Oscar-Nominierungen 2019: Fakten und meine Wette


Am Dienstag, den 22.01.19 werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben. Ich werde natürlich, wie jedes Jahr, zu den Oscar-Nominierungen Stellung nehmen. Auch wenn ich mehr an der Analyse der Oscar-Saison interessiert bin, habe ich seit vielen Jahren mit meinem Kumpel zwei Oscar-Wetten (eine Oscar-Nominierungswette, bei der wir erraten, welche Filme, Regisseure und Schauspieler tatsächlich nominiert werden und dann die eigentliche Oscar-Gewinner-Wette mit allen 24 Kategorien) laufen. Heute veröffentliche ich meine finale Prognose zu den Oscar-Nominierungen in zwei Tagen.

Zunächst zu den Fakten der Oscar-Saison 2018/2019: 

Ich erinnere mich, dass die heftiger Kritik an der Oscar-Academy vor drei Jahren (in der Saison 2015/2016) begann: #OscarsSoWhite. Alle nominierten Filme (Spotlight, The Big Short, The Revenant, The Martian, Mad Max: Fury Road, Bridge of Spies, Brooklyn und Room) handelten von weißen Menschen und mitunter ihren Problemen. In diesem Oscar-Jahr war auch kein einziger dunkelhäutiger Schauspieler nominiert. Was so ein Shitstorm bewirken kann, ist unglaublich, die Academy hat sich die Kritik zu Herzen genommen und das Resultat werden wir wieder – wie bereits in den beiden Jahren zuvor – bei den Oscar-Nominierungen schwarz auf weiß sehen. 

Die Kritik, die dieses Jahr an der Academy dazukam, ist hausgemacht. Ich hatte mich bereits im Detail bei meiner ersten Oscar-Prognose im September  dazu geäußert, nochmal in Kurzfassung: Im August gaben sie eine Pressemitteilung heraus, in dem sie u.a. bekanntgaben, eine neue Kategorie Best Popular Film einführen zu wollen. Dumm nur, dass sie keine Details (welche Filme sich dafür qualifizieren würden, etc.) preisgaben. Telefonisch, schriftlich oder persönlich zu erreichen waren sie in dieser Zeit des Aufruhrs auch nicht. Sie haben dann erwartungsgemäß zurückgerudert und die Kategorie erst mal zurückgestellt. Peinlich ist es aber trotzdem. 

Dann hatten sie bis Anfang Dezember keinen Oscar-Gastgeber bekanntgegeben. Ist nicht schlimm, gab es auch schon öfter. Am 05.12.18 gab A.M.P.A:S. dann bekannt, dass der afroamerikanische Komiker Kevin Hart die Oscars moderieren soll. Blöd nur, dass sie sich offensichtlich vorher nicht mit ihm befasst hatten, sonst hätten sie nämlich gewusst, dass er früher oft schwulenfeindliche Äußerungen von sich gab. In Zeiten des Internets kommt so etwas schneller ans Tageslicht als manch einem lieb sein dürfte. Leute! Die männlichen Zuschauer, die selbst nicht in der Filmindustrie arbeiten und die Oscar-Verleihung gucken sind vorwiegend aus der LGBTQ-Community. So, jedenfalls hat die Academy Kevin Hart geraten, sich für seine vielen Äußerungen aus der Vergangenheit zu entschuldigen. Hat er aber nicht, hat gesagt, er wäre ein anderer Mensch usw usw und ist lieber zwei Tage später von selbst zurückgetreten. Das ganze Desaster war eigentlich einen Monat später schon wieder vergessen bis eine der beliebtesten (und offen lesbische) amerikanischen Moderatorinnen (und Oscar-Gastgeberinnen) Ellen DeGenres, Kevin Hart in ihre tägliche Nachmittagsshow einlud, sich für ihn stark machte und sogar meinte, sie würde die Academy anrufen und bitten, ihn als Oscar-Gastgeber zurückzunehmen. Wow, als ich das im Fernsehen sah, musste ich mir erst mal kräftig die Augen reiben. Naja, um das Ganze abzukürzen – ich könnte jetzt richtig ausholen, aber lasse es, nach einigem Hin und Her hat Kevin Hart gesagt, nein, er kehrt nicht zurück. 

Wenn A.M.P.A.S. nun nicht noch jemanden aus dem Hut zaubert, wird es also aller Voraussicht bei der Oscar-Verleihung am 24.02.19 keinen Gastgeber geben. Ist nicht schlimm, hatten wir auch schon. Derzeit gibt es aber Gerangel um die Präsentatoren. Die Academy möchte die Stars, die auf ihrer Bühne die Gewinner ansagen, exklusiv haben. HFPA (Golden Globes) und  SAG/AFTRA, die selbst eine im TV übertragende Show haben durften/ dürfen nicht die Stars, die bereits ihr Okay für die Oscar-Show gegeben haben, auffahren. Das ist doch Kindergarten… für schwer Erziehbare. Aus dieser Misere müssten eigentlich Konsequenzen folgen, eigentlich müsste jemand seinen Hut nehmen, in jedem Fall braucht A.M.P.A.S. ein besseres PR-Team. 

So, jetzt aber zu positiven Fakten:

Im Jahr 2018 wurden 928 Künstler eingeladen, der Oscar Academy beizutreten. Nicht jeder nimmt die Einladung an, auch verliert die Academy (durch den Tod von Mitgliedern oder auch beispielsweise, durch ihre Option, ein stilles – also nicht wählendes – Mitglied zu sein oder wenn sie aufgrund von Skandalen ein Mitglied vor die Tür setzen) jedes Jahr viele wahlberechtigte Mitglieder. Für die diesjährige Abstimmung für die Oscar-Nominierungen und und den eigentlichen Award gibt es 7902 Mitglieder, die wahlberechtigt sind.

Für die 91. Academy Awards haben sich 347 Filme qualifizieren können. Jeder Mitglied wählt in seinem Berufszweig (Regisseure wählen die für sie in diesem Jahr besten Regisseure, Schauspieler wählen die, ihrer Meinung nach, in diesem Jahr besten Schauspieler, die Kameramänner/frauen listen die beste Kameraarbeit, etc.) Es gibt jedoch beispielsweise auch eine Casting Director Branch, da die aber bislang noch keine eigene Kategorie haben, dürfen die nur den besten Film bestimmen). Jedes Mitglied wählt ansonsten zusätzlich zu seiner eigenen Gruppe die Filme, die eine Beste-Film-Nominierung erhalten und dieses Jahr beispielsweise auch die Animationsfilme, die nominiert werden. In dieser Kategorie darf nur gewählt werden, wenn das Mitglied nachweislich einen Großteil dieser Filme gesehen hat. In diesem Jahr müssen sie 13 der 25 für den Oscar qualifizierten Animationsfilme gesehen haben.

Seit einiger Zeit wird auch bei den Oscar-Nominierungen nach dem preferential system bestimmt. Jedes Mitglied listet seine Favoriten der Reihe nach. Dabei können sie aber auch bei der Kategorie Bester Film nur fünf Plätze vergeben. Es bedarf rund 250 Nummer 1- Stimmen in der ersten Auszählung, um sicher eine Oscar-Nominierung als Bester Film zu ergattern. 250 Academy-Mitglieder müssen beispielsweise „Roma“ als ihren Nr.1-Film platzieren. Bei „Roma“ ist das einfach, sich vorzustellen. 

 

Bei den Oscar-Nominierungen werden dann 5 bis zu 10 Filme in der Kategorie Bester Film nominiert. Seitdem es diese vage Anzahl gibt, gab es entweder 8 oder 9 Filme, die nominiert wurden – nicht weniger, aber auch nicht mehr. 

 

„Roma“ hat nahezu alle Kritikerpreise im Jahr 2018 gewonnen. Dieser fremdsprachige Netflix-Film konnte in der ersten, im TV live übertragenden Filmpreisverleihung (Golden Globes) nicht gewinnen, da er aufgrund der HFPA-Regeln nicht als Bestes Drama nominiert werden durfte. Gewonnen hat dort – zur Belustigung aller – „Bohemian Rhapsody“. Bei der zweiten, im TV live übertragenden Filmpreisverleihung (Critic Choice Awards) hat „Roma“ die Kategorie Bester Film für sich entscheiden können. 

„Green Book“ ist nun mit dem gestrigen PGA-Gewinn (den Preis der Produzenten) so etwas wie der Favorit auf den Oscar-Gewinn. Dieser Film hat einen Mega-Shitstorm abbekommen. Nicht unbegründet, „Green Book“ ist der „Ein Weißer rettet den Schwarzen“-Film, die Angehörigen des schwarzen Charakters im Film werfen den Autoren und Produzenten und dem Regisseur vor, eine völlig falsche Geschichte zu erzählen, bzw. anders ausgedrückt: Lügen zu verbreiten. Dem Drehbuchautor und Sohn von Viggo Mortensens Charakter wird nachweislich Trump-Nähe und Feindlichkeit gegenüber Muslimen nachgesagt und und und. Während die Aufregung riesig ist, segelt „Green Book“ aber in den sicheren Hafen von Nominierungen und Preisen und etabliert sich dabei als Oscar-Favorit. Mich erinnert es irgendwie daran, wie Donald Trump die U.S.-Präsidentschaftswahl für sich entschied. 

„A Star is Born“ hat nach den Nominierungen innerhalb der Filmindustrie ganz klar die Nase vorn. Es gibt keinen anderen Film in dieser Saison, der wirklich quasi von allen Gilden (den Produzenten, den Regisseuren, den Schauspielern, den Autoren, den Kameramännern, den Sound-Experten, den Kostümdesignern, den Make-Up und Hairstylisten und und und) nominiert wurde. Das Problem: Der Film hat leider bisher noch keinen wichtigen Preis gewonnen. 

Der vierte Film, der in meinen Augen, den Oscar als Bester Film gewinnen kann, ist „BlacKKKlansman“. Bei allen wichtigen Filmpreisen wird er nominiert. Die Schauspieler (SAG/AFTRA) und die Briten (BAFTA) stehen hinter diesem Film. Ähnlich wie bei „A Star is Born“, das Problem hier auch: dieser Film muss langsam mal etwas gewinnen. 

Wir haben also ganz sichere vier Filme

Roma 

Green Book

A Star is Born

BlacKKKlansman 

Die Gewerkschaft der Regisseure hat auch die o.g. vier Filmemacher nominiert, plus Adam McKay (für „Vice“), logische Schlussfolgerung (auch wenn ich den Film völlig verunglückt fand) ist der fünfte Film:

Vice 

Dann, weil die Briten ihn pushen, Einzelnominierungen der Schauspieler sicher sind, als sechsten Film:

The Favourite

An siebenter Stelle und da müssen wir eigentlich noch mal kurz durchatmen, in uns gehen, weil es eine Sensation ist. Zum ersten Mal wird ein Superheldenfilm (allerdings mit einer gesellschaftlichen Relevanz) für den Oscar nominiert. Alles deutet daraufhin, daher:

Black Panther 

An achter Stelle, und das tut mir persönlich sehr weh, ein Film, der unter Filmkritikern als schlecht gilt. Der nun aber aufgrund der Musik von Queen Massen an Zuschauer in die Kinos gelockt hat und bombastische Zahlen macht: „Bohemian Rhapsody“. Besonders ärgert mich, dass der Film mit „A Star is Born“ verglichen wird. Leute, ASIS ist zwar nur ein Remake, das dritte noch dazu, aber die Songs sind neu und werden von den beiden Protagonisten (Cooper und Gaga) selbst gesungen, die Konzertaufnahmen sind vor Live-Publikum gefilmt worden (was man spürt), der Produktionswert ist wesentlich höher als bei dem Queen-Film, bei dem der Schauspieler zu Mercurys Gesang nur die Lippen bewegt, nur die altbekannten Songs zu hören sind und ansonsten nur mit viel Maske und Computereffekten am Ende ein, wenn man die Augen zudrückt, geradenochsomittelmäßiger Film dabei rauskam. Noch dazu ist der Film von dem Skandal-Regisseur Bryan Singer, der auch noch kurz vor Ende der Dreharbeiten gefeuert wurde. Er selbst konnte seinen Film nicht promoten, weil ihm sexuelle Übergriffigkeit vorgeworfen wird. Bei den Dankesreden – und das muss man sich mal vorstellen – von Rami Malek und den Produzenten bei den Golden Globes wurde dem Regisseur nicht gedankt. .Ja, ich werde es nicht verstehen, dass ich mich mit diesem Film im Zusammenhang mit den Oscars überhaupt auseinandersetzen muss, aber die Liebe zu Queen ist grenzenlos und es gibt meist eine Gurke unter den nominierten Filmen, daher:

Bohemian Rhapsody

Das wären acht nominierte Filme. Alles andere ist Kann und nicht Muss. „First Man“ und „If Beale Street Could Talk“ haben keine PGA-Nominierung, ohne die ist ein Oscar-Gewinn aussichtslos. Nominiert werden könnten sie aber, dafür bräuchte der Film rund 250 leidenschaftliche Fans innerhalb der Academy, die diesen Film als ihren Nummer 1- Film setzen. Sind „First Man“ und „If Beale Street Could Talk“ typische Nr. 1-Filme? Ich glaube schon, aber auch „First Reformed“ und vielleicht sogar „A Quiet Place“. Richtig stehe ich nicht dahinter, aber ich nehme als neunten Film:

First Man

 

Unabhängig von unserer Wette vermute ich, dass „A Star is Born“ mit den meisten Nominierungen ins Oscar-Rennen ziehen wird. 

 

Jetzt geht es also um die Oscar-Nominierungen. Bei unserer Wette bekommt man für jede richtig geratenen Nominierung einen Punkt und zwei Zusatzpunkte für die richtig geratene Anzahl der nominierten Filme.

Meine Prognose für die Oscar-Nominierungen (die Kandidaten sind in der Reihenfolge gelistet, in der ich denke, dass eine Nominierung am Wahrscheinlichsten ist). Für die Wette zählen nur die 9 Filme (weil ich davon ausgehe, dass wieder neun Filme nominiert werden) bzw. die jeweils 5 in den anderen Kategorien, die ich gelistet habe.

Best Motion Picture of the Year

  1. Roma
  2. Green Book
  3. A Star is Born
  4. BlacKKKlansman
  5. Vice 
  6. The Favourite
  7. Black Panther
  8. Bohemian Rhapsody
  9. First Man

—————————-

  1. If Beale Street Could Talk
  2. A Quiet Place
  3. Can You Ever Forgive Me?
  4. Mary Poppins Returns
  5.  First Reformed
  6. Leave No Trace
  7. Crazy Rich Asians
  8. Widows

Bei der Kategorie Bester Film bin ich mir – wie gesagt – nur bei den ersten vier Filmen sicher. In meiner September- und November-Prognose hatte ich „Roma“ als Gewinnerfilm gesehen, dann bin ich, nachdem ich den Film gesehen habe, davon abgewichen (weil ich dachte, dass die Schauspieler ihn nicht unterstützen werden). Momentan sehe ich „Roma“ wieder als Gewinner-Film.

 

Achievment in Directing

Alfonso Cuaron „Roma“

Bradley Cooper „A Star is Born“

Spike Lee  „BlacKKKlansman“

Yorgos Lanthimos „The Favourite“

Peter Farrelly „Green Book“

In dieser Kategorie bin ich mir nur bei Alfonso Cuarón richtig sicher. Bradley Cooper könnte den „Ben Affleck“ machen und nicht nominiert werden. Spike Lee wurde noch nie von AMPAS als bester Regisseur nominiert, das wäre also eine Sensation. Die DGA-Fünf beinhalten aber die drei und zusätzlich Peter Farrelly und Adam McKay. Es ist einzig Adam McKay zu „verdanken“, dass sein Film „Vice“ eine solche ungeordnete Katastrophe wurde, dafür werden sie ihn doch nicht noch belohnen? Richtig happy wäre ich mit Pawel Pawlikowski (Cold War) oder vielleicht Barry Jenkins (If Beale Street Could Talk), meinetwegen auch Oscar-Gewinner Damien Chazelle (First Man). Vielleicht ist es aber auch Paul Schrader (First Reformed), der so viele Jahrzehnte ignoriert wurde. 

 

Performance by an actress in a leading role

Glenn Close „The Wife“

Olivia Colman „The Favourite“

Lady Gaga „A Star is Born“

Melissa McCarthy „Can You Ever Forgive Me?“

Viola Davis „Widows“

Auch hier gibt es große Unsicherheitsfaktoren. Hundertprozentig sind nur Glenn Close, Olivia Colman und Lady Gaga. Sollte Yalitza Aparicio (Roma) nominiert werden, brauchen wir gar nicht weiter zu rätseln, welcher Film BP gewinnt. Dann kann es eigentlich nur „Roma“ sein. Die restlichen zwei Schauspielerinnen könnten aber auch Emily Blunt (Mary Poppins Returns), Joanna Kulig (Cold War), Toni Collette (Hereditary) oder Saoirse Ronan (Mary Queen of Scots). Es könnte sogar Julia Roberts (Ben is Back) sein.

 

Performance by an actor in a leading role

Christian Bale „Vice“

Rami Malek „Bohemian Rhapsody“

Bradley Cooper „A Star is Born“

John David Washington „BlacKKklansman“

Viggo Mortensen „Green Book“

Tja. Bale und Rami Malek werden ziemlich sicher nominiert, für Bradley Cooper sieht es auch ganz gut aus. Das sind die sicheren Drei. Eine Nominierung für John David Washington würde zeigen, wie beliebt „BlacKKKlansman“ innerhalb der Academy ist. Eine Nicht-Nominierung für Viggo würde zeigen, dass die Schmutzkampagne für „Green Book“ doch irgendwo Früchte getragen hat. Mit dem gestrigen PGA-Preis für „Green Book“ sieht es aber so aus, als ob „Green Book“ nach wie vor sehr viele Fans, selbst innerhalb der Filmindustrie hat. Gerade für Viggo könnte Ethan Hawke (First Reformed) reinkommen, der die amerikanischen Kritiker hinter sich hat. Für eine Nominierung stehen aber auch andere in der Schlange: Willem Dafoe (At Eternity´s Gate, Ryan Gosling (First Man), Lucas Hedges (Boy Erased)

 

Performance by an actress in a supporting role

Rachel Weisz „The Favourite“

Emma Stone „The Favourite“

Amy Adams „Vice“

Nicole Kidman „Boy Erased“ 

Regina King „If Beale Street Could Talk“

So, hier wird es spannend. Eigentlich haben wir mit Regina King, Gewinnerin in dieser Kategorie u.a. bei den Globes und den Critic Choice Awards eine Favoritin auf den Oscar-Gewinn. Nun wurde sie aber weder von den Schauspielern (von SAG/AFTRA), noch von den Briten (BAFTA) mit einer Nominierung bedacht. Viele Mitglieder dieser Gruppen sind auch Academy-Mitglieder. Kann sie nun wieder bei den Oscars einsteigen? Sicher sind in dieser Kategorie eigentlich nur die beiden Ladies von „The Favourite“. Nominiert werden könnte auch Claire Foy (First Man), Margot Robbie (Mary Queen of Scots), Emily Blunt (A Quiet Place), Elizabeth Debicki (Widows) oder Michelle Yeoh (Crazy Rich Asians). Sollte Regina King für den Oscar nominiert werden, wird sie ihn wohl auch gewinnen.

 

Performance by an actor in a supporting role

Mahershala Ali „Green Book“

Richard E. Grant „Can You Ever Forgive Me?“

Timothée Chalamet „Beautiful Boy“

Adam Driver „BlacKKKlansman“

Sam Rockwell „Vice“

Super sicher sind hier wohl nur die ersten Beiden. Mahershala Ali wird, ich hatte es bereits in meiner November-Prognose erwähnt, aller Wahrscheinlichkeit nach den „Christoph Waltz“ machen und zwei Mal innerhalb kürzester Zeit den Oscar als Bester Nebendarsteller holen. Bislang sehe ich nichts, was dagegen spricht. Na gut, eine Mini-Chance für Adam Driver wenn „BlacKKKlansman“ BP gewinnt. Dafür muss er aber erst mal nominiert werden. Wer könnte aber noch nominiert werden? Die Frage ist auch, ob Sam Elliot (A Star is Born) nominiert wird? Auch könnten Michael B. Jordon (Black Panther), Nicholas Hoult (The Favourite), Brian Tyree Henry (If Beale Street Could Talk), Steven Yeun (Burning), Russell Crowe (Boy Erased), Daniel Kaluuya (Widows) und was weiß ich wer noch alles nominiert werden. Lassen wir uns überraschen.

 

Die Oscar-Nominierungen kommen am 22.01.19 bekanntgegeben. 

Die 91st Academy Awards finden am 24.2.19 offensichtlich das erste Mal nach längerer Zeit ohne einen Gastgeber statt. 

3 Gedanken zu “Oscar-Nominierungen 2019: Fakten und meine Wette

  1. Da tuen sich doch leichte Unterschiede zwischen uns auf. Aktuell mein Nummer 1 Film ist BlacKkKlansman, den ich nächste Woche endlich sehen möchte. Er ist zeitgeistig, schwarz genug etc.
    Dann muss ich sagen hab ich First Reformed als BP Überraschung drinnen. Ich glaube Vice und Bohemian Rhapsody werden nicht nominiert. Paul Schrader hab ich auch als möglichen Regieschocker auf dem Zettel. Ich glaube, dass Bradley Cooper den Ben Affleck macht. Dann wird er aber ziemlich sicher als Bester Hauptdarsteller gewinnen und evtll A Star is Born als Best Picture. Ich hab mal alle Spielfilmkategorien durch getippt und bei mir hatte leider Black Panther mit 12 die meisten Nominierungen.
    Glaubst du wirklich, dass Viola Davis nominiert wird? Hab sie zwar als Longshot drinnen, aber glaub eher an Emily Blunt.

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    • Gut, raten (und irgendwo was abschreiben) kann natürlich jeder. Entweder man hat am Ende Glück oder Pech. Das ist wenig authentisch und langweilt mich schrecklich. Darum habe ich auch nur 1 x damals bei MaGos Oscar-Wette mitgemacht (aber sogar gewonnen), das ist eher was für Hobby-Zocker, dafür braucht man keine Ahnung von der Materie zu haben.

      Mich interessiert mehr das Drumherum, analysiere lieber und versuche dem Ganzen anhand von Statistiken, Hörensagen und vielen Überlegungen einen Sinn zu geben. Aber: Jedem das Seine. 🙂

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      • Ich versuche eine Prognose aufzustellen und beziehe dabei mehrere amerikanische Seiten. Was da teilweise getippt wird ist lächerlich. Ich hab immer deine Artikel aufmerksam gelesen und versuche daraus auch was rauszulesen. Hatte die letzten Preise aber nicht auf der Rechnung. Wenn Leute raten tippen sie auf die die sie kennen, ich hab das Gefühl dass es mir fast schon hinderlich ist, einige Performances zu kennen…

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