TV – Serie: „Homeland, Staffel 5“


Ich habe mir die komplette Staffel folgender SHOWTIME-Serie angeschaut:

 
„Homeland, Staffel 5“ (dt. Free-TV-Ausstrahlung ab dem 3.4.16 auf SAT1) 12 x approx. 55 min drama, thriller
dir. Lesli Linka Glatter, Keith Gordon, John Coles, Michael Offer, Alex Graves, Dan Attias, Tucker Gates, Seith Mann cast: Claire Danes, Rupert Friend, Sebastian Koch, Miranda Otto, Alexander Fehling, Sarah Sokolovic, F. Murray Abraham, Mandy Patinkin, Nina Hoss

 

 

Zwei Jahre sind vergangen. Carrie Mathison (Claire Danes) arbeitet nicht mehr für die CIA. Sie ist mit ihrer kleinen Tochter von Washington nach Deutschland gezogen. In Berlin arbeitet sie als Sicherheitschefin für den deutschen Milliardär Otto Düring (Sebastian Koch) und seine Stiftung. Otto Düring hat vor, ein Flüchtlingscamp im Libanon finanziell zu unterstützen. Dazu will er das Camp an der libanesisch/syrischen Grenze aufsuchen. Carries Aufgabe ist es, für seine Sicherheit vor Ort zu sorgen. Auch wenn sie nicht mehr für die CIA arbeitet, es dauert nicht lange bis sie sich erneut in Lebensgefahr befindet.

Peter Quinn (Rupert Friend) hat die letzten zwei Jahre in Syrien verbracht und informiert jetzt in Langley die hochrangigen CIA-Kräfte und Offiziellen über die Situation im Kriegsgebiet in Syrien. Saul Berenson (Mandy Patinkin) ist der neue Leiter der CIA in Europa und erfährt von Allison Carr (Miranda Otto), die die CIA-Station in Berlin leitet, dass die CIA Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist. Die Journalistin Laura (Sarah Sokolovic) informiert Carrie darüber, dass sie von sehr heiklen Dokumenten der CIA weiß…

 
B- (Wertung von A bis F) Ich bin „Homeland“-Fan der ersten Stunde. Während ich die erste Staffel und die zweite Staffel rückblickend am Besten fand und jeweils mit „A-“ bewertet habe, hat mir die dritte Staffel nicht so gefallen, immerhin konnte ich mich zu einer „B-„-Bewertung hinreißen lassen. Für die vierte Staffel musste sich „Homeland“ neu erfinden. Das ist in meinen Augen gelungen und wurde von mir mit einem „B+“ belohnt. Besonders mochte ich den Handlungsstrang um Carrie und Quinn.

Jetzt also die fünfte Staffel. Auch für Staffel Fünf musste sich „Homeland“ quasi neu erfinden. Carrie arbeitet nicht mehr für die CIA und auch, dass sie in Berlin lebt, ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig. Diese Staffel beginnt vielversprechend. Richtig eingestiegen bin ich mit Ende der zweiten Folge. Unfassbar spannend wird es mit dem Ende der dritten Folge.

 

Meine Lieblingsfolge ist zweifelsfrei die vierte Folge. Dann geht es, in meinen Augen, leider bergab. Aber der Reihe nach.

 
„Homeland“ hat sich immer schon mit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 und dem Thema Spionage (auch in den eigenen Reihen) beschäftigt und die amerikanische Kriegsführung und die U.S.-Paranoia thematisiert und kritisiert. Die fünfte Staffel wurde im Jahr 2015 (in Deutschland) gedreht und ist – gerade was die Situation in Europa und in Deutschland angeht – erschreckend aktuell. Syrien, Russland, die Flüchtlingskrise, die gescheiterte Integration, Islamisten und die Terrororganisation IS sind Themen, mit denen sich Deutschland und Europa auseinandersetzen müssen und das behandelt auch die fünfte Staffel. Die Protagonistin Carrie lebt jetzt in Berlin, die CIA hat – na klar – eine Station in Berlin und dieses Mal gibt es irgendwann Hinweise auf einen islamistischen Anschlag auf eine europäische Metropole.

Die Dreharbeiten begannen am 2.6.15 und wurden nach 138 Tagen am 20.11.15 abgeschlossen. Wenn man sich die letzten verheerenden Anschläge vom 13.11.15 in Paris und vom 22.3.16 in Brüssel vor Augen hält, ist die fünfte Staffel von „Homeland“ beinahe zu nah an der Realität.

Die Serienmacher von „Homeland“ zeigen mit dieser Staffel aber auch einen gewissen Sinn für Humor, auch wenn es wohl eher unbeabsichtigt ist. Es ist verstörend und zugleich irritierend komisch, wie hier gezeigt wird, dass der Hauptstadtflughafen BER bereits in Betrieb ist.

Ansonsten liebe es natürlich, dass die fünfte Staffel hauptsächlich in meiner Heimatstadt gedreht wurde.

Auch wenn am Ende ein zu großes Handlungswirrwarr herrschte, der komplette Plot nicht bis zum Ende durchdacht erschien und es einige Logiklücken gab, war die fünfte Staffel wirklich bis zum Schluss fesselnd. Ich mochte ein paar neue Charaktere (dabei besonders der von Sebastian Koch gespielte Otto Düring und Carries deutscher Freund Jonas, portraitiert von Alexander Fehling), fand aber die Charakterzeichnung einiger anderer neuer Charaktere (Allison Carr und die Journalistin Laura) nicht durchweg glaubwürdig. Die Charakterentwicklung bei Saul konnte ich nicht immer nachvollziehen und ich habe es regelrecht gehasst, wie schluderig hier mit meiner Lieblingsfigur (seit der vierten Staffel) Quinn umgegangen wird. Insbesondere Letzteres begann schon langsam mit dem Ende der fünften Episode („Better Call Saul“ – zugegeben, origineller Episodentitel) und daher bleibe ich mit der fünften Staffel leider unzufrieden und unglücklich zurück.

Gestört hat mich, wie so oft in amerikanischen Filmen und Serien, dass die Deutschen untereinander Englisch sprachen.
Die Hauptcharaktere, bereits von mir vorgestellt. In der fünften Staffel aber teilweise mit einem neuen Verantwortungsbereich:

Carrie Mathison ist eine ehemalige CIA-Agentin, mittlerweile hat sie die CIA verlassen und arbeitet als Sicherheitschefin für den Milliardär Otto Düring (gespielt von Sebastian Koch) und seine Stiftung. Carrie Mathison wird von der amerikanischen Schauspielerin Claire Danes gespielt.

Saul Berenson ist Carries Mentor. Er ist mittlerweile der Chef der CIA in Europa. Saul Berenson wird von dem amerikanischen Schauspieler Mandy Patinkin gespielt.

Peter Quinn arbeitet für die CIA, ist ein Black-Ops-Spezialist. Peter Quinn wird von dem englischen Schauspieler Rupert Friend gespielt.

Dar Adal ist nicht länger ein hochrangiger Black Ops Spezialist, mittlerweile ist Deputy Direktor der CIA. Gespielt wird Dar Adal von dem amerikanischen Schauspieler F. Murray Abraham

 

Neue, für die fünfte Staffel wichtige Charaktere:

Otto Düring  ist deutscher Milliardär, etwas undurchsichtig. Er leitet eine Stiftung und ist Carries Arbeitgeber. Gespielt wird Düring von dem großartigen deutschen Schauspieler Sebastian Koch. Ich verfolge schon lange seine Arbeit („Todesspiel“, „Der Tanz mit dem Teufel“, „Der Tunnel“, „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“). International bekannt wurde er durch den Film „Das Leben der Anderen“, der mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. Im letzten Jahr habe ich in The Danish Girl und in Steven Spielbergs Bridge of Spies gesehen.

Jonas  ist Carries deutscher Freund in Berlin. Er ist Anwalt und arbeitet für die Düring Stiftung. Gespielt wird Jonas von dem deutschen Schauspieler Alexander Fehling. Er war bereits in Quentin Tarantinos Inglourious Basterds zu sehen und hat die Hauptrolle in dem, dieses Jahr beinahe für den Oscar als fremdsprachiger Film nominierten „Labyrinth of Lies“ gespielt.

Allison Carr  leitet die CIA-Niederlassung in Berlin. Sie verkörpert zunächst eine äußerst interessante, später – wenn mehr über ihre Person erfährt, für meinen Geschmack etwas zu klischeemäßige Figur. Für mich war Allisons Charakter nicht durchgehend durchdacht. Gespielt wird Allison von der australischen Schauspielerin Miranda Otto. Ihre erste Rolle in einem Hollywood-Film hatte sie in dem Thriller „What Lies Beneath“. Sie hat auch in The Lord of the Rings: The Two Towers und The Return of the King mitgespielt. Mir ist sie das erste Mal in dem australischen Indie In Her Skin aufgefallen.

Laura Sutton  arbeitet als Journalistin und auch für die Düring Stiftung. Laura ist Amerikanerin. Gespielt wird Laura von der amerikanischen Schauspielerin Sarah Sokolovic. Ich habe sie bereits in dem Indie-Drama Every Secret Thing gesehen.

Ivan  ist Agent des russischen Geheimdienstes. Ivan wird von dem ukrainischen Schauspieler Mark Invanir gespielt. Er hat in einigen amerikanischen Fernsehproduktionen mitgespielt und auch bereits in einigen Steven Spielberg Filmen (Schindler´s List, The Terminal, The Adventures of Tintin) mitgewirkt.

Astrid – arbeitet als Agentin bei dem Bundesnachrichtendienst (BND). Astrid hatte eine Affäre mit Peter Quinn (gespielt von Rupert Friend). Ihre Figur wurde bereits in der vierten Staffel eingeführt. In der fünften Staffel hat sie eine größere Rolle. Gespielt wird Astrid von der deutschen Theater- und Filmschauspielerin Nina Hoss. Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in dem Film „Das Mädchen Rosemarie“. In den U.S.A. konnte sie sich durch Christian Petzolds Filme „Barbara“ und „Phoenix“ einen Namen machen. Auch hat sie neben meinem, so schmerzlich vermissten Lieblingsschauspieler Philip Seymour Hoffman in A Most Wanted Man gespielt.

Numan ist der Hacker, der an die geheimen CIA-Unterlagen herangekommen ist. Numan wird von dem deutschen Schauspieler Atheer Adel gespielt. Er hat in Tom Tykwers „A Hologram for the King“, den ich kürzlich gesehen habe, mitgespielt.

Für die fünfte Staffel hat „Homeland“ eine SAG Award Nominierung für das Best Drama Ensemble und das Best Stunt Team erhalten. Auch wurde Claire Danes als Best Drama Actress nominiert. Die Regisseurin Lesli Linka Glatter hat eine DAG-Nominierung für die 2. Episode („The Tradition of Hospitality“) bekommen.

Die fünfte Staffel von Homeland wurde erstmalig v. 4.10.15 – 20.12.15 auf dem Pay-TV-Sender SHOWTIME ausgestrahlt. In Deutschland ist „Homeland 5“ ab Sonntag, dem 3.4.16 auf SAT1 zu sehen.
Es wurde bereits angekündigt, dass es eine weitere Staffel von „Homeland“ geben wird. Die Handlung soll in New York spielen.

 
Trailer zu sehen:

"Homeland 5"-Werbeplakat in New Yorker U-Bahn
„Homeland 5“-Werbeplakat in New Yorker U-Bahn

 

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