NYC – Film: „Deepwater Horizon – 4D“

Ich war am 30.09.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Deepwater Horzion – 4D“ (dt. Kinostart: 24.11.16) 107 min drama, action, adaptation, biopic
dir. Peter Berg cast: Mark Wahlberg, Kurt Russell, John Malkovich, Kate Hudson, Dylan O´Brien, Gina Rodriguez

 

 

20.April 2010. Während eine Explosion auf der Ölplattform Deepwater Horizon eine der größten Umweltkatastrophen auslöst, versuchen die 126 Crew-Mitglieder ihr Leben zu retten.

 
C+ (Wertung von A bis F) Die Explosion auf der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko hat im Jahr 2010 dazu geführt, dass hunderte Millionen Liter Erdöl ins Meer strömten. Bei der Katastrophe kamen elf Arbeiter ums Leben. Der Film „Deepwater Horizon“ basiert auf wahren Begebenheiten. Die Story wurde von David Barstow und David Rohdes Buch „Deepwater Horizon´s Final Hours“ adaptiert. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Peter Berg („Very Bad Things“, „Hancock“, Lone Survivor).

Der Film braucht eine Weile bis er in Schwung kommt. Auch wenn die Schauspieler ihre Sache alle gut machen (insbesondere John Malkovich als fieser BP-Manager), beginnt für mich der Film erst unmittelbar vor der ersten Explosion. Es steht natürlich fest, dass das Mineralölunternehmen die Schuld an dem Desaster trägt. BP wollte aus Kostengründen ohne weitere Tests direkt mit dem Bohren beginnen. Das ganze Hin und Her hätte man etwas kürzer halten können.

Der Regisseur Peter Berg hat die Bohrinsel nachbauen lassen, was sicher einen großen Teil der immensen Produktionskosten geschluckt hat.

Es ist die erste Zusammenarbeit von Kurt Russell mit seiner Stieftochter Kate Hudson.

 
4D-Kino. Im Frühjahr 2016 wurde der erste 4D-Kinosaal in New York eröffnet. Die Vorreiter dieser Technik sollen die Koreaner sein. Ich fliege nun freiwillig nicht nach Korea, aber wurde im letzten Jahr mal aus dem Stand By nach Seoul geschickt. Ich wollte unbedingt das 4D-Erlebnis, von dem mir schon so viele Kollegen erzählten, austesten. Der Concierge hat mir dann aber mitgeteilt, dass zu der Zeit kein englischsprachiger Film dort gezeigt wird. Ich war fürchterlich enttäuscht. Wann auch immer es mich wieder nach Seoul verschlägt, ich bleibe dran – so lange bin ich auf die amerikanische 4D-Version angewiesen:

Bevor die 8 !!!!! Trailer gezeigt wurden, gab es zunächst eine kleine Einführung. Dabei wurde demonstriert, wie sich die 4D-Effekte anfühlen. Man wurde ordentlich durchgeschüttelt, der Sessel bewegte sich hoch und runter, seitlich, mal doller, mal weniger, der Sessel vibrierte, es wurde einem irgendwas ins Gesicht gespritzt (ich hoffe Wasser), es windete, blitzte und irgendwelche Gerüche gab es zu schnüffeln – ich konnte aber nicht identifizieren, was es war. Das Ganze ging vielleicht eine Minute und eigentlich war ich dann schon durch mit dem 4D-Kram. Wie nervig ist das denn? Dann kamen aber die 8 !!!!! Trailer und dabei gab es kein doofes Gerumpel, Geschunkel, Gespritze und Geblase – also hatte ich am frühen Morgen natürlich schon wieder vergessen, dass ich „Deepwater Horizon“ bewusst in der 4D-Version gewählt habe.

Pro 4D
– als nicht unangenehm empfand ich, dass man einen leichten Wind spürt (während einer    Motorradfahrt, oder am Wasser etc.), das fühlt sich irgendwie echt an.
– bei bestimmten Kamerafahrten (z.B. unter Wasser) mochte ich, wie sich der Kinosessel leicht bewegt
– wenn man generell dazu neigt, im Kino einzuschlafen, mit der 4D-Technik hat man keine Chance auf ein Nickerchen.

Contra 4D
– bei den Dialogszenen sollte das Kinosessel-Gewackel komplett gestrichen werden. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Seit ich ungefähr 12 Jahre alt haben mich die Fahrgeschäfte auf dem Rummel nicht mehr interessiert. 4D-Kino ist natürlich etwas wie Karussell fahren.
– die Blitze (bei allen Explosionen und davon gibt es viele bei „Deepwater Horizon“) sind wirklich albern,  dabei kam nur die hässliche Tapete des Kinosaals zum Vorschein.
– eine 4D-Vorstellung in New York kostet USD 24.

 
Ich sehe Filme sehr gerne im Kino, dort ist man nicht so abgelenkt wie Zuhause. 4D-Kino kann aus diesem Grund allein schon nichts für mich sein. Nun bin ich natürlich auch nicht das Zielpublikum für 4D. Ich gucke mir grundsätzlich keine Superhelden-Filme und auch eher selten einen Actionfilm an. 4D-Kino ist ideal für Teenager, nur frage ich mich, wie sich normale Teenager 24 Dollar für eine Kinokarte leisten können. Für den Preis würde ich mir an deren Stelle lieber zwei Filme anschauen. Aus diesem Grund bin sicher, dass sich das 4D-Kino nicht durchsetzen wird. In meiner Vorstellung waren ungefähr zehn Mitzuschauer und alle eher älteren Semesters. Wie die sich fasziniert die Sitze angeschaut haben, machte es den Anschein als ob auch sie das erste Mal einen Film in 4D gesehen haben.

 
„Deepwater Horizon“ war/ist für einige (technische) Oscar-Nominierungen im Gespräch. Update: „Deepwater Horizon“ wurde für insgesamt 2 Oscars nominiert, in den Kategorien: Beste visuelle Effekte, Bester Tonschnitt

„Deepwater Horizon“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

 

 

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: also eher nicht

Trailer v. Film: „Doctor Strange„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ich bin ja von Marvel-Superhelden-Kram gelangweilt, aber der sieht in meiner Welt irgendwie cool aus. Außerdem spielen Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, etc. mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Great Wall„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Historische Actionfilme sind selten meine Welt. Der hier ist eindeutig für den chinesischen Markt produziert, auch wenn Matt Damon mitspielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jack Reacher: Never Go Back„
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Ein weiterer Actioner mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Hacksaw Ridge„
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Mel Gibsons neuer Film – ein Kriegsfilm mit Andrew Garfield. Eigentlich lehne ich Mel Gibson rigoros ab, wenn sich der Film aber als Oscar-Kandidat hält, muss ich ihn wohl sehen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: abwarten

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kong: Skull Island„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ernsthaft? Ein Monsterfilm, so nen King Kong-Gedöns. Mit Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson, John Goodman und John C. Reilly – haben die Fünf nichts besseres zutun?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Filmplakat von "Deepwater Horizon" auf New Yorker Häuserwand.
Filmplakat von „Deepwater Horizon“ auf New Yorker Häuserwand.

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San Francisco – Film: "Wish I Was Here"

Ich war am 18.07.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Wish I Was Here“ (dt. Kinostart: 09.10.14) 114 min drama, comedy
dir. Zach Braff cast: Zach Braff, Kate Hudson, Mandy Patinkin, Josh Gad, Joey King, Pierce Gagnon, Jim Parsons

Aidan Bloom (Zach Braff) ist ein arbeitsloser Schauspieler und Familienvater. Seine Frau (Kate Hudson) geht einer öden Bürobeschäftigung nach, aber auch die würde nicht die teure jüdische Privatschule der Kinder bezahlen. Aidans Vater (Mandy Patinkin) hatte bisher die Kosten für die Schule übernommen, der ist aber jetzt erneut an Krebs erkrankt und braucht das Geld, um für seine Arzt- und Krankenhausrechnungen aufzukommen. Einige Veränderungen kommen auf die Familie zu…

B (Wertung von A bis F) „Wish I Was Here“ ist eine Tragikomödie und Zach Braffs zweiter Kinofilm als Regisseur. Sein Regiedebüt hat der Schauspieler im Jahr 2004 mit dem Film „Garden State“ gegeben. An den Film kann ich mich kaum noch erinnern, aber ich weiß, dass ich ihn mochte.

„Wish I Was Here“ hat nicht so dolle Kritiken bekommen, ich fand den Film zwar etwas zu lang und habe ihn recht schnell wieder vergessen, aber im Kino hat er mir eine gute Zeit beschert.

Es ist ein schön fotografierter Film über Veränderungen im Leben und über Träume, Glauben, Religion und den Tod. Der Film hat witzige und traurige Momente. Der (jüdische) Humor trifft genau mein Humorzentrum und es gab ein paar Szenen, die mich gerührt haben.

Als Schauspieler mag ich Zach Braff nicht, auch mag ich Joey King (die hier seine Tochter spielt) nicht anschauen, dafür mochte ich selbstverständlich Mandy Patinkin (Showtimes „Homeland“) und überraschenderweise hat mir Kate Hudsons in dieser ernsthafteren Rolle gefallen. Vermutlich hat sie noch nie eine bessere Performance gegeben.

Zach Braff hat einen großen Teil dieses Films über Kickstarter finanziert. In den letzten Jahren ist es immer populärer geworden, über Kickstarter nach potentielle Geldgeber für seine Serien- und Indie-Filmprojekte zu suchen. Ist letztlich auch eine gute Werbung, um auf sein Projekt aufmerksam zu machen.

„Wish I Was Here“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Kill the Messenger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jeremy Renner, Ray Liotta, Mary Elizabeth Winstead, Oliver Platt
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Best of Me“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Nicholas Sparks-Verfilmung mit James Maroden und Michelle Monaghan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Laggies“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Keira Knightley und Sam Rockwell
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hundred-Foot Journey“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Lasse Hallströms neuer Film mit Helen Mirren. Den würde ich mir nur ihretwegen anschauen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Die Disappearance of Eleanor Rigby“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich liebe diesen Film (mit Jessica Chastain, James McAvoy, Viola Davis, William Hurt, Isabelle Huppert und Bill Hader) eigentlich jetzt schon. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Magic in the Moonlight“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: neuerster Woody allen Film mit Colin Firth, Emma Stone, Marcia Gay Harden, Jacki Weaver.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Calvary“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Tragikomödie mit Brendan Gleeson und Chris O´Dowd
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "The Reluctant Fundamentalist"

Ich war am 29.04.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„The Reluctant Fundamentalist“ 128 min drama, thriller, adaptation
dir. Mira Nair cast: Riz Ahmed, Liev Schreiber, Kate Hudson, Kiefer Sutherland, Martin Donovan

Im Jahr 2011 wird ein amerikanischer Professor in Lahore, Pakistan entführt. Bobby (Liev Schreiber) ist ein amerikanischer Journalist und möchte einen Artikel über militante Akademiker in Pakistan schreiben. In einem kleinen Café in Lahore interviewt er dazu Changez Khan (Riz Ahmed). Der hat an der Princeton-Universität in den U.S.A. studiert und erzählt jetzt rückblickend von seinem Leben als erfolgreicher Finanzanalytiker einer New Yorker Firma, von seiner großen Liebe Erica (Kate Hudson), wie sich sein komplettes Leben nach dem 11. September 2001 verändert hat und er nach Pakistan zurückgekehrt ist. Hat sich Changez Khan radikalisiert und hat er etwas mit der Entführung des Professors zu tun? Während des Interviews kommen immer mehr Spannungen auf beiden Seiten auf…

C (Wertung von A bis F) „The Reluctant Fundamentalist“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mohsin Hamid.

Grundsätzlich ist das Thema ganz meins, nicht umsonst ist die TV-Serie „Homeland“ auch in der zweiten Staffel – nach wie vor – meine Lieblingsserie. Hier habe ich das Buch (dt. Titel: „Der Fundamentalist, der keiner sein wollte“) jedoch nicht gelesen und hatte mit den ersten Aufnahmen die Befürchtung, der Film wäre voller Klischees. Dankenswerterweise war dies aber unbegründet. Erzählt wird die Geschichte eines muslimischen Pakistani, der mit großen Hoffnungen in die U.S.A. gegangen ist, an einer Elite-Uni studiert hat, einen großen beruflichen Ehrgeiz hatte und Karriere machte. Dann kam der Terroranschlag vom 11. September und auf ein Mal sieht sich Changez Diskriminierungen ausgesetzt, hat eine Identitätskrise und kehrt in sein Heimatland zurück.

Gut dargestellt fand ich die Vorurteile und die Hysterie der Amerikaner gegenüber Moslems nach dem 11. September. Da hätte die indische Filmemacherin noch tiefer eingehen können. Dem Zuschauer ersparen bzw. wesentlich kürzer halten, hätte sie die Liebesgeschichte.

Hervorragend besetzt fand ich den Hauptdarsteller Riz Ahmed. Schwer durchschaubar, was für die Spannung des Films wichtig war. Liev Schreiber macht hier auch wieder einen guten Job. An Kiefer Sutherland als Changez´Chef musste ich mich zunächst gewöhnen, mich hat er dann aber überzeugen können.

Kate Hudson kann einfach nicht schauspielern und sollte weder dunkle Haare tragen, noch zu viele Kilos auf die Waage bringen.

Der Film löst anscheinend erhöhten Gesprächsbedarf aus, so haben mich zwei meiner Mitzuschauer (es gab nur sechs) angesprochen und mich gefragt, wie mir der Film gefallen hat. Die ältere Dame hatte das Buch gelesen und war etwas enttäuscht, dass der Film nicht an einer gewissen Stelle endete und der jüngere Mann war scheinbar ziemlich begeistert und meinte, dass ihn der Film an die Serie Homeland erinnert, bei der er – wie er sagte – die erste Staffel an einem Tag guckte. Da musste ich ihn in seinem Enthusiasmus höflich aber bestimmt in die Realität zurückholen. „The Reluctant Fundamentalist“ ist ganz weit entfernt davon, so gut wie Homeland zu sein.

„The Reluctant Fundamentalist“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2012 gezeigt und hatte seine U.S. Premiere auf dem Tribeca Film Festival. Im Anschluss an das Festival wurde er in wenigen, ausgewählten Kinos gezeigt.

Trailer zu sehen:

Im IFC Center wurden vor dem Film keine Trailer gezeigt.

VOD – Film: "The Killer Inside Me"

Folgenden Film habe ich mir auf Video on Demand angeschaut:

„The Killer Inside Me“ 108 min thriller
dir. Michael Winterbottom cast: Casey Affleck, Kate Hudson, Jessica Alba, Ned Beatty, Elias Koteas, Bill Pullman, Simon Baker, Liam Aiken

In den 1950er Jahren in einer Kleinstadt in Texas. Deputy Sheriff Lou Ford (Casey Affleck) ist ein sadistischer Psychopath. Er plant, seine Freundin Amy (Kate Hudson) zu heiraten und hat eine Affäre mit der Prostituierten Joyce (Jessica Alba), die bald seinen brutalen Vorlieben zum Opfer fallen wird…

C- (Wertung von A bis F) „The Killer Inside Me“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jim Thompson.

Was für ein unglaublich öder und überflüssiger Film. Sicherlich werden Fans des torture porn hier mit ein paar Szenen wieder auf ihre Kosten kommen, außer diesen Gewaltausbrüchen und einigen Ungereimtheiten und naja vielleicht noch einer Mini-Überraschung zum Schluss hat der Film aber nichts zu bieten.

Die Affleck-Brüder sind für mich einfach ein Garant dafür, dass ich mich in einem Film ärgern muss. Auch wenn Casey sicherlich noch etwas talentierter ist (das ist auch nicht schwer), fehlt ihm ebenfalls jegliche Ausstrahlung. Casey Affleck nuschelt sich hier komplett mimikfrei durch den Film und lässt mich die ganze Zeit überlegen, ob ich ihm den brutalen Serienmörder tatsächlich abnehme. Jetzt sind einige Tage vergangen und ich bin immer noch ratlos.

„The Killer Inside Me“ lief zur Berlinale 2010 im Wettbewerb.

Trailer zu sehen:

Detroit – Film: "Nine"

Ich war am 30.12.09 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„Nine“ (dt. Kinostart: 25.02.10) 128 min musical, adaptation
dir. Rob Marshall cast: Daniel Day-Lewis, Penelope Cruz, Marion Cotillard, Nicole Kidman, Judi Dench, Stacy ‚Fergie‘ Ferguson, Kate Hudson, Sophia Loren

Der italienische Filmemacher Guido Contini (Daniel Day-Lewis) hat für sein neuestes Projekt bereits einen Filmtitel, einen Star aber nicht die geringste Idee für eine Story. Ihm fallen die Frauen ein, die in seinem Leben eine Rolle spielten und spielen…

C+ (Wertung von A bis F) „Nine“ ist die Filmversion des erfolgreichen gleichnamigen Broadway-Musicals. Die erzählte Geschichte basiert auf Federico Fellinis autobiografischem Film „8 1/2“.

„Nine“ lockt zunächst einmal mit einer All-Star-Besetzung. Von den acht Protagonisten sind sechs mit einem Oscar ausgezeichnet, eine wurde für einen Oscar nominiert. Die einzige Ausnahme in der Besetzung bildet hier Fergie, die bekanntlich (bislang) keine Schauspielerin ist. Aus dieser Sicht ist der Film eine komplette Talentverschwendung. Der Film zieht sich wie Kaugummi, ich weiß nicht, wie oft ich auf die Uhr geschaut habe. In meinen Augen mangelt es hier erheblich an einer (guten) Story, einem soliden Drehbuch und da das Ganze nun auch ein Musical ist, an eingängigen Songs.

Zu den Hochkarätern: Daniel Day-Lewis: natürlich ist er auch hier mit einem italienischem Akzent der method actor, ich finde ihn jedoch irgendwie fehl am Platze, sehe ihn auch wesentlich lieber in „Gangs of New York“ und There Will Be Blood-Rollen. Javier Bardem sollte eigentlich seine Rolle spielen. Judi Dench ist Judi Dench. Nicole Kidman ist es mittlerweile gelungen, keinerlei Mimik mehr in ihrem Gesicht zu haben. Penélope Cruz: sehr gut, ich fand sie aber schon mal besser. Sophia Loren: über sie gibt es nicht viel zu sagen, ich frage mich nur wie sie es schafft, noch so auszusehen. Fergie sieht in „Nine“ zwar grauenhaft aus, legt aber eine geniale Performance hin. Kate Hudson: kann nicht sonderlich singen, dafür kann sie aber noch weniger tanzen. Ihre Szene ist sehr gut geschnitten, dass es vielleicht anderen nicht so auffällt.

Wenn es trotz allem einen Grund gibt, dass man sich den Film anschauen muß, dann ist das Marion Cotillard. Sie ist sensationell. Sie hat Leinwandpräsenz und zeigt hier wie facettenreich und dabei authentisch sie ist und dann singt sie auch noch. Der zweite Song („Take it All“) sollte ursprünglich von Penélope Cruz, Nicole Kidman und Marion Cotillard gesungen werden. Es war eine kluge Entscheidung, Marion Cotillard alleine singen zu lassen. Mit dieser Performance, die mit einem Oscar belohnt werden muß, setzt sie die Messlatte für andere Schauspieler ganz hoch, praktisch spielt in einer ganz eigenen Liga. Genug der Schwärmerei, ich habe eine neue Lieblingsschauspielerin und muß mir nun so bald wie möglich „La Vie en Rose“ angucken.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Tyler Perry´s Why Did I Get Married Too?“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tyler Perry…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „Crazy Heart“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jeff Bridges und Maggie Gyllenhaal
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Sex and the City 2“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Habe die Serie geliebt, fand aber den ersten Spielfilm schon nur gerade so okay
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 70 %

Trailer von Film: „Leap Year“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Amy Adams mag ich ja sehr, aber das schaut mir zu sehr nach ner Klamotte aus…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 50 %

Südafrika, Johannesburg – Fool´s Gold

Ich war am 22.03.08 in Johannesburg und habe mir im Kino angeschaut:

„Fool´s Gold“ (dt. Titel „Ein Schatz zum Verlieben“, dt. Kinostart 24.04.08) 112 min action/adventure
dir. Andy Tennant cast: Matthew McConaughey, Kate Hudson, Donald Sutherland, Ray Winestone

Der Lebenskünstler Finn (Matthew McConaughey) begibt sich mithilfe des Milliardärs Nigel Honeycutt (Donald Sutherland) und seiner frisch geschiedenen Ehefrau Tess (Kate Hudson) auf den Bahamas auf Schatzsuche.

F (Wertung von A bis F) Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich mir den Film überhaupt angeschaut habe, wo ich doch den Trailer damals im Kino nur widerwillig zu Ende geschaut habe…Fakt ist, ich hatte den einen Tag Lust, ins Kino zu gehen, aber es gab entweder Filme, die ich alle schon gesehen hatte (No Country for Old Men hätte ich mir noch einmal angeschaut, hätte ich ihn mir nicht gerade auf DVD gekauft) oder halt ähnliche Verbrechen an der grossen Leinwand („10,000 B.C.“, „Hannah Montana & Miley Cyrus“, „Step Up2 the Streets“)…Die o.g. Besetzung mal ausgenommen ist der Film ansonsten bis in die kleinste Nebenrolle mit Hirnis besetzt und wo die herkommen, sind die Autoren dieses Drehbuches sicherlich auch nicht weit entfernt.

Trailer zu sehen: