Berlin – Film: „Alien: Covenant“

Ich war am 19.05.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Alien: Covenant“ (dt. Kinostart war der 18.05.17) 122 min horror, sci-fi, sequel
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demián Bichir, Carmen Ejogo, Guy Pearce, James Franco

 
Im Jahr 2104. Das Raumschiff Covenant ist auf dem Weg zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Die Crew-Mitglieder wollen dort mit 2000 eingefrorenen Menschen und 1000 Embryonen eine neue Menschenkolonie aufbauen. Das Kolonieschiff gerät in einen Weltraumsturm und so muss der Android Walter (Michael Fassbender) die Besatzungsmitglieder vorzeitig aus ihrem mehrjährigen Schlaf wecken. Als die Besatzung ein Signal von einem anderen Planeten empfängt, steuert sie diesen an. Vielleicht ist dieser erdähnlicher Planet bewohnbar und sogar noch besser geeignet als der andere? Wenn sie sich da mal nicht getäuscht haben…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Alien Covenant“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Ridley Scott („Blade Runner“, Thelma & Louise“, „Gladiator“, The Martian) und eine Fortsetzung zu Prometheus. Beide Filme sind Teil der Trilogie und ein Prequel zu Ridley Scotts Film „Alien“ aus dem Jahr 1979.

Als ich aus dem Kino kam, habe ich mich bombig unterhalten gefühlt. Auch wenn es mir etwas zu lange gedauert hat, bis die Story richtig Fahrt aufnimmt, fand ich den Film ab dem Moment, in dem die Covenant-Besatzung den fremden Planeten betritt, sauspannend. Bei quasi allen Filmen bleibt es bei der Bewertung, die ich mir noch im Kino notiert habe. Bei diesem Film bleibt es demzufolge auch bei „B+“.

„Alien: Covenant“ ist nun kein Film über den man länger nachdenken sollte. Es ist auch für mich mehr ein Horrorfilm, als ein Sci-Fi-Streifen. Ein Horrorfilm von der Sorte, bei dem man die Beweggründe der „Monster“ relativ offen lässt und die Menschen aufgrund ihres ausgesprochen dämlichen Verhaltens zu Opfern werden. Es hat zwar der Spannung keinen Abbruch getan, aber es hat mich gestört, dass ich kaum etwas über die Besatzungsmitglieder wusste und sie auch kaum auseinanderzuhalten konnte. Gut, da gab die bekannten Schauspieler Billy Crudup, Danny McBride, Katherine Waterston (bei der man sieht, was eine richtig unvorteilhafte Frise aus einem eigentlich hübschen Mädchen machen kann, wer Inherent Vice gesehen hat, weiß, wie sie aussehen kann) und – ich hatte es fast vergessen – Demián Bichir. Die Crew-Mitglieder sind alle untereinander verpaart, wer mit wem, war mir nicht eindeutig klar. Das finde ich insbesondere dann schade, wenn ich nicht mal bemerkt habe, dass es auch ein schwules Pärchen gibt. Wie bereits weiter oben angedeutet, waren mir die vielleicht ersten 30 Minuten zu zäh, es hätte aber dramaturgisch nicht geschadet, wenn man diese Zeit in die Charakterzeichnung investiert hätte. Eigentlich hätte es geholfen, wenn die „Last Supper“-Szene (s. Link zum Clip) im Film geblieben wäre, dafür hätte man beispielsweise die unnütze 127 Hours-Szene streichen können.

Als Horrorfilm hat mir „Alien: Covenant“ wie gesagt gefallen, lieber hätte ich aber einen richtig guten Sci-Fi-Film gesehen. Dazu hätte sich die Handlung eigentlich nur auf David und sein Zusammentreffen mit der Besatzung der Covenant konzentrieren müssen, den ganzen Alien-Kram hätte man sich für den nächsten Teil aufheben können. Aber gut, der Film ist das was er ist, hat mir trotzdem sehr gut gefallen und mit einem Kinobesuch habe ich zwei Michael Fassbenders bekommen. Es gibt also keinen Grund, sich zu beschweren.

Fassy schafft es hier auf meisterhafte Weise die zwei so unterschiedlichen Androiden David und Walter zu portraitieren. Walter ist die überarbeitete Version von David, die menschlichen Züge sind weitestgehend verschwunden, er spricht Amerikanisch im Vergleich zum britischen David.

 
„Alien Covenant“ ist am 19.05.17 landesweit in die amerikanischen Kinos gekommen, in Deutschland war der Film bereits einen Tag zuvor zu sehen. Ich habe in in Deutschland in der OV gesehen. Aus zeitlichen Gründen habe ich mich dieses Mal aber gegen die IMAX-Version entschieden.

Trailer zu sehen:

 
Last Supper Szene (Prolog):

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Wonder Woman„
Bewertung des Trailers: D+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Eine weitere Comic-Verfilmung auf die keiner gewartet hat, schlimm. Mit Gal Gadot, Chris Pine und Robin Wright
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Spider-Man: Homecoming„
Bewertung des Trailers: B (gezeigt in der OV)
Kommentar: Neuer Spider-Man-Film mit Tom Holland und auch mit Robert Downey Jr. als Iron Man
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 90% RT

Trailer v. Film: „The Hitman´s Bodyguard„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Actionkomödie mit Samuel L. Jackson und Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, mal gucken

Trailer v. Film: „Transformers: The Last Knight„
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar, da ich super schlechte Laune bekommen habe (gezeigt in der OV)
Kommentar: FYMB
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Niemals…nie

Trailer v. Film: „Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: 5. Film der Serie. Warum genau spielt hier Javier Bardem mit?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dunkirk„
Bewertung des Trailers: B+ (gezeigt in der OV)
Kommentar: Der Christopher-Nolan-Film mit Kenneth Branagh, Tom Hardy und Mark Rylance. Der Film ist für den Sommer angekündigt, also kein Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Mummy„
Bewertung des Trailers: C (gezeigt in der OV)
Kommentar: Ernsthaft? Bei Tom Cruise bin ich eh draußen…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War for the Planet of the Apes„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer, gezeigt in der OV)
Kommentar: Mir geht das Herz auf, wenn ich Caesar sehe, ich liebe diese Reihe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

 

Kino in Berlin

Grundsätzlich gehe ich in Deutschland so gut wie nie regulär ins Kino (das letzte Mal war ich vor ungefähr einem Jahr zu Toni Erdmann). Ich bin einfach zu genervt davon, so viel Werbung vor dem Film sehen zu müssen. Jetzt habe ich aber die Unter-der-Woche-14.00-Uhr-Vorstellung für mich entdeckt. Zu dieser Zeit verirrt sich kaum ein Zuschauer ins Kino (ich habe in einem riesigen Kino ca. 20 Zuschauer gezählt), entsprechend kann man sich irgendeinen Sitzplatz im Kino aussuchen, man bekommt auch kaum Werbung zu sehen. Vor meiner Vorstellung wurden 22 Minuten Werbung (bzw. überwiegend Trailer und auch gab es eine überflüssige dreiminütigen Pause, in dem man sich entweder ein Eis kaufen oder noch mal schnell auf Toilette gehen kann) gezeigt. Vielleicht gehe ich jetzt öfter um diese Zeit ins Kino. Ich war allerdings überrascht, so viele (acht!!!) Trailer im deutschen Kino zu sehen.

 

D.C. – Film: "The Rover"

Ich war am 20.06.14 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Rover“ 102 min min sci-fi, drama
dir. David Michod cast: Guy Pearce, Robert Pattinson, Scoot McNairy, Gillian Jones, David Field

Australien – 10 Jahre nach dem Kollaps. Drei Männer sind auf der Flucht. Als sie mit ihrem Fluchtwagen einen Unfall bauen, schnappen sie sich die Schrottkarre von Eric (Guy Pearce). Eric nimmt die Verfolgung auf. Irgendwann trifft er auf Rey (Robert Pattinson), er ist der Bruder von einem der drei Typen hinter denen Eric her ist.

B+ (Wertung von A bis F) Ein Hauptgrund für mich diesen Film unbedingt sehen zu wollen, war zweifelsfrei der Regisseur David Michod. Sein Regiedebüt Animal Kingdom war einer meiner Lieblingsfilme im Jahr 2010 und hat mir die großartigen australischen Schauspieler Ben Mendelsohn, Joel Edgerton und Jackie Weaver näher gebracht. „The Rover“ ist David Michods zweiter Film, die Autoren des Films sind der Regisseur selbst und Joel Edgerton.

„The Rover“ würde ich als australischen Indie-Sci-Fi-Roadmovie bezeichnen. Für mich zeichnet sich ein gelungener Sci-Fi-Film nicht durch imposante Spezialeffekte aus, sondern durch eine Welt und Atmosphäre, auf die ich mich einlassen und in die bestenfalls eintauchen kann. David Michod gelingt es, einen in ein dystopisches Szenario in einer nicht näher benannten Zukunft zu ziehen. Es sind 10 Jahre nach dem Kollaps, wie einen mit wenigen Worten zu Beginn des Films mitgeteilt wird. Es ist ein weltweiter wirtschaftlicher Kollaps, die weitverbreitete Währung ist der amerikanische Dollar.

„The Rover“ spielt im australischen Outback, jeder versucht in dieser staubigen Weite zu überleben. Der Alltag der Menschen ist von ständiger Angst geprägt, die Schusswaffe ist schnell gezogen. Dem Protagonisten (exzellent von Guy Pearce verkörpert) wird zu Beginn des Films sein Auto gestohlen und weil er sowieso nichts zu tun und auch nichts mehr zu verlieren hat, begibt er sich auf die Spur der Kriminellen. Einsame Landstraßen, Ödnis, wenige, dafür skurrile Gestalten – Irgendwie wusste ich sehr schnell, dass ich diesen Film mag. „The Rover“ erzählt eine simple Story, der Plot konzentriert sich hauptsächlich auf Guy Pearces Charakter. Er ist nicht der redseliger Typ und auch wenn er auf andere Charaktere trifft, wird nicht viel geredet. Um die Stimmung des Films zu erfassen, bedarf es aber auch nicht vieler Worte.

Robert Pattinson spielt hier den minderbemittelten Amerikaner Rey. Reys Aktionen und sein nuschelig doofes Gequatsche sorgen für einige Lacher im Film. Leider hat mich aber der Darsteller zu sehr abgelenkt, zu keinem Zeitpunkt konnte ich vergessen, dass es der Teenie-Schwarm ist, den ich hier in einer Rolle sehe. Aus diesem Grund hätte ich mir jemand anderes in dieser Rolle gewünscht.

Irgendwann während des Films habe ich mir als Bewertung für „The Rover“ ein B notiert. Als dann gegen Ende des Films das Auto wieder aufgetaucht ist, wird der Film in meinen Augen noch mal richtig gut. Die nachfolgenden Szenen fand ich so stark, dass ich meine finale Bewertung nach oben korrigiert habe.

Letztlich hat mich „The Rover“ nicht so sehr beeindruckt wie „Animal Kingdom“, dieser Film wird voraussichtlich auch nicht in meiner Top Ten auftauchen, aber jetzt – ein paar Tage nachdem ich den Film gesehen habe – gehen mir einige Bilder und die Stimmung des Films immer noch nicht aus dem Kopf.

„The Rover“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2014 gezeigt.

Der Trailer, den ich im amerikanischen Kino gesehen habe:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „A Walk Among the Tombstones“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller mit Liam Neeson. Ich hasse es, wenn Trailer bereits so viel spoilern. Das ist ein Grund, warum ich mir außerhalb des Kinos keine Trailer anschaue.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Kill the Messenger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jeremy Renner, Ray Liotta, Mary Elizabeth Winstead, Oliver Platt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „America“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar – nach wie vor
Kommentar: was für ein patriotischer Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Into the Storm“
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Katastrophenfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A Most Wanted Man“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: John le Carré-Verfilmung mit Philip Seymour Hoffman, Willem Dafoe, Robin Wright und Daniel Brühl
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Green Inferno“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Eli Roths neuer Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Drop“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dennis Lehane-Verfilmung mit James Gandolfini und Tom Hardy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Lawless"

Ich war am 26.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Lawless“ 115 min drama, adaptation
dir. John Hillcoat cast: Shia LaBeouf, Tom Hardy, Jason Clarke, Guy Pearce, Mia Wasikowska, Jessica Chastain, Gary Oldman

Im Jahr 1931 in Franklin County, Virginia. Die drei Brüder Jack (Shia LaBeouf), Howard (Jason Clark) und Forrest Bondurant (Tom Hardy) verdienen sich ihr Geld in der Zeit der Prohibition hauptsächlich mit der Produktion und dem Schmuggel von Alkohol. Dann taucht ein neuer Agent der Regierung, Charley Rakes (Guy Pearce), in Franklin auf. Er beansprucht einen ordentlichen Teil des illegal verdienten Geldes. Forrest lehnt ab und der Krieg beginnt…

C+ (Wertung von A bis F) „Lawless“ basiert auf dem Roman „The Wettest County in the World“ von Matt Bondurant. Matt Bondurant ist der Enkel von Jack Bondurant und erzählt in dem Buch die wahre Geschichte seines Großvaters und seiner beiden Brüder.

Der Musiker Nick Cave hat das Drehbuch geschrieben und zeigt sich auch für die Filmmusik verantwortlich.

„Lawless“ ist wahnsinnig brutal, in der Erzählweise aber relativ spannungsfrei. Es geht andauernd Hin und Her und das Ganze zieht sich gefühlte Ewigkeiten. Außerdem hätte einer der Protagonisten hier – der Logik nach – mehr als nur einmal tot sein müssen.

Der Hauptcharakter in „Lawless“ wird von Shia LaBeouf dargestellt und das ist ein großer Schwachpunkt des Films. Ich kann ihn als Schauspieler einfach nicht ernst nehmen. Da braucht es auch nicht zwingend einen Tom Hardy, der ihn mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Tom Hardys Knurren ist in „Lawless“ wesentlich eindrucksvoller als LaBeoufs Performance den gesamten Film über. Als Beispiel reicht aber eigentlich auch der noch recht unbekannte, gleichaltrige Dane DeHaan (Chronicle). In den Szenen der beiden sieht man eindeutig, wer hier Talent hat und wer halt nicht. Shia LaBeouf ist ein Hollywoodstar, aber alles andere als ein guter Schauspieler. Tom Cruise in jung, sozusagen. Inständig hoffe ich, dass er nicht mehr so häufig in Hauptrollen besetzt wird. Oder wenigstens dann nur in Filmen („Transformers“), bei denen ich sowieso nicht in die Verlegenheit komme, sie zu gucken. Zurück zu den Schauspielern, die „Lawless“ letztlich noch sehenswert machen. Sobald Tom Hardy auf der Leinwand erscheint, kann man einfach nicht die Augen von ihm lassen. Guy Pearce spielt hier zwar eine völlig überzeichnete Figur, das aber sehr sehenswert. Gary Oldman beeindruckt auch wieder einmal, spielt aber eine viel zu kleine Rolle.

„Lawless“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Looper“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi/Action mit Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ein paar Tage später geschaut.

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action mit Tom Cruise.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "Prometheus – IMAX-3D"

Ich war am 11.06.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Prometheus – IMAX-3D“ (dt. Titel: „Prometheus – Dunkle Zeichen, dt. Kinostart: 09.08.12) 123 min sci-fi, fantasy
dir. Ridley Scott cast: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Idris Elba, Guy Pearce, Logan Marshall-Green, Sean Harris

Die Weyland Corporation hat eine Forschergruppe beauftragt, nach den Ursprüngen menschlichen Lebens zu suchen. Im Jahr 2093 erreicht das Raumschiff PROMETHEUS einen fremden Planeten…

B (Wertung von A bis F) Im besten Fall wird in einem gelungenen Sci-Fi-Film eine irgendwie einleuchtende Geschichte erzählt und der Regisseur schafft es, mit seinen gestalterischen Ideen, den Zuschauer in eine ganz andere Welt zu versetzen. Für mich funktioniert „Prometheus“ weil Ridley Scott hier eine so großartig-düstere eigene Welt kreiert hat, in die ich komplett eintauchen konnte. Die Handlung hat Potenzial, wirft aber zu viele Fragen auf. Auf der einen Seite ist der Verlauf der Geschichte vorhersehbar, auf der anderen Seite ergeben einige Dinge (auch das Verhalten bestimmter Charaktere oder der Aliens) keinen Sinn. Manches hätte besser erklärt werden können und vielleicht sogar müssen. „Prometheus“ lässt Raum für Interpretationen, mir war die Story aber etwas zu dünn und auch hätte ich gerne etwas mehr Hintergrundwissen über einzelne Charaktere gehabt.

Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“, „Thelma & Louise“, „Gladiator“) hatte mehrfach betont, dass „Prometheus“ kein Prequel zu „Alien“ ist. Ridley Scotts erster Sci-Fi-Film seit mehr als dreissig Jahren erinnert aber schon sehr an „Alien“. Den muss ich mir tatsächlich demnächst noch einmal anschauen.

Der Androide David ist für mich die interessanteste Figur, auch wenn diese Figur nicht immer logisch agiert. Michael Fassbender ist dieser Roboter David. Unglaublich mit welcher Leichtigkeit er alle anderen Schauspieler an die Wand spielt. Gerade zu Beginn hat er eine Szene, die mich unweigerlich an eine meiner Lieblingsszenen in dem großartigen Wall-E  erinnert.

Noomi Rapaces Charakter Elizabeth Shaw ist nun eigentlich die Filmfigur, die einen durch den Film führt. Der Glaube ist ein großes Thema für Elizabeth Shaw, glaubwürdig fand ich ihre Figur nicht immer. Mir ist sie aber auch nicht wirklich sympathisch, was auch daran liegen mag, dass ich Noomi Rapace absolut farb- und ausdruckslos und uninteressant finde. Ich hätte mir hier eine andere Schauspielerin gewünscht. Noomi Rapace ist für mich ein Schwachpunkt des Films, auch wenn ihr Filmcharakter für mich eine der besten Filmszenen in „Prometheus“ hat. Logan Marshall-Green, der hier den Partner von Noomi Rapaces Charakter spielt, fand ich hingegen überzeugend.

Auch hat mir, wie eigentlich immer, Charlize Theron gefallen.

Guy Pearce habe ich zugegebenermassen gar nicht erkannt, ich weiss nicht, wie viel schlechtes Make-Up sie ihm ins Gesicht gekleistert haben.

„Prometheus“ ist visuell atemberaubend. Der Film wurde in 3D gedreht und ich halte es für unverzichtbar, ihn auch in der 3D-Fassung zu sehen. Es gibt kaum einen Film, bei dem sich diese Technologie so sehr auszahlt wie bei „Prometheus“. Man sollte diesen Film in der bestmöglichen Qualität sehen, ich habe „Prometheus“ in der IMAX-3D-Fassung gesehen und diese Mehrausgabe hat sich definitiv gelohnt.

Ganz sicher wird es mindestens einen weiteren Teil von „Prometheus“ geben.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Savages“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Oliver Stones neuer Thriller mit Blake Lively, Uma Thurman, Salma Hayek, Benicio del Toro und John Travolta
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Flight“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film mit Denzel Washington, Don Cheadle, John Goodman und Melissa Leo. Bei Flugzeugfilmen bin ich grundsätzlich dabei.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Watch“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn, Jonah Hill und Seth Rogen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Abraham Lincoln: Vampire Hunter“ (nicht in IMAX/3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: 3D-Horrorfilm von Timur Bekmambetov, Der neue Trailer ist wesentlich besser als der erste.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „The Dark Knight Rises“ (enttäuschenderweise nicht in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Christopher Nolans neuestes Batman-Abenteuer mit ganz vielen Guten und Anne Hathaway…Das ist ein Film, den ich in unbedingt in der IMAX-Fassung gucken muss und werde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Amazing Spider-Man“ (in 3D)
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ich bin ja nie so der Fan von Spidey gewesen, Tobey Maguire fand ich aber schon gut in der Rolle. Andrew Garfield und Emma Stone – ich weiß immer noch nicht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Frankenweenie“ (in 3D)
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: Nachdem ich mir „Dark Shadows“ lieber erspart habe, werde ich mir diesen Stop-Motion-Animationsfilm von Tim Burton aber sicherlich ansehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

DVD – Film: "In Her Skin"

Folgenden Film habe ich mir über iTunes Leihvideo angeschaut:

„In Her Skin“ (a.k.a. „I Am You“) 100 min drama, thriller
dir. Simone North cast: Guy Pearce, Justine Clarke, Jeremy Sims, Kate Bell, Miranda Otto, Sam Neill, Ruth Bradley

Melbourne, 1.März 1999. Mike (Guy Pearce) will seine 15-jährige Tochter Rachel (Kate Bell), wie vereinbart, vom Zug abholen, Rachel taucht jedoch nicht auf und bleibt seitdem verschwunden. Sowohl Rachels Vater als auch ihre Mutter Elizabeth (Miranda Otto) können nicht verstehen, warum ihre sonst so zuverlässige Tochter nicht nach Hause kommt. Dann haben beide Elternteile die Eingebung, dass sie tot ist. Was hat das ehemalige Kindermädchen der Familie, Caroline (Ruth Bradley), mit Rachels Verschwinden zu tun…?

C- (Bewertung von A bis F) Der australische Film „In Her Skin“ basiert auf einer wahren Geschichte

„In Her Skin“ ist für mich weniger Thriller als mehr eine Charakterstudie einer tief gestörten und einsamen Frau, die sich selbst und ihr Leben hasst und die alle anderen für ihr Elend verantwortlich macht. Der Film ist teilweise sehr beklemmend, aber durchaus realistisch. Möchte nicht wissen, wie viele Menschen, die ähnlich gestrickt sind, frei rumlaufen. Die Musikauswahl fand ich hier zu dominant, besonders die ersten fünf Minuten dachte ich, ein Musikvideo zu sehen – das war etwas zu sehr am Thema vorbei.

Schauspielerisch geben besonders Guy Pearce und Sam Neill eine solide Performance. Miranda Otto als verzweifelte Mutter hingegen hat sich etwas zu sehr angestrengt, zu überzeugen. Die irische Schauspielerin Ruth Bradley würde ich gerne mal in einer anderen Rolle sehen.

Trailer zu sehen:

Es ist ja so eine Sache mit iTunes Leihvideos. Persönlich ist es für mich einer der praktischsten Erfindungen. Leider werden die Leihobjekte aber spätestens nach 30 Tagen gelöscht. Für meine Reisen habe ich auf meinem iPad immer ein paar Filme dabei, man weiss ja nie, ob es irgendwo langweilig wird. In letzter Zeit kommt es jedoch immer häufiger vor, dass mich mein Gerät warnt, dass der oder der Film jetzt nur noch soundso wenige Tage zur Verfügung steht. Dafür sind mir die bis bereits gezahlten bis zu 6.99 USD (für ganz neue Filme) aber zu schade, also gucke ich Filme auch dann, wenn ich gerade nicht so richtig Lust auf den ein oder anderen Film habe…

HBO-Films: "Mildred Pierce"

Folgenden HBO-Mehrteiler habe ich mir auf DVD angeschaut:

„Mildred Pierce“ 5 x approx. 60 min drama, adaptation
dir. Todd Haynes cast: Kate Winslet, Guy Pearce, Evan Rachel Wood, Morgan Turner, Brian F. O´Byrne, James LeGros, Melissa Leo, Hope Davis

Glendale, Kalifornien im Jahr 1931. Mildred Pierce (Kate Winslet) ist mit Bert (Brian F. O´Byrne) verheiratet und hat zwei Töchter. Sie ist unzufrieden mit ihrer Ehe und ihrer Rolle als Hausfrau. Schließlich trennen sich die Eheleute. Da Mildred keine Schulausbildung vorweisen kann, bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten, Arbeit zu finden. Um über die Runden zu kommen, nimmt sie schließlich einen Job als Kellnerin an. Lange dauert es jedoch nicht und sie eröffnet ihr erstes eigenes Restaurant. Sie beginnt eine Affäre mit dem Lebemann Monty Beragon (Guy Pearce), aber hat zunehmend Probleme mit ihrer hinterhältigen Tochter Veda (Morgan Turner/ Evan Rachel Wood)…

B- (Wertung von A bis F) Der HBO-Mehrteiler „Mildred Pierce“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von James M. Cain. „Mildred Pierce“ (dt. Titel: „Solange ein Herz schlägt) wurde bereits im Jahre 1945 mit Joan Crawford verfilmt, die dafür ein Jahr später einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin erhalten hat.

Die erste Verfilmung habe ich nicht gesehen, ehrlich gesagt, kann ich mir Joan Crawford in dieser Rolle auch überhaupt nicht vorstellen. Die Figur Mildred Pierce würde ich u.a. als bodenständig, warmherzig und natürlich beschreiben, all das würde ich nicht mit Joan Crawford assoziieren. Kate Winslet passt perfekt in die Zeit und ist grandios als Mildred Pierce. Ein Emmy und auch ein Golden Globe dieses bzw. nächstes Jahr dürfte ihr hierfür sicher sein. Auch stimmt die Chemie zwischen Kate Winslet und Guy Pearce.

Der HBO-Mehrteiler „Mildred Pierce“ fällt neben den beinahe ausschließlich großartigen Performances vor allen Dingen durch die authentische Ausstattung, die Kostüme und das Filmset auf. Es ist mehr die Erzählung an der ich etwas rumzumäkeln habe. Zum einen fand ich den Zeitablauf das eine oder andere Mal nicht nachvollziehbar und viele kleinere Geschichten fand ich schlichtweg auch überflüssig. Im Prinzip fand ich das gesamte Projekt etwas zäh. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass Todd Haynes („Velvet Goldmine“, „Far from Heaven“, I´m Not There) seinen 5 1/2 stündigen Film auf normale Spielfilmlänge gekürzt hätte. Ich bin mir sogar sicher, dass er dann von mir eine „A“-Bewertung bekommen hätte.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "The King´s Speech"

Ich war am 14.12.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The King´s Speech“ (dt. Kinostart: 17.02.11) 111 min drama, biopic
dir. Tom Hooper cast: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Timothy Spall, Michael Gambon

Im Jahr 1925 muss der britische Prinz Albert (Colin Firth) eine öffentliche Rede halten. Er ist Stotterer und bekommt kaum ein Wort raus. Seine Frau Elizabeth (Helena Bonham Carter) treibt schließlich den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) auf. Nach einigen Startschwierigkeiten arbeitet Lionel mit unkonventionellen Mitteln, um Prinz Albert von seinen Sprachproblemen zu befreien. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft. Als König George V (Michael Gambon) stirbt, ist der Erstgeborene und Bruder von Prinz Albert, Prinz Edward (Guy Pearce), König, wird jedoch nach wenigen Monaten Regierungszeit zurücktreten. Prinz Edward ist es wichtiger, die zweimal geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson (Eve Best) zu ehelichen. Jetzt wird aus dem Prinzen Albert ein britischer König, König Georg der Sechste, und sein Königreich wird gespannt am Radio sitzen und auf seine erste Rede als König warten….

A- (Wertung von A bis F) „The King´s Speech“ ist ein hochinteressantes Biopic mit einem ganz speziellen Stil. Die zahlreichen Nahaufnahmen und die karge Ausstattung in sehr vielen Szenen gab mir das intime Gefühl hier beinahe eher im Theater zu sitzen, als im Kino. Es ist eine rührende Geschichte über eine so ungewöhnliche Freundschaft und gibt zugleich geschichtlichen Hintergrund über Königs. Die Beinahe-Schlußszene ist schlichtweg perfekt, insbesondere mit dem untermalten Score.

Colin Firth („Pride and Prejudice“, „Bridget Jones`s Diary“, „Girl with a Pearl Earring“, „Love Actually“, A Single Man„) gibt hier eine klare Oscar-Performance. Er spielt den späteren König Georg VI. (übrigens Vater der derzeit regierenden Königin Elisabeth II.) voller Zorn, Trauer und Schmerz und dabei so liebenswürdig. Einige Szenen sind dabei unglaublich beklemmend und man leidet mit Colin Firths Charakter. Letztes Jahr habe ich Geoffrey Rush („Shine“, „Elizabeth“, „Quills“, „The Banger Sisters“, „The Life and Death of Peter Sellers“ ) in Exit the King am Broadway gesehen und war hin und weg. Er ist so ein Ausnahmetalent, sowohl auf der Bühne als auch im Film. Als Schauspieler hat er alle Preise gewonnen, die es zu gewinnen gibt. Für seinen Lionel wird er auch ganz sicher wieder eine Nominierung für einen Oscar erhalten, wenn nicht sogar einen weiteren Oscar. Erwähnt bleiben muss, dass sowohl Helena Bonham Carter als auch Guy Pearce wieder einmal eine überragende Performance geben.

Obwohl es eigentlich nicht erwähnt werden muss, möchte ich dennoch unbedingt darauf hinweisen, dass man „The King´s Speech“ im Original sehen muss. Der Film transportiert eine wunderbare, nicht synchronierbare Sprache und die Brillanz von Colin Firth ist nur zu erfassen, wenn man ihn im Original sprechen hört.

„The King´s Speech“ wird voraussichtlich für einen Oscar als bester Film nominiert. Ich bin sicher, dass Colin Firth für diese Rolle einen Oscar erhalten wird. Der Film bewirbt sich um einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010. Update: The King´s Speech hat einige Oscars gewonnen: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Colin Firth) und Bestes Originaldrehbuch.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Blue Valentine“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: intensives Beziehungsdrama mit Ryan Gosling und Michelle Williams. Möglicher Oscar-Kandidat
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Company Men“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Tragikomödie mit Ben Affleck (ich verstehe nicht, warum der besetzt wird), jedenfalls auch mit Tommy Lee Jones, Chris Cooper und Maria Bello
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Rite“
Bewertung des Trailers: B+(neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm mit Anthony Hopkins
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % (für Anthony Hopkins

Trailer v. Film: „The Tourist“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Huch, der Film läuft schon in amerikanischen Kinos und es werden noch Trailer geschaltet, läuft wohl nicht so… ? :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% (und wenn ich nur in meinem Beitrag ein alles aussagendes Zitat von Florian Henckel von Donnersmarck wiedergeben darf…)

Trailer v. Film: „True Grit“
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Coen-Bros Film, Remake des John Wayne-Western von 1969 mit Jeff Bridges, Josh Brolin und Matt Damon. Klarer Oscar-Kandidat, die bislang völlig unbekannte Hailee Steinfeld macht auch so einen unglaublichen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Animal Kingdom"

Ich war am 29.08.10 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Animal Kingdom“ 112 min drama, thriller
dir. David Michod cast: Ben Mendelsohn, Joel Edgerton, Guy Pearce, Luke Ford, Jacki Weaver, Sullivan Stapleton, James Frecheville

Dem 17jährigen Joshua, „J“, (James Frecheville) wurde von seiner Mutter immer eingetrichtet, dass er sich von ihrer Familie fernhalten soll. Jetzt ist seine Mutter plötzlich verstorben und Joshua sieht für sich keine andere Chance als bei seiner Großmutter Smurf (Jacki Weaver) und ihren Söhnen zu wohnen. Er lernt sehr schnell die kriminellen Strukturen in der Familie kennen, nur was soll er machen…

A (Wertung von A bis F) Es ist einfach unfassbar, wie viele grandiose Schauspieler Australien hervorbringt. Russell Crowe, Guy Pearce, Geoffrey Rush, Cate Blanchett, Toni Collette, Naomi Watts, um nur mal die zu nennen, die besonders mir aussergewöhnlich gut gefallen. „Animal Kingdom“ ist eine Fundgrube für neue Talente. Besonders Ben Mendelsohn, den ich als eine Mischung aus Gary Oldman und Sam Rockwell beschreiben würde, steht jetzt gleich mal auf der Liste meiner Lieblingsschauspieler. Er ist so eines dieser ganz seltenen Talente bei denen ich ganz aufgeregt werde und tatsächlich das Gefühl habe, dass mein Herz kurzfristig aufhört zu pochen. Ausserdem gibt die australische Theater- und Fernsehschauspielerin Jacki Weaver eine beängstigend gute Performance. Joel Edgerton konnte ich bereits in dem anderen australischen Film (The Square) dieses Jahr begutachten. Sein Talent und attraktives Äusseres ist mir jedoch erst richtig in „Animal Kingdom“ aufgefallen. Sollte man den Oscar bei diesen Darstellungen mit ins Spiel bringen? Meines Erachtens muss man es sogar, definitiv spreche ich mich für eine Nominierung für Ben Mendelsohn und Jacki Weaver aus, aber alle anderen überzeugen auch in diesem Ensemble-Film.

„Animal Kingdom“ ist so ein Film bei dem ich eigentlich jedes Jahr hoffe, das es ihn überhaupt gibt. Einer der wenigen Filme, bei denen mir mit der Anfangsszene bereits klar ist, dass das Dargebotene jetzt ganz besonders wird.

„Animal Kingdom“ ist das Spielfilmdebut des 37-jährigen Regisseurs David Michod. Er erzählt seine Geschichte ruhig, gut durchdacht, smart und mit Hochspannung. Durch die Filmfigur Joshua hat man teilweise das Gefühl selbst am Geschehen teilzunehmen. Durch ihn lernen wir diese Drogen konsumierende, kriminelle Familie kennen, verspüren die gleichen Unsicherheiten und Ängste und wissen nicht wie wir reagieren würden. Wäre „Animal Kingdom“ in meiner Top 5 Liste für Filme aus dem Jahr 2010 wenn ich ihn letzte Woche bereits schon gesehen hätte? Aber sicher und da es mir keine Ruhe gelassen hat, muss ich – entgegen meiner Prinzipien – tatsächlich meine Liste abändern. Damit ist „Despicable Me“ raus und ich bin glücklich, dass ich mindestens drei Filme habe, bei denen ich zu 100% dahinterstehe und sogar davon ausgehe, dass sie sich in meiner TOP TEN 2010 wiederfinden werden.

„Animal Kingdom“ hat auf dem diesjährigen Sundance Film Festival den Grand Jury Prize: World Cinema Dramatic gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Town“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich muss Ben Affleck einfach ausblenden (warum kann er sich aber nicht auch auf die Arbeit hinter der Kamera konzentrieren?). Besetzt ist dieser Drama/Actionfilm sonst bestechend gut, Jeremy Renner, Jon Hamm, Chris Cooper (lange nicht mehr gesehen), Rebecca Hall und Blake Lively
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Buried“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Thriller mit Ryan Reynolds
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The American“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller mit George Clooney Irgendwann habe ich mal gehört, dass der beim Testpublikum gar nicht gut ankam. Mich interessiert er nicht überragend
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Waiting for Superman“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Eine Doku über die Schulbildung amerikanischer Kinder.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

New York City – "The Road"

Ich war am 04.12.09 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

The Road (dt. Kinostart: 07.10.2010) 119 min drama, adaptation, science fiction
dir. John Hillcoat cast: Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Robert Duvall, Guy Pearce, Molly Parker, Charlize Theron

Die letzten Tage der Welt sind angezählt, ein Mann (Viggo Mortensen) und sein 11-jähriger Sohn (Kodi Smit-McPhee) versuchen sich durch die karge Winterlandschaft zu schlagen. Sie sind ständig auf der Suche nach Lebensmitteln und einem Platz zum Schlafen und leben in permanenter Angst vor Dieben und Kannibalen…

A (Wertung von A bis F) Dankenswerterweise gibt es brillante Schriftsteller wie Cormac McCarthy („No Country for Old Men“). Er hat mit seinem Buch „The Road“ einen Pulitzer Prize gewonnen, die Filmrechte verkauft und offenbar in gute Hände gelegt. Durch seine Romanvorlage hatten kreative Filmschaffende die Möglichkeit, auch ein filmisches Meisterwerk zu erschaffen.

Wenn man einen Endzeitfilm wie Roland Emmerichs Katastrophen erwartet, wird man bitter enttäuscht. Dass man so einen Film dahinter vermuten könnte, liegt meines Erachtens daran, dass man von manchen Trailern auf eine falsche Fährte geführt wird. „The Road“ ist eine faszinierende Charakterstudie und ein Drama und für mich eines der besten Dramen überhaupt. Das schließt natürlich nicht aus, dass der Film spannend ist. Ich habe von Anfang bis zum Ende mit beiden Protagonisten mitgefiebert, ihren Weg begleitet, die meisten Entscheidungen des Vaters (Viggo Mortensen) irgendwo nachvollziehen können, aber auch die Zweifel des Sohnes (Kodi Smit-McPhee). Beeindruckend fand ich das Setdesign, das die Trostlosigkeit so glaubhaft zeigt und den dazu passende Score von Nick Cave.

Viggo Mortensens intensive Performance wird es – wenn es im nächsten Jahr gerecht zugeht – jedem anderen Schauspieler schwer machen, ihm im Oscar-Rennen zu schlagen. Robert Duvall, und ich gebe es an dieser Stelle nur ungern zu, habe ich nicht erkannt. Allerdings hat der „alte Mann“ einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich wollte recherchieren, wer ihn so überzeugend gespielt hat. Als selbstverständlich würde ich folgende Nominierungen für den Academy Award sehen: Bester Film, bestes adaptiertes Drehbuch, bester Schauspieler (Viggo Mortensen), vielleicht sogar bester Nebendarsteller (Robert Duvall).

„The Road“ ist einer der wenigen Filme, bei denen ich nach nur ein paar Einstellungen wusste, dass dies „mein“ Film ist. Der Vollständigkeithalber bleibt dann nur noch zu erwähnen, dass der Film festgesetzt in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahre 2009 ist.

Trailer zu sehen:

„grandios“

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „The Imaginarium of Doctor Parnassus“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Terry Gilliams Fantasy Spektakel mit Star-Besetzung
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Greenberg“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Ben Stiller und Rhys Ifans, Ben Stiller als Neurotiker…mmmh?
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "The Hurt Locker"

Ich war am 12.07.09 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Hurt Locker“ (dt. Filmtitel: „Tödliches Kommando“, dt. Kinostart am 13.08.09) 130 min action, thriller, drama
dir. Kathryn Bigelow cast: Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty, Guy Pearce, David Morse, Ralph Fiennes, Christian Camargo, Evangeline Lilly

Irak im Jahre 2004. Die amerikanischen Soldaten Sergeant J.T. Sanborn (Anthony Mackie) und seine Spezialeinheit haben noch 38 Tage bis ihre Truppe abgelöst wird. Mit Sergeant Will James (Jeremy Renner) bekommen sie einen neuen Sprengstoffexperten und versuchen weiterhin ihren lebensgefährlichen Alltag zu meistern…

A- (Wertung von A bis F) Ungewöhnlich fesselnder und konsequenter Film über die Arbeit bzw. den Alltag amerikanischer Soldaten. Er zeigt die Soldaten in hochbrisanten Situationen und gibt einen realistischen Einblick in die angespannte Gesamtlage im Nachkriegs-Irak. Dabei kommt auch die psychologische Seite nicht zu kurz. Durch die eingesetzte Handkamera hat das Ganze beinahe einen Doku-Charakter. Besonders gut gefallen hat mir – natürlich – das Zusammenspiel der Charaktere Sergeant Sanborn (Anthony Mackie) und Sergeant James (Jeremy Renner). Beide sind hier schauspielerisch herausragend. Letzterer hat dabei schnell mein Interesse geweckt. Jeremy Renner scheint großes Potential zu haben, bewusst habe ich ihn in anderen Filmen („S.W.A.T.“, „North Country“, „28 Days Later“) bisher noch nicht wahrgenommen, muss aber wohl jetzt mal ein Auge auf ihn halten. Für „The Hurt Locker“ könnte ich mir sogar vorstellen, dass Jeremy Renner ein Oscar-Nominierung erhält.

In Nebenrollen sind Guy Pearce, Ralph Fiennes, David Morse, Christian Camargo und Evangeline Lilly zu sehen. „The Hurt Locker“ hat auf dem Venice Film Festival 2008 fünf Nominierungen erhalten und den Grand Prize gewonnen. Update: „The Hurt  Locker“ hat 6 Oscars gewonnen: Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Bestes Originaldrehbuch.

Trailer zu sehen: