Chicago – Film: „Allied“

Ich war am 23.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Allied“ (dt. Filmtitel: „Allied – Vertraute Fremde“, dt. Kinostart: 22.12.16)  124 min  drama
dir. Robert Zemeckis cast: Brad Pitt, Marion Cotillard, Jared Harris, Lizzy Caplan, August Diehl, Matthew Goode

 

 

1942 in Casablanca. Max Vatan (Brad Pitt) ist ein kanadischer Geheimdienstoffizier. Er hat einen Under-Cover-Auftrag in Marokko, dazu soll er sich mit Marianne Beauséjour (Marion Cotillard), eine Kämpferin des französischen Widerstands, als Ehepaar ausgeben. Die Beiden erfüllen ihren Auftrag, aber verlieben sich auch ineinander. Schließlich gehen sie nach London, heiraten und bekommen eine Tochter. Er arbeitet für die britische Regierung, als er eines Tages erfährt, dass seine Frau als Doppelagentin für die Nazis spionieren soll…

 
C (Wertung von A bis F) „Allied“ ist der 18. Spielfilm des amerikanischen Filmemachers Robert Zemecki („Back to the Future“, „Forrest Gump“, Flight, The Walk.

Während des Films fällt einem wohl zwangsläufig irgendwann der Film „Mr. & Mrs. Smith“ ein. „Allied“ ist auch ein Agententhriller mit Brad Pitt, nur, dass dieser im Zweiten Weltkrieg spielt und der Film nur eine (große) Actionszene aufweisen kann. Die beiden Protagonisten sind als Liebespaar alles andere als glaubwürdig. Marion Cotillard macht ihre Sache gut, nur hätte sie einen anderen Schauspieler an ihrer Seite haben müssen. Die Chemie zwischen ihr und Brad Pitt stimmt einfach nicht.

Robert Zemeckis Inszenierung wirkt – wieder einmal – billig, viele Szenen, insbesondere die Außenaufnahmen sehen aus, als wären sie in einem Filmstudio entstanden. Das muss nicht sein und schon gar nicht, wenn man 85 Millionen Produktionsbudget zur Verfügung hat. Zusätzlich haben mich einige Szenen rausgebracht. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob die Engländer während des Zweiten Weltkrieges bereits eifrig recycelt haben, vom gesunden Menschenverstand würde ich aber denken, dass sie zu dem Zeitpunkt andere Sorgen hatten. Aber gut, wird wohl so sein, sonst hätte Zemecki hier nicht die auffälligen Recycling-Tonnen vor dem Haus von Brad Pitts und Marion Cotillards Charakteren in London platziert. Mich haben diese Tonnen jedenfalls jedes Mal aus dem Film gebracht. Genauso wie eine Szene noch relativ zu Anfang, als die beiden Protagonisten in einem Auto in der marokkanischen Wüste stehen und eine riesiger Sandsturm aufzieht. Versucht man in solcher Situation nicht sein Auto schnell aus der Gefahrenzone zu bringen? Zemecki fand aber, dass die Situation ideal ist, dass sich die beiden Protagonisten näher kommen. Wahrscheinlich mussten sie danach stundenlang in die nächste Stadt laufen – das zeigt der Film dann aber nicht. Mir ist außerdem aufgefallen, dass Marion Cotillards Charakter Gel-Fingernägel hat – im Zweiten Weltkrieg… auch wenn das nur eine Kleinigkeit ist, mich ärgert so eine Nachlässigkeit.

„Allied“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Marion Cotillard), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Allied“ ist am 23.11.16 in 3160 amerikanischen Kinos gestartet. Weite Teile des Films sind in französischer Sprache mit englischen Untertiteln. Der Film kommt am 22.12.16 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Cure for Wellness„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Wow – Gore Verbinskis neuer Film, Thriller mit Dane DeHaan
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Silence„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der Trailer des neuen Martin Scorsese Films wurde exklusiv das erste Mal vor „Allied“ gezeigt. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: muss ich wohl gucken

amerikanischer Aufsteller von "Allied"
amerikanischer Aufsteller von „Allied“

 

San Francisco – Film: "The Immigrant"

Ich war am 01.06.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Immigrant“ 117 min drama
dir. James Gray cast: Marion Cotillard, Joaquin Phoenix, Jeremy Renner, Angela Sarafyan

Im Januar des Jahres 1921. Nach dem Tod ihrer Eltern versuchen die polnischen Geschwister Ewa (Marion Cotillard) und Magda (Angela Sarafyan) in die U.S.A. einzuwandern. Auf Ellis Island wird die kranke Magda jedoch gleich aussortiert und kommt aufgrund ihre Lungenkrankheit für sechs Monate in Quarantäne. Ewa wird von den Einreisebehörden abgewiesen und ist bereits kurz darauf in der Schlange derjenigen, denen eine sofortige Ausreise droht. Bruno (Joaquin Phoenix) sorgt jedoch dafür, dass ihr dieses Schicksal erspart bleibt. Er lässt die schüchterne junge Frau bei sich wohnen. Bruno teilt ihr aber auch mit, dass sie für die Arztkosten ihrer Schwester aufkommen muss. Bald arbeitet Ewa für Bruno als Prostituierte. Als Brunos Cousin Orlando, ein Zauberkünster (Jeremy Renner), ins Spiel kommt, wird Ewas Leben noch komplizierter.

B- (Wertung von A bis F) „The Immigrant“ ist ein Film, der einige Längen hat und den ich bereits beim Verlassen des Kinos wieder vergessen habe. Die erzählte Geschichte ist im New York der 1920er Jahre angesiedelt ist. Wenn ich jetzt, ein paar Tage später, über den Film nachdenke, ist mir nur noch die für James Grays Filme so typische düstere Bildsprache wieder bewusst vor Augen, die authentische Ausstattung, die Kostüme und – wie sollte es anders sein – Marion Cotillard.

„The Immigrant“ ist erst James Grays fünfter Spielfilm und bereits die vierte Zusammenarbeit mit Joaquin Phoenix. Die Filme „The Yards“, „We Own the Night“ und „Two Lovers“ habe ich selbstverständlich alle gesehen und mochte sie auch, vielleicht mag ich seinen neuesten Film am wenigsten.

Die Geschichte hat man schon in anderen Varianten gesehen und die Charaktere fand ich relativ nichtssagend. Die Performances waren solide, aber auch nicht besonders erwähnenswert. Klar, Marion Cotillard ist traumschön und ich nehme ihr sowieso jede dramatische Filmfigur ab, also auch die junge gläubige Polin (sie spricht hier tatsächlich auch polnisch), die in den 1920er Jahren als Prostituierte arbeitet. Marion Cotillard ist mir, wie gesagt, auch noch am meisten in Erinnerung geblieben. Bei Joaquin Phoenix zeigt sich das in diesem Film etwas anders. Hier bleibt er tatsächlich unter seinem Möglichkeiten. Auffällig fand ich jedoch (und das betrifft sogar, wenn auch zu wesentlich geringeren Teilen, Marion Cotillard), dass – wenn Jeremy Renner ins Bild kommt, beide ihre schauspielerische Qualität erhöhen. Für mich hat sich das zumindest so angefühlt.

„The Immigrant“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2013 gezeigt.

Der Trailer, der im amerikanischen Kino gezeigt wurde:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Night Moves“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kelly Reichardts neuer Film mit Jesse Eisenberg, Dakota Fanning und Peter Sarsgaard
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „America“
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar
Kommentar: Als der Trailer lief, haben einige meiner Mitzuschauer (im demokratisch geprägten Kalifornien) lauthals gelacht. Ich war zu schockiert, um zu lachen. „America“ ist eine Doku. Ich wollte mir den Trailer Zuhause erneut anschauen und habe den, im Kino gezeigten, Trailer länger im Netz suchen müssen. Bei YouTube war er nicht zu finden, letztlich habe ich ihn bei The Hollywood Reporter gefunden, gepostet unter New Trailer for „America“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: natürlich nicht

Trailer v. Film: „Wish I Was Here“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie von und mit Zach Braff. Ich wünschte er würde nur Regie führen, sehen mag ich ihn nicht, dafür mag ich aber abgedrehte Filme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 %

Trailer v. Film: „The Rover“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David Michods neuer Film. Da „Animal Kingdom“ einer meiner Lieblingsfilme in dem Jahr war, ist auch dieser Film ein Muss. Mit Guy Pearce, Robert Pattinson und Scoot McNairy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Calvary“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Brendan Gleeson und Chris O´Down.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Begin Again“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Mark Ruffalo und Keira Knightley
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Yves Saint Laurent“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den berühmten Modedesigner
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Neuerdings zeigen sie (zumindest im AMC) nach dem jeweiligen Trailer, scheinbar das Datum, an dem der Film in die amerikanischen Kinos kommt. Finde ich gut.

VOD – Film: "Blood Ties"

Folgenden Film habe ich mir über iTunes (U.S.) als Leihvideo angeschaut:

„Blood Ties“ 128 min thriller, adaptation, remake
dir. Guillaume Canet cast: Clive Owen, Billy Crudup, Marion Cotillard, Mila Kunis, Zoe Saldana, James Caan, Noah Emmerich, Matthias Schoenaerts, Lili Taylor

Brooklyn, 1974. Frank (Bill Crudup) ist Polizist, sein Bruder Chris (Clive Owen) steht eher auf der anderen Seite des Gesetzes. Die beiden Brüder hatten nie ein sonderlich gutes Verhältnis miteinander. Gerade wurde Chris aus dem Gefängnis entlassen. Frank besorgt ihm einen richtigen Job und lässt ihn sogar bei sich wohnen. Es dauert nicht lange und Chris gerät erneut mit dem Gesetz in Konflikt.

C+ (Wertung von A bis F) „Blood Ties“ basiert auf dem französischen Roman „Les liens du sang“ von Bruno und Michel Pappet. Der französisch-amerikanische Film ist ein Remake eines französischen Thrillers „Rivals“ (im Original: „Les Liens du sang“) aus dem Jahr 2008. Bei der Neuverfilmung führt Guillaume Canet Regie, in dem französischen Film hat er seinerzeit die Hauptrolle gespielt.

Die Art von Filmen, bei denen der eine Bruder der Polizist ist und der andere der Kriminelle gab es gerade in den letzten Jahren zuhauf. Grundsätzlich mag ich diese Art von Filmen, weil sie beinahe zwangsläufig einen großen Drama-Anteil beinhalten. „Blood Ties“ ist aber nicht mehr als ein durchschnittlicher Film.

Auch wenn ich das New York der 1970er Jahre leider nicht kenne, wirkt es auf mich recht authentisch. Die Titelsequenz von „Blood Ties“ sieht aus wie die von einem Film der 1970er Jahren. Am Anfang wirkt die Filmmusik allerdings zu abgedroschen. Ich verstehe nicht, warum die Filmemacher in ihren Filmen immer dieselben populären Songs einspielen müssen. Ansonsten gab es ein paar gute Szenen und die letzten, vielleicht zwanzig Minuten fand ich noch mal richtig spannend. Vielleicht hätte mir der Film besser gefallen, wenn ich Clive Owens Charakter glaubwürdiger gefunden hätte.

Ich kann mich daran erinnern, dass ich Clive Owen („Closer“, „Inside Man“) mal ziemlich gut fand. Das liegt irgendwie gefühlte Ewigkeiten zurück. Überhaupt habe ich ihn lange nicht mehr gesehen und zuletzt hat er in schlechten Filmen („Derailed“, Duplicity, „The International“) auch schauspielerisch nicht überzeugen können. In „Blood Ties“ nehme ich ihm diesen Gangster leider einfach nicht ab.

Billy Crudup („Sleepers“, „Big Fish“, „Watchmen“, Public Enemies) hat mir hingegen sehr gut gefallen. Er spielt aber auch einen interessanteren, vielschichtigeren Charakter. Marion Cotillard und ihr großartiger Filmpartner aus „Rust and Bone“, der belgische Schauspieler Matthias Schoenaerts, waren hier zweifelsfrei auch eine Bereicherung für diesen Film. Dieser Film hat aber auch gezeigt, dass Mila Kunis wirklich keinerlei Talent besitzt. Ich fand sie noch dazu regelrecht störend.

