Chicago – Film: „American Pastoral“

Ich war am 21.10.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„American Pastoral“ (dt. Filmtitel: „Amerikanisches Idyll“, dt. Kinostart: 17.11.16) 108 min drama, adaptation
dir. Ewan McGregor cast: Ewan McGregor, Jennifer Connelly, Dakota Fanning, Rupert Evans, Molly Parker, David Strathairn, Hannah Nordberg

 

 

In den 1960er Jahren lebt Seymour (Ewan McGregor) mit seiner Familie im ländlichen Old Rimrock, New Jersey. Er und seine Frau Dawn (Jennifer Connelly) hatten es nie leicht mit ihrer Tochter Merry (Hannah Nordberg), im Alter von 16 Jahren radikalisiert sich das Mädchen (Dakota Fanning). Es ist die Zeit der Studentenkrawalle und Proteste gegen den Vietnamkrieg. Als bei einem Bombenanschlag auf das örtliche Postamt ein Mann getötet wird, gilt Merry schon bald als Hauptverdächtige. Weder Seymour noch Dawn wissen, wo sich ihre Tochter aufhält…

 
B- (Wertung von A bis F) „American Pastoral“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth. Das Buch wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Es ist das Regiedebüt des schottischen Schauspielers Ewan McGregor („Trainspotting“, „Moulin Rouge!“, The Ghost Writer, The Impossible)

Wenn man sich die amerikanischen Bewertungen zu dem Film anschaut (44% Metacritic, 20% Rotten Tomatoes) könnte man meinen, dass Ewan McGregor seine erste Regiearbeit ziemlich in den Sand gesetzt hat. Das finde ich nicht.

 
Ewan McGregors Charakter war der Kapitän des Footballteams an der Highschool und hat mit der ehemaligen Schönheitskönigin Dawn (gespielt von Jennifer Connelly) die Liebe seines Lebens gefunden und geheiratet. Er übernimmt die Handschuhfabrik seines Vaters, sie ziehen aufs Land und freuen sich über die gemeinsame Tochter. Die Mädchen ist aber schwierig, sie stottert und ist offensichtlich neidisch auf die Schönheit ihrer Mutter. In der Pubertät engagiert sich das Mädchen politisch, radikalisiert sich schließlich und wird verdächtigt, einen Bombenanschlag verübt zu haben „American Pastoral“ ist ein Familiendrama.  Ich habe mich gefragt, wie schlimm es für Eltern sein muss, wenn man ein so furchtbares Kind hat?

 
Zwei der Charaktere (Tochter Merry und die mysteriöse Frau) fand ich grau-en-haft und anstrengend, rührend hingegen ist Ewan McGregors Charakter (der seine Tochter trotzdem liebt und an sie glaubt). Die Vater/Tochter-Beziehung ist nachvollziehbar, ihr wird ein großer Teil des Films gewidmet und dadurch kommt am Ende für mich kein schlechter Film dabei raus. Fasziniert war ich von Jennifer Connellys Performance. Sie spielt hier eine ehemalige Schönheitskönigin, die unter dem Verhalten ihrer Tochter leidet und zunehmend durchdreht. Jennifer Connelly hat in der Vergangenheit schon einige Male bewiesen, wie talentiert sie ist. Den Oscar hat sie für „A Beautiful Mind“ gewonnen. Ich hätte ihn ihr für „House of Sand and Fog“ gegeben, seither war sie schauspielerisch leider nicht mehr wirklich auffällig. Für ihre Rolle hier könnte man sie durchaus berechtigt für den Oscar nominieren.

„American Pastoral“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Dakota Fanning, Jennifer Connelly), Bestes adaptiertes Drehbuch

 

 

„American Pastoral“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Am 21.10.16 ist er in einigen amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Film ab dem 17.11.16 zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Billy Lynn´s Long Halftime Walk„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ang Lees neuer Film mit Kristen Stewart, Chris Tucker und Steve Martin. Nicht mehr länger im Gespräch als Oscar-Gewinnerfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Damien Chazelles neuer Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hacksaw Ridge„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Mel Gibsons erste Regiearbeit nach dem Skandal vor 10 Jahren – ein Kriegsfilm mit Andrew Garfield. Ich habe keine Lust auf den Film, aber wenn er sich als Oscar-Kandidat hält, muss ich ihn wohl sehen. Bei dem vor „American Pastoral“ gezeigten Trailer kann man auf faszinierende Weise sehen, wie tunlichst vermieden wird, Mel Gibsons Name überhaupt zu erwähnen. Im Trailer: „From the Academy Award Winning Director of „Braveheart“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich will nicht

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Rules Don´t Apply„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Warren Beattys neuer Film mit ihm als Howard Hughes, Annette Bening, Alden Ehrenreich und Lily Collins. Oscar-Film?!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lion„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Dev Patel, Rooney Mara und Nicole Kidman. Ein Oscar-Film und Harveys einziges Pferd im Stall.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

NYC – Theater: "The Heiress"

Ich war am 16.01.13 in New York und habe mir im Theater angeschaut:

„The Heiress“ drama, adaptation
dir. Moisés Kaufman cast: Jessica Chastain, David Strathairn, Dan Stevens, Judith Ivey.

Im Jahr 1850 in New York. Catherine Sloper (Jessica Chastain) ist die einzige Tochter des wohlhabenden Arztes, Dr. Austin Sloper (David Strathairn). Ihr Vater gibt ihr die Schuld am frühen Tod ihrer Mutter und hält auch ansonsten wenig von seiner nicht sonderlich hübschen und viel zu schüchternen Tochter. An einem Abend im Hause Sloper lernt Catherine den gutaussehenden, aber mittellosen Morris Townsend (Dan Stevens) kennen. Schon wenig später hält Morris um ihre Hand an. Catherine ist verzückt, noch nie hat sich ein Mann für sie interessiert. Sie möchte ihn heiraten. Ihr Vater hält ihn aber für einen Heiratsschwindler, der es ausschließlich auf Catherines Erbe abgesehen hat. Er verlangt, dass sie mit ihrem Vater zusammen zunächst auf eine sechsmonatige Europareise geht. Doch hat sich nach ihrer Wiederkehr etwas an ihrer Entscheidung geändert?

A- (Wertung von A bis F) „The Heiress“ basiert auf dem Roman „Washington Square“ von Henry James. Bereits im Jahr 1947 wurde die Story vom Theater adaptiert und als Bühnenstück am Broadway unter dem Titel „The Heiress“ aufgeführt. Zwei Jahre später ist daraus ein Film mit Olivia de Havilland und Montgomery Clift entstanden. Der Film war im Jahr 1950 für acht Academy Awards (Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Beste Filmmusik) nominiert und hat vier gewonnen. Olivia de Havilland hat den Oscar als Beste Hauptdarstellerin gewonnen.

Das war mir jedoch vorher alles nicht bekannt. Ich habe nur erfahren, dass Jessica Chastain gerade am Broadway spielt, hatte Zeit und dachte das wäre eine gute Gelegenheit, die künftige Oscar-Preisträgerin (ich möchte mich derzeit noch nicht festlegen, ob es dieses Jahr schon dazu kommt, bin aber sicher, dass sie bald einen Academy Award gewinnen wird) live zu sehen. Meine reizende, sehr betagte Sitznachbarin aus Upstate New York hat mich dann auf den, in ihren Augen sehr sehenswerten Film hingewiesen. Sie war aber von dem Theaterstück und den Schauspielern hier ebenso begeistert.

Das Theaterstück ist ein Drama, das in zwei Akten aufgeführt wird. Die Kulisse und die Kostüme wirkten sehr authentisch. Das Bühnenbild wurde von dem im Jahr 1832 erbauten Merchant´s House inspiriert. Dieses Haus ist das einzige New Yorker Haus aus dem 19. Jahrhundert, das sowohl von außen als auch von innen noch so gut erhalten ist. Heute ist es ein Museum. Ich werde mir das demnächst mal anschauen.

Bevor Jessica Chastain („Take ShelterThe Tree of Life, The Help, „Lawless, „Zero Dark Thirty) im Jahr 2011 ihren Durchbruch in Hollywood schaffte, hat sie bereits Theater gespielt. „The Heiress“ ist jedoch ihr Broadway-Debüt. Jessica Chastain ist großartig in der Rolle der ungeliebten Tochter, die sich emanzipiert und auf ihre Art zurückzahlt, was ihr angetan wurde.

Der bereits für einen Oscar nominierte David Strathairn („The River Wild“, „L.A. Confidential“, „Good Night, and Good Luck“, „Lincoln) hat in einigen TV-Serien und über 30 Theaterstücken mitgespielt. David Strathairn hat mich hier als verbitterter Mann und hartherziger Vater richtig beeindruckt. In meinen Augen wird der Charakterschauspieler immer noch unterschätzt.

Der britische Schauspieler Dan Stevens ist durch Downton Abbey bekannt. In seiner Rolle in „The Heiress“ hat er überzeugt.

„The Heiress“ ist noch bis zum 10.02.2013 am Walter Kerr Theatre zu sehen.

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Website:

http://www.theheiressonbroadway.com

Boston – Film: "Lincoln"

Ich war am 27.11.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Lincoln“ (dt. Kinostart: 24.01.13) 149 min drama, biopic, adaptation
dir. Steven Spielberg cast: Daniel Day-Lewis, Sally Field, Tommy Lee Jones, David Strathairn, James Spader, Hal Holbrook, Joseph Gordon-Levitt, John Hawkes, Jackie Earle Haley, Lee Pace, Michael Stuhlbarg, Dane DeHaan, Adam Driver

Abraham Lincoln wurde im Jahr 1860 ins höchste amerikanische Staatsamt gewählt. Er war der erste republikanische Präsident und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Präsidenten der U.S. Geschichte. Er war ein Visionär und stand für die Einheit der amerikanischen Nation und Gleichheit aller Menschen. Sein Traum war es, das Unrecht der Sklaverei zu beenden. Verheiratet war Abraham Lincoln mit der sehr gebildeten, reichen Tochter aus den Südstaaten, Mary Todd. Sie galt als manisch-depressiv und verschwenderisch. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit, im Januar 1865 versuchte er den 13. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung, der die Sklaverei in allen U.S. Staaten verbietet, durchzusetzen. Hierfür brauchte er die Zustimmung seines Kabinetts und des Repräsentantenhauses. Am 14.04.1865 wurde Abraham Lincoln von dem fanatischen Südstaatler und Schauspieler John Wilkes Booth erschossen.

Der Film „Lincoln“ beginnt kurz nach der Wiederwahl von Abraham Lincoln (Daniel Day-Lewis). Der Krieg zwischen den Vereinigten und den Konföderierten Staaten dauert nun bereits seit vier Jahren an und, nachdem der 13. Verfassungszusatz bereits einmal die Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus verfehlte, setzt der amerikanische Präsident im Januar 1865 nun alles daran, die Verfassungsänderung durchzusetzen.

B (Wertung von A bis F) „Lincoln“ basiert auf Doris Kearns Goodwins Sachbuch „Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln“.

Das Skript zu „Lincoln“ wurde von dem Dramatiker und Drehbuchautor Tony Kushner (Angels in America) geschrieben. Der Film spielt ausschließlich in den letzten vier Lebensmonaten von Abraham Lincoln, hauptsächlich jedoch im Januar 1865.

Die Handlung bringt es mit sich, dass der Film sehr textreich ist. Unabhängig davon war mir der Film aber etwas zu lang. Man hätte Teile kürzen können. Die Vater/Sohn-Geschichte hätte man in meinen Augen ganz weglassen können. Auch kann Steven Spielberg sicherlich nicht zu hundert Prozent aus seiner Haut, diesmal lenkt er dankenswerterweise in nur ganz wenigen Szenen durch künstliches Licht und Musik ab. Insbesondere bei biografische Dramen mag ich es nicht, wenn die Filmemacher durch diese simplen Tricks versuchen, den Zuschauer emotional zu manipulieren. Für mich hätte „Lincoln“ gerne noch etwas puristischer ausfallen können. Auch passt der, von mir sehr geschätzte, Jackie Earle Haley („Little Children“, „A Nightmare on Elm Street“, „Shutter Island), der hier den Vizepräsident der Konföderierten Staaten spielt, nicht in die Zeit. Vielleicht lenkt sein Äusseres auch zu sehr ab. Ich weiss nicht, was ein paar meiner Mitzuschauer dazu veranlasst hat, das Kino vorzeitig zu verlassen. Ansonsten ist „Lincoln“ nämlich ein ziemlich guter Film.

Schon im Vorfeld, mit den ersten veröffentlichten Trailern, gab es in den U.S.A. viele Diskussionen, ob der Brite Daniel Day-Lewis den richtigen Ton des amerikanischen Präsidenten trifft. Damit war nicht nur seine Sprache und Stimme gemeint, sondern auch, ob Day-Lewis überhaupt in der Lage ist, den sympathisch-kauzigen, warmherzigen und so beliebten Abraham Lincoln zu spielen. Daniel Day-Lewis ist einer der besten Schauspieler der heutigen Zeit. Wer, wenn nicht er kann so überzeugend in scheinbar jeden x-beliebigen Charakter schlüpfen. In „Lincoln“ habe ich von Anfang an nicht Daniel Day-Lewis gesehen, sondern ausschließlich Abraham Lincoln. Es ist alles andere als unwahrscheinlich, dass Daniel Day-Lewis mit dieser Performance seinen dritten Oscar gewinnt. Damit würde einen Rekord brechen als erster Schauspieler, der drei Academy Awards als Bester Hauptdarsteller erhalten hat. Bisher hat allerdings noch kein Schauspieler für einen Steven Spielberg-Film einen Oscar gewonnen.

Begeistert war ich aber auch von James Spader (wo hat der eigentlich die ganze Zeit gesteckt?), Michael Stuhlbarg (der mittlerweile zu meinen Lieblingsschauspielern zählt), Lee Pace, der zweimaligen Oscar-Gewinnerin Sally Field und natürlich auch von Tommy Lee Jones, dem gute Chancen eingeräumt werden, mit seiner Rolle hier seinen zweiten Oscar zu erhalten.

Steven Spielberg hat seinen Film „Lincoln“ kurz nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2012 ins Kino gebracht. U.S.-Präsident Barack Obama wurde letzten Monat gerade für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt und ich weiss nicht, ob es ein Zufall ist, dass drei politische Filme (Argo, „Lincoln“, Zero Dark Thirty) im Oscar-Rennen 2012/2013 gegeneinander antreten. Jeder Film hat irgendwie auf seine eigene Art einen aktuellen Bezug zu Themen, die Amerika bewegen.

„Lincoln“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Daniel Day-Lewis), Bester Nebendarsteller (Tommy Lee Jones), Bester Nebendarstellerin (Sally Field), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bestes Kostümdesign, Beste Filmmusik

„Lincoln“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Side Effects“
Bewertung des Trailers: B
?Kommentar: Thriller von Steven Soderbergh mit Jude Law, Rooney Mara und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Gangster Squad“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller mit Sean Penn, Ryan Gosling, Josh Brolin, Nick Nolte, Giovanni Ribisi, Michael Pena – hoffentlich nicht wieder einer dieser Filme, der eine geniale Besetzung hat und trotzdem ein großer Flop ist. Nach dem letzten Trailer habe ich das Gefühl.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Les Misérables“
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Musical mit Hugh Jackman, Russell Crowe, Amanda Seyfried, Anne Hathaway. Da muss ich ganz stark sein…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer (Oscar)Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parental Guidance“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Billy Crystal, Bette Midler, Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „The Lone Ranger“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Action/Western mit Johnny Depp
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiss nicht…

HBO-Films: "Temple Grandin"

Folgenden HBO-Film habe ich mir auf DVD angeschaut:

„Temple Grandin“ 108 min biopic
dir. Mick Jackson cast: Claire Danes, Catherine O´Hara, Julia Ormond, David Strathairn

Temple Grandin wurde im Jahr 1947 in Boston geboren. Ein Neurologe diagnostiziert bei ihr im Alter von vier Jahren Autismus und rät ihrer Mutter, sie ins Heim zu geben. Ihre Mutter schickt Temple jedoch stattdessen zu Sprachtherapien, ermöglicht ihr eine Ausbildung an Privatschulen und eine akademische Laufbahn. Sie schreibt schließlich ihre Doktorarbeit in Fach Tierwissenschaften. Seit 1990 lehrt sie dieses Fach an der Colorado State University. Sie hat eine Viehhaltungs-Methode entwickelt, durch die die kommerzielle Tierhaltung in den U.S.A. inzwischen wesentlich tierfreundlicher geworden ist. Temple Grandin erfuhr erst mit 15 Jahren den Grund für ihr Anderssein, sie hat das Asperger-Syndrom, eine milde Form des Autismus.

Der Film erzählt über die junge Temple Grandin (Claire Danes), ihre Schulzeit, Zeit an der Uni und ihre ersten Schritte in der Arbeitswelt.

B+ (Wertung von A bis F) Ich habe seit längerer Zeit nicht so ein gelungenes Biopic gesehen. Der Film lässt uns etwas an Temple Grandins Welt teilhaben. Ihre aussergewöhnliche Vorstellungskraft und Gedankenwelt wird von dem Regisseur wunderschön und auch nachvollziehbar in Szene gesetzt. Außerdem zeigt der Film einen weiteren Aspekt der Krankheit Asperger Syndrom auf. So wusste ich nicht, wie intensiv autistische Menschen Geräusche wahrnehmen. Die Problematik, dass Autisten menschliche Nähe als unangenehm empfinden ist weitläufig bekannt, Temple Grandin kann sich jedoch in Tiere reinversetzen. Da ihre eigene Wahrnehmung und ihre Denkweise denen der Tiere ähnelt, half sie schließlich den Umgang mit Tieren zu verbessern und zählt heute noch zu einer der besten Tierpsychologinnen.

Mit Claire Danes („Romeo & Juliet“, „The Hours“, „Stage Beauty“ ) musste ich hier zunächst einen kurzen Moment warm werden, dann aber gibt sie zugegebenermaßen eine so hervorragende Performance, dass ich mir jetzt keine andere Schaupielerin in der Rolle mehr vorstellen kann. Auch Julia Ormond („Sabrina“, „Smilla´s Sense of Snow“, Surveillance), die nebenbei bemerkt hier eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Claire Danes hat, überzeugt hier als liebende Mutter. Der ewig unterschätzte und viel zu selten in richtig guten Filmen zu sehende David Strathairn („Dolores Clairborne“, „L.A. Confidential“, „Good Night, and Good Luck“) spielt hier ihren sympathischen Professor.

„Temple Grandin“ ist ein humorvolles, interessantes und auch sehr rührendes Biopic, dass bei einer Kinoverwertung sicherlich auf direktem Wege in Richtung Oscars marschiert wäre. Es ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr, dass der Bezahlsender HBO unglaublich anspruchsvolle Fernsehfilme produziert.

Bei der Primetime Emmy Verleihung am 29.08.2010 wurde der HBO-Film „Temple Grandin“ mit insgesamt fünf Awards ausgezeichnet: bester Fernsehfilm, beste Regie, beste Hauptdarstellerin (Claire Danes), beste Nebendarstellerin (Julia Ormond), bester Nebendarsteller (David Strathairn)

Trailer zu sehen:

Seattle – "The Uninvited"

Ich war am 17.02.09 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„The Uninvited“ (dt. Titel „Der Fluch zweier Schwestern“, dt. Kinostart: 09.06.09) 87 min thriller, remake
dir. Thomas Guard, Charles Guard cast: Emily Browning, Elizabeth Banks, David Strathairn, Arielle Kebbel

Anna (Emily Browning) war nach dem tragischen Tod ihrer Mutter ein Jahr in der Psychiatrie und wird jetzt entlassen. Als sie wieder zu ihrem Vater (David Strathairn) und ihrer Schwester Alex (Arielle Kebbel) nach Hause kommt, muss sie erfahren, dass bereits die neue Freundin seines Vaters eingezogen ist. Rachel (Elizabeth Banks) war die ehemalige Krankenschwester ihrer Mutter. Wie ist es tatsächlich zu dem mysteriösen Unfalltod ihrer Mutter gekommen?

C- (Wertung von A bis F) „The Uninvited“ ist ein Remake des koreanischen Horrorfilms „A Tale of Two Sisters“. Die beiden britischen Brüder, Thomas und Charles Guard, geben hiermit ihr Regiedebut. Der Film ist trotz einiger lächerlichen Szenen und unlogischer Momente nicht, wie für einige andere Filme so treffend mit einem Wort in der amerikanischen Sprache bezeichnet, „unwatchable“. Ganz sicher ist er aber halt auch fern davon, gut zu sein. Emily Browning („Lemony Snicket´s A Series of Unfortunate Events“) empfand ich recht überzeugend, der amerikanischen Shootingsstar Elizabeth Banks („Spider-Man“, W., Role Models) hat mich bisher noch nie enttäuscht, eine komplette Verschwendung war hier aber David Strathairn. Am meisten hat mich in diesem Film gestört, dass die Aufklärung ab der „Steg-Szene“ (ziemlich zu Beginn des Films) so klar und offensichtlich war. Das hat mich dann den ganzen Film über geärgert, vielleicht habe ich aber auch – mittlerweile – zu viele Thriller gesehen…

Trailer zu sehen:

Detroit – The Spiderwick Chronicles

Ich war am 06.03.08 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„The Spiderwick Chronicles“ (dt. Titel „Die Geheimnisse der Spiderwicks“, dt. Kinostart 20.03.08) 97 min fantasy, adaptation
dir. Mark Waters cast: Freddie Highmore, Marie-Louise Parker, Nick Nolte, David Strathairn, Andrew McCarthy

Nach der Trennung von ihrem Mann zieht Helen (Marie-Louise Parker) mit ihrer Tochter und ihren Zwillingssöhnen Simon und Jared (Freddie Highmore in einer Doppelrolle) von New York aufs Land in das ehemalige Haus ihres Grossonkels Arthur Spiderwick (David Strathairn). Jared findet zufällig in einem versteckten Zimmer des Hauses ein geheimnisvolles Buch. Trotz warnender Hinweise liest er in dem Buch, dass – wie sich herausstellt – sein Grossonkel geschrieben hat. Noch bevor sein Bruder Simon von magischen Krötenkreaturen entführt wird, realisiert Jared, dass es ein Fehler war hinter die Geheimnisse des Buches und damit auch des Grundstücks und des Hauses gekommen zu sein. Nun bedrohen ihn unheimliche Fabelwesen um in den Besitz des Buches zu gelangen. Um seine Familie zu beschützen muss Jared der Familiengeschichte auf den Grund gehen. Wird ihm die mittlerweile 86jährige Tochter von Arthur Spiderwick dabei helfen können…?

D (Wertung von A bis F) überflüssige und teils schlechte Fantasy-Verfilmung. Verschwendung von grossartigen Schauspielern wie David Strathairn und Nick Nolte. Das einzige was mich positiv stimmte, war die Tatsache, meinen 80er Jahre Schwarm Andrew McCarthy für wenige Sekunden mal wieder auf der grossen Leinwand zu sehen.

Trailer zu sehen:

Dallas – The Bourne Ultimatum

Ich war am 4.8.07 in Dallas und habe mir im Kino angeschaut:

„The Bourne Ultimatum“ (dt. Kinostart 06.09.07)
111 min action
dir. Paul Greengrass cast: Matt Damon, Joan Allen, David Strathairn, Julia Stiles, Daniel Brühl

Die CIA mit Pam Landy (Joan Allen) ist seit mittlerweile drei Jahren auf der Suche nach Jason Bourne (Matt Damon). Inzwischen hat Pam´s Kollege Noah Vozen (David Strathairn) mit seinem Team auch ein starkes Interesse an dem Gesuchten, allerdings mit direkter Tötungsabsicht, was zu Meinungs- und Kompetenzstreitigkeiten innerhalb der CIA führt. Jason´s Suche nach seiner Identität treibt ihn quer durch Europa und Marokko. Dabei trifft er erneut auf die Agentin Nicky (Julia Stiles), die ihm bei der Flucht vor der CIA behilflich ist und dadurch selbst zur Zielscheibe wird. Anworten auf Fragen zu seiner Vergangenheit findet Jason schliesslich in New York, wo alles anfing…

B+ (Wertung von A bis F) Der dritte Part der Trilogie beantwortet viele Fragen und ist erneut ein intelligentes Katz und Maus Spiel. Durch die rasanten Kamerafahrten gelang dem Regisseur (der schon „The Bourne Supremacy“ aufregend inszenierte) wieder ein hochspannender Actionfilm mit grossartigem Finale.

Trailer zu sehen: