L. A. – Film: „Sicario: Day of the Soldado“

Ich war am 04.07.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Sicario: Day of the Soldado“ (dt. Filmtitel: „Sicario 2“, dt. Kinostart: 19.07.18)  122 min   action, crime, thriller, sequel 

dir. Stefano Sollima  cast: Benicio del Toro, Josh Brolin, Isabela Moner, Jeffrey Donovan, Catherine Keener, Matthew Modine

 

Die mexikanischen Kartelle schmuggeln mittlerweile nicht nur Drogen über die mexikanisch-amerikanische Grenze, sie schleusen auch zunehmend Menschen und darunter sogar  islamistische Terroristen in die U.S.A. Um einen Krieg zwischen den beiden größten  mexikanischen Kartelle anzuzetteln, soll die Tochter eines der Kartellbosse, Carlos Reyes, entführt werden. Für diese Mission kontaktiert der CIA-Aufräumer Matt Graver (Josh Brolin) den Auftragkiller Alejandro (Benicio del Toro)…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Sicario: Day of the Soldado“ ist eine Fortsetzung zu Denis Villeneuves Film Sicario aus dem Jahr 2015. Alles deutet daraufhin, dass es noch mindestens einen weiteren Teil geben wird. Es ist der neue Film des italienischen Drehbuchautors und Filmemachers Stefano Sollima („ACAB – All Cops Are Bastards“, „Suburra“). Für die Drehbuchvorlage ist erneut der amerikanische Autor (Hell or High Water) und Filmemacher (Wind River) Taylor Sheridan verantwortlich. 

Bei den amerikanischen Filmkritikern ist der zweite Teil von „Sicario“ nicht sonderlich gut angekommen. Zugegebenermassen spielt der Film Trumps Politik etwas in die Hände, alleine schon durch den neuen Aspekt, dass islamistische Terroristen über die mexikanisch-amerikanische Grenze geschleust werden (könnten). Absurd ist es jedoch nicht, da es den Islamisten mittlerweile extrem schwer gemacht wird, legal in die U.S.A. einzureisen. 

Bevor ich mir den zweiten Teil angesehen habe, habe ich mir nicht noch mal Villeneuves´ „Sicario“ angeschaut und auch nicht meinen Beitrag von damals durchgelesen. Aus der Erinnerung heraus dachte ich, ich hätte dem Film ein „B“  oder vielleicht sogar ein „B+“gegeben. Jetzt kam ich nun vor ein paar Tagen aus dem Kino mit dem Gefühl, dass mir der zweite Teil besser gefallen hat als der erste und tatsächlich habe ich dem Originalfilm sogar nur mit einem „B-„ bewertet. 

In „Soldada“ hat man nun nicht mehr Emily Blunts Charakter, eine Figur mit der man sich vielleicht am ehesten identifizieren konnte und die eine moralische Haltung hatte. Hier ist das Gute und das Böse recht klar definiert. Während der erste Teil für mich noch Längen hatte, fand ich diesen schnörkellos, brutal und von Anfang bis Ende spannend. Ich liebe die beiden Charaktere Matt Graver und Alejandro (erneut exzellent porträtiert von Josh Brolin und dem verehrungswürdigen Benicio del Toro). Dies ist ein Actionthriller ganz nach meinem Geschmack. Als Einleitung braucht man nicht einmal den ersten Film zu sehen, „Soldada“ kann inhaltlich für sich allein stehen.  

Nach einer bestimmten Szene verfiel ich in eine Schockstarre und brauchte, unwillig das Gezeigte zu akzeptieren, einige Minuten um meine Fassung zurückzugewinnen. 

Sicario: Day of the Soldado“ ist dem am 9.2.18 viel zu früh verstorbenen isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson gewidmet. Er hatte die Filmmusik zu „Sicario“ beigesteuert. Für den Score in „Soldado“ ist übrigens die isländische Komponistin und Hildur Ingveldardóttir Guðnadóttir verantwortlich. Die beiden isländischen Künstler hatten öfter zusammengearbeitet. 

„Sicario: Day of the Soldado“ ist am 29.06.18 in 3,055  amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland startet der Film unter dem Titel „Sicario 2“ am 19.07.18. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „BlacKkKlansman„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Spike Lees neuer Film mit Adam Driver und Denzels Sohn 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „A Star is Born„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: Die vierte Verfilmung, dieses Mal von und mit Bradley Cooper. Lady-Kotz-Gaga spielt die Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nur wenn er Oscar-mäßig sicher eine Rolle spielt 


Trailer v. Film: „White Boy Rick„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Krimi/Drama mit Matthew McConaughey, den ich eigentlich nicht mehr sehen mag. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

 

Denver – Film: „Only the Brave“

Ich war am 27.10.17 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Only the Brave“ (dt. Filmtitel: „No Way Out – Gegen die Flammen“, dt. Kinostart: 8.3.18) 134 min drama, biopic adaptation
dir. Joseph Kosinski cast: Josh Brolin, Miles Teller, Jeff Bridges, Taylor Kitsch, Jennifer Connelly, Andie MacDowell

Eric „Supe“ Marsh (Josh Brolin) leitet ein örtliches Feuerwehrteam in Prescott, Arizona. Der Superintendent setzt sich dafür ein, dass sein Team sich als Elite-Feuerwehr-Einheit „Hotshots“ qualifiziert. Dafür werden die jungen Männer in der direkten Wildfeuer-Bekämpfung ausgebildet. Eines Tages erwartet die Granite Mountain Hotshots ein großes Feuer, dass die Kleinstadt Yarnell bedroht…

 

B (Wertung von A bis F) „Only the Brave“ basiert auf wahren Begebenheiten und auf Sean Flynns GQ-Artikel „No Exit“. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Joseph Kosinski (Tron: Legacy, „Oblivion“).

Der Film führt einen für etwas mehr als zwei Stunden in die Welt amerikanischer Feuerwehrmänner. Es ist ein Männer-Film, bei denen eben echte Kerle auch echte-Kerle-Jobs ausüben, mit Macho-Gelaber, den üblichen Rivalitäten, aber auch Freundschaften – dabei empfand ich das Gezeigte zu keinem Zeitpunkt langweilig. Zum Schluss wird es sogar noch mal richtig dramatisch und dann blieb in meiner Vorstellung auch kein Auge trocken. Bei der ganzen Männer-Riege war für mich der interessanteste Charakter im Film eine Frau: Amanda Marsh, die Frau von Josh Brolins Charakter. Amanda wird von Jennifer Connolly gespielt, sie gibt hier eine mega Performance, die man durchaus für den Oscar nominieren könnte. Die Beziehung zwischen Eric und Amanda wirkte auch lebensnah. Auch Miles Teller zeigt einmal mehr, was er kann.

Der Film zeigt einige großflächige Waldbrände, das Feuer im Film sieht dabei ziemlich realistisch aus. Was ich durch den Film gelernt habe, ist, dass die Hotshot Crews sich von normalen Feuerwehrmännern dadurch unterscheiden, dass sie in die gefährlichsten Gebiete geschickt werden. Bei ihrer äußerst risikoreichen Arbeit bekämpfen sie die Waldbrände auch nicht mit Wasser o.ä., sondern mit Feuer, mit kontrollierten Bränden. Den gesamten Film über habe ich mich jedoch gefragt, warum die Männer bei ihren Löscharbeiten mitten im Waldbrand-Gebiet nie Atemschutzmasken trugen, ist das logisch?

„Only the Brave“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste visuelle Effekte

„Only the Brave“ ist am 20.10.17 landesweit in 2,577 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist der Kinostart unter dem Filmtitel „No Way Out – Gegen die Flammen“ für den 8.3.18 vorgesehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Downsizing„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film soll problematisch sein, vom Trailer her sieht er aber wirklich gut aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Thank You for Your Service„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic-Drama mit Miles Teller
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Justice League„
Bewertung des Trailers: D- (neuer Trailer)
Kommentar: Der x-te Superhelden-Film, sieht für mich unerträglich aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martin McDonaghs neuer Film mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Lucas Hedges und John Hawkes
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich kann es kaum abwarten

Trailer v. Film: „All the Money in the World„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Nach wie vor sieht dieser Film nach einem Oscar-Film aus. Ridley Scotts neuer Film über die Getty-Entführung mit Michelle Williams und Mark Wahlberg und künftig Christopher Plummer (Kevin Spacey wird derzeit aus dem Film geschnitten). Ob Ridley Scott mit den ganzen Nachdrehs seinen Film bis zum anvisierten Kinostart am 22.12. fertiggestellt bekommt, ist fraglich. Ich halte das Ganze eh für eine dumme Entscheidung. Seit Spaceys Durchbruch Mitte der 1990er Jahre gab es die Gerüchte und jetzt wird getan, als wäre das Ganze für einige völlig überraschend und der Schauspieler wird aus dem fertigen Film rausgeschnitten. Schwachsinn. Aber gut, dann ist es eben der Film, aus dem Kevin Spacey rausgeschnitten wurde – PR-mäßig nicht viel gewonnen. Vielleicht ist es aber auch die dickköpfige Entscheidung von Ridley Scott, der von vornherein Plummer besetzen wollte. Das Studio wollte einen größeren Star für den Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Roman J. Israel, Esq„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dan Gilroys neuer Film. Denzel Washington macht einen verdammt guten Eindruck, wie lange nicht mehr
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Commuter„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action-Thriller mit Liam Neeson (ich dachte, er wollte solche Filme nicht mehr machen, er sieht hier schlecht aus) und Vera Farmiga
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon

Boston – Film: „Hail, Caesar!“

Ich war am 13.2.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Hail, Caesar!“ (dt. Kinostart: 18.2.16) 106 min comedy, drama
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum, Alison Pill, Fred Melamed, David Krumholtz voice: Michael Gambon

 

 

Hollywood im Jahr 1951. Eddie Mannix (Josh Brolin) ist der Problemlöser eines großen Filmstudios. Er hat alle Hände voll zutun und dann wird auch noch der große Filmstar Baird Whitlock (George Clooney) entführt.

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Hail, Caesar!“ ist der 17. Spielfilm der Coen Brüder („Fargo“, „The Big Lebowski“, „The Man Who Wasn´t There“, No Country for Old Men, A Serious Man, Inside Llewyn Davis).

„Hail, Caesar!“ ist etwas konfus, definitiv nicht leicht zu etikettieren. Auch wenn man einiges aus früheren Werken der Coens wiederfindet, ist dieser Film so eigen. Es ist ein Film über den Prozess des Filmemachens und über das Hollywood Studiosystem der 1950er Jahre. Die Anspielungen auf Legenden dieser Zeit (Clark Gable, Esther Williams, Hedda Hopper, Gene Kelly) erfolgen natürlich bewusst, die Filmsets sind äußerst eindrucksvoll. Mir bleiben einige Szenen, die skurrilen Charaktere, die teils absurden Dialoge und die famosen Bilder in Erinnerung, der Film hat aber einige Längen und verblasst recht schnell.

Josh Brolins Charakter Eddie Mannix (basierend auf der realen Person Eddie Mannix) führt wie ein roter Faden durch den Film. Er ist der Fixer eines Hollywoodstudios und als Zuschauer begleiten wir ihn einen Tag lang und sehen, mit welchen Problemen, Zweifeln und existenziellen Fragen er sich beschäftigt.

Einige Filme (Stoker, Blue Jasmine), in denen Alden Ehrenreich mitgewirkt hat, habe ich gesehen, aufgefallen war er mir bislang jedoch noch nicht. Das ändert sich mit „Hail, Caesar!“.  Alden Ehrenreich zeichnet hier eine ungewöhnlich starke Präsenz aus. Es gehört auch einiges dazu, einen schlechten Schauspieler zu portraitieren. Auch wenn ich mir derzeit noch nicht vorstellen kann, den amerikanischen Schauspieler in einer ganz anderen Rolle zu sehen, denke ich, dass er seinen Weg gehen wird und ich schon bald erneut begeistert von ihm berichten werde. Die Szenen mit ihm und dem britischen Regisseur (ein erneut grandioser Ralph Fiennes) zählen zu meinen Lieblingsszenen in „Hail, Caesar!“.

Channing Tatum zeigte bereits in Filmen wie Foxcatcher, dass er durchaus ein schauspielerisches Talent besitzt. Er braucht einfach nur geeignete Rollen und die Coens haben ihm diese hier gegeben. In der gefühlte Ewigkeiten andauernden homoerotischen Tanzszene ist er so glaubwürdig wie selten zuvor.

 
Wie alle anderen Filme der Coens sieht auch „Hail, Caesar!“ fantastisch aus. Nicht zuletzt ist dies auch auf Kamerakünstler Roger Deakins zurückzuführen.

Seit dem Jahr 1990 und dem Film „Miller´s Crossing“ arbeiten die berühmten Filmemacher mit dem, dieses Jahr bereits das 13. Mal für den Oscar nominierten Kameramann Roger Deakins zusammen. Vor einigen Jahren war Roger Deakins mit den Dreharbeiten zu Sam Mendes Skyfall beschäftigt und so mussten und die Coens erstmalig bei dem Spielfilm „Burn After Reading“ gezwungenermassen auf einen anderen DP zurückgreifen. Ihre Wahl fiel auf den mittlerweile zweimaligen dreimaligen (gut, ist zwar noch knapp 2 Wochen hin, aber der Academy Award ist ihm mittlerweile sicher) mit dem Oscar ausgezeichneten Emmanuel Lubezki, genannt Chivo (GravityBirdman und The Revenant). Die Coens schätzten seine Arbeit seit längerer Zeit. Chivo konnte sich gleich am ersten Drehtag von dem speziellen Humor der Regie-Brüder persönlich überzeugen, die trugen nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „What would Roger do?

„Hail Caesar!“ wurde am 5. 2. 16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Am 11.2.16 wurde er als Eröffnungsfilm der 66. Berlinale gezeigt. Der Film ist ab dem 18.2.16 regulär in den deutschen Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

ein zweiter Trailer (und ein Teil meiner Lieblingsszene) zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hello, My Name is Doris„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Tragikomödie mit Sally Field
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich glaube, Sally Fields Charakter geht mir zu sehr auf die Nerven

Trailer v. Film: „Now You See Me 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder mal eine unnötige Fortsetzung (von Now You See Me) und dann noch mit Daniel Radcliffe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: neuer Film von Jodie Foster mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Eddie the Eagle„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britische Sport-Biopic-Komödie mit Taron Egerton (den ich kaum erkannt habe) und leider Hugh Jackman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Nice Guys„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Shane Blacks neuer Film mit einem ziemlich angedickten Russell Crowe und Ryan Gosling
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors 2: Sorority Rising„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch so eine unnötige Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Boss„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Melissa McCarthy – wie viele solcher Komödien will sie noch drehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

NYC – Film: „Sicario“

Ich war am 25.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Sicario“ (dt. Kinostart war der 01.10.15) 121 min crime, action, drama
dir. Denis Villeneuve cast: Emily Blunt, Benicio del Toro, Josh Brolin, Jon Bernthal, Jeffrey Donovan

Als die FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) mit ihrer Spezialeinheit ein Haus im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko stürmt, entdecken sie Dutzende von Leichen. Es sind Opfer des mexikanischen Drogenkartells. Kate will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und schließt sich einer internationalen Task-Force an. Der Leiter der geheimen Sondereinheit ist Matt Graver (Josh Brolin). Künftig soll sie für ihn und den undurchsichtigen Einzelkämpfer Alejandro (Benicio del Toro) arbeiten. Ihr erster Einsatz führt sie nach Mexiko und es dauert nicht lange bis ihr Leben in Gefahr ist.

B- (Wertung von A bis F) „Sicario“ ist der neueste Film des frankokanadischen Regisseurs Denis Villeneuve (Prisoners, Enemy). Auch wenn ich beide genannten Filme sehenswert fand, ist Villeneuves einziger Film, der mir bis heute stark in Erinnerung bleibt, sein für den Oscar nominierter Film Incendies. „Sicario“ ist für mich auch etwas unausgewogen, dennoch halte ich Denis Villeneuves für einen interessanten Filmemacher.

Die Eröffnungssequenz in „Sicario“ deutet auf einen überragenden Film hin, leider erreicht der Film danach nur noch selten diese Intensität. Der Film beinhaltet so viele unnötige Szenen. Ich konnte mir oftmals nicht erklären, warum der Regisseur die eine oder andere Szene (so) filmen ließ bzw. warum sie nicht im Schneideraum der Schere zum Opfer gefallen ist. Es sieht alles fabelhaft aus (kein Wunder steht doch der 12x für den Oscar nominierte und quasi von den Coen Bros untrennbarer Roger Deakins hinter der Kamera), aber mich haben einige Szenen aus dem Film gebracht. Auf der anderen Seite ist dieser Drogenthriller dann aber wieder hochspannend.

Das Geschehen in „Sicario“ sieht man aus der Perspektive von Emily Blunts Charakter. Mit ihr und ihren moralischen Werten kann man sich am Ehesten identifizieren. Die Schauspielerin legt eine solide, völlig natürliche Performance hin. Benicio del Toro zeigt hier jedoch, dass er in einer ganz anderen Liga spielt, ich würde sogar so weit gehen, dass „Sicario“ irgendwann zu seinem Film wird. Alejandro habe ich noch vor mir gesehen, als ich bereits schon mit ganz anderen Filmen beschäftigt war. Selbstverständlich gibt Benicio del Toro eine Oscar-Performance, auch wenn ich denke, dass man ihn nachts wecken könnte und er würde so eine Performance lässig aus dem Ärmel schütteln. Es ist diese Leichtigkeit, die einen guten Schauspieler von einem sehr guten unterscheidet. Alle Szenen mit Benicio del Toro sind exzellent.

Nicht umsonst wird jetzt bereits darüber nachgedacht, eine Fortsetzung von „Sicario“ zu drehen. Die Geschichte soll sich dann hauptsächlich auf Benicio del Toros Charakter Alejandro konzentrieren.

 

„Sicario“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Emily Blunt), Bester Nebendarsteller (Benicio del Toro), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Sicario“ hat 3 Oscar-Nominierungen (Beste Kamera, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik) erhalten. Dies ist die 13. Oscar-Nominierung für Kameramann Roger Deakins, bislang hat er noch keinen Oscar gewonnen.

„Sicario“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2015 gezeigt. Am 18.09.16 ist er zunächst in 6 amerikanischen Kinos gestartet, eine Woche später war er dann bereits in 59 zu sehen, bis er dann seit dem 2.10.15 in 2620 Kinos landesweit läuft.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Last Witch Hunter“
Bewertung des Trailers: C+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Fantasy-Film mit Michael Caine und Vin Diesel. Bei Vin Diesel bin ich raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Freeheld“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Julianne Moore, Ellen Page, Steve Carell und Michael Shannon. Film soll nicht gut sein, bei der Besetzung muss ihn aber trotzdem gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Revenant“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Alejandro González Iñárritus neuer Film mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy. Für mich das erste Mal, dass ich den Trailer im Kino sehe. Es ist mein absoluter Lieblingstrailer. Mittlerweile gibt es einen neuen Trailer. Keiner hat den Film bislang gesehen, wenn er nur etwas von dem hält, was der erste Trailer verspricht, dann bin ich mir sicher, dass Leo dieses Mal den Oscar in der Tasche hat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Spectre“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film. Daniel Craig sieht von hinten im Anzug so sexy aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Creed“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Boxer-Filme muss ich eigentlich noch gucken? Rocky-Spin-off mit Sylvester Stallone.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Steve Jobs“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Danny Boyles Biopic über Steve Jobs. Mit Michael Fassbender, Kate Winslet, Jeff Daniels und Seth Rogen. Dieser Trailer zeigt mir, dass Fassy den Oscar verdient hat. Also Fassy gegen Leo?
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bridge of Spies“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Steven Spielbergs neuer Film mit Tom Hanks. In Berlin gedreht. Ob das ein Oscar-Film ist wird sich die Tage zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Filmplakat in New York
Filmplakat in New York

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Berlin – Film: „Everest – 3D“

Ich war am 16.09.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Everest – 3D“ (dt. Kinostart: 17.09.15) 122 min drama
dir. Baltasar Kormákur cast: Jake Gyllenhaal, Josh Brolin, Jason Clarke, John Hawkes, Sam Worthington, Robin Wright, Keira Knightley, Emily Watson

Nach einer mehrwöchigen Vorbereitung startet der neuseeländische Expeditionsleiter Rob Hall (Jason Clarke) mit seiner Gruppe den Aufstieg zum Gipfel des Mount Everest. Rob ist sehr auf Sicherheit bedacht, schließt sich aber dennoch mit seinem Konkurrenten, den risikofreudigeren anderen Gruppenleiter Scott Fischer (Jake Gyllenhaal) und seiner Gruppe zusammen. Der Aufstieg ist aber nicht das einzige Problem, alle wollen schließlich auch wohlbehalten wieder im Basislager ankommen.

B (Wertung von A bis F) Der Film „Everest“ basiert auf wahren Ereignissen, die sich im Jahr 1996 am Mount Everest zugetragen haben.

Mir ist ja völlig rätselhaft, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, einen Berg zu besteigen. Jetzt habe ich es aber doch getan. Als ich das Kino verlassen habe, kam es mir zumindest so vor, als wäre ich irgendwo Teil dieser Expedition gewesen. „Everest“ ist ein sehr intensiver, ich fand sogar strapaziöser Film. Ganz sicher hat die 3D-Fassung mein Empfinden noch verstärkt.

Auch wenn die Schneeverwehungen das eine oder andere Mal unecht aussahen und ein paar wenige Szenen wirkten, als wären sie im Studio aufgenommen ist die 3D-Fassung (oder IMAX) doch unbedingt zu empfehlen.

Schauspielerisch konnten besonders Jason Clarke und Jake Gyllenhaal aus dem Ensemble herausragen. Überzeugend fand ich später aber auch John Hawkes, Josh Brolin und sogar Keira Knightley.

„Everest“ wurde erstmalig am 23.06.15 auf der CineEurope gezeigt und wurde auf dem Venice International Film Festival 2015 als Eröffnungsfilm gezeigt. Ich habe den Film in einer Preview gesehen. Gezeigt wurde die OV und 3D-Fassung.

„Everest“ ist kein Oscar-Film. Mit Ausnahme einiger technischer Kategorien hat der Film Everest meines Erachtens keine Chance auf Oscar-Nominierungen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „American Ultra“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actionkomödie mit Jesse Eisenberg und Kristen Stewart
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wollte den eigentlich schon im August sehen, also 100%

Trailer v. Film: „Sicario“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denis Villeneuves neuer Film mit Benicio del Toro und Emily Blunt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Spectre“ (in der OV)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Star Wars: The Force Awakens“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: J.J. Abrams Star Wars-Film – ich könnte nicht gelangweilter sein. Die Besetzung reizt mich aber.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „The Last Witch Hunter“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Fantasy-Film mit Michael Caine und Vin Diesel. Bei Vin Diesel bin ich raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kino in Berlin

Ich muss mal wieder meinen Unmut äußern. Ich gehe wirklich sehr selten in Deutschland ins Kino. Die letzte reguläre Kinovorstellung, die ich in Deutschland besucht habe, war Maps to the Stars und das liegt ziemlich genau ein Jahr zurück. Jetzt ist mir wieder mal bewusst geworden, wie glücklich ich mich schätzen kann, in anderen Ländern (vor allen Dingen in den U.S.A.) ins Kino zu gehen. Die Kinokarte in einem Berliner Kinocenter hat 13,50 Euro gekostet (+ 1,00 Euro für die 3D-Brille – was ich auch kaum glauben wollte) und dennoch wurden den Zuschauern 32 Minuten Werbung, inkl. der o.g. Trailer zugemutet. Und nicht nur das, es wurde während dieser 32 minütigen Werbung eine mehrminütige Pause eingelegt, in der die Zuschauer aufgefordert wurden, sich doch noch ein Eis oder ähnliches zu kaufen. Ich finde das wirklich eine Unverschämtheit. Wenn die Preview kostenlos gewesen wäre, hätte ich mich auch ohne zu Murren mit dem Werbe-Müll zuschütten lassen, aber – wie gesagt – ich habe für meine Kinokarte nicht wenig Geld bezahlt. Ich kann nicht verstehen, dass dagegen in Deutschland keiner rebelliert.

L. A. – Film: "Inherent Vice"

Ich war am 7.1.15 in Los Angeles und am 17.1.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Inherent Vice“ (dt. Filmtitel: „Inherent Vice – Natürliche Mängel“, dt. Kinostart: 12.02.15) 148 min comedy, crime, adaptation
dir. Paul Thomas Anderson cast: Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Katherine Waterston Owen Wilson, Reese Witherspoon, Benicio del Toro, Martin Short, Maya Rudolph, Eric Roberts

Los Angeles im Jahr 1970. Larry „Doc“ Sportello (Joaquin Phoenix) arbeitet als Privatdetektiv und – naja – kifft recht viel. Seine Ex-Freundin und große Liebe Chasta Fay Hepworth (Katherine Waterston) taucht eines Tages bei Doc auf, und erzählt ihm von ihrem derzeitigen Freund, dem Millionär Mickey Wolfmann (Eric Roberts). Der jedenfalls ist jetzt verschwunden und Chasta vermutet, dass Wolfmanns Ehefrau und ihr Liebhaber etwas mit Wolfmanns Verschwinden zu tun haben. Doc ermittelt und unglücklicherweise bekommt er eine übergebraten und wacht neben der Leiche von Wolfmanns Leibwächter auf. Das ist alles sehr unerfreulich, vor allen Dingen weil er sich jetzt wieder mit dem Polizisten und seinem alten Widersacher Lt. Christian „Bigfoot“ Bjornson (Josh Brolin) rumschlagen muss.

A- (Wertung von A bis F) „Inherent Vice“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Pynchon.

Paul Thomas Anderson dreht Filme ganz nach meinem Geschmack. „Boogie Nights“, „Magnolia“, There Will Be Blood waren Filme, die in meiner Top Ten-Liste des jeweiligen Jahres gelandet sind und bei The Master frage ich mich heute, warum er nicht in meiner Bestenliste von 2012 platziert ist. „Inherent Vice“ ist PTAs erste richtige Komödie und hat selbstverständlich den Weg in meine Top Ten-Liste von 2014 gefunden.

Die Handlung in Paul Thomas Andersons Filmen ist eigentlich nie sonderlich wichtig. Es sind mehr die Charaktere mit denen man sich auf eine Reise begibt. So auch hier. Es ist sicherlich sehr mühsam, die einzelnen Puzzleteile der Erzählung zusammenzusetzen und wenn man Pech hat, ist es auch nicht von Erfolg gekrönt. Der Handlung ist etwas wirr und komplex, es werden viele Drogen konsumiert und selbst die Beteiligten, insbesondere der dauerbekiffte Doc (einmal mehr ein ganz natürliches Spiel von Joaquin Phoenix) können nicht immer unterscheiden, ob das und jenes jetzt tatsächlich passiert ist oder ob es der Fantasie entspringt. „Inherent Vice“ macht viel Spass, wenn man Doc einfach bei seinem Abenteuer begleitet. Einige Charaktere denen Doc begegnet stellen für ihn eine Herausforderung dar (so bekifft wie er ist, versteht er nicht immer alle Fragen oder Antworten), für den Kinozuschauer sind die Begegnungen in den meisten Fällen ein weiterer Gewinn. Es gibt einige bekannte Schauspieler, die hier kurz auftauchen und dann wieder verschwinden. Am Besten hat mir überraschenderweise Eric Roberts gefallen, aber auch Martin Short und Benicio del Toro sind großartig. Paul Thomas Anderson hat hier sogar das erste Mal seiner langjährigen Lebensgefährtin (Maya Rudolph) und Mutter seiner vier Kinder eine kleine Rolle gegeben.

Restlos alle Szenen – und ich meine wirklich jede einzelne Szene – mit Doc (gespielt von Joaquin Phoenix) und seinem Schokobananen-liebenden und Hippies-hassenden Widersacher Bigfoot (gespielt von Josh Brolin) sind der Knaller und so witzig, dass ich früher oder später oder manchmal gar die komplette Szene durch schallend lachen musste. Eigentlich hätten die beiden Figuren einen eigenen Film verdient.

Ich liebe Joaquin Phoenix. Es überrascht natürlich nicht sonderlich, wie grandios er auch in diesem Film ist. Er ist ein bekannter method actor und bereits bei I´m Still Here hatte ich mich gefragt, ob er eigentlich die gesamten Dreharbeiten zugedröhnt war. Die Frage kommt zu „Inherent Vice“ zwangsläufig wieder auf, aber er ist auch ein Ausnahmetalent und so ist es auch vorstellbar, dass er alles nur spielt. Fakt ist, dass er von seiner Filmfigur Doc untrennbar ist und alleine seine Gesichtsausdrücke den Kinobesuch wert sind.

Ich habe schon sämtliche Filme (Michael Clayton, Taking Woodstock, Robot & Frank, „Glass Chin“, Being Flynn, Night Moves) gesehen, in denen Katherine Waterston mitspielt, in „Inherent Vice“ ist sie mir das erste Mal aufgefallen. Sie ist die Tochter von „Law & Order“/“The Newsroom“ Schauspieler Sam Waterston und jetzt werde ich sie in jedem Fall wiedererkennen.

Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu wissen, dass „Inherent Vice“ schon bald das Etikett des Kiffer-Kultfilms anhaften wird.

Der Gitarrist von Radiohead (Jonny Greenwood) hat, wie zuvor schon bei PTAs Filmen „There Will Be Blood“ und „The Master“, den Score komponiert. Mein Lieblingssong auf dem Soundtrack ist „Vitamin C“ von Can (der Song, der zum Anfang gespielt wird)

„Inherent Vice“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2014 gezeigt.

In den U.S.A. ist der Film am 12.12.14 mit genau 5 Kopien landesweit gestartet. Seit dem 9.1.15 läuft er in 645 (und mehr) amerikanischen Kinos.

„Inherent Vice“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Am 15.01.15 wurde der Film mit zwei Academy Award-Nominierungen (Bestes adaptiertes Drehbuch und Bestes Kostümdesign) bedacht. In meine Augen hätte er mindestens auch in der Kategorie Bestes Make-up und beste Frisuren nominiert werden müssen.

A- (Wertung von A bis F) Mittlerweile habe ich „Inherent Vice“ ein zweites Mal im Kino gesehen. Das ist definitiv ein Film, den ich mir zig Mal angucken kann. Ich liebe den Film für seine Locations, seine Ausstattung, seine Szenen, seine Szenenbilder, seine Musik, seine Dialoge, für Doc und Bigfoot, für Doc alleine, für Docs Gesichtsausdrücke… Ganz sicher ist der Film jedoch nicht für jeden geeignet. Das erste Mal habe ich „Inherent Vice“ in einem Programmkino gesehen, da waren die Zuschauer von dem Film ähnlich angetan wie ich. Bei meinem zweiten Kinobesuch war ich in einem Kinocenter und habe beobachtet, dass einige Zuschauer die Vorstellung während des Films verlassen haben.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

sicherlich einige. Bei dem Film „A Most Violent Year“, den ich mir direkt davor angeschaut habe, gab es aber leider Tonprobleme und der Film musste neu gestartet werden, dadurch kam ich zu spät, um die Trailer zu sehen. Bei meiner zweiten Sichtung im Kino wurden folgende Trailer gezeigt:

Trailer v. Film: „Still Alice“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Alzheimer-Drama, das Julianne Moore den Oscar bescheren wird
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Danny Collins“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Al Pacino (der immer schlechtere Perücken zu tragen scheint), Annette Bening, Christopher Plummer und Bobby Cannavale
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Terminator Genisys“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch einer? Was die Welt so alles nicht braucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Focus“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Neuer Film mit Will Smith und „The Wolf of Wall Street“s Margot Robbie.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Run All Night“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Bei einem Liam Neeson-, Ed Harris-Actioner bin ich grundsätzlich an Bord
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unfinished Business“
Bewertung des Trailers: B (Redband Trailer)
Kommentar: Komödie mit Vince Vaughn, Tom Wilkinson und Dave Franco. Der Film spielt in Berlin, schon alleine deshalb muss ich ihn gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Labor Day"

Ich war am 02.02.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Labor Day“ (dt. Kinostart: 08.05.14) 111 min drama, adaptation
dir. Jason Reitman cast: Kate Winslet, Josh Brolin, Gattlin Griffith, Tobey Maguire, J.K. Simmons, Clark Gregg, Tom Lipinski

Im Jahr 1987. Der dreizehnjährige Henry (Gattlin Griffith) wird von seiner Mutter Adele (Kate Winslet) großgezogen. Seitdem sein Vater (Clark Gregg) die Familie verlassen hat, leidet seine Mutter unter starken psychischen Problemen. Sie verlässt nur noch selten das Haus. Am Freitag eines Feiertagswochenendes geht Henry mit seiner Mutter einkaufen. Im Supermarkt wird er von einem blutenden Mann (Josh Brolin) angesprochen. Dieser Mann zwingt die Beiden, ihn mit zu sich nach Hause zu nehmen. Es stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um einen entflohenen Sträfling handelt. Der Mann, namens Frank, ist ein verurteiltet Mörder. Henry beobachtet derweil wie seine Mutter durch Frank langsam aufblüht und ihn nicht mehr gehen lassen will…

C- (Wertung von A bis F) Der Film „Labor Day“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joyce Maynard.

Der kanadische Regisseur Jason Reitman hat zuvor erst vier Spielfilme gedreht und alle vier („Thank You for Smoking“, „Juno“, „Up in the Air“ und „Young Adult“) fand ich entweder großartig oder wenigstens richtig gut. Warum hat er sich also für Verfilmung eines grauslichen Romans entschieden. Ich habe das Buch nicht gelesen, die Vorlage zu diesem Film kann jedoch nur mit einem Groschenroman vergleichbar sein.

Der Film „Labor Day“ kann sich nicht wirklich entscheiden, was er sein will: Thriller, Erotikthriller, Backsendung mit Softporno-Touch, Familiendrama, Liebesfilm, Film übers Erwachsenwerden, dann wieder Drama, usw. „Labor Day“ ist all das und zugleich nichts, dazu noch (teilweise) Rosamunde Pilcher-Romantik und viel zu eindringliches Gedudel. Das fand ich ziemlich schwer zu ertragen. Dazu kommt noch, dass dieser Junge (Gattlin Griffith), der nun auch eine der Hauptrollen spielt, schlecht gecastet wurde. Die Geschichte wird aus Sicht des Jungen erzählt, Tobey Maguire, der den erwachsenen Henry spielt, ist der Erzähler – was die ganze Sache auch irgendwie nicht besser macht. Ich gebe zu, dass ich mich beinahe den kompletten Film mit dem Gedanken rumgeschlagen habe, das Kino zu verlassen.

Ich fand die erzählte (Liebes)Geschichte ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Bei „Labor Day“ wird mit genauen Zeitangaben gearbeitet. Die starke emotionale Bindung hat sich über einen Zeitraum von nur vier Tagen entwickelt. Wären die Einblendungen der Tage nicht gewesen, hätte ich gedacht, es wären Wochen oder Monate gewesen. Dann wären auch die lebensverändernden Entscheidungen nachvollziehbarer gewesen, so eher nicht. Das Verhalten der Beteiligten in bestimmten Situationen (beispielsweise mit dem geistig zurückgebliebenen Jungen) ist absurd und realitätsfremd.

Auf Josh Brolin bin ich spätestens seit „Oldboy“ nicht mehr gut zu sprechen. Dieser Film hat daran nichts ändern können. Was mich allerdings fasziniert hat, ist der junge Mann, der Josh Brolins Charakter Frank in jungen Jahren spielte. Tom Lipinski hat hier eine frappierende Ähnlichkeit mit Josh Brolin. Ich hätte mir gewünscht, dass er bereits in „Oldboy“ den jüngeren Brolin gespielt hätte – auch wenn der Film dadurch auch nicht besser geworden wäre.

Letztlich war Kate Winslet die Einzige, die mich davon abgehalten hat, das Kino vorzeitig zu verlassen.

„Labor Day“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt.

Der Film war im Vorfeld für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Nicht mehr, als man ihn gezeigt hat. Kate Winslet wurde für dieses Rolle für einen Golden Globe nominiert.

Der amerikanische Trailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Draft Day“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Sportfilm mit Kevin Costner (schon wieder), Frau Affleck und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nee

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Interstellar“
Bewertung des Theaters: B+
Kommentar: Christopher Noland neuer Sci-Fi-Film mit Matthew McConaughey (ich liebe seine Stimme), Anne Hathaway (Boah – Kotz), Jessica Chastain, Michael Caine
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Other Woman“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz und Leslie Mann. (Schön zu sehen, dass auch Cameron Diaz älter wird und noch besser, dass sie auf Botox verzichtet)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „Noah“
Bewertung des Trailer: B-
Kommentar: Darren Aronofskys neuer Film, Bibel-Verfilmung mit Russell Crowe als Noah
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Chicago – Film: "Oldboy"

Ich war am 29.11.13 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Oldboy“ (dt. Kinostart: 05.12.13) 120 min drama, action, adaptation, remake
dir. Spike Lee cast: Josh Brolin, Elizabeth Olsen, Sharlto Copley, Samuel L. Jackson

Joe Doucett (Josh Brolin) arbeitet in der Werbung. Er ist eine ziemlich widerliche Type, Alkoholiker, seine Ex-Frau hat immer Stress mit ihm, jetzt hat er auch noch den dritten Geburtstag seiner Tochter vergessen. Als er eines Nachts viel zu viel getrunken hat, wacht er am nächsten Morgen in einem recht heruntergekommenen Hotelzimmer auf. Joe muss bald feststellen, dass es sich gar nicht um ein Hotelzimmer handelt, es gibt kein Telefon, ein Fenster auch nicht und die Zimmertür lässt sich nicht öffnen. Er ist gefangen für eine lange Zeit. Im Fernsehen erfährt er, dass seine Ex-Frau vergewaltigt und ermordet wurde und er als Hauptverdächtiger gesucht wird. Über den Fernseher sieht er wie seine kleine Tochter adoptiert wird und über die Jahre sieht er seine Tochter aufwachsen. Aber warum wurde er entführt und eingesperrt? Nach zwanzig Jahren kommt er frei…

D+ (Wertung von A bis F) „Oldboy“ basiert auf dem gleichnamigen japanischen Manga. Es ist ein Remake des gleichnamigen koreanischen Films von Park Chan-wook. Der Film aus dem Jahr 2003 hat auf dem Cannes Film Festival in dem darauffolgenden Jahr den großen Preis der Jury gewonnen. Spike Lee hat betont, dass sein Film kein Remake ist, er sieht seinen Film als Interpretation des Originals.

Spike Lee („Do the Right Thing“, „Malcolm X“, „Inside Man“) ist ein interessanter Filmemacher, auch schreibt er mitunter gelungene Vorlagen für Filme. Seine Regiearbeit „25th Hour“ zählt zu einem meiner Lieblingsfilme (Um in diesem Beitrag auf irgendetwas Gutes von Spike Lee hinzuweisen, habe ich weiter unten einen Link zu Edward Nortons fantastischer Monolog-Szene aus „25tth Hour“ gestellt, auch wenn diese Szene aus dem Zusammenhang gerissen ist). Warum wagt sich Spike Lee also an ein Remake dieses komplexen koreanischen Kultfilms? Wenn ich so überlege, konnte das eigentlich nur schief gehen.

Die Neuverfilmung von „Oldboy“ ist ein selten blöder Film. In einigen Szenen ist klar erkennbar, wie fast verzweifelt Spike Lee hier versucht, einen coolen Film zu inszenieren. Vor 1 1/2 Jahren habe ich mir erst den Originalfilm angeschaut, mir war also die Auflösung bekannt. Spike Lee hat das Ende in seinem Film verändert. Die finale Auflösung und die Rückblenden in der Neuverfilmung sind zum Schreien grotesk. Das Motiv des Entführers/Geiselnehmers ist so unfassbar an den Haaren herbeigezogen, dass ich – wenn ich mich nicht den ganzen Film über schon so geärgert hätte – wirklich lauthals hätte loslachen müssen.

Das Übel fängt schon mit Josh Brolin (No Country for Old Men, Milk, W.True Grit) an. Was für eine Fehlbesetzung. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich ihn über die letzten Jahre öfter für seine schauspielerische Leistung gelobt. War ich von Sinnen oder hat er gerade nur eine schlechte Phase? Die Kampfmaschine in „Oldboy“ nehme ich jedenfalls keine Sekunde ab, daher wirken die gesamten Kampfszenen schon unbeschreiblich absurd. Auch sieht er 1993 (als er gefangen genommen wird) aus wie Mitte/Ende 40 und zwanzig Jahre später sieht er genauso alt aus.

Josh Brolin ist aber nicht der Einzige, der eine schlechte Performance gibt, Elizabeth Olsen ist hier auch völlig unglaubwürdig, was aber sicherlich auch ihrer Filmfigur zuzuschreiben ist. Sharlto Copley (District 9, Elysium) hätte seinen Filmcharakter gut getroffen, wenn die Figur als eine Art Parodie angelegt wäre. So hat er jedoch alles was zu diesem Zeitpunkt in dem Film schon daneben ging, nur noch verschlimmert.

Der einzige Lichtblick in dem Film ist für mich Samuel L. Jackson (und eigentlich nur weil ich ihn gerne sehe).

Jeder, der auch nur das geringste Interesse hat, „Oldboy“ zu sehen, sollte sich den koreanischen Originalfilm ansehen.

Lange bevor „Oldboy“ der Öffentlichkeit gezeigt wurde, war der Film mal für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Josh Brolin)

Trailer zu sehen:

Edward Nortons großartige Monolog-Szene aus dem Film „25th Hour“:

vorgeschaltete Trailer:
(Ich bin etwas spät gekommen, daher habe ich nur noch die folgende Trailer mitbekommen)

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Rüssels neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Mittlerweile ist bekannt, dass „Hustle“ ein heißer Oscar-Anwärter ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Pompeii“
Bewertung des Theaters: B+
Kommentar: Film von Paul W.S. Anderson, der im Februar 14 ins amerikanische Kino kommt…der kann gar nicht gut sein. Wenn er nicht grottenschlechte Kritiken bekommt, gucke ich ihn
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Devil´s Due“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „That Awkward Moment“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Zac Efron, Miles Teller, Michael B. Jordan. Ich kann mir keinen Film mit Zac Efron angucken, auch wenn ich Miles Teller und Michael B. Jordan gerne sehe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Boston – Film: "True Grit"

Ich war am 03.01.11 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„True Grit“ (dt. Kinostart: 24.02.11) 110 min western, adaptation, remake
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin, Bruce Green, Roy L. Jones, Barry Pepper, Hailee Steinfeld, J. K. Simmons

Die 14jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) will den Mord an ihrem Vater rächen. Daher begibt sie sich auf die Suche nach Tom Chaney (Josh Brolin) und engagiert den U.S. Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges). Der Texas Ranger La Beef (Matt Damon) hat ebenfalls Interesse, Tom Chaney in seine Gewalt zu bringen…

B+ (Wertung von A bis F) „True Grit“ wurde von dem gleichnamigen Roman von Charles Portis adaptiert. Der Film ist ein Remake des gleichnamigen John Wayne Films von 1969. Den Original-Film habe ich nicht gesehen.

Auch wenn viele Zutaten vorhanden sind (überwältigende Bildsprache, Besetzung von außergewöhnlich ulkigen Typen in beinahe jeder Nebenrolle, originelle Dialoge, tolle Ausstattung und komische und doch so großartige Szenen) fühlt sich „True Grit“ nicht wie ein typischer Coen Bros. Film an. Es ist eher ein richtig guter und solider Western. Das erste was auffällt, ist tatsächlich die – wieder einmal – teils wunderschönen Bilder. Wie in so vielen Coen Bros. Filmen ist wieder der Kameramann Roger Deakins dafür zuständig. Bereits 8 x für den Oscar nominiert („The Shawshank Redemption“, „Fargo“, „Kundun“, „O Brother, Where Art Thou?“, „The Man Who Wasn´t There“, „The Assasination of Jesse James by the Coward Robert Ford“, No Country for Old Men, The Reader), ist es langsam auch für ihn an der Zeit, dass er den Goldmann gewinnt. Hätte Jeff Bridges im letzten Jahr nicht einen Oscar für Crazy Heart gewonnen, wäre er sicherlich dieses Jahr an der Reihe (so ist meiner Meinung nach zu Recht Colin Firth, der den Oscar gewinnen wird). Hailee Steinfeld gibt eine sensationelle Performance. Zu den Dreharbeiten war sie erst dreizehn Jahre alt, sie gibt hier ihr Spielfilmdebüt. Hut ab! Sie spielt hier zwar eindeutig die Hauptrolle, der Politik der Oscars zufolge wird sie jedoch voraussichtlich für die beste Nebenrolle nominiert. Matt Damon, der sich ebenso wie Jeff Bridges und sämtliche Schauspieler, in „True Grit“ durch den Film nuschelt, liefert hier in meinen Augen einer seiner besten Leistungen ab.

Die letzten ca. 30 Minuten von „True Grit“ fand ich genial. Ich war geneigt, meine „B+“ Bewertung auf „A-“ zu verbessern, aber das hätte nicht meinen Eindruck von dem gesamten Film wiedergespiegelt. Vielleicht sollte ich ihn mir bald noch einmal anschauen. Definitiv ist es ein Film, den man mehrmals sehen kann.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Lincoln Lawyer“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Auch wenn ich Matthew McConaughey nur ganz begrenzt optisch ertragen kann (immerhin mag ich seine Stimme und Sprache) macht dieser Thriller mit der tollen Marisa Tomei und William H. Macy, Ryan Phillippe und Josh Lucas erst einmal einen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Mechanic“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actioner mit Jason Stratham, Ben Foster und Donald Sutherland
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % bzw. 100% (wg. Ben Foster)

Trailer v. Film: „The Rite“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm mit Anthony Hopkins
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % (für Anthony Hopkins und weil dieser Trailer wirkt)

Trailer v. Film: „Country Strong“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Gwyneth Paltrow als Country-Sängerin, Musik empfinde ich als ziemlich unerträglich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Adjustment Bureau“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi/Fantasy/Thriller mit Emily Blunt und Matt Damon. Trailer macht einen recht guten Eindruck. An einer bestimmten Stelle im Trailer habe ich sogar Gänsehaut bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Transformers: Dark of the Moon“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Zu dem Film muss man sicherlich nichts weiter sagen… Frage: Warum spielt hier Frances McDormand und John Malkovich mit??? Zu dem Trailer möchte ich erwähnen, dass (ohne zu Beginn des Trailers zu wissen, was für ein Film hier beworben wird) der Trailer bei mir von einem entspannten B+ so bald der Name MICHAEL BAY auf der Leinwand erschien, auf ein zorniges D in meiner Bewertung gewandert ist…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rango“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm, gesprochen von Johnny Depp. Der neue, sehr ausführliche Trailer ist nicht mehr sooo doll.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "You Will Meet a Tall Dark Stranger"

Ich war 25.09.10 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„You Will Meet a Tall Dark Stranger“ (dt. Titel: „Ich sehe den Mann Deiner Träume“, dt. Kinostart: 02.12.10) 98 min comedy, drama
dir. Woody Allen cast: Anthony Hopkins, Gemma Jones, Josh Brolin, Naomi Watts, Antonio Banderas, Freida Pinto, Lucy Punch

London. Der verspätet-midlifekriselnde Alfie (Anthony Hopkins) macht auf einmal viel Sport, kauft sich ein schnelles Auto und verlässt nach über 40 Jahren seine Frau Helena (Gemma Jones). Helena ist völlig verzweifelt und geht zu der von ihrer Tochter Sally (Naomi Watts) empfohlenen Wahrsagerin, einer Schwindlerin. Naomi Watts hat eigene Probleme in ihrer Ehe mit dem nicht länger erfolgreichen Schriftsteller Roy (Josh Brolin). Außerdem hat sie sich in ihren Chef Greg (Antonio Banderas) verliebt und Roy ist dabei, sich in die schöne Frau vom gegenüberliegenden Haus, Dia (Freida Pinto) zu vergucken. Schließlich offenbart Alfie seiner Tochter Sally und seinem Schwiegersohn Roy, dass er eine junge Frau namens Charmaine (Lucy Punch) heiraten will…

C+ (Wertung von A bis ) Woody Allen erzählt hier einmal mehr Geschichten über komplizierte Beziehungen. Hier werden die unterschiedlichsten Beziehungen innerhalb einer Familie beleuchtet. Diese sind mehr oder weniger lustig und interessant. Ganz großartig fand ich Anthony Hopkins Geschichte. Erst einmal freue ich mich immer, diesen überragenden Schauspieler zu sehen, dann fand ich diese sicherlich nicht neue Story hier sehr komisch erzählt und natürlich ist Hopkins Performance sensationell, aber der Hauptgrund ist Lucy Punch. Bewusst habe Ich sie das erste Mal vor zwei Monaten in Dinner for Schmucks gesehen und war schlichtweg sprachlos als ich sie sah. Ratlos sicherlich auch, weil ich mich a) die ganze Zeit gefragt habe, ob das ein Transvestit ist und b) weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich sie entsetzlich oder richtig toll finde. Ein dazwischen gibt es nicht. Bei „You Will Meet a Tall Dark Stranger“ hatte ich zunächst ein ähnliches Empfinden. Ich glaube, ich musste mich erst einmal an sie gewöhnen, denn jetzt mag ich sie und bin schon gespannt, die britische Schauspielerin bald wieder in einem Film zu sehen. Vermutlich ist Lucy Punchs Rollenauswahl durch ihr auffälliges Äußere aber beschränkt. Schauspielerisch war ich sehr von Gemma Jones angetan. Ich kann mich nicht erinnern, sie je irgendwo gesehen zu haben („Harry Potter“-Filme gucke ich nicht und die „Bridget Jones“-Filme habe ich komplett aus meiner Erinnerung verdrängt). Auch wenn Josh Brolins Geschichte nur so mittelgut ist, so ist er – in so einer ganz anderen Rolle (eigentlich eine typische Mark Ruffalo-Rolle) – auch hier überzeugend.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Due Date“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Conviction“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Rockwell wirkt hier (wieder) so extrem gut, dass ich hoffe, das es für eine Oscar-Nominierung reicht. Vielleicht sogar eine für Hilary Swank. Film auch mit Melissa Leo, Minnie Driver und Juliette Lewis
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Somewhere“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sophia Coppolas neuer Film spricht mich absolut an und der Film zählt zu denen, auf die ich mich in der Saison am meisten freue.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%