„Blood Ties“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival im Jahr 2013 gezeigt. Der Film wird seit dem 21.03.14 in einigen amerikanischen Kinos gezeigt. Zeitgleich war er über Video on Demand erhältlich.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "Rust and Bone"

Ich war am 07.12.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Rust and Bone“ (dt. Titel: Der Geschmack von Rost und Knochen , Originaltitel: „De rouille et d´os“, dt. Kinostart: 10.01.13) 120 drama, adaptation
dir. Jacques Audiard cast: Marion Cotillard, Matthias Schoenaerts, Armand Verdure, Corinne Masiero

Ali (Matthias Schoenaerts) fährt mit seinem fünfjährigen Sohn Sam (Armand Verdure) zu seiner Schwester Anna (Corinne Masiero) nach Südfrankreich. Er findet einen Job als Türsteher in einem Club. An einem Abend lernt er die hübsche Orca-Trainerin Stephanie (Marion Cotillard) kennen. Kurze Zeit später wird Stephanie bei einer ihrer spektakulären Killerwal-Shows schwer verletzt, sie verliert beide Unterschenkel. Eines Tages meldet sie sich bei Ali…

B+ (Wertung von A bis F) Der französisch-belgische Film „Rust and Bone“ basiert auf der gleichnamigen Sammlung an Kurzgeschichten von Craig Davidson.

„Rust and Bone“ ist einer dieser Filme, über den ich zuvor gar nichts gelesen habe. Einzig Marion Cotillard hat mich in den Film gebracht.

Einen großen Teil des Films über habe ich mir (trotz Marion Cotillard) gedacht, dass „Rust and Bone“ wieder einer dieser französischen Klischee-Filme ist, die ich mir besser erspart hätte. Beide Charaktere für sich genommen habe ich verstanden, nur wollte mir partout nicht einleuchten, warum sie sich mit ihm und – noch mehr – er sich mit ihr trifft. Dann kam es zu einer Wendung und die Beziehung hat auf einmal an Glaubwürdigkeit gewonnen. Dann hat sich alles wie selbstverständlich entwickelt und ich fand den Film wunderbar.

Mein Mitgefühl für Menschen, die sich als Dompteure in irgendwelchen Raubtiershows und bei Extremsportarten schwer verletzen, hält sich in Grenzen. Im Film gibt es natürlich immer Ausnahmen, spontan fällt mir Mickey Rourke in The Wrestler  oder Tom Hardy in Warrior ein. Mein Verständnis für die Wal-Trainerin und den MMA-Sportler läuft in erster Linie über die beiden überragenden Hauptdarsteller Marion Cotillard („La Vie en Rose“, Inception, Midnight in Paris) und Matthias Schoenaerts.

Marion Cotillard ist zu Recht für eine Oscar-Nominierung im Gespräch. Alleine ihre Szene im Club ist eine sogenannte „Oscar-Szene“. Ich finde jedoch, dass man den belgischen Schauspieler Matthias Schoenaerts auch ins Gespräch bringen sollte.

„Rust and Bone“ wurde auf dem Cannes Film Festival erstmalig aufgeführt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Impossible“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Der sogenannte „Tsunami“-Film mit Naomi Watts und Ewan McGregor. Warum bloss wieder ein U2-Song?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bubba Ho-Tep“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Horrorfilm aus dem Jahr 2002, der in einem meiner Lieblingsprogrammkinos mal wieder gezeigt wird.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „John Dies at the End“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Horrorfilm mit Paul Giamatti
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Any Day Now“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Alan Cumming
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Girl“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Abbie Cornish
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

D.C. – Film: "The Dark Knight Rises – IMAX"

Ich war am 23.07.12 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Dark Knight Rises – IMAX“ (dt. Kinostart: 26.07.12) 164 min action, drama
dir. Christopher Nolan cast: Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman, Anne Hathaway, Tom Hardy, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt, Morgan Freeman, Liam Neeson, Ben Mendelsohn, Matthew Modine

Es sind acht Jahre vergangen, dass Harvey Dent (Aaron Eckhart) ermordet wurde. Batman (Christian Bale) hat den Tod des Staatsanwalts auf seine Kappe genommen und ist untergetaucht. Bruce Wayne ist in die Jahre gekommen, läuft an einem Krückstock und ist desillusioniert. Dann steht Bruce Wayne plötzlich vor der mysteriösen Selina Kyle (Anne Hathaway). Welchen hinterlistigen Plan verfolgt sie? Als der Terrorist Bane (Tom Hardy) dann aus dem Untergrund auftaucht und Gotham City zerstören will, muss Bruce Wayne handeln…

B+ (Wertung von A bis F) „The Dark Knight Rises“ ist nach „Batman Begins“ und The Dark Knight der letzte Teil von Christopher Nolans Batman-Trilogie. Ich finde, die Trilogie hat mit dem Ende des dritten Teils einen würdigen Abschluss gefunden.“The Dark Knight Rises“ ist zwar nicht so großartig wie „The Dark Knight“, mir hat er aber besser gefallen als „Batman Begins“.

Auch wenn es bei „The Dark Knight Rises“ ein paar Probleme mit der komplexen Handlung und dem Drehbuch gibt, so war ich bereit, darüber hinwegzusehen. Im letzten Teil von Nolans Batman-Saga war ich von der teils dramatischen Story bis zum Schluss gefesselt war. Außerdem gibt es einige atemberaubende Actionszenen. Das Ende des Films hätte für meinen Geschmack noch konsequenter sein dürfen, aber als Abschluss der Fledermaus-Trilogie bin ich letztlich doch zufrieden. Es ist eine runde Geschichte. Vielleicht ist „The Dark Knight Rises“ nicht unbedingt ein Film, der die nerds und fanboys richtig begeistern wird. Christopher Nolan schneidet auch mehr Themen (Gefahr, die durch die Finanzmärkte ausgeht, Occupy-Bewegung, Guantanamo Bay) an, für die sich (derzeit) wohl mehr reifere Menschen interessieren dürften. Schließlich ist es auch kein junger, agiler Superheld, sondern ein alternder, seelisch und körperlich schwächelnder Held. Insbesondere für die etwas älteren Fans ist auch das Besondere an Nolans Batman-Trilogie, dass man mit seinem Batman selbst auch gealtert ist.

Der geniale Bösewicht aus „The Dark Knight“ wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger verkörpert. Durch Heath Ledgers wirre Optik, seine Mimik, aber noch wesentlicher durch seine Stimme und Sprache hat er mit dem JOKER einen der charismatischsten Bösewichten der Filmgeschichte geschaffen. Tom Hardy ist nun der Schurke BANE in „The Dark Knight Rises“. Durch seine Maske wurde ihm komplett die Mimik genommen. Seine Stimme und Sprache waren (dank der Nachsynchronisierung in der IMAX-Fassung) zwar zu jeder Zeit zu verstehen, wirkten aber irgendwie merkwürdig und fremd. Tom Hardy (Bronson, „Inception“, Warrior) konnte hier einzig durch seine körperliche Präsenz, seine Maskierung und Kostümierung etwas Bedrohliches seinem Filmcharakter hinzufügen. Ich fand auch, dass der Ausdruck in seinen Augen und sein Blick irgendwie gleichbleibend wirkten. In erster Linie war das für mich pure Verschwendung eines so großartigen Talents wie Tom Hardy. Vielleicht zeigt es aber auch, wie einzigartig Heath Ledgers JOKER ist und wie wichtig sein Charakter für den Film „The Dark Knight“ ist.

Bei Marion Cotillard („La Vie en Rose“, Public Enemies, „Inception“) dachte ich zunächst auch: Was für eine Talentverschwendung, auch wenn ich sie immer wahnsinnig gerne sehe. Später hat sie dann aber doch noch eine ziemlich gute Szene.

Am meisten hat mich Joseph Gordon-Levitt ((500) Days of Summer, „Inception“, 50/50) hier überzeugen können. Er wirkt mittlerweile viel reifer. Als Schauspieler war ich immer schon von ihm angetan, hier hat er aber gezeigt, dass er auch als Schauspieler noch reifen kann.

Warum hat eigentlich Anne Hathaway nicht eine Maske getragen, die ihr komplettes Gesicht verdeckt? Gut, mit ihr werde ich wohl nie warm. Sie macht hier zugegebenermassen einen guten Job, aber soo gut ist nun wieder auch nicht. Was ihre Maskierung angeht, fand ich ihre Brille besonders originell. Wenn sie die Brille in die Haare schiebt, kamen kleine Katzenohren zum Vorschein.

Für mich ist Bruce Wayne/Batman, der interessanteste Superheld von allen. Keine Figur aus der Meute der Avengers ist so cool wie Batman (oder wie er im Original genannt wird THE BATMAN). Insbesondere Christian Bale als Batman ist idealbesetzt. Auch wenn ich immer noch Schwierigkeiten mit Bales aufgesetzt-düsterer Stimme habe, wenn er die Batman-Maskierung trägt. Dies ergibt insbesondere keinen Sinn, wenn ihm Jemand gegenübersteht, der/die sowieso weiß, wer er ist.

Den Score fand ich gut eingesetzt, gelungen war aber Nolans Entscheidung, insbesondere zu Beginn einer sehr eindrucksvollen Szene (Stadium), dass er auf einen Score komplett verzichtet hat.

„The Dark Knight Rises“ ist visuell beeindruckend, man sollte ihn unbedingt auf einer riesengroßen Leinwand mit dem bestmöglichen Soundsystem sehen. Bei „The Dark Knight“ wurde schon dringend empfohlen, ihn in der IMAX-Fassung zu sehen. Da waren es ungefähr 30 Minuten, die Christopher Nolan in IMAX gedreht hat. Bei „The Dark Knight Rises“ zahlt es sich noch mehr aus, ihn im IMAX-Format zu gucken, wurden hier über 70 Minuten mit den teuren IMAX-Kameras gedreht.

Hätte „The Dark Knight Rises“ Chancen, für wichtige Oscars nominiert zu werden? Um das zu beurteilen müsste man meines Erachtens unterscheiden, ob man ihn als eigenständigen Film oder als Part der nun zu Ende gegangenen Trilogie betrachtet. Als Würdigung des Gesamten sehe ich ich eine Nominierung für „The Dark Knight Rises“ als möglich. Es hängt immer noch in der Luft, dass die Academy wegen der Nicht-Nominierung von „The Dark Knight“ etwas gutmachen muss. Die Academy wurde seinerzeit deshalb ordentlich kritisiert und hat anschließend, für das nächste Jahr, die Zahl der zu nominierenden Filme von 5 auf 10 raufgesetzt. Christopher Nolan („Memento“, „The Prestige“, Inception) hat auch bislang keine Nominierung als Bester Regisseur erhalten, was bei vielen in der Branche ebenfalls auf Unverständnis stösst. Schauspielerisch würde ich bei „The Dark Knight Rises“ Christian Bale, Joseph Gordon-Levitt und Michael Caine hervorheben. Ich wäre aber auch nicht am Boden zerstört, wenn es zu keiner wichtigen Oscar-Nominierung kommt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: neuester James Bond von Sam Mendes. Daniel Craig als 007 und was im Trailer nicht zu sehen war, Javier Bardem als Bösewicht. Das erhöht die Chancen, dass ich ihn mir doch angucke.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Trailer wirkt billig, wie eine Farrelly Bros-Produktion, nur nicht lustig. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde nur das neue, 48fps-Format interessieren.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal schauen

Teaser v. Film: „Man of Steel“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: Zack Snyders neuer Superman-Film. War das nötig? Henry Cavill als Superman. Im Teaser nicht zu sehen, es spielen aber auch Amy Adams, Michael Shannon, Russell Crowe, Kevin Costner mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "Contagion"

Ich war am 20.09.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Contagion“ (dt. Kinostart: 20.10.11) 105 min thriller
dir. Steven Soderbergh cast: Matt Damon, Marion Cotillard, Jude Law, Kate Winslet, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburne, John Hawkes, Bryan Cranston, Armin Rohde

Beth (Gwyneth Paltrow) war auf einer Geschäftsreise in Hong Kong. Als sie in die U.S.A. zu ihrem Ehemann Mitch (Matt Damon) und ihrem Sohn zurückkehrt, erleidet sie zwei Tage später einen Zusammenbruch und stirbt. Es stellt sich heraus, dass sie an einem mysteriösen Virus verstorben ist. Dieser leicht übertragbare Virus breitet sich weltweit in Windeseile aus und tötet unzählige Menschen. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde mit Dr. Ellis Carver (Laurence Fishburne) und Dr. Erin Mears (Kate Winslet) wird beauftragt, alles über diesen Virus herauszufinden. Es scheint aber schon zu spät, eine Pandemie ist längst ausgebrochen…

B (Wertung von A bis F) Das ist ein Katastrophenfilm ganz nach meinem Geschmack. Wenn ich mir ein Horrorszenario vorstellen kann und bereit bin, minimal panisch zu werden, dann bei Viren. Es gibt gute und schlechte Drehbuchautoren und Regisseure. „Contagion“ ist dankenswerterweise bei den guten gelandet. Sie vermitteln mir hier plausibel, welchen Verlauf eine Pandemie nimmt, auf was man sich so alles einstellen muss und wie die Gesellschaft dabei ist, auseinanderzubrechen. Ich habe erfahren, dass man sich 2000 bis 3000 Mal pro Tag in Gesicht fasst und zwischendurch was weiss ich was alles. (Natürlich habe ich in Bars auch vorher nicht in die bereitgestellten Nuss-Schälchen gelangt.) Steven Soderbergh zeigt in seinem Film ganz eindrucksvoll den Weg, den sich ein tödlicher Virus sucht.

Der Film hat ein unglaubliches Staraufgebot, aber Steven Soderbergh bleibt den Charakteren treu, nicht den Stars. Am besten hat mir Kate Winslet gefallen. Sie ist aber auch eine so gute Schauspielerin. Etwas überrascht war ich, Armin Rohde zu sehen. Seine Rolle ist auch gar nicht so klein.

Auf die Szene mit dem U2 Song hätte ich gerne verzichtet. Man bekommt hier aber ansonsten einen auffallend guten Score zu hören.

Eine Figur hätte man sich meines Erachtens sparen können Alan Krumwiede ist Blogger und eine armselige Gestalt. Jude Laws Charakter wirkt so lächerlich wie seine scheinbar selbst geschneiderte Schutzuniform. (Als er damit das erste Mal auftrat brach schallendes Gelaechter im Kino aus). Er nimmt sich bei allem was er macht so wichtig und ernst. Wie sagt der eine so schön zu ihm: „Blogging is not writing, it´s graffiti with punctuation.“ Im Nachhinein habe ich mir aber gedacht, dass seine Figur vielleicht doch nicht so überflüssig ist. Durch Jude Laws Figur wird gezeigt, dass sich manche Menschen sogar in Katastrophenzeiten nicht scheuen, Dinge zu tun und über das Internet zu verbreiten nur um (endlich mal) wahrgenommen zu werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Thing“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Mal ein Horrorfilm, den ich vom Original her kenne und liebe. Trailer sah für mich nach Remake aus, ist aber ein Prequel mit Joel Edgerton
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „50/50“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Anna Kendrick – Oscar-Potenzial
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Very Harold & Kumar Christmas“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Für mich war es überraschend, Kal Penn aktuell als Schauspieler auf der Leinwand zu sehen. Ist er doch Mitarbeiter der Obama Administration. Habe jetzt aber gelesen, dass er sich eine kurze Auszeit für seine Schauspielerei genommen hat. Komisch.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „John Carter“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Abenteuer-Film mit Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Machine Gun Preacher“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: Biopic über Sam Childers mit Gerard Butler
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: "Midnight in Paris"

Ich war am 21.07.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Midnight in Paris“ (dt. Kinostart: 18.08.11) 94 min comedy
dir. Woody Allen cast: Owen Wilson, Rachel McAdams, Marion Cotillard, Michael Sheen, Kathy Bates, Adrien Brody, Carla Bruni, Alison Pill, Tom Hiddleston, Corey Stoll

Gil (Owen Wilson) ist ein erfolgreicher Drehbuchautor in Hollywood und gerade dabei, seinen ersten Roman fertigzustellen. Jetzt reist mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) und ihren Eltern John (Kurt Fuller) und Helen (Mimi Kennedy) nach Paris. Während Inez viel rumnölt, ist Gil völlig von der Stadt fasziniert und träumt davon, in Paris zu leben. Eines Nachts spaziert Gil alleine durch die Stadt und verläuft sich. Um Mitternacht hält eine alte Limousine, die ihn in direkt in das Paris der 1920er Jahre bringt. Er trifft auf Zelda (Alison Pill) und F. Scott Fitzgerald (Tom Hiddleston), Ernest Hemingway (Corey Stoll) und viele Künstler der damaligen Zeit und schließlich lernt er auch noch die junge Französisin Adriana (Marion Cotillard) kennen…

B (Wertung von A bis F) Ich bin nun so gar kein Freund der französischen Hauptstadt. Wenn es jedoch Woody Allens Paris gäbe, würde ich umgehend mit den Reisevorbereitungen beginnen. „Midnight in Paris“ ist ein eindrucksvolle Liebenserklärung an Paris. Auch sonst handelt der Film von Fantasien. Wie schön wäre es, mal in die Vergangenheit versetzt zu werden und mit der Künstlerszene jener Zeit einen Abend zu verbringen. Bei Gils Begegnung mit dem jungen Salvador Dalí (großartig: Adrien Brody) wäre ich beinahe vor Lachen aus dem Kinosessel gerutscht. Auch gefällt mir, dass der frankophobe und zynische Amerikaner an sich (wunderbar böse: Kurt Fuller und Mimi Kennedy als Gils zukünftige Schwiegereltern bzw. Michael Sheen als Freund von Inez) im Film seinen Platz findet. Das Drehbuch und die charmante Umsetzung ist wirklich gelungen, auch wenn sich die Story nachher etwas zieht und ich nicht wirklich mit dem Schluß zufrieden war.

Als ich das erste Mal davon hörte, dass Owen Wilson („Zoolander“, „The Royal Tenenbaums“, „Starsky & Hutch“, The Darjeeling Limited) die Hauptrolle in dem neuen Woody Allen Film spielt, war ich irritiert. Owen Wilson verkörpert quasi Woody Allen. Es hat mich schon erstaunt, wie überzeugend er den Gil gibt. Bei Marion Cotillard ist es für mich immer schwer – wenn sie auf der Leinwand erscheint – mich noch auf andere Schauspieler zu konzentrieren. Sie ist einfach von einer so außergewöhnlichen Schönheit und dann noch so talentiert. Auch gibt Michael Sheen (Frost/Nixon, TRON: Legacy), wieder einmal, eine sehr sehenswerte Performance. Frankreichs Präsidentengattin Carla Bruni sollte sich vielleicht zukünftig eher auf ihre Musik konzentrieren. Ich fand sie hier nicht nur überflüssig, sondern auch so schlecht, dass sie mich bei jedem ihrer Auftritte aus dem Film geworfen hat .

Den Film „Midnight in Paris“ sollte man unbedingt im Original sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Martha, Marcy May Marlene“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit John Hawkes. Vor „Winter´s Bone“ ist er mir (was ich heute gar nicht glauben mag) nie aufgefallen und jetzt kann ich ihn gar nicht oft genug sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Chasing Madoff“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über den Madoff-Skandal
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Bellflower“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Indie-Action/Drama mit eindrucksvollen Bildern
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Guard“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: irische Komödie mit Brendan Gleeson und dem wunderbaren Don Cheadle.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Debt“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller/Actionfilm mit Tom Wilkinson, Hellen Mirren und Sam Worthington
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%