Copenhagen – Film: „Tag“

Ich war am 22.07.18 in Kopenhagen und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Tag“ (dt. Filmtitel: „Catch Me!“, dänischer Filmtitel: „Du er den“, dt. Kinostart: 26.07.18)    90 min comedy 

dir. Jeff Tomsic  cast: Ed Helms, Jeremy Renner, Jon Hamm, Jake Johnson, Hannibal Buress, Annabelle Wallis, Isla Fisher, Rashida Jones 

 

Seitdem sie neun Jahre alt sind spielen Hoagie (Ed Helms), Callahan (Jon Hamm), Chilly (Jake Johnson), Sable (Hannibal Buress) und Jerry (Jeremy Renner) das Kinderspiel „Tag“ (Fang Mich). Mittlerweile seit dreißig Jahren ist die Saison einmal im Jahr den kompletten Mai eröffnet und bisher ist der athletische und raffinierte Jerry der ungeschlagene Sieger. Jetzt erfahren seine Mitspieler, dass Jerry aussteigen und außerdem heiraten will. Die Vier, Hoagies Frau (Isla Fisher) und eine Journalistin des Wall Street Journals machen sich auf dem Weg und versuchen wenigstens dieses Mal, Jerry zu schlagen…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Tag“ wurde von einer wahren Geschichte inspiriert. Der Film basiert vage auf den The Wall Street Journal Artikel „It Takes Planning, Caution to Avoid Being „It“. Dieser Film ist das Spielfilmdebüt des amerikanischen Produzenten und Filmemachers Jeff Tomsic (TV-Serien „Idiositter“, „The Detour“).

„Tag“ ist eine Komödie über eine Gruppe erwachsener Männer, die das Kind in sich bewahren wollen – zumindest für einen Monat im Jahr. Das führt erwartbar zu witzigen Dialogen und Situationen. 

Jeremy Renners Charakter „Jerry“ machte auf mich zu Beginn den Eindruck, als würde er in einem ganz anderen Film mitspielen. Was hier entsprechend der Handlung aber passt, dann sind es nämlich genau die Szenen mit Jerry, die wirklich komisch sind. „Tag“ ist einer dieser Filme, bei dem ich wahrscheinlich schon in wenigen Monaten vergessen habe, dass ich ihn überhaupt geguckt habe. Wenn ich aber dann irgendwann durch Zufall im  Fernsehen auf den Film stosse, werde ich über dieselben Szenen lachen und auch die Zeitlupen-Szenen wieder besonders mögen. 

Der Filmemacher liess es sich nicht nehmen, zum Schluss des Films ein Foto der realen Männergruppe (bestehend übrigens aus zehn Teilnehmern) einzublenden. Bis heute spielen sie „Tag“. 

„Tag“ ist am 15.06.18 landesweit in 3,382 amerikanischen Kinos gestartet. In Dänemark ist der Film unter dem Filmtitel „Du er den“ am 28.06.18 ins Kino gekommen. In Deutschland ist der Film ab heute (26.07.18) unter dem Titel „Catch Me!“ in den Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bohemian Rhapsody„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Offiziell, trotz seiner Entlassung bleibt dies der Film von Bryan Singer, ein Biopic über Freddie Mercury. Der Film kann eine Vollkatastrophe sein oder auch ein solider Oscar-Film, man wird sehen. Rami-Mr.Robot-Malek spielt den legendären Queen-Sänger. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Johnny English Strikes Again„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Eine sicher gaaanz lustige Komödie mit Rowan Atkinson

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Book Club„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: RomCom mit Diane Keaton, Jane Fonda und Andy Garcia, Don Johnson 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht 

 

Kino in Dänemark

An meinem freien Tag in Kopenhagen habe ich die Gelegenheit genutzt, ins Kino zu gehen. Lobenswerterweise werden sowohl im skandinavischen Fernsehen als auch im Kino die Filme in der Originalfassung mit entsprechenden Untertiteln gezeigt. Sehr gern hätte ich mir einen dänischen Thriller („Den skyldige“) angeschaut, leider fehlten mir dazu die englischen Untertitel. Ich musste mich entsprechend für einen englischsprachigen Film entscheiden und habe mich daher entschlossen, den Film „Tag“ nachzuholen. Eine Kinokarte im Palads Teatret in Kopenhagen kostet 100 DKK, das sind umgerechnet ca. 13,50 EUR. Den Sitzplatz musste ich mir bereits an der Kinokasse auswählen, die Vorstellung war aber nicht ausgebucht und die Dänen nehmen es dankenswerterweise nicht so genau mit ihrem zuvor festgelegten Sitzplatz und lassen höflich einen Abstand zum nächsten Zuschauer. Für rund 8 Minuten wurde Werbung gezeigt, darauf folgten die Trailer. 

Palads Teatret in Kopenhagen
dänisches Filmplakat des amerikanischen Films „Tag“

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NYC – Film: „Wind River“

Ich war am 13.08.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Wind River“ (dt. Kinostart: 08.02.18) 111 min thriller, drama 
dir. Taylor Sheridan cast: Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Jon Bernthal, Gil Birmingham, Graham Greene, Julia Jones, Kelsey Asbille

 

Cory Lambert (Jeremy Renner) arbeitet als Jäger und Fährtenleser für die Regierungsbehörde in Wyoming. Bei seiner Rundfahrt in dem verschneiten Wind River Indianerreservat entdeckt er eine weibliche Leiche. Das FBI schickt die Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen). Cory unterstützt die junge Agentin bei der Spurensuche in der Wildnis…

 

A- (Wertung von A bis F) „Wind River“ wurde von wahren Ereignissen inspiriert. Nach dem Horrorfilm „Vile“ ist dies erst der zweite Film, bei dem der amerikanische Schauspieler (TV-Serie „Sons of Anarchy“) und Autor Taylor Sheridan Regie führt. Er hat die Drehbücher zu Denis Villeneuves Sicario und David Mackenzies Hell or High Water  geschrieben. Für das Skript zu „Hell or High Water“ hat er eine Oscar-Nominierung für das Beste Drehbuch erhalten.

Wenn ich vor dem Abflug mein Kinoprogramm zusammenstelle und aktuell kein Film kommt, der auf meiner To-Watch-Liste abgehakt werden muss, schaue ich zunächst, was in den Kinos meiner Umgebung läuft. New York kommt einem Jackpot gleich. Filme, die einen amerikanischen Kinostart haben, werden immer in New York gestartet, egal wie Indie sie sind. Dann ziehe ich Rotten Tomatoes zu Rate, je höher der Film prozentual angesiedelt ist, um so wahrscheinlicher kommt er in die nähere Auswahl. Dann schaue ich, ob mich das Thema und/ oder die Schauspieler bzw, der Regisseur/die Regisseurin interessieren und letztendlich, ob der Film/die Filme in meinen Zeitrahmen passen. Oftmals gucke ich zwei Filme, laufen beide Filme in einem Kino oder muss ich das Kino auch noch wechseln, all das muss in meiner Zeitplanung kalkuliert werden, schließlich will ich auch noch Zeit, in der jeweiligen Stadt haben. Bei diesem New York-Umlauf ist die Wahl auf „Wind River“ gefallen und die Überraschung dabei war, dass ich mit diesem Film sehr wahrscheinlich einen Kandidaten für meine Top Ten für Filme 2017 gefunden habe.

Taylor Sheridan hat bereits bewiesen, dass er ein Talent zum Drehbuchschreiben hat, dieser Film zeigt, dass durchaus auch ein anerkennenswerter Regisseur in ihm steckt. „Wind River“ ist ein erstklassiges Charakterdrama und zugleich ein atmosphärischer Krimi. Der Film führt einen in das verschneite Wyoming und zu der – in Filmen bislang immer noch vernachlässigten – Gesellschaft der Native Americans. Dabei zeichnet Taylor Sheridan mit simplen Mitteln ein klares Bild von dem Leben in dem Reservat der amerikanischen Ureinwohnern. Für seine Erzählung hat er einen langsamen Aufbau gewählt und zieht einen dabei immer tiefer in die Geschichte. Dabei fehlt es dem Film weder an Emotionen, noch an Spannung. Ich habe irgendwann nicht mal mehr gemerkt, eigentlich einen Film zu schauen.

Tief geschockt bin ich aus dem Kino gekommen, als ich zum Schluss des Films erfahren habe, dass es keine Statistiken für vermisste Frauen in der Gemeinschaft der amerikanischen Ureinwohner gibt. Solche Statistiken werden schlichtweg nicht geführt. Unglaublich.

Jeremy Renner (Mission Impossible – Ghost Protocol, American Hustle, Kill the Messenger) gibt hier eine Oscar-Performance. Sie könnte ihm nach The Hurt Locker und The Town  die dritte Oscar-Nominierung einbringen.

Der amerikanische Kinostart im August ist für die Oscars nicht sonderlich günstig, „Hell or High Water“ ist im letzten Jahr aber zur gleichen Zeit ins Kino gebracht worden und hat vier Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film und Bestes Originaldrehbuch) erhalten. Jetzt liegt es an der The Weinstein Company, die mit „Wind River“ einen feinen Indie an der Hand haben und einfach eine gute Oscar-Kampagne starten müssen.

„Wind River“ ist für eine Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Jeremy Renner), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Wind River“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Auf dem Cannes Film Festival 2017 wurde Taylor Sheridon für diesen Film mit dem Un Certain Regard/Best Director- Award ausgezeichnet. Der Film wurde am 4.8.17 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 18.08.17 läuft er landesweit in 694 Kinos. Für Deutschland ist ein Kinostart im nächsten Jahr (08.02.18) geplant.

„Wind River“ bewirbt sich um einen Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2017.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Flatliners„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: unnötige Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1990
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „It„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Horrorfilm/Stephen-King-Verfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, ich glaube schon

Trailer v. Film: „The Snowman„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martin McDonaghs neuer Film mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Lucas Hedges und John Hawkes – der Film bewirbt sich um einen Platz in meiner Top Ten, allein vom Trailer her
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich kann es kaum abwarten

Trailer v. Film: „Tulip Fever„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Bestseller-Verfilmung mit Alicia Vikander, Dane DeHaan, Judi Dench und Christoph Waltz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Gook„
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Suburbicon„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: George Clooneys neuer Film mit Matt Damon, Julianne Moore, Oscar Isaac
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Aufsteller von „Wind River“

Montréal – Film: „Arrival“

Ich war am 16.11.16 in Montreál und am 25.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Arrival“ (dt. Kinostart: 24.11.16) 117 min sci-fi, drama, adaptation
dir. Denis Villeneuve cast: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg, Tzi Ma, Mark O´Brien

 

 

Zwölf außerirdische Raumschiffe sind plötzlich an verschiedenen Plätzen der Erde aufgetaucht. Niemand kann sich erklären, warum. Alle Versuche mit den Außerirdischen zu kommunizieren, scheitern. Die amerikanische Regierung beauftragt Colonel Weber (Forest Whitaker), ein Team aus Wissenschaftlern zusammenzustellen. Die Sprachprofessorin Dr. Louise Banks (Amy Adams) und der Mathematikwissenschaftler Dr. Ian Donnelly (Jeremy Renner) haben die Aufgabe, die Sprache der Aliens zu entschlüsseln und damit den Grund des Besuches der Außerirdischen herauszufinden…

 

 

A- (Wertung von A bis F) „Arrival“ basiert auf Ted Chiangs Kurzgeschichte „Story of Your Life“. Es ist der neue Film des kanadischen Filmemachers Denis Villeneuve (Incendies, Prisoners, EnemySicario). „Arrival“ ist nach den drei letztgenannten Filmen der vierte englisch-sprachige Film des Regisseurs.

Auf dem Papier erzählt „Arrival“ eine ganz simple Geschichte, am Ende hat man aber einen sehr komplexen Film gesehen über den man noch eine Weile grübeln und diskutieren kann. Der Zuschauer, der ausschließlich konventionelles, actionreiches Sci-Fi-Kino mag, gerne an die Hand genommen und durch einen Film geführt wird, schlichtweg alles erklärt bekommen möchte, wird mit diesem Film gar nichts anfangen können. „Arrival“ gibt keine Erklärungen, er stellt Fragen.

„Arrival“ ist ein ruhig, langsam, aber durchaus fesselnd erzählter und – vor allen Dingen – gut durchdachter Erwachsenen-Sci-Fi-Film mit interessanten philosophischen Ansätzen. Hauptsächlich ist es ein Film über Kommunikation und Sprache.

Es empfiehlt sich, den Film ein zweites Mal zu sehen. Auch oder gerade wenn man bei der ersten Sichtung bereits rechtzeitig eine „Auflösung“ erkannt hat und damit den Rest des Film in einem anderen Licht sehen konnte, hält der Film ganz sicher auch beim zweiten Mal noch einiges parat. Der Film ist von einer minimalistischen Schönheit und hat einen imposanten Sound und Score. Die beeindruckenden Bilder stammen von dem afroamerikanischen Kamerakünstler Bradford Young (Ain´t Them Bodies Saints, Selma, A Most Violent Year, Pawn Sacrifice).

Bevor man sich diesen Film anschaut, sollte man so wenig wie möglich darüber gehört oder gelesen haben. Ganz unbelastet sollte man sich auf die Geschichte einlassen, in diese Welt eintauchen und das für sich herausziehen, was man möchte. Da ich meine Gedanken und Interpretationen zu dem Film festhalten wollte, habe ich mich dazu entschieden, mit Ankündigung zu spoilern. Unterteilt habe ich es in einen kleinen Spoiler (der im Groben beschreibt, worum es in dem Film geht) und einen großen Spoiler (der sich mit der, von Amy Adams brillant verkörperten zentralen Figur beschäftigt).

 
spoiler

Wie nähert man sich einer völlig fremden Spezies? Wie kommuniziert man mit Fremden, wenn deren Sprache nicht das Geringste mit der eigenen oder einer anderen bekannten Sprache zutun hat? Jeder, der schon mal eine fremde Sprache erlernt hat, weiß, dass, wenn man die Sprache immer besser beherrscht, man irgendwann in dieser fremden Sprache denkt. Wenn sich das Sprachverständnis weiter verbessert, träumt man sogar in der fremden Sprache. Viele Worte haben in jeder Sprache unterschiedliche Bedeutungen, wie leicht ist es, gewisse Worte falsch zu interpretieren? In meinem Job als Flugbegleiterin werden wir ständig geschult, einer der wichtigsten Seminare im Umgang mit internationalen Gästen ist „Interkulturelle Kommunikation“. Wie geht man mit fremden Kulturen um, welche Besonderheiten der unterschiedlichen Mentalitäten muss man beachten? Worauf muss man achten, um beispielsweise einen japanischen Gast nicht vor den Kopf zu stossen, etc.? Wie verhält man sich in den einzelnen Ländern, was sind die Dos and Don´ts, die Verhaltensweisen in dem jeweiligen Land? Für die Sprachwissenschaftlerin Louise in „Arrival“ gibt es keinen Leitfaden im Umgang mit den Aliens. Also, zurück zur Ausgangsfrage: Wie nähert man sich dieser fremden Spezies? Was ist, wenn man die Kommunikation mit den Außerirdischen und das Erlernen ihrer Sprache auch noch unter erschwerten Bedingungen (Zeitdruck) durchführen muss? Eigentlich ist es ein langwieriger Prozess, aber die amerikanische Regierung wird langsam ungeduldig und will endlich wissen, warum die Aliens in Montana gelandet sind. Sind sie in friedlicher oder kriegerischer Absicht hier?

Und was ist, wenn man nicht die einzige Nation ist, die mit dieser fremden Spezies konfrontiert wird? Wie gehen die anderen Regierungen mit einer nie da gewesenen Situation um? In diesem Film sind es 12 Nationen, zum Teil Großmächte, die mit der gleichen Situation umgehen müssen. Wie läuft die Kommunikation zwischen den einzelnen Ländern? Tauscht man sich mit den anderen Nationen aus oder löst jedes Land für sich das Problem? Was ist, wenn eine Nation nicht so offen und geduldig ist, wie eine andere, das Dasein der Außerirdischen als Bedrohung einschätzt und militärisch vorgehen will? Was ist die Konsequenz eines solchen Handelns?

spoiler Ende

 
SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER

Die Protagonistin Louise (die zweifelsfrei smarteste Person des Films) ist Linguistin und geht offen auf die Aliens zu, lässt sich auf sie ein und möchte sie verstehen und deren Sprache erlernen. Wie ein fremder Kulturkreis tickt, erkennt man daran, wie dieser seine Sprache nutzt. Die Sprache der Außerirdischen basiert auf Zeit. Dadurch dass Louise die Sprache der Aliens immer besser versteht, hat sie irgendwann die Gabe, die Zeit nicht nur linear zu sehen. Sie sieht die Zeit/das Leben (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) als Ganzes. Im Film hat Louise Visionen, einzelner Lebensabschnitte, die in ihrer Zukunft liegen. Dabei gibt es viele schöne Erlebnisse, aber auch schmerzhafte Schicksalsschläge, die in ihrem Leben auf sie zukommen. Wird sie sich trotzdem für dieses Leben entscheiden? Wenn man weiß, dass eine Beziehung endet, geht man sie trotzdem ein? Wenn man weiß, dass sein Kind sterben wird, entscheidet man sich trotzdem dafür, dieses Kind zu bekommen? Im Film denkt man am Anfang, Rückblenden zu sehen, am Ende stellt sich heraus, dass dies Vorschauen auf Louises Zukunft sind. Der Film ist nicht linear erzählt. Mir war das selbstverständlich auch nicht von Beginn an klar, irgendwann gibt der Film aber Hinweise darauf.

 
SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER   –  Ende

 
Der Film hat bei mir nach der ersten Sichtung nicht die volle Punktzahl erreichen können. Beispielsweise konnte ich mir die plötzlichen Untertitel nicht erklären. Ich bin gespannt darauf, wie der Film bei der zweiten Sichtung wirkt.

 

A (Wertung von A bis F) „Arrival“ gewinnt tatsächlich nochmal durch die zweite Sichtung, auch habe ich keine Probleme mit den Untertiteln mehr. Damit ist „Arrival“ festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2016.

 
„Arrival“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Amy Adams), Bester Nebendarsteller (Jeremy Renner, Forest Whitaker), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Update: „Arrival“ wurde für insgesamt 8 Oscars nominiert, in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera (hier hat der erste afroamerikanische Kameramann Bradford Young eine Nominierung erhalten, der erste schwarze Kameramann war Remi Adefarasin für „Elizabeth“), Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bester Tonschnitt. Gewonnen hat „Arrival einen Academy Award (Bester Tonschnitt). 

„Arrival“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2016 gezeigt. Dort hat der Film den Future Film Festival Digital Award gewonnen. Der Film ist am 11.11.16 landesweit in die amerikanischen und kanadischen Kinos gekommen. In Deutschland startet der Film am 24.11.16.

 

 

Trailer zu sehen:

 

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Cure for Wellness„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Wow – Gore Verbinskis neuer Film, Thriller mit Dane DeHaan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Office Christmas Party„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Komödie mit Jason Bateman und ja, leider Jennifer Aniston
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Allied„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film mit Marion Cotillard und Brad Pitt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

amerikanisches Filmplakat von "Arrival"
amerikanisches Filmplakat von „Arrival“

 

Boston – Film: "Kill the Messenger"

Ich war am 15.10.14 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Kill the Messenger“ (dt. Kinostart: 06.08.15) 112 min drama, thriller, adaptation
dir. Michael Cuesta cast: Jeremy Renner, Mary Elizabeth Winstead, Rosemarie DeWitt, Oliver Platt, Ray Liotta, Michael Sheen, Andy Garcia, Barry Pepper, Gil Bellows, Dan Futterman

Kalifornien im Jahr 1996. Gary Webb (Jeremy Renner) ist ein investigativer Reporter, er arbeitet bei der Tageszeitung San Jose Mercury News. Eine Quelle verrät ihm, das die CIA in den 1980er Jahren mit dem nicaraguanischen Drogenkartell Geschäfte gemacht hat. Gary Webb recherchiert und erfährt immer mehr über die üblen Machenschaften der amerikanischen Regierung. Damit bringt er jedoch nicht nur sein Leben in Gefahr, sondern riskiert auch das Leben seiner Frau Susan (Rosemarie DeWitt) und das seiner drei Kinder…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Kill the Messenger“ basiert auf Nick Shous Buch „Kill the Messenger: How the CIA´s Crack-cocaine Controversy destroyed Journalist Gary Webb“ und der, in der San Jose Mercury News von Gary Webb veröffentlichten, Artikelserie: „Dark Alliance: The CIA, the Contras and the Crack Cocaine Explosion“, die dann später als Buch herausgebracht wurden.

Erzählt wird eine wahre Geschichte. Wie gefährlich und aussichtslos es ist, sich mit der CIA anzulegen, zeigt diese spektakuläre und tragische Geschichte deutlich.

In meinen Augen hätte „Kill the Messenger“ ein erstklassiger Thriller werden können/ bzw. müssen. Ich mag solche Journalisten-Stories. Es gibt auch ein paar spannende Szenen, nur leider ist hier nicht mehr als ein okayer Film entstanden. Die Erzählung enthält einige Lücken und auch kam mir der Film unnötig lang vor.

Der Regisseur Michael Cuesta war mir sofort ein Begriff, ich kannte ihn bislang jedoch nur durch seine Arbeit als Regisseur der TV-Serien Dexter und Homeland.

Jeremy Renner gibt eine sehr gute Performance. Sein Gary Webb ist ein investigativer Reporter, der auf der Suche nach der Wahrheit ist. Er ist nicht frei von Fehlern, aber sympathisch und vor allen Dingen glaubwürdig, man kann sich in seine Lage versetzen. Wenn er ein ungutes Gefühl oder Angst hat, fühlt man automatisch mit ihm. Sein Auftritt und die Rede zum Schluss ist herausragend inszeniert, insbesondere wenn man daran denkt, wie Gary Webbs Geschichte endet.

„Kill the Messenger“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Hauptdarsteller (Jeremy Renner), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher. Vielleicht mag ich ihn auch eines Tages.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „John Wick“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Rachethriller mit Keanu Reeves und Willem Dafoe
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja muss ich wohl gucken, hat sehr gute Kritiken

Trailer v. Film: „Inherent Vice“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: PTAs neuer Film mit Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Benicio del Toro, etc. Oscar-Film. Ich liebe diesen Trailer.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Blackhat“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Michael Manns neuer Film mit Chris Hemsworth und Viola Davis Bei Michael Mann bin ich grundsätzlich dabei
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Taken 3“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Der dritte Teil von Liam Neesons Actionabenteuer. Wahrscheinlich gucke ich mir auch den siebenten an, wenn er auf HBO läuft.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Black Sea“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Kevin Macdonalds neuer Film mit Jude Law
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The Theory of Everything“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Stephen Hawking Biopic mit Eddie Redmayne in der Hauptrolle. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "The Immigrant"

Ich war am 01.06.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Immigrant“ 117 min drama
dir. James Gray cast: Marion Cotillard, Joaquin Phoenix, Jeremy Renner, Angela Sarafyan

Im Januar des Jahres 1921. Nach dem Tod ihrer Eltern versuchen die polnischen Geschwister Ewa (Marion Cotillard) und Magda (Angela Sarafyan) in die U.S.A. einzuwandern. Auf Ellis Island wird die kranke Magda jedoch gleich aussortiert und kommt aufgrund ihre Lungenkrankheit für sechs Monate in Quarantäne. Ewa wird von den Einreisebehörden abgewiesen und ist bereits kurz darauf in der Schlange derjenigen, denen eine sofortige Ausreise droht. Bruno (Joaquin Phoenix) sorgt jedoch dafür, dass ihr dieses Schicksal erspart bleibt. Er lässt die schüchterne junge Frau bei sich wohnen. Bruno teilt ihr aber auch mit, dass sie für die Arztkosten ihrer Schwester aufkommen muss. Bald arbeitet Ewa für Bruno als Prostituierte. Als Brunos Cousin Orlando, ein Zauberkünster (Jeremy Renner), ins Spiel kommt, wird Ewas Leben noch komplizierter.

B- (Wertung von A bis F) „The Immigrant“ ist ein Film, der einige Längen hat und den ich bereits beim Verlassen des Kinos wieder vergessen habe. Die erzählte Geschichte ist im New York der 1920er Jahre angesiedelt ist. Wenn ich jetzt, ein paar Tage später, über den Film nachdenke, ist mir nur noch die für James Grays Filme so typische düstere Bildsprache wieder bewusst vor Augen, die authentische Ausstattung, die Kostüme und – wie sollte es anders sein – Marion Cotillard.

„The Immigrant“ ist erst James Grays fünfter Spielfilm und bereits die vierte Zusammenarbeit mit Joaquin Phoenix. Die Filme „The Yards“, „We Own the Night“ und „Two Lovers“ habe ich selbstverständlich alle gesehen und mochte sie auch, vielleicht mag ich seinen neuesten Film am wenigsten.

Die Geschichte hat man schon in anderen Varianten gesehen und die Charaktere fand ich relativ nichtssagend. Die Performances waren solide, aber auch nicht besonders erwähnenswert. Klar, Marion Cotillard ist traumschön und ich nehme ihr sowieso jede dramatische Filmfigur ab, also auch die junge gläubige Polin (sie spricht hier tatsächlich auch polnisch), die in den 1920er Jahren als Prostituierte arbeitet. Marion Cotillard ist mir, wie gesagt, auch noch am meisten in Erinnerung geblieben. Bei Joaquin Phoenix zeigt sich das in diesem Film etwas anders. Hier bleibt er tatsächlich unter seinem Möglichkeiten. Auffällig fand ich jedoch (und das betrifft sogar, wenn auch zu wesentlich geringeren Teilen, Marion Cotillard), dass – wenn Jeremy Renner ins Bild kommt, beide ihre schauspielerische Qualität erhöhen. Für mich hat sich das zumindest so angefühlt.

„The Immigrant“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2013 gezeigt.

Der Trailer, der im amerikanischen Kino gezeigt wurde:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Night Moves“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kelly Reichardts neuer Film mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „America“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar
Kommentar: Als der Trailer lief, haben einige meiner Mitzuschauer (im demokratisch geprägten Kalifornien) lauthals gelacht. Ich war zu schockiert, um zu lachen. „America“ ist eine Doku. Ich wollte mir den Trailer Zuhause erneut anschauen und habe den, im Kino gezeigten, Trailer länger im Netz suchen müssen. Bei YouTube war er nicht zu finden, letztlich habe ich ihn bei The Hollywood Reporter gefunden, gepostet unter New Trailer for „America“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: natürlich nicht

Trailer v. Film: „Wish I Was Here“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie von und mit Zach Braff. Ich wünschte er würde nur Regie führen, sehen mag ich ihn nicht, dafür mag ich aber abgedrehte Filme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 %

Trailer v. Film: „The Rover“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David Michods neuer Film. Da „Animal Kingdom“ einer meiner Lieblingsfilme in dem Jahr war, ist auch dieser Film ein Muss. Mit Guy Pearce, Robert Pattinson und Scoot McNairy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Calvary“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Brendan Gleeson und Chris O´Down.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Begin Again“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Mark Ruffalo und Keira Knightley
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Yves Saint Laurent“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den berühmten Modedesigner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Neuerdings zeigen sie (zumindest im AMC) nach dem jeweiligen Trailer, scheinbar das Datum, an dem der Film in die amerikanischen Kinos kommt. Finde ich gut.

L. A. – Film: "Marvel´s The Avengers"

Ich war am 03.06.12 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Marvel´s The Avengers“ (dt. Kinostart war der 26.04.12) 143 min action, sci-fi, adaptation
dir. Joss Whedon cast: Robert Downey Jr. Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, Tom Hiddleston, Stellan Skarsgard, Samuel L. Jackson

Nick Fury (Samuel L. Jackson) ist Direktor der Geheimdienstorganisation S.H.I.E.L.D. Durch Thors rachsüchtigen Bruder Loki (Tom Hiddleston) sieht Fury den Weltfrieden bedroht und trommelt die Superhelden Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth) und Hulk (Mark Ruffalo) zusammen…

B- (Wertung von A bis F) „Marvel´s The Avengers“ basiert auf den gleichnamigen Marvel Comicbüchern.

In meiner sehr gut besuchten Sonntagmorgen-Vorstellung brach, als der Film zu Ende war, Applaus aus. Irgendwie müssen meine Mitzuschauer einen anderen Film gesehen haben oder sie waren ebenfalls froh, dass der (gefühlte) vier Stunden lange Film endlich zu Ende war.

Ich war bereits nach einer Stunde völlig ermüdet und meine Bewertung stand fest. Die restlichen 1 1/2 Stunden habe ich mich dann nur noch auf Loki und Dr. Bruce Banner/Hulk konzentriert, mich hin und wieder auch mal über Tony Stark/ Iron Man amüsiert, und ein Auge zugedrückt, um die Bewertung zu halten. Mit Ausnahme von Batman bin ich zugegebenermassen kein Fan von Superheldenfilmen. Was die Comic-Verfilmungen der Avengers angeht, habe ich aber die Hulk-, Iron Man- und Captain America-Filme gesehen und fand sie, bis auf Iron Man 2 auch gut bzw. okay. Bei einem Film dieser Art muss der Film für sich alleine stehen und soll einfach nur unterhalten.

Technisch ist „Marvel´s The Avengers“ selbstverständlich brillant. Der Film ist action- und zerstörungsreich. Allerdings hatten die gemeinsamen Auftritte aller Superhelden für mich schon etwas albernes. Vielleicht liegt es an der lustigen Kostümierung von Captain America und Thor. Überhaupt ist Thor für mich die uninteressanteste Figur von allen. Auch wenn ich mir die komische Gottestracht wegdenke, geht Chris Hemsworth gar nicht. Er repräsentiert für mich die pure Langeweile, so dass ich bei allen Thor-Auftritten erst einmal in einen Sekundenschlaf gefallen bin.

Ein richtig guter Avengers-Film wäre in meinen Augen einer mit ausschließlich Loki, Bruce Banner/ Hulk und Tony Stark/ Iron Man geworden. Der britische Schauspieler Tom Hiddleston (Midnight in Paris, War Horse) ist mir bisher noch in keinem Film aufgefallen. In „Marvel´s The Avenger“ hat er eine angenehm-irre Präsenz. Mark Ruffalos Karriere verfolge ich nun bereits seit 12 Jahren. Irgendwie bin ich immer wieder überrascht wie gut er eigentlich ist. So auch hier, seine Vorgänger Eric Bana und Edward Norton waren lange nicht so überzeugend als Dr. Bruce Banner/ Hulk.

Bei diesem Rekord- Einspielergebnis muss man natürlich auch wieder die Oscars ins Spiel bringen. „Marvel´s The Avenger“ hat es geschafft, The Dark Knight von Platz 3 zu stossen und ist jetzt hinter Avatar und „Titanic“ der dritterfolgreichste Film aller Zeiten. Wenn die Academy nicht doch wieder ihre Richtlinien ändert, werden sie im Jahr 2013 zwischen 5 und 10 Filmen in der Kategorie Bester Film nominieren. Ich finde es zwar völlig absurd (und letztendlich wäre es auch rufschädigend für A.M.P.A.S.), aber halt nicht vollends ausgeschlossen, dass bei 10 nominierten Filmen dieses Comic-Spektakel dabei sein könnte. Der erfolgreichste Film aller Zeiten, „Avatar“, war in meinen Augen auch nur ein mittelmässiger Blockbuster, der nicht nur zahlreich für den Oscar nominiert war, sondern nachher mit The Hurt Locker sogar als Oscar-Favorit galt. Das war das David gegen Goliath Oscar-Rennen. Dankenswerterweise ging der Oscar seinerzeit an den kleinen Indie-Film „The Hurt Locker“. Für „Marvel´s Avenger“ wären zahlreiche technische Oscar-Nominierungen berechtigt. Es ist ungewöhnlich, wenn ein Genre-Film für den Oscar als Bester Film nominiert wird. Ich hoffe darauf, dass entsprechende Diskussionen über „Marvel´s The Avenger“ spätestens mit Kinostart von The Dark Knight Rises vorbei sind. Ich erwarte einfach, dass TDKR der wesentlich bessere Film ist. Im Jahr 2009 wurden von der Academy noch max. fünf Filme für den Oscar als Bester Film nominiert. „The Dark Knight“ hatte dadurch keine Chance unter die fünf besten Filme zu kommen. Dadurch wurde eine Debatte losgelöst, dass doch wenigstens ein Blockbuster/ bzw. ein Animationsfilm unter den von der Academy nominierten besten Filmen sein müsste. Das war dann der Grund für die Regeländerung, ein Jahr später wurden zehn Filme in der Kategorie „Bester Film“ nominiert.

„Marvel´s The Avengers“ wurde nicht in 3D gedreht, daher habe ich mir die teure Fassung erspart.

Selbstverständlich gibt es eine Fortsetzung zu „Marvel´s The Avenger“.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Lawless“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Shia LaBeouf, Tom Hardy, Gary Oldman, Guy Pearce, Jessica Chastain und Mia Wasikowska. „Lawless“ war in Cannes jetzt nicht so der Erfolg…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Expendables 2“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung des Actionfilms mit Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Bruce Willis, Jean-Claude Van Damme und Arnold Schwarzenegger – also alle meine Lieblingsschauspieler in einem Film…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Dark Knight Rises“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Christopher Nolans neuestes Batman-Abenteuer mit ganz vielen Guten und Anne Hathaway…Das ist ein Film, den ich in unbedingt in der IMAX-Fassung gucken muss und werde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Amazing Spider-Man“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ich bin ja nie so der Fan von Spidey gewesen, Tobey Maguire fand ich aber schon gut in der Rolle. Andrew Garfield und Emma Stone – ich weiß immer noch nicht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Frankenweenie“
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: Nachdem ich mir „Dark Shadows“ lieber erspart habe, werde ich mir diesen Stop-Motion-Animationsfilm von Tim Burton aber sicherlich ansehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Prometheus“
Bewertung des Teasers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ridley Scotts Sci-Fi-Film mit Michael Fassbender, Guy Pearce und Charlize Theron
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% wg. Michael Fassbender

Trailer von Film: „Brave“
Bewertung des Trailer: B (neuer Trailer)
Kommentar: Pixars neuer 3D-Animationsfilm. Nach wie vor, die Story interessiert mich immer noch nicht, es ist aber ein PIXAR-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

L. A. – Film: "Mission Impossible – Ghost Protocol – IMAX"

Ich war am 19.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Mission Impossible – Ghost Protocol – IMAX“ (dt. Titel: Mission: Impossible – Phantom Protokoll, dt. Kinostart war der 15.12.11) 132 min action, sequel
dir. Brad Bird cast: Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg, Anil Kapoor, Josh Holloway, Ving Rhames, Tom Wilkinson, Michelle Monaghan, Michael Nyqvist

Als ein Bombenanschlag auf den Moskauer Kreml verübt wird, sieht es so aus, als ob Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein IMF hinter dem Attentat stecken. Ethan Hunts Chef (Tom Wilkinson) teilt ihm mit, dass der amerikanische Präsident fortan die Existenz des IMF leugnen wird. Ethan Hunt muss nun mit Benji Dunn (Simon Pegg), Jane Carter (Paula Patton) und dem etwas undurchsichtigen Agenten William Brandt (Jeremy Renner) im Untergrund arbeiten, um nach dem Drahtzieher des Bombenanschlags zu suchen…

B- (Wertung von A bis F) „Mission Impossible – Ghost Protocol“ ist der vierte Film der Mission Impossible-Reihe. Ich habe alle drei vorherigen Filme gesehen. Den dritten fand ich bislang am besten, was aber auch nicht wirklich viel aussagt, die ersten beiden Filme fand ich wirklich schlimm. Von allen vier Filmen ist nun klar „Mission Impossible – Ghost Protocol“ (kurz „MI4“) der, der am meisten Eindruck hinterlässt. Auf der Negativseite sind zwar ein paar Längen und klar auch einige Logiklöcher zu verbuchen, aber das Positive überwiegt. „MI4“ ist schnell, spannend, actionreich und hat überzeugende Special Effects. Eigentlich ist er all das was ich von einem Action-Film erwarte und das Zusammenspiel von Cruise, Pegg und Renner sorgt für den nötigen Humor.

Nachdem sich Brad Bird mit den brillanten PIXAR-Filmen „The Incredibles“ und Ratatouille als Regisseur einen Namen gemacht hat, ist „MI4“ sein erster Realfilm. Brad Bird hat den neuesten Mission Impossible Film teilweise im IMAX-Format gedreht. Ich habe ihn auch in IMAX gesehen (nicht dass ich an dem Tag die Wahl gehabt hätte). Der Ticketpreis von USD 15.50 hat sich aber alleine schon durch die Hochhausszene in Dubai ausgezahlt. Die Szene ist regelrecht atemberaubend.

Tom Cruise werde ich wahrscheinlich nie mögen, aber ich gebe zu, dass er hier seinen Zweck erfüllt. Er macht seine Stunts zum großen Teil selbst, das muss man auch anerkennen. Vielleicht sollte er zukünftig nicht mehr oberkörperfrei agieren. Etwas gelangweilt war ich von dem Bösewicht (Michael Nyqvist) und von der blonden Frau werde ich wohl auch nur die tolle Prada-Tasche in Erinnerung behalten.

„Mission Impossible – Ghost Protocol“ wurde in den U.S.A. die ersten fünf Tage ausschließlich in IMAX-Kinos gespielt. Da er nur mit knapp 425 Kopien gestartet ist (normal für diese Art von Filmen ist ein Start mit 3500+ Kopien), ist er in dieser Zeit auch nur auf Platz 3 der amerikanischen Kinocharts gelandet. Platz 1 war dieser unsägliche Sherlock Holmes-Film.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Man on a Ledge“ (nicht in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Sam Worthington, Elizabeth Banks und Ed Harris
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „G.I. Joe: Retaliation“ (IMAX)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Knallbummbang mit Dwayne Johnson und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Snow White & the Huntsman“ (IMAX)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fantasie-Abenteuer-Film mit Charlize Theron, Kristen Stewart und Chris Hemsworth
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer von Film:“Titanic“ (IMAX)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…aber wo ich gerade Bill Paxton an Bord hatte…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: mal schauen…

Trailer v. Film: „John Carter“ (IMAX ?)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Abenteuer-Film in 3D mit Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church. Der Film kann entweder gut oder ganz, ganz schlimm sein…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „The Dark Knight Rises“ (IMAX)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Christopher Nolans neuestes Batman-Abenteuer mit ganz vielen Guten und Anne Hathaway….Die Bilder sind der Wahnsinn im IMAX-Format
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% (und definitiv in einem IMAX-Kino)

NYC – Film: "The Town"

Ich war am 23.09.10 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Town“ (dt. Kinostart war der 23.09.10) 123 min drama, thriller, adaptation
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Jon Hamm, Rebecca Hall, Jeremy Renner, Blake Lively, Chris Cooper, Pete Postlethwaite

Doug MacRay (Ben Affleck) wollte eigentlich immer professioneller Hockey Spieler werden, ist aber dann in die Fußstapfen seines Vaters (Chris Cooper) getreten und raubt Banken aus. Bei seinem nächsten Coup geht jedoch bei Doug und seinen Komplizen etwas schief und sie nehmen die Filialleiterin der Bank Claire (Rebecca Hall) als Geisel…

C+ (Wertung von A bis F) „The Town“ basiert auf dem Roman „Prince of Thieves“ von Chuck Hogan.

In einer Kritik habe ich einen Vergleich von Ben Afflecks Regiearbeit zu der von Clint Eastwood gelesen. Na da sollte man doch mal die Kirche im Dorf lassen. Auch wenn ich von Afflecks Regiedebüt (Gone Baby Gone), mit Ausnahme von einer, meines Erachtens sensationellen Szene, auch nicht so begeistert war, so mochte ich diesen wesentlich mehr als „The Town“. „The Town“ ist zum einen viel zu lang und zum anderen empfand ich die Liebesgeschichte als viel zu dominant. Die Beziehung von Ben Afflecks und Rebecca Halls Charakter ist von der ersten Begegnung bis zur „Spendenaktion“ komplett unglaubwürdig. Ben „doch, ich habe mehr als zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke“ Affleck wirkt mit seinem meist geöffneten Mund, seiner, für einen Mann und insbesondere für dieses Gesicht viel zu kleinen Nase und seinem stets schielenden Blick sowieso immer etwas dümmlich und hat überhaupt keinerlei Potential für die Rolle als sogenannter „Leading Man“. Der eitle Regisseur hat sich aber gleich mal auch die Hauptrolle gegeben, was ich als größten Fehler des Films sehe. In dem Roman hat sich Jon Hamms Charakter ebenfalls in die Filialleiterin verliebt. Das war Ben Affleck sehr wahrscheinlich eine zu große Konkurrenz. Während der Dreharbeiten hat Ben Affleck (wenn er nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt war) beobachten können was für eine Präsenz Jon Hamm hat, auch wenn ich ihn nach drei Staffeln MAD MEN doch wesentlich besser als Don Draper finde. Diese sexy Coolness kann Jon Hamm hier nicht übertragen, aber sein Part war auch nicht darauf ausgelegt. Schauspielerisch hat mir, wie erwartet, Jeremy Renner (The Hurt Locker) gut gefallen, aber auch Blake Lively, die hier tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit der jungen Ellen Barkin hat.

„The Town“ ist kein Oscar-Film und wird hoffentlich von der Academy auch nicht in den Adelsstand erhoben. (… es reicht mir schon, dass unverdienterweise Inception mit großer Wahrscheinlichkeit unter den besten zehn Filmen aus 2010 dabei sein wird) Wenn jedoch einer aus „The Town“ für seine schauspielerisch Leistung belohnt werden sollte, dann ist es Chris Cooper („American Beauty“, „Adaptation“, Breach). Mit einer einzigen Szene schafft es Chris Cooper zu zeigen wie man Authentizität in eine Rolle bringt. Was für ein unglaubliches Talent.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer (habe mich in die Vorstellung „reingeschlichen“ und nur noch zwei Trailer gesehen):

Trailer v. Film: „The Fighter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer „Irish“ Mickey Ward und seinem älteren Bruder. Mit Mark Wahlberg, Christian Bale (hoffentlich ist er mit dieser Rolle „zurück“, hat sich auf jeden Fall auf sein „The Machinist“-Gewicht runtergehungert) Melissa Leo, Amy Adams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fair Game“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Doug Limans neuer Film. Biopic mit Naomi Watts und meinem Lieblingsschauspieler Sean Penn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%, klar!

Boston – Film: "The Hurt Locker"

Ich war am 12.07.09 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„The Hurt Locker“ (dt. Filmtitel: „Tödliches Kommando“, dt. Kinostart am 13.08.09) 130 min action, thriller, drama
dir. Kathryn Bigelow cast: Jeremy Renner, Anthony Mackie, Brian Geraghty, Guy Pearce, David Morse, Ralph Fiennes, Christian Camargo, Evangeline Lilly

Irak im Jahre 2004. Die amerikanischen Soldaten Sergeant J.T. Sanborn (Anthony Mackie) und seine Spezialeinheit haben noch 38 Tage bis ihre Truppe abgelöst wird. Mit Sergeant Will James (Jeremy Renner) bekommen sie einen neuen Sprengstoffexperten und versuchen weiterhin ihren lebensgefährlichen Alltag zu meistern…

A- (Wertung von A bis F) Ungewöhnlich fesselnder und konsequenter Film über die Arbeit bzw. den Alltag amerikanischer Soldaten. Er zeigt die Soldaten in hochbrisanten Situationen und gibt einen realistischen Einblick in die angespannte Gesamtlage im Nachkriegs-Irak. Dabei kommt auch die psychologische Seite nicht zu kurz. Durch die eingesetzte Handkamera hat das Ganze beinahe einen Doku-Charakter. Besonders gut gefallen hat mir – natürlich – das Zusammenspiel der Charaktere Sergeant Sanborn (Anthony Mackie) und Sergeant James (Jeremy Renner). Beide sind hier schauspielerisch herausragend. Letzterer hat dabei schnell mein Interesse geweckt. Jeremy Renner scheint großes Potential zu haben, bewusst habe ich ihn in anderen Filmen („S.W.A.T.“, „North Country“, „28 Days Later“) bisher noch nicht wahrgenommen, muss aber wohl jetzt mal ein Auge auf ihn halten. Für „The Hurt Locker“ könnte ich mir sogar vorstellen, dass Jeremy Renner ein Oscar-Nominierung erhält.

In Nebenrollen sind Guy Pearce, Ralph Fiennes, David Morse, Christian Camargo und Evangeline Lilly zu sehen. „The Hurt Locker“ hat auf dem Venice Film Festival 2008 fünf Nominierungen erhalten und den Grand Prize gewonnen. Update: „The Hurt  Locker“ hat 6 Oscars gewonnen: Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Bestes Originaldrehbuch.

Trailer zu sehen: