Golden Globe-Gewinner 2019

Gestern bin ich leider etwas zu spät in unserem Washingtoner Hotel angekommen und habe die Golden Globe-Verleihung nicht komplett gesehen. 

Gefreut habe ich aber natürlich für Ryan Murphy und seine TV-Serie The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story und den brillanten Hauptdarsteller Darren Criss. Auch löblich ist die Auszeichnung für Richard Madden (aus der TV-Serie Bodyguard). Typisch für die HFPA ist es jedoch „The Kominisky Method“ und seinen Hauptdarsteller Michael Douglas auszuzeichnen. Ist er doch mit Abstand der größte Star der Comedy-Serien, die nominiert waren. Ich habe mir kürzlich diese  Serie angeschaut, ist nett, kann man auch gucken, ist aber längst nicht so gut wie Barry. Bei „Killing Eve“ hatte ich im letzten Jahr auch reingeschaut, ein Grund, warum ich mir die Serie nicht zu Ende anschauen konnte, war das ausdruckslose Gesicht von Golden Globe-Moderatorin und -Gewinnerin Sandra Oh. 

Es wird als eine ziemliche Überraschung angesehen, dass Lady Gaga gestern nicht als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Der HFPA ist es immer wichtig, dass sie die größten Stars im Beverly Hilton Hotel versammeln können. Auch zeichnen sie gerne die größten Stars aus, da sie Lady Gaga aber bereits für den Gewinn für ihren Song „Shallow“ auf der Bühne hatten, brauchten sie ihr keinen weiteren Preis zu geben. Alles richtig gemacht. So kann und wird es bei den Oscars weitergehen. Eins kann man aus der gestrigen Show nämlich ziemlich sicher wissen: Glenn Close gewinnt jetzt auch den Academy Award. Bislang gab es noch keine handfesten Anzeichen dafür, sie hat zwar hier und da mal einen kleineren Kritiker-Preis für The Wife gewonnen, aber bisher nichts Wegweisendes. Das bedarf es aber auch für eine (dann am 22.1.19) sieben Mal für den Oscar nominierte Schauspiellegende. Nun gelten die Golden Globes immer als sogenanntes Casting für die Oscars. Wer hier eine tolle Dankesrede hält, den möchten die Academy-Mitglieder auch auf ihrer Bühne sehen. Glenn Close hat zwar bereits zwei Golden Globes für TV-Projekte gewonnen, der Award für „The Wife“ war aber ihr erster für einen Kinofilm. Da ihr im Vorfeld wohl gesagt wurde, dass Lady Gaga die Favoritin ist, war Mrs. Close auch sichtlich überrascht. Mit ihrer tränenreichen und tollen Dankesrede bei den Globes holt sie sich jetzt auch endlich ihren ersten Oscar. Ich freue mich darüber sehr. Auch wenn Olivia Colman (für The Favourite) im letzten Jahr die noch etwas bessere Performance gegeben hat. Mrs. Colman war auch super sympathisch und bezaubernd bei ihrer Dankesrede. Ihre Karriere in Hollywood hat jetzt begonnen. 

Dass Rami Malek für Bohemian Rhapsody ausgezeichnet wurde, war irgendwie überraschend, da in dieser Kategorie Bradley Cooper (für A Star is Born) der große Favorit war. Auch Rami Maleks große Hollywood-Karriere hat jetzt begonnen. 

Was gibt es sonst noch zu berichten? Anne Hathaway sah aus wie ein Clown, nichts Neues also. 

Die Oscars:

Marhershala Ali (Green Book) und Regina King („If Beale Street Could Talk“) haben beide vorerst wieder ihren Favoritenstatus in der Kategorie Beste Nebenrolle eingenommen. Auch wenn Regina King überraschenderweise nicht für den SAG-Award nominiert wurde. Das Rennen in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin ist, wie gesagt vorbei. Glenn Close hat ihn in der Tasche. In der Kategorie Bester Hauptdarsteller haben wir jetzt einen Wettbewerb zwischen Rami Malek, Christian Bale und Bradley Cooper. Ich hoffe immer noch auf Letzteren, der mit einem Oscar-Gewinn für das komplette Projekt „A Star is Born“ ausgezeichnet werden würde. 

Bislang gab es, was die Oscars angeht, noch keinen klaren Kandidaten auf den Gewinn in der Königskategorie Bester Film. Mein Favorit in meiner ersten und zweiten Prognose war Roma, dann habe ich mir den Film allerdings im Kino angeschaut und konnte mir nicht mehr vorstellen, dass die größte Gruppe innerhalb der Academy (die Schauspieler) diesen Film mit vorwiegend Laienschauspielern als ihren Lieblingsfilm wählen. Bei den Globes konnte „Roma“ nicht in der Kategorie Bester Film/Drama nominiert werden, da er nicht-englischsprachig ist. (Einer dieser seltsamen Regeln der HFPA). Die Globes helfen hier also nicht, auch weil „Bohemian Rhapsody“ definitiv nicht den Oscar gewinnen kann. Undenkbar, dass so ein Film den Oscar gewinnt. Auch wenn dieser Film unfassbar viel Geld einspielt, ändert es nichts an der Tatsache, dass der Film nicht gut genug ist. Weder Rami Malek noch die Produzenten haben ihrem, in der Kritik stehenden und gefeuerten Regisseur Bryan Singer gedankt. Er war sicherlich nicht mal eingeladen. Schlechte Presse ist etwas, was A.M.P.A.S. im Moment genug hat, ihren Ruf sollte und wird sie mit der Auszeichnung eines solchen Debakels nicht aufs Spiel setzen. 

Auch ist „Green Book“ viel zu gewöhnlich und zu kontrovers, um den Oscar zu gewinnen. „A Star is Born“ ist der große Verlierer der gestrigen Globes und wird jetzt auch ein paar Mitleidspunkte sammeln. Man stelle sich vor, Bradley Cooper wird nicht als bester Regisseur bei den Oscars nominiert. Haben wir dann eine Situation wie bei Ben Affleck und seinem Film„Argo“? Ich gehe zurück zu meiner Ausgangsprognose und denke, dass „Roma“ den Oscar als bester Film gewinnt. BlacKkKlansman könnte auch gewinnen, dafür bräuchte Spike Lee nun zunächst einmal eine DGA-Nominierung und vielleicht einen DGA-Gewinn. 

Von heute (7.1.19) an bis zum 14.1.19 wählen die Academy-Mitglieder für die Oscar-Nominierungen. Auch in der Kategorie Bester Film hat jedes Academy-Mitglied genau fünf Stimmen. Sie dürfen also nicht zehn, sondern nur fünf ihrer Lieblingsfilme listen. Nach der Auszählung werden am 22.01.19 fünf bis zu zehn Filme für den Oscar nominiert sein. Eine Nominierung derzeit relativ sicher haben:

Roma

BlackKklansman

A Star is Born

Green Book

Black Panther

—————————

Bohemian Rhapsody

The Favourite

—————————

und dann:

If Beale Street Could Talk

Vice

A Quiet Place

Mary Poppins Returns, etc.

 

Mit dem Golden Globe-Gewinn für die Filme „Bohemian Rhapsody“ und „Green Book“ beginnen jetzt die Schmutzkampagnen richtig. Was „BR“ angeht wird aber mit Kanonen auf einen Spatz geschossen. 

 

Golden Globe Gewinner für das Filmjahr 2018:

 

Movies

Best picture, drama: “Bohemian Rhapsody”

Best picture, comedy or musical: „Green Book”

Actress, drama: Glenn Close „The Wife“

Actor, drama: Rami Malek „Bohemian Rhapsody“

Actress, musical or comedy: Olivia Colman, “The Favourite”

Actor, musical or comedy: Christian Bale “Vice”

Supporting actress: Regina King „If Beale Street Could”

Supporting actor: Mahershala Ali, “Green Book”

Director: Alfonso Cuaron, “Roma”

Screenplay: „Green Book“

Animated film: ”Spider-Man: Into the Spider-Verse“

Foreign language film: “Roma“ (Mexiko)

Original score: “First Man”

Original song: „Shallow“, „A Star is Born“

Cecil B. DeMille Award: Jeff Bridges

 

Television:

Best series, drama: “The Americans”

Best series, comedy or musical: “The Kominsky Method“

Best Television Limited Series or Motion Picture Made for Television: “The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story”

Best Performance by an Actress in a Limited Series or a Motion Picture Made for Television: Patricia Arquette, “Escape at Dannemora”

Best Performance by an Actor in a Limited Series or a Motion Picture Made for Television: Darren Criss „American Crime Story: The Assassination of Gianni Versace“

Actress, drama: Sandra Oh „Killing Eve”

Actor, drama: Richard Madden „Bodyguard“

Actress, comedy or musical: Rachel Brosnahan ”The Marvelous Mrs. Maisel“

Actor, comedy or musical: Michael Douglas „The Kominsky Method“

Supporting actress, Series, Limited Series or Motion Picture Made for Television: Patricia Clarkson „Sharp Objects“ 

Supporting actor, Series, Limited Series or Motion Picture Made for Television: Ben Whishaw „A Very English Scandal“

 

Glenn Closes Reaktion auf ihren ersten Globe für einen Kinofilm:

 

Glenn Closes Dankesrede:

 

 

Golden Globe-Nominierungen 2019 und meine Meinung

Erst vor zwei Tagen (am 4.12.18) ist mit Kevin Hart der Gastgeber für die nächste Oscar-Verleihung am 24.2.19 bekanntgegeben worden. Im Moment steht es tatsächlich in Frage, ob er die 91. Academy Awards tatsächlich moderieren wird. Für seine homophoben Äußerungen über die letzten Jahren steht er seit den letzten Stunden erheblich in der Kritik. Ihn als Oscar-Moderator zu nehmen, ist insbesondere deshalb riskant, da die meisten Zuschauer, die sich begeistert die Show angucken, aus der LGBTQ-community stammen. Einen anderen Gastgeber an dieser Stelle zu finden, wird schwer, viele hatten es im Vorfeld abgelehnt. Ich bin gespannt, ob Kevin Hart bleiben kann. Update: A.M.P.A.S. hat eine öffentliche Entschuldigung für seine homophoben Kommentare verlangt, das hat Kevin Hart abgelehnt und kurz darauf hat er verkündet, dass er die Oscars nicht moderieren wird.

Seit gestern (5.12.18) wissen wir nun auch, dass die beiden Schauspieler Sandra Oh und Adam Samberg die Golden Globes Awards am 6.1.19 moderieren werden. 

 

Die meisten Golden Globe Nominierungen haben die Filme „Vice“ mit 6 und „A Star is Born“, „The Favourite“ und „Green Book“ mit jeweils 5 erhalten.

 

Hier die Golden Globe-Nominierungen 2018 in den wichtigsten Kategorien und meine Meinung:

 

Best Motion Picture – Drama:

Meine Meinung: Mit Ausnahme von „If Beale Street Could Talk“ kenne ich alle Filme. Was „Bohemian Rhapsody“ hier verloren hat, weiß nur die HFPA. Ich hatte an dieser Stelle auf „Boy Erased“ getippt, ansonsten habe ich alle richtig geraten. „Black Panther“ kommt einer Oscar-Nominierung als Bester Film immer näher. Mein Wunsch: Ich kenne „Beale Street“ noch nicht, so würde ich mich heute erst mal für „BlackKklansman“ entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit: „A Star is Born“

Best Director – Motion Picture:

  • Bradley Cooper (A Star is Born)
  • Alfonso Cuaron (Roma)
  • Peter Farrelly (Green Book) 
  • Adam McKay (Vice) 
  • Spike Lee (BlackKklansman) 

Meine Meinung: Ich habe weder „Roma“ noch „Vice“ gesehen. Richtig geraten habe ich hier tatsächlich nur Cooper, Cuarón und Lee. Ich hatte auf Barry Jenkins und Yorgos Lanthimos gesetzt. Nominiert haben sie aber dafür Peter Farrelly (ernsthaft?) und Adam McKay. Mein Wunsch: Spike Lee, das könnte zu seiner ersten Oscar-Nominierung als Regisseur führen Die Wahrscheinlichkeit: Cuarón (oder wenn die HFPA hier ein Zeichen setzen will: Spike Lee)

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama:

  • Glenn Close (The Wife)
  • Nicole Kidman (Destroyer)
  • Lady Gaga (A Star is Born)
  • Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)
  • Rosamund Pike (A Private War) 

Meine Meinung: Ich wollte vor ein paar Tagen noch „A Private War“ im Kino gucken, hatte dann aber doch keine Lust. Das habe ich nun davon. Ich kenne die Filme The Wife, A Star is Born und Can You Ever Forgive Me?. An der Stelle von Rosamund Pike und Nicole Kidman hatte ich auf  Toni Collette (für „Hereditary“) und Julia Roberts (für „Ben is Back“) getippt. Mein Wunsch: Glenn Close, sie muss langsam damit beginnen, Preise gewinnen – sonst wird es auch dieses Mal nichts mit dem Oscar. Die Wahrscheinlichkeit: Hier könnte die HFPA auch ein wichtiges Zeichen setzen, wenn sie Glenn Close auszeichnen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie so schlau sind und sich stattdessen lieber mit Lady Gaga schmücken wollen. Wobei die bestimmt schon für Best Song auf der Bühne steht. 

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama:

  • Bradley Cooper (A Star is Born)
  • Willem Dafoe (At Eternity´s Gate)
  • Lucas Hedges (Boy Erased) 
  • John David Washington (BlackKklansman) 
  • Rami Malek (Bohemian Rhapsody) 

Meine Meinung: Hier habe ich tatsächlich alle Filme gesehen. Hatte aber aber auf Ryan Gosling (für „First Man“), Ethan Hawke (für „First Reformed“) und den von der HFPA so geliebten Hugh Jackman (für „The Front Runner) getippt. Eine Nominierung für die letzten beiden Performances hätte ich sogar befürwortet. Die HFPA sprach sich aber nun für Willem Dafoe, Lucas Hedges, und John David Washington aus. Diese Performances kenne ich auch alle und kann damit gut leben. Etwas schade ist es für „Ethan Hawke“. Ich glaube aber dennoch, dass für ihn die Oscar-Saison damit noch nicht vorbei ist. Mein Wunsch: Mmmh, ich glaube ja immer noch, dass Bradley Cooper irgendetwas bei den Oscars gewinnen wird. Ich fand ihn auch richtig gut in dem Film: daher Bradley Cooper Die Wahrscheinlichkeit: ziemlich sicher gewinnt Bradley Cooper den Golden Globe

Best Motion Picture – Musical or Comedy:

  • Crazy Rich Asians 
  • The Favourite
  • Green Book
  • Mary Poppins Returns
  • Vice

Meine Meinung: Hier kenne ich tatsächlich nur „Green Book“ und natürlich „The Favourite“. Dennoch habe ich aber alle Filme richtig geraten…was auch nicht sonderlich schwer war. „Crazy Rich Asians“ werde ich mir ganz sicher nicht anschauen, auf „Vice“ bin ich gespannt und „Mary Poppins Returns“ muss ich wohl gucken. Mein Wunsch: „The Favourite“ – natürlich Die Wahrscheinlichkeit: „Green Book“ – natürlich (mit einer kleinen Außenseiter-Chance für „Vice“)

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy:

Meine Meinung: „Mary Poppins Returns“ und „Crazy Rich Asians“ habe ich nicht gesehen. Gestern erst habe ich in letzter Minute Charlize Theron rausgenommen und durch Lily James (Mamma Mia! Here We Go Again“) ersetzt. Auch habe ich auf Regina Hall („Support the Girls“) gesetzt. HFPA ist aber nun der Meinung, diese fürchterliche Elsie Fisher zu nominieren. Ich verstehe nicht, was die Leute an diesem Film finden und schon erst recht nicht, was die an diesem mondgesichtigen Mädchen finden. Bitte lasst daraus keine Oscar-Nominierung folgen. Bitte! Mein Wunsch: na selbstverständlich Olivia Colman Die Wahrscheinlichkeit: Olivia Colman (vielleicht aber auch Emily Blunt) 

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy:

  • Christian Bale (Vice)
  • Lin-Manuel Miranda (Mary Poppins Returns) 
  • Viggo Mortensen (Green Book)
  • Robert Redford (The Old Men and the Gun) 
  • John C. Reilly (Stan and Ollie)

Meine Meinung: Ich kenne hier nur „Green Book“ und „The Old Men and the Gun“. Richtig getippt habe ich hier aber alle, was aber auch recht vorhersehbar war. Bei Christian Bale glaube ich allein vom Trailer her, dass er eine Hammer-Performance gibt.  Mein Wunsch: Christian Bale Die Wahrscheinlichkeit: Christian Bale oder Viggo Mortensen

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture:

Meine Meinung: Ich habe „Vice“ und „If Beale Street Could Talk“ noch nicht gesehen. Bis auf Claire Foy habe ich alle richtig getippt. An ihrer Stelle hatte ich Nicole Kidman (für „Boy Erased“) gesetzt. Claire Foy ist aber eine alte Bekannte der HFPA und hat bereits zwei Nominierungen für ihre Serie „The Crown“ und sogar eine Auszeichnung für selbige. Zu Beginn der Oscar-Saison war sie sogar meine Favoritin auf den Oscar-Gewinn, also kommt es nicht sonderlich überraschend, dass sie nominiert wurde. Gestern  hatte ich noch etwas gezögert, beide Ladies von „The Favourite“ reinzunehmen um so mehr freue ich mich über die wohlverdienten Nominierungen Mein Wunsch: Regina King, auch wenn ich ihre Performance noch nicht kenne. Die Wahrscheinlichkeit: Regina King (mit einer Außenseiter-Chance für Amy Adams)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture:

Meine Meinung: Ich kenne einzig Sam Rockwells Performance in „Vice“ nicht. Sam Elliot (für „A Star is Born“) ist überraschenderweise raus. Dafür ist ein anderer Sam, nämlich Rockwell (für „Vice“) drin. Das ist ein Zeichen, wie die HFPA Adam McKays Film liebt. Sam Rockwell soll nur in zwei, max. drei Szenen zu sehen sein. An Timothee Chalamets Stelle hatte ich Nicholas Hoult (für „The Favourite) gesetzt. Die Nominierung für Timothee Chalamet geht für mich in Ordnung. Mein Wunsch: Mahershala Ali oder Richard E. Grant Die Wahrscheinlichkeit: Mahershala Ali oder Richard E. Grant 

Best Animated Feature Film:

Meine Meinung: „Mirai“? Nie gehört, ist ein japanischer Animationsfilm. Ich dachte sie nominieren stattdessen „Smallfoot“. Sonst habe ich alle anderen richtig geraten. Ich kenne nur „Incredibles 2“, „Isle of Dogs“ und „Ralph Breaks the Internet“, die anderen beiden werde ich mir wahrscheinlich auch nicht anschauen.  Mein Wunsch: „Isle of Dogs“ Die Wahrscheinlichkeit: „Ralph Breaks the Internet“

 

Bei den TV-Nominierungen freue ich mich besonders über die von

Pose

Richard Madden (für Bodyguard)

Barry (und für Bill Hader und Henry Winkler) 

The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story (und Darren Criss) 

Laura Dern (The Tale) 

 

 

Hier alle Nominierten:

https://www.goldenglobes.com/winners-nominees

Golden Globe-Gewinner 2018

Die Golden Globe-Verleihung im Jahr 2018 habe ich mal wieder live in den U.S.A. geschaut.

Die „Time´s Up“-Initiative war Thema der 75. Golden Globe-Verleihung (und wahrscheinlich der gesamten Oscar-Saison 2017/2018). Als Zeichen gegen Ungleichbehandlung, Sexismus und Machtmissbrauch trugen (mit ganz wenigen Ausnahmen) alle Schwarz und einen „Time´s Up“-Anstecker. Diese Bewegung hat einen Rechtsfond gegründet, der Frauen unterstützt, die nicht das Geld haben, ihre Peiniger anzuzeigen und zu verklagen. Das betrifft auch nicht nur die Entertainment-Branche, sondern generell den systematischen, sexuellen Missbrauch am Arbeitsplatz.

Bei dem ersten Golden Globe-Award (Film) bin ich beinahe vor Begeisterung aus dem Hotelbett gefallen. Als bester männlicher Nebendarsteller wird seit einigen Wochen Willem Dafoe als Favorit gehandelt, den Golden Globe hat aber – und ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich darüber freue – Sam Rockwell (für Three Billboards) gewonnen. Sam Rockwell hat selbst auch wohl nicht wirklich damit gerechnet, dass er ausgezeichnet wird, er war schrecklich aufgeregt. Goldig. Das sollte nicht der einzige Golden Globe für „Three Billboards“ sein. Zunächst ging das Beste Drehbuch an den Autor und Regisseur des Film Martin McDonagh und dann, der vorletzte Preis, ging für mich auch etwas überraschend an Frances McDormand. Warum war das überraschend? Frances McDormand ist nun (wie übrigens auch Gary Oldman, u.a.) niemand der sich auf den Veranstaltungen der rund 90 HFPA-Mitglieder sehen lässt, um die dann davon zu überzeugen, für sie zu stimmen. Ganz sicher nicht, sie ist auch kein Freund der eigentlichen Golden Globe-Verleihung, was man gestern immer mal wieder ihrem (so ausdrucksstarken) Gesicht ansehen konnte. Die HFPA-Mitglieder lassen sich aber nun mal gerne umschmeicheln, daher überraschend. Frances McDormand hat dann eine coole Rede gehalten, weil sie einfach auch unfassbar cool ist. Leider konnte man aufgrund der Zensur im amerikanischen Kabelfernsehen nicht jedes Wort hören. Der letzte Award ging dann an die Kategorie Film (Drama) und damit auch an „Three Billboards“. 4 Golden Globes für „Three Billboards“ (Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin, Frances McDormand und Bester Nebendarsteller, Sam Rockwell) – wenn dies so bei den Oscars weitergeht, hätte ich nichts dagegen.

Der zweite Globe-Award über den ich mich auch richtig gefreut habe (der aber keine große Überraschung war) ging an Elisabeth Moss (für ihre exzellente Performance in „The Handmaid´s Tale). Eine tolle Rede hat sie gehalten. Natürlich ging die Beste Drama-Serie dann auch an „The Handmaid´s Tale – wie sollte es anders sein?

Gary Oldman hat nun eine noch schwierige Beziehung mit der HFPA als Frances McDormand (er hat sie vor ein paar Jahren sogar öffentlich als als „unbedeutend“ kritisiert). Danke HFPA, dass Ihr über Euren Schatten gesprungen seid und die beste Leistung des Jahres ausgezeichnet habt. Wenn Timothee Chalamet gestern Abend gewonnen hätte, wäre es für Gary Oldman eine Idee schwieriger geworden, den Oscar zu gewinnen.

Ich wünschte, sie hätten die 101-jährige Schauspiellegende Kirk Douglas nicht im Rollstuhl auf die Bühne geschoben.

Nicht gerechnet habe ich mit dem GG-Gewinn für Fatih Akins „In the Fade“ (Für mich hatte Diane Krüger das schönste – schwarze – Kleid des Abends an).

Ich werde nie verstehen, warum die Amis Oprah so vergöttern. Sie hat aber eine durchaus bedeutsame Rede gehalten, mir ist sie aber immer etwas too much.

Ich könnte Guillermo del Toro stundenlang zuhören…Wie süß ist der denn? Wenn ein kleiner Junge im Körper eines brillanten mexikanischen Filmemachers voller Leidenschaft über seine Monster erzählt, dann treibt mir das Tränen in die Augen…. Genau so sieht die ideale Bewerbung für die Oscars aus. (Er begann seine GG-Dankesrede mit: „Since childhood, I´ve been faithful to monsters“ und endete mit: „My monsters thank you.“ ) Wenn in den nächsten 2 Monaten nicht etwas Gravierendes passiert, hat Guillermo del Toro damit den Oscar in der Tasche.

Für mich war die Frage des Abends: Geht der Preis Best Comedy/Musical an „Get Out“ oder „Lady Bird“. Lady Bird hat gewonnen.

Wie sieht das Oscar-Rennen jetzt aus? Die Golden Globe-Verleihung war die erste amerikanische, im Fernsehen übertragene Award-Show in dieser Oscar-Saison und lag in einer richtig guten Zeit, da die Academy-Mitglieder nämlich in dieser Woche (vom 5.1.18 bis 12.1.18) ihre Stimme für die Oscar-Nominierungen abgeben. Für die Golden Globe-Gewinner war es die Möglichkeit – und das sage ich, glaube ich, jedes Jahr – ihre Chance auf der Bühne zu nutzen, sich charmant, witzig und eloquent zu zeigen – vielleicht eine Geschichte zu erzählen und dann sind AMPAS-Mitglieder (die auch in großer Zahl im Zuschauerraum waren) auch gewillt, diesen Filmschaffenden, am Ende auch auf ihrer, der Oscar-Bühne, sehen zu wollen. Das Rennen, wer dieses Jahr Bester Film gewinnt, ist vielleicht nicht mehr ganz so offen. Für heute haben wir aber erst mal zwei Favoriten: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ und „Lady Bird“ und zwar nicht allein durch die Golden Globe-Auszeichnungen, sondern – in meinen Augen – vor allen Dingen durch die Nominierung der Gewerkschaft der Schauspieler. Der Globe-Gewinn war jetzt die Bestätigung, das kann sich aber in der Minute ändern, in der einer dieser beiden Filme keine Nominierung der Gewerkschaft der Regisseure erhält oder beispielsweise „Get Out“ mit irgendwelchen Preisen innerhalb der Filmindustrie ausgezeichnet wird.

Golden Globe Gewinner 2017:
Movies

Best picture, drama: “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”
Best picture, comedy or musical: „Lady Bird”
Actress, drama: Frances McDormand, “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”
Actor, drama: Gary Oldman “Darkest Hour”
Actress, musical or comedy: Saoirse Ronan, “Lady Bird”
Actor, musical or comedy: James Franco, “The Disaster Artist”
Supporting actress: Allison Janney, “I, Tonya”
Supporting actor: Sam Rockwell, “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”
Director: Guillermo del Toro, “The Shape of Water”
Screenplay: Martin McDonagh “Three Billboards Outside Ebbing, Missouri”
Animated film: “Coco”
Foreign language film: “In the Fade”, Germany
Original score: “The Shape of Water”
Original song: „This Is Me, ”The Greatest Showman”

Cecil B. DeMille Award: Oprah Winfrey

Television:
Best series, drama: “The Handmaid´s Tale”
Best series, comedy or musical: “The Marvelous Mrs. Maisel“
Best Television Limited Series or Motion Picture Made for Television: “Big Little Lies”
Best Performance by an Actress in a Limited Series or a Motion Picture Made for Television: Nicole Kidman, “Big Little Lies”
Best Performance by an Actor in a Limited Series or a Motion Picture Made for Television: Ewan McGregor „Fargo”
Actress, drama: Elisabeth Moss, “The Handmaid´s Tale”
Actor, drama: Sterling K. Brown „This Is Us“
Actress, comedy or musical: Rachel Brosnahan ”The Marvelous Mrs. Maisel“
Actor, comedy or musical: Aziz Ansari, “Master of None”
Supporting actress, Series, Limited Series or Motion Picture Made for Television: Laura Dern, “Big Little Lies”
Supporting actor, Series, Limited Series or Motion Picture Made for Television: Alexander Skarsgard „Big Little Lies“

Frances McDormands Dankesrede 2018 (für übrigens ihren ersten Golden Globe)

Golden Globe-Nominierungen 2018 und meine Meinung

Heute, am 11.12.17 hat die Hollywood Foreign Press Association die Golden Globe Nominierungen verkündet.

Für mich war die große Frage, ob Ridley Scotts „All the Money in the World“ irgendwelche Golden-Globe-Nominierungen erhält. Zur Erinnerung: Ridley Scotts Film war fertig, sollte Mitte November auf dem AFI Fest gezeigt werden. Dann häuften sich die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Kevin Spacey. Ridley Scott sagte die Premiere ab und entschloss sich kurzerhand Kevin Spacey aus seinem Film zu schneiden. Ursprünglich wollte er sowieso lieber Christopher Plummer in der Rolle des J. Paul Getty sehen, also traf er sich mit dem Schauspieler und überzeugte den 87-jährigen Plummer die rausgeschnittenen Spacey-Szenen mit ihm nachzudrehen. An dem ursprünglichen amerikanischen Kinostart v. 22.12.17 wollte Ridley Scott auf jeden Fall festhalten. Da ging ein großes Raunen durch Hollywood, wie soll er das denn hinbekommen? Der ehrgeizige Spass kostete einige Millionen Dollar und dauerte 10 Drehtage, aber der 80-jährige Ridley Scott hat es geschafft. Die Rohfassung des Films wurde den Journalisten der HFPA gezeigt und was die Golden Globe-Nominierungen angeht, hat es sich gelohnt. Nominiert ist der Film in den Kategorien Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin/Drama (Michelle Williams) und Bester Nebendarsteller (Christopher Plummer). Da ich den HFPA-Leuten nicht wirklich traue, hoffe ich inständig, dass die Schauspieler, die für die SAG-Nominierungen abstimmen, diesen Film auch gesehen haben. Ich glaube aber nicht und so haben wir erstmal ein riesiges Fragezeichen, was die Oscars angeht.

„The Shape of Water“ hat die meisten GG-Nominierungen (7) erhalten. „The Post“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ haben jeweils 6 Nominierungen, „Lady Bird“ hat vier.

 

Hier die Golden Globe-Nominierungen 2018 in den wichtigsten Kategorien und meine Meinung:

Best Motion Picture – Drama:

Meine Meinung: Mit Ausnahme von „The Post“ kenne ich alle Filme. Hier habe ich tatsächlich auch alle richtig geraten. Es hätte aber auch locker „Darkest Hour“, „Phantom Thread“ oder „The Florida Project“ werden können. Und, warum wurde „All the Money in the World nicht als BP nominiert, wenn Ridley Scott als Regisseur nominiert wurde? Wie gut ist der Film wirklich? Mein Wunsch: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Ich wünschte, ich hätte „The Post“ gesehen Die Wahrscheinlichkeit: „The Shape of Water“ hat die meisten Nominierungen, muss aber nicht immer was heißen. Vielleicht „The Post“

Best Director – Motion Picture:

Christopher Nolan (Dunkirk)
Guillermo del Toro (The Shape of Water)
Martin McDonagh (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
Ridley Scott (All the Money in the World)
Steven Spielberg (The Post)

Meine Meinung: Ich habe weder „The Post“ noch, logischerweise, „All the Money in the World“ gesehen. Richtig geraten habe ich hier tatsächlich nur Nolan, del Toro und Spielberg. Bin auch, ehrlich gesagt, etwas überrascht über die Nominierung von Ridley Scott. Es kann so ein HFPA-Ding sein, sie wollen sich wichtig machen (weil sie die Einzigen sind, die den Film gesehen haben) und/ oder dass sie Ridley Scott für das was er in nur wenigen Tagen geschafft hat, ehren wollen. Wer weiß. Ich habe auf Greta Gerwig (Lady Bird) und Luca Guadagnino (Call Me by Your Name) getippt. Die Nominierung von Martin McDonagh zeigt, wie beliebt „Three Billboards“ innerhalb der HFPA ist. Mein Wunsch: eigentlich keinen Die Wahrscheinlichkeit: Ich höre nicht mehr viel zu Christopher Nolan, dass er endlich (mit einem Oscar) ausgezeichnet werden soll, ich bin auch kein großer Fan von „Dunkirk“. Vielleicht geht Best Picture/Director zusammen. Das würde dann del Toro oder Spielberg bedeuten.

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama:

Frances McDormand (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
Sally Hawkins (The Shape of Water)
Meryl Streep (The Post)
Jessica Chastain (Molly´s Game)
Michelle Williams (All the Money in the World)

Meine Meinung: Hier gibt es drei Filme, die ich noch nicht gesehen habe („Molly´s Game“, „The Post“ und „All the Money in the World“). Ich habe auf Judi Dench („Victoria & Abdul“) und Jennifer Lawrence („mother!“) getippt. Das war ziemlich dämlich von mir, da zwar Judi Dench nominiert wurde, aber halt in der Kategorie Komödie. In meiner gestrigen Prognose habe Judi Dench sogar doppelt nominiert (1x unter Drama, 1x unter Komödie), war aber natürlich nicht beabsichtigt. Ich ärgere mich jetzt über meine eigene Unaufmerksamkeit. An der Stelle hätte ich sonst hier Jessica Chastain gesetzt. Mit Michelle Williams habe ich tatsächlich gar nicht gerechnet, auch wenn sie im Trailer ziemlich gut rüberkommt. Der Film war aber, wie gesagt, eine unsichere Kiste. Sally Hawkins fand ich leider nervtötend in „The Shape of Water“. Mein Wunsch: Ich wünschte, ich hätte „The Post“ schon gesehen. Streep soll richtig gut sein, das sagen sogar Leute, die sonst nicht so auf ihrer Seite stehen. Solange ich ihre Performance aber nicht kenne, kann es nur eine geben: Frances McDormand Die Wahrscheinlichkeit: Die HFPA möchte gerne, dass Meryl Streep eine Rede hält, also ist es wahrscheinlich, dass sie gewinnt. Alternativ Sally Hawkins (dann schreie ich) oder Frances McDormand

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama:

Gary Oldman (Darkest Hour)
Daniel-Day Lewis (Phantom Thread)
Tom Hanks (The Post)
Timothee Chalamet (Call Me by Your Name)
Denzel Washington (Roman J. Israel, Esq.)

Meine Meinung: Ich habe „Phantom Thread“ und „The Post“ noch nicht gesehen. Hier habe ich aber tatsächlich alle Schauspieler richtig getippt. Gary Oldman hat keine so gute Beziehung zu der HFPA (er hasst sie und sie mögen ihn auch nicht). Sie haben ihn aber nominiert, gut ist auch schwer, ihn nicht zu nominieren. Werden sie ihn aber auch auszeichnen und damit die Grundlage für seinen Oscar-Gewinn schaffen? Mein Wunsch: Ich kenne DDLs und Tom Hanks Performance nicht. Oldman ist gut (wäre dann ja auch für den Karriere-Oscar irgendwo), Denzel aber auch Die Wahrscheinlichkeit: Springen die HFPA über ihren Schatten? Ich weiß es nicht.

Best Motion Picture – Musical or Comedy:

Lady Bird
Get Out
I, Tonya
The Disaster Artist
The Greatest Showman

Meine Meinung: Ich habe „The Greatest Showman“ und „I, Tonya“ noch nicht gesehen. Gehofft und getippt habe ich auf eine Nominierung für „Baby Driver“ und weil es so typisch HFPA ist, einen Judi Dench-Film zu nominieren, habe ich auch auf „Victoria & Abdul“ getippt. „The Disaster Artist“ war aber auch in meiner Top 6, ich dachte nur, dass sie mit dem Film nichts anfangen können. „The Greatest Showman“ zu nominieren, ist typisch HFPA. Sie lieben Musicals und außerdem spielt ihr Liebling Hugh Jackman mit. Wenn dieser Film Oscar-mäßig irgendetwas taugen würde, hätten ihn sämtliche Oscar-Experten schon gesehen. Außerdem steht der Film bei den Kritikern bis zum Kinostart unter Embargo und es wird gemunkelt, dass er übel ist. Mein Wunsch: „Lady Bird“ Die Wahrscheinlichkeit: „Lady Bird“ oder „Get Out“

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy:

Saoirse Ronan (Lady Bird)
Margot Robbie (I, Tonya)
Emma Stone (Battle of the Sexes)
Judi Dench (Victoria & Abdul)
Helen Mirren (The Leisure Seeker)

Meine Meinung: „The Leisure Seeker“ und „I Tonya“ habe ich noch nicht gesehen. Meine Doppelnominierung (Drama und Komödie) für Judi Dench hat mich hier gerettet. Mit Ausnahme von Helen Mirren habe ich alle richtig getippt. Auf Helen Mirren hätte ich natürlich kommen können, fast immer, wenn Judi Dench und Helen Mirren einen Film draußen haben, werden sie von HFPA nominiert. Mein Wunsch: Ich kenne Margot Robbies Performance leider noch nicht, so lange bin ich bei Saoirse Ronan Die Wahrscheinlichkeit: Saoirse Ronan oder Margot Robbie

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy:

James Franco (The Disaster Artist)
Daniel Kaluuya (Get Out)
Steve Carell (Battle of the Sexes)
Ansel Elgort (Baby Driver)
Hugh Jackman (The Greatest Showman)

Meine Meinung: Einzig „The Greatest Showman“ habe ich noch nicht gesehen (werde ich auch nicht). Wie gesagt, typische HFPA-Entscheidung, ihren Liebling Hugh Jackman zu nominieren. Ich hatte an seiner Stelle auf Adam Sandler (für The Meyerowitz Stories) getippt. Ich habe sogar auf den nominierten Ansel Elgort getippt, das war aber ziemlich risikoreich. Mein Wunsch: alle vier sind gut, mir egal Die Wahrscheinlichkeit: James Franco

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture:

Laurie Metcalf (Lady Bird)
Allison Janney (I, Tonya)
Octavia Spencer (The Shape of Water)
Mary J. Blige (Mudbound)
Hong Chau (Downsizing)

Meine Meinung: Ich habe „Downsizing“ und „I, Tonya“ noch nicht gesehen. Getippt habe ich auf Holly Hunter (für „The Big Sick“) und Tiffany Haddish (für „Girls Trip“) Mary J. Blige ist schon länger im Gespräch, ich habe „Mudbound“ auch gesehen, kann aber eine Nominierung nicht nachvollziehen, eher die von Holly Hunter. Ist aber eh egal, weil sehr wahrscheinlich Laurie Metcalf (oder Allison Janney) gewinnt. Mein Wunsch: na Laurie Metcalf (auch wenn ich Allison Janneys Performance noch nicht kenne Die Wahrscheinlichkeit: Laurie Metcalf (Alternative: Allison Janney)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture:

Sam Rockwell (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
Willem Dafoe (The Florida Project)
Armie Hammer (Call Me by Your Name)
Richard Jenkins (The Shape of Water)
Christopher Plummer (All the Money in the World)

Meine Meinung: „All the Money in the World“ ist der einzige Film, den ich noch nicht gesehen habe. Getippt und auch gehofft habe ich auf Michael Stuhlbarg (für „Call Me by Your Name“). Nicht nur, dass er eine Hammer-Szene in dem Film liefert, er hat auch ein Wahnsinnsjahr. Er ist in drei potenziellen Oscar-Filmen (Call Me, The Shape of Water und The Post). Traurig bin ich aber nicht über die Nominierung von Richard Jenkins. Im Gegensatz zu Sally Hawkins fand ich ihn ganz wunderbar in dem Film. Alle anderen habe ich richtig getippt, wobei ich, ehrlich gesagt, bei Christopher Plummer auf Risiko gesetzt habe. Mein Wunsch: Sam Rockwell, wer sonst? Die Wahrscheinlichkeit: Willem Dafoe scheint sich langsam als Favorit zu etablieren

Best Animated Feature Film:

Coco
The Breadwinner
Loving Vincent
Ferdinand
The Boss Baby

Meine Meinung: Ich kenne nur „Coco“. Ehrlich gesagt, interessieren mich die anderen auch nicht. „The Boss Baby“ zu nominieren, erscheint schon seltsam. Mein Wunsch: „Coco“ Die Wahrscheinlichkeit: „Coco“

Die Golden Globe-Verleihung findet am 07.01.18 statt. Als Gastgeber führt Seth Meyers das erste Mal durch den Abend.

 

Ich habe kürzlich den neuen Trailer von „All the Money in the World“ im Kino gesehen.  Ich mochte ihn, aber wenn man ihn mit dem ersten Trailer (da noch mit Kevin Spacey) vergleicht, deuten die Trailer  beinahe auf zwei unterschiedliche Filme hin. Ich mochte den ersten Trailer mehr. Trailer vom „Film der Stunde“ zu sehen:

 

Golden Globe-Nominierungen 2018, meine Prognose

Morgen, am 11.12.17, werden die Golden Globe-Nominierungen bekanntgegeben. Es ist immer noch kein Favoriten-Film für die Oscars in Sicht. Viele amerikanische Filmkritiker-Verbände haben ihre Nominierungen veröffentlicht, bislang wurden aber erst ein paar wichtige Best-Picture Awards seitens der Kritiker vergeben (New York: Lady Bird, L.A: Call Me by Your Name, Washington DC: Get Out, Boston Online: Get Out). Jetzt gucken wir mal was die die kleine Gruppe der rund 90 Journalisten der Hollywood Foreign Press Association nominieren. Soweit ich es in Erfahrung gebracht habe, waren sie die ersten, die Ridley Scotts „All the Money in the World“ (mit nun Christopher Plummer) zu sehen bekamen. Zwar noch nicht die fertige Fassung des Films, aber immerhin. Die HFPA selbst hat keinen sonderlich guten Ruf. Das wissen sie natürlich und ich beobachte, dass sie in den letzten Jahren daran gearbeitet haben. Es gibt weniger fragwürdigen GG-Nominierungen (wie Johnny Depp und Angelina Jolie in „The Tourist“). Nun bin ich gespannt, ob sie „All The Money in the World“ in einigen Kategorien nominieren. Das würde zwar immer noch nicht heißen, dass der Film Oscar-mäßig was taugt (es kann ja auch sein, dass die HFPA mit ihren Golden-Globe-Nominierungen für ein paar Tage im Scheinwerferlicht stehen wollen), aber in dieser bislang favoritenlosen Oscar-Saison wäre es ein neuer Aspekt. Anmerkung: Auch wenn es auf den ersten Blick seltsam erscheint, die für den Film Verantwortlichen haben „Get Out“ für die Kategorie Comedy/Musical eingereicht.

Morgen nehme ich – wie jedes Jahr – Stellung zu den Golden Globe-Nominierungen. Hier ist meine Prognose zu den GG-Nominierungen 2018:

Best Motion Picture – Drama:

  • Call Me By Your Name
  • Dunkirk
  • Three Billboards Outside Ebbing Missouri
  • The Post
  • The Shape of Water

Best Director – Motion Picture:

  • Christopher Nolan (Dunkirk)
  • Guillermo Del Toro (The Shape of Water)
  • Greta Gerwig (Lady Bird)
  • Luca Guadagnino (Call Me By Your Name)
  • Steven Spielberg (The Post)

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama:

  • Frances McDormand (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
  • Sally Hawkins (The Shape of Water)
  • Meryl Streep (The Post)
  • Judi Dench (Victoria & Abdul)
  • Jennifer Lawrence (mother!)

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama:

  • Gary Oldman (Darkest Hour)
  • Daniel-Day Lewis (Phantom Thread)
  • Tom Hanks (The Post)
  • Timothee Chalamet (Call Me By Your Name)
  • Denzel Washington (Roman J. Israel, Esq.)

Best Motion Picture – Musical or Comedy:

  • Lady Bird
  • Get Out
  • I, Tonya
  • Victoria & Abdul
  • Baby Driver

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy:

  • Saoirse Ronan (Lady Bird)
  • Margot Robbie (I, Tonya)
  • Emma Stone (Battle of the Sexes)
  • Judi Dench (Victoria and Abdul)
  • Emma Watson (Beauty and the Beast)

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy:

  • James Franco (The Disaster Artist)
  • Daniel Kaluuya (Get Out)
  • Steve Carell (Battle of the Sexes)
  • Ansel Elgort (Baby Driver)
  • Adam Sandler (The Meyerowitz Stories)

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture:

  • Laurie Metcalf (Lady Bird)
  • Allison Janney (I, Tonya)
  • Octavia Spencer (The Shape of Water)
  • Holly Hunter (The Big Sick)
  • Tiffany Haddish (Girls Trip)

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture:

  • Sam Rockwell (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)
  • Willem Dafoe (The Florida Project)
  • Armie Hammer (Call Me By Your Name)
  • Michael Stuhlbarg (Call Me By Your Name)
  • Christopher Plummer (All the Money in the World)

Best Animated Feature Film:

  • Coco
  • The Breadwinner
  • Loving Vincent
  • Ferdinand
  • The Lego Batman Movie

HBO-Films: "The Normal Heart"

Folgenden HBO-Film habe ich mir angeschaut:

„The Normal Heart“ 133 min drama, adaptation
dir. Ryan Murphy cast: Mark Ruffalo, Jonathan Groff, Matt Bomer, Taylor Kitsch, Jim Parsons, Alfred Molina, Julia Roberts, Corey Stoll

Im Sommer des Jahres 1981. Der schwule Autor Ned Weeks (Mark Ruffalo) fährt nach Fire Island, um dort mit seinen Freunden zu feiern. Einer von Neds schwulen Freunden, Craig (Jonathan Groff) zeigt plötzlich erste Symptome einer ernstzunehmende Krankheit. Die New York Times hat erst kürzlich einen Artikel über eine seltene Krebskrankheit, an der homosexuelle Männer erkranken und sterben, publiziert. Zurück in New York wendet sich Ned an die querschnittsgelähmte Ärztin Dr. Brookner (Julia Roberts). Sie ist eine der wenigen Ärzte, die sich nicht davor scheuen, die Erkrankten dieser unerforschten Epidemie zu behandeln. Als Mitbegründer der GAY NATIONAL HEALTH CRISIS versucht Ned mithilfe der Ärztin, ein Bewusstsein für die neue Krankheit zu schaffen und legt den Schwulen nahe, sich bei ihren sexuellen Kontakten zu schützen. In den Homosexuellenkreisen stösst ihr Ansinnen aber auch auf großen Widerstand, viele sehen ihre sexuelle Freiheit in Gefahr. Ned lernt dann den New York Times Journalisten Felix (Matt Bomer) kennen und verliebt sich…

C+ (Wertung von A bis F) „The Normal Heart“ basiert auf dem gleichnamigen, teils autobiografischen Bühnenstück von Larry Kramer. Das Theaterstück wurde erstmalig im Jahr 1985 aufgeführt. Eine Broadway-Wiederaufführung des Theaterstückes wurde im Jahr 2011 gefeiert und mit drei Tony Awards ausgezeichnet.

Auch das Drehbuch für die filmische Adaptation wurde von dem Dramatiker Larry Kramer verfasst. Inszeniert wurde der Film von Ryan Murphy („Nip/Tuck“, „Glee“, „American Horror Story“).

Die Handlung führt in die New Yorker Schwulenszene der Jahre 1981-1984 und erzählt mehrere Geschichten rundum den Beginn einer seinerzeit noch unbekannten, neuen Krankheit. Es verbreitet sich eine ansteckende tödliche Krankheit, aber keiner weiß genau, wie sie übertragen wird. Als Homosexuellen-Seuche macht sie die Runde, die Bevölkerung gerät in Angst und den Betroffenen ist noch nicht klar, wie sie damit umgehen sollen. Die Ärztin Julia Roberts vermutet, dass diese mysteriöse Krankheit durch sexuelle Kontakte übertragen wird, Beweise hat sie dafür aber noch nicht.

Ich würde den Film definitiv als sehenswert bezeichnen. Der Film hat natürlich gute Ansätze und vom Thema her ist es ein Film, der mich grundsätzlich interessiert.

„The Normal Heart“ hat zwar ein paar sehr emotionale Szenen, der Film als solches hätte mich aber mehr berühren müssen. Der Film ist einfach nicht gut strukturiert. Vielleicht wäre es besser, wenn sich das Geschehen tatsächlich auf wenige Charaktere konzentriert hätte. Man wird hier mit unzähligen Todesfällen konfrontiert, aber da man zuvor quasi nichts über die Charaktere erfährt, gehen einem die Schicksale der Einzelnen auch nicht so nahe. Gestört hat mich auch, dass die Kamera quasi permanent in Bewegung ist. Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass Julia Roberts ihrem (Kamera-) Mann Danny Moder hier wohl einen Job verschafft hat.

Die Schauspieler haben mir alle recht gut gefallen, auch wenn mitunter der eine oder andere Schauspieler (z.B. Julia Roberts) zu einer übertriebenen Performance neigt.

Mark Ruffalo spielt hier einen schwulen AIDS-Aktivisten Ned Weeks. Mark Ruffalo in einer so ganz anderen Rolle zu sehen, fand ich bemerkenswert. Seine Filmfigur habe ich ihm definitiv abgenommen und dass er sich in Matt Bomers Charakter verknallt hat sowieso. Das nämlich, kann nicht schwer zu spielen gewesen sein. Matt Bomber („Flightplan“, „Magic Mike“, TV-Serie „White Collar)“ hat hier eine überraschend intensive Ausstrahlung und eine einnehmende Präsenz.

„The Normal Heart“ ist ein TV-Film von und teils mit offen schwulen Künstlern, was leider heutzutage immer noch zu selten ist.

„The Normal Heart“ wurde auf HBO erstmalig am 25.05.14 ausgestrahlt. Der Film hat den Emmy für den besten TV-Film im Jahr 2014 gewonnen. Nominiert war der Film aber noch für zahlreiche andere Emmy-Awards, u.a. waren die Schauspieler Mark Ruffalo, Julia Roberts, Jim Parsons, Joe Mantello, Alfred Molina und natürlich Matt Bomer nominiert.

Trailer zu sehen:

Golden Globe Nominierungen 2014 und Oscar-Nominierungen 2014, meine zweite Prognose

Heute, am 12.12.13, hat die Hollywood Foreign Press Association die Golden Globe Nominierungen verkündet. Wie jedes Jahr nehme ich dazu Stellung und werde im Anschluss daran meine (aus Zeitmangel nicht ganz so umfangreiche) zweite Oscar-Prognose abgeben. Meiner Oscar-Prognose kann man auch entnehmen, welchen Film und welche Schauspieler ich derzeit (12.12.13) als Gewinner sehe.

Gestern wurden die SAG Award-Nominierungen verkündet. Ich nehme bei meiner Oscar-Prognose noch dazu Stellung, aber es macht mich etwas unglücklich und für meine Prognose ist auch alles andere als hilfreich, dass die meisten SAG-Mitglieder und die meisten Mitglieder der Auslandspresse „The Wolf of Wall Street“ noch nicht gesehen haben. „The Wolf of Wall Street“ ist für keinen einzigen SAG-Award nominiert worden, aber immerhin für zwei Golden Globes (Bester Film/Comedy und Leonardo DiCaprio als Bester Hauptdarsteller/Comedy). Dieses Jahr muss ich mich scheinbar nicht so sehr über die Golden Globes Nominierungen oder Nicht-Nominierungen ärgern. Es überwiegt die Freude, z. B. darüber, dass Oprah Winfrey nicht nominiert wurde.

Bei der Golden Globe-Verleihung führen im nächsten Jahr (am 12.01.14) erneut die beiden Gastgeberinnen Tina Fey und Amy Poehler durch den Abend.

„12 Years a Slave“ und „American Hustle“ gehen mit insgesamt 7, „Nebraska“ mit 5 Nominierungen, „Captain Phillips“ und „Gravity“ mit jeweils 4 und „Her“, „Inside Llewyn Davis“, „Philomena“ und „Mandela: Long Walk to Freedom“ mit 3 Golden Globe-Nominierungen ins Rennen.

Best Motion Picture – Drama:

– 12 Years a Slave
– Captain Phillips
– Gravity
– Philomena
– Rush

Meine Meinung: Ich habe alle Filme gesehen. „Rush“ ist die einzige Überraschung. Hätte gedacht, dass „The Butler“ hier festgesetzt ist. Macht mich glücklich, dass „The Butler“ nicht nominiert wurde. Wie verrückt freue ich mich über „Philomena“. Mein Wunsch: „12 Years a Slave“ oder „Philomena“ Die Wahrscheinlichkeit: Die Tendenz geht in Richtung „12 Years a Slave“, aber es könnte auch „Gravity“ werden.

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama:

– Cate Blanchett (Blue Jasmine)
– Sandra Bullock (Gravity)
– Judi Dench (Philomena)
– Emma Thompson (Saving Mr. Banks)
– Kate Winslet (Labor Day)

Meine Meinung: Von Kate Winslet könnte man überrascht sein, war doch von ihrer Performance in den letzten Monaten nicht mehr viel zu hören. Wenigstens ist diese französische Darstellerin, die nicht in der Lage ist, ihren Mund zu schließen, nicht nominiert. Sonst hätte ich mich ja wieder aufregen müssen. Mein Wunsch: Cate Blanchett -selbstverständlich! Die Wahrscheinlichkeit: Cate Blanchett

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama:

– Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave)
– Idris Elba (Mandela: Long Walk to Freedom)
– Tom Hanks (Captain Phillips)
– Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club)
– Robert Redford (All is Lost)

Meine Meinung: Ich habe „Mandela“ noch nicht gesehen. Die große Überraschung gab es gestern bei den SAG Award Nominierungen, Robert Redford war nicht nominiert. Aber insbesondere die Kategorie Bester Hauptdarsteller (bei den Oscars ja nur eine Kategorie) läuft praktisch über an geeigneten Kandidaten. Mein Wunsch: Matthew McConaughey Die Wahrscheinlichkeit: Matthew McConaughey oder Chiwetel Ejiofor, vielleicht aber auch der Redford

Best Motion Picture – Musical or Comedy:

– American Hustle
– Her
– Inside Llewyn Davis
– Nebraska
– The Wolf of Wall Street

Meine Meinung: Es wundert mich etwas, dass „Saving Mr. Banks“ nicht nominiert wurde, auch Tom Hanks nicht für Beste Nebenrolle. Muss ich meine aktuelle Oscar-Prognose noch mal überdenken? Auch ist „August: Osage County“ nicht nomiert. „American Hustle“ geht mit 4 Schauspielnominierungen in das Golden-Globe-Rennen, wenn der so bei den Oscars einsteigen würde, wäre das praktisch der Oscar-Gewinn für Bester Film. Mmmh, ich gebe nicht viel auf die GGs, aber das irritiert mich Mein Wunsch: Ich vermute, dass mir „Her“ und „The Wolf of Wall Street“ sehr gut gefallen werden Die Wahrscheinlichkeit: Da kann noch viel passieren diesen einen Monat lang, z. B. könnten die Mitglieder der Auslandspresse alle „The Wolf of Wall Street“ gucken (es ist bekannt, dass zum Zeitpunkt ihrer Stimmabgabe nur wenige Mitglieder der Auslandspresse „The Wolf of Wall Street“ gesehen haben). Im Moment ist es aber „American Hustle“ der wohl gewinnt.

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy:

– Amy Adams (American Hustle)
– Julie Delpy (Before Midnight)
– Greta Gerwig (Frances Ha)
– Julia Louis-Dreyfus (Enough Said)
– Meryl Streep (August: Osage County)

Meine Meinung: Amy Adams und Meryl kann ich noch nicht beurteilen. Über Julia Louis-Dreyfus´Nominierung freue ich mich, wohlverdient. Julie Delpy ist ein Witz, dieser ganze Film ist furchtbar. Aber die Auslandspresse muss wohl eine Französin nominieren. Greta Gerwig ist okay. Mein Wunsch: Grundsätzlich gönne ich Amy Adams alles, aber Julia Louis-Dreyfus war schon toll in der Rolle Die Wahrscheinlichkeit: Amy Adams

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy:

– Christian Bale (American Hustle)
– Bruce Dern (Nebraska)
– Leonardo DiCaprio (The Wolf of Wall Street)
– Oscar Isaac (Inside Llewyn Davis)
– Joaquin Phoenix (Her)

Meine Meinung: Gut hier freue ich mich, dass es Leo reingeschafft hat. Derzeit hat kaum einer den Film gesehen (oder darf noch nicht über ihn reden), aber Leo ist offiziell im Oscar-Rennen. Gestern mit der Nicht-Nominierung von Leo bei den SAG-Awards hatte ich schon leichte Bedenken Mein Wunsch: na dann Leo Die Wahrscheinlichkeit: Leo?

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture:

– Sally Hawkins (Blue Jasmine)
– Jennifer Lawrence (American Hustle)
– Lupita Nyong`o (12 Years a Slave)
– Julia Roberts (August: Osage County)
– June Squibb (Nebraska)

Meine Meinung: Die beste Nachricht des Tages: Oprah Winfrey ist nicht nominiert. Die Auslandspresse wird mir langsam richtig sympathisch. Dafür ist Sally Hawkins eingesprungen. Darüber freue ich mich. Ich kann Julia Roberts noch nicht beurteilen und auch Jennifer Lawrence noch nicht. Grundsätzlich macht Frau Lawrence aber immer einen guten Job. Mein Wunsch: Ich würde es Sally Hawkins gönnen Die Wahrscheinlichkeit: Jennifer Lawrence

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture:

– Barkhad Abdi (Captain Phillips)
– Daniel Brühl (Rush)
– Bradley Cooper (American Hustle)
– Michael Fassbender (12 Years a Slave)
– Jared Leto (Dallas Buyers Club)

Meine Meinung: Daniel Brühl wurde gestern bereits mit einer SAG-Award-Nominierung bedacht, also kam das jetzt nicht so überraschend. Auch wenn ich mich dabei etwas aus dem Fenster lehne, ich bin zu 90% sicher, dass Daniel Brühl dann auch eine Oscar-Nominierung bekommt. Bradley Cooper ist anstelle von dem jüngst verstorbenen James Gandolfini hier reingerutscht. Die haben Bradley Cooper bestimmt nur aufgrund seiner lustigen Frise in „American Hustle“ nominiert. Aber wo ist Tom Hanks für Saving Mr. Banks oder Jonah Hill in „The Wolf of Wall Street“? Mein Wunsch: Jared Leto oder Michael Fassbender Die Wahrscheinlichkeit: Jared Leto

Best Animated Feature Film:

– The Croods
– Despicable Me 2
– Frozen

Meine Meinung: Letztes Jahr waren es noch fünf Nominierte. Dieses Jahr nur drei Nominierte. „The Wind Rises“ ist unter Bester fremdsprachiger Film gelistet, aber nicht unter Bester animierter Spielfilm. Kein Pixar-Film (Monsters University) unter den besten animierten Filmen – das ist merkwürdig, die haben doch sogar Cars 2 nominiert. Mein Wunsch: Mehr amüsiert habe ich mich ja bei Despicable Me 2, aber Frozen ist auch sehr gut Die Wahrscheinlichkeit: Frozen

Best Director – Motion Picture:

– Alfonso Cuaron (Gravity)
– Paul Greengrass (Captain Phillips)
– Steve McQueen (12 Years a Slave)
– Alexander Payne (Nebraska)
– David O. Russell (American Hustle)

Meine Meinung: Wundert mich etwas das die Coens nicht drin sind und erst recht, dass Martin Scorsese nicht dabei ist. Spike Jonze fehlt auch. Mein Wunsch: Steve McQueen Die Wahrscheinlichkeit: Steve McQueen oder Alfonso Cuaron

Wie sieht derzeit das Oscar-Rennen aus?

Am Anfang dieser Oscar-Saison sah es irgendwann so aus, als ob es sich zwischen „12 Years a Slave“ und „Gravity“ entscheiden wird. Praktisch eine Art Wiederholung des David gegen Goliath Wettbewerbs im Oscarjahr 2009. Der kleine Kritikerliebling gegen den Special-Effects-Film, der unfassbare Einspielergebnisse einfährt. („The Hurt Locker“ gegen „Avatar“). Am Ende des Oscarabends im März 2010 hat dann der kleine und wesentlich besserer Film den Oscar gewonnen und erstmalig wurde eine Frau (Kathryn Bigelow) für die beste Regiearbeit mit dem Oscar ausgezeichnet. Auf dieses Saison gemünzt bedeutet das, dass „12 Years a Slave“ den Oscar als Bester Film gewinnt und erstmalig ein schwarzer Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet wird. Es gab/gibt also Parallelen und so würde im nächsten Jahr Oscar-Geschichte geschrieben.

Der Rückblick:

„Nebraska“, „Inside Llewyn Davis“ und „All is Lost“ sind Filme, die direkt von dem Cannes Film Festival kamen und bis zum Herbst immer in den Köpfen blieben. „Fruitvale Station“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival gezeigt, dann aber auch in Cannes. Nebraska und Inside Llewyn Davis gelten als ziemlich sichere Kandidaten für eine Oscar-Nominierung. „Fruitvale Station“ könnte knapp den Einzug in die Bestenliste der Academy verpassen und „All is Lost“ schafft es m.E. definitiv nicht.

Auch wenn man sich derzeit (12.12.13) immer noch gut einen Monat (genauer bis zum 16.01.14) gedulden muss bis die Oscar-Nominierungen verkündet werden, kann man ja mal über die Gewinner spekulieren. Können „Nebraska“, „Inside Llewyn Davis“, „Fruitvale Station“ oder gar „All is Lost“ den Oscar gewinnen? Am ehesten wohl noch „Nebraska“, aber eigentlich nicht. Aber welcher Film könnte dann an „12 Years a Slave“ oder „Gravity“ vorbeiziehen und als strahlender Sieger des 2.März 2014 hervorgehen?

Im Sommer hat Harvey Weinstein „Lee Daniels´ The Butler“ ins amerikanische Kino gebracht. Naja – da war auch nicht viel Konkurrenz im Kino. Afroamerikanische Thematik, großes Ensemble leider nicht so großer (im Sinne von bedeutender) Film. Hat wahnsinnig viel Geld an der Kinokasse eingespielt. Wie „The Help“, der wurde seinerzeit beinahe zeitgleich ins Kino gebracht, hat auch wahnsinnig viel Geld eingenommen und sich bis zu den Oscars durchgemogelt. Bei den Oscar-Nominierungen ist es praktisch schon Tradition, dass ein faules Ei unter den Nominierten ist. Gerade wurde „The Butler“ auch von der Gewerkschaft der Schauspieler für eine SAG Award Bester Film (Best Ensemble) nominiert. Darüber könnte man sich jetzt aufregen, bringt aber nichts. Jetzt muss man damit leben, dass „Lee Daniel´s The Butler“ wohl für einen Oscar nominiert wird, auch wenn er nicht für einen Golden Globe nominiert wurde.

Dann gab es endlich das Venice International Film Festival und „Gravity“ hatte seine Weltpremiere. Kurz darauf wurde „12 Years a Slave“ auf dem Telluride International Film Festival gezeigt. Sofort war „12 Years a Slave“ der Film, den es bei den nächsten Oscars zu schlagen galt. Auf dem Toronto International Film Festival wurde dann der durchaus solide „Dallas Buyers Club“ gezeigt. Bei dieser Tragikomödie sind es vor allen Dingen die beiden Performances von Matthew McConaughey und Jared Leto, die in Erinnerung bleiben. „Dallas Buyers Club“ wurde aber als Bester Film (Best Ensemble) für einen SAG Award nominiert. Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass er auch für den Oscar als Bester Film nominiert wird, ist aber der Statistik nach sehr wahrscheinlich.

In Venedig feierte dann auch „Philomena“ seine Weltpremiere, wurde aber erst auf dem Toronto International Film Festival mit dem Publikumspreis (zweiter Platz, erster ging an „12 Years a Slave“) ausgezeichnet. Ebenfalls in Toronto wurde „August: Osage County“ gezeigt, hat aber als Film eher enttäuscht. Wurde aber auch gerade als Bester Film (Best Ensemble) von der SAG-Gemeinde nominiert. Meiner zweiten Oscar-Prognose ist zu entnehmen, dass ich nicht mehr so viel Vertrauen in „August: Osage County“ habe. Zumindest denke ich derzeit, dass er es nicht in die Bestenliste der Academy schafft. Auf der anderen Seite…na das ist ja nicht meine letzte Prognose. Mal gucken.

„Captain Phillips“ hat dann die Festivalbesucher in New York überrascht, ist Anfang Oktober ins amerikanische Kino gekommen. „Captain Phillips“ ist ein richtig spannendes Actiondrama mit einer fantastischen Performance von Academy-Liebling Tom Hanks. Oscar-Gewinner-Film? Eher nicht. In New York wurde dann auch erstmalig „Her“ gezeigt. Ein abgedrehter Film, viele lieben den Film, keiner hat aber anfangs ernsthaft eine Oscar-Nominierung gesehen. Das hat sich erst Anfang Dezember geändert, weil er in vielen Bestenlisten der Filmkritiker immer wieder auftaucht und auch ausgezeichnet wurde/wird. Dass „Her“ den Oscar gewinnt ist unvorstellbar.

Also was kommt noch? Irgendwann war klar, dass „Gravity“ phänomenale Einspielergebnisse einfährt, somit waren wir bei „12 Years a Slave“ gegen „Gravity“. Und das große Warten begann: schafft es Martin Scorsese, seinen Film „The Wolf of Wall Street“ bis Ende des Jahres fertigzustellen? Und ist dieser Film auch so gut? Wann wird „American Hustle“ erstmalig gezeigt? Wie gut ist der Film? Ein sicherer Oscar-Kandidat ist immer ein solides Biopic. Noch besser ein Biopic mit einem Bezug zu Hollywood. „Saving Mr. Banks“ ist ein Biopic über die Autorin von Mary Poppins und Walt Disney, der seinen Kindern versprochen hat, den Romanklassiker zu verfilmen. Das ist ein sicherer Oscar-Kandidat und Academy-Liebling Tom Hanks spielt auch noch Walt Disney. Traditionell lieben die Academy-Mitglieder Filme über das Filmemachen. Letztes Jahr hat „Argo“ gewonnen, das Jahr zuvor „The Artist“. Ich habe „Saving Mr. Banks“ leider noch nicht sehen können, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass „Saving Mr. Banks“ gewinnen könnte.

Die letzten beiden Filme, die in dieser Oscar-Saison gezeigt wurden, waren „American Hustle“ und kurze Zeit später „The Wolf of Wall Street“. Irgendwann im Oktober/oder Anfang November (ich weiß es nicht mehr genau) war klar, dass Martin Scorsese seinen neuen Film doch noch dieses Jahr fertig bekommt. Im September war „The Wolf of Wall Street“ noch 4 Stunden lang. Martin Scorsese ist einer der wenigen Regisseure die den sogenannten Final Cut haben, kein Produzent kann ihm in seinen Film reinquatschen. Scheinbar waren 4 Stunden aber auch für Martin Scorsese zu lang und so hat er sich mit seiner Cutterin Thelma Schoonmaker erneut in den Schneideraum begeben. Anfang Dezember hat er dann seinen 3 (genauer 2. 59) Stunden langen Film erstmalig präsentiert. „The Wolf of Wall Street“ steht noch bis zum 17.12.13 unter Embargo, die können es aber auch spannend machen. Es klang aber durch, dass der Film so gut ist, dass er ein ernstzunehmender Oscar-Kandidat ist und dadurch würde ich ihn auch neben „12 Years a Slave“ und „Saving Mr. Banks“ als grössten Kandidaten auf den Oscar-Gewinn sehen.

Es ist immer sehr riskant, einen Film im letzten Moment vorzustellen. Nicht jeder Kritiker oder jedes Mitglied der Vereinigung der Schauspieler (SAG) oder der Auslandspresse (HFPA) kann „The Wolf of Wall Street“ zum Zeitpunkt ihrer Stimmabgabe gesehen haben. Das hat sich dann gleich bei den SAG Award Nominierungen niedergeschlagen. Keine Nominierung für „The Wolf of Wall Street“ und nur zwei bei den GGs. Dafür aber für „American Hustle“. Der soll ganz gut sein, aber sooo doll nun auch wieder nicht.

Okay, also ist „12 Years a Slave“ nach wie vor der Favorit auf den Oscar-Gewinn und „Saving Mr. Banks“ und „The Wolf of Wall Street“ die grösste Bedrohung. Durch die GGs muss ich „American Hustle“ und eigentlich auch noch „Nebraska“ mit reinnehmen. Und was ist mit „Gravity“? In meiner perfekten Oscar-Welt wird er nur in einigen technischen Kategorien ausgezeichnet.

Von allen Kandidaten, die je für eine Oscar-Nominierung im Gespräch waren, habe ich mir bislang folgende Filme: (gelistet in der Reihenfolge, in der ich sie gesehen haben) angeschaut: Mud, Stories We Tell, Frances Ha, Monsters University, Despicable Me 2, Fruitvale Station, Blackfish, Blue Jasmine, The Spectacular Now, Ain´t Them Bodies Saints, Lee Daniels´The Butler, The Place Beyond the Pines, Before Midnight, The Great Gatsby, Prisoners, The Grandmaster, Enough Said, Rush, Short Term 12, Thanks for Sharing, In a World?, Captain Phillips, The Fifth Estate, Gravity, 12 Years a Slave, All is Lost, The Counselor, Dallas Buyers Club, Blue is the Warmest Colour, Kill Your Darlings, The Book Thief, Inside Llewyn Davis, The Hunger Games: Catching Fire, Nebraska, Frozen, Philomena, Oldboy, Out of the Furnace Update: Her, Saving Mr. Banks, American Hustle, The Wolf of Wall Street, The Great Beauty, August: Osage County, Lone Survivor, Labor Day

Das sind aktuell meine Kandidaten für eine Oscar-Nominierung Bester Film (gelistet in der Reihenfolge, in der ich die Nominierung sehe, an erster Stelle mein derzeitiger Oscar-Gewinner)

12 Years a Slave
The Wolf of Wall Street
Saving Mr. Banks
Gravity
American Hustle
Dallas Buyers Club
Lee Daniel´s The Butler
Captain Phillips
Nebraska
Inside Llewyn Davis

und dann weiter:

Fruitvale Station
Her
Blue Jasmine
Philomena
August: Osage County
All is Lost

Und die Schauspieler, die für mich derzeit nach Oscar-Gewinnern aussehen:

Bester Schauspieler: Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club)
Beste Schauspielerin: Cate Blanchett (Blue Jasmine)
Bester Nebendarsteller: Jared Leto (Dallas Buyers Club)
Beste Nebendarstellerin: Lupita Nyong `o (12 Years a Slave)