problem hatte ich mit der Erzählstruktur. 

Dramaturgisch ist dieser Mehrteiler etwas seltsam aufgebaut. Die ersten vier Teile lernt man die Charaktere und ihren Gefängnisalltag kennen. Natürlich ist einem bewusst, dass die beiden Häftlinge nicht unschuldig im Gefängnis sitzen, beide sind verurteilte Mörder. Man hegt aber irgendwo Sympathien für sie, ist bei ihnen, wenn sie ihren Fluchtplan umsetzen. Entsprechend ist die sechste Episode dann ein Schlag in die Magengrube. Hier, also sehr spät, erfährt man, aufgrund welcher brutalen Verbrechen Richard Matt und David Sweat im Gefängnis gelandet sind. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die Geschichte so zu erzählen. Üblicherweise werden solche Informationen in einigen Szenen am Anfang eingestreut.

Patricia Arquette zählt zu den Schauspielerinnen, die ich immer etwas unterschätze. Hier ist sie kaum wiederzuerkennen, aber glaubhaft als einfache, leicht übergewichtige Frau, die nie sonderlich viel Wert auf ihr Äußeres gelegt hat. Sie spielt eine frustrierte (Ehe-)Frau, die in einer Gefängnisschneiderei arbeitet. Nur dort fühlt sie sich auch anerkannt und wohl von den Männern (Sweat, später auch Hacksaw) begehrt. Die beiden Schauspieler Benicio Del Toro und Paul Dano machen den Mehrteiler sehenswert, letztlich ist es aber die Patricia Arquette-Show. 

Anmerkungen zu den Episoden

Part 6 – spielt ausschließlich in der Vergangenheit (am Anfang der Episode ist Ben Stillers Tochter, Ella Olivia Stiller, in ihrer ersten Rolle – sie spielt die Teenager-Autofahrerin, die von dem Sheriff angehalten wird – zu sehen)

Part 7 – die finale Folge ist meine Lieblingsepisode. Es ist mit einer Stunde und 39 Minuten auch die längste.

 

Den Audio-Kommentaren zu den einzelnen Episoden mit Ben Stiller, den Autoren, der Kamerafrau, den Cuttern, der Schauspielerin Patricia Arquette, u.a. kann man sehr viele interessante Informationen entnehmen. Insbesondere der Audio-Kommentar zu der letzen Episode mit dem, tatsächlich für die Jagd nach den flüchtigen Häftlingen Hauptverantwortlichen Chuck Guess fand ich sehr aufschlussreich. 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Richard „Hacksaw“ Matt ist ein verurteilter Mörder, der in dem Hochsicherheitsgefängnis in Dannemora einsitzt. Er hat sich mit dem Gefängnisinsassen David Sweat (gespielt von Paul Dano) angefreundet. Die beiden sitzen im sogenannten „Honor Block“, für Strafgefangene, deren Verhalten während der Haftzeit mustergültig ist. Den beiden glückt irgendwann die Flucht aus der Clinton Correctional Facility. Gespielt wird Richard Matt von dem amerikanischen Schauspieler Benicio Del Toro. Sein Talent konnte er in vielen Filmen, u.a. „The Usual Suspect“, „Fear and Loathing in Las Vegas“, „21 Grams“, Things We Lost In the Fire, Inherent Vice, Sicario und Sicario: Day of the Soldado) unter Beweis stellen. Für seine Performance in Steven Soderberghs „Traffic“ hat er den Oscar gewonnen. 

Joyce „Tilly“ Mitchell arbeitet in der Schneiderei des Hochsicherheitsgefängnisses in Dannemora. Sie ist seit über 20 Jahren mit Lyle (gespielt von Eric Lange) verheiratet und frustriert mit ihrem Leben. Sie hat eine Affäre mit dem Gefängnisinsassen David Sweat (gespielt von Paul Dano). Beiden verurteilten Mördern Hacksaw (gespielt von Benicio Del Toro) und David Sweat hat sie zur Flucht verholfen. Gespielt wird Tilly von der amerikanischen Schauspielerin Patricia Arquette. Sie hat in vielen Filmen, u.a. „True Romance“, „Flirting with Disaster“„Lost Highway“ und auch TV-Serien („Medium“, „Boardwalk Empire“, „CSI: Cyber“) mitgespielt. Für ihre Performance in Boyhood hat sie den Oscar gewonnen. Sie wurde auch bereits mit einem Emmy für ihre Rolle in der TV-Serie „Medium“ ausgezeichnet. Sie ist die Schwester der Schauspieler Richmond, Alexis, David und Rosanna Arquette. 

David Sweat ist ein verurteilter Mörder, der bereits seit 12 Jahren in dem Hochsicherheitsgefängnis in Dannemora einsitzt. Er hat eine Affäre mit der Gefängnisangestellten Tilly (gespielt von Patricia Arquette). Befreundet ist er mit dem Gefängnisinsassen Hacksaw (gespielt von Benicio Del Toro). Den beiden gelingt schließlich auch die Flucht aus der Clinton Correctional Facility. Gespielt wird David Sweat von dem amerikanischen Schauspieler, Drehbuchautor und Filmemacher Paul Dano. Mir ist er das erste Mal in „Little Miss Sunshine“ aufgefallen, kurz darauf beeindruckte er bereits neben Daniel-Day Lewis in PTAs There Will Be Blood und seither gucke ich auch Filme seinetwegen. Er hat u.a. in The Good Heart, Being Flynn, 12 Years a Slave, Prisoners, Love & Mercy  und Youth mitgespielt. Mit Wildlife gab er sein Regiedebüt.

Gene Palmer ist ein Gefängniswärter, der sich mit dem Insassen Richard Matt (gespielt von Benicio del Toro) etwas angefreundet hat. Gespielt wird Gene Palmer von dem amerikanischen Schauspieler David Morse. Er hat in vielen Filmen („The Negotiator“, „The Green Mile“, Disturbia, The Hurt Locker und auch in einigen TV-Serien (u.a. „St. Elsewhere“, „Medium“, „True Detective“) mitgespielt. Für seine Performance in der  TV-Serie „House“ und dem Mehrteiler „John Adams“ hat er jeweils eine Emmy-Nominierung erhalten. 

Lyle Mitchell arbeitet im Gefängnis. Er ist seit über 20 Jahren mit Tilly (gespielt von Patricia Arquette) verheiratet. Lyle wird von dem amerikanischen TV- und Filmschauspieler Eric Lange gespielt. In vielen TV-Serien hatte er kleinere Gastauftritte, In dem Mehrteiler Waco und in den TV-Serien „The Bridge“ und  „Narcos“ hatte er eine größere Rolle. Auch war er in dem Film Wind River zu sehen. 

„Escape at Dannemora“ ist für einige Emmy-Nominierungen im Gespräch, u.a. Best Limited Series, Best Actress Limited Series/Movie (Patricia Arquette), Best Actor Limited Series/Movie (Benicio del Toro), Best Supporting Actor Limited Series/Movie (Paul Dano). Update: The Academy of Television Arts & Sciences hat „Escape at Dannemora“ für 12 Emmys nominiert  (darunter Limited Series, Lead Actor in a Limited Series (Benicio Del Toro), Lead Actress in a Limited Series (Patricia Arquette), Supporting Actor in a Limited Series (Paul Dano)  Die Primetime Emmy Awards-Verleihung findet am 22.09.19 statt, die Creative Arts Emmy Awards werden am 15.09.19 verliehen. 

Escape at Dannemora“ wurde erstmalig vom 18.11.18 – 30.12.18 auf dem amerikanischen Pay-TV-Sender Showtime gezeigt. In Deutschland ist dieser Mehrteiler seit dem 19.12.18 auf Sky zu sehen. 

Trailer zu sehen: 

 

L. A. – Film: „Sicario: Day of the Soldado“

Ich war am 04.07.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Sicario: Day of the Soldado“ (dt. Filmtitel: „Sicario 2“, dt. Kinostart: 19.07.18)  122 min   action, crime, thriller, sequel 

dir. Stefano Sollima  cast: Benicio del Toro, Josh Brolin, Isabela Moner, Jeffrey Donovan, Catherine Keener, Matthew Modine

 

Die mexikanischen Kartelle schmuggeln mittlerweile nicht nur Drogen über die mexikanisch-amerikanische Grenze, sie schleusen auch zunehmend Menschen und darunter sogar  islamistische Terroristen in die U.S.A. Um einen Krieg zwischen den beiden größten  mexikanischen Kartelle anzuzetteln, soll die Tochter eines der Kartellbosse, Carlos Reyes, entführt werden. Für diese Mission kontaktiert der CIA-Aufräumer Matt Graver (Josh Brolin) den Auftragkiller Alejandro (Benicio del Toro)…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Sicario: Day of the Soldado“ ist eine Fortsetzung zu Denis Villeneuves Film Sicario aus dem Jahr 2015. Alles deutet daraufhin, dass es noch mindestens einen weiteren Teil geben wird. Es ist der neue Film des italienischen Drehbuchautors und Filmemachers Stefano Sollima („ACAB – All Cops Are Bastards“, „Suburra“). Für die Drehbuchvorlage ist erneut der amerikanische Autor (Hell or High Water) und Filmemacher (Wind River) Taylor Sheridan verantwortlich. 

Bei den amerikanischen Filmkritikern ist der zweite Teil von „Sicario“ nicht sonderlich gut angekommen. Zugegebenermassen spielt der Film Trumps Politik etwas in die Hände, alleine schon durch den neuen Aspekt, dass islamistische Terroristen über die mexikanisch-amerikanische Grenze geschleust werden (könnten). Absurd ist es jedoch nicht, da es den Islamisten mittlerweile extrem schwer gemacht wird, legal in die U.S.A. einzureisen. 

Bevor ich mir den zweiten Teil angesehen habe, habe ich mir nicht noch mal Villeneuves´ „Sicario“ angeschaut und auch nicht meinen Beitrag von damals durchgelesen. Aus der Erinnerung heraus dachte ich, ich hätte dem Film ein „B“  oder vielleicht sogar ein „B+“gegeben. Jetzt kam ich nun vor ein paar Tagen aus dem Kino mit dem Gefühl, dass mir der zweite Teil besser gefallen hat als der erste und tatsächlich habe ich dem Originalfilm sogar nur mit einem „B-„ bewertet. 

In „Soldada“ hat man nun nicht mehr Emily Blunts Charakter, eine Figur mit der man sich vielleicht am ehesten identifizieren konnte und die eine moralische Haltung hatte. Hier ist das Gute und das Böse recht klar definiert. Während der erste Teil für mich noch Längen hatte, fand ich diesen schnörkellos, brutal und von Anfang bis Ende spannend. Ich liebe die beiden Charaktere Matt Graver und Alejandro (erneut exzellent porträtiert von Josh Brolin und dem verehrungswürdigen Benicio del Toro). Dies ist ein Actionthriller ganz nach meinem Geschmack. Als Einleitung braucht man nicht einmal den ersten Film zu sehen, „Soldada“ kann inhaltlich für sich allein stehen.  

Nach einer bestimmten Szene verfiel ich in eine Schockstarre und brauchte, unwillig das Gezeigte zu akzeptieren, einige Minuten um meine Fassung zurückzugewinnen. 

Sicario: Day of the Soldado“ ist dem am 9.2.18 viel zu früh verstorbenen isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson gewidmet. Er hatte die Filmmusik zu „Sicario“ beigesteuert. Für den Score in „Soldado“ ist übrigens die isländische Komponistin und Hildur Ingveldardóttir Guðnadóttir verantwortlich. Die beiden isländischen Künstler hatten öfter zusammengearbeitet. 

„Sicario: Day of the Soldado“ ist am 29.06.18 in 3,055  amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland startet der Film unter dem Titel „Sicario 2“ am 19.07.18. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „BlacKkKlansman„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Spike Lees neuer Film mit Adam Driver und Denzels Sohn 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „A Star is Born„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: Die vierte Verfilmung, dieses Mal von und mit Bradley Cooper. Lady-Kotz-Gaga spielt die Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nur wenn er Oscar-mäßig sicher eine Rolle spielt 


Trailer v. Film: „White Boy Rick„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Krimi/Drama mit Matthew McConaughey, den ich eigentlich nicht mehr sehen mag. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

 

NYC – Film: „Sicario“

Ich war am 25.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Sicario“ (dt. Kinostart war der 01.10.15) 121 min crime, action, drama
dir. Denis Villeneuve cast: Emily Blunt, Benicio del Toro, Josh Brolin, Jon Bernthal, Jeffrey Donovan

Als die FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) mit ihrer Spezialeinheit ein Haus im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko stürmt, entdecken sie Dutzende von Leichen. Es sind Opfer des mexikanischen Drogenkartells. Kate will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und schließt sich einer internationalen Task-Force an. Der Leiter der geheimen Sondereinheit ist Matt Graver (Josh Brolin). Künftig soll sie für ihn und den undurchsichtigen Einzelkämpfer Alejandro (Benicio del Toro) arbeiten. Ihr erster Einsatz führt sie nach Mexiko und es dauert nicht lange bis ihr Leben in Gefahr ist.

B- (Wertung von A bis F) „Sicario“ ist der neueste Film des frankokanadischen Regisseurs Denis Villeneuve (Prisoners, Enemy). Auch wenn ich beide genannten Filme sehenswert fand, ist Villeneuves einziger Film, der mir bis heute stark in Erinnerung bleibt, sein für den Oscar nominierter Film Incendies. „Sicario“ ist für mich auch etwas unausgewogen, dennoch halte ich Denis Villeneuves für einen interessanten Filmemacher.

Die Eröffnungssequenz in „Sicario“ deutet auf einen überragenden Film hin, leider erreicht der Film danach nur noch selten diese Intensität. Der Film beinhaltet so viele unnötige Szenen. Ich konnte mir oftmals nicht erklären, warum der Regisseur die eine oder andere Szene (so) filmen ließ bzw. warum sie nicht im Schneideraum der Schere zum Opfer gefallen ist. Es sieht alles fabelhaft aus (kein Wunder steht doch der 12x für den Oscar nominierte und quasi von den Coen Bros untrennbarer Roger Deakins hinter der Kamera), aber mich haben einige Szenen aus dem Film gebracht. Auf der anderen Seite ist dieser Drogenthriller dann aber wieder hochspannend.

Das Geschehen in „Sicario“ sieht man aus der Perspektive von Emily Blunts Charakter. Mit ihr und ihren moralischen Werten kann man sich am Ehesten identifizieren. Die Schauspielerin legt eine solide, völlig natürliche Performance hin. Benicio del Toro zeigt hier jedoch, dass er in einer ganz anderen Liga spielt, ich würde sogar so weit gehen, dass „Sicario“ irgendwann zu seinem Film wird. Alejandro habe ich noch vor mir gesehen, als ich bereits schon mit ganz anderen Filmen beschäftigt war. Selbstverständlich gibt Benicio del Toro eine Oscar-Performance, auch wenn ich denke, dass man ihn nachts wecken könnte und er würde so eine Performance lässig aus dem Ärmel schütteln. Es ist diese Leichtigkeit, die einen guten Schauspieler von einem sehr guten unterscheidet. Alle Szenen mit Benicio del Toro sind exzellent.

Nicht umsonst wird jetzt bereits darüber nachgedacht, eine Fortsetzung von „Sicario“ zu drehen. Die Geschichte soll sich dann hauptsächlich auf Benicio del Toros Charakter Alejandro konzentrieren.

 

„Sicario“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Emily Blunt), Bester Nebendarsteller (Benicio del Toro), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Sicario“ hat 3 Oscar-Nominierungen (Beste Kamera, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik) erhalten. Dies ist die 13. Oscar-Nominierung für Kameramann Roger Deakins, bislang hat er noch keinen Oscar gewonnen.

„Sicario“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2015 gezeigt. Am 18.09.16 ist er zunächst in 6 amerikanischen Kinos gestartet, eine Woche später war er dann bereits in 59 zu sehen, bis er dann seit dem 2.10.15 in 2620 Kinos landesweit läuft.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Last Witch Hunter“
Bewertung des Trailers: C+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Fantasy-Film mit Michael Caine und Vin Diesel. Bei Vin Diesel bin ich raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Freeheld“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Julianne Moore, Ellen Page, Steve Carell und Michael Shannon. Film soll nicht gut sein, bei der Besetzung muss ihn aber trotzdem gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Revenant“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Alejandro González Iñárritus neuer Film mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy. Für mich das erste Mal, dass ich den Trailer im Kino sehe. Es ist mein absoluter Lieblingstrailer. Mittlerweile gibt es einen neuen Trailer. Keiner hat den Film bislang gesehen, wenn er nur etwas von dem hält, was der erste Trailer verspricht, dann bin ich mir sicher, dass Leo dieses Mal den Oscar in der Tasche hat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Spectre“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film. Daniel Craig sieht von hinten im Anzug so sexy aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Creed“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Boxer-Filme muss ich eigentlich noch gucken? Rocky-Spin-off mit Sylvester Stallone.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Steve Jobs“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Danny Boyles Biopic über Steve Jobs. Mit Michael Fassbender, Kate Winslet, Jeff Daniels und Seth Rogen. Dieser Trailer zeigt mir, dass Fassy den Oscar verdient hat. Also Fassy gegen Leo?
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bridge of Spies“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Film mit Tom Hanks. In Berlin gedreht. Ob das ein Oscar-Film ist wird sich die Tage zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Filmplakat in New York
Filmplakat in New York

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L. A. – Film: "Inherent Vice"

Ich war am 7.1.15 in Los Angeles und am 17.1.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Inherent Vice“ (dt. Filmtitel: „Inherent Vice – Natürliche Mängel“, dt. Kinostart: 12.02.15) 148 min comedy, crime, adaptation
dir. Paul Thomas Anderson cast: Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Katherine Waterston Owen Wilson, Reese Witherspoon, Benicio del Toro, Martin Short, Maya Rudolph, Eric Roberts

Los Angeles im Jahr 1970. Larry „Doc“ Sportello (Joaquin Phoenix) arbeitet als Privatdetektiv und – naja – kifft recht viel. Seine Ex-Freundin und große Liebe Chasta Fay Hepworth (Katherine Waterston) taucht eines Tages bei Doc auf, und erzählt ihm von ihrem derzeitigen Freund, dem Millionär Mickey Wolfmann (Eric Roberts). Der jedenfalls ist jetzt verschwunden und Chasta vermutet, dass Wolfmanns Ehefrau und ihr Liebhaber etwas mit Wolfmanns Verschwinden zu tun haben. Doc ermittelt und unglücklicherweise bekommt er eine übergebraten und wacht neben der Leiche von Wolfmanns Leibwächter auf. Das ist alles sehr unerfreulich, vor allen Dingen weil er sich jetzt wieder mit dem Polizisten und seinem alten Widersacher Lt. Christian „Bigfoot“ Bjornson (Josh Brolin) rumschlagen muss.

A- (Wertung von A bis F) „Inherent Vice“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Pynchon.

Paul Thomas Anderson dreht Filme ganz nach meinem Geschmack. „Boogie Nights“, „Magnolia“, There Will Be Blood waren Filme, die in meiner Top Ten-Liste des jeweiligen Jahres gelandet sind und bei The Master frage ich mich heute, warum er nicht in meiner Bestenliste von 2012 platziert ist. „Inherent Vice“ ist PTAs erste richtige Komödie und hat selbstverständlich den Weg in meine Top Ten-Liste von 2014 gefunden.

Die Handlung in Paul Thomas Andersons Filmen ist eigentlich nie sonderlich wichtig. Es sind mehr die Charaktere mit denen man sich auf eine Reise begibt. So auch hier. Es ist sicherlich sehr mühsam, die einzelnen Puzzleteile der Erzählung zusammenzusetzen und wenn man Pech hat, ist es auch nicht von Erfolg gekrönt. Der Handlung ist etwas wirr und komplex, es werden viele Drogen konsumiert und selbst die Beteiligten, insbesondere der dauerbekiffte Doc (einmal mehr ein ganz natürliches Spiel von Joaquin Phoenix) können nicht immer unterscheiden, ob das und jenes jetzt tatsächlich passiert ist oder ob es der Fantasie entspringt. „Inherent Vice“ macht viel Spass, wenn man Doc einfach bei seinem Abenteuer begleitet. Einige Charaktere denen Doc begegnet stellen für ihn eine Herausforderung dar (so bekifft wie er ist, versteht er nicht immer alle Fragen oder Antworten), für den Kinozuschauer sind die Begegnungen in den meisten Fällen ein weiterer Gewinn. Es gibt einige bekannte Schauspieler, die hier kurz auftauchen und dann wieder verschwinden. Am Besten hat mir überraschenderweise Eric Roberts gefallen, aber auch Martin Short und Benicio del Toro sind großartig. Paul Thomas Anderson hat hier sogar das erste Mal seiner langjährigen Lebensgefährtin (Maya Rudolph) und Mutter seiner vier Kinder eine kleine Rolle gegeben.

Restlos alle Szenen – und ich meine wirklich jede einzelne Szene – mit Doc (gespielt von Joaquin Phoenix) und seinem Schokobananen-liebenden und Hippies-hassenden Widersacher Bigfoot (gespielt von Josh Brolin) sind der Knaller und so witzig, dass ich früher oder später oder manchmal gar die komplette Szene durch schallend lachen musste. Eigentlich hätten die beiden Figuren einen eigenen Film verdient.

Ich liebe Joaquin Phoenix. Es überrascht natürlich nicht sonderlich, wie grandios er auch in diesem Film ist. Er ist ein bekannter method actor und bereits bei I´m Still Here hatte ich mich gefragt, ob er eigentlich die gesamten Dreharbeiten zugedröhnt war. Die Frage kommt zu „Inherent Vice“ zwangsläufig wieder auf, aber er ist auch ein Ausnahmetalent und so ist es auch vorstellbar, dass er alles nur spielt. Fakt ist, dass er von seiner Filmfigur Doc untrennbar ist und alleine seine Gesichtsausdrücke den Kinobesuch wert sind.

Ich habe schon sämtliche Filme (Michael Clayton, Taking Woodstock, Robot & Frank, „Glass Chin“, Being Flynn, Night Moves) gesehen, in denen Katherine Waterston mitspielt, in „Inherent Vice“ ist sie mir das erste Mal aufgefallen. Sie ist die Tochter von „Law & Order“/“The Newsroom“ Schauspieler Sam Waterston und jetzt werde ich sie in jedem Fall wiedererkennen.

Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu wissen, dass „Inherent Vice“ schon bald das Etikett des Kiffer-Kultfilms anhaften wird.

Der Gitarrist von Radiohead (Jonny Greenwood) hat, wie zuvor schon bei PTAs Filmen „There Will Be Blood“ und „The Master“, den Score komponiert. Mein Lieblingssong auf dem Soundtrack ist „Vitamin C“ von Can (der Song, der zum Anfang gespielt wird)

„Inherent Vice“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2014 gezeigt.

In den U.S.A. ist der Film am 12.12.14 mit genau 5 Kopien landesweit gestartet. Seit dem 9.1.15 läuft er in 645 (und mehr) amerikanischen Kinos.

„Inherent Vice“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Am 15.01.15 wurde der Film mit zwei Academy Award-Nominierungen (Bestes adaptiertes Drehbuch und Bestes Kostümdesign) bedacht. In meine Augen hätte er mindestens auch in der Kategorie Bestes Make-up und beste Frisuren nominiert werden müssen.

A- (Wertung von A bis F) Mittlerweile habe ich „Inherent Vice“ ein zweites Mal im Kino gesehen. Das ist definitiv ein Film, den ich mir zig Mal angucken kann. Ich liebe den Film für seine Locations, seine Ausstattung, seine Szenen, seine Szenenbilder, seine Musik, seine Dialoge, für Doc und Bigfoot, für Doc alleine, für Docs Gesichtsausdrücke… Ganz sicher ist der Film jedoch nicht für jeden geeignet. Das erste Mal habe ich „Inherent Vice“ in einem Programmkino gesehen, da waren die Zuschauer von dem Film ähnlich angetan wie ich. Bei meinem zweiten Kinobesuch war ich in einem Kinocenter und habe beobachtet, dass einige Zuschauer die Vorstellung während des Films verlassen haben.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

sicherlich einige. Bei dem Film „A Most Violent Year“, den ich mir direkt davor angeschaut habe, gab es aber leider Tonprobleme und der Film musste neu gestartet werden, dadurch kam ich zu spät, um die Trailer zu sehen. Bei meiner zweiten Sichtung im Kino wurden folgende Trailer gezeigt:

Trailer v. Film: „Still Alice“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Alzheimer-Drama, das Julianne Moore den Oscar bescheren wird
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Danny Collins“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Al Pacino (der immer schlechtere Perücken zu tragen scheint), Annette Bening, Christopher Plummer und Bobby Cannavale
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Terminator Genisys“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch einer? Was die Welt so alles nicht braucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Focus“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Film mit Will Smith und „The Wolf of Wall Street“s Margot Robbie.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Run All Night“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Bei einem Liam Neeson-, Ed Harris-Actioner bin ich grundsätzlich an Bord
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unfinished Business“
Bewertung des Trailers: B (Redband Trailer)
Kommentar: Komödie mit Vince Vaughn, Tom Wilkinson und Dave Franco. Der Film spielt in Berlin, schon alleine deshalb muss ich ihn gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "Savages"

Ich war am 06.07.12 und am 15.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Savages“ (dt. Kinostart: 11.10.12) 130 min drama, crime, adaptation
dir. Oliver Stone cast: Taylor Kitsch, Aaron Johnson, Blake Lively, Salma Hayek, Emile Hirsch, John Travolta, Demián Bichir, Benicio del Toro

Chon (Taylor Kitsch) und Ben (Aaron Johnson) sind beste Freunde und leben in Kalifornien. Sie finanzieren ihren luxuriösen Lebensunterhalt mit dem Anbau und Handel von exquisitem Marihuana. Beide lieben die bildhübsche Ophelia (Blake Lively) und leben mit ihr in einer Villa am Strand. Irgendwann bekommen sie von dem mexikanischen Drogenkartell ein Angebot. Sie lehnen ab. Als Ophelia entführt wird, ist ihnen klar, dass das ein großer Fehler war…

B+ (Wertung von A bis F) „Savages“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Don Winslow.

Oliver Stone („Platoon“, „Wall Street“, „JFK“, „Natural Born Killers“, „U Turn“) kann sehr gute Filme inszenieren, aber er hat auch z. B. mit dem Schnulzen-Schmalz „World Trade Center“ und dem Filmdesaster „Alexander“ definitiv ein paar Aussetzer gehabt. „Savages“ zählt für mich nicht zu Oliver Stones besten Werken, aber sehenswert fand ich ihn in jedem Fall. Der Film ist ziemlich blutig und wahnsinnig brutal. Eine Szene war für mein Gemüt sogar etwas zu krass. „Savages“ hätte mich noch mehr begeistern können, so finde ich Blake Livelys Ophelia als Erzählerin völlig überflüssig. Die Geschichte erzählt sich selbst und ist auch nicht ihre Geschichte. Mit dem Ende hatte ich auch so meine Schwierigkeiten, aber gut, der Film ist besser als so vieles was ich sonst in letzter Zeit zu sehen bekam.

Benicio del Toro („Traffic“, „Snatch“, „21 Grams“, „Sin City“, Things We Lost in the Fire) ist schon seit langer Zeit einer meiner Lieblingsschauspieler, mit seiner Performance in „Savages“ hat er mir wieder gezeigt, warum das so ist. Er ist einfach dieser Bösewicht Lado. Da diese herausragende Performance auch mit seiner sprachlichen Finesse zusammenhängt, möchte ich dringend empfehlen, den Film im Original zu sehen. In meinen Augen wäre hier definitiv eine Oscar-Nominierung fällig. Seinetwegen habe ich mir „Savages“ eine Woche später erneut angeschaut.

John Travolta sieht zwar mittlerweile aus wie ein Comicfigur hat mich aber überraschenderweise später im Film auch schauspielerisch überzeugen können. Insbesondere die Szene mit Travolta und del Toro ist großartig. Außerdem hat mir Blake Lively sehr gut gefallen, hier ist sie außergewöhnlich sexy, perfekt für die Rolle. Salma Hayek spielt die Chefin des mexikanischen Drogenkartells und auch ihr habe zum grössten Teil die Rolle abgenommen.

Taylor Kitsch hat in den diesjährigen Megaflops „John Carter“ und „Battleship“ die Hauptrolle gespielt und gilt seitdem als Kassengift. Da „Savages“ nun auch alles andere als ein Kassenerfolg ist, brauche ich mich wahrscheinlich gar nicht weiter mit ihm auseinanderzusetzen. Positiv ist er mir jedenfalls nicht aufgefallen, seinen Filmpartner Aaron Johnson fand ich interessanter.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Odd Life of Timothy Green“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Drama/Fantasie-Film mit Jennifer Garner und Joel Edgerton. Wer denkt sich denn so einen Mist aus?
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „End of Watch“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Action/Drama mit Jake Gyllenhaal und Michael Pena
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Berlin – Film: "Somewhere"

Ich war am 16.11.10 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„Somewhere“ (dt. Kinostart war der 11.11.10, U.S. Kinostart ist der 22.12.10) 98 min drama
dir. Sofia Coppola cast: Stephen Dorff, Ele Fanning, Chirs Pontius

Johnny Marco (Stephen Dorff) ist ein scheinbar erfolgreicher Schauspieler in Hollywood. Er bewohnt ein Apartment in dem legendären Hotel Chateau Marmont, Er lebt in den Tag hinein und hat keine sozialen Kontakte. Hin und wieder geht er professionellen Verpflichtungen nach. Als seine elfjährige Tochter Cleo (Elle Fanning) ihn für längere Zeit besucht, verbringt er viel Zeit mit ihr….

C (Wertung von A bis F) Ich mag einfach Geschichten, die in Hotels spielen. Ein Grund dafür mag sicherlich sein, dass ich mich zu einem großen Teil meiner Arbeitszeit in sehr guten Hotels aufhalte. Mich faszinieren einfach Begegnungen von Persönlichkeiten und dafür sind Hotels nun mal ideal geeignet. In „Lost in Translation“ hat Sofia Coppola von so einer interessanten Begegnung erzählt. In „Somewhere“ gibt es keine Begegnung, keine Geschichte, nur einen Einblick aus dem Leben eines gelangweilten Hollywood-Stars. Minutenlang werden hier Einstellungen gezeigt wie Johnny Ferrari fährt, Stripperinnen zuschaut, auf der Couch sitzt, raucht, trinkt, Schmerztabletten nimmt, Sex hat und sich bei all dem langweilt. Eins muss ich „Somewhere“ lassen, so sehr sich hier Johnny langweilt, so sehr habe ich mich auch gelangweilt, die Gefühle werden also perfekt transportiert. Jede einzelne Minute aus jeder Staffel Entourage ist unterhaltsamer als „Somewhere“.

Stephen Dorff habe ich vor einigen Jahren in dem Britney Spears Video zur Kenntnis genommen, richtig als Schauspieler ist er mir bislang noch nicht aufgefallen, die Rolle des mittelmässigen Hollywood-Schauspielers in „Somewhere“ nehme ich ihm ab. Wunderbar ist – wieder einmal – Elle Fanning, die langsam aus dem übergroßen Schatten ihrer älteren Schwester Dakota tritt.

Bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig wurde „Somewhere“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Gulliver´s Travels“
Bewertung des Trailers: D (im Original, habe den Trailer ganz lange nicht mehr gesehen)
Kommentar: neuer Jack Black-Film mit Jason Segel, Amanda Peet und Emily Blunt. Wieder einmal ein Film, der in letzter Minute (Film ist nicht in 3D gedreht) auf den erfolgreichen 3D-Zug aufspringen will.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 10%

Trailer v. Film: „Love and Other Drugs“
Bewertung des Trailers: C (im Original, aber anderer Trailer)
Kommentar:Tragikomödie mit Anne „FF“ Hathaway und Jake Gyllenhaal. Nach wie vor möchte nichts über eine mögliche Oscar-Nominierung hören!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Burlesque“
Bewertung des Trailers: C (im Original)
Kommentar:Musical mit Cher und Christina Aguilera, könnte eine Mischung aus „Showgirls“ und „Dreamgirls“-schlimm sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 55%

Chicago – Film: "The Wolfman"

Ich war am 16.02.10 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„The Wolfman“ (dt. Titel: „Wolfman“, dt. Kinostart war der 11.02.10) 125 min horror, remake
dir. Joe Johnston cast: Benicio Del Toro, Anthony Hopkins, Emily Blunt, Hugo Weaving, Geraldine Chaplin

England im Jahr 1891. Nach dem Verschwinden seines Bruders kommt Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) das erste Mal nach vielen Jahren zurück auf das herrschaftliche Anwesen seines exzentrischen Vaters Sir John Talbot (Anthony Hopkins). Sein Bruder wurde mittlerweile bestialisch ermordet aufgefunden. Lawrence versucht den mysteriösen Mord an seinem Bruder aufzuklären und wird bald selbst von einem Werwolf angegriffen…

C- (Wertung von A bis F) Eigentlich hat für mich „The Wolfman“ ein klares „D“ verdient. Dann habe ich aber die teilweise düstere und schöne Bildsprache und die wunderbaren Sets in die Bewertung mit einbezogen und er hat sich auf ein „C-“ retten können. In einigen Szenen fand ich den Film grandios fotografiert. Sogar für einen Horrorfilm ist „The Wolfman“ ziemlich blutrünstig (manchmal auch unfreiwillig komisch), aber dabei gänzlich unspannend. Falls sich dann vielleicht doch gerade minimal Spannung aufbaut, werden die Ansätze durch den viel zu aufdringlichen Score zerstört. Emily Blunt („The Devil Wears Prada“, Sunshine Cleaning, The Young Victoria) gab in einem Interview bekannt, dass sie die Rolle hauptsächlich angenommen hat, um Zeit mit Benicio Del Toro („The Usual Suspects“, „Traffic“, „21 Grams“) zu verbringen. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Jedoch konnte er mich in diesem Film erstmalig überhaupt nicht überzeugen und das liegt natürlich nicht alleine an seinem unvorteilhaften und unsexy Haarschnitt… Irgendwie habe ich mich den Film über nach Jack Nicholsons Werwolf-Performance in „Wolf“ gesehnt. Schauspielerisch konnte mich in diesem Remake außer Hugo Weaving („The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert“, „The Matrix“, „The Lord of the Rings“) auch sonst niemand vollends zufrieden stellen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Hot Tub Time Machine“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: John Cusack und Rob Corddry geraten zurück in die 80er Jahre
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: neuer Trailer: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 90 %

Trailer v. Film: „She´s Out of My League“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: RomCom mit Jay Baruchel („Fanboys“, „Tropic Thunder“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Oliver Stones Fortsetzung des oscarprämierten Films. „Wall Street“ zählt zu meinen Lieblingsfilmen, daher bin ich sehr skeptisch. Gucken muß ich ihn trotzdem, wegen: Oliver Stone, Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Susan Sarandon und Josh Brolin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Cop Out“
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: schon im Trailer erkennbar: ganz ganz schlimm…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „The Bounty Hunter“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Action-RomCom mit Jennifer Aniston und Gerard Butler
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20 %

Trailer v. Film: „Repo Men“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Actioner mit Liev Schreiber, Jude Law und Forrest Whittaker. Hier hat Jude Law mal wieder die Gelegenheit zu zeigen, was er kann.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Green Zone“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Matt Damon erneut unter der Regie v. Paul Greengrass
Wie oft schon im Kino gesehen: ca. 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile 100%