Berlin – Film: „Long Shot“

Ich war am 08.05.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Long Shot“ (dt. Filmtitel: „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“, dt. Kinostart: 20.06.19)  125 min   comedy 

dir. Jonathan Levine   cast: Charlize Theron, Seth Rogen, June Diane Raphael, Andy Serkis, O´Shea Jackson Jr., Bob Odenkirk, Alexander Skarsgard, Lisa Kudrow

 

Fred Flarsky (Seth Rogen) arbeitet als investigativer Journalist. Nachdem seine Zeitung jedoch von einem zwielichtigen Medienmogul (Andy Serkis) aufgekauft wurde, hat er gekündigt. Sein bester Freund (O´Shea Jackson Jr.) hilft ihm dabei, über den Tag zu kommen und geht mit ihm am Abend zu einer Benefizveranstaltung. Dort trifft er auf die amerikanische Außenministerin Charlotte Field (Charlize Theron). Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Beiden begegnen, Charlotte war sogar mal Freds Babysitterin…

 

B- (Wertung von A bis F) „Long Shot“ ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors und  Filmemachers (The Wackness, 50/50, „Warm Bodies“, The Night Before) Jonathan Levine. 

Es ist bereits nicht leicht, sich Charlize Theron und Seth Rogen zusammen in einem Film vorzustellen. Bei „Long Shot“ kommt noch erschwerend dazu, dass die beiden ein Paar abgeben sollen. Charlize Theron ist dabei jedoch nicht auf „häßlich“ geschminkt, sondern sieht aus wie ein beneidenswert schöner Hollywoodstar und spielt hier – recht überzeugend – die US-Außenministerin mit Ambitionen auf das US-Präsidentenamt. Seth Rogen spielt einen Loser namens Fred Flarsky und sieht dabei aus wie Seth Rogen, bei dem die Klamotten, die er trägt, eindeutig darauf hindeuten, dass er gleich zum Zelten in der menschenfreien Natur aufbricht. Auf so eine Paarung können nur bekiffte Teenager oder Typen wie Seth Rogen kommen. 

Vielleicht hätte der Film als RomCom funktioniert, wenn er umgekehrt besetzt wäre. Seth Rogen als amerikanische Außenminister mit… (okay, allein das bekomme ich schon nicht in meinem Kopf zusammen) Nee, ich kann es drehen und wenden, wie ich will, aus den Beiden wird kein Paar.

Abgesehen von dem, nicht mal im Ansatz funktionierenden RomCom-Aspekt, dem  haarsträubend absurden Ende des Films und der Tatsache, dass man die eine oder andere Szene, bzw. gleich die letzten 20 Minuten, hätte streichen müssen, fand ich den Film sehenswert. Das klingt widersprüchlich, aber „Long Shot“ ist als Komödie und Politsatire über weite Strecken wirklich witzig, smart, hat einen guten Dialogwitz und ist voller Situationskomik. Bei zwei Szenen (eine im Flugzeug und eine nachts auf dem Flur) habe ich lauthals lachen müssen. 

Besonders kann Charlize Theron mit ihrem komödiantischen Timing und Talent punkten. June Diane Raphael, die die bissige Assistentin von Therons Charlotte Field spielt, sorgt für die lustigsten Momenten im Film. 

Etwas irritiert hat mich Andy Serkis, der hier einen umstrittenen Medienmogul à la Rupert Murdoch spielt und in seiner Maske aussieht, als hätten sie Caesar (aus Rise , Dawn und War for the Planet of the Apes) in ein menschliches Kostüm gesteckt. 

„Long Shot“ wurde erstmalig auf dem SXSW Filmfestival 2019 gezeigt. Auf diesem Filmfestival gewann der Film den Publikumspreis. Der Film ist am 03.05.19 in 3,230 amerikanischen Kinos gestartet. Für Deutschland soll der Film unter dem Filmtitel „Long Shot – Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich“ am 20.06.19 starten. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. 

Trailer zu sehen:

Chicago – Film: „The Disaster Artist“

Ich war am 02.12.17 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Disaster Artist“ (dt. Kinostart: 01.02.18)  103 min  drama, comedy, biopic, adaptation
dir. James Franco cast: James Franco, Dave Franco, Seth Rogen, Bryan Cranston, Melanie Griffith, Jacki Weaver, Alison Brie, Megan Mullally, Josh Hutcherson, Zac Efron, Bob Odenkirk, Zoey Deutch, Sharon Stone

 

Im Jahr 1998 in San Francisco. Der 19-jährige Greg Sestero (Dave Franco) nimmt Schauspielunterricht und während er ängstlich und unsicher auf der Bühne agiert, tritt ein anderer, wesentlich älterer Schauspielschüler, Tommy Wiseau (James Franco), völlig übertrieben, aber sehr selbstbewusst auf. Beiden wird nicht unbedingt ein Talent attestiert. Zwischen ihnen entwickelt sich jedoch eine Freundschaft, beide träumen von der großen Hollywoodkarriere und so ziehen sie kurzerhand gemeinsam nach Los Angeles. Mit ihrer Karriere will es nicht so wirklich klappen. Eines Tages schreibt Tommy Wiseau dann selbst ein Drehbuch, die beiden drehen dann „The Room“, ein Film, bei dem Tommy Wiseau auch Regie führt…

 

B- (Wertung von A bis F) „The Disaster Artist“ basiert auf einer wahren Geschichte und ist eine Adaption von Greg Sesteros und Tom Bissells Sachbuch „The Disaster Artist: My Life Inside The Room, the Greatest Bad Film Ever Made“. Der Film handelt der Freundschaft von Greg Sestero und Tommy Wiseau und von den Dreharbeiten des als schlechtesten Film aller Zeiten geltenden „The Room“. Es ist der 15. Spielfilm, bei dem das amerikanische Multitalent James Franco Regie führt, zugleich spielt er in diesem Film die Hauptrolle.

Ich habe „The Room“ nicht gesehen, bevor ich mir „The Disaster Artist“ aber angeschaut habe, habe ich mir auf YouTube einige Szenen aus dem Film angeguckt. Um das ganze Ausmaß von Tommy Wiseau, seinem Schauspiel und den ganzen Hype um diesen Film auch nur im Ansatz verstehen zu können, empfiehlt es sich aber wahrscheinlich „The Room“ vorher zu gucken. Da sehr viel in „The Disaster Artist“ auch mit Tommy Wiseaus Sprache zutun hat, ist es unumgänglich „The Disaster Artist“ in der OV bzw. OmU zu sehen.

Wenn ich ehrlich bin, konnte ich mit „The Disaster Artist“ nicht viel anfangen. Mir kam das Ganze auch mehr als eine Hommage an Tommy Wiseau vor. Kann es letztendlich auch nur sein, weil dieser, völlig von Talent befreite Darsteller, Drehbuchautor und Regisseur hundertprozentig (nach Wiseaus eigenen Angaben 99,9%) hinter James Francos Projekt steht und auch mit ihm auf Werbetour für den Film durch die Talkshows zieht. Nun ist Tommy Wiseau aber ein Freak und keiner der liebenswerten-sympathischen Sorte. Ich hätte gerne mehr über diese mysteriöse Type erfahren, wo kommt er (wirklich) her, wie alt ist er und woher hatte er die sechs Millionen Dollar für die Produktion von „The Room“, ganz zu schweigen von dem Geld, das er für die Werbung desselbigen investiert hat. All das erfährt man nicht, auch erfährt man nichts darüber, wie aus diesem, offensichtlich grottenschlechten Film auf einmal ein Must-See-Film geworden ist.

„The Disaster Artist“ hat die Entstehung des Phänomens von „The Room“ – aus, wahrscheinlich dramaturgischen Gründen – gekürzt. In der Realität war „The Room“ nicht gleich mit der Premiere des Films ein Kultfilm, das hat sich langsam aufgebaut. Im Jahr 2003 tauchte in Hollywood auf einmal eine riesige Plakatwand für „The Room“ auf. Darauf zu sehen, war ein seltsam aussehender, langhaariger Mann in Nahaufnahme. Einige Werbeanzeigen in den bekannten Branchenblättern wurden geschaltet und auch wurde der Film für zwei Wochen in L.A. ins Kino gebracht (um sich für die Oscars zu qualifizieren!). Als der Film erstmalig ins Kino kam, wollte ihn kaum einer sehen. Irgendwann hatte es sich dann aber herumgesprochen, dass dieser Film so schlimm ist („The Best Worst Film Ever Made!“), dass man ihn tatsächlich gesehen haben muss. Der Film hatte dann einige prominente Befürworter (darunter Paul Rudd und Jonah Hill) und weitere Monate später waren exklusive Mitternacht-Vorstellungen in Los Angeles auf einmal ausverkauft. Jetzt war die Filmvorführung ein Event (vergleichbar mit „The Rocky Horror Picture Show“), zu dem man verkleidet kommt, Dialoge mitsprechen kann und als Zuschauer zu dem agieren kann, was Bizarres auf der Leinwand zu sehen war. Im Gegensatz zu „The Rocky Horror Picture Show“ macht man sich aber über das Gezeigte lustig und hat Spass dabei. Die amerikanische Journaille hat sich dann auf die Story gestürzt, der Kultfilm war geboren, seit jetzt mittlerweile 14 Jahren gibt es regelmäßig „The Room“-Vorstellungen landesweit in den U.S.A., aber auch in Kanada, England und einigen anderen englischsprachigen Ländern.

Wenn man das alles nicht miterlebt hat, wird es eng, auch was die Sympathiebekundungen für „The Disaster Artist“ angeht. Man sieht einen guten Schauspieler (James Franco) mit einer schwarzen Langhaar-Perücke, Kontaktlinsen und Maske, der einen ehrgeizigen, von sich selbst überzeugten, aber talentbefreiten Typen mimt. Daneben James Francos Bruder (Dave), der irritierenderweise Wiseaus Freund spielt und viele bekannte Gesichter in den Nebenrollen. Schlechtes Schauspiel ist mir zuwider, da James Franco hier natürlich auch Wiseaus „Schauspielkünste“ nachahmt, habe ich bei diesem Film Bauchschmerzen bekommen. Franco selbst macht seine Sache sehr gut, das sieht man insbesondere am Ende, wenn Wiseaus und Francos Szenen gegenübergestellt werden.

„The Disaster Artist“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (James Franco). Update: The Disaster Artist hat 1 Oscar-Nominierung erhalten (Best Adapted Screenplay)

„The Disaster Artist“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Festival 2017 gezeigt. Der A24-Film wurde am 1.12.17 in 19 amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er in 1010 Kinos landesweit in den U.S.A. Für Deutschland ist ein Kinostart am 1.2.18 geplant.

Trailer zu sehen:

Eine Szene aus „The Disaster Artist“

Best of „The Room“

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Shape of Water„
Bewertung des Trailers: A- (Redband-Trailer)
Kommentar: Guillermo del Toros neuer (Oscar-)Film mit Sally Hawkins und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Downsizing„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film soll problematisch sein, vom Trailer her sieht er aber wirklich gut aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Proud Mary„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Actioner mit Taraji P. Henson in der Hauptrolle
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, ich glaube schon

Trailer v. Film: „Thoroughbreds„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama/Thriller mit Anya Taylor-Joy. Einer der letzten Film mit Anton Yelchin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Game Night„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller/Komödie mit Jason Bateman, Rachel McAdams, Kyle Chandler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Prayer Before Dawn„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Gefängnisdrama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon

Trailer v. Film: „Blockers„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Leslie Mann und John Cena
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kinoaufsteller von „The Room“

Denver – Film: „Sausage Party“

Ich war am 25.08.16 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Sausage Party“ (dt. Filmtitel: „Sausage Party – Es geht um die Wurst“, dt. Kinostart: 06.10.16) 89 min animation
dir. Greg Tiernan, Conrad Vernon cast: Seth Rogen, Jonah Hill, Kristen Wiig, Bill Hader, James Franco, Michael Cera, Paul Rudd, Danny McBride, Craig Robinson, Edward Norton, Salma Hayek

 
Für die Lebensmittel des Supermarktes Shopwell´s gibt es nichts Erstrebenswerteres als zu den Auserwählten zu gehören. Sie halten die Konsumenten für Götter und wenn sie in ihrem Einkaufswagen landen und gekauft werden, wissen sie, dass jetzt das Paradies folgt. Nun wurde aber der Honigsenf (Danny McBride) gerade in den Supermarkt zurückgebracht und hat Horrorstories zu erzählen. Angeblich soll es gar keinen Gott geben, er hält die Menschen sogar für Monster. Niemand schenkt ihm Glauben, alle sind schon ganz vorfreudig auf die große Party, denn es ist amerikanischer Unabhängigkeitstag.

 
B- (Wertung von A bis F) „Sausage Party“ ist ein Animationsfilm für Erwachsene – und zwar ausnahmslos. Die Geschichte stammt aus der Feder von Seth Rogen und Evan Goldberg (This is the End).

Wie dieser Animationsfilm das Thema Glauben angeht, ist originell und stellenweise sehr smart – insbesondere wenn die Esswaren realisieren, dass es gar keinen Gott (keine Götter) gibt. Ansonsten geht es hauptsächlich um Sex. viel zotiger Humor, viel Fluchen – das muss man schon mögen. Irgendwann wiederholen sich aber die Jokes und dann weist der Film Längen auf. Schade. Allein um den teils guten Sprachwitz mitzubekommen, empfehle ich die Originalfassung.

Eines Tages wird es bei den Oscars eine Kategorie für die momentan noch immer unterschätzten motion capture und voice performances geben, Edward Norton wäre für mich ein Kandidat für die Synchronisation des jüdischen Sammy Bagel Jr.

 
An der amerikanischen Kinokasse war der Anfang August in den U.S.A. gestartete Film überraschend erfolgreich. Eine Fortsetzung zu „Sausage Party“ ist im Gespräch.

„Sausage Party“ wurde erstmalig auf bei South by Southwest 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Masterminds„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Zach Galifianakis, Owen Wilson, Kristen Wiig, etc. Sollte eigentlich schon vor einem Jahr ins Kino kommen, dann ist der amerikanische Verleih (Relativity) in finanzielle Schwierigkeiten gestrudelt und der Film wurde verschoben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Bad Santa 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung zu einem Film, den ich liebe. Wieder mit Billy Bob Thornton, aber auch Kathy Bates
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Office Christmas Party„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Jason Bateman, Courtney B. Vance, aber leider auch Jennifer Aniston
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Why Him?„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit James Franco und Bryan Cranston
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Resident Evil: The Final Chapter„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vielleicht letzte Film der Resident-Evil-Reihe mit Milla Jovovich. Ich habe keinen der Filme gesehen, der Trailer ist aber nahezu perfekt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kevin Hart: What Now?„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Stand-Up-Comedy-Film mit Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

einer der amerikanischen Aufsteller von "Sausage Party"
einer der amerikanischen Aufsteller von „Sausage Party“

 

 

Chicago – Film: „The Night Before“

Ich war am 28.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Night Before“ (dt. Filmtitel: „Die Highligen drei Könige“, dt. Kinostart: 26.11.15) 101 min comedy
dir. Jonathan Levine cast: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anthony Mackie, Michael Shannon, Jillian Bell, Lizzy Caplan, Mindy Kaling, James Franco, Tracey Morgan

 

Nachdem die Eltern von Ethan (Joseph Gordon-Levitt) vor 14 Jahren verstorben sind, hat er es mit seinen beiden Freunden Isaac (Seth Rogen) und Chris (Anthony Mackie) jedes Jahr zu Weihnachten richtig krachen lassen. Jetzt sind sie aber alle mittlerweile Mitte 30, Isaacs Ehefrau Betsy (Jillian Bell) ist hochschwanger und sie wollen nur noch ein letztes Mal an Weihnachten richtig feiern…

B+ (Wertung von A bis F) „The Night Before“ ist eine Komödie des New Yorker Regisseurs Jonathan Levine. Vor ein paar Jahren hat er bereits bei der Seth Rogen/Joseph Gordon-Levitt-Tragikomödie 50/50 Regie geführt.

„The Night Before“ hat einen großartigen Wortwitz (daher unbedingt in der Originalfassung anschauen). Es ist jetzt schon einige Wochen her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich quasi von Anfang bis zum Ende gelacht, gekichert oder mich wenigstens gut unterhalten gefühlt habe.

Bei den meisten Bromance-Komödien werden Frauen darauf reduziert, Sexobjekte oder Nervensägen zu sein. Bei dieser Komödie spielen zwar Frauen auch nur eine Nebenrolle, dafür dürfen sie aber gleichberechtigt witzig sein. Jillian Bell, deren komödiantisches Talent und Timing mir bereits in 22 Jump Street aufgefallen ist, ist auch hier herausragend und passt wunderbar zu Seth Rogen. Überhaupt stimmt die Chemie der drei Hauptdarsteller.

Anthony Mackie hatte ich kurz zuvor noch in dem anderen, nicht so empfehlenswerten Weihnachtsfilm Love the Coopers gesehen. Sein Schauspieldebüt hat er seinerzeit in Eminems „8 Mile“ gegeben, ich habe ihn erst Jahre später, in dem Oscar-Film The Hurt Locker zum ersten Mal bemerkt. Mittlerweile hat er den Status eines Filmstars erreicht. Er hat die Attraktivität und das Charisma eines Denzel Washington. Ich hoffe, dass er zukünftig nicht nur kommerziellen Kram dreht, sondern dass ich ihn auch mal in ein paar anspruchsvollen Filmen zu sehen bekomme.

Ansonsten gibt es über „The Night Before“ noch zu berichten, dass James Franco mal wieder herrlich selbstironisch daherkommt und Michael Shannon einmal mehr beweist, wie grandios er ist.

 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

da ich mich ins Kino geschlichen habe und leicht verspätet war, habe ich nur noch den folgenden Trailer gesehen:

Trailer v. Film: „Deadpool“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: wieder so ein Marvel-Superhelden-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: „Steve Jobs“

Ich war am 09.10.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Steve Jobs“ (dt. Kinostart: 12.11.15) 121 min drama, biopic, adaptation
dir. Danny Boyle cast: Michael Fassbender, Kate Winslet, Seth Rogen, Jeff Daniels, Katherine Waterston, Michael Stuhlbarg

Ein Portrait über Steve Jobs.

B (Wertung von A bis F) „Steve Jobs“ basiert auf dem gleichnamigen Buch von Walter Isaacson.

Danny Boyle hat seinen neuesten Film wie ein Theaterstück inszeniert. Es sind drei Akte von jeweils ungefähr 40 Minuten. Die Ereignisse eines einzelnen Segments sind vor der jeweiligen Präsentation eines neuen Apple- (bzw. NeXT-) Produktes angesiedelt. Die erzählte Geschichte spielt hinter der Kulisse und zeichnet ein berufliches und privates Portrait von Steve Jobs. Der erste Akt spielt im Jahr 1984 als der erste, der Original Macintosh Computer vorgestellt wird, im zweiten Akt, im Jahr 1988, ist Steve Jobs mittlerweile nicht mehr bei Apple und stellt in seiner neuen Firma den schwarzen NeXT-Cube vor und im Jahr 1998, nach seiner Rückkehr zu Apple, den iMac. Jeder Akt in dem Film ist in einem anderen Format (16mm, 35mm und Digital) gedreht worden.

Ursprünglich sollte David Fincher (Fight Club, Zodiac, The Social Network, Gone Girl) Regie führen und Christian Bale sollte die Hauptrolle spielen. Nach einigen Unstimmigkeiten über die Finanzierung des Films stieg David Fincher aus dem Projekt aus und der Oscar-Gewinner Danny Boyle („Trainspotting“, „The Beach“, Slumdog Millionaire, 127 Hours) übernahm. Christian Bale distanzierte sich schließlich auch noch von dem Projekt und Danny Boyle hatte keinen Hauptdarsteller mehr. Leonardo DiCaprio war mal im Gespräch, Steve Jobs zu spielen, bis dann irgendwann Michael Fassbender die Hauptrolle übernahm.

„Steve Jobs“ ist ein ungewöhnlicher Danny Boyle-Film. Wenn man diesen Film sieht, ist seine Handschrift nur selten zu erkennen. „Steve Jobs“ könnte man fast als Aaron Sorkin-Film beschreiben. Der Film ist reich an brillanten Dialogen. Das von Aaron Sorkin (The Social Network, Moneyball, TV-Serie „The Newsroom) geschriebenen Drehbuch macht den Film aus. Aaron Sorkin gilt als einer der besten Drehbuchschreiber Hollywoods. Er hat eine eigene, so smarte, schnelle und messerscharfe Sprache kreiert. Die „Sorkin-Sprache“ wird von den Schauspielern gerne als moderne Shakespeare-Sprache bezeichnet. Die Texte müssen präzise so wiedergegeben werden wie sie im Skript stehen. Improvisationen sind tabu, es darf kein Satz abgewandelt werden, kein Füllwort eingebracht, nicht mal ein Wort in der Betonung geändert oder gar eine Pause eingebaut werden, wenn sie nicht dort hingehört. Wenn man nur etwas an einem sogenannten Sorkin-Text ändert (und da gebe ich u.a. Kate Winslet wieder) bricht die gesamte Poesie, der Rhythmus und die Kraft der Worte zusammen. Ich habe mir bislang noch nie ein sogenanntes Sorkin-Werk in der Synchronisation angeschaut. Ich kann mir kaum vorstellen, dass in der Übersetzung nichts von der Intensität verlorengeht. Der Film „Steve Jobs“ war für die Schauspieler jedenfalls mit exakter Vorbereitung, zahlreichen Proben und einigen Wiederholungen beim Dreh verbunden. Kate Winslet hat angegeben, dass eine der Anfangsszenen im ersten Akt 39x wiederholt werden musste.

Optisch hat Michael Fassbender (Hunger, Jane Eyre, Shame12 Years a Slave) nun keinerlei Ähnlichkeit mit dem Apple-Mitbegründer. Er hat auch zugegeben, dass er erst in seine Rolle reinwachsen musste. Und dabei kann man förmlich zuschauen. Michael Fassbender wird Steve Jobs immer ähnlicher. Am Anfang habe ich noch einen meiner Lieblingsschauspieler gesehen, der mich wieder mal mit einer ganz neuen Rolle begeistert. Mit Beginn des dritten Aktes habe ich regelrecht Gänsehaut bekommen, war schlichtweg verblüfft, wie sich Michael Fassbender in Steve Jobs verwandelt hat. Die Oscar-Nominierung ist ihm sicher, es ist aber durchaus denkbar, dass ihm diese Performance den Academy Award einbringt.

Ebenso oscarwürdig ist zweifelsfrei Kate Winslet. Im Gegensatz zu Fassy sieht man hier aber von Beginn an Joanna Hoffman und nicht die Schauspielerin. Zugegebenermassen hatte sie es auch etwas einfacher, jeder weiß wie der Apple-Chef aussah, die wenigsten aber wie Steve Jobs Marketing-Managerin und engste Vertraute.

Danny Boyles Film ist keine Heldenzeichnung von Steve Jobs. Er war sicherlich ein Genie, Visionär und ein Perfektionist, aber halt auch ein Kontrollfreak, charismatischer Größenwahnsinniger und ein A….. „Steve Jobs“ ist eine Charakterstudie dieses schwierigen Mannes. Wahrscheinlich wird es keinen Film geben, der aus ihm einen Sympathieträger macht, aber für mich wird er immer dafür verantwortlich sein, dass ich mir ein Leben ohne MacBook, MacBookAir, iPhone und iPod nicht mehr vorstellen kann (oder will).

Dieser Spielfilm gibt einem eine Idee davon, wie er getickt hat. Joanna Hoffman (gespielt von Kate Winslet) schien ihm als Einzige, richtig Paroli bieten zu können. Ihr gegenüber und später auch seiner Tochter Lisa (gespielt von Perla Haney Jardine, Ripley Sobo und Makenzie Moss) gegenüber erscheint Steve Jobs auch etwas zugänglicher und weniger hart. Man bekommt hier auch einen recht guten Eindruck von Steve Jobs Beziehung zu dem Computeringenieur Steve Wozniak (gespielt von Seth Rogen), dem Softwareentwickler Andy Herzfeld (herausragend gespielt von Michael Stuhlbarg) und zu Apple CEO John Scully (gleichbleibend großartig gespielt von Jeff Daniels) bekommen.

Meine Lieblingssequenz im Film ist eine Dialogszene zwischen Michael Fassbenders Jobs und Jeff Daniels Scully. Es ist eine Parallelmontage von Ereignissen aus dem Jahr 1984 und 1988. Diese Sequenz war in meinen Augen charakteristisch für Danny Boyle.

„Steve Jobs“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2015 gezeigt. Am 9.10.15 ist der Film in vier ausgewählten Kinos in New York und Los Angeles. gestartet. In NYC wurde der Film in nur zwei Kinos gezeigt. Ab dem 16.10.15 wird „Steve Jobs“ dann in ganzen 60 amerikanischen Kinos zu sehen sein und ab dem 23.10.15 in ganz U.S.A. Ich habe den Film am Eröffnungsabend in New York gesehen. Soweit ich das verfolgen konnte, waren alle abendlichen Vorstellungen in meinem Kino ausverkauft. Einige Repräsentanten von Universal Studios waren anwesend und haben einen ausführliche schriftliche Umfrage zu diesem Film durchgeführt. Neben den üblichen persönlichen Angaben und warum man ausgerecht diesen Film gewählt hat, wollten sie natürlich wissen wie einen der Film gefallen hat, aber – und das hat mich überrascht – haben sie auch einige Fragen zu dem vorgeschalteten Trailer des Coen Bros. Film „Hail, Caesar!“ gestellt. „Hail, Caesar!“ hat derzeit einen Kinostart von Februar 2016 in den USA. Ist Universal am überlegen, den Film noch dieses Jahr herauszubringen und damit in die Oscar-Saison 2015/2016 vorzuverlegen?

„Steve Jobs“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Michael Fassbender), Bester Nebendarsteller (Jeff Daniels), Beste Nebendarstellerin (Kate Winslet) Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Steve Jobs“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Bester Hauptdarsteller Michael Fassbender und Beste Nebendarstellerin Kate Winslet) erhalten.

Der großartige Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hail, Caesar!“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Der neueste Film der Coens mit Josh Brolin, George Clooney, Ralph Fiennes, Scarlett Johansson, Tilda Swinton, Frances McDormand, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „By the Sea“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Neuer Film von und mit Angelina Jolie Pitt (wann hat die Jolie eigentlich ihren Namen geändert?) und ihrem Gatten
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro. Film läuft derzeit in den ersten Test Screenings
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Creed“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Boxer-Filme muss ich eigentlich noch gucken? Rocky-Spin-off mit Sylvester Stallone.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Finest Hours“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Disney-Katastrophenfilm mit Chris Pine
Wie oft schon im Kino gesehen: x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: pfff

Trailer v. Film: „Miss You Already“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Tragikomödie. Bei Toni Collette bin ich grundsätzlich dabei, aber Drew Barrymore?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Rock the Kasbah“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: Barry Levinsons neuer Film mit Bill Murray, Zooey Deschanel, Bruce Willis und Kate Hudson. Ich bin so gelangweilt von Bill Murray in solchen Komödien
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 95 % Rotten Tomatoes

Filmplakat von
Filmplakat von „Steve Jobs“ in New York
Filmplakat von
Filmplakat von „Steve Jobs“ in New York

San Francisco – Film: "This is the End"

Ich war am 25.06.13 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„This is the End“ (dt. Titel: „Das ist das Ende“, dt. Kinostart: 08.08.13) 107 min comedy, adaptation
dir. Seth Rogen, Evan Goldberg cast: Seth Rogen, Jay Baruchel, James Franco, Jonah Hill, Danny McBride, Rihanna, Emma Watson, Michael Cera, Jason Segel, Craig Robinson, Paul Rudd, Christopher Mintz-Plasse

Jay Baruchel kommt nach einem Jahr das erste Mal wieder nach Los Angeles. Selbstverständlich wohnt er bei seinem Kumpel Seth Rogen. Geplant ist ein Wochenende mit Videospielen, kiffen und abhängen. Seth überredet aber Jay, am Abend auf James Francos Einweihungsparty zu gehen. Dort treffen sie auf Michael Cera, Jonah Hill, Jason Segel, Rihanna, Craig Robinson und was weiß ich noch auf wen. Als Seth Rogen und Jay Baruchel kurz Zigaretten kaufen gehen, gibt es ein Erdbeben. Oder war das gar der Weltuntergang? Na lieber mal schnell zurück zu James Francos Haus…

B (Wertung von A bis F) „This is the End“ basiert auf Jason Stones Kurzfilm „Jay and Seth versus the Apocalypse“.

Die Idee, dass sich die Schauspieler irgendwie selbst spielen, sich über sich selbst lustig machen und gegenseitig auf die Schippe nehmen hat natürlich eine gewisse Dynamik. Die meisten Schauspieler, kennen sich aus den Judd Apatow-Projekten (Knocked Up, Superbad, Pineapple Express) und zeigen sich hier selbstironisch (Seth Rogen spielt sowieso immer denselben Typen in seinen Filmen, James Franco hält sich für einen Künstler und ist selbstverliebt, Jonah Hill hält sich seit seiner Oscar-Nominierung für Moneyball für etwas Besseres, etc.). Sie reden über ihre vergangenen Filmprojekte, über sich und andere Schauspieler und das ist sehr unterhaltsam und bietet einiges an Situationskomik. Natürlich ist der Film total übertrieben, kindisch, teilweise krass und hat einen derben Humor, aber das kann man sich bereits denken, wenn man sich die Besetzungsliste anschaut. Vielleicht ist es hauptsächlich ein Film für Teenager-Jungs oder Männer, die sich ihre Teenager-Zeit ab und zu mal zurückwünschen.

Mit einer Ausnahme (Whitney Houston), fand ich „This is the End“ immer besonders klasse, wenn Songs eingespielt werden. Das gilt auch für die Schlussszene. Der Film hätte noch besser sein können, wenn er nicht so lang wäre. Hollywood-Komödien, und das erwähne ich natürlich nicht das erste Mal, sollten eine Laufzeit von 90 Minuten nicht überschreiten. So lahmt leider auch dieser Film irgendwann und fühlt sich zum Ende hin gestreckt an.

So gelangweilt ich in der letzten Zeit von James Franco war, so begeistert war ich hier von ihm. Auch hat mir – wieder einmal – Jonah Hill gut gefallen.

Erwähnen möchte ich noch ein tolles Cameo (zum Ende des Films), das ich selbstverständlich nicht spoilern werde. Ich fand es brüllend komisch, wie er mit den Gerüchten um seine Person umgeht.

Wie viel Geld hat eigentlich Milky Way bzw. Mars Incorporated zu diesem Film gesponsert? Eigentlich mag ich Milky Way gar nicht so gerne, aber während des Films hätte auch ich am liebsten in so einen Riegel gebissen.

Meine dringende Empfehlung ist, dass man „This is the End“ ausschließlich im Original sehen sollte. Der Film kann, meines Erachtens, nur so funktionieren.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Don Jon“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Neuer Film von und mit Joseph Gordon-Levitt. Leider spielt auch Scarlett Johannson mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „We´re the Millers“
Bewertung des Trailers: C+ (Redband-Trailer)
Kommentar: Komödie, bei der Jennifer Aniston wieder versucht, sexy auszusehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The To Do List“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: RomCom mit Aubrey Plaza. Sie sollte für keine Hauptrolle besetzt werden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kick Ass 2“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Wat für´n Scheiß. Jim Carrey nimmt mittlerweile sogar Abstand von dem Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Mortal Instruments: City of Bones“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Fantasy/Romanverfilmung. Schlimm – wirklich schlimm!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Heat“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Redband-Trailer)
Kommentar: Ich fand diesen Trailer scheinbar besser als die anderen. Trotzdem kein Grund, diese Komödie mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Grown Ups 2“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Der erste Film war schon schlimm, dieser Trailer zeigt, dass der 2. mindestens genauso schlimm ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

DVD – Film: "Take This Waltz"

Folgenden Film habe ich über iTunes als Leihvideo angeschaut:

„Take This Waltz“ 116 min drama, comedy
dir. Sarah Polley cast: Michelle Williams, Seth Rogen, Luke Kirby, Sarah Silverman

Margot (Michelle Williams) ist seit bald fünf Jahren mit Lou (Seth Rogen) verheiratet. Auf einer Reise lernt sie Daniel (Luke Kirby) kennen. Sie sind sich gleich sympathisch und liegen auf einer Wellenlänge. Zurück in Toronto stellen sie fest, dass sie in derselben Straße wohnen. Margots fühlt sich von ihrem Nachbarn hingezogen und ihre Gefühlswelt gerät durcheinander…

C (Wertung von A bis F) Nach dem großartigen Film „Away from Her“ ist „Take This Waltz“ die zweite Regiearbeit der kanadischen Schauspielerin Sarah Polley („eXistenZ“, „Go“, „My Life Without Me“).

Ein paar wenige Szenen zwischen Margot und Daniel fand ich wie aus dem Leben gegriffen, ich wünschte der gesamte Film würde mehr von dieser Authentizität haben. Aufgrund der beiden ausdrucksstarken Szenen im Karussell (ich liebe solche eigentlich wortlosen und doch so vielsagenden Szenen), habe ich mich bei der Bewertung für „Take This Waltz“ für ein „C“ entschieden, im Ganzen hat er sich für mich aber mehr wie ein „C-“ angefühlt. In erster Linie mag es daran liegen, dass ich Michelle Williams und Seth Rogen als Paar einfach nicht zusammenbekomme. Auch wenn Michelle Williams auf mich hier hin und wieder zu Muttchen-mässig rüberkommt, ist für mich keine Chemie zwischen ihr und Seth Rogen erkennbar. Außerdem haben mich auch diverse Kleinigkeiten immer wieder aus dem Film gebracht. Luke Kirbys Charakter Daniel z. B. ist zwar Künstler verdient sein Geld aber als Rikscha-Fahrer. Es gibt ein paar Szenen, in denen Daniel sein buntes, für die U.S.A. und Kanada sehr ungewöhnliches, Gefährt zieht und sich derweil unterhält. Das hat sich für mich so unnatürlich angefühlt, dass ich mich gar nicht mehr auf die Dialoge konzentrieren konnte. So konnte schließlich nicht einmal die von mir sehr verehrte Sarah Silverman den Film retten. Schade.

„Take this Waltz“ wurde auf dem Toronto International Film Festival im Jahr 2011 uraufgeführt. Der Film wird ab dem 29.06.12 in einigen amerikanischen Kinos gezeigt. Vorab ist er bereits über iTunes (U.S.) als Leihvideo zu erwerben.

Trailer zu sehen:

Chicago – Film: "50/50"

Ich war am 01.10.11 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„50/50“ (dt. Titel: „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“, dt. Kinostart: 03.05.12) 99 min drama, comedy
dir. Jonathan Levine cast: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anna Kendrick, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Philip Baker Hall

Der 27-jährige Adam (Joseph Gordon-Levitt) geht mit schweren Rückenschmerzen zum Arzt. Von jetzt auf gleich erfährt er, dass er an einer seltenen Form von Krebs leidet. So schnell wie möglich soll er sich einer Chemo-Therapie unterziehen. Er weiss selbst nicht wie ihm geschieht und muss die Diagnose schließlich seiner Freundin (Bryce Dallas Howard), seinem besten Freund (Seth Rogen) und – nicht zuletzt – seiner Mutter (Anjelica Huston) beibringen…

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „50/50“ wurde von einer wahren Story inspiriert. Genauer gesagt basiert der Film auf der Krankheitsgeschichte von Seth Rogens Freund Will Reiser. Will Reiser hat hierzu das Drehbuch verfasst.

„50/50“ ist ein Indie-Film, der trotz der ganzen Tragik auch seinen urkomischen Momente hat. Die Geschichte ist mir nahe gegangen. Bei einer meiner Lieblingsszenen endeckt Joseph Gordon-Levitts Charakter die Wirkung von Haschkeksen, nicht nur hier war die Musikauswahl einfach perfekt gewählt. Joseph Gordon-Levitt (500) Days of Summer schafft es durch seine authentische Performance, dass man die ganze Zeit bei ihm ist. Seth Rogen hat aber auch mindestens eine großartige Szene. Aber auch sonst ist seine Figur unterhaltsam und versorgt den Film mit der so wichtigen Portion Humor. Anna Kendrick ist eigentlich gar nicht mein Fall, schauspielerisch gibt sie hier aber als überforderte, noch relativ unerfahrene Psychologin eine souveräne Leistung. Anjelica Huston („Prizzi’s Honor“, „The Grifters“, “ The Royal Tenenbaums“) hat mir von dem ganzen Ensemble am besten gefallen. Gerade in solchen Rollen kann sie so überzeugen. Schade, dass man sie nicht häufiger auf der Leinwand sieht.

Die Oscar-Chancen stufe ich sowohl für den Film als auch für die Schauspieler derzeit eher gering ein.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Man on a Ledge“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Sam Worthington, Elizabeth Banks und Ed Harris
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Twilight Saga: Breaking Dawn“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: :))

Trailer v. Film: „Contraband“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Actioner mit Mark Wahlberg und Kate Beckinsale (die ich so in blond beinahe gar nicht erkannt hätte)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War Horse“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Steven Spielbergs 2. Film dieses Jahr. „War Horse“ gilt derzeit (obwohl ihn noch keiner gesehen hat) sogar schon als Oscar-Gewinner 2012. Für mich wieder ein „Arbeitsfilm“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Extremely Loud and Incredibly Close“
Bewertung des Trailers: B (warum nur dieser kitschige U2-Song)
Kommentar: Stephen Daldrys Drama, das den 11. September 2001 thematisiert. Besetzung: Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow und Viola Davis. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Like Crazy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Anton Yelchin und Jennifer Lawrence. Oscar-Potential
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

L. A. – Film: "Kung Fu Panda 2 – 3D"

Ich war am 27.05.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Kung Fu Panda 2 – 3D“ (dt. Kinostart: 16.06.11) 91 min animation
dir. Jennifer Yuh Nelson voices: Jack Black, Dustin Hoffman, Angelina Jolie, Jackie Chan, Lucy Liu, Seth Rogen, David Cross, Jean-Claude Van Damme, Dennis Haysbert, Gary Oldman, Danny McBride

Für Drachenkrieger Po (Jack Black) kommt es gerade richtig dick. Master Shifu (Dustin Hoffman) erklärt ihm, dass er seinen inneren Frieden finden muss, von seinem Vater erfährt er, dass er adoptiert wurde und dann muss er mit seinen fünf Gefährten Tigress (Angelina Jolie), Monkey (Jackie Chan), Mantis (Seth Rogen), Viper (Lucy Liu) und Crane (David Cross) auch noch China vor dem bösen Lord Shen (Gary Oldman) retten…

B (Wertung von A bis F) Ich bin kein großer Fan von dem ersten Kung Fu Panda-Film. Der zweite hat mir um einiges besser gefallen. Ich finde „Kung Fu Panda 2“ witziger und auch fand ich die Geschichte teilweise rührend. Nach wie vor habe ich Probleme mit zwei der Hauptfiguren (Po und Tigress), auch wenn ich die Figuren, insbesondere Po, mittlerweile ganz liebenswert finde, so gefällt mir einfach nicht wie sie gezeichnet sind. „Kung Fu Panda 2“ ist visuell sehr düster (Guillermo Del Toro stand beratend zur Seite) und beeindruckend. Es gibt sehr viele Kampfszenen, die zwar unheimlich routiniert inszeniert erscheinen, aber – für meinen Geschmack – im Film zu dominant sind. Die 3D-Fassung fand ich recht ordentlich. Man kann sich durchaus auf den definitiv geplanten „Kung Fu Panda 3“ freuen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The Smurfs“ (3D)
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer und vor allen Dingen in 3D)
Kommentar: 3-D-Animationsfilm mit Schlümpfen
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Happy Feet 2″ (3D)
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Pinguine die aus keinem erkennbaren Grund zu grauenvoller Musik tanzen, Teil 2 davon, na Bravo…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Judy Moody and the Not Bummer Summer“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Kinderfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Puss in Boots“ (3D)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Antonio Banderas´ Puss in Boots aus „Shrek“ im ersten eigenen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer von Film:“The Adventures of Tintin“ (3D)
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Spielbergs Tim & Struppi-Animationsfilm, produziert von Peter Jackson. Der erste Animationsfilm, bei dem Steven Spielberg Regie führt.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Paper Heart"

Ich war am 11.08.09 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Paper Heart“ 88 min drama, comedy, documentary
dir. Nicholas Jasenovec cast: Charlyne Yi, Michael Cera, Jake Johnson, Martin Starr, Seth Rogen

Charlyne Yi glaubt nicht an die Liebe und entscheidet sich mit ihrem Regisseur Nick Jasenovec (Jake Johnson) einen Dokumentarfilm zu drehen. Sie fahren quer durch die U.S.A. und Charlyne befragt verschiedene Leute zum Thema Liebe. Auf einer Party trifft Charlyne auf Michael Cera und auch ihre Geschichte wird von der Kamera festgehalten…

C- (Wertung von A bis F) „Paper Heart“ ist eine ungewöhnliche Mischung aus Dokumentation und Spielfilm. Bis auf den eigentlichen Regisseur, der sich hier von einem Schauspieler verkörpern lässt, spielt sich jeder weitestgehend selbst. Leider konnte ich weder für die Befragten noch für die Interviewerin ein Interesse entwickeln. Charlyne Yi (Knocked Up, Cloverfield) ist weder attraktiv noch interessant genug als das ich ihr – wie auch immer – so viel Zeit widmen möchte. Für ein Mädchen ist sie auch viel zu nerdy und die Chemie zwischen ihr und Michael Cera mag auch nicht existieren (obwohl die beiden in der Realität wohl ein Paar sind…aber das hat schon bei Tom Cruise und Nicole Kidman, J. Lo und Ben Affleck und sicherlich noch vielen anderen Pärchen, die mir spontan nicht einfallen, vor der Kamera nicht funktioniert). Michael Cera (Superbad, Juno) hat den Film etwas sehenswerter gemacht. Seth Rogen hat einen Cameo-Auftritt und spielt sich entsprechend des Konzeptes selbst (aber das kennt er ja… 11 Filme in zwei Jahren…)

Trailer zu sehen: