L.A. – Film: „A Simple Favor“

Ich war am 13.10.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„A Simple Favor“ (dt. Filmtitel: „Nur ein kleiner Gefallen“, dt. Kinostart: 08.11.18)  116 min  thriller, comedy, adaptation 

dir. Paul Feig  cast: Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding, Linda Cardellini, Rupert Friend, Jean Smart

 

Stephanie (Anna Kendrick) ist eine alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes. Über ihre Kinder lernen sich Stephanie und die Mode-PR-Chefin Emily (Blake Lively) kennen. Die beiden unterschiedlichen Frauen freunden sich an. Eines Tages verschwindet Emily plötzlich, und Stephanie begibt sich auf die Suche nach dieser mysteriösen Frau…

 

B- (Wertung von A bis F) „A Simple Favor“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Darcey Bell. Es ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors (The Peanuts Movie„Ghostbusters“) und Filmemachers (TV-Serien „The Office“, „Nurse Jackie“, Bridesmaids) Paul Feig.

„A Simple Favor“ erinnert etwas an David Finchers Gone Girl . Auch bei dieser Geschichte steht (mindestens) ein starker Frauencharakter im Zentrum und auch hier gibt es einige, teils unvorhersehbare Wendungen. Die Story im Ganzen wirkt aber zu konstruiert und die vielen Wendungen führen irgendwann zu Ermüdungserscheinungen bei dem aufmerksamen Zuschauer. Paul Feigs Film langweilt nicht, hat seine Stärke aber eher am Anfang, wenn sich die beiden Frauen näher kennenlernen. Ich habe den Film vor ungefähr einem Monat gesehen und kann mich kaum noch an ihn erinnern, sehr wohl aber an die elegante und stylische Erscheinung von Blake Livelys Charakter. 

„A Simple Favor“ ist am 14.09.18 in 3,102 amerikanischen Kinos landesweit gestartet. Ab Morgen (08.11.18) startet der Film unter dem Filmtitel „Nur ein kleiner Gefallen“ in den deutschen Kinos. 

Trailer zu sehen: 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Instant Family„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Komödie mit Mark Wahlberg und Rose Byrne

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Second Act„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: RomCom mit Jennifer Lopez, die eine ganz schlechten Perücke trägt

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Widows„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Steve McQueens neuer Film mit Viola Davis, Elizabeth Debicki, Colin Farrell, Daniel Kaluuya, u.a.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Hunter Killer„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Actioner mit Gerard Butler und Gary Oldman

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „The Girl in the Spider´s Web„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Neuer Thriller der Lisbeth Salander-Reihe, dieses Mal mit Claire Foy in der Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bin noch nicht überzeugt


Trailer v. Film: „Halloween„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: David Gordon Greens neuer Film. Horrorfilm und direkte Fortsetzung v. „Halloween“ aus dem Jahr 1978

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen


Trailer v. Film: „Robin Hood„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: War das nötig – eine Robin Hood-Verfilmung mit Jamie Foxx?

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: „Café Society“

Ich war am 08.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Café Society“ (dt. Kinostart: 10.11.16) 96 min drama, comedy
dir. Woody Allen cast: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Steve Carell, Blake Lively, Parker Posey, Corey Stoll, Jeannie Berlin, Ken Stott

 

 

Bobby (Jesse Eisenberg) ist in New York aufgewachsen. In den 1930er Jahren versucht er, in Los Angeles sein Glück zu finden. Vielleicht könnte ihm dabei Onkel Phil (Steve Carell), der vielbeschäftigte und erfolgreiche Hollywood-Agent, behilflich sein. Bobby verliebt sich bald in die Sekretärin seines Onkels, Vonnie (Kristen Stewart). Leider hat die aber einen Freund…

 
B- (Wertung von A bis F) „Café Society“ ist Woody Allens neuer Film. Es ist sein 47. Film und nicht nur der teuerste, den der New Yorker Filmemacher je inszeniert hat, sondern erstmals hat er auch mit digitalen Kameras gedreht.

In den besseren Woody-Allen-Filmen der neueren Zeit („Match Point“, Midnight in Paris und Blue Jasmine) bekommt man Woody Allen selbst dankenswerterweise nicht zu sehen. In „Café Society“ spielt er zwar auch nicht mit, lässt es sich jedoch nicht nehmen, als Erzähler zu fungieren. Ich hätte gerne auch auf diesen unnötigen Part verzichtet.

Überhaupt hätte ich mir gewünscht, „Cafe Society“ wäre eine Charakterstudie über den neurotischen New Yorker Bobby, der sich in der Fremde (noch dazu im glitzernden Hollywood der 1930er Jahre) zurechtfinden muss. Dass dies funktioniert hätte, sieht man zu Beginn des Films. Leider erzählt Woody Allen später eine völlig andere, in New York angesiedelte Geschichte. Die Ausflüge in die Unterwelt hätten auch aus einem ganz anderen Film sein können und die Geschichte im Ganzen wirkt zu konstruiert und aufgepumpt.

Die Szenen des älteren, jüdischen Ehepaars, Bobbys Eltern (gespielt von Jeannie Berlin und Ken Stott), sind hinreissend und hätten so auch aus einem Coen-Bros.-Film stammen können. Amüsant fand ich die Kurzauftritte von Bobbys permanentrauchenden Gangsterbruder Ben (gespielt von Corey Stoll, den ich mit voller Haarpracht tatsächlich nicht erkannte). Der Form halber sei erwähnt, dass Bruce Willis für die Rolle des Onkel Phil besetzt war. Während der Dreharbeiten war Woody Allen jedoch so unzufrieden mit der Arbeit des Schauspielers, dass er ihn kurzerhand durch Steve Carell ersetzte. Steve Carell ist ein Glücksgriff für den Film. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, dass Woody Allen ihm die Rolle auf den Leib geschrieben hat. Letztlich ist es den beiden o.g. Schauspielern, Steve Carell und dem stets wunderbaren Jesse Eisenberg zu verdanken, dass mich der Film nicht noch mehr gelangweilt hat.

„Café Society“ ist nach Adventureland und „American Ultra“ bereits der dritte Film, bei dem Jesse Eisenberg und Kristen Stewart gemeinsam vor der Kamera stehen.

„Café Society“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Morris From America„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: deutsch-amerikanischer Film mit Craig Robinson.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…mal gucken

Trailer v. Film: „Come What May„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französischer Zweiter-Weltkriegsfilm mit August Diehl
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Mia Madre„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Italienischer Film mit John Turturro. Habe ich letztes Jahr auf dem New York Film Festival gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen.

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Man Called Ove„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: schwedische Tragikomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

San Francisco – Film: „The Shallows“

Ich war am 26.06.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„The Shallows“ (dt. Filmtitel: „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“, dt. Kinostart: 25.08.16) 87 min thriller, horror
dir. Jaume Collet-Serra cast: Blake Lively, Oscar Jaenada, Lozano Corzo, Jose Manual, Brett Cullen

 

 

Die amerikanische Medizinstudentin Nancy (Blake Lively) hat sich nach dem Tod ihrer Mutter eine Auszeit genommen und reist nach Mexiko. Von einem Fremden (Óscar Jaenada) lässt sie sich an einem geheimen, verlassenen Strand absetzen. In der Bucht surft sie mit zwei Einheimischen. Leider schwimmt dort auch ein riesiger Weißer Hai…

 
B+ (Wertung von A bis F) „The Shallows“ ist der neue Film des katalanischen Filmemachers Jaume Collet-Serra (Orphan, Unknown, Non-Stop, Run All Night).

„The Shallows“ ist ein überraschend gut gemachter, kommerzieller Thriller/Horrorstreifen. Wie in dem Genre üblich ist nicht alles realistisch, sehr wahrscheinlich würde sich ein Hai nicht – wie hier dargestellt – verhalten. Am Anfang nervten mich die Einblendungen der Textnachrichten und bzw. des Facetime-Anrufes, die Zeit-Einblendungen bzw. die Gezeitenberechnung fand ich später auch nicht immer nötig, aber das ist schon alles, was ich an dem Film zu kritisieren habe. Mit dem ersten Hai-Angriff bis zum Ende weiß „The Shallows“, zu fesseln.

Der Film ist sehr ästhetisch fotografiert. Normalerweise finde ich solche Monster-Tiere (-Filme) dämlich und kann mich entsprechend nicht ausreichend entspannen, um in die Geschichte richtig hereinzukommen. Hier nicht, der Hai ist beeindruckend gut animiert und man kann sich durchaus in Nancys Lage versetzen. Auch spielt Blake Lively ihre Figur sehr glaubhaft. Das hat mir alles schon ganz gut gefallen, auch wenn die ganze Angelegenheit ziemlich blutig ist und ich bei einigen Szenen partout nicht hingucken konnte.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bad Moms„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Christina Applegate, Mila Kunis und Kristen Bell
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rogue One: A Star Wars Story„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film aus dem Star-Wars-Universum mit Felicity Jones, Ben Mendelsohn, Forest Whitaker und Mads Mikkelsen. Den Sinn verstehe ich nicht, außer dass man bei Lucasfilm und Disney alle Möglichkeiten ausschöpft, richtig viel Geld mit dem Namen „Star Wars“ zu machen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Morgan„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Horror. Regiedebüt von Luke Scott (Sohn von Ridley) mit Kate Mara, Toby Jones und Boyd Holbrook
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Nerve„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller mit Emma Roberts und Dave Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Quija: Origin of Evil
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: 2. Teil des Horrorfilms. Der erste war wohl gar nicht gut.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Magnificent Seven„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Antoine Fuquas Remake des gleichnamigen Westerns – War das nötig? Von der Besetzung interessiert mich eigentlich nur Peter Sarsgaard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

NYC – Film: "The Age of Adaline"

Ich war am 28.04.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Age of Adaline“ (dt. Filmtitel „Für immer Adaline“, dt. Kinostart: 09.07.15) 113 min drama, fantasy
dir. Lee Toland Krieger cast: Blake Lively, Michiel Huisman, Kathy Baker, Harrison Ford, Ellen Burstyn

In der Silvesternacht des Jahres 2014 lernt Jessie (Blake Lively) Ellis (Michiel Huisman) kennen. Sie versucht ihm aus dem Weg zu gehen, er bleibt aber hartnäckig und irgendwann verliebt sich auch Jessie in ihn. Seit vielen Jahren hütet sie ein Geheimnis. Adaline hatte seinerzeit einen schweren Unfall und ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gealtert. Sie ist 29 Jahre alt und das bereits seit 80 Jahren. Durch eine Begegnung mit jemanden aus ihrer Vergangenheit ist ihr Geheimnis dabei, aufzufliegen.

C (Wertung von A bis F) „The Age of Adaline“ ist eine schnulzige Fantasy-Romanze.

Blake Lively (The TownSavages) macht ihre Sache ganz gut, sie hat so etwas klassisches und zeitloses. Nicht auszumalen, wenn tatsächlich Katherine Heigl, die ursprünglich als Adaline besetzt werden sollte, diese Rolle gespielt hätte. Was mich jedoch bei dem Film ständig aus dem Konzept gebracht hat, waren ihre Frisuren und ihre Garderobe. Der Film spielt im Jahr 2015 und sie trägt ihre Haare und ihre Kleidung als würde sie Mitte des letzten Jahrhunderts leben. Ihr Kleidungsstil ist wirklich schön anzusehen, aber er ergibt keinen Sinn, wie so vieles was ihren Charakter angeht.

Klar, Fantasy-Filme sind selten logisch, aber die Filmemacher sollten dann wenigstens eine Welt erschaffen, die einem ermöglicht das zu verstehen, was sich die Kreativen hier ausgedacht haben. Der Film erschien mir auch viel zu lang.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „I´ll See You in My Dreams“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Blythe Danner und Sam Elliott
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Paper Towns“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Teenager-Romanverfilmung mit Cara Delevingne – muss man die jetzt auch noch im Kino sehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Aloha“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Cameron Crowes neuer Film mit Bradley Cooper, Emma Stone, Alec Baldwin, Bill Murray
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jurassic World“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Der vierte Film der Reihe und wohl genauso überflüssig wie die meisten Comic-Verfilmungen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Tomorrowland“
Bewertung des Trailers: C+ (erster richtiger Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Abenteuer-Film mit George Clooney. Der Trailer deutet auf eine Katastrophe hin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiss nicht

Trailer v. Film: „Love & Mercy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Beach Boys-Gründer Brian Wilson. Ich liebe Paul Dano. Bringt dieser Film ihm seine längst überfällige erste Oscar-Nominierung?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der Berlinale 2015 gesehen

Trailer v. Film: „The Gift“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller von und mit Joel Edgerton. Auch dabei Jason Bateman und Rebecca Hall. Solche Filme sehe zwischendurch ganz gerne
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "Savages"

Ich war am 06.07.12 und am 15.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Savages“ (dt. Kinostart: 11.10.12) 130 min drama, crime, adaptation
dir. Oliver Stone cast: Taylor Kitsch, Aaron Johnson, Blake Lively, Salma Hayek, Emile Hirsch, John Travolta, Demián Bichir, Benicio del Toro

Chon (Taylor Kitsch) und Ben (Aaron Johnson) sind beste Freunde und leben in Kalifornien. Sie finanzieren ihren luxuriösen Lebensunterhalt mit dem Anbau und Handel von exquisitem Marihuana. Beide lieben die bildhübsche Ophelia (Blake Lively) und leben mit ihr in einer Villa am Strand. Irgendwann bekommen sie von dem mexikanischen Drogenkartell ein Angebot. Sie lehnen ab. Als Ophelia entführt wird, ist ihnen klar, dass das ein großer Fehler war…

B+ (Wertung von A bis F) „Savages“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Don Winslow.

Oliver Stone („Platoon“, „Wall Street“, „JFK“, „Natural Born Killers“, „U Turn“) kann sehr gute Filme inszenieren, aber er hat auch z. B. mit dem Schnulzen-Schmalz „World Trade Center“ und dem Filmdesaster „Alexander“ definitiv ein paar Aussetzer gehabt. „Savages“ zählt für mich nicht zu Oliver Stones besten Werken, aber sehenswert fand ich ihn in jedem Fall. Der Film ist ziemlich blutig und wahnsinnig brutal. Eine Szene war für mein Gemüt sogar etwas zu krass. „Savages“ hätte mich noch mehr begeistern können, so finde ich Blake Livelys Ophelia als Erzählerin völlig überflüssig. Die Geschichte erzählt sich selbst und ist auch nicht ihre Geschichte. Mit dem Ende hatte ich auch so meine Schwierigkeiten, aber gut, der Film ist besser als so vieles was ich sonst in letzter Zeit zu sehen bekam.

Benicio del Toro („Traffic“, „Snatch“, „21 Grams“, „Sin City“, Things We Lost in the Fire) ist schon seit langer Zeit einer meiner Lieblingsschauspieler, mit seiner Performance in „Savages“ hat er mir wieder gezeigt, warum das so ist. Er ist einfach dieser Bösewicht Lado. Da diese herausragende Performance auch mit seiner sprachlichen Finesse zusammenhängt, möchte ich dringend empfehlen, den Film im Original zu sehen. In meinen Augen wäre hier definitiv eine Oscar-Nominierung fällig. Seinetwegen habe ich mir „Savages“ eine Woche später erneut angeschaut.

John Travolta sieht zwar mittlerweile aus wie ein Comicfigur hat mich aber überraschenderweise später im Film auch schauspielerisch überzeugen können. Insbesondere die Szene mit Travolta und del Toro ist großartig. Außerdem hat mir Blake Lively sehr gut gefallen, hier ist sie außergewöhnlich sexy, perfekt für die Rolle. Salma Hayek spielt die Chefin des mexikanischen Drogenkartells und auch ihr habe zum grössten Teil die Rolle abgenommen.

Taylor Kitsch hat in den diesjährigen Megaflops „John Carter“ und „Battleship“ die Hauptrolle gespielt und gilt seitdem als Kassengift. Da „Savages“ nun auch alles andere als ein Kassenerfolg ist, brauche ich mich wahrscheinlich gar nicht weiter mit ihm auseinanderzusetzen. Positiv ist er mir jedenfalls nicht aufgefallen, seinen Filmpartner Aaron Johnson fand ich interessanter.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Odd Life of Timothy Green“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Drama/Fantasie-Film mit Jennifer Garner und Joel Edgerton. Wer denkt sich denn so einen Mist aus?
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „End of Watch“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Action/Drama mit Jake Gyllenhaal und Michael Pena
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

NYC – Film: "The Town"

Ich war am 23.09.10 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Town“ (dt. Kinostart war der 23.09.10) 123 min drama, thriller, adaptation
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Jon Hamm, Rebecca Hall, Jeremy Renner, Blake Lively, Chris Cooper, Pete Postlethwaite

Doug MacRay (Ben Affleck) wollte eigentlich immer professioneller Hockey Spieler werden, ist aber dann in die Fußstapfen seines Vaters (Chris Cooper) getreten und raubt Banken aus. Bei seinem nächsten Coup geht jedoch bei Doug und seinen Komplizen etwas schief und sie nehmen die Filialleiterin der Bank Claire (Rebecca Hall) als Geisel…

C+ (Wertung von A bis F) „The Town“ basiert auf dem Roman „Prince of Thieves“ von Chuck Hogan.

In einer Kritik habe ich einen Vergleich von Ben Afflecks Regiearbeit zu der von Clint Eastwood gelesen. Na da sollte man doch mal die Kirche im Dorf lassen. Auch wenn ich von Afflecks Regiedebüt (Gone Baby Gone), mit Ausnahme von einer, meines Erachtens sensationellen Szene, auch nicht so begeistert war, so mochte ich diesen wesentlich mehr als „The Town“. „The Town“ ist zum einen viel zu lang und zum anderen empfand ich die Liebesgeschichte als viel zu dominant. Die Beziehung von Ben Afflecks und Rebecca Halls Charakter ist von der ersten Begegnung bis zur „Spendenaktion“ komplett unglaubwürdig. Ben „doch, ich habe mehr als zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke“ Affleck wirkt mit seinem meist geöffneten Mund, seiner, für einen Mann und insbesondere für dieses Gesicht viel zu kleinen Nase und seinem stets schielenden Blick sowieso immer etwas dümmlich und hat überhaupt keinerlei Potential für die Rolle als sogenannter „Leading Man“. Der eitle Regisseur hat sich aber gleich mal auch die Hauptrolle gegeben, was ich als größten Fehler des Films sehe. In dem Roman hat sich Jon Hamms Charakter ebenfalls in die Filialleiterin verliebt. Das war Ben Affleck sehr wahrscheinlich eine zu große Konkurrenz. Während der Dreharbeiten hat Ben Affleck (wenn er nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt war) beobachten können was für eine Präsenz Jon Hamm hat, auch wenn ich ihn nach drei Staffeln MAD MEN doch wesentlich besser als Don Draper finde. Diese sexy Coolness kann Jon Hamm hier nicht übertragen, aber sein Part war auch nicht darauf ausgelegt. Schauspielerisch hat mir, wie erwartet, Jeremy Renner (The Hurt Locker) gut gefallen, aber auch Blake Lively, die hier tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit der jungen Ellen Barkin hat.

„The Town“ ist kein Oscar-Film und wird hoffentlich von der Academy auch nicht in den Adelsstand erhoben. (… es reicht mir schon, dass unverdienterweise Inception mit großer Wahrscheinlichkeit unter den besten zehn Filmen aus 2010 dabei sein wird) Wenn jedoch einer aus „The Town“ für seine schauspielerisch Leistung belohnt werden sollte, dann ist es Chris Cooper („American Beauty“, „Adaptation“, Breach). Mit einer einzigen Szene schafft es Chris Cooper zu zeigen wie man Authentizität in eine Rolle bringt. Was für ein unglaubliches Talent.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer (habe mich in die Vorstellung „reingeschlichen“ und nur noch zwei Trailer gesehen):

Trailer v. Film: „The Fighter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer „Irish“ Mickey Ward und seinem älteren Bruder. Mit Mark Wahlberg, Christian Bale (hoffentlich ist er mit dieser Rolle „zurück“, hat sich auf jeden Fall auf sein „The Machinist“-Gewicht runtergehungert) Melissa Leo, Amy Adams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fair Game“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Doug Limans neuer Film. Biopic mit Naomi Watts und meinem Lieblingsschauspieler Sean Penn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%, klar!

Philadelphia – Film: "New York, I Love You"

Ich war am 22.10.09 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„New York, I Love You“ (dt. Kinostart: 28.01.10) 112 min drama, romance
dir. Jiang Wen, Mira Nair, Albert Hughes, Shunji Iwai, Brett Ratner, Yvan Attal, Allen Hughes, Shekhar Kapur, Natalie Portman, Fatih Akin, Joshua Marston, Randall Balsmeyer cast: Bradley Cooper, Justin Bartha, Andy Garcia, Hayden Christensen, Rachel Bilson, Natalie Portman, Orlando Bloom, Christina Ricci, Ethan Hawke, Anton Yelchin, James Caan, Olivia Thirlby, Blake Lively, Julie Christie, John Hurt, Shia LaBeouf, Chris Cooper, Robin Wright Penn, Eva Amurri, Cloris Leachman

Bei dem Film „Paris, je t’aime“ aus dem Jahre 2006 wurden achtzehn Kurzgeschichten internationaler Regisseure zu einem Film vereint. Bei dem zweiten Projekt dieser Reihe, „New York, I Love You“, wird eine Sammlung von elf Kurzgeschichten bekannter Regisseure mit hochkarätiger Besetzung gezeigt. Als nächstes ist ein Film über (und in) Rio de Janeiro, Shanghai und Mumbai geplant.

A- (Wertung von A bis F) Der Filmtitel spricht mir schon aus tiefster Seele. Für mich ist dieses Kurzfilm-Projekt über New York also ein persönlicher Film, irgendwie… den ich nur sehr mögen oder halt hassen kann. Erfreulicherweise gefällt mir der Film, weil er nicht nur die offensichtliche Schönheit und Vielseitigkeit der Stadt zeigt, sondern auch etwas, das für mich genauso für die Metropole steht. Es sind diese vielen kurzen Momente und Gespräche mit wildfremden Menschen, die man immer wieder in dieser Stadt hat. Der eine oder andere Regisseur erzählt mit seiner kleinen Geschichte von diesen besonderen Begegnungen. Drei Geschichten haben mir bei „New York, I Love You“ am besten gefallen. Natürlich die, bei denen sich zwei Raucher (die wunderbare Robin Wright Penn und der faszinierende Chris Cooper) vor einem Restaurant in SoHo treffen, Regie führte Yvan Attal. Rührend fand ich die Story der alternden Opernsängerin (Julie Christie), die in ihrem Hotel in der Upper West Side mit dem russischen Pagen (Shia LaBeouf) ins Gespräch kommt. Gerne würde ich Shia LaBeouf öfter in einer solchen ungewöhnlichen Rolle sehen. Diese Kurzgeschichte wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Regisseur Anthony Minghella geschrieben (dem auch der komplette Film gewidmet wurde), Regie hat hier nach seinem Tod Shekhar Kapur übernommen. Schließlich fand ich aber auch die Geschichte des älteren Pärchens aus Brooklyn schön. Hier brillieren Cloris Leachman und Eli Wallach und Regie führte Joshua Marston.

Trailer zu sehen: