Chicago – Film: „Allied“

Ich war am 23.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Allied“ (dt. Filmtitel: „Allied – Vertraute Fremde“, dt. Kinostart: 22.12.16)  124 min  drama
dir. Robert Zemeckis cast: Brad Pitt, Marion Cotillard, Jared Harris, Lizzy Caplan, August Diehl, Matthew Goode

 

 

1942 in Casablanca. Max Vatan (Brad Pitt) ist ein kanadischer Geheimdienstoffizier. Er hat einen Under-Cover-Auftrag in Marokko, dazu soll er sich mit Marianne Beauséjour (Marion Cotillard), eine Kämpferin des französischen Widerstands, als Ehepaar ausgeben. Die Beiden erfüllen ihren Auftrag, aber verlieben sich auch ineinander. Schließlich gehen sie nach London, heiraten und bekommen eine Tochter. Er arbeitet für die britische Regierung, als er eines Tages erfährt, dass seine Frau als Doppelagentin für die Nazis spionieren soll…

 
C (Wertung von A bis F) „Allied“ ist der 18. Spielfilm des amerikanischen Filmemachers Robert Zemecki („Back to the Future“, „Forrest Gump“, Flight, The Walk.

Während des Films fällt einem wohl zwangsläufig irgendwann der Film „Mr. & Mrs. Smith“ ein. „Allied“ ist auch ein Agententhriller mit Brad Pitt, nur, dass dieser im Zweiten Weltkrieg spielt und der Film nur eine (große) Actionszene aufweisen kann. Die beiden Protagonisten sind als Liebespaar alles andere als glaubwürdig. Marion Cotillard macht ihre Sache gut, nur hätte sie einen anderen Schauspieler an ihrer Seite haben müssen. Die Chemie zwischen ihr und Brad Pitt stimmt einfach nicht.

Robert Zemeckis Inszenierung wirkt – wieder einmal – billig, viele Szenen, insbesondere die Außenaufnahmen sehen aus, als wären sie in einem Filmstudio entstanden. Das muss nicht sein und schon gar nicht, wenn man 85 Millionen Produktionsbudget zur Verfügung hat. Zusätzlich haben mich einige Szenen rausgebracht. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob die Engländer während des Zweiten Weltkrieges bereits eifrig recycelt haben, vom gesunden Menschenverstand würde ich aber denken, dass sie zu dem Zeitpunkt andere Sorgen hatten. Aber gut, wird wohl so sein, sonst hätte Zemecki hier nicht die auffälligen Recycling-Tonnen vor dem Haus von Brad Pitts und Marion Cotillards Charakteren in London platziert. Mich haben diese Tonnen jedenfalls jedes Mal aus dem Film gebracht. Genauso wie eine Szene noch relativ zu Anfang, als die beiden Protagonisten in einem Auto in der marokkanischen Wüste stehen und eine riesiger Sandsturm aufzieht. Versucht man in solcher Situation nicht sein Auto schnell aus der Gefahrenzone zu bringen? Zemecki fand aber, dass die Situation ideal ist, dass sich die beiden Protagonisten näher kommen. Wahrscheinlich mussten sie danach stundenlang in die nächste Stadt laufen – das zeigt der Film dann aber nicht. Mir ist außerdem aufgefallen, dass Marion Cotillards Charakter Gel-Fingernägel hat – im Zweiten Weltkrieg… auch wenn das nur eine Kleinigkeit ist, mich ärgert so eine Nachlässigkeit.

„Allied“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Beste Hauptdarstellerin (Marion Cotillard), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Allied“ ist am 23.11.16 in 3160 amerikanischen Kinos gestartet. Weite Teile des Films sind in französischer Sprache mit englischen Untertiteln. Der Film kommt am 22.12.16 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Cure for Wellness„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Wow – Gore Verbinskis neuer Film, Thriller mit Dane DeHaan
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Silence„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der Trailer des neuen Martin Scorsese Films wurde exklusiv das erste Mal vor „Allied“ gezeigt. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: muss ich wohl gucken

amerikanischer Aufsteller von "Allied"
amerikanischer Aufsteller von „Allied“

 

Berlin – Film: "The Imitation Game"

Ich war am 25.11.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Imitation Game“ (dt. Titel: „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“, dt. Kinostart: 22.01.15) 113 min drama, biopic, adaptation
dir. Morten Tyldum cast: Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, Matthew Goode, Mark Strong, Charles Dance,

London im Jahr 1939. Der 27-jährige Alan Turing (Benedict Cumberbatch) ist ein brillanter Mathematiker und wird von dem britischen MI6 für ein Geheimprojekt engagiert. Er soll mit anderen Code-Spezialisten, unter der Leitung von Hugh Alexander (Matthew Goode), den als unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der Nazis knacken.

B+ (Wertung von A bis F) „The Imitation Game“ basiert auf dem Leben des legendären Mathematikgenies Alan Turing. Graham Moore schrieb das Drehbuch auf der Grundlage von Andrew Hodges´ Biografie „Alan Turing – Enigma“. Sein Drehbuch stand im Jahr 2011 auf Platz 1 von Hollywoods The Black List, der Liste der besten unverfilmten Drehbücher. „The Imitation Game“ ist das englischsprachige Regiedebüt von dem norwegischen Filmemacher Morten Tyldum („Headhunters“)

In der Oscar-Saison 2014/2015 sind „The Imitation Game“ und The Theory of Everything die beiden britischen Biopics, bei denen eigentlich klar ist, dass sie in einigen Kategorien unter den Oscar-Nominierten sein werden. Bei „Theory of Everything“ war ich mehr begeistert von den Szenenbildern, bei „The Imitation Game“ fand ich die Geschichte faszinierender und die Persönlichkeit sympathischer.

„The Imitation Game“ erzählt Teile der weitgehend unbekannten Lebensgeschichte eines Genies. Alan Turing fand ich von Anfang an fesselnd. Auch ist der Film sehr humorvoll, was vorwiegend von Alan Turings Persönlichkeit ausgeht. Am Ende des Films war ich froh, dass ich etwas aus seinem Leben erfahren habe.

Ich bin kein Fan von Benedict Cumberbatch (also keine der, wie es in den U.S.A. so schön heißt, Cumberbitches ), ich finde er sieht einfach seltsam aus. Und ich gebe zu, dass – als ich ihn das erste Mal im Fernsehen gesehen habe – ich mich regelrecht erschrocken habe. Wissentlich habe ich ihn jetzt in fünf Filmen (Tinker Tailor Soldier Spy, War Horse, The Fifth Estate, 12 Years a Slave und August: Osage County) gesehen, wirklich gut besetzt fand ich ihn in keinem Film. Das ändert sich mit „The Imitation Game“. Hier ist er idealbesetzt. Alan Turing war ein eigenwilliger, eigenbrötlerischer, sehr schüchterner, mit einem blitzschnellen Verstand gesegneter Visionär. Benedict Cumberbatch spielt ihn so, dass man diesen Außenseiter bezaubernd und liebenswert findet. Benedict Cumberbatch gibt für mich hier definitiv eine Oscar-Performance.

Mir haben aber auch Matthew Goode und Keira Knightley sehr gut gefalllen.

„The Imitation Game“ wurde in den U.S.A. dafür kritisiert, dass Alan Turings Charaker nicht in intimen Szenen mit anderen Männern gezeigt wurde. Seine Homosexualität spielt gegen Ende seines Lebens auch eine tragische Rolle, aber ich fand es für die Erzählung dieser Geschichte nicht nötig, entsprechende Szenen konkret zu zeigen.

„The Imitation Game“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller (Charles Dance, Matthew Goode), Beste Nebendarstellerin (Keira Knightley) Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik. Momentan hat „The Imitation Game“ wohl die größten Chancen auf einen Oscar-Gewinn in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch. Update: „The Imitation Game“ wurde auf der 87. Oscar-Verleihung am 22.2.15 mit einem Oscar (Bestes adaptiertes Drehbuch) ausgezeichnet.

„The Imitation Game“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2014 gezeigt. Kurz darauf hat der Film auf dem Toronto International Film Festival 2014 den Publikumspreis gewonnen.

„The Imitation Game“ ist am 28.11.14 in vier Kinos in den U.S.A. gestartet. An dem darauffolgenden Freitag lief er bereits in 8 Kinos in den gesamten U.S.A. Mittlerweile wird der Film in 754 amerikanischen Kinos gezeigt. Im Vergleich dazu läuft ein Blockbuster in rund 3200 Kinosälen. Ich finde es für die Art von Filmen aber eine gute Strategie, den Film „klein“ herauszubringen und dann aufzustocken. das hat sich bereits dieses Jahr bei Birdman, Foxcatcher und Wild bewährt. Ich habe „The Imitation Game“ am 25.11.14 in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Offizieller Trailer zu sehen:

Deutscher Trailer zu sehen:

Benedict Cumberbatch kann ziemlich gut andere Schauspieler imitieren (und mal wieder ein Beweis, dass man Filme ausschließlich in der OV sehen sollte):

Chicago – Film: "Stoker"

Ich war am 15.03.13 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Stoker“ (dt. Kinostart: 09.05.13) 98 min drama, thriller
dir. Park Chan-wook cast: Mia Wasikowska, Nicole Kidman, Matthew Goode, Jacki Weaver, Dermot Mulroney

Ihr geliebter Vater kommt an India Stokers (Mia Wasikowska) 18. Geburtstag ums Leben. Bei der Trauerfeier lernt sie ihren Onkel Charlie (Matthew Goode) kennen. Bislang wusste sie nicht einmal, dass sie einen Onkel hat. Charlie lässt sie wissen, dass er für einige Zeit bei ihr und ihrer psychisch labilen Mutter Evelyn (Nicole Kidman) wohnen wird. India hat keinen Draht zu ihrer Mutter und fühlt sich auch gleich zu dem neuen Familienmitglied hingezogen. Nur irgendetwas verbirgt doch dieser Charlie…

B (Wertung von A bis F) „Stoker“ ist das Drehbuchdebüt des Schauspielers Wentworth Miller („Prison Break“) und das englischsprachige Spielfilmdebüt des südkoreanischen Filmemachers Park Chan-wook (Oldboy)“. Wentworth Miller hat angegeben, dass ihn Alfred Hitchcocks Film „Shadow of a Doubt“ aus dem Jahr 1943 inspiriert hat.

Ins Kino reingegangen bin ich mit der Erwartung einen Thriller zu sehen, rausgekommen bin ich mit dem Eindruck, dass „Stoker“ vielleicht zu 20% ein Thriller, aber zu gleichen Teilen ein spannendes Drama bzw. ein Arthouse-Film ist.

Man muss sich auf diesen Film einlassen wollen. Der Film hat eine langsame Erzählweise. Für mich haben die Charaktere India, Charlie und auch Evelyn aber von Anfang an etwas Faszinierendes. Schade, dass man so wenig Hintergrund über sie erfährt. Ich hätte beispielsweise gerne etwas mehr über Nicole Kidmans und auch Matthew Goodes Charakter in Erfahrung gebracht und was es mit der Beziehung von India und ihrer Mutter auf sich hat. Man erfährt, dass Indias geliebter Vater sie vorbereitet hat gegen das Böse zu kämpfen (was genau hatte der Vater gemeint/geahnt?). „Stoker“ lässt, wenn man sich auf diesen subtilen Film einlässt, Raum für Interpretationen.

Noch bevor ich jedoch von den Charakteren in den Bann gezogen wurde, war ich – wieder einmal – von Park Chan-Wooks ästhetischen Stil beeindruckt. Zusammen mit seinem Kameramann und südkoreanischen Landsmann Chung-hoon Chung haben sie eine wunderbare Bildsprache mit so vielen surrealen Deatails kreiert. Etwas abgelenkt haben mich hier nur die außergewöhnlichen Kostüme und Accessoires und die eindrucksvolle Ausstattung. Da ich nicht wusste, wann der Film spielt, wollte ich die erzählte Geschichte einem Jahrzehnt zuordnen. Es hätten die 1950er oder 1960er Jahre sein können. Das hat mich tatsächlich eine Weile beschäftigt, eigentlich bis es klar war, wann der Film spielt.

Von Matthew Goode (A Single Man, „Match Point“) war ich von Anfang an hingerissen. Er hat in „Stoker“ eine unglaublich intensive Ausstrahlung. Er ist so charmant, elegant, feingeistig und mysteriös, wie man es nur selten so gut im Film geboten bekommt.

Mia Wasikowska (The Kids Are All RightAlice in Wonderland, Jane Eyre) zeigt einmal mehr wie unglaublich wandelbar sie ist. Sie und Matthew Goode spielen die beiden interessantesten Charaktere.

„Stoker“ wurde auf dem Sundance Film Festival 2013 erstmalig gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Temptation: Confessions of a Marriage Counselor“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Bei dem Trailer dachte ich, den habe ich doch mindestens schon 10x gesehen. Gelistet hatte ich ihn aber nicht, ist halt wieder ein typischer Tyler Perry-Film, den kein Mensch braucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Sapphires“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: australisches Musical-Biopic mit Chris O´Dowd. Lief auf dem Cannes FF 2012.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The Place Beyond the Pines“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Film mit Ryan Gosling. Ist in meiner Must-See-Liste für 2013
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Evil Dead“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Horrorfilms.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht

Trailer v. Film: „Trance“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Danny Boyles neuer Film mit Vincent Cassel und James McAvoy
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The East“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Brit Marling, Alexander Skarsgard, Ellen Page und Patricia Clarkson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Film: "Leap Year"

Aus unserem aktuellen Bordprogramm habe ich mir angeschaut:

„Leap Year“ (dt. Titel: „Verlobung auf Umwegen, dt. Kinostart: 09.09.10 ) 101 min comedy, romance
dir. Anand Tucker cast: Amy Adams, John Lithgow, Matthew Goode, Adam Scott, Noel O`Donovan

Da ihr Freund Jeremy (Adam Scott) nicht aus dem Knick kommt und ihr endlich den lang ersehnten Heiratsantrag macht, reist ihm Anna (Amy Adams) nach Dublin nach. Dort will sie ihm – entsprechend einer alten irischen Tradition – einen Antrag am 29.02. machen. Ihr Flugzeug landet jedoch aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse in Wales. Auch mit einem Boot kommt sie nicht weiter als zu einer kleiner irischen Halbinsel. Um ihrem Freund rechtzeitig am Schalttag einen Antrag machen zu können, überzeugt sie den störrischen Kneipenbesitzer Declan (Matthew Goode), sie mit dem Auto nach Dublin zu bringen. Die beiden mögen sich überhaupt nicht oder doch?

D (Wertung von A bis F) Vor ziemlich genau einem Jahr musste ich mir die romantische Komödie New in Town anschauen. In „Leap Year“ stöckelt nun eine andere naiv/trottelig/verklemmte Großstädterin auf ihren 600 $ Pumps durchs Land, zieht ihren Louis-Vuitton-Koffer hinter sich her und verliebt sich schließlich (auch hier: was für eine Überraschung) in den Mann, den sie zunächst unerträglich findet. Wie oft muss ich eine solche Geschichte eigentlich noch verfilmt sehen? Das einzige was ich dem Film zugute halten möchte, ist die Hauptdarstellerin. Amy Adams („Catch Me If You Can“, „Enchanted“, Julie & Julia) ist einfach wesentlich hübscher und sympathischer als Renee Zellwegger. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass man solche Filme nicht im Kino sehen muss, auch nicht auf DVD, eigentlich nur wenn wirklich nichts anderes im Fernsehen läuft und man unbedingt bewegte Bilder braucht oder man – wie ich – alle anderen Filme des Bordprogramms bereits kennt oder nicht sehen will…

Trailer zu sehen:

Seattle – Film: "A Single Man"

Ich war am 07.01.10 in Seattle und habe mir im Kino angeschaut:

„A Single Man“ (dt. Kinostart: 08.04.10) 99 min drama, adaptation
dir. Tom Ford cast: Colin Firth, Julianne Moore, Matthew Goode, Ginnifer Goodwin, Lee Pace, Nicholas Hoult

1962 in Los Angeles. Der britische College-Professor George Falconer (Colin Firth) hat vor sieben Monaten seinen langjährigen Lebensgefährten Jim (Matthew Goode) bei einem Autounfall verloren. Er kommt nicht über diesen schweren Schicksalschlag hinweg und möchte seinem Leben ein Ende setzen…

A- (Wertung von A bis F) „A Single Man“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Christopher Isherwood.

„A Single Man“ ist einer meiner TOP TEN Filme aus dem Jahr 2009, um ehrlich zu sein, stand der Film schon gedanklich auf meiner Liste, als ich davon erfahren habe, dass der Modeschöpfer Tom Ford sein Regiedebüt gibt. Als dann der erste Trailer veröffentlicht wurde, war ich nicht enttäuscht und schließlich hat der fertige Film meine Erwartungen erfüllt.

Nun habe ich ein Faible für die 1960er Jahre und kann mich dann schon mal an der Garderobe, den aufwendigen Stylings, den Accessoires, den Inneneinrichtungen, der Architektur und den Autos satt sehen. Es sind aber in „A Single Man“ nicht nur die ästhetischen Bilder, die Tom Ford mit seinem künstlerischen Auge so detailgenau präsentiert, es ist auch die Geschichte über Liebe, Trauer und Aussichtslosigkeit, die mich mitgenommen hat.

Mir ist nicht bekannt, wie Tom Ford auf die Idee kam, Colin Firth („Bridget Jones´s Diary“, „Love Actually“, „Girl With a Pearl Earring“, „Mamma Mia!“) ) für die Rolle des George zu besetzen. Mir wären bei der genauen Rollenbeschreibung zunächst sicherlich andere Schauspieler eingefallen. Im nachhinein kann ich mir jedoch keinen geeigneteren Schauspieler für diese Rolle vorstellen. Ich bin froh, dass er die Gelegenheit bekommen hat, einmal einen so ganz anderen Charakter zu verkörpern. Colin Firth transportiert die Gefühlslage seiner Filmfigur zu hundert Prozent, er ist für mich hier unersetzbar und gibt damit eine klare Oscar-Performance.

Auch Julianne Moore („Boogie Nights“, „Magnolia“, „Far From Heaven“ ) überzeugt hier. Eigentlich hat sie auch noch nie enttäuscht, es waren in letzter Zeit nur einige ihrer Filme, zu denen ich keinen Zugang fand. Nicholas Hoult, der 12-jährige Junge aus „About a Boy“, ist mittlerweile so erwachsen geworden. Ich habe ihn nicht erkannt, jedoch hat seine intensive Performance in „A Single Man“ bei mir auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The White Ribbon
Bewertung des Trailers:C+
Kommentar: Michael Hanekes Film, der vor wenigen Tagen mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: ca. 2x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer von Film:“The Last Station“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Der sogenannter Award-Film „Ein russischer Sommer“ mit Helen Mirren, Christopher Plummer und James McAvoy
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80 %

Trailer von Film:“A Prophet“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: französsiches Mafiadrama, das in Cannes mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde, für viele andere wichtige Filmpreise nominiert und auch teilweise ausgezeichnet wurde und bei der Oscar-Verleihung gegen Michael Hanekes „The White Ribbon“ („Das weiße Band“) antritt.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer von Film:“Crazy Heart“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jeff Bridges wurde gerade für seine Rolle in diesem Film mit einem Golden Globe ausgezeichnet
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer von Film:“North Face“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: deutscher Bergsteiger-Film „Nordwand“
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %