D. C. – Film: „Richard Jewell“

Ich war am 22.12.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Richard Jewell“  (dt. Filmtitel: „Der Fall Richard Jewell“, dt. Kinostart: 19.03.19) 131 min drama, biopic, adaptation

dir. Clint Eastwood  cast: Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde, Nina Arianda, Wayne Duvall 

 

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta findet der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, Richard Jewell (Paul Walter Hauser), einen herrenlosen Rucksack. Er alarmierte die Polizei und half bei der Evakuierung des Centennial Parks und rettet dabei vermutlich vielen Menschen das Leben. Der Sprengsatz explodierte, zwei Menschen starben und über 100 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Richard Jewell wird als Held gefeiert. Kurze Zeit später bringt die Presse allerdings eine Story, bei der Richard Jewell verdächtigt wird, die Bombe selbst platziert zu haben…. 

 

B (Wertung von A bis F) „Richard Jewell“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist eine Adaption von, sowohl Marie Brenners, im Vanity Fair Magazin veröffentlichten Artikel „American Nightmare: The Ballad of Richard Jewell“ als auch von Kent Alexander und Kevin Salwen Sachbuch „The Suspect“. Es ist der neue Film des (ehemaligen) Schauspielers und Regisseurs Clint Eastwood („Unforgiven“, „Mystic River“, „Million Dollar Baby“, Changeling, Gran Torino, American Sniper, Sully).

Clint Eastwood ist 89 Jahre alt und führt seit dem Jahr 1971 auch Regie. Seit nunmehr fast 50 Jahren dreht er jedes Jahr Filme. Als Regisseur ist er bekannt dafür, dass er seine Filme effizient und schnell abdreht (er lässt Szenen selten wiederholen, nimmt oftmals schon den ersten Take) und er bleibt grundsätzlich in seinem (meist Low-) Budget-Rahmen. Viele Filme des ehemalige Bürgermeister von Carmel und Republikaners sind auch politisch. Bei der Masse, die er liefert, sind zweifelsfrei nicht alle seine Werke gut, sie sind aber fast immer erfolgreich an der amerikanischen Kinokasse oder spielen wenigstens die Produktionskosten wieder ein. Nicht so, bei seinem neuesten Film. „Richard Jewell“ ist an der amerikanischen Kinokasse gefloppt.  

Clint Eastwoods neuer Film ist ein biografisches Drama. Man kennt solche Typen wie Richard Jewell, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Ein einfacher Mann, nicht sonderlich gebildet, der immer nach Aufmerksamkeit strebte und als Gesetzeshüter arbeiten wollte. Irgendwann bekommt er einen Job, bei der er eine Uniform und einen Dienstausweis tragen konnte, damit hat man ihm eine Verantwortung übertragen und er konnte eine gewisse Autorität ausstrahlen. Diese Typen gehen dann meist übereifrig ihrer Arbeit nach und tragen mitunter auch in ihrer Freizeit voller Stolz ihre Uniform, sie sind quasi immer im Dienst. So ein „Sympathieträger“ ist unsere Titelfigur. Der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, Richard Jewell fand einen verdächtigen Rucksack bei den Olympischen Spielen, alarmierte die Polizei und half bei der Evakuierung des Centennial Parks. In dem Rucksack befand sich tatsächlich eine Bombe, die auch explodierte. Durch die schnelle Evakuierung des Geländes konnte aber noch viel Schlimmeres verhindert werden. Richard Jewell wurde in den Medien als Held gefeiert, ein paar Tage später wendet sich jedoch das Blatt. Eine Journalistin hat erfahren, dass Richard Jewell in das Täterprofil des FBI passt und als Verdächtiger gilt. Ohne die Fakten selbst zu recherchieren, bringt sie eine  Titelgeschichte, die aus dem Helden Richard Jewell einen Hauptverdächtigen in dem Terroranschlag macht. 

Paul Walter Hauser ist jemand, von dem ich – als ich ihn damals erstmalig in I, Tonya  sah –  mir nie vorstellen konnte, dass er jemals eine Hauptrolle in einem Film spielen wird. Spielt er aber nun hier und das macht er wirklich überzeugend. Durch seine Performance versteht man, wie dieser Typ tickt und fühlt ein Stück weit mit ihm. Hinsichtlich Oscar-Performances sehe ich aber noch mehr Sam Rockwell und Kathy Bates vorne. Sam Rockwell spielt hier den Anwalt von Richard Jewell und ich habe ihn selten selten besser in einem Film gesehen. Ursprünglich sollten Jonah Hill und Leonardo DiCaprio die Rollen von Paul Walter Hauser und Sam Rockwell spielen. Nachdem ich den Film gesehen habe, kann ich mir das gar nicht vorstellen. Kathy Bates spielt die Mutter unseres Protagonisten und liefert bei der Pressekonferenz eine klare, sogenannte „Oscar-Szene“ ab. 

„Richard Jewell“ ist ein okayer Film, der durch die Performances von Paul Walter Hauser, Kathy Bates und besonders Sam Rockwell aufgewertet wird. Letztlich kann man sich aber fragen, ob es nötig war, jetzt in der Trump-Ära, einen Film herauszubringen, der das FBI und die Presse richtig schlecht aussehen lässt. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum „Richard Jewell“ ein solcher Misserfolg an der amerikanischen Kinokasse ist. 

