L.A. – Film: „Dunkirk – 70mm“

Ich war am 24.07.17 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Dunkirk – 70mm“ (dt. Kinostart war der 27.07.17) 107 min  drama, war
dir. Christopher Nolan cast: Fionn Whitehead, Tom Glynn-Carney, Harry Styles, Jack Lowden, Aneurin Barnard, James D´Arcy, Kenneth Branagh, Cilian Murphy, Mark Rylance, Tom Hardy voice: Michael Caine

 

 

Im Jahr 1940 haben die Nazis die nordfranzösischen Hafenstadt Dunkirk umzingelt. Rund 400.000 dort stationierte britische und französische Soldaten sind eingeschlossen. Sie warten auf Rettung. Große Schiffe können die Küste nicht ansteuern, dafür ist das Wasser zu flach. Schließlich eilen aber kleine, private Boote heran, um die Soldaten zu evakuieren.

 

 

B (Wertung von A bis F) „Dunkirk“ basiert auf historischen Fakten. Es ist der neue Film des britischen Drehbuchautors und Filmemachers Christopher Nolan („Memento“, The Dark Knight, Inception).

Christopher Nolan ist einzig an Geschichten über Männer interessiert, diese erzählt er meist raffiniert und setzt sie oft visuell spektakulär oder wenigstens Aufmerksamkeit erregend um. Emotionen auf die Leinwand zu bringen, ist nicht so sein Ding. Mit Interstellar hat er es probiert und ist kläglich gescheitert. Hier setzt er nun erstmalig eine Zweite-Weltkriegsgeschichte um und dabei gehts ihm nicht um den Charakteraufbau, um Einzelschicksale, sondern um die groß angelegte Evakuierungsaktion als Ganzes.

„Dunkirk“ weiß zu beeindrucken – visuell ist auch Nolans neuer Film zweifelsfrei ein Meisterwerk. Beinahe zwei Wochen später habe ich diese Bilder, diese Farben immer noch direkt vor Augen. Die Erzählweise ist sicherlich ungewöhnlich, vielleicht sogar auch einmalig. Die Rettungsaktion wird immer abwechselnd aus drei Perspektiven (Land, Wasser, Luft) gezeigt. Die Ereignisse finden über einen Zeitraum von einer Woche (Land), einem Tag (Wasser) und einer Stunde (Luft) statt. Ungewöhnlich ist, dass in diesem Kriegsfilm der Feind (in diesem Fall die Nazis) nie direkt zu sehen ist, es sterben viele Soldaten, man sieht aber im gesamten Film kaum Blut (so weit ich mich erinnern kann, nur in einer einzigen Szene). Stattdessen zeigt der Film durch seine Erzählstruktur und den ohrenbetäubenden Sound das Chaos des Krieges. Die Kamera blendet von einer zur anderen Perspektive, bei den Parallelmontagen hat man hat kaum Zeit, sich den Charakteren emotional zu nähern. Ständig wird zu den anderen Blickwinkeln geschnitten. Dazu der viel zu dominante Score von Hans Zimmer. Der deutsche Filmkomponist („Rain Man“, „The Lion King“, „Gladiator“, „The Dark Knight-Trilogie“) hat oft bewiesen, dass er durch seine Filmmusik das Filmerlebnis noch verstärken kann. Hier spielt sich der Score aber zu sehr in den Vordergrund. Ich hätte es vorgezogen, manchmal nur den Geräuschen und den wenigen Dialogen zu lauschen.

Die Besetzung mit vielen jungen, dunkelhaarigen Männern ist etwas unglücklich, ich konnte sie jedenfalls nicht auseinanderhalten. Sie werden auch nicht beim Namen genannt oder haben gar eine Hintergrundgeschichte. Daher war die einzige Geschichte, die mich annähernd bewegt hat, die auf dem Schiff mit dem britischen Charakterschauspieler und Oscar-Preisträger Mark Rylance (Bridge of Spies)

Schauspielerisch sind eigentlich nur Kenneth Branagh und Mark Rylance (logisch) bemerkenswert. Nun sieht man Tom Hardy auf der Besetzungsliste und denkt sich vielleicht und was ist mit Hardy? Nach „Inception“ und The Dark Knight Rises hat Christopher Nolan ihn hier bereits das dritte Mal besetzt. Man kann also davon ausgehen, dass er ihn mag – oder wenigstens seine Augen und seine Stimme. Nämlich ebenso wie im Batman-Spektakel sieht man von Tom Hardys ausdrucksvollem Gesicht nicht viel, da er nahezu in dem gesamten Film eine Maske aufhat. Für mich ist das – wieder mal – eine völlige Verschwendung, den Ausnahmeschauspieler hätte man auch durch einen anderen Schauspieler ersetzen können.

Christopher Nolan liebt das Kino, Neben Quentin Tarantino, Paul Thomas Anderson und ein paar wenige andere Regisseure dreht er seine Filme ausschließlich noch auf Film. Seine Filme gelten als Events und die breitformatigen Bilder sollten – zumindest wenn man sie das erste Mal sieht – auf der größtmöglichen Leinwand mit der bestmöglichen Sound-Anlage erlebt werden. „Dunkirk“ hat er in IMAX-Film und Super Panavision 65mm-Film gedreht. In den (amerikanischen) Kinos wird der Film im IMAX, IMAX/70mm, 70mm und in 35mm gezeigt.

Christopher Nolan selbst hat drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für das Original-Drehbuch („Memento“, „Inception“) und eine als Produzent für seinen Film „Inception“. Als Regisseur wurde er von AMPAS noch nie nominiert. Das könnte sich nun mit „Dunkirk“ ändern.

„Dunkirk“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Nebendarsteller (Mark Rylance), Beste Kamera (Hoyte Van Hoytema) und einige andere technische Kategorien. Update: Dunkirk hat 8 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Director, Best Cinematography, Best Film Editing, Best Production Design, Best Score, Best Sound Editing, Best Sound Mixing) Update: „Dunkirk“ hat drei Oscars (Bester Schnitt, Bester Ton und Bester Tonschnitt) gewonnen.

„Dunkirk“ ist am 21.7.17 in 3.720 Kinos in den U.S.A. gestartet. Davon wurde er in 125 amerikanischen Theatern in der 70-mm-Film-Fassung gezeigt. Ich habe ihn in dieser Fassung gesehen. Mittlerweile ist der Film landesweit in 4.014 Kinos zu sehen. In Deutschland ist der Film am 27.07.17 gestartet, eine 70-mm-Vorführung gibt es in Berlin (Zoo Palast), Hamburg (Savoy), Hannover (Astor Grand Cinema), Karlsruhe (Schauburg Cinerama) und in Essen (Lichtburg).

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Blade Runner 2049„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1982. Denis Villeneuves führt Regie und Roger Deakins ist der DP, der Film sieht fantastisch aus. Es spielen Ryan Gosling, Jared Leto und Harrison Ford mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Justice League„
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Wer braucht denn so ein Mist? Superhelden-Zeugs und dann noch mit Ben Affleck
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

Vor meiner 70mm-Vorführung in der 10-Uhr-morgens-Vorstellung haben sie tatsächlich nur zwei Trailer gezeigt.

 

 

 

TV-Serie: „Taboo, 1. Staffel“

Ich habe mir folgenden BBC One-TV-Serie angeschaut:

 

„Taboo, 1. Staffel“ (in Deutschland seit dem 13.04.17 auf DVD und Blu-ray zu erhalten) 8 x approx. 55 min drama
dir. Kristoffer Nyholm, Anders Engström cast: Tom Hardy, Oona Chaplin, Jessie Buckley, Jefferson Hall, David Hayman, Edward Hogg, Michael Kelly, Jonathan Pryce, Nicholas Woodeson, Tom Hollander, Franka Potente

 

Im Jahr 1814. James Delaney (Tom Hardy) war zwölf Jahre in Afrika und kehrt nun nach London zurück. Sein Vater ist verstorben und er will ihm die letzte Ehre erweisen. Nicht nur seine Halbschwester Zilpha (Oona Chaplin) hatte geglaubt, er wäre längst tot. Sein Vater hat ihm Nootka Sound, ein Stück Land an der Westküste von Nordamerika vererbt. Das Vereinigte Königreich befindet sich im Krieg mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Nootka Sound ist geopolitisch bedeutsam. Auch für die East India Company ist es ein, für den Seehandel, strategisch wichtiges Land. Der Direktor der einflussreichen Handelsgesellschaft, Sir Stuart Strange (Jonathan Pryce) hatte nach dem Tod von James Delaneys Vater fest damit gerechnet, dass er Nootka Sound von dessen Tochter und ihrem Ehemann Thorne Geary (Jefferson Hall) abkaufen kann. Nun ist jedoch James Delaney der Alleinerbe und nicht an einem Verkauf von Nootka Sound interessiert. Vielmehr will er seine eigene Handelsfirma aufbauen. Es dauert nicht lange und sämtliche Menschen trachten James Delaney nach dem Leben. Sie dürfen nur nicht den Fehler begehen, ihn zu unterschätzen…

 

B (Wertung von A vis F) „Taboo“ wurde von dem britischen Drehbuchautor und Filmemacher Steven Knight (Eastern Promises, Locke), Schauspieler Tom Hardy und seinem Vater Chips Hardy kreiert. Bei den ersten vier Episoden hat der dänischer Filmemacher Kristoffer Nyholm Regie geführt, bei den letzten vier Episoden der finnische Filmemacher Anders Engström.

Grundsätzlich habe ich kein Interesse an düsteren Fantasy-Serien, die in anderen Epochen angesiedelt sind. Ich hatte beispielsweise nie das Bedürfnis, auch nur eine Episode der gehypten Serie „Game of Thrones“ zu schauen. Bei dieser zunächst achtteiligen Serie musste ich aber schon Tom Hardy zuliebe reinschauen. Dabei geblieben bin ich wegen – natürlich – Tom Hardy, der wunderbaren Filmmusik (des deutsch-britischen Komponisten Max Richter, bekannt für sein stimmungsvolles Musikstück „On the Nature of Daylight“, das bereits in einigen Filmen, u.a. in Shutter Island, Disconnect und kürzlich zu Beginn von Denis Villeneuves Arrival genutzt wurde) und dem exzellenten Setting. Irgendwann hat mich die langsam erzählte Geschichte um den rätselhaften James Delaney aber auch gepackt.

„Taboo“ sah zunächst nach einer reinen Rachegeschichte aus, es gibt aber auch ein recht glaubhaftes Bild der britischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts wieder. Diese britische Serie ist sehr finster und schmuddlig und richtig brutal und blutig. Es gibt ein Familiengeheimnis, viel Sex, Kannibalismus, Exorzismus, aber – man kann es nicht genug erwähnen – vor allen Dingen: Tom Hardy.

Tom Hardy hat eine unglaubliche Präsenz. Es ist nicht die Präsenz eines Filmstars. Tom Hardy umgibt eine mysteriöse Aura. er hat die Präsenz seines jeweiligen Charakters. Für mich gibt es keinen Grund daran zu zweifeln, dass er privat so gefährlich ist, wie der Charakter, den er in dem Moment verkörpert. Das ist eine äußerst seltene Gabe. Er braucht nicht viele Worte, alleine mit seinen Augen, seinen intensiven Blicken, seinem mittlerweile schon legendären Geknurre macht er einem klar, ob man sich ihm annähern darf oder lieber schleunigst das Weite suchen sollte. Wenn man sonst keinen Grund hat diese Serie zu schauen, Tom Hardy ist der Garant, dass einem nicht langweilig wird.

Franka Potente spielt hier die deutsche Puffmutter (mit dem beachtenswerten Namen Helga von Hinten). Schwierig, generell, sie hat keine so große Rolle, in meinen Augen nimmt die Schauspielerin aber zu viel Raum ein.

Für mich gibt es keine Alternative, ich muss Filme und Serien im Original schauen. Bei „Taboo“ empfehle ich dringend, diese Serie in der Originalfassung sehen. Um jedoch hier alles zu verstehen, brauchte auch ich die (englischen) Untertitel.

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

 

James Keziah Delaney kehrt nach dem Tod seines Vaters nach London zurück. Zwölf Jahre war er in Afrika. Der mysteriöse James Delaney wird von dem englischen Schauspieler Tom Hardy verkörpert. Mir ist er erstmalig in Bronson aufgefallen. Er hat aber auch u.a. in Inception, Tinker Tailor Soldier Spy, Warrior, The Drop, Mad Max: Fury Road mitgespielt. Seine bisher einzige Oscar-Nominierung hat er für seine Performance in The Revenant bekommen.

Brace war Butler von James Delaneys Vater, jetzt arbeitet er für seinen Sohn. Brace ist sowas wie meine Lieblingsfigur der Serie. Gespielt wird Brace von dem schottischen TV- und Theaterschauspieler David Hayman. Mir ist unbegreiflich, warum mir David Hayman bisher noch nicht aufgefallen ist, aber gut, ich habe auch kaum Filme gesehen, in denen er mitgespielt hat. Er war aber in „Ordinary Decent Criminal“, „The Boy in the Striped Pyjamas“ und „Macbeth“ zu sehen.

Zilpha ist James Delaneys Halbschwester. Verheiratet ist Zilpha mit Thorne Geary (gespielt von Jefferson Hall). Zilpha wird von der spanischen Schauspielerin Oona Chaplin gespielt, sie ist die Tochter von Schauspielerin Geraldine Chaplin und Enkeltochter von Charlie Chaplin. Ich kannte sie nicht, ihrer Performance in „Taboo“ nach zu urteilen, habe ich auch nicht viel verpasst. Denen, die „Game of Thrones“ schauen, wird sie sicher bekannt sein.

Lorna Bow ist die Witwe von James Delaneys Vater. Gespielt wird Lorna Bow von der irischen Sängerin und Schauspielerin Jessie Buckley.

Thorne Geary ist James Delaneys Schwager, er ist mit Zilpha (gespielt von Oona Chaplin) verheiratet. Gespielt wird Thorne Geary von dem englischen Schauspieler Jefferson Hall. Er hat in einigen TV-Serien („Vikings“, „Game of Thrones“) mitgewirkt.

Dr. Edgar Dumbarton ist ein amerikanischer Arzt und (vielleicht) ein Spion. Gespielt wird Dr. Dumbarton von dem amerikanischem Schauspieler Michael Kelly. Mir war Michael Kelly vor allen Dingen durch die TV-Serie House of Cards  bekannt, er hat aber auch in u.a. Law Abiding Citizen, Fair Game und Now You See Me mitgespielt.

Dr George Cholmondeley ist Chemiker. Gespielt wird Dr. Cholmondeley von dem englischen Schauspieler Tom Hollander. Er hat in vielen britischen und amerikanischen Kinofilmen mitgespielt (u.a. in „Gosford Park“, „Pride and Prejudice“, Hanna, „Mission: Impossible – Rogue Nation“). Mir ist er noch durch seine Rolle in The Night Manager präsent.

Godfrey ist Angestellter der East India Company. Gespielt wird Godfrey bzw. Godders von dem englischen Schauspieler Edward Hogg. Er hat in einigen amerikanischen Kinofilmen (u.a. „Anonymous“, „Jupiter Ascending“, „Kill Your Friends“) mitgewirkt.

 

„Taboo“ wurde erstmalig v. 07.01.17 – 25.02.17 auf BBC One ausgestrahlt. In den U.S.A. lief die erste Staffel v. 10.01.17 – 28.02.17 auf dem amerikanischen Kabelsender FX. Zwei weitere Staffeln von „Taboo“ sind geplant, die zweite Staffel wurde bereits bestätigt.

 

Trailer zu sehen:

 

Vorspann zu sehen:

 

 

 

D.C. – Film: „The Revenant“

Ich war am 11.01.16 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Revenant“ (dt. Filmtitel: „The Revenant – der Rückkehrer“, dt. Kinostart war der 06.01.16) 156 min western, drama, adaptation
dir. Alejandro González Iñárritu cast: Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Domhnall Gleeson, Will Poulter, Forrest Goodluck

 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Trapper Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) und sein Sohn Hawk (Forrest Goodluck) befinden sich auf der Jagd. Hugh Glass führt eine Gruppe von Pelzhändlern durch die amerikanische Wildnis. Eines Tages wird er von einem Bären attackiert und schwer verletzt. Seine Jagdbegleiter kümmern sich zunächst um ihn, bis der Todgeweihte von seinem vermeintlichen Beschützer John Fitzgerald (Tom Hardy) zurückgelassen wird. Hugh Glass kämpft sich zurück ins Leben und schwört Rache.

A- (Wertung von A bis F) Der Film wurde von einer wahren Geschichte inspiriert.
„The Revenant“ basiert auf Michael Punkes Buch „The Revenant: a Novel of Revenge“.

Handwerklich ist „The Revenant“ ein Meisterwerk. Erzählt wird eine klassische Überlebens- und Rachegeschichte. Die Story ist simple, Dialoge werden kaum benötigt.

Zugegebenermassen nehme sehr ungern Kollegen mit ins Kino, meist kann ich es irgendwie abwenden, in dem ich den Film/die Filme, die ich mir anschauen möchte, meinen potenziellen Begleitern schlecht rede (zu brutal, Liebesschnulze, viel Dialoge, sehr actionreich, sehr Indie, der Film hat schlechte Kritiken bekommen, aber ich will ihn trotzdem gucken – Notlügen halt – aber was soll man machen). Ich habe einfach keine Lust auf permanentes Gequatsche, will die Handlung oder die Gags nicht erklären, will auch nicht runterleiern, wo der und der Schauspieler noch mitgespielt hat und erst recht nicht, will ich während des Films, den ich vielleicht klasse finde, hören, wie gelangweilt sie sind. Ich will mir einfach den Film anschauen und zwar am allerliebsten alleine. Ich habe natürlich über die Jahre auch meine Erfahrungen sammeln dürfen. Bei „The Revenant“ habe ich ausnahmsweise eine Kollegin (freiwillig) mitgenommen. Den Abend zuvor hatten wir uns beide die Golden Globes angeschaut, sie wohnt in Irland (hatte also keine Probleme, alles zu verstehen – das ist auch manchmal ein Thema) und hatte auch einen, wie ich fand, guten Filmgeschmack. Das checke ich selbstverständlich auch vorher. Ich frage Kollegen immer gern nach ihren Lieblingsfilmen oder was sie gerne gucken und sollte sie oder er dann „Fack Ju Göhte“ ,Til Schweiger- oder Michael Bay-Filme, einer der Sex and the City-Filme oder (worst case scenario) einen Anne Hathaway-Film nennen, dann kann ich unter keinen Umständen mit der/oder dem ins Kino gehen. Logisch. Jedenfalls habe ich die Kollegin als „geeignet“ empfunden, mochte sie und fand es in diesem Fall interessant, im Anschluss an den Film, ihre Meinung zu „The Revenant“ zu hören.

Das Erste was wir beide unisono nach dem Film rausposaunten, war, wie überwältigend und intensiv diese Bilder waren, diese traumhaften Landschaftsaufnahmen, diese grandiose Kameraführung, dieses Wie-bloss-haben-sie-die-oder-die-Szene-gedreht?, diese Mama-Bär-Attacke, dieser phänomenale Sound (Gut, das kam mehr von mir, sie hatte sich schon zu Beginn des Films, Stöpsel in die Ohren gesteckt – ihr war es einfach zu laut). Wir waren uns aber auch einig darüber, dass es ein strapaziöses Kinoerlebnis war. Man fiebert mit Leo. Was muss der arme Kerl noch alles über sich ergehen lassen? Ich habe mich dabei ertappt, dass ich ihm schon gewünscht habe, zu sterben. „The Revenant“ ist ein Film, der fürs Kino gemacht ist und dem man auch auf der großen Leinwand sehen sollte. Alejandro González Iñárritus Vorgängerfilm Birdman hat es im Jahr zuvor schon in meine Bestenliste aus dem Jahr 2014 geschafft und dieses cineastische Erlebnis wurde nur zu gern in meine Bestenliste aus dem Jahr 2015 aufgenommen. Bevor ich mir „The Revenant“ im Kino angeschaut habe, habe ich gehört, dass der Film mit jeder Sichtung gewinnen soll. So sehr mir der Film auch gefällt, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich in nächster Zeit noch mal diesen Strapazen aussetzen will.

Das Erste was ich jetzt – 2 Wochen nachdem ich den Film gesehen habe – mit „The Revenant“ assoziiere, ist die Leistung von Leonardo DiCaprio und die von Kameramann Emmanuel Lubezki (genannt Chivo). Seine Kamera ist permanent in Bewegung. Mit Ausnahme von einer Szene (am Lagerfeuer) wurden alle Szenen mit natürlichem Licht gedreht. Was auch bedeutete, dass nur eine Stunde pro Tag gedreht werden konnte. Es ist eine spektakuläre Arbeit, die tatsächlich den rekordbrechenden dritten Oscar (nach Gravity und Birdman) in Folge verdient hätte. Wenn die Academy-Mitglieder ihren Wahlzettel ausfüllen, erscheint übrigens nicht der Name des Kameramannes/ der Kamerafrau, sondern ausschließlich der Film. Chivos Mitnominierte sind Ed Lachman (für Carol), Robert Richardson (für, gerade ein zweites Mal gesehen, The Hateful Eight, John Seale (für Mad Max: Fury Road) und der 13x für den Oscar nominierte Roger Deakins (für Sicario). Schwer zu entscheiden, wer da gewinnen soll. Beste Kamera wird aller Voraussicht nach der Film gewinnen, der auch in den anderen technischen Kategorien ausgezeichnet wird.

Wenn ich etwas an „The Revenant“ auszusetzen habe, dann die Vater/Sohn-Geschichte und die spirituellen Rückblenden. Leonardo DiCaprio kann nichts für sein jugendliches Äußeres aber sein halbindianischer Sohn und er sehen sich vom Alter her viel zu ähnlich. Mich hat das gestört und leider rausgebracht.

Gewinnt Leo für diese Performance seinen langersehnten Oscar? Ja.

Leonardo DiCaprio setzt hier seine gesamte Physis ein und gibt zweifelsfrei eine oscarwürdige Performance. Ich persönlich finde, dass Leo in The Wolf of Wall Street eine noch bessere Performance gibt. Dafür hätte AMPAS ihn auszeichnen müssen. Die Academy wollte aber lieber einen abgemagerten Schönling, der endlich den Sprung von schlechten RomComs ins anspruchsvolle Charakterfach geschafft hat, würdigen. Schade, sehr schade.

Die 88. Academy Awards werden in Erinnerung bleiben, dass es die Verleihung war, bei dem Leonardo DiCaprio den Oscar gewann. Wenn er sich nicht noch etwas Heftiges zu Schulden kommen lässt, brauchen sie eigentlich nicht bis nach der Show zu warten, um seinen Namen auf die Statue einzugravieren. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass er für DIESE Performance in „The Revenant“ nicht gewinnt, dann muss er sich darauf einrichten, dass er wahrscheinlich NIE einen Oscar in einem jährlichen Wettbewerb gewinnen wird. NIE. Vielleicht wird er dann eines Tages (wie Schauspieler Cary Grant) mit einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet, vielleicht wird ihm aber auch das verwehrt. Bestes Beispiel dafür ist Richard Burton, der 7x für den Oscar nominiert war und nicht mal einen Ehren-Oscar erhalten hat,

Ich hatte es bereits in einem anderen Zusammenhang erwähnt, AMPAS wird dieses Jahr erschreckend ernsthaft vorgeworfen, rassistisch zu sein. Fakt ist, dass der, nicht gerade mit viel Ausdruck und mit noch weniger Talent gesegnete, afro-amerikanische Jamie Fox einen Oscar gewonnen hat und ein Chamäleon wie Tom Hardy dieses Jahr mit „The Revenant“ seine erste Oscar-Nominierung erhalten hat.

Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Tom Hardy hier mitspielt, hätte ich ihn wahrscheinlich gar nicht erkannt, vielleicht an seiner Stimme. Seine Performance ist herausragend – wie immer. Bei dieser Oscar-Nominierung fließt aber mit Sicherheit ein, dass er im Jahr 2015 auch ebenso überragend in Legend war und dazu noch in dem Besten-Film-Anwärter „Mad Max: Fury Road“ mitspielt.

Domhnall Gleeson hat mir hier auch recht gut gefallen. 2015 war für ihn tatsächlich ein großartiges Jahr. Er spielte in zwei für den Oscar nominierten Filmen (Brooklyn und halt „The Revenant“) mit und hat darüberhinaus noch in einem fantastischen Sci-Fi-Film (Ex Machina) und dem, vielleicht erfolgreichsten Film aller Zeiten „Star Wars: The Force Awakens“ mitgespielt.

Die Filmmusik in „The Revenant“ ist grandios. Der Score wurde leider schon vorab von AMPAS für die Oscars disqualifiziert. Nach den Regeln der Academy können grundsätzlich zwei Komponisten eine Musik für einen Film schreiben. Die beiden Musiker, der Japaner Ryuichi Sakamoto und der Deutsche Carsten Nicolai, besser bekannt unter dem Pseudonym Alva Noto, haben ihre Musik zwar eigens für „The Revenant“ komponiert, aber sie haben zusätzlich musikalische Werke mindestens eines anderen Künstlers (Bryce Dessner) verwendet. Es ist durchgeklungen, dass die Academy-Mitglieder vom Fachbereich Musik von der Filmmusik von „The Revenant“ beeindruckt waren, aber nicht auseinanderhalten konnten, welche Musik von welchem Komponisten ist. Schade, sonst hätte der Film sicherlich 13 Oscar-Nominierungen bekommen.

„The Revenant“ hat mit 12 Oscar-Nominierungen die meisten in der Oscar-Saison 2015/2016 erhalten (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio, Bester Nebendarsteller Tom Hardy, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild, Bestes Make-up und beste Frisuren und Beste visuelle Effekte)

Dass der Film 12 Oscar-Nominierungen erhalten hat, zeigt, wie beliebt dieser Film bei den Academy-Mitgliedern innerhalb der einzelnen Fachbereiche ist. Der Oscar-Gewinn in der Königskategorie Bester Film ist jetzt – 5 Wochen vor der Verleihung – aber in weiter Ferne gerückt. Vor ein paar Tagen musste ich realisieren, dass rein statistisch gesehen The Big Short den Academy Award in der Kategorie Bester Film gewinnen wird.

„The Revenant“ hat bereits drei Golden Globes (Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio) gewonnen.

Update: „The Revenant“ hat 3 Oscars (Beste Regie, Leonardo DiCaprio als Bester Hauptdarsteller und Chivo als Bester Kameramann) gewonnen.

„The Revenant“, Joy und The Hateful Eight waren die letzten drei potenziellen Oscar-Anwärter, die der amerikanischen Presse gezeigt wurden. „The Revenant“ startete am 25.12.15 in ganzen 4 amerikanischen Kinos. Seit  dem 8.1.16 wurde der Film dann landesweit in 3375 Kinos gezeigt. Mit den 12 Oscar-Nominierungen wurde die Kopienzahl noch mal erhöht. Mittlerweile ist er auf 3711 Leinwänden zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

 

Trailer v. Film: „Deadpool„
Bewertung des Trailers: B+ (Redband-Trailer)
Kommentar: Marvel-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Hail, Caesar!„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Der neueste Coen-Bros-Film mit Josh Brolin, Geoge Clooney, Ralph Fiennes, Scarlett Johansson, Tilda Swinton, Frances McDormand, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Captain America: Civil War„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Marvel-Mist, dritter Teil von Captain America mit Iron Man
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „London Has Fallen„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Actionfilm und Fortsetzung zu Olympus Has Fallen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Free State of Jones„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Bürgerkriegs-Action-Drama mit Matthew McConaughey
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

 

Berlin – Film: „Legend“

Ich war am 01.12.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Legend“ (dt. Kinostart: 7.1.16) 131 min drama, adaptation, biopic
dir. Brian Helgeland cast: Tom Hardy, Emily Browning, David Thewlis, Christopher Eccleston, Chazz Palminteri, Taron Egerton, Paul Bettany

 

 

London in den 1960er Jahren. Reggie Kray (Tom Hardy) ist erfolgreicher Clubbesitzer im Londoner Stadtteil East End. Das ist jedoch nur Fassade, denn das eigentliche Geld verdient er und sein Zwillingsbruder Ronnie (Tom Hardy) mit kriminellen Geschäften. Sein psychisch gestörter Bruder wird nach drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Er neigt zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen und muss daher regelmäßig Medikamente einnehmen. Während Ronnie mehr Interesse an Männern hat, verliebt sich Reggie in die junge Frances (Emily Browning). Dann muss Reggie jedoch selbst für sechs Monate ins Gefängnis, sein Bruder übernimmt die Geschäfte und führt ihre Läden in den Ruin…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Legend“ basiert auf John Pearsons Buch „The Profession of Violence: The Rise and Fall of the Kray Twins“. Es ist der neue Film von Brian Helgeland, der für seine Drehbücher zu „L.A. Confidential“ und „Mystic River“ für den Oscar nominiert wurde (für „L.A. Confidential“ hat er den Academy Award sogar gewonnen). Brian Helgeland hat auch das Drehbuch zu diesem Film geschrieben. Der Filmemacher erzählt seine Version der Geschichte der Krays.

Die Geschichte der Kray-Zwillinge wurde bereits mit den Brüdern der Band Spandau Ballet im Jahr 1990 verfilmt. Die Musik in „Legend“ ist klasse, die Geschichte ist aber nicht sonderlich spannend erzählt oder inszeniert. Wenn es jedoch einen verdammt guten Grund gibt, den Film zu sehen, dann ist das Tom Hardy (Bronson, Warrior, The Drop).

Generell finde ich es schwierig, wenn Schauspieler Doppelrollen spielen. Tom Hardy wäre aber sicherlich nicht einer meiner Lieblingsschauspieler, wenn er nicht sogar Zwillingsbrüder überzeugend verkörpern könnte.

Tom Hardy ist exzellent. Seine Schauspieltechnik ist faszinierend. Hier wechselt er die Mimik, die Gestik, die Bewegungen und findet sogar eine jeweils eigene Sprache für Reggie und Ronnie. Optisch ist natürlich Reggie DER Hingucker. Reggie sieht aus wie ein Filmstar, ganz Gentleman und unglaublich männlich. Es ist schade, dass er für diese Performance nicht länger für eine Oscar-Nominierung im Gespräch ist. In meinen Augen hätte er sie verdient.

Genug der Schwärmerei für Tom Hardy, auch Taron Egerton (Kingsman: The Secret Service) ist erwähnenswert. Ich möchte nicht zu viel über seinen Charakter verraten, aber er ist perfekt besetzt.

„Legend“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Hauptdarsteller (Tom Hardy).

„Legend“ ist am 20.12.15 in vier Kinos amerikanischen Kinos gestartet. Bis heute wird der Film auch nur in insgesamt in 107 Kinos gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. Hier war ich zugegebenermassen dankbar für die Untertitel. Dieser Cockney-Dialekt ist für meine Ohren doch sehr herausfordernd. „Legend“ ist ab dem 7.1.2016 in deutschen Kinos zu sehen.

 

 

Trailer zu sehen:

 
Deutscher Trailer zu sehen:

 

San Francisco – Film: "Mad Max: Fury Road"

Ich war am 07.05.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Mad Max: Fury Road“ (dt. Kinostart war der 14.05.15) 121 min action, sequel
dir. George Miller cast: Tom Hardy, Charlize Theron, Nicholas Hoult, Rosie Huntington-Whiteley, Zoe Kravitz, Riley Keough, Abbey Lee, Courtney Eaton,

In einer postapokalyptischen Zukunft wird der Einzelgänger Max (Tom Hardy) von dem Diktator Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) versklavt und als lebender Blutspender missbraucht. Als ihm die Flucht gelingt, trifft er auf die Kriegerin Furiosa (Charlize Theron). Sie ist mit Immortan Joes entflohenen Ehefrauen (Rosie Huntington-Whiteley, Riley Keough, Zoe Kravitz, Abbey Lee, Courtney Eaton) unterwegs. Ihr Ziel ist das Grüne Land, dort hat Furiosa gelebt hat, bevor sie verschleppt wurde. Immortan Joe ist den Frauen und Max aber bereits auf den Fersen.

A- (Wertung von A bis F) Dreißig Jahre nachdem der letzte Teil seiner „Mad Max“-Trilogie in die Kinos kam, inszeniert der Filmemacher George Miller nun mit „Mad Max: Fury Road“, den vierten Teil seiner eigenen Reihe. Ich habe keinen der vorangegangenen „Mad Max“-Filme gesehen.

Ich gucke ziemlich viele Filme, mein Interesse gilt aber hauptsächlich den kleinen oder etwas größeren Indies und selbstverständlich sämtlichen Filmen, die zu irgendeinem Zeitpunkt mal im Gespräch für wichtige Oscar-Nominierungen sind oder waren. Mainstream-Filme gucke ich selten und noch weniger interessiere ich mich für teuer produzierten Quark. Ich habe immer öfter den Eindruck: Je höher die Produktionskosten, je dümmer der Film und meist das Publikum. Wenn dann meine Wahl mal auf einen Blockbuster fällt, dann entweder aus purer Langeweile oder weil ich denke, dass der Film aus irgendeinem Grund cool ist/sein müsste. „Mad Max: Fury Road“ hat mich zunächst gar nicht interessiert, nicht einmal als ich erfahren habe, dass Tom Hardy und Charlize Theron besetzt wurden. Als ich dann das erste Mal den überwältigende Trailer im Kino gesehen habe, war jedoch schnell klar, dass dies für mich ein Pflichtfilm ist.

Als „Mad Max: Fury Road“ Mitte Mai die Filmfestspiele von Cannes eröffnete, war es plötzlich DER Film des Jahres. Ich habe den Film erst drei Wochen nach dem weltweiten Kinostart gesehen und da stand der Film immer noch bei 98% RT. Meine Erwartung war immens. Und man sollte sich nichts vormachen, gehypte Filme haben es grundsätzlich schwer, die eigenen Erwartungen zu erfüllen – vor allen Dingen wenn man den Film dann erst Wochen später, nachdem praktisch alle Anderen ihn gesehen haben, sieht.

„Mad Max: Fury Road“ hat meine Erwartungen aber komplett erfüllt. Vielleicht ist der Film kein Meisterwerk, definitiv ist er aber ein Kunstwerk. Es ist ein zweistündiger George Miller-Erlebnispark. Natürlich gibt es keine große Story, der Film ist quasi eine einzige Verfolgungsjagd. Der Filmemacher George Miller setzt aber mit seiner Inszenierung ganz neue Maßstäbe, künftig wird sich jeder herausragende Actionfilm mit diesem Film messen lassen müssen, zumindest was den visuellen Stil angeht. Der 70-jährige Regisseur und sein 72-jähriger Kameramann John Seale (den George Miller eigens für diesen Film aus dem Ruhestand geholt hat) haben hier mit ganz wenig Computereffekten gearbeitet und einen handwerklich brillantes Filmwerk vollbracht. „Mad Max: Fury Road“ hat gerade auch die Kenner der Branche extrem beeindruckt.

Dieses Mammutprojekt (mit 150 Millionen Dollar Produktionskosten) hätte ganz leicht völlig in die Hose gehen können. „Mad Max: Fury Road“ hätte wie die Filme „Heaven´s Gate“, „Waterworld“, „Battlefield Earth“ oder ähnlich teuer produzierter Müll sowohl als Film als auch an der Kinokasse ein Desaster sein können.

Das Erste was mir im Film aufgefallen ist, war dieser grandiose Schnitt des Films (übrigens ist die Cutterin George Millers Ehefrau Margaret Sixel, die zuvor keine Erfahrung mit Actionfilmen hatte). Der Schnitt hat eigentlich aus dem Stand einen Oscar verdient. Dann die spektakulären Filmsets, die krassen Fahrzeuge (mein Lieblingstruck ist natürlich der irre Heavy-Metal-Truck mit dem Gitarristen und den vier Trommlern), die bizarren Kreaturen, die einfallsreichen Kostüme und Masken, diese coolen Waffen, die ganzen Details und dann die Kamerafahrten. Es ist gut möglich, dass ich den ganzen Film über mit offenen Mund im Kino saß.

Die Figur Mad Max ist eigentlich nur der titelgebende Charakter, der einen in George Millers verrückte Welt einführt. Max selbst ist aber eher eine Nebenfigur und vielleicht sogar der uninteressanteste Charakter im gesamten Film. Der Filmtitel ist daher etwas irreführend, eigentlich hätte der Film Furiosa heißen müssen oder zumindest hätte der Name irgendwo im Filmtitel auftauchen müssen. Fuiosa ist eindeutig der Held bzw. die Heldin des Films. Es ist ihre Geschichte. Es gilt als erwiesen, dass George Miller seinen Film ohne Mad Max im Filmtitel NIEMALS hätte finanziert bekommen.

Es ist schon eine Seltenheit, dass eine Frau die Hauptrolle in einem Actionfilm spielt. Was die künftigen Fortsetzungen der „Mad Max“-Reihe angeht, interessiert mich hauptsächlich wie es mit Fuiosas Geschichte weitergeht. Charlize Theron ist großartig in der Rolle der Furiosa.

Tom Hardy ist für mich ein Ausnahmeschauspieler, um so enttäuschter war ich zu Beginn des Films. Tom Hardy spielt Mad Max und ist zum Anfang des Films ein Gefangener, dem sie eine metallene Maske auf sein ausdrucksstarkes Gesicht gesetzt haben. Tom Hardy hat bereits als Bane in The Dark Knight Rises so ne olle Maske tragen müssen. Völlige Talentverschwendung. In „Mad Max: Fury Road“ sah er mit Maske aus wie Gerard Butler. Später im Film hatte ich auch Probleme mit ihm. Seine Stimme (und er redet vielleicht ganz zehn Sätze) hat nicht zu den Szenen gepasst. Für mich hat sich das so angehört, als ob er sich selbst später im Studio nachsynchronisiert hat. Überhaupt müssen die Dreharbeiten in Namibia extrem anstrengend gewesen sein. Charlize Theron kam wohl mit Tom Hardy gar nicht klar und Beide haben versucht, sich möglichst aus dem Weg zu gehen.

Tom Hardy hat in einem Interview (im April 2015, noch vor Kinostart) bekanntgegeben, dass er einen Vertrag für drei weitere Filme der „Mad Max“-Reihe bereits unterschrieben hat. Der Arbeitstitel des nächsten Films ist: „Mad Max: The Wasteland“.

Ich habe „Mad Max: Fury Road“ bewusst in 2D geschaut, die 3D-Fassung ist auch nur nachträglich konvertiert. Wichtig ist, dass man den Film auf der grösstmöglichen Leinwand sieht. Wobei nicht allein das Ausmaß der Leinwand ein Kriterium für die Wahl des Kinos sein sollte, sondern auch das Soundsystem.

Blockbuster werden von AMPAS nur registriert, wenn sie an der Kinokasse erfolgreich sind. Jetzt sind seit Kinostart bereits 4 Wochen vergangen und „Mad Max: Fury Road“ hat weltweit $318,577,827 eingespielt. Wenn ein Film wie „Gravity“ in den Kategorien Bester Film und Beste Regie für den Oscar nominiert wurde, dann hat „Mad Max: Fury Road“ schon lange Academy Award-Nominierungen in diesen beiden Königskategorien verdient. Nun, wenn der Film erst im November/Dezember 2015 in die Kinos käme, würde er hundertprozentig für Bester Film und Beste Regie nominiert werden. Jetzt ist aber noch mehr als ein halbes Jahr hin und wir alle, aber insbesondere aber die Academy-Mitglieder sind vergesslich. Der Verleiher (Warner Bros.) sollte alles daransetzen, dass „Mad Max: Fury Road“ bis dahin noch ganz präsent ist, eine Wiederaufführung und viele Academy-Screenings ins Auge fassen, dann sehe ich hier sogar einige wohlverdiente Auszeichnungen für den Film.

„Mad Max: Fury Road“ ist für folgende Oscars im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schitt, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte. Schon länger Zeit soll eine neue Kategorie bei den Academy Awards an den Start gebracht werden: Beste Stunts. Sollte das unwahrscheinlicherweise noch in den nächsten Monaten geschehen, wäre „Mad Max: Fury Road“ gesetzt.

„Mad Max: Fury Road“ hat 10 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, Beste visuelle Effekte, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes Szenenbild) erhalten.

Update: „Mad Max: Fury Road“ hat 6 Oscars (Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton und Bester Tonschnitt) gewonnen: 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ant-Man“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Muss ich mir tatsächlich wieder en Marvel-Film angucken?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 80% RT

Trailer v. Film: „Hitman: Agent 47“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Gut, es ist nicht Timothy Olyphant und auch nicht Quinn, aber Rupert Friend und den mag ich spätestens seit der vierten Staffel von „Homeland“ sehr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Gift“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller von und mit Joel Edgerton. Auch dabei Jason Bateman und Rebecca Hall. Solche Filme sehe zwischendurch ganz gerne
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Magic Mike XXL“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung des Männer-Striptease-Films, wieder mit Channing Tatum, aber auch Matt Bomer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Intern“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Nancy Meyers neuer Film mit Robert De Niro und Anne-Freakface-Hathaway. Wann hört De Niro endlich auf, so einen Mist zu drehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: einen Film mit Hathaway gucke ich nur unter Zwang

Trailer v. Film: „The Last Witch Hunter“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Fantasy-Film mit Michael Caine und Vin Diesel
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

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San Francisco – Film: "Child 44"

Ich war am 16.04.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Child 44“ (dt. Filmtitel: „Kind 44“, dt. Kinostart: 04.06.15) 137 min drama, thriller, adaptation
dir. Daniel Espinosa cast: Tom Hardy, Gary Oldman, Noomi Rapace, Joel Kinnaman, Paddy Considine, Vincent Cassel, Jason Clarke

Moskau im Jahr 1953. Leo Demidov (Tom Hardy) ist einer der besten Geheimpolizisten. Nachdem er sich aber weigert, seine Frau Raisa (Noomi Rapace) zu denunzieren, muss er die Konsequenzen tragen. Er und seine Frau werden strafversetzt. Fortan ist er General Timur Nesteroy (Gary Oldman) unterstellt. Er steht aber auch auf der Abschlussliste seines alten Widersachers Vasili (Joel Kinnaman). Außerdem scheint ein brutaler Kindermörder frei rumzulaufen

B- (Wertung von A bis F) „Child 44“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Tom Rob Smith. Es ist das erste Buch einer Romantrilogie um den Geheimpolizisten Leo Demidov. Die Begebenheiten wurden von einem wahren Serienmörder-Fall aus den 1980er Jahren inspiriert.

Der Plot in „Child 44“ ist nicht immer plausibel, auch kann man nicht unbedingt das Verhalten der einzelnen Figuren (insbesondere das übertriebene Handeln von Joel Kinnamans Charakter) jederzeit nachvollziehen und man hätte den Film hier und da den Film etwas kürzen können, aber ich fand die erzählte Geschichte bis zum Ende spannend. Zum Schluss (mit den beiden Kindern im Wartezimmer) habe ich für einen Moment befürchtet, dass der Film jetzt noch einen Abstecher ins Horrorfilm-Genre nimmt.

Natürlich stört mich auch hier, dass der Film in einem Land (Russland) spielt und die Protagonisten nicht in ihrer Muttersprache miteinander sprechen, sondern Englisch (mit mehr oder weniger starken Akzent). So etwas lässt mich generell nie komplett in die Geschichte eintauchen. Auch waren viele Szenen nicht authentisch inszeniert, ich hatte meistens den Eindruck, den Dreharbeiten beizuwohnen.

Das stört mich bei dieser Besetzung nur bedingt. Es ist ja nun mittlerweile so, dass Tom Hardy nur auf der Bestzungsliste auftauchen muss, und ich habe gedanklich bereits meine Kinokarte gekauft. Seit einiger Zeit zählt er zu meinen Top 5 Lieblingsschauspielern In „Child 44“ verkörpert Tom Hardy einen Russen – ich ahnte bislang nicht wie viel Russe in ihm steckt. Er spricht mit einem sehr starken russischen Akzent (meiner Erfahrung nach sprechen viele tatsächlich so und nicht wie Naomi Watts in dem unsäglichen St. Vincent. Alleine Tom Hardy macht für mich den Film schon sehenswert. Dann spielt er hier bereits das vierte Mal (nach Tinker Tailor Soldier Spy, The Dark Knight Rises, Lawless) mit dem wunderbaren Gary Oldman zusammen.

Auch hat Noomi Rapace nach The Drop bereits das zweite Mal die Ehre, neben Tom Hardy zu spielen. Ich mag sie immer noch nicht gerne sehen, vielleicht irritiert mich, dass ihre (operierte) Nase partout nicht in ihr Gesicht passen will.

Die Figur von Joel Kinnaman (Run All Night) ist zwar überzeichnet, er gibt aber eine gute Performance.

„Child 44“ sollte eigentlich am 16.04.15 in den russischen Kinos anlaufen. Wegen angeblicher Geschichtsfälschung hat das russische Kulturministerium den Kinostart in Russland untersagt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Age of Adaline“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Blake Lively, Harrison Ford und Ellen Burstyn. Der Film kann ganz gut sein, aber auch fürchterlich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Love & Mercy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Beach Boys-Gründer Brian Wilson. Ich liebe Paul Dano. Wenn ich ihn wieder in dem Trailer sehe, denke ich, dass man ihn langsam für eine Oscar-Nominierung ins Gespräch bringen sollte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der Berlinale 2015 gesehen

Trailer v. Film: „Straight Outta Compton“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Noch ein Biopic über Musiker mit Paul Giamatti
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The D Train“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Jack Black, James Marsden, Jeffrey Tambor und Kathryn Hahn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fantastic Four“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Hier der dritte Teil oder Reboot oder was auch immer. Dieser Trailer hat mir gefallen, trotzdem so gar nicht mein Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Avengers: Age of Ultron“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Marvel-Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

außerdem habe ich mich darüber amüsiert, wie der Kassierer im Kino jeden, der ein Kinokarte erworben hat (egal für welchen Film) ein kostenloses „Paul Blart: The Mall Cop 2“- Poster aufschwatzen wollte und keiner es haben wollte. „Paul Blart“ hat übrigens ein RT-Bewertung von 0% – das muss man auch erst mal schaffen

NYC – Film: "The Drop"

Ich war am 24.09.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Drop“ (dt. Filmtitel: „The Drop – Bargeld“, dt. Kinostart: 04.12.14) 107 min drama, adaptation
dir. Michael R. Roskam cast: Tom Hardy, Noomi Rapace, James Gandolfini, Matthias Schoenaerts, Ann Dowd, Michael Aronov

Bob (Tom Hardy) und sein Cousin Marv (James Gandolfini) arbeiten in einer Bar in Brooklyn. Cousin Marv ist der Besitzer der Bar, früher hat sie ihm sogar gehört. Mittlerweile ist der tschetschenischen Gangster Chovka (Michael Aronov) der Eigentümer und die Bar dient der Geldwäsche. Auf dem Nachhauseweg entdeckt Bob eines Abends einen verletzten Welpen in einer Mülltonne. Dadurch lernt er Nadia (Noomi Rapace) kennen. Bob kümmert sich um den kleinen Hund, bekommt aber dann irgendwann Ärger mit dem Psychopathen Eric (Matthias Schoenaerts). Dann werden Bob und Marv auch noch eines Nachts in der Bar überfallen und ausgeraubt. Die tschetschenischen Mafia lässt nicht lange auf sich warten und fordert ihr Geld zurück.

A- (Wertung von A bis F) „The Drop“ basiert auf Dennis Lehanes Kurzgeschichte „Animal Rescue“. Es ist ein nicht wirklich vorhersehbarer Krimi mit einem sehr gelungenen Spannungsaufbau. „The Drop“ ist das englischsprachige Regiedebüt des belgischen Filmemachers Michael R. Roskam („Bullhead“)

Ich kann kaum beschreiben, wie exzellent Tom Hardy hier ist. Es gibt nicht viele Schauspieler, die eine solche Präsenz und Intensität haben und die verblüffenderweise immer wieder hinter ihrer jeweiligen Filmfigur verschwinden. Bei Tom Hardy habe ich das Gefühl, dass er für kurze Zeit zu einem anderen Menschen wird, diese Figur nach den Dreharbeiten zu Grabe trägt, um dann das nächste Mal ganz geschmeidig in einen komplett anderen Charakter zu schlüpfen. Wenn ich es selbst nicht immer wieder mit eigenen Augen sehen würde, ich könnte es wahrscheinlich nicht glauben. Bei diesem Film steigert sich die Spannung und ich hatte den Eindruck, dass sich sogar Tom Hardy noch steigert. Was nicht bedeutet, dass er nicht gleich zu Beginn großartig wäre. Einer der besten Schauspieler unserer Zeit ist hier der, auf den ersten Blick etwas ungelenk wirkende, aber fürsorglichen Hundebesitzer Bob, den man zu keinem Zeitpunkt unterschätzen sollte. Ich fand Bob hinreißend und faszinierend. Tom Hardy gibt für mich hier eine eindeutige Oscar-Performance.

James Gandolfinis ist traurigerweise im letzten Jahr verstorben. „The Drop“ ist der letzte Film, in dem er zu sehen ist. Der belgische Schauspieler Matthias Schoenaerts ist mir bereits in Rust and Bone aufgefallen. In „The Drop“ hatte ich den Eindruck, dass er in einigen Szenen sogar mit Tom Hardy auf Augenhöhe spielt.

„The Drop“ hat mir so gut gefallen, dass er in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2014 landen könnte.

„The Drop“ war/ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Hauptdarsteller (Tom Hardy), Bester Nebendarsteller (James Gandolfini), Bestes adaptiertes Drehbuch

„The Drop“ wurde erstmalig in einer Sondervorführung auf dem Toronto International Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Two Faces of January“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Patricia Highsmiths Romanverfilmung mit Viggo Mortensen, Oscar Isaac und Kirsten Dunst
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in D. gesehen

Trailer v. Film: „Keep on Keepin on“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Musik-Dokumentation, die im Gespräch für einen Oscar nominiert zu werden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „All Is By My Side“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Jimi Hendrix Biopic mit André 3000 als Jimi Hendrix
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „White Bird in a Blizzard“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Romanverfilmung mit Shailene Woodley, Eva Green, Gabourey Sidibe. Da spielen leider hauptsächlich Leute mit, die ich nicht gerne sehe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 80% RT

Trailer v. Film: „Foxcatcher“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic-Drama von Bennett Miller mit Steve Carrell, Mark Ruffalo und Channing Tatum. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%