San Francisco – Film: „Knives Out“

Ich war am 28.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Knives Out“ (dt. Filmtitel: „Knives Out – Mord ist Familiensache“, dt. Kinostart: 02.01.20) 131 min comedy, crime, drama 

dir. Rian Johnson  cast: Daniel Craig, Chris Evans, Ana de Armas, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Michael Shannon, Don Johnson, Lakeith Stanfield, Katherine Langford, Christopher Plummer

 

Harlan Thrombey (Christopher Plummer) feiert mit seiner gesamten Familie seinen 85. Geburtstag. Am nächsten Tag wird er mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Die beiden Polizisten (Lakeith Stanfield und Noah Segan) und der Privatermittler Benoit Blanc (Daniel Craig) beginnen mit den Befragungen der  Hinterbliebenen und finden bald heraus, dass scheinbar jeder ein Motiv hatte, Harlan Thrombey zu töten…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Knives Out“ ist der neue Film des amerikanischen Drehbuchautors und Filmemachers Rian Johnson („Brick“, The Brothers Bloom, „Looper“, „Star Wars: The Last Jedi“).  

„Knives Out“ ist eine Hommage an die guten, alten Agatha-Christie-Filme, dabei aber wesentlich smarter. Hier haben wir am Anfang einen Toten, einen erfolgreichen und wohlhabenden Krimi-Autor (gespielt von Christopher Plummer) und viele Verdächtige, so ziemlich jeder Verwandte hätte ein Motiv gehabt, den Patriarchen umzubringen. Auch muss geklärt werden, wer diesen berühmten Privatdetektiv  Benoit Blanc (gespielt von Daniel Craig) engagiert hat. 

Es ist ein Film, der sich besonders auszahlt, wenn man auf Details achtet. Auch wenn die eine oder andere Wendung vielleicht vorhersehbar ist oder auch manchmal etwas absurd erscheint, ist es doch ein Vergnügen, allen Beteiligten dabei zuzuschauen, wie viel Spaß sie mit dem handlungsreichen, in der Originalfassung sprachwitzigen und ausgezeichneten Drehbuch haben. Auf Einzelheiten der Handlung möchte ich nicht eingehen, da ich niemanden den Film spoilern möchte. Nur so viel: Ich liebe alles an dem Charakter Marta, der Krankenpflegerin des Patriarchen. Bislang ist mir Ana de Armas (Blade Runner 2049) noch nicht aufgefallen, hier passt die kubanische Schauspielerin perfekt in die Rolle. Überhaupt ist die Besetzung superb, auch wenn ich etwas Probleme mit Daniel Craigs Charakter hatte –  vielleicht auch, weil mir sein (Südstaaten-) Akzent etwas auf die Nerven ging. 

Am Ende ist die Story auch eine sozialpolitische und moralische und dabei durchaus zeitgeistig. Das Gute siegt, nicht ganz unwichtig in der heutigen Zeit. Die finale Szene ist perfekt und ein runder Abschluss der Geschichte. 

„Knives Out“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Daniel Craig), Beste Hauptdarstellerin (Ana De Armas), Bester Nebendarsteller (Chris Evans, Don Johnson, Lakeith Stanfield), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien Update: „Knives Out“ wurde für einen Oscar (Bestes Originaldrehbuch) nominiert. 

„Knives Out“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2019 gezeigt. Der Film ist am 27.11.19 in 3,391 amerikanischen Kinos gestartet. Der Film soll unter dem Filmtitel „Knives Out – Mord ist Familiensache“ voraussichtlich am 2.1.20 in den deutschen Kinos starten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Underwater„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Kristen Stewart und Vincent Cassel 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer (Oscar-?)Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Uncut Gems„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Neuer Film der Safdie Bros. mit Adam Sandler. Ich glaube, die Filme der Brüder sind nicht meins.

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer Oscar-Film, Erste-Weltkriegsgeschichte

Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Richard Jewell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Clint Eastwoods neuer (Oscar- ?)Film. Biopic mit Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Like a Boss„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Komödie, da Tiffany Haddish mitspielt, kann ich sie mir nicht anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen:  2 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Teasers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Bombshell„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Jay Roachs neuer (Oscar-?)Film mit Charlize Theron, Nicole Kidman, Margot Robbie, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen:  0 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: „State Like Sleep“

Ich war am 28.04.18 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„State Like Sleep“  104 min   drama, thriller

dir. Meredith Danluck  cast: Katherine Waterston, Michael Shannon, Luke Evans, Mary Kay Place, Mark O´Brien, Carlo Rota, Michiel Huisman, Julie Kahner 

 

 

Die amerikanische Fotografin Katherine Grand (Katherine Waterston) erhält einen Anruf, ihre Mutter (Mary Kay Place) hatte einen Schlaganfall und liegt in einem Krankenhaus in Brüssel. Vor einem Jahr ist ihr Ehemann, der belgische Filmstar Stefan Grand (Michiel Huisman) verstorben. Sie hatte damals seine Leiche in dem gemeinsamen Apartment in Brüssel entdeckt, war mit der Situation überfordert und kehrte umgehend in die Vereinigte Staaten zurück. Jetzt fliegt sie nach Belgien, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Außerdem muss sie den Nachlass regeln und das eheliche Apartment räumen. Dabei findet sie heraus, dass ihr verstorbener Ehemann Geheimnisse vor ihr hatte…

 

B- (Wertung von A bis F) „State Like Sleep“ ist das Spielfilmdebüt der amerikanischen Dokumentarfilmerin Meredith Danluck.

„State Like Sleep“ ist eine Genre-Mischung aus Drama und Thriller mit auffällig guter Elektro-Musik. Diverse Versionen dieser Geschichte hat man schon gesehen, in dieser ergibt nicht alles einen Sinn, auch ist nicht jedes Ereignis für den Hauptplot relevant, ich fand den Film aber dennoch über weite Strecken spannend. Nicht sonderlich überraschend, hat mir der Handlungsstrang um Michael Shannons Charakter Edward am besten gefallen. 

Es beeinflusst selbstverständlich nicht sein Talent, aber mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass mein Lieblingsschauspieler extrem abgenommen hat. Während das Dünnsein die Glaubwürdigkeit seiner Filmfigur in Nocturnal Animals noch unterstützte, war es weder in The Shape of Water, noch in dem Mehrteiler Waco und auch nicht in diesem Film notwendig, dass er so abgemagert ausschaut. Ich hoffe inständig, dass es ihm gesundheitlich gut geht. 

Luke Evans spielt hier endlich eine Rolle, die ich ihm abnehmen kann. Dafür musste er sich wahrscheinlich weder ausgiebig vorbereiten, noch stundenlang in der Maske sitzen. Wahrscheinlich hat er auch einfach nur die Klamotten getragen, die er nächtens anhat, wenn er durch die einschlägigen Clubs zieht. Okay, ich kann ihn nicht leiden. 

„State Like Sleep“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2018 gezeigt. Bislang hat der Film weder einen amerikanischen, noch einen deutschen Verleih gefunden. Update: „State Like Sleep“ ist am 4.1.19 in zehn amerikanischen Kinos gestartet. Ich habe den Film auf dem Tribeca Film Festival gesehen. 

Trailer zu sehen:

 

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival (samt Filminstitut und Filmcenter) wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben. Im Jahr 2018 feierte das TFF bereits seinen 17. Jahrestag.

TV – Serie: „Waco“

Ich habe mir alle Folgen dieses Mehrteilers angeschaut:

 

„Waco“ 6 x approx. 50 min drama, thriller, biopic, adaptation
dir. John Erick Dowdle, Drew Dowdle cast: Michael Shannon, Taylor Kitsch, Andrea Riseborough, Paul Sparks, Rory Culkin, Shea Whigham, John Leguizamo, Camryn Manheim, Glenn Fleshler

 

28.02.1993. Waco, Texas. Nach einer missglückten Razzia der amerikanischen Bundesbehörde für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen (ATF) wird das Anwesen der Davidianer-Sekte nun von dem FBI belagert. In den folgenden 50 Tagen versucht der Unterhändler der amerikanischen Regierung, Gary Noesner (Michael Shannon), zwischen dem fanatischen Sektenführer, David Koresh (Taylor Kitsch), bzw. seiner rechten Hand, Steve (Paul Sparks) und den beiden ungeduldigen FBI-Einsatzleitern Tony Prince (Glenn Fleshler) und Mitch Decker (Shea Whigham) zu vermitteln. Den Sektenführer will er überzeugen, Frauen und Kinder freizulassen und sich zu ergeben. Derweil wird seitens des FBI zu drastischen Mitteln gegriffen, um die Religionsgemeinschaft mürbe zu machen. Es wird davon ausgegangen, dass die Sektenanhänger schwer bewaffnet sind. Am 51. Tag verliert das FBI die Geduld und stürmt die Mount Carmel Ranch der Sekte in Waco, Texas.…

 

B (Wertung von A bis F) „Waco“ basiert auf einer wahren Geschichte. Der Mehrteiler rekonstruiert, wie es zu der Tragödie kam, bei der am Ende 76 Sektenanhänger (darunter 25 Kinder) zu Tode kamen. Die Mini-Serie ist eine Adaption von David Thibodeaus und Leon Whitesons Buch „Waco: A Survivor´s Story“ und Gary Noesners Buch „Stalling for Time: My Life as an FBI Hostage Negotiator“. Serienschöpfer sind die amerikanischen Filmemacher und Brüder Drew und John Erick Dowdle („Quarantine“, Devil, „No Escape“).

Diese Mini-Serie zeigt die Vorgehensweise, Fehleinschätzungen und -entscheidungen der amerikanischen Regierungsbehörden (insbesondere des ATFs und des FBIs) in diesem Fall. Die Ereignisse erfuhren seinerzeit (weltweit) eine große, mediale Aufmerksamkeit. Das setzte das FBI noch mehr unter Druck. Die Erstürmung der Ranch wurde dann von mehreren amerikanischen Fernsehsendern live übertragen. Verschwörungstheoretiker zweifeln bis heute an der späteren Darstellung der US-Regierung. Der Öffentlichkeit wurde seinerzeit vermittelt, dass sich ein paar verrückte Gläubige schwer bewaffnet verschanzt hatten und am Ende Selbstmord begingen. Aber entspricht das den Tatsachen? Wie wurde das Feuer verursacht? Die Serienschöpfer haben scheinbar erhebliche Zweifel an der FBI-Version und – am Ende des Sechsteilers – ich auch.

Der katastrophale FBI-Einsatz in Waco sorgte für einen deutlichen Anstieg rechtsradikaler Aktionen von Regierungsgegnern. Aus Rache für Waco verübte Timothy McVeigh am zweiten Jahrestag der Erstürmung der Mount Carmel Ranch einen Anschlag in Oklahoma City. Dafür deponierte er einen Sprengsatz in einem Auto direkt an einem Gebäude der Bundesbehörde. Bei dem Attentat starben 168 Menschen und 800 wurde verletzt.

Die komplexe Geschichte dieser Mini-Serie wird von zwei Seiten beleuchtet. Auf der einen Seite sieht man die Sektenanhänger, auf der anderen Seite einzelne Vertreter der amerikanischen Regierungsbehörden. Die Geschichte beruht auf den Büchern eines der Überlebenden der ehemaligen Davidianer, David Thilbbodeu (gespielt von Rory Culkin), und des damaligen Hauptverhandlungsführers, Gary Noesner (gespielt von Michael Shannon).

Gary Noesner ist die Seele dieses Mehrteilers. Als Unterhändler der amerikanischen Regierung steht er zwischen den religiösen Fanatikern und der ungeduldigen Führung der Spezialeinheit des FBIs. Während die Einsatzleiter des amerikanischen Behörden auf Panzer setzen und zu drastischen Mitteln greifen, um die Sektenmitglieder mürbe zu machen, bleibt Gary Noesner besonnen, versucht den Sektenführer und seine Anhänger zu verstehen und setzt bis zum Schluss auf Gespräche.

Selbstverständlich ist Michael Shannon als Gary Noesner großartig. Eigentlich habe ich auch ansonsten wenig zu kritisieren. Einzig das Anwesen der Davidianer hat etwas Kulissenhaftes. Entsprechend unrealistisch sieht auch das Feuer am Ende aus.

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

David Koresh  ist der charismatische Anführer der Davidianer-Sekte. Der religiöse Fanatiker glaubt, er wäre von Gott auserwählt, am Jüngsten Tag die Welt zu führen. Er hat eine sehr eigene Bibel-Interpretation. David hat ein gutes Einfühlungsvermögen und weiß, Menschen zu manipulieren. Während er von seinen männlichen Anhängern sexuelle Enthaltsamkeit forderte, schwängerte er einige der weiblichen, teils minderjährigen Sektenmitglieder. Außerdem ist er mit einigen dieser Mädchen/Frauen verheiratet. David Koresh wird von dem kanadischen Schauspieler Taylor Kitsch gespielt. Bekannt geworden ist er durch die amerikanische TV-Serie „Friday Night Lights“. Er hat aber auch bereits in einigen Kinofilmen mitgespielt“ („John Carter“, Savages, Lone Survivor, Only the Brave)

Gary Noesner arbeitet beim FBI und unterrichtet Verhandlungstaktiken bei Geiselnahmen, in dem „Waco-Fall“ war er der Unterhändler der amerikanischen Regierung. Er kann sich in die Belange der Sektenmitglieder reinversetzen, setzt auf Gespräche und versucht zwischen den hochrangigen FBI-Einsatzleitern und den religiösen Fanatikern zu vermitteln. Eines der beiden Bücher auf denen dieser Mehrteiler beruht, hat Gary Noesner geschrieben. Gespielt wird Gary Noesner von dem amerikanischen Schauspieler Michael Shannon. Sein Spielfilmdebüt gab er in Harold Ramis „Groundhog Day“. Seinerzeit ist er mir zugegebenermassen aber noch nicht aufgefallen. Ich musste tatsächlich nachschauen, wann ich meinen jetzigen Lieblingsschauspieler das erste Mal in einem meiner Blog-Artikel namentlich erwähnt habe. Es war in Sam Mendes Film Revolutionary Road. In The Runaways liess er bereits mein Herz schneller pochen und in der HBO-Serie Boardwalk Empire erklärte ich ihn dann zu meinem neuen Lieblingsschauspieler. Gut, dass es Blogs gibt, ist es doch eine gute Gedächtnisstütze. Eines weiß ich jedoch auch ohne, er ist einer der besten Schauspieler dieser Generation und tief in meinem Herzen verankert. Ich liebe seine Stimme, seine Sprache und daher habe ich mir vor einigen Monaten Sam Shepards „Spy of the First Person“ als Hörbuch runtergeladen. Wenn ich unterwegs bin und entspannen will, lausche ich Michael Shannons wundervollen Stimme. Der Amerikaner wird gerne als psychisch Auffälliger oder Bösewicht besetzt, in „Waco“ gibt er aber wieder mal den Guten, spielt den überlegten Verhandlungsführer, der bei Geiselnahmen nach einem gewaltfreien Weg sucht. Michael Shannon hat zwei Oscar-Nominierungen für „Revolutionary Road“ und Nocturnal Animals. Außerdem hat er eine Tony-Award-Nominierung für seine Performance in dem Theaterstück „Long Day´s Journey into Night“.

David „Thibs“ Thibodeau ist Schlagzeuger, hatte David Koresh (gespielt von Taylor Kitsch) erst einige Monate  vor der Tragödie kennengelernt und lebte seither auf dem Anwesen der Davidianer-Sekte. Verliebt hat sich der junge Mann in eine der Anhängerinnen, Michelle (gespielt von Julia Garner). Eines der beiden Bücher, auf denen der Mehrteiler beruht, hat David Thilbodeau geschrieben. Thibs wird von dem amerikanischen Schauspieler Rory Culkin gespielt. Rory Culkin ist der Bruder der beiden Schauspieler Macauley und Kieran Culkin. Rory hat in einigen Indies („You Can Count on Me“, „Igby Goes Down“, Columbus) mitgespielt.

Michelle Jones ist die zweite Frau des Sektenführers David Koresh (gespielt von Taylor Kitsch). Sie verliebt sich in David Thibodeau (gespielt von Rory Culkin). Michelle wird von der amerikanischen Schauspielerin Julia Garner gespielt. Mir war sie vor allen Dingen noch aus der Netflix-Serie Ozark präsent. Sie hat aber auch in einigen Kinofilmen (The Perks of Being a Wallflower, Grandma) mitgespielt.

Steve Schneider ist ist ein Anhänger der Davidianer-Sekte und engerer Vertrauter von Sektenführer David Koresh (gespielt von Taylor Kitsch). Gespielt wird Steve von dem amerikanischen Schauspieler Paul Sparks. Er hat in bereits in einigen TV-Serien („Boardwalk Empire“, „House of Cards“, The Night Of). Neben Michael Shannon hat er nicht nur in „Boardwalk Empire“ gespielt, sondern auch in Mud und Midnight Special. Ich habe ihn erst kürzlich in Thoroughbreds gesehen.

Mitch Decker gehört zum führenden FBI-Einsatzteam. Gespielt wird Mitch von dem amerikanischen Schauspieler Shea Whigman. Sein Name war mir auch nicht geläufig. Ich habe ihn aber schon in zig Filmen (The Lincoln Lawyer, Silver Linings Playbook, American Hustle, The Wolf of Wall Street) gesehen. Bei den Dreharbeiten zu „Waco“ gab es sowohl ein Wiedersehen mit Taylor Kitsch (neben dem er in Oliver Stones Savages spielte) als auch mit Michael Shannon (neben dem er in der HBO-Serie „Boardwalk Empire“ und Take Shelter spielte).

Tony Prince ist der Leiter des FBI-Einsatzkommandos. Gespielt wird Tony Prince von dem amerikanischen Schauspieler Glenn Fleshler. Auch seinen Namen kannte ich nicht, habe ihn aber in unzähligen Filmen (All Good Things, The Immigrant, Suburbicon) und Serien („Damages“, „True Detective“, „The Night Of“) gesehen. Auch er hatte neben Michael Shannon in „Boardwalk Empire“ gespielt.

 

„Waco“ wurde erstmalig v. 24.01.18 – 28.02.18 auf dem amerikanischen Kabelsender Paramount Network ausgestrahlt. Bisher ist noch nicht bekannt, wann der Mehrteiler in Deutschland zu sehen ist.

Trailer zu sehen:

 

Ich liebe den Vorspann von „Waco“, leider konnte ich den nicht auf YouTube finden.

 

Boston – Film: „The Shape of Water“

Ich war am 08.12.17 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Shape of Water“ (dt. Filmtitel: „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“, dt. Kinostart: 15.02.18)  123 min   fantasy, drama, thriller
dir. Guillermo del Toro cast: Sally Hawkins, Michael Shannon, Richard Jenkins, Doug Jones, Michael Stuhlbarg, Octavia Spencer, Lauren Lee Smith, Nick Searcy, David Hewlett

 

Während des Kalten Krieges, im Jahr 1962 in Baltimore. Die stumme Elisa (Sally Hawkins) arbeitet als Reinigungskraft in einem geheimen Hochsicherheitslabor des US-Militärs. Eines Tages wird ein Amphibien-Wesen aus dem Amazonas geliefert. Elisa freundet sich mit der Kreatur an, fühlt sich sogar zu ihm hingezogen. Als sie realisiert, dass er in Gefahr ist, überzeugt sie ihren Nachbarn Giles (Richard Jenkins), den Amphibien-Mann zu befreien…

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Shape of Water“ ist der neue Film des mexikanischen Filmemachers Guillermo del Toro („Mimic“, „The Devil´s Backbone“, „Pan´s Labyrinth“, Hellboy II: The Golden Army , Crimson Peak).

Alexander Desplats einprägsamer, wunderbarer Score zieht einen gleich zu Beginn in die Geschichte und in del Toros fantasiereiche, in Grün getauchte Welt. Die Filmmusik unterstützt die Handlung fortwährend. Es gibt so vieles an dem Film zu lieben. Wenn ich zurückblicke, fällt mir als Erstes ein, wie tief beeindruckt mich die Szenenbilder haben. Während des Films habe ich daran gedacht, wie gerne ich jetzt durch diese Sets schlendern und mir alles ganz genau anschauen würde. Die Apartments von Richard Jenkins und Sally Hawkins Charakteren, das Diner (mit dieser tollen, runden Kuchen-Vitrine) oder das Büro mit den schrägen, fast bodenlangen Fenstern von Michael Shannons Charakter – ich konnte mich nicht genug an den Details sattsehen. Guillermo del Toro als kreativer Chef und sein Filmausstatter und Bühnenbildner nutzen hier, was die komplette grüne Farbpalette bietet. Die Farbe sieht man hier nicht nur in allen Varianten und Nuancen, selbst als Wort wird das Grün einige Male erwähnt.

„The Shape of Water“ ist ein Genre-Mix aus einem Drama, Thriller, Monsterfilm, Musical und einer Romanze, alles nicht zufällig in der Zeit des Kalten Krieges angesiedelt. Leider mochte ich die Liebesgeschichte nicht. Als Guillermo del Toro sich die Story ausgedacht hat, hat er die Rolle der Elisa für Sally Hawkins geschrieben. Mit der englischen Schauspielerin (Blue Jasmine) hatte ich bereits einige Male ein Problem, hier ging sie mir zunehmend auf die Nerven, was vorwiegend an ihrer Filmfigur liegt. Die süße Klebrigkeit von Elisa hat mich an Amélie aus dem gleichnamigen französischen RomCom-Film aus dem Jahr 2001 erinnert. So wenig ich Amélie mochte, so wenig mag ich Elisa. Perfekt wäre „The Shape of Water“ für mich mit Richard Jenkins Charakter als zentrale Figur und Elisa als Nebenfigur, die eine rein freundschaftliche Beziehung mit der Wasserkreatur pflegt.

In dieser Oscar-Saison gibt es wohl keinen Film mit vielfältigeren Hauptfiguren: eine stumme Putzfrau, ein schwuler Werbegrafiker, eine Afroamerikanerin, ein Amphibien-Monster als romantischer Held und im Kontrast ein weißer, rassistischer und sexistischer Amerikaner als Bösewicht. Für die Besetzung hatte der Filmemacher bereits beim Schreiben nicht nur Sally Hawkins, sondern auch Octavia Spencer, Michael Shannon und Doug Jones (als Amphibien-Mann) im Sinn. Ich bin nun auch nicht wirklich Fan von Octavia Spencer, hier gefiel sie mir zum ersten Mal. Michael Shannon ist generell klasse und kann das Böse wie kaum ein anderer repräsentieren. Richard Jenkins spielt hier einen so liebenswerten Charakter, dass ich – wie bereits erwähnt – mir gewünscht hätte, der Film würde seiner Figur wesentlich mehr Raum geben. Michael Stuhlbarg hat wohl die Zeit seines Lebens. Im Jahr 2017 ist er in tatsächlich drei potenziellen Oscar-Filmen („The Shape of Water“, The Post“ und „Call Me by Your Name“) zu sehen. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass er für seine Oscar-Szene in Call Me by Your Name nominiert werden müsste.

Auch wenn mir „The Shape of Water“ von der Story her etwas überladen erschien und ich auf die Liebesgeschichte hätte verzichten können, ist der Film ein fantastisches und sehr mutiges Werk, welches in jeder Szene Guillermo del Toros Handschrift trägt. Darüberhinaus merkt man seinen Filmfiguren an, wieviel Herzblut er in jeden einzelnen Charakter gesteckt hat. Guillermo del Toro ist der letzte, der drei mexikanischen Ausnahme-Regisseure (in Hollywood als die Three Amigos bekannt: Alfonso Cuarón, Alejandro González Inárritu und Guillermo del Toro), der noch keinen Oscar hat. Ich hoffe, dass er für sein visuell perfektes, bildgewaltiges Erwachsenen-Märchen mit seinem ersten Oscar ausgezeichnet wird. In meinen Augen hätte er den Oscar bereits für den besten fremdsprachigen Film für „Pan´s Labyrinth“ verdient (gewonnen hatte seinerzeit, nicht weniger verdient, der deutsche Film „Das Leben der Anderen“).

Was den Oscar-Gewinn als Bester Film angeht, hat „The Shape of Water“ kürzlich einen herben Rückschlag erlitten. Ausgerechnet die Gewerkschaft der Schauspieler hat diesen Film nicht für einen SAG-Award Best Ensemble nominiert.

„The Shape of Water“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Sally Hawkins), Bester Nebendarsteller (Richard Jenkins, Michael Shannon), Beste Nebendarstellerin (Octavia Spencer), Bestes Originaldrehbuch und viele technische Kategorien. Update: „The Shape of Water“ hat 13 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Director, Best Actress – Sally Hawkins, Best Supporting Actress – Octavia Spencer, Best Supporting Actor – Richard Jenkins, Best Original Screenplay, Best Cinematography, Best Costume Design, Best Film Editing, Best Production Design, Best Score, Best Sound Mixing, Best Sound Editing) Update: „The Shape of Water“ hat vier Oscars (Bester Film, Beste Regie, Bestes Szenenbild und Beste Filmmusik) gewonnen.

„The Shape of Water“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2017 gezeigt. Der Film wurde mit dem wichtigsten Preis des Festivals, den Goldenen Löwen, ausgezeichnet. „The Shape of Water“ ist am 1.12.17 in zwei amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er in 730 Kinos in den U.S.A. Für Deutschland ist ein Kinostart für den 15.02.18 geplant.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Fifty Shades Freed„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: das dieser Mist so viel Geld macht…
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Post„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der neue Spielberg-Film mit Meryl Streep und Tom Hanks. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Isle of Dogs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Wes Andersons neuer Stop-motion-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Phantom Thread„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Paul Thomas Andersons neuer Film mit der (vorerst) letzten Performance von Daniel-Day Lewis.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „All the Money in the World„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer mit nun Christopher Plummer)
Kommentar: Kevin Spacey rausgeschnitten, Plummer drin und nach diesem Trailer sieht der Film wesentlich actionreicher aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „12 Strong„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kriegsfilm mit Michael Shannon und anderen
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Quiet Place„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wow, cooler Trailer. Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Chicago – Film: „Loving“

Ich war am 22.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Loving“ (dt. Kinostart: 15.06.17) 123 min biopic, drama
dir. Jeff Nichols cast: Joel Edgerton, Ruth Negga, Michael Shannon, Nick Kroll, Bill Camp

 

 

Im Jahr 1958 in Virginia. Als Richard Loving (Joel Edgerton) erfährt, dass seine afroamerikanische Freundin Mildred (Ruth Negga) schwanger ist, kauft er ein Grundstück auf dem Land, will ein Haus bauen und macht ihr einen Heiratsantrag. Sogenannte „Mischehen“ sind jedoch in Virginia untersagt und so fahren sie nach Washington, um zu heiraten. Aber auch mit Heiratsurkunde droht ihnen nach ihrer Rückkehr eine Gefängnisstrafe, wenn sie weiterhin zusammenleben. Die Lovings müssen ihre Freunde und Familie zurücklassen, um in einem anderen Bundesstaat ein gemeinsames neues Leben aufzubauen.…

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Loving“ basiert auf einer wahren Geschichte, die im Jahr 1967 zu einer Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten geführt hat. Fortan waren „gemischtrassige“ Ehen zwischen weißen und nichtweißen Partnern nicht länger verboten. Der Film ist nach „Shotgun Stories“, Take Shelter, Mud, Midnight Special erst der fünfte Spielfilm des amerikanischen Autors und Filmemachers Jeff Nichols.

Gut, wenn ein Film sehr wahrscheinlich für den Oscar nominiert wird (und ihm sogar durchaus Chancen auf den Oscar-Gewinn als bester Film eingeräumt werden), sehe ich ihn natürlich mit anderen Augen. Meine Erwartung konnte „Loving“ nicht erfüllen. Die Lovings waren einfache Leute, die sich geliebt haben und nicht verstanden haben, warum sie nicht zusammenleben durften. Die Öffentlichkeit haben sie mit ihrem Fall, der rückblickend ein bedeutendes Ereignis in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung war, nie gesucht. Jeff Nichols erzählt diese Geschichte der Lovings. Mir gefiel der Schluss, der Weg dahin war etwas zäh. Eigentlich müsste ein Film mit diesem wichtigen Thema, eine solche Liebesgeschichte, richtig berühren, nahe gehen – das hat er mich aber nicht und daher kann ich ihn auch nicht positiver bewerten.

Auch verstehe ich das ganze Gewese um die Performance von Ruth Negga nicht. Ich würde sie nicht mal in den engeren Kreis der Nominierten sehen. Es ist sicherlich schwer, einen introvertierten Charakter zu spielen, aber ich habe kaum eine Empfindung ihrer Figur gespürt. Sie hat nicht die Gabe einer Sandra Hüller (in Toni Erdmann), eines Casey Afflecks in Manchester by the Sea oder einer Lily Gladstone in Certain Women. Wenn eine schauspielerische Leistung aus „Loving“ für den Oscar nominiert werden sollte, dann ist es Joel Edgertons. Naja und Michael Shannons, der gehört generell für den Oscar nominiert.

 
„Loving“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joel Edgerton), Beste Hauptdarstellerin (Ruth Negga), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. Update: „Loving“ hat eine Oscar-Nominierung erhalten (Ruth Negga als Beste Hauptdarstellerin)

„Loving“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 4.11.16 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Derzeit läuft er landesweit in 446 Kinos. Ab dem 15.06.17 wird „Loving“ in den deutschen Kinos zu sehen sein.

 

 

Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen. Mal gucken, wie weit der Film hinsichtlich der Oscars kommt. Update: ich muss ihn wohl gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Dog´s Purpose„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Lasse Hallströms neuer Film. Hunde-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Fences„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denzel Washingtons Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks mit Denzel selbst in der Hauptrolle und Viola Davis. Oscar-Film!!!!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: B (neuer, alter Trailer)
Kommentar: Damien Chazelles neuer Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!!!!
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Monster Calls„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Sigourney Weaver und Felicity Jones. Liam Neeson verleiht dem Monster seine wunderbare Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Zookeeper´s Wife„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Jessica Chastain und Daniel Brühl
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

amerikanischer Aufsteller von Film "Loving"
amerikanischer Aufsteller von Film „Loving“

 

Chicago – Film: „Nocturnal Animals“

Ich war am 22.11.16 und am 24.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Nocturnal Animals“ (dt. Kinostart: 22.12.16) 116 min thriller, adaptation
dir. Tom Ford cast: Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon, Aaron Taylor-Johnson, Isla Fisher, Armie Hammer, Laura Linney, Andrea Riseborough, Michael Sheen

 
Susan Morrow (Amy Adams) ist eine sehr erfolgreiche Galeristin in Los Angeles. Vor 19 Jahren hat sie sich von ihrem ersten Ehemann Edward Sheffield (Jake Gyllenhaal) scheiden lassen. Es war die große Jugendliebe, aber dennoch hatte sie sich seinerzeit entschlossen, dass der attraktive Hutton (Armie Hammer) besser zu ihr passt. Bis heute sind sie verheiratet, leben aber aneinander vorbei. Glücklich ist Susan nicht. Jetzt erhält sie eines Morgens ein Manuskript per Post. Ihr Ex-Mann ist Schriftsteller, sein neues Buch hat er ihr gewidmet und sie soll auch die erste sein, die den Roman liest. Susan beginnt zu lesen, es ist ein spannender, aber auch sehr verstörender Roman…

 

 

A (Wertung von A bis F) „Nocturnal Animals“ basiert auf Austin Wrights Roman „Tony and Susan“. Es ist nach dem brillanten A Single Man erst der zweite Film des amerikanischen Modedesigners und Filmemachers Tom Ford. Tom Ford hat auch Drehbuch zu dem Film geschrieben.

Jedes Jahr hoffe ich auf einen Film, der mich irgendwie umhaut. Dieses Jahr habe ich bereits viele gute und einige sehr gute Filme im Kino sehen dürfen. Mein 83. Film war dann für mich der Volltreffer. „Nocturnal Animals“ ist ein Film ganz nach meinem Geschmack.

Nach Tom Fords erstklassigem Regiedebüt habe ich mich auf seinen Folgefilm wie verrückt gefreut. Vom Style her hatte ich eine gewisse Vorstellung, wie dieser zweite Film beginnt. Im Leben wäre ich nicht auf diese ersten Szenen, diese ersten irritierenden vielleicht zwei Minuten, gekommen.

„Nocturnal Animals“ ist ein stylischer, nuancierter Rachethriller, genauer gesagt sind es zwei Geschichten, bei denen die Grenzen der Handlungsstränge verschwimmen. Stilistisch könnten beide Stories nicht unterschiedlicher inszeniert sein. Auf der einen Seite die elegante, stilvolle und sicher kalte Inszenierung von Amy Adams Gegenwart (und Vergangenheit mit Jake Gyllenhaal) und auf der anderen Seite die schmuddlige, sehr aufwühlende Inszenierung der Texas-Story. Das Ende des Films ist perfekt, offen und doch so klar.

Jeder Szene im Film sieht man an, dass sie von einem (Mode-) Designer komponiert wurde. Vom Stil der Inneneinrichtung von Amy Adams Haus, die Kostüme (übrigens nicht von Tom Fords eigenem Mode-Label) bis zu den Akzenten, die der Modeschöpfer mit der Farbe Rot (ein Telefon, ein Sofa, einen Vorhang, etc.) und der Farbe Grün (Cowboystiefel, Fliesen, ein Auto, ein Kleid, etc.) setzt.

 
Tom Ford muss auch ein Faible für rothaarige Frauen haben, während es in seinem Erstling „A Single Man“ noch Julianne Moore war, sind es hier Amy Adams, Isla Fisher, Ellie Bamber, Laura Linney)

Wenn Michael Shannon auf der Leinwand auftaucht, bin ich ernsthaft außerstande mich auf irgendwas anderes zu konzentrieren. Während ich ihn so anschaute, habe ich mich gefragt, ob ich eigentlich noch irgendeinen anderen Lieblingsschauspieler neben ihn habe – mir ist keiner eingefallen. Das ist natürlich Blödsinn, aber Michael Shannon hat die Gabe, die gesamte Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen. So sehr, dass mir Jake Gyllenhaal beinahe leid tat, nehmen so einem Ausnahmetalent bestehen zu müssen. Wenn man die beiden in einer Szene zusammen sieht, kommt bei Jake Gyllenhaal der Schauspieler durch, während Shannon einfach nur die Figur „ist“. Das ist Schauspielkunst. AMPAS – bitte, geht in die Screenings, guckt diesen Film, nominiert Shannon und gibt ihm den Oscar. Es ist Zeit.

Schauspielerisch hat mir auch Aaron Taylor-Johnson (Nowhere Boy, Savages, seinerzeit noch Aaron Johnson) sehr gut gefallen.

Da ich unplanmäßig sieben Tage in Chicago in gestrandet bin, irgendwann alle neuen Filme, die ich sehen wollte, gesehen habe, hatte ich Zeit, mir Tom Fords Werk ein zweites Mal anschauen zu können.

Tom Ford soll bloss nicht auf die Idee kommen, mich erneut 7 !!! Jahre auf seinen nächsten Film warten zu lassen.

Der Vollständigkeit sei erwähnt, dass „Nocturnal Animals“ selbstverständlich festgesetzt in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2016 ist. Im Übrigen, der andere Film mit Amy Adams (Arrival) ist nach der zweiten Sichtung auch bereits festgesetzter TOP TEN-Film.

„Nocturnal Animals“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Jake Gyllenhaal), Beste Hauptdarstellerin (Amy Adams), Bester Nebendarsteller (Michael Shannon), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Update: „Nocturnal Animals“ hat eine Oscar-Nominierung erhalten, erfreulicherweise für Michael Shannon als bester Nebendarsteller.

 
„Nocturnal Animals“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2016 gezeigt. Dort hat der Film den Grand Jury Prize gewonnen. „Nocturnal Animals“ ist am 18.11.16 in 37 ausgewählten Kinos in den U.S.A. gestartet. Der Film kommt am 22.12.16 in die deutschen Kinos.

 

 

Trailer zu sehen:

 

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Cure for Wellness„
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Wow – Gore Verbinskis neuer Film, Thriller mit Dane DeHaan
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Allied„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film mit Marion Cotillard und Brad Pitt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 
Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Monster Calls„
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Romanverfilmung mit Sigourney Weaver und Felicity Jones. Liam Neeson verleiht dem Monster seine wunderbare Stimme
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

 
Trailer v. Film: „La La Land“
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: Perfekter Trailer von Damien Chazelles neuem Film mit Emma Stone, Ryan Gosling und J. K. Simmons. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Zookeeper´s Wife„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanverfilmung mit Jessica Chastain und Daniel Brühl
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

amerikanisches Filmplakat von "Nocturnal Animals"
amerikanisches Filmplakat von „Nocturnal Animals“

NYC – Film: „Elvis & Nixon“

Ich war am 27.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Elvis & Nixon“ (dt. Kinostart: 08.12.16) 86 min comedy
dir. Liza Johnson cast: Kevin Spacey, Michael Shannon, Alex Pettyfer, Colin Hanks, Tate Donovan, Johnny Knoxville, Tracy Letts

 

 

Zur großen Überraschung der Secret Service Mitarbeiter steht der leibhaftige Elvis Presley (Michael Shannon) am 21.12.70 vor dem Weißen Haus. Er bittet dringend um einen Termin bei dem US-Präsidenten Richard Nixon (Kevin Spacey). Elvis ist der Meinung, dass die Vereinigten Staaten moralisch den Bach runter gehen und möchte als verdeckter Ermittler für die nationale Drogenbehörde arbeiten.

 
B (Wertung von A bis F) „Elvis & Nixon“ wurde von einer wahren Begebenheit inspiriert. Das angeblich am meisten nachgefragte Foto im amerikanischen Nationalarchiv zeigt, wie der U.S.-Präsident Richard Nixon und Elvis sich die Hand geben. Da es seinerzeit noch alles andere als üblich war, dass sich Politiker mit Entertainern zeigten, geht dieser Film der humorvollen Frage nach, wie dieses Foto wohl entstanden sein mag.

Vieles ist natürlich spekulativ. Man kann sich aber gut vorstellen, wie wenig Präsident Nixon begeistert war, sich mit Elvis zu treffen und auch wie der exzentrische Künstler seinen Willen letztendlich durchsetzte und sich nicht an Regeln halten wollte.

Michael Shannon hat nun nicht wirklich Ähnlichkeit mit Elvis, aber er hat die selbstverständliche Leinwandpräsenz eines Filmstars. Auch macht es Spass, ihm dabei zuzusehen wie er damit spielt, Elvis zu sein.

Kevin Spacey, Mini-Tom-Hanks (sorry: Colin Hanks) und der wunderbare Tracy Letts machen den Film ebenso sehenswert.

„Elvis & Nixon“ wurde am 22.04.16 in ein paar ausgewählte amerikanische Kinos gebracht. Der Film wird ab dem 14.07.16 in den deutschen Kinos gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 

 
vorgeschaltete Trailer:

 
Trailer v. Film: „Genius„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic/Drama mit Colin Firth, Nicole Kidman. In dem Trailer wirkt Jude Law wie eine Karikatur von Thomas Wolfe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „L´Attesa„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: italienischer Film mit Juliette Binoche. Leider kann ich die Schauspielerin nicht ertragen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ma Ma„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: spanisches Drama mit Penélope Cruz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Maggie´s Plan„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Rebecca Millers neuer Film mit Ethan Hawke, Greta Gerwig und Julianne Moore mit einem völlig absurden Akzent.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „High-Rise„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Britischer Sci-Fi-Thriller mit Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Sienna Miller. Bei der ersten Sichtung fand ich den Film ziemlich unerträglich, ich werde ihm aber eine zweite Chance geben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen
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amerikanisches Filmplakat

VOD – Film: „The Harvest“

Folgenden Film habe ich mir über Netfilx (U.S.) angeschaut:

 

 

„The Harvest“ 104 min drama, thriller
dir. John McNaughton cast: Samantha Morton, Michael Shannon, Natasha Calis, Charlie Tahan, Peter Fonda

 
Katherine (Samantha Morton) und Richard (Michael Shannon) sind verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn. Andy (Charlie Tahan) ist schwer krank und an den Rollstuhl gefesselt. Sein Vater hat seinen Job aufgegeben und pflegt seinen kranken Sohn. Katherine arbeitet als Ärztin. Eines Tages taucht die neu zugezogene Maryann (Natasha Calis) plötzlich bei Andy auf. Die beiden Kinder freunden sich an – nur das passt Andys Mutter ganz und gar nicht. Aber ist sie denn nicht an dem Wohlbefinden ihres Sohnes interessiert?

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Harvest“ ist der neue Film des amerikanischen Regisseurs John McNaughton („Henry: Portrait of a Serial Killer“, „Wild Things“). Der Film ist auch unter dem Titel „Can´t Come Out to Play“ bekannt.

Es liegt schon einige Monate zurück, dass ich diesen Film gesehen habe. Bestimmte Szenen, die Stimmung und eine erschreckend fiese Samantha Morton habe ich jedoch noch direkt vor Augen. Ihr Charakter braucht sich hinter Kathy Bates´ Charakter in „Misery“ ganz sicher nicht zu verstecken „The Harvest“ ist ein immer spannender werdendes Drama mit Thriller-Elementen und einer Prise Horror.

Mein Lieblingsschauspieler Michael Shannon (Revolutionary RoadThe RunawaysTake ShelterThe Iceman, 99 Homes) zeigt hier, dass er trotz seiner Statur und Präsenz sogar einen unterdrückten Mann glaubhaft verkörpern kann.

„The Harvest“ wurde erstmalig auf dem Chicago International Film Festival 2013 gezeigt. Der Film kam am 10.04.15 in einige ausgewählte amerikanische Kinos und wurde zeitgleich auf VOD herausgebracht.

Trailer zu sehen:

 

Berlin – Film: „Midnight Special“

Ich war am 15.02.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Midnight Special“ (dt. Kinostart: 18.02.16) 112 min sci-fi, fantasy, thriller
dir. Jeff Nichols cast: Michael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Adam Driver, Sam Shepard, Jaeden Lieberher

 

Der achtjährigen Alton Meyer (Jaeden Lieberher) wird vermisst. Landesweit wird nach ihm gesucht, sogar das FBI schaltet sich ein. Der Junge befindet sich in der Obhut zweier Männer, Roy (Michael Shannon) und Lucas (Joel Edgerton)…

B (Wertung von A bis F) Nach „Shotgun Stories“, Take Shelter  und Mud ist „Midnight Special“ erst der vierte Film von Autor/Regisseur Jeff Nichols. Dies ist die erste Studioproduktion des Independent-Filmemachers.

Im Jahr 2011 war „Take Shelter“ einer meiner Top Ten-Filme, seitdem warte ich auf neue Werke von Jeff Nichols. Genauer gesagt habe ich in meiner Bestenliste aus dem Jahr 2013 „Midnight Special“ bereits als einen der Filme, auf den ich mich im Jahr 2014 am meisten freue, gelistet. „Midnight Special“ wurde im Frühjahr 2014 fertiggestellt. Herausgebracht wurde der Film aber weder im Jahr 2014, noch im Jahr 2015. Dieses Jahr hatte tatsächlich die Berlinale das Privileg, den Film uraufzuführen.

Auch wenn mir nicht alles in dem Film logisch erschien, mich ein Anschlussfehler rausgebracht hat und ich das Ende nur mittel-befriedigend fand, ist „Midnight Special“ ein durchaus spannender Sci-Fi-Thriller. Wenn man sich den Film anschauen möchte, sollte man so wenig wie möglich über die Handlung wissen (entsprechend habe ich meine Inhaltsangabe abgeändert). Die Dramatik ist von Beginn an spürbar und auch wenn man nicht genau weiß, wovor die beiden Männer mit dem Kind flüchten, fiebert man mit ihnen.

Grundsätzlich kann man bei mir nichts falsch machen, wenn die Hauptrolle mit einem meiner Lieblingsschauspieler (Michael Shannon) besetzt ist, ihm Joel Edgerton zur Seite gestellt wird und wenn darüberhinaus Adam Driver (What IfWhile We´re Young, „Star Wars: The Force Awakens“) für den nötigen Humor sorgt. Der Junge wird von Jaeden Lieberher gespielt, bekannt aus dem Film St. Vincent – den Film, den ich immer noch versuche, zu vergessen.

 
Die eindringliche Filmmusik hat mich mitunter an Howard Shores Score aus Spotlight erinnert. Diese Filmmusik komponierte jedoch David Wingo.

 

„Midnight Special“ feierte auf dem Berlin International Film Festival 2016 seine Weltpremiere. Der Film lief auf der 66. Berlinale im Wettbewerb. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. „Midnight Special“ ist regulär ab morgen, dem 18.02.16, in den deutschen Kinos zu sehen und soll einen Monat später, am 18.03.16 in den amerikanischen Kinos starten.

Erster offizieller Trailer zu sehen:

 

Zweiter offizieller Trailer zu sehen:

 

Deutscher Trailer zu sehen:

Chicago – Film: „The Night Before“

Ich war am 28.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Night Before“ (dt. Filmtitel: „Die Highligen drei Könige“, dt. Kinostart: 26.11.15) 101 min comedy
dir. Jonathan Levine cast: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anthony Mackie, Michael Shannon, Jillian Bell, Lizzy Caplan, Mindy Kaling, James Franco, Tracey Morgan

 

Nachdem die Eltern von Ethan (Joseph Gordon-Levitt) vor 14 Jahren verstorben sind, hat er es mit seinen beiden Freunden Isaac (Seth Rogen) und Chris (Anthony Mackie) jedes Jahr zu Weihnachten richtig krachen lassen. Jetzt sind sie aber alle mittlerweile Mitte 30, Isaacs Ehefrau Betsy (Jillian Bell) ist hochschwanger und sie wollen nur noch ein letztes Mal an Weihnachten richtig feiern…

B+ (Wertung von A bis F) „The Night Before“ ist eine Komödie des New Yorker Regisseurs Jonathan Levine. Vor ein paar Jahren hat er bereits bei der Seth Rogen/Joseph Gordon-Levitt-Tragikomödie 50/50 Regie geführt.

„The Night Before“ hat einen großartigen Wortwitz (daher unbedingt in der Originalfassung anschauen). Es ist jetzt schon einige Wochen her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich quasi von Anfang bis zum Ende gelacht, gekichert oder mich wenigstens gut unterhalten gefühlt habe.

Bei den meisten Bromance-Komödien werden Frauen darauf reduziert, Sexobjekte oder Nervensägen zu sein. Bei dieser Komödie spielen zwar Frauen auch nur eine Nebenrolle, dafür dürfen sie aber gleichberechtigt witzig sein. Jillian Bell, deren komödiantisches Talent und Timing mir bereits in 22 Jump Street aufgefallen ist, ist auch hier herausragend und passt wunderbar zu Seth Rogen. Überhaupt stimmt die Chemie der drei Hauptdarsteller.

Anthony Mackie hatte ich kurz zuvor noch in dem anderen, nicht so empfehlenswerten Weihnachtsfilm Love the Coopers gesehen. Sein Schauspieldebüt hat er seinerzeit in Eminems „8 Mile“ gegeben, ich habe ihn erst Jahre später, in dem Oscar-Film The Hurt Locker zum ersten Mal bemerkt. Mittlerweile hat er den Status eines Filmstars erreicht. Er hat die Attraktivität und das Charisma eines Denzel Washington. Ich hoffe, dass er zukünftig nicht nur kommerziellen Kram dreht, sondern dass ich ihn auch mal in ein paar anspruchsvollen Filmen zu sehen bekomme.

Ansonsten gibt es über „The Night Before“ noch zu berichten, dass James Franco mal wieder herrlich selbstironisch daherkommt und Michael Shannon einmal mehr beweist, wie grandios er ist.

 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

da ich mich ins Kino geschlichen habe und leicht verspätet war, habe ich nur noch den folgenden Trailer gesehen:

Trailer v. Film: „Deadpool“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: wieder so ein Marvel-Superhelden-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%