„Richard Jewell“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Paul Walter Hauser), Bester Nebendarsteller (Sam Rockwell), Beste Nebendarstellerin (Kathy Bates, Olivia Wilde), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien Update:„Richard Jewell“ wurde für einen Oscar (Beste Nebendarstellerin (Kathy Bates) nominiert. 

„Richard Jewell“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2019 gezeigt. Der Film ist am 13.12.19 in 2,502 amerikanischen Kinos gestartet. Der Film soll am 19.03.19 unter dem Filmtitel „Der Fall Richard Jewell“ in den deutschen Kinos starten.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer) 

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer Oscar-Film, Erste-Weltkriegsgeschichte

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „The Way Back„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Sportsdrama in der Ben Affleck einen Alkoholiker spielt, der seine Familie verliert…dürfte Affleck ganz überzeugend spielen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Last Full Measure„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Kriegsdrama mit Sebastian Stan, Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

San Francisco – Film: „The Report“

Ich war am 21.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Report“ (dt. Kinostart war der 7.11.19)   119 min  drama, thriller, biopic 

dir. Scott Z. Burns   cast: Adam Driver, Annette Bening, Jon Hamm, Ted Levine, Michael C. Hall, Tim Blake Nelson, Corey Stoll, Maura Tierney, Matthew Rhys

 

Daniel Jones (Adam Driver) arbeitet für den US-amerikanischen Senat. Nachdem herausgekommen ist, dass die CIA scheinbar Vernehmungsvideos zerstört hat, beauftragt die kalifornischen Senatorin Dianne Feinstein (Annette Bening) den ambitionierten Daniel Jones die Methoden zu untersuchen, mit denen die CIA nach den Anschlägen vom 11.September 2001 Terrorverdächtige befragt hat… 

 

C+ (Wertung von A bis F) „The Report“ basiert auf tatsächlichen Begebenheiten und auf dem echten, über 6000 Seiten langen, sogenannten „Folter-Report“. Es ist der Untersuchungsbericht des Geheimdienstausschusses des US-Senats, der Foltermethoden des amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA nach 9/11 aufdeckte. „The Report“ ist das Kinofilmdebüt des amerikanischen Drehbuchautors („The Bourne Ultimatum“, The Informant! , Contagion, Side Effects, „The Laundromat“), Filmproduzenten („An Inconvenient Truth“) und Filmemacher Scott Z. Burns. 

Ich habe eigentlich nie daran gezweifelt, dass die CIA (wie wahrscheinlich auch die meisten Geheimdienste anderer Staaten) „erweiterte Verhörmethoden“ anwendet. Menschenverachtend und schlimm, keine Frage, aber überrascht hat mich das nicht. So hat mich damals eigentlich nur schockiert, dass sich die CIA dabei erwischen lassen hat. Wie dilettantisch und beknackt sind die bei der Agency eigentlich?

Jetzt bekommen wir mit „The Report“ einen Film, bei dem wir den ehrenwerten Daniel Jones dabei zuschauen, wie er sechs Jahre akribisch Informationen über die Folterungen der CIA sammelt und dokumentiert. Ziemlich öde. Etwas interessanter wird es (aber da waren dann, glaube ich, schon anderthalb Stunden vergangen), wenn man erfährt, dass nicht nur die CIA, sondern auch die jeweils amtierende Regierung (sowohl die republikanische als auch die demokratische Administration) alles versuchen, damit der Bericht nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Der Film basiert auf erschreckende  Fakten, aber ich halte die Geschichte dennoch nicht unbedingt für verfilmenswert. Oder er hätte anders, sprich spannender, inszeniert und noch während der Obama-Administration herausgebracht werden müssen. Jetzt dreht sich in der Berichterstattung des amerikanischen Nachrichtenfernsehens quasi rund um die Uhr alles darum, ob der jetzige Präsident (Donald Trump) seines Amtes enthoben werden könnte. Andere Zeiten erfordern andere Filme. 

Schauspielerisch durchaus überzeugend waren aber Adam Driver und besonders Annette Bening. 

„The Report“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Adam Driver), Beste Nebendarstellerin (Annette Bening), Bestes Originaldrehbuch

„The Report“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival gezeigt. Der Film ist am 15.11.19 einigen ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film seit dem 7.11.19 im Kino. Der Amazon-Film soll dann ab dem 29.11.19 auf dem Streaming-Portal zu sehen sein.

Trailer zu sehen: 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „White Snake„

Bewertung des Trailers: C (Originalfassung mit englischen Untertiteln) 

Kommentar: chinesischer Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Litte Joe„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: britisch-österreichisches Drama mit Emily Beecham und Ben Whishaw 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Light From Light„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: amerikanisches Drama 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Atlantics„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: senegalesisches Drama „Atlantique“, dass in Cannes den Großen Preis der Jury gewonnen hat. Netflix-Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht  

Copenhagen – Film: „Tag“

Ich war am 22.07.18 in Kopenhagen und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Tag“ (dt. Filmtitel: „Catch Me!“, dänischer Filmtitel: „Du er den“, dt. Kinostart: 26.07.18)    90 min comedy 

dir. Jeff Tomsic  cast: Ed Helms, Jeremy Renner, Jon Hamm, Jake Johnson, Hannibal Buress, Annabelle Wallis, Isla Fisher, Rashida Jones 

 

Seitdem sie neun Jahre alt sind spielen Hoagie (Ed Helms), Callahan (Jon Hamm), Chilly (Jake Johnson), Sable (Hannibal Buress) und Jerry (Jeremy Renner) das Kinderspiel „Tag“ (Fang Mich). Mittlerweile seit dreißig Jahren ist die Saison einmal im Jahr den kompletten Mai eröffnet und bisher ist der athletische und raffinierte Jerry der ungeschlagene Sieger. Jetzt erfahren seine Mitspieler, dass Jerry aussteigen und außerdem heiraten will. Die Vier, Hoagies Frau (Isla Fisher) und eine Journalistin des Wall Street Journals machen sich auf dem Weg und versuchen wenigstens dieses Mal, Jerry zu schlagen…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Tag“ wurde von einer wahren Geschichte inspiriert. Der Film basiert vage auf den The Wall Street Journal Artikel „It Takes Planning, Caution to Avoid Being „It“. Dieser Film ist das Spielfilmdebüt des amerikanischen Produzenten und Filmemachers Jeff Tomsic (TV-Serien „Idiositter“, „The Detour“).

„Tag“ ist eine Komödie über eine Gruppe erwachsener Männer, die das Kind in sich bewahren wollen – zumindest für einen Monat im Jahr. Das führt erwartbar zu witzigen Dialogen und Situationen. 

Jeremy Renners Charakter „Jerry“ machte auf mich zu Beginn den Eindruck, als würde er in einem ganz anderen Film mitspielen. Was hier entsprechend der Handlung aber passt, dann sind es nämlich genau die Szenen mit Jerry, die wirklich komisch sind. „Tag“ ist einer dieser Filme, bei dem ich wahrscheinlich schon in wenigen Monaten vergessen habe, dass ich ihn überhaupt geguckt habe. Wenn ich aber dann irgendwann durch Zufall im  Fernsehen auf den Film stosse, werde ich über dieselben Szenen lachen und auch die Zeitlupen-Szenen wieder besonders mögen. 

Der Filmemacher liess es sich nicht nehmen, zum Schluss des Films ein Foto der realen Männergruppe (bestehend übrigens aus zehn Teilnehmern) einzublenden. Bis heute spielen sie „Tag“. 

„Tag“ ist am 15.06.18 landesweit in 3,382 amerikanischen Kinos gestartet. In Dänemark ist der Film unter dem Filmtitel „Du er den“ am 28.06.18 ins Kino gekommen. In Deutschland ist der Film ab heute (26.07.18) unter dem Titel „Catch Me!“ in den Kinos zu sehen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bohemian Rhapsody„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Offiziell, trotz seiner Entlassung bleibt dies der Film von Bryan Singer, ein Biopic über Freddie Mercury. Der Film kann eine Vollkatastrophe sein oder auch ein solider Oscar-Film, man wird sehen. Rami-Mr.Robot-Malek spielt den legendären Queen-Sänger. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Johnny English Strikes Again„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Eine sicher gaaanz lustige Komödie mit Rowan Atkinson

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Book Club„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: RomCom mit Diane Keaton, Jane Fonda und Andy Garcia, Don Johnson 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht 

 

Kino in Dänemark

An meinem freien Tag in Kopenhagen habe ich die Gelegenheit genutzt, ins Kino zu gehen. Lobenswerterweise werden sowohl im skandinavischen Fernsehen als auch im Kino die Filme in der Originalfassung mit entsprechenden Untertiteln gezeigt. Sehr gern hätte ich mir einen dänischen Thriller („Den skyldige“) angeschaut, leider fehlten mir dazu die englischen Untertitel. Ich musste mich entsprechend für einen englischsprachigen Film entscheiden und habe mich daher entschlossen, den Film „Tag“ nachzuholen. Eine Kinokarte im Palads Teatret in Kopenhagen kostet 100 DKK, das sind umgerechnet ca. 13,50 EUR. Den Sitzplatz musste ich mir bereits an der Kinokasse auswählen, die Vorstellung war aber nicht ausgebucht und die Dänen nehmen es dankenswerterweise nicht so genau mit ihrem zuvor festgelegten Sitzplatz und lassen höflich einen Abstand zum nächsten Zuschauer. Für rund 8 Minuten wurde Werbung gezeigt, darauf folgten die Trailer. 

Palads Teatret in Kopenhagen
dänisches Filmplakat des amerikanischen Films „Tag“

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Denver – Film: „Baby Driver“

Ich war am 16.07.17 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Baby Driver“ (dt. Kinostart: 27.07.17) 113 min  action, musical
dir. Edgar Wright cast: Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Eiza González, Jon Hamm, Jamie Foxx, Jon Bernthal

 

Baby (Ansel Elgort) ist ein richtig guter Autofahrer. Er arbeitet für den Gangsterboss Doc (Kevin Spacey). Baby fährt das das Fluchtauto, wenn Docs Crews wieder mal ein Bank oder einen Geldtransporter überfallen. Nun will er sein kriminelles Leben aber hinter sich lassen, auch weil er sich in die Kellnerin Deborah (Lily James) verliebt hat…

 

B (Wertung von A bis F) „Baby Driver“ ist der neue Film des englischen Autors und Filmemachers Edgar Wright („Shaun of the Dead“, „Hot Fuzz“, „Scott Pilgrim vs. the World“). Es ist der erste Film, den er in den U.S.A. gedreht hat.

„Baby Driver“ war eigentlich ein Film, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Einen Trailer hatte ich nie gesehen und bei dem Filmtitel kann doch nichts Gutes dabei herauskommen, dachte ich. Naja, dann stand (und steht) der Film bei 95% Rotten Tomatoes und da ich sowieso einen Mainstream-Blockbuster-Kinotag plante, habe ich dann einfach noch „Baby Driver“ hinzugefügt und bin mit richtig guter Laune aus dem Kino gekommen.

Der Soundtrack wird sicherlich als einer der besten in die Filmgeschichte eingehen. Gerade wie die Musik einzelne Szenen und Verfolgungsjagden untermalt, ist brillant. „Baby“ wird uns am Anfang vorgestellt, dieser Fahrer, der aussieht wie ein Teenager, permanent Kopfhörer in den Ohren hat, laut Musik hört und dabei mit den Autos durch die Straßen von Atlanta brettert. Lag es an Edgar Wrights Inszenierung oder tatsächlich an dem, mir bislang nicht bekannten Ansel Elgort („The Divergent Series“), dass ich meine Augen nicht von „Baby“ lassen konnte und bis zum Schluss an seiner Seite war? In jedem Fall gibt der amerikanische Schauspieler einen glaubhaften und sympathischen Charakter ab, mit dem ich mitfieberte. Nun hat der Film nur ein „B“ von mir bekommen. Das liegt mit daran, dass das Drehbuch später Schwächen aufweist und die Charakterentwicklung von Kevin Spaceys „Doc“ und Jon Hamms „Buddy“ für mich nicht nachvollziehbar war. Gegen Ende des Films gibt es eine längere Sequenz, die für mich nicht zu dem eleganten und stimmigen Anfang des Films passt. Wie dem auch sein, dieser Actionfilm macht verdammt viel Spaß, mir hat sogar Jamie Foxx gut gefallen.

Selbstverständlich habe ich mir den Soundtrack direkt gekauft.

Eine Fortsetzung zu „Baby Driver“ ist bereits im Gespräch.

 

„Baby Driver“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Festival gezeigt. Der Film ist am 28.06.17 in 3226 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland startet der Film am 27.07.17.

Update: Baby Driver hat 3 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Film Editing, Best Sound Editing, Best Sound Mixing)

Der nahezu perfekte Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Home Again„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Reese Witherspoon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Thor: Ragnarok„
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Was für ein (Marvel-) Scheiß
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals

Trailer v. Film: „Daddy´s Home 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung zu der Komödie mit Mark Wahlberg, Will Ferrell, Mel Gibson spielt auch mit. Ich weiß nicht, ob John Lithgow den Film retten kann – vom Trailer her wirkt es so
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

Trailer v. Film: „Pitch Perfekt 3„
Bewertung des Trailers: C-.
Kommentar: davon gibt es schon drei Filme?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Blade Runner 2049„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1982. Denis Villeneuve führt Regie, Roger Deakins ist der DP, klar sieht der Film fantastisch aus. Es spielen Ryan Gosling, Jared Leto und Harrison Ford mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kingsman: The Golden Circle„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem sehenswerten Kingsman: The Secret Service
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Flatliners„
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: unnötige Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1990
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Dark Tower„
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Stephen King-Verfilmung mit Idris Elba und Matthew McConaughey – völlig unnötig
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Boston – Film: „Minions“

Ich war am 14.07.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Minions“ (dt. Kinostart war der 02.07.15) 91 min animation
dir. Pierre Coffin, Kyle Balda voices: Pierre Coffin, Sandra Bullock, Jon Hamm, Michael Keaton, Alison Janney, Geoffrey Rush, Jennifer Saunders, Steve Carell

So weit man denken kann, gibt es Minions. Sie sind klein, gelb, etwas ungeschickt, nicht sonderlich helle, aber voller Schadenfreude. Eigentlich haben sie nur ein Ziel im Leben: einem Bösewicht zu dienen. Für viele Schurken haben sie bereits gearbeitet, doch irgendwann kamen diese ums Leben und sie mussten sich wieder einen neuen suchen. Jetzt haben sie schon seit vielen Jahren keinen Boss mehr, sind also arbeitslos. Sie wurden depressiv und haben sich in eine Eishöhle zurückgezogen. Dort langweilen sie sich zu Tode. Irgendwann begeben sich Kevin, Stuart, Bob (einer der Regisseure, Pierre Coffin, spricht alle Minions) auf die Suche nach einem neuen Superschurken.

B- (Wertung von A bis F) Nach Despicable Me und Despicable Me 2, in denen die Minions eher eine Nebenrolle spielten, ist „Minions“ nun der erste eigenständige Film über die gelben Spaßvögel. In „Minions“ wird eine Hintergrundgeschichte über die Minions erzählt, die Handlung ist hauptsächlich in den 1960er Jahren angesiedelt.

Viele vereinzelte Szenen (im New Yorker Warenhaus, wenn sie per Anhalter fahren, die Villain-Con, alle Szenen, in denen sie sich über sich selbst lustig machen) fand ich großartig und eigentlich gibt es den gesamten Film über viel zu schmunzeln und einiges zu Lachen und auch der Soundtrack sorgt für gute Laune. Leider hat aber das Drehbuch Schwächen und der Film Längen. Mir hätte „Minions“ beispielsweise noch besser gefallen, wenn es etwas weniger Scarlet Overkill und etwas mehr Szenen mit den, in der Eishöhle zurückgelassenen Minions gegeben hätte.

Letztlich ist „Minions“ aber eine wesentlich gelungener Film, als ich es erwartet habe. Er ist natürlich auch nicht auf dem Niveau des ausgeklügelten Pixar-Films Inside Out.

Ungewöhnlicherweise kam „Minions“ übrigens erst eine Woche nach dem deutschen Kinostart in die amerikanischen Kinos.

„Minions“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie bester Animationsfilm.
Teaser zu sehen:

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Underdogs“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: argentinischer Animationsfilm über Fußballer. Ich kann mich erinnern, einen Trailer von dem Film schon mal im Kino gesehen zu haben. Konnte das aber nicht auf Anhieb finden. Film ist aus dem Jahr 2013 und der amerikanische Kinostart wurde schon zig Mal verschoben
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Shaun the Sheep Movie“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Dieser Trailer ist besser, trifft aber immer noch nicht mein Humorzentrum
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Hotel Transylvania 2“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Pan“
Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Joe Wrights Peter Pan-Film mit Hugh Jackman, Rooney Mara, Amanda Seyfried und schon wieder Cara Delevingne
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jem and the Holograms“
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Teenager-Musical
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Alvin and the Chipmunks: The Road Chip“
Bewertung des Teasers: C+
Kommentar: Habe die Filme glaube ich alle mal – früher oder später – im TV gesehen und fand die irgendwie putzig
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: im TV

Trailer v. Film: „The Secret Life of Pets“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Animationsfilm über unbeaufsichtigte Haustiere
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "The Town"

Ich war am 23.09.10 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Town“ (dt. Kinostart war der 23.09.10) 123 min drama, thriller, adaptation
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Jon Hamm, Rebecca Hall, Jeremy Renner, Blake Lively, Chris Cooper, Pete Postlethwaite

Doug MacRay (Ben Affleck) wollte eigentlich immer professioneller Hockey Spieler werden, ist aber dann in die Fußstapfen seines Vaters (Chris Cooper) getreten und raubt Banken aus. Bei seinem nächsten Coup geht jedoch bei Doug und seinen Komplizen etwas schief und sie nehmen die Filialleiterin der Bank Claire (Rebecca Hall) als Geisel…

C+ (Wertung von A bis F) „The Town“ basiert auf dem Roman „Prince of Thieves“ von Chuck Hogan.

In einer Kritik habe ich einen Vergleich von Ben Afflecks Regiearbeit zu der von Clint Eastwood gelesen. Na da sollte man doch mal die Kirche im Dorf lassen. Auch wenn ich von Afflecks Regiedebüt (Gone Baby Gone), mit Ausnahme von einer, meines Erachtens sensationellen Szene, auch nicht so begeistert war, so mochte ich diesen wesentlich mehr als „The Town“. „The Town“ ist zum einen viel zu lang und zum anderen empfand ich die Liebesgeschichte als viel zu dominant. Die Beziehung von Ben Afflecks und Rebecca Halls Charakter ist von der ersten Begegnung bis zur „Spendenaktion“ komplett unglaubwürdig. Ben „doch, ich habe mehr als zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke“ Affleck wirkt mit seinem meist geöffneten Mund, seiner, für einen Mann und insbesondere für dieses Gesicht viel zu kleinen Nase und seinem stets schielenden Blick sowieso immer etwas dümmlich und hat überhaupt keinerlei Potential für die Rolle als sogenannter „Leading Man“. Der eitle Regisseur hat sich aber gleich mal auch die Hauptrolle gegeben, was ich als größten Fehler des Films sehe. In dem Roman hat sich Jon Hamms Charakter ebenfalls in die Filialleiterin verliebt. Das war Ben Affleck sehr wahrscheinlich eine zu große Konkurrenz. Während der Dreharbeiten hat Ben Affleck (wenn er nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt war) beobachten können was für eine Präsenz Jon Hamm hat, auch wenn ich ihn nach drei Staffeln MAD MEN doch wesentlich besser als Don Draper finde. Diese sexy Coolness kann Jon Hamm hier nicht übertragen, aber sein Part war auch nicht darauf ausgelegt. Schauspielerisch hat mir, wie erwartet, Jeremy Renner (The Hurt Locker) gut gefallen, aber auch Blake Lively, die hier tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit der jungen Ellen Barkin hat.

„The Town“ ist kein Oscar-Film und wird hoffentlich von der Academy auch nicht in den Adelsstand erhoben. (… es reicht mir schon, dass unverdienterweise Inception mit großer Wahrscheinlichkeit unter den besten zehn Filmen aus 2010 dabei sein wird) Wenn jedoch einer aus „The Town“ für seine schauspielerisch Leistung belohnt werden sollte, dann ist es Chris Cooper („American Beauty“, „Adaptation“, Breach). Mit einer einzigen Szene schafft es Chris Cooper zu zeigen wie man Authentizität in eine Rolle bringt. Was für ein unglaubliches Talent.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer (habe mich in die Vorstellung „reingeschlichen“ und nur noch zwei Trailer gesehen):

Trailer v. Film: „The Fighter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer „Irish“ Mickey Ward und seinem älteren Bruder. Mit Mark Wahlberg, Christian Bale (hoffentlich ist er mit dieser Rolle „zurück“, hat sich auf jeden Fall auf sein „The Machinist“-Gewicht runtergehungert) Melissa Leo, Amy Adams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fair Game“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Doug Limans neuer Film. Biopic mit Naomi Watts und meinem Lieblingsschauspieler Sean Penn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%, klar!

TV – Serie: "Mad Men, Staffel 3"

Ich habe mir folgende Staffel dieser Serie angeschaut:

„MAD MEN, Staffel 3“ (Staffel 1 in Deutschland auf DVD erhältlich) 13 x approx. 45 min drama
dir. Phil Abraham, Lesli Linka Glatter, Jennifer Getzinger, Michael Uppendahl, Daisy von Scherler Mayer, Scott Hornbacher, Barbet Schroeder, Matthew Weiner cast: Jon Hamm, Elisabeth Moss, Vincent Kartheiser, January Jones, John Slattery, Jared Harris, Christina Hendricks, Aaron Staton, Rich Sommer, Bryan Batt, Robert Morse, Michael Gladis, Anne Dudek

1963. Der Verkauf der renommierten Werbeagentur Sterling/ Cooper an ein britisches Unternehmen sorgt für einige personelle Umstrukturierungen. Mit einem neuem Großkunden (Hilton Hotels) muss auch Creative Director Don Draper (Jon Hamm) eine Entscheidung bezüglich seiner beruflichen Zukunft treffen. Dons Frau Betsy (January Jones) erwartet ihr drittes Kind, wird immer unglücklicher in der Ehe, erfährt langsam immer mehr über Dons Vergangenheit. Sie zieht irgendwann die Konsequenzen…

B (Wertung von A bis F) Die 3. Staffel finde ich etwas schwer zu bewerten. Der Beginn zieht sich für mich wieder etwas und plätscherte so vor sich her, ohne richtig mein Interesse geweckt zu haben. Dann aber mit der 6. Folge (von 13 Folgen) ist für mich der Knoten geplatzt. Zurück zu der aus der 2. Staffel bekannten Tiefe und zugleich Leichtigkeit und beeindruckenden Dramaturgie. Mit steigernder Begeisterung habe ich dann den restlichen Verlauf der Staffel verfolgt. Warum machen eigentlich Autoren meist einen besonders guten Job wenn es gerade zum Ende der Staffel hingeht? Bei MAD MEN, Staffel 3 haben sie sich förmlich selbst übertroffen. Es stehen sehr viele Veränderungen an und so geht MAD MEN im Sommer bei dem Kabelsender AMC ganz frisch in die vierte Saison. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, die Figur Don Draper/ der Schauspieler Jon Hamm in dieser Rolle ist nach wie vor ein Hauptgrund, die Serie gucken zu müssen. Der Charakter ist vielschichtig und extrem sexy (hier besonders ab Folge 9). Was mir aber auch gut gefiel, dass der Charakter von Dons Frau Betts (January Jones) sich hier weiterentwickelt. Bisher etwas auf ihre Grace Kelly-Ausstrahlung reduziert, wird sie jetzt zunehmend ihre Unzufriedenheit und Zerissenheit nach Aussen tragen. Im Gegensatz zur Staffel 2 wird jetzt auch Sals (Bryan Batt) Homosexualität wieder mehr thematisiert. Meine Lieblingsfolge ist Folge 12.

„Mad Men“ geht am 25.07.10 in die Erstausstrahlung der vierten Staffel. Es ist fest davon auszugehen, dass ich dabei bleibe..

Promo zu sehen:

Meet Don Draper:

TV – Serie: "Mad Men, Staffel 2"

Ich habe mir folgende Staffel dieser Serie angeschaut:

„Mad Men“, Staffel 2″ (Staffel 1 in Deutschland auf DVD erhältlich) 13 x approx. 45 min drama
dir. Tim Hunter, Jennifer Getzinger, Michael Appendahl, Lesli Linka Glatter, Phil Abraham, Alan Taylor, Andrew Bernstein, Matthew Weiner cast: Jon Hamm, Elisabeth Moss, Vincent Kartheiser, January Jones, Christina Hendricks, Aaron Staton, Rich Sommer, Bryan Batt, Robert Morse, Michael Gladis, John Slattery, Colin Hanks

New York, 1960er Jahre. In der feudalen Madison Avenue hat die renommierte Werbeagentur STERLING COOPER ihren Sitz. Don Draper (Jon Hamm) ist Creative Director der Agentur. Der distinguierte Don wohnt mit seiner schönen Frau Betty (January Jones) ausserhalb der Stadt, hat 2 Kinder und zum Ausgleich seine Affären in Manhattan. An Betty werden die Affären diesmal nicht unbemerkt vorbeigehen. Auch wird etwas von Dons mysteriöser Vergangenheit ans Licht kommen…

B+ (Wertung von A bis F) Obwohl es jetzt schon mehr als 1 1/2 Jahre zurückliegt, dass ich die erste Staffel gesehen habe, fiel es mir bei der zweiten Staffel wesentlich leichter reinzukommen. Mit vielen Charakteren bin ich noch vertraut, aber auch hier gibt es einige neue Serienfiguren, die für mich durch die ähnelnden Frisuren und Maßanzüge irgendwie schwer zu unterscheiden sind. MAD MEN versetzt einen zweifelsfrei in die 1960er Jahre in Manhattan und lässt einem schon mal mit der Frage zurück, wie es gewesen wäre, in dieser Zeit in New York gelebt zu haben. Wie ich schon in meinem Beitrag zur Staffel 1 erwähnte, ist für mich ein Hauptgrund die Serie zu mögen und dabei zu bleiben, Jon Hamm. Aber auch von seinem Charakter Don Draper bin ich absolut fasziniert. Diese Figur gibt dieser eleganten Serie den nötigen Rahmen. Don Draper/Jon Hamm ist MAD MEN. Nicht nur seine elegante Erscheinung, auch seine Stimme und Sprache haben mich (und wohl viele andere auch) in den Bann gezogen. Ich glaube daher wird es für Jon Hamm schwierig, andere Charaktere – insbesondere die in einem anderen Jahrzehnt angesiedelt sind – authentisch und so sexy zu porträtieren. Eine andere Figur, die ich jetzt mit der 2. Staffel ins Herz geschlossen habe ist Kinsey, gespielt von Michael Gladis. Auch ist es natürlich die Story von Peggy Olsen, gespielt von Elisabeth Moss. Sie ist die einzige Frau, die es geschafft hat, sich in der Machowelt zu behaupten. Die plumpe, ehemalige Sekretärin ist aufgrund ihres Talents zur Werbetexterin befördert worden.

An MAD MEN mag ich besonders diesen unterschwelligen, feinen Humor, der sich durch die Serie zieht. Natürlich aber auch die detailgetreuen Kulissen, Kostüme, Frisuren, Accessoires und der elegante Style der Serie entsprechen meinem Geschmack. Mittlerweile hat die Serie die Modewelt schon stark beeinflusst. Diverse Designer haben sich für ihre aktuellen Kollektionen von der MAD MEN inspirieren lassen. Die Serie wurde von den Kiritikern in den U.S.A. besonders für ihre präzise gesellschaftliche und geschichtliche Authentizität gelobt. Nicht unerwähnt bleibt auch selten die wunderbare Ausstattung und die Kameraarbeit von MAD MEN.

Völlig überflüssige Information: Die Serie MAD MEN eignet sich wunderbar zu einem Trinkspiel (wie zuvor schon bei der Serie DALLAS: wenn die Schauspieler in der Serie Alkohol trinken, muss man es ihnen gleichtun, entsprechend ist man spätestens 15 Minuten einer Folge sturzbetrunken…)

Die Serie MAD MEN wurde in den U.S.A. mit allen wichtigen Fernsehpreisen mehrfach ausgezeichnet. Die vierte Staffel soll ab Ende Juli 2010 auf dem amerikanischen Kabelsender AMC ausgestrahlt werden. Ich habe schon länger auch die 3. Staffel Zuhause und werde mich bald mal daran machen. Die erste Staffel von MAD MEN wird wohl ab Herbst im Free-TV bei ZDFneo ausgestrahlt, obwohl die DVD der ersten Staffel der Serie schon seit einiger Zeit in Deutschland erhältlich ist.

Das kreative Opening zu sehen:

Trailer zu sehen:

Offizielle Website:
http://www.amctv.com:80/originals/madmen/

TV – Serie "Mad Men, Staffel 1"

Ich habe mir die komplette 1. Staffel folgender Fernsehserie angeschaut:

„Mad Men, Staffel 1“ 13 x ca. 50 min drama
dir. Tim Hunter, Alan Taylor u.a. cast: Jon Hamm, John Slattery, Vincent Kartheiser, January Jones, Christina Hendricks, Elisabeth Moss, Michael Gladis, Bryan Batt, Maggie Siff, Rosemarie DeWitt

März 1960. In einigen Monaten werden sich die Amerikaner bei den Präsidentschaftswahlen zwischen den Kandidaten Richard Nixon und John F. Kennedy entscheiden. In der feudalen Madison Avenue in New York arbeitet Don Draper (Jon Hamm) als Creative Director bei der renommierten Werbeagentur STERLING COOPER. In der Firma dreht sich alles um Marketingstrategien, Präsentationen und um das Werben von Neukunden, dabei kommen aber auch Romanzen im Büro nicht zu kurz. Die hartnäckigen Versuche des jungen ehrgeizigen Managers Pete Campbell (Vincent Kartheiser), Dons Kompetenz und Kreativität infrage zu stellen, lassen den gelassenen Creative Director unbeeindruckt. Don Drapers Ehefrau Betty (January Jones) lebt mit den beiden Kindern in der Vorstadt, während seine Freundin Midge (Rosemarie DeWitt) in Manhattan wohnt. Es stellt sich heraus, dass dies nicht das Einzige ist, was er vor anderen geheim hält…

C+ (Wertung von A bis F) Die AMC-Serie „Mad Men“ und Jon Hamm als bester TV-Schauspieler haben dieses Jahr einen Golden Globe erhalten. Am letzten Sonntag (21.09.08) hat „Mad Men“ zusätzlich den sogenannten Fernseh-Oscar EMMY als Beste Fernsehserie in der Kategorie Drama bekommen. (Off Topic: ich habe mich sehr über Jeremy Pivens EMMY für seine Rolle in einer meiner Lieblingsserien Entourage gefreut)

Ich bin von der Serie „Mad Men“ nicht überzeugt. Einer der Gründe dafür ist sicherlich die leise, ausgedehnte Old School-Erzählweise. Ausserdem hat mir nicht gefallen, dass einige Geschichten angerissen werden, aber erst einige Episoden später (wenn überhaupt) wieder aufgenommen werden. Durch die Vielzahl der Charaktere (die sich zudem – bei den Männern durch die Frisuren und die Anzüge – noch ähneln) fand ich den Einstieg auch relativ schwierig. Dennoch, ich finde es mutig, eine Drama-Serie zu produzieren, die in den 60er Jahren angesiedelt ist. Zweifelsfrei ist es den Machern gelungen, einen in diese Zeit zu versetzen. Wichtig dabei war, ausschliesslich „unbekannte“ Schauspieler zu besetzen. Die nötige Authentizität wurde nicht alleine durch das Setdesign, die Kostüme, Frisuren, Musik und Sprache erreicht, sondern sicherlich auch durch die Darstellung der Gesellschaft und der moralischen Werte.

Frauen waren darauf reduziert, hübsch auszuschauen, früh „gut“ zu heiraten, Kinder zu gebären, sich um Haushalt und die Familie zu kümmern und penibel darauf zu achten, dass ihr Ruf nicht beschädigt wird. Alleinstehende Frauen haben maximal als Sekretärin gearbeitet bis sie vielleicht dort einen passenden, erfolgreichen Mann gefunden haben. In der Zwischenzeit war es scheinbar normal, dass sie den Männern in der Firma für eine Affäre bereitstanden.

Männer profilieren sich derweil in ihrem Job, sind ehrgeizig und auf Erfolg getrimmt. Sie haben eine Familie ausserhalb der Stadt und zur Entspannung, wie selbstverständlich, eine Geliebte in der Stadt.

Rassismus spielt noch eine ganz andere Rolle. Es gibt wenig Berührungspunkte mit anderen Bevölkerungsgruppen und -schichten. Schwarze arbeiten als Reinigungspersonal oder max. Fahrstuhlführer. Homosexualität existiert natürlich auch, aber ist beinahe unsichtbar.

Es sind aber natürlich auch die oberflächlichen Dinge, die diese Serie authentisch wirken lassen. „Mad Men“ spielt in der besseren Gesellschaft, die Damen sind immer perfekt gekleidet und frisiert. Die Herren tragen beinahe ausnahmslos gepflegte, meist dunkle Anzüge, weisse Hemden und Krawatten. Es wird beinahe permanent geraucht (der Arzt raucht während der Untersuchung seiner Patientin, Schwangere rauchen, etc.) und es gehört zum guten Ton, sogar am Tage, im Büro und ganz zu schweigen von abends, Whiskey oder ähnlich starke Getränke zu sich zu nehmen.

Die Serie hat mir vom Style, von der Authentizität und von dem Hauptdarsteller Jon Hamm gut gefallen, von der Dramaturgie nicht. Einzig die vorletzte Episode (Folge 12) fand ich spannend und brillant. Die Schauspieler:

Don Draper – Jon Hamm spielt hier den gutaussehenden, coolen Creative Director, zuvor war er in einigen Fernsehrollen (u.a. in „Providence“) zu sehen und demnächst in „The Day the Earth Stood Still“

Roger Sterling – John Slattery spielt hier Dons Chef, war mir vor allen Dingen durch seinen Gastauftritt bei „Sex and the City“ bekannt, zuletzt bei Charlie Wilson´s War

Pete Campbell – Vincent Kartheiser ist hier ein Loser, überehrgeizig und versucht an Dons Stuhl zu sägen, war zuvor in „Angel“ zu sehen

Betty Draper – January Jones, spielt Dons naive Ehefrau, die unterschätzt wird. War zuletzt in „We Are Marshall“ zu sehen

Joan Holloway – Christina Hendricks spielt die sexy Büromanagerin bei STERLING COOPER, hatte Gastauftritte bei u.a. „Without A Trace“ und „Cold Case“

Peggy Olsen – Elisabeth Moss wird hier als Dons neue Sekretärin eingestellt, hat Ambitionen. Sie war schon bei „The West Wing“ zu sehen.

Paul Kinsey – Michael Gladis spielt hier einen Texter und hatte zuvor schon Gastrollen bei „Law and Order“ und „Criminal Intent“

Salvatore Romano – Bryan Batt ist der Art Director bei der Werbeagentur, eher Nebenrolle, fand seinen Charakter und ihn interessant. Er ist Theaterschauspieler und hatte ebenso Gastauftritte in „Law and Order“ und „Criminal Intent“

Rachel Menken – Maggie Siff spielt hier die reiche Kaufhausbesitzerin und Kundin von STERLING COOPER, Theaterschauspielerin und zuletzt auch bei „Michael Clayton“ zu sehen.

Trailer zu sehen: