Montréal – Film: "X-Men: Days of Future Past"

Ich war am 03.07.14 in Montréal und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„X-Men: Days of Future Past“ (dt. Titel: „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“, dt. Kinostart war der 22.05.14) 131 min fantasy, action, sequel, adaptation
dir. Bryan Singer cast: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Halle Berry, Anna Paquin, Ellen Page, Peter Dinklage, Ian McKellen, Patrick Stewart

Im Jahr 2023. Die Sentinels haben die Macht übernommen. Die Mutanten stehen im Krieg mit diesen Robotern. Unzählige Todesfälle auf Seiten der Mutanten sind bereits zu beklagen. Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) beschließen, Wolverine (Hugh Hackmann) fünfzig Jahre zurück in die Vergangenheit zu schicken, damit er dafür sorgt, dass die Sentinels nie kreiert werden. Ursprünglich hat Trask (Peter Dinklage) die Sentinels geplant, um seine Feinde, die Mutanten, auszulöschen.

B- (Wertung von A bis F) „X-Men: Days of Future Past“ basiert auf den Geschichten „Days of Future Past“ von Chris Claremont und John Byrne. Es ist eine Fortsetzung zu den Comic-Verfilmungen „X-Men: The Last Stand“ und X-Men: First Class.

Ich beurteile „X-Men Days of Future Past“ weder als Kenner noch als Fan dieser Comic-Reihe. Ich beurteile diesen Film als jemand der bevorzugt amerikanische Indie-Filme sieht, hin und wieder aber auch vor einem Blockbuster nicht zurückschreckt.

Mit Patrick Stewart, Ian McKellen, Michael Fassbender, James McAvoy, Jennifer Lawrence und Peter Dinklage werden die X-Men und Trask, der Feind der X-Men von einer Schauspiel-Elite verkörpert. Ich gebe zu, dass das für mich ein großen Reiz dieser Comic-Verfilmung ausmacht. Die Story um die Mutanten, die Aussätzigen, finde ich aber auch recht gelungen.

Für mich hat der Film erst richtig in der Vergangenheit, also im Jahr 1973, angefangen. Bis zu dem ganzen Zerstörungs-Gedöns hat er mir auch gut (übersetzt ungefähr B+) gefallen. Dann habe ich aber völlig den Faden verloren, Fassy, Sentinels, Halle Berry – wer, was und warum habe ich nicht wirklich verstanden und hat mich auch völlig erschöpft. Überhaupt ist der Film viel zu lang. Meine Lieblingsszene ist zweifelsfrei die Zeitlupenszene im Pentagon.

Wolverine mit seiner seltsamen Haartracht und seinem aufgepumpten Körper ist für mich der größte Störfaktor im Film. Zum einen finde ich diesen Mutanten am uncoolsten von allen und dann wird er auch noch von dem schlechtesten Schauspieler in diesem Film dargestellt. Hugh Jackman mit seinen max. zwei Gesichtsausdrücken erinnerte mich hier an eine etwas jüngere Ausgabe von Clint Eastwood.

Selbstverständlich wird es auch zu diesem Film eine Fortsetzung geben.

Ich habe den Film in der 2D-Fassung gesehen.

„X-Men: Days of Future Past“ ist auch für einige Oscars im Gespräch: Bester Ton, bester Tonschnitt und beste visuelle Effekte

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Into the Storm“
Bewertung des Trailers: B (neuer, dieses Mal Trailer)
Kommentar: Katastrophenfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nö, denke nicht

Trailer v. Film: „When the Game Stands Tall“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sportfilm mit Laura Dern und Jim Caviezel
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Teenage Mutant Ninja Turtles“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Das kann doch wohl echt nicht deren Ernst sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Pffff

Trailer v. Film: „Dawn of the Planet of the Abes“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Die Fortsetzung von „Rise“, den ich sehr mochte. Als ich diesen Trailer hier, Anfang Juli, das erste Mal gesehen habe, wusste ich nicht, ob ich damit klarkomme, dass Caesar englisch spricht. Gestern habe ich „Dawn“ gesehen, nur bei Koba hatte ich etwas Probleme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Kingsman: The Secret Service“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Matthew Vaughns neuer Film, Comicbuch-Verfilmung mit Colin Firth, Michael Caine und Samuel L. Jackson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

San Francisco – Film: "To Rome with Love"

Ich war am 14.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„To Rome with Love“ (dt. Kinostart: 30.08.12) 102 min drama, comedy
dir. Woody Allen cast: Woody Allen, Roberto Benigni, Jesse Eisenberg, Alec Baldwin, Penélope Cruz, Judy Davis, Greta Gerwig, Ellen Page, Ornella Muti

Jack (Jesse Eisenberg) ist angehender Architekt und lebt mit seiner Freundin Sally (Greta Gerwig) in Rom. Als sich Sallys Freundin Monica (Ellen Page), eine sich für unwiderstehlich haltende Hollywoodschauspielerin, zu Besuch anmeldet, ist Jack zwischen seiner Freundin und Monica hin- und hergerissen. Jerry (Woody Allen) war Musikproduzent ist aber mittlerweile in Rente und reist mit seiner Frau Phyllis (Judy Davis) nach Rom. Ihre gemeinsame Tochter möchte ihnen ihren zukünftigen Schwiegersohn Michelangelo (Flavio Parente) vorstellen. Michelangelos Vater (Fabio Armiliato) arbeitet als Bestatter, Jerry hört ihn aber eines Tages unter der Dusche singen und möchte ihn berühmt machen. Dann gibt es da noch den normalen Angestellter und Familienvater Leopoldo (Roberto Beningi), der wird praktisch über Nacht berühmt und muss sich damit auseinandersetzen. Außerdem gibt es noch ein frisch verheiratetes Pärchen (Alessandra Mastronardi und Alessandro Tiberi), das in ihren Flitterwochen nach Rom kommt. Sie verläuft sich in der großen Stadt und er bekommt im Hotelzimmer plötzlich Besuch von einer Prostituierten (Penelope Cruz)…

D (Wertung von A bis F) Woody Allens Sicht auf eine der weltweit schönsten Städte schmerzt. Kitschig ausgeleuchtete Bilder mit abgedroschener schmalziger Musik unterlegt. Ich weiß nicht, wie oft ich mir „Volare“ anhören musste. Dazu werden dem Zuschauer vier wenig originelle, dafür unglaublich langgezogene Geschichten erzählt, die sich auf Alt-Herren-Fantasien begründen. Eine Geschichte ist dabei öder und zugleich absurder als die nächste. Der Humor ist klamottig. Zu allem Überfluss spielt Woody Allen selbst auch mal wieder eine Rolle. Greta Gerwig wirkt ziemlich trampelig und Ellen Page ist als Femme Fatale unfassbar fehlbesetzt. Einzig Jesse Eisenberg hat mir gefallen. Gut fand ich auch, dass Woody Allen – wie bereits in „Vicky Cristina Barcelona“ – die Schauspieler in ihrer eigenen Sprache hat sprechen lassen. Auch wenn der Zuschauer dafür die Hälfte des Film Untertitel lesen muss. Nicht umsonst hat Penélope Cruz seinerzeit ihren Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen. Hier spielt die Spanierin allerdings eine italienische Prostituierte.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bill W.“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über Bill Wilson, den Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Robot & Frank“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Frank Langella und Susan Sarandon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Searching for Sugar Man“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über den Musiker Rodriguez
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Shut Up and Play the Hits“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über James Murphys letzten Auftritt im Madison Square Garden
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Little White Lies“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französische Tragikomödie aus dem Jahr 2010 mit Marion Cotillard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Boston – Film: "Inception"

Ich war am 16.07.10 in Boston und am 25.07.10 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Inception“ (dt. Kinostart am 29.07.10) 148 min sci-fi, thriller, drama
dir. Christopher Nolan cast: Leonardo DiCaprio, Ellen Page, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Michael Caine, Cilian Murphy, Tom Hardy, Tom Berenger, Pete Postlethwaite

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) arbeitet als Industriespion. Er hat sich darauf spezialisiert, Ideen und Firmengeheimnisse aus dem Unterbewusstsein bzw. den Träumen der Angestellten für das Konkurrenzunternehmen zu stehlen. Cobb und seine Mitarbeiter Arthur (Joseph Gordon-Levitt) und Eames (Tom Hardy) bekommen von dem Industriemagnaten Saito (Ken Watanabe) einen neuen Auftrag. Cobbs eigene Problematik erschwert jedoch die Erfüllung des Auftrages…

B, unter Vorbehalt (Wertung von A bis F) „Inception“ ist definitiv ein Film, den man mehrmals gesehen haben sollte. Beim ersten Kinobesuch kann man den Film in seiner gesamten Komplexität kaum erfassen. Nach einigem Hin und Her habe ich mich in meiner Bewertung für ein „B“ entschieden, jedoch ohne sicher zu sein, dass ich diese Bewertung nach dem zweiten Kinobesuch aufrecht erhalten kann. Für mich ist dabei überraschend, dass ich mir sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung in der Bewertung vorstellen kann. Ist „Inception“ viel besser als er mir zunächst erscheint oder versucht der Film, ähnlich Leonardo DiCaprios letztem Film Shutter Island, besonders intelligent zu sein, ohne dass ihm dies vollends gelingt? Ausserdem frage ich mich, ob dies ein Film ist (wie z.B. „The Matrix“) bei dem man praktisch gezwungen werden soll, ihn cool zu finden. Alles offen.

Visuell ist der Film ein absoluter Leckerbissen. Es sei jedem potentiellen Zuschauer dringend geraten, die grösste Leinwand seiner Stadt zu finden. Wenn vorhanden, würde ich auch zu der IMAX-Fassung raten. Bei Christopher Nolans letztem Film (The Dark Knight) wurde bereits eindringlich empfohlen, die IMAX-Fassung zu sehen. Diesmal hatte ich die Wahl und habe mir die etwas teurere, aber sehr lohnenswerte Digital-Fassung gegönnt. In keinem Fall ist es empfehlenswert, „Inception“ zuerst auf DVD bzw. auf einem kleinem Bildschirm zu schauen. Wie bereits bei „The Dark Knight“ ist auch „Inception“ ein Film für den Kinos gebaut werden.

Durch die komplexe und wirre (nicht negativ gemeint, ich liebe David Lynch-Filme) Erzählweise ist es mir schwergefallen, in den Film reinzukommen. Richtig sicher bin ich mir nicht, ob es mir überhaupt gelungen ist. Vielleicht hätte Christopher Nolan nicht über zehn Jahre an dem Drehbuch rumschreiben sollen, sondern diese Aufgabe dem großen Künstler Charlie Kaufman („Being John Malkovich“, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“) überlassen sollen. Mir erschien „Inception“ auch etwas endlos.

Mit Leonardo DiCaprios Schauspiel habe ich seit seinem letztem Film („Shutter Island“) minimale Probleme. Auf diesem hohen Niveau ist es zwar nur ein Luxusproblem, aber es gelang mir auch in diesem Film nicht, mich komplett davon zu befreien. Ansonsten lässt die Besetzungsliste ja kaum Wünsche übrig. Herausragend waren für mich Marion Cotillard („La Vie En Rose“, Public Enemies, Nine) und Tom Hardy (RocknRolla, Bronson).

Update nach dem zweiten Kinobesuch:

B (Wertung von A bis F) Beim zweiten Mal (diesmal nicht in der imposanten IMAX-Fassung) bin ich wesentlich kritischer und weniger euphorisch an den Film rangegangen, wusste worauf ich achten wollte und konnte mich sogar darauf konzentrieren, Tom Berenger (lange nicht gesehen und irgendwie hatte ich ihn ganz anders in Erinnerung) zu erkennen.

Trotz der teils Gänsehaut erzeugenden Optik finde ich, dass „Inception“ weitläufig überbewertet wird. Christopher Nolan hat in meinen Augen etwas zu viel und zu lang konstruiert. Dennoch hat „Inception“ für einen Mainstream-Film aussergewöhnlich viel Hirn, leider fehlt dem Film die Seele. Soll heißen, ich konnte für keinen Charakter richtig Interesse entwickeln und entsprechend hat mich deren Schicksal relativ kalt gelassen. ABER: Die letzte (ungefähre, ich habe nicht auf die Uhr geschaut) Stunde von „Inception“ hat mich beim ersten Mal schon begeistert und beim zweiten Mal schlichtweg nocheinmal umgehauen und daher bleibe ich nach einiger Überlegung doch bei meiner ursprünglichen „B“-Bewertung.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Legend of the Guardians“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dieser Eulen-Animationsfilm hat es durch die vielen Trailer tatsächlich geschafft, mein Interesse zu wecken. Visuell (besonders in 3D und IMAX) ist der Trailer schon aussergewöhnlich.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60 %

Trailer von Film:“Tron Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Fortsetzung mit Jeff Bridges. Cool, stylish und vor allen Dingen in 3-D ein Muss, Trailer lange nicht mehr gesehen…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

vorgeschaltete Trailer zum zweiten Kinobesuch:

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Oliver Stones Fortsetzung des oscarprämierten Films. „Wall Street“ mit Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Susan Sarandon und Josh Brolin. Trailer habe ich ewig nicht mehr im Kino gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Social Network“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Ich halte überhaupt nichts von Sozialen Netzwerken wie Facebook, daher bin ich auf David Finchers neuen Film gespannt wie ein Flitzebogen…Hoffentlich ist der Film so gut, wie der Trailer vermuten lässt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 % !!!

Trailer v. Film: „Charlie St. Cloud“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Ein Film mit Zac Efron…pfff…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Due Date“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Action-Klamotte mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Town“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich habe mir ja schon mehrmals geschworen, nie (NIE) wieder einen Film mit Ben Affleck zu sehen…mmmh, jetzt spielt aber in diesem Action/Drama auch Jeremy Renner mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

DVD – "An American Crime"

Ich habe mir auf DVD angeschaut:

„An American Crime“ (in D. auf DVD erhältlich) 92 min drama, horror
dir. Tommy O´Haver cast: Catherine Keener, Ellen Page, James Franco, Hayley McFarland, Bradley Whitford

Juli, 1965. In Indianapolis, im amerikanischen Bundesstaat Indiana, ist die alleinerziehende Gertrude Baniszewski (Catherine Keener) schon mit ihren eigenen sechs Kindern überfordert, nimmt aber gegen Bezahlung vorübergehend die 16jährige Sylvia (Ellen Page) und ihre Schwester 15jährige Jenny (Hayley McFarland) in ihre Obhut. Die Eltern der beiden ziehen derweil als Schausteller durchs Land. Zunächst verbringen die beiden eine unbeschwerte Zeit in ihrer Pflegefamilie bis Gertrudes Probleme zunehmen und sie einen Schuldigen für ihre Misere sucht. Sie beginnt ihre beiden Pflegekinder zu bestrafen, konzentriert sich bald aber nur noch auf Sylvia, misshandelt sie, beeinflusst ihre eigenen Kinder, dass diese kein Unrecht in ihrem Handeln sehen und sogar selbst Gefallen daran finden, Sylvia auf furchtbare Weise zu quälen. Sylvia wird in den Keller gesperrt und bald kommen auch die Nachbarschaftskinder…

A- (Wertung von A bis F) Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. In Rückblenden wird auch die Gerichtsverhandlung nachgestellt, die Zeugenaussagen beziehen sich auf die tatsächlichen Gerichtsprotokolle. Es ist beinahe unvorstellbar, wozu diese Frau, die Kinder und andere Beteiligte fähig waren. Die von mir sehr geschätzte Catherine Keener („Being John Malkovich“, „Capote“, Into the Wild) spielt diese psychisch und physisch Kranke, verzweifelte, aber auch manipulative und brutale Gertrude Baniszewski unglaublich überzeugend. Ellen Page zeigt nach ihrer bemerkenswerten Performance in „Hard Candy“ und ihrem unvergesslichen Auftritt in Juno eine weitere Facette ihres Könnens. Der Film funktioniert für mich als Drama mit Horrorelementen. „An American Crime“ ist sicherlich kein Film für zartbesaitete, auch wenn die Grausamkeiten und Folterungen nicht direkt gezeigt werden. Wenn man weiss, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handelt und eine gute Vorstellungskraft besitzt, ist der Film eine harte Kost. „An American Crime“ wurde das erste Mal bei dem Sundance Film Festival von 2007 gezeigt und einige Monate später im amerikanischen Fernsehkanal SHOWTIME ausgestrahlt. Catherine Keener wurde für ihre Rolle in diesem Fernsehfilm sowohl für den EMMY als auch den GOLDEN GLOBE nominiert.

Trailer zu sehen:

Detroit – Smart People

Ich war am 19.04.08 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„Smart People“ 95 min drama, comedy
dir. Noam Murro cast: Dennis Quaid, Sarah Jessica Parker, Ellen Page, Thomas Haden Church

Der leicht verpeilte Literaturprofessor Lawrence Wetherhold (Dennis Quaid) lebt seit dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn James (Ashton Holmes) und seiner zynischen 17 jährigen Tochter Vanessa (Ellen Page) zusammen. Eines Tages erleidet Lawrence einen Unfall und wird im Krankenhaus von der Ärztin Janet (Sarah Jessica Parker) behandelt. Aus medizinischen Gründen wird ihm untersagt, in den nächsten sechs Monaten ein Auto selbst zu steuern, daher ist er auf seinen sonst so nutzlosen Adoptivbruder Chuck (Thomas Haden Church) als Chauffeur angewiesen. Als Chuck schliesslich noch mit ins Haus zieht und Lawrence beginnt, seine Ärztin Janet zu daten, gerät langsam das Leben aller Beteiligten aus den Fugen…

B- (Wertung von A bis F) Sarah Jessica Parker wirkt als Ärztin unglaubwürdig und Dennis Quaid ging mir in dieser Rolle als neurotischer, ungepflegter Professor auf die Nerven. In der Rolle habe ich mir ausserdem eher einen Michael Douglas oder Philip Seymour Hofman vorgestellt. Damit möchte ich in keinem Fall Dennis Quaid´s Schauspielkünste angreifen (er hätte für „Far From Heaven“ einen Oscar erhalten müssen), aber für mich ist er hier nicht idealbesetzt. Das Casting der beiden Protagonisten war für mich schon schwer verdaulich, dann sollen die beiden auch noch ein Liebespaar verkörpern…? Zu dem Positiven des Films. Ich hätte mir gewünscht, dass die Rollen von Chuck (Thomas Haden Church aus dem völlig überbewerteten „Sideways“) und Vanessa (Ellen Page)als Hauptrolle ausgebaut werden. Die Dialoge sind brillant und die Charaktere perfekt besetzt. Ellen Page (die dem deutschen Publikum seit Juno nun auch bekannt ist) hat „Smart People“ noch vor „Juno“ gedreht, man könnte ihre Rolle in diesem Film aber tatsächlich als Fortsetzung von „Juno“ sehen.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“

Philadelphia – Juno

Ich war am 30.12.07 in Philadelphia und habe mir im Kino angeschaut:

„Juno“ (dt. Kinostart 20.03.08) 91 min comedy, drama
dir. Jason Reitman cast: Ellen Page, Michael Cera, Jennifer Garner, Jason Bateman, Alison Janney, J.K Simmons

Die 16 jährige Juno (Ellen Page) wird ungewollt schwanger. Vater des Babies ist ihr unbeholfen wirkender Klassenkamerad Paulie (Michael Cera). Da sie sich selbst außer Stande sieht, ein Kind großzuziehen, beschliesst Juno, das Kind von einem wohlhabenden Yuppie Ehepaar (Jennifer Garner und Jason Bateman) adoptieren zu lassen. Das Leben stellt sich jedoch als viel komplexer dar, als sie zunächst angenommen hat…

A- (Wertung von A bis F) liebenswert, charmante Komödie, die ohne die bezaubernde und hochtalentierte Ellen Page („Hard Candy“) tatsächlich undenkbar wäre. Aber auch sonst ist jede noch so kleine Rolle perfekt besetzt, sogar Jennifer Garner war überzeugend. Film hat zu Recht OSCAR-Buzz, wunderbares Ensemble-Spiel und brilliante Dialoge.

Trailer zu sehen: