L. A. – Film: „Incredibles 2“

Ich war am 04.07.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Incredibles 2“ (dt. Filmtitel: „Die Unglaublichen 2“, dt. Kinostart: 27.09.18)   118 min   animation, sequel 

dir. Brad Bird  voices: Craig T. Nelson, Holly Hunter, Sarah Vowell, Huck Milner, Samuel L. Jackson, Catherine Keener, Bob Odenkirk, Eli Fucile, Isabella Rossellini, Bill Wise, Brad Bird

 

Superhelden sind immer noch per Gesetz illegal. Die Superhelden-Ehepaar Parr macht sich langsam Sorgen um ihre Zukunft. Dann bekommen sie ein Angebot von dem Chef eines Telekommunikationsunternehmen, Winston Deavor (Bob Odenkirk), das sie nicht ausschlagen können. Genauer gesagt bekommt Mrs. Parr a.k.a. Elastigirl (Holly Hunter) das Jobangebot, was bedeutet, dass Mr. Incredible (Craig T. Nelson) sich um die Kinder Violet (Sarah Vowell), Dash (Huck Milner) und Jack-Jack (Eli Fucile) kümmern muss…

 

B (Wertung von A bis F) „Incredibles 2“ ist der zwanzigste PIXAR-Film und die Fortsetzung zu „The Incredibles“ aus dem Jahr 2004. Es ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Brad Bird („The Iron Giant“, „Ratatouille“, „Mission Impossible – Ghost Protocol“). Er  hat bereits bei dem Originalfilm Regie geführt. Erneut spricht er auch die Figur der Modedesignerin Edna Mode. 

Die Ereignisse des zweiten Teils schließen direkt an denen des ersten Teils an. Daher empfiehlt sich, bevor man die Fortsetzung sieht, den mit zwei Oscars ausgezeichneten Originalfilm aus dem Jahr 2004 noch einmal bzw. zuerst zu schauen. Ich hatte „The Incredibles“ damals im Kino gesehen, aber mir nie wieder angeschaut. Da ich selbstverständlich sämtliche PIXAR-Filme auf DVD habe, nahm ich mir kürzlich die Zeit, meine Erinnerung aufzufrischen. Damals fand ich „The Incredibles“ außergewöhnlich gut, aus heutiger Sicht gebe ich „The Incredibles“ ein „B“. Mich ermüdete dieser Superhelden-Actionkram, aber ich mochte die Szenen, die sich auf das Familienleben konzentrieren. Besonders den 10-jährigen Sohn Dash habe ich in mein Herz geschlossen. Bei der Szene als die verschrobene Designerin Edna Mode Superhelden-Mama Helen die neuen Kostüme vorführt habe ich mich beinahe kaputt gelacht.  

Die Fortsetzung fand ich erwartbar ähnlich, ich war immer froh, als die ganzen Actionszenen vorbei waren (wobei die durchaus eindrucksvoll inszeniert sind und mir besser gefielen als vergleichbare Szenen in Marvel-Filmen). Auch hier hinterliess das Zwischenmenschliche und die Dynamik innerhalb der Familie den meisten Eindruck. Nach wie vor finde ich zehnjährige Dash am originellsten, aber Jack-Jack läuft ihm beinahe den Rang ab. Am allerliebsten mag ich die Sequenz, in der die Designerin Edna Mode anfänglich Jack-Jack leicht angewidert gegenübertritt und dann später realisiert, dass sie vielleicht doch etwas mit diesem Baby anzufangen weiss. Auch mochte ich die Computer-gezeichnete 1960er Jahre James-Bond-Ausstattung und Michael Giacchinos Score, den man auch diesem Jahrzehnt zuschreiben kann. Im Ganzen hat der Film Längen, ist aber sehenswert. 

„Incredibles 2“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Animationsfilm. Update: Der Film wurde für den Oscar in der Kategorie Bester Animationsfilm nominiert.

„Incredibles 2“ ist am 15.06.18 in 4,410 amerikanischen Kinos gestartet. Zu sehen ist die 2D, 3D und die IMAX-Fassung. Ich habe den Film in 2D gesehen. Jetzt – vier Wochen nach Kinostart – ist es bereits der erfolgreichste Animatiosfilm In den U.S.A. Für Deutschland wird der Film unter dem Filmtitel „Die Unglaublichen 2“ am 27.09.18 starten. 

Trailer zu sehen: 

 

 

„Bao“  8 min animation

dir. Domee Shi

Eine ältere chinesische Mutter fühlt sich einsam. Ihr Mann geht immer früh zu Arbeit und dann bleibt sie allein zurück. Als eines ihrer selbstgemachten Dumplings plötzlich lebendig wird,  bekommt sie eine neue Gelegenheit, Mutter zu sein. Nur auch das Teigtaschen-Baby bleibt nicht für immer klein und niedlich… 

A- (Wertung von A bis F) „Bao“ ist das Regiedebüt der chinesisch-kanadische Storyboard-Artistin Domee Shi. Es ist der erste PIXAR-Film überhaupt, bei dem eine Frau allein Regie geführt hat. 

In kurzen Worten: „Bao“ ist putzig und bezaubernd, hat viel Herz und am Ende sind bei mir sogar die Tränen geflossen. 

„Bao“ feierte seine Premiere auf dem Tribeca Film Festival 2018. Der Kurzfilm wurde im Jahr 2018 vor dem PIXAR-Film „Incredibles 2“ gezeigt. Selbstverständlich ist dieser Film für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm im Gespräch. 

Kleiner Ausschnitt von „Bao“: 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bumblebee„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: Sci-Fi-Film. Prequel zu „Transformers“. Travis Knight ist der Regisseur, vielleicht gebe ich dem Film eine Chance, sein Kubo and the Two Strings hat mir schon sehr gut gefallen. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Smallfoot„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Ralph Breaks the Internet: Wreck-It Ralph 2„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Disney-Fortsetzung zu Wreck-It Ralph

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 

L. A. – Film: „Sicario: Day of the Soldado“

Ich war am 04.07.18 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Sicario: Day of the Soldado“ (dt. Filmtitel: „Sicario 2“, dt. Kinostart: 19.07.18)  122 min   action, crime, thriller, sequel 

dir. Stefano Sollima  cast: Benicio del Toro, Josh Brolin, Isabela Moner, Jeffrey Donovan, Catherine Keener, Matthew Modine

 

Die mexikanischen Kartelle schmuggeln mittlerweile nicht nur Drogen über die mexikanisch-amerikanische Grenze, sie schleusen auch zunehmend Menschen und darunter sogar  islamistische Terroristen in die U.S.A. Um einen Krieg zwischen den beiden größten  mexikanischen Kartelle anzuzetteln, soll die Tochter eines der Kartellbosse, Carlos Reyes, entführt werden. Für diese Mission kontaktiert der CIA-Aufräumer Matt Graver (Josh Brolin) den Auftragkiller Alejandro (Benicio del Toro)…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Sicario: Day of the Soldado“ ist eine Fortsetzung zu Denis Villeneuves Film Sicario aus dem Jahr 2015. Alles deutet daraufhin, dass es noch mindestens einen weiteren Teil geben wird. Es ist der neue Film des italienischen Drehbuchautors und Filmemachers Stefano Sollima („ACAB – All Cops Are Bastards“, „Suburra“). Für die Drehbuchvorlage ist erneut der amerikanische Autor (Hell or High Water) und Filmemacher (Wind River) Taylor Sheridan verantwortlich. 

Bei den amerikanischen Filmkritikern ist der zweite Teil von „Sicario“ nicht sonderlich gut angekommen. Zugegebenermassen spielt der Film Trumps Politik etwas in die Hände, alleine schon durch den neuen Aspekt, dass islamistische Terroristen über die mexikanisch-amerikanische Grenze geschleust werden (könnten). Absurd ist es jedoch nicht, da es den Islamisten mittlerweile extrem schwer gemacht wird, legal in die U.S.A. einzureisen. 

Bevor ich mir den zweiten Teil angesehen habe, habe ich mir nicht noch mal Villeneuves´ „Sicario“ angeschaut und auch nicht meinen Beitrag von damals durchgelesen. Aus der Erinnerung heraus dachte ich, ich hätte dem Film ein „B“  oder vielleicht sogar ein „B+“gegeben. Jetzt kam ich nun vor ein paar Tagen aus dem Kino mit dem Gefühl, dass mir der zweite Teil besser gefallen hat als der erste und tatsächlich habe ich dem Originalfilm sogar nur mit einem „B-„ bewertet. 

In „Soldada“ hat man nun nicht mehr Emily Blunts Charakter, eine Figur mit der man sich vielleicht am ehesten identifizieren konnte und die eine moralische Haltung hatte. Hier ist das Gute und das Böse recht klar definiert. Während der erste Teil für mich noch Längen hatte, fand ich diesen schnörkellos, brutal und von Anfang bis Ende spannend. Ich liebe die beiden Charaktere Matt Graver und Alejandro (erneut exzellent porträtiert von Josh Brolin und dem verehrungswürdigen Benicio del Toro). Dies ist ein Actionthriller ganz nach meinem Geschmack. Als Einleitung braucht man nicht einmal den ersten Film zu sehen, „Soldada“ kann inhaltlich für sich allein stehen.  

Nach einer bestimmten Szene verfiel ich in eine Schockstarre und brauchte, unwillig das Gezeigte zu akzeptieren, einige Minuten um meine Fassung zurückzugewinnen. 

Sicario: Day of the Soldado“ ist dem am 9.2.18 viel zu früh verstorbenen isländischen Komponisten Jóhann Jóhannsson gewidmet. Er hatte die Filmmusik zu „Sicario“ beigesteuert. Für den Score in „Soldado“ ist übrigens die isländische Komponistin und Hildur Ingveldardóttir Guðnadóttir verantwortlich. Die beiden isländischen Künstler hatten öfter zusammengearbeitet. 

„Sicario: Day of the Soldado“ ist am 29.06.18 in 3,055  amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland startet der Film unter dem Titel „Sicario 2“ am 19.07.18. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „BlacKkKlansman„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Spike Lees neuer Film mit Adam Driver und Denzels Sohn 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „A Star is Born„

Bewertung des Trailers: B 

Kommentar: Die vierte Verfilmung, dieses Mal von und mit Bradley Cooper. Lady-Kotz-Gaga spielt die Hauptrolle

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nur wenn er Oscar-mäßig sicher eine Rolle spielt 


Trailer v. Film: „White Boy Rick„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Krimi/Drama mit Matthew McConaughey, den ich eigentlich nicht mehr sehen mag. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

 

D. C. – Film: „Get Out“

Ich war am 06.03.17 und am 13.03.17 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Get Out“ (dt. Kinostart: 04.05.17) 104 min thriller, comedy, horror
dir. Jordan Peele cast: Daniel Kaluuya, Allison Williams, Catherine Keener, Bradley Whitford, Caleb Landry Jones, Keith Stanfield

 

Chris (Daniel Kaluuya) und Rose (Allison Williams) sind seit fünf Monaten ein Paar. Nun will sie ihn langsam ihren Eltern (Bradley Whitford und Catherine Keener) vorstellen. Die beiden fahren für das Wochenende zu dem elterlichen Landsitz. Chris ist nervös, auch weil Rose ihren Eltern noch nicht erzählt hat, dass er Afroamerikaner ist. Die Eltern nehmen ihn aber ganz herzlich auf, nur die schwarzen Hausangestellten (Betty Gabriel und Marcus Henderson) verhalten sich ihm gegenüber seltsam. Langsam beginnt Chris sich ziemlich unwohl zu fühlen…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Get Out“ ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers, Comedians und Autors Jordan Peele (MADtv).

„Get Out“ ist ein smarter Genrefilm mit einer gesellschaftskritischen Botschaft, die sich vorwiegend an weiße Liberale in den U.S.A. richtet. Von dieser (meist) gebildeten Gesellschaftsschicht geht kein offener Rassismus aus, sie versuchen, sich möglichst politisch korrekt zu verhalten und drücken sich Afroamerikanern gegenüber jedoch hin und wieder „ungeschickt“ aus. Der Film überzeichnet dieses Thema und dadurch könnte man den Film auch als Satire bezeichnen. „Get Out“ hat einen langsamen Spannungsaufbau, gut platzierte Schocker und ist letztlich ein spannender, atmosphärischer Thriller mit Horror-Elementen. Die subtilen Aussagen, die dieser Film trifft, blieben bei mir aber am meisten hängen und fordern förmlich eine zweite Sichtung. Warum ausgerechnet der Baumwolle eine so starke Symbolkraft für den schwarzen Mann zugesprochen wurde – darüber muss ich noch mal nachdenken.

Der Regisseur selbst ist Afroamerikaner und mit der weißen Schauspielerin Chelsea Peretti zusammen, vermutlich hat er auch etwas aus seinem Erfahrungsschatz in den Film gebracht. Ob sein Film mit all den Feinheiten auch außerhalb der U.S.A. funktioniert, wird sich zeigen.

Schauspielerisch ist der Film auch bis in die kleinsten Rollen wunderbar besetzt. Mir gefiel, insbesondere Keith Stanfield (Short Term 12, Selma, Miles Ahead), den man nicht nur zu Beginn des Films sieht.

 

B+ (Wertung von A bis F) Genau eine Woche nachdem ich mir den Film ein erstes Mal angeschaut habe, bin ich ein zweites Mal ins Kino gegangen und habe mir „Get Out“ angeschaut. Diese Sichtung war etwas entspannter, auch konnte ich auf bestimmte Dinge achten. (Stichwort: Baumwolle, ich habe eine Idee, hundertprozentig sicher bin ich mir aber auch nicht). Eigentlich hat mir der Film mit der zweiten Sichtung sogar noch besser gefallen, die Anfangsbewertung passt aber nach wie vor.

„Get Out“ ist in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2017 gelandet.

Update: „Get Out“ hat 4 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Director, Best Actor – Daniel Kaluuya, Best Original Screenplay) Update: „Get Out“ hat einen Oscar (Bestes Originaldrehbuch) gewonnen.

„Get Out“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. In den amerikanischen Kinos ist der Film am 24.02.17 gestartet. Ich habe den Film in einer sehr gut besuchten Vorstellung in Washington, D.C. gesehen. Ich war die einzig weiße Zuschauerin und habe mich zunehmend unwohl gefühlt. Meine Mitzuschauer waren so begeistert von dem Film, dass sie am Ende sogar applaudiert haben. Der Film kommt am 04.05.17 in Deutschland ins Kino.

Bei Interesse an dem Film, nicht den folgenden Trailer sehen:

 

das amerikanische Filmplakat

Das amerikanische Plakat gefällt mir gar nicht, das deutsche Plakat ist wesentlich mehr gelungen, auf der offiziellen Facebook-Seite zu sehen:

http://www.facebook.com/GetOut.DE/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „It Comes at Night“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Horrorfilm des „Krisha“-Regisseurs mit Joel Edgerton
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Belko Experiment„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit John Gallagher, Jr. und Tony Goldwyn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Snatched„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionkomödie mit Amy Schumer und Goldie Hawn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Unforgettable„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller. Ich gucke keine Filme mit dem talentfreien Meerschweinchen, auch wenn die wunderbare Rosario Dawson mitspielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Baywatch„
Bewertung des Trailers: D-
Kommentar: Actionkomödie mit Dwayne Johnson und Zac Efron
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „All Eyez on Me„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Biopic über Tupac
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Wish Upon„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Thriller mit Ryan Phillippe und Joey King
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

San Francisco – Film: "Begin Again"

Ich war am 17.07.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Begin Again“ (dt. Titel: „Can a Song Save Your Life?“, dt. Kinostart: 28.08.14) 104 min comedy, drama, musical
dir. John Carney cast: Keira Knightley, Mark Ruffalo, Adam Levine, Hailee Steinfeld, Mos Def, Catherine Keener

Dan (Mark Ruffalo) ist ein New Yorker Musikproduzent. Er war mal sehr erfolgreich, hat aber schon lange keinen Hit mehr gelandet. Er hat ein Alkoholproblem und lebt von seiner Frau Miriam (Catherine Keener) und seiner Tochter Violet (Hailee Steinfeld) getrennt. Jetzt wird er auch noch von seinem Plattenboss Saul (Mos Def) gefeuert, landet abends pleite und angetrunken in einem Nachtclub und wird auf die Sängerin Gretta (Keira Knightley) aufmerksam. Er sieht sofort das Potenzial in der Musikerin und bietet ihr an, mit ihr ein Album zu produzieren. Nur hat er mittlerweile gar nicht mehr die Möglichkeiten, es muss improvisiert werden.

B+ (Wertung von A bis F) „Begin Again“ ist ein charmanter kleiner Film über Musik, das unkonventionelle Entstehen einer Band und eines Albums, aber auch über die Musikindustrie und die schönste Stadt der Welt.

Wahrscheinlich funktioniert der Film nur, wenn einem die gespielten Songs auch gefallen. Ich mochte sie, jetzt eine Woche später geht mir ein bestimmtes Lied immer noch nicht aus dem Kopf. Mir gefiel aber auch die darum erzählte Geschichte und das dann doch nicht so vorhersehbare Ende.

Für mich stechen zwei Szenen im Film hervor. In der einen landet Mark Ruffalos Charakter nach einem schlechten Tag in der Bar und wird das erste Mal auf Keira Knightleys Stimme und ihren Song aufmerksam. Eine ähnliche Szene gibt es gleich zu Beginn des Film, nur in dem zweiten Anlauf sieht man sie mit seinem musikalischen Verständnis. Auch mochte ich die längere Sequenz, in denen Mark Ruffalo und Keira Knightleys Charaktere sich ihre Lieblingssongs auf den iPods vorspielen und sich dabei quer durch die Stadt treiben lassen.

Mark Ruffalo spielt hier, wie meist, eine Version von den Charakteren, die er bereits in der Vergangenheit gespielt hat. Das selbstverständlich auch wieder exzellent, aber ich kann auch nachvollziehen, wenn man von ihm etwas gelangweilt ist.

Wie bereits in Seeking a Friend for the End of the World mag ich Keira Knightley hier. Vielleicht weil sie diesen Typ Frau einfach glaubwürdig verkörpern kann. Die Rolle nehme ich ihr einfach ab. Sie hat eine wohlklingende Stimme und Sprache und das hört sich überraschenderweise auch im musikalischen Gebrauch angenehm an. Die Songs hat sie alle selbst gesungen. Hut ab.

Hailee Steinfeld habe ich das erste und einzige Mal zuvor in True Grit gesehen. Für diese Rolle hat sie zurecht eine Oscar-Nominierung erhalten. Jetzt ist sie größer und etwas trampelig und irgendwie fehlt ihr (hier) das gewisse Etwas. Ich bin gespannt, ob und welche Richtung sich ihre Karriere weiterentwickelt.

Adam Levine (von der Band Maroon 5) spielt hier den Ex-Freund von Keira Knightley und einen erfolgreichen, aber nicht so guten Sänger. In der Rolle überzeugt er natürlich auch im Film, zumindest bis er irgendwann mit einem, alles andere als hipstermässigen Al-Qaida-Bart auftaucht. Mit diesem seltsamen Aussehen hat er mich komplett aus dem Film gehauen.

Der ursprüngliche (und in Deutschland benutzte) Filmtitel „Can a Song Save Your Life?“ passt besser zu dem Film und ist auch nicht so austauschbar und nichtssagend wie der Filmtitel „Begin Again“. Angeblich mochte das amerikanische Testpublikum den ursprünglichen Titel nicht.

„Begin Again“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Song.

„Begin Again“ wurde (seinerzeit noch unter dem Titel „Can a Song Save Your Life?)“ erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

Keira Knightley singt „Lost Stars“:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Last of Robin Hood“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über Errol Flynn mit Kevin Kline als Errol Flynn und Dakota Fanning und Susan Sarandon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Frank“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Michael Fassbender in der Titelrolle. Leider kann man sein Gesicht den ganzen Film über nicht sehen. Grrr
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Trip to Italy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung von „The Trip“, den ich leider noch nicht gesehen. Ist aber mit Steve Coogan, also werde ich ihn nachholen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „St. Vincent“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Bill Murray, Melissa McCarthy, Chris O´Dowd und Naomi Watts (die ich im Trailer nicht erkannt habe). Oscar-Film Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

D.C. – Film: "Captain Phillips"

Ich war am 11.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„Captain Phillips“ (dt. Kinostart: 14.11.13) 134 min drama, thriller, action, biopic, adaptation
dir. Paul Greengrass cast: Tom Hanks, Barkhad Abdi, Catherine Keener, Max Martini

Richard Phillips (Tom Hanks) ist Kapitän des amerikanischen Frachtschiffs Maersk Alabama. Im Jahr 2009 schippert er mit seiner Besatzung von Salala im Oman nach Mombasa in Kenia. Am zweiten Tag auf See erhält Captain Phillips eine Warnung. Vor somalischen Piraten sollen sie sich in Acht nehmen. Er trifft nötige Sicherheitsvorkehrungen. Schon bereits am nächsten Morgen nähert sich ein kleines Boot schwer bewaffneter Somalier. Der 20-köpfigen Crew gelingt es, sie abzuschütteln. Aber sie werden sich wieder nähern, denn sie haben nichts zu verlieren…

B+ (Wertung von A bis F) „Captain Phillips“ basiert auf einer wahren Geschichte. Der Film stützt sich auf Richard Phillips und Stephen Taltys Buch „A Captain´s Duty: Somali Pirates, Navy SEALs, and Dangerous Days at Sea“.

Bevor ich ins Kino gegangen bin, habe ich im amerikanischen Frühstücksfernsehen noch den richtigen Kapitän Richard Phillips im Interview gesehen. Er wurde u.a. gefragt, wie glaubhaft er seine Erlebnisse im Film geschildert fand. Er hat daraufhin geantwortet, dass der Film sehr realistisch ist, so weit es halt möglich ist, die Ereignisse von fünf Tagen in einem Zwei-Stunden-Film wiederzugeben. Auch hat er erzählt, dass derzeit noch ein Verfahren läuft. Einige Besatzungsmitglieder haben die Reederei verklagt, weil sie trotz bekannter Bedrohung durch die Piraten, zu nahe an der somalischen Küste fahren und dadurch ein zu großes Risiko eingehen mussten.

Der Regisseur Paul Greengrass hat bereits mit seinem Film „United 93“ gezeigt, wie man historische Ereignisse, bei denen man den Ausgang kennt, in einen sehr intensiven, hochspannenden Film verpacken und auf die Leinwand bringen kann. Auch „Captain Phillips“ ist ein fesselndes Psycho-Drama, bei dem man sich in die Situation und/oder in die Charaktere reinversetzen kann. Der Regisseur hat eine Atmosphäre ständiger Anspannung geschaffen. Bei den Szenen im Rettungsboot habe förmlich die Enge gespürt und mir wurde durch das inszenierte Geschaukel auf dem Meer, auch übel. (Paul Greengrass´mit Vorliebe eingesetzte Handkamera ist hier sehr effektiv.) Die Gefahr, die von ungebildeten, nicht sonderlich cleveren, dafür aber schwer bewaffneten Kriminellen, die nichts zu verlieren haben, ausgeht, fand ich jederzeit greifbar.

„Captain Phillips“ ist ein Geisel- und Erpressungsdrama, das auch einen kleinen Einblick in das System, dass sich hinter der somalischen Piraterie verbirgt, gibt. Für meinen Geschmack zwar nicht ausführlich genug, aber der Film zeigt auch die andere Seite, wie die Somalier unter Druck stehen. Ich fand die Machtverhältnisse beeindruckend dargestellt. Am Anfang sieht man das riesige Containerschiff das gegenüber der kleinen Nussschale mit vier bewaffneten somalischen Piraten scheinbar chancenlos ist. Später, als das amerikanische Militär eingeschaltet ist, verschieben sich wie von selbst die Machtverhältnisse.

Tom Hanks trägt den Film, es ist eindeutig seine beste Performance seit zig Jahren. Nach so vielen schlechten oder einfach nicht guten Filmen („The Da Vinci Code“,“ Charlie Wilson´s War“, „Angels & Demons“, „Larry Crowne“, Extremely Loud & Incredibly Close, Cloud Atlas) mit denen er einen über die letzten Jahre gequält hat, war er dem Zuschauer aber auch einiges schuldig. Es ist beinahe zwanzig Jahre her, dass Tom Hanks erst für seine Rolle in „Philadelphia“ und dann gleich im darauffolgenden Jahr für „Forrest Gump“ einen Oscar gewonnen hat. In einer gerechten Welt muss man sich eine Oscar-Nominierung durch eine herausragende Performance verdienen. Man muss den Schauspieler hinter der Figur vergessen können. Tom Hanks gibt hier eine durchgehend überzeugende Vorstellung und krönt das ganze zum Schluss auch noch mit einer sogenannten „Oscar-Szene“.

Einer der Geiselnehmer, Muse (gespielt von Barkhad Abdi), ist für seine Rolle auch für eine Oscar-Nominierung im Gespräch. Er stand noch nie vor der Kamera, das ist seine erste Rolle. Er konnte mich ebenso überzeugen, auch hier würde ich eine Oscar-Nominierung als gerechtfertigt ansehen – der sieht aber auch gruselig aus. Catherine Keener war auch mal für eine Oscar-Nominierung im Gespräch, das ist aber völlig absurd, dafür hätte sie eine größere Rolle im Film spielen müssen. Gut gefallen hat mir Max Martini, der hier den souveränen Commander der Navy SEALs spielt.

Mir war „Captain Phillips“ vielleicht etwas zu lang.

Ich muss mal wieder die dringende Empfehlung geben, den Film im Original zu sehen. Mir ist aufgefallen, dass gerade Angst und Panik schwer in eine andere Sprache zu transportieren sind. Auch könnten die somalischen Piraten in einer Synchro schnell lächerlich rüberkommen. Die Bedrohung der Somalier kommt auch gerade durch ihre Sprache zum Ausdruck.

„Captain Phillips“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), Bester Nebendarsteller (Barkhad Abdi), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik

„Captain Phillips“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Homefront“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jason Stratham und James Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Nebraska“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Oscar-Film. Um so öfter ich den Trailer sehe, um so besser gefällt er mir.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Saving Mr. Banks“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über die Autorin von Mary Poppins mit Emma Thompson und Tom Hanks. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana. Der erste Trailer war schlimm, der ist schon wesentlich besser, vielleicht doch ein Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Ich glaube, ich bin in Christian Bale verknallt. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Monuments Men“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: George Clooneys neuer Film, Zweite Weltkriegsfilm mit George Clooney, Matt Damon, Cate Blanchett, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Book Thief“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Romanverfilmung mit Geoffrey Rush und Emily Watson. Zweite Welkriegsdrama und damit praktisch auch automatisch Oscar-Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Enough Said"

Ich war am 24.09.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Enough Said“ (dt. Filmtitel: „Genug gesagt“, dt. Kinostart: 19.12.13) 91 min comedy
dir. Nicole Holofcener cast: Julia Louis-Dreyfus, James Gandolfini, Toni Collette, Catherine Keener

Eva (Julia Louis-Dreyfus) ist Masseurin, geschieden und alleinerziehende Mutter einer Tochter. Auf einer Party lernt sie die Lyrikerin Marianne (Catherine Keener) kennen, kurze Zeit später auf derselben Party trifft sie auf Albert (James Gandolfini). Eva tauscht mit beiden die Telefonnummer aus. Schon bald befreundet sie sich mit Marianne, die wie sie geschieden ist und eine Tochter hat. Zeitgleich beginnt sie mit Albert auszugehen, obwohl er eigentlich so gar nicht ihr Typ ist….

A– (Wertung von A bis F) „Enough Said“ ist eine Beziehungskomödie. Es geht um Beziehungen über Mütter und Töchter, Väter und Töchter, Beziehungen unter Freundinnen und partnerschaftliche Beziehungen. Auch ist es eine Charakterstudie über eine nicht mehr ganz junge Frau, die sich vielleicht wieder auf eine feste Beziehung einlässt.

Erfrischenderweise wird hier der Körper des Mannes thematisiert. In Spielfilmen ist normalerweise immer wieder die Figur der Frauen ein Thema, meist hat die Protagonistin aufgrund ihres Körpers Minderwertigkeitskomplexe oder es wird sich über dicke Frauen im Allgemeinen lustig gemacht. Das ist meines Erachtens nicht mehr zeitgemäss. In meinem Umfeld sind die Frauen körperbewusst und selbstsicher und wundern sich nicht selten über Männer, die jedes angefressene Pfund an ihrem unförmigen Körper mit Stolz durch die Gegend tragen. Julia Louis-Dreyfus Charakter ist attraktiv und schlank und trifft auf einen witzigen Typen, der aber alles andere als ihrem Beuteschema entspricht. James Gandolfinis Charakter ist schwer übergewichtig. Ob und wie sich die beiden annähern ist äusserst kurzweilig und auch realistisch erzählt.

Dabei zeigt es sich wieder, dass sich ein brillantes Drehbuch am Ende auszeichnet. Die Charaktere und die Dialoge sind glaubwürdig. Die Regisseurin Nicole Holofcener („Lovely & Amazing“, Please Give, „Friends with Money“) hat auch hier wieder die Vorlage zu ihrem Film geschrieben. Beide Hauptdarsteller sind einem natürlich am meisten durch ihre Rollen in den legendären TV-Serien „Seinfeld“ und „The Sopranos“ in Erinnerung. Dennoch gelang es mir, sie praktisch von Anfang an nur als Eva und Albert zu sehen. Zu authentisch und greifbar fand ich ihre Charaktere. Beide Schauspieler sind fantastisch in ihren Rollen. Obwohl mir Julia Louis-Dreyfus noch einen Tick besser gefallen hat. Außerdem komme ich nicht umhin, zu erwähnen, wie gut ihr die Farbe Rot steht.

Traurigerweise ist einer der am meisten unterschätzten Filmschauspieler James Gandolfini (The Taking of Pelham 123Welcome to the Rileys, Zero Dark Thirty, „Not Fade Away“), am 19.06.13 in Alter von nur 51 Jahren verstorben. „Enough Said“ war einer seiner letzten Filme.

Für den Film „Enough Said“ sind folgende Oscar-Nominierungen derzeit im Gespräch: Bester Hauptdarsteller (James Gandolfini), Beste Hauptdarstellerin (Julia Louis-Dreyfus) und Bestes Originaldrehbuch.

„Enough Said“ könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013 landen.

„Enough Said“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „All is Lost“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Robert Redford im Überlebenskampf. Ihn sehe ich derzeit als Oscar-Gewinner für diese Rolle. Das wäre sein erster Schauspiel-Oscar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mandela: Long Walk to Freedom“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Biopic über Nelson Mandela mit Idris Elba in der Hauptrolle. Galt mal als Oscar-Film, nicht mehr.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Inequality for All“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation über den schwindenden Mittelstand in den U.S.A.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Enzo Avitabile Music Life“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Jonathan Demmes neue Dokumentation über den italienischen Musiker
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Nebraska“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: War mal für den Oscar im Gespräch, man hört nicht mehr so ganz so viel davon. Um so öfter ich den Trailer sehe, um so besser gefällt er mir.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

L. A. – Film: "The Croods – 3D"

Ich war am 25.03.13 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„The Croods – 3D“ (dt. Kinostart war der 21.03.13) 91 min animation
dir. Kirk DeMicco, Chris Sanders voices: Nicolas Cage, Ryan Reynolds, Emma Stone, Catherine Keener, Cloris Leachman

Die Familie Croods sind vielleicht die letzten Höhlenmenschen. Vater Grug (Nicolas Cage) hat zahlreiche Überlebensstrategien. Jetzt wird Eep (Emma Stone) nur langsam erwachsen und ist das Höhlenleben leid. Eines Nachts schleicht sie sich nun aus der Höhle und lernt einen intelligenten jungen Menschen kennen und nicht nur das, Guy (Ryan Reynolds) ist in ihrem Alter und ziemlich attraktiv. Es kommt wie es kommen musste, ihr Vater holt sie zurück. Als die Höhle der Familie allerdings verschüttet wird, muss die ganze Familie Croods aufbrechen, um ein neues Zuhause zu finden. Irgendwann treffen sie auch den schlauen Guy wieder…

B- (Wertung von A bis F) „The Croods“ könnte man am Besten als Familie Feuerstein trifft auf „Ice Age“ und „Avatar“ bezeichnen. Dafür, dass einem nicht nur der Plot, sondern auch einzelne Charaktere und sogar die Konstellation innerhalb der Familie so vorkam, als ob man sie so schon tausend Mal gesehen hat, war es aber nicht langweilig. „The Croods“ bringt ein paar sehr gute Ideen hervor, auch wenn ich im Ganzen tatsächlich nur den „Avatar“-Mittelteil mochte. Der Film fängt relativ schwach an, wird kontinuierlich besser, bis er nachher zum Schluss leider wieder abflacht und durch die dominante Musik dann sogar etwas nervt. Schade, denn der Film hat Potential und ist eigentlich immer besonders lustig, wenn die Charaktere Faultier Belt, Grugs Schwiegermutter Gran (von der großartigen Cloris Leachman gesprochen) und Guy im Spiel waren.

Die anderen Figuren empfand ich als zu grob gezeichnet und wenig liebenswert. Eep beispielsweise ist völlig unförmig, gar moppelig (was auch wenig nachvollziehbar ist, weil sie permanent in Bewegung ist und und auch nicht sonderlich viel zu essen bekommt).

Nicolas Cages leiht Vater Grug seine Stimme und das macht er überraschenderweise richtig gut. Für mich damit seine beste schauspielerische Leistung seit „Face/Off“. Er sollte zukünftig vielleicht lieber als Synchronsprecher arbeiten.

Die Trailer für den Film sind alles andere als vielversprechend, mit kleinen Abstrichen würde ich den Film aber empfehlen. Auch würde ich zu der 3D-Fassung raten.

„The Croods“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Monsters University“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: A- (neuer, erster richtiger Trailer)
Kommentar: Pixars Fortsetzung zu „Monsters, Inc.“ Nachdem ich mir die letzten zwei Pixars erspart habe, muss ich endlich wieder einen sehen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Despicable Me 2“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailer: A (neuer Trailer)
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms.Hoffentlich ist der Film so gut wie der Trailer.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Smurfs 2“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film: „Turbo“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: DreamWorks-Animationsfilm.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: ?

Trailer von Film: „Epic“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Animationsfilm, mir zu Avatar-mässig
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: ?

San Francisco – Film: "Cyrus"

Ich war am 26.06.10 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Cyrus“ (dt. Titel: „Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich“, dt. Kinostart: 25.11.10) 92 min comedy, drama
dir. Jay Duplass, Mark Duplass cast: John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener, Matt Walsh

John (John C. Reilly) hat seit der Trennung von seiner Frau Jamie (Catherine Keener) sein Leben noch nicht wieder auf die Reihe bekommen. Jetzt teilt ihm Jamie mit, dass sie vorhat, wieder zu heiraten. Auf einer Party lernt John die attraktive Molly (Marisa Tomei) kennen und verliebt sich in sie. Sie verbringen eine schöne, unbeschwerte Zeit miteinander, bis Mollys 21jähriger Sohn Cyrus (Jonah Hill) auftaucht. Molly und Cyrus haben aber auch eine sonderbare Beziehung miteinander…

A- (Wertung von A bis F) Als ich den ersten Trailer damals sah, wusste ich, dass ich den Film einfach mögen muss. Entsprechend saß ich dann die meiste Zeit entweder grinsend in meinem Kinosessel oder habe schallend gelacht. Es gibt so viel schlechte Hollywood-Komödien (habe gerade Grown Ups gesehen) und bei dieser charmanten Indie-Komödie sieht alles so einfach aus. Man braucht einfach nur die richtigen Zutaten: ein intelligentes Drehbuch, Schauspieler, bei denen augenscheinlich die Chemie stimmt und die auch bereit sind, falls es der Authentizität der Szene zuträglich ist, zu improvisieren. Der vielseitige John C. Reilly („Boogie Nights“, „Magnolia“, „The Good Girl“, „Gangs of New York“, „Chicago“) zählt schon sehr lange zu meinen Lieblingsschauspielern. Bei Reilly kann man sich immer darauf verlassen, dass er hundert Prozent gibt. In „Cyrus“ bin ich aber sicher, dass er sich irgendwie selber spielt. In meiner Fantasie wäre es nur schwer vorstellbar, wenn er privat ganz anders ist als er sich in diesem Film zeigt. Bei Jonah Hill (Superbad, Knocked Up, Funny People) hat es mich sehr überrascht, wie viel Ernsthaftigkeit er glaubwürdig in seine Rolle bringen kann. John C. Reilly und Jonah Hill zuzuschauen, ist ein Genuss. Über Catherine Keener und Marisa Tomei brauche ich keine Worte zu verlieren, ich sehe sie beide wahnsinnig gerne. „Cyrus“ bewirbt sich für einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Never Let Me Go“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Carey Mulligan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer von Film:“Inception“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Christopher Nolans/Leos neuer Fantasy-Sci-Fi-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer v. Film: „Middle Men“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Comedy mit Luke Wilson, Giovanni Ribisi, James Caan, Peter Stormare
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Tillman Story“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Dinner for Schmucks“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Klamotte mit Paul Rudd, Steve Carell, Zach Galifianakis
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 50%

Trailer von Film: „Conviction“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Empfiehlt sich mit diesem Drama der talentierte Mr. Rockwell der Academy? Ist ja längst fällig. Film auch mit Hilary Swank, Melissa Leo, Minnie Driver und Juliette Lewis
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

New York City – Film: "Please Give"

Ich war am 02.05.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Please Give“ (dt. Kinostart: 08.07.10) 90 min comedy, drama
dir. Nicole Holofcener cast: Catherine Keener, Amanda Peet, Oliver Platt, Rebecca Hall, Sarah Steele, Ann Guilbert

Wohnraum ist in Manhattan bekanntlich rar und teuer. Das Ehepaar Kate und Alex (Catherine Keener und Oliver Platt) kauft schon mal die vermietete Wohnung nebenan. Nach dem Ableben ihrer betagten Nachbarin könnten sie einen Durchbruch machen und so ihre Wohnung vergrössern. Um sich der garstigen alten Dame und ihren beiden Enkeltöchtern Rebecca (Rebecca Hall) und Mary (Amanda Peet) zu nähern, werden sie kurzerhand zum Geburtstag eingeladen. Damit wird der eine oder andere Stein ins Rollen gebracht…

A- (Wertung von A bis F) „Please Give“ ist eine Tragikomödie über kleinere oder größere Krisen im Leben. Nicole Holofcener („Lovely & Amazing“, „Friends With Money“) präsentiert erneut einen charmanten Indie mit liebenswerten Charakteren und viel Witz. Die durch die Bank überzeugenden Schauspieler vermitteln einem das Gefühl, eine Reportage eben über das Leben von Kate, Alex, Rebecca, Mary, Abby und Andra zu sehen, aber auch ist es eine realistische Portraitierung New Yorks bzw. der New Yorker.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Sex and the City 2″
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: wenn ich mir den Film angucke, nur wg. Accessoires, Garderobe und evtl neuen Locations für N.Y.
Wie oft habe ich diesen Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „Get Him to the Greek“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: P. Diddy…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 40 % (schon unwahrscheinlicher geworden, dass ich mir den Film anschaue…)

Trailer von Film: „MacGruber“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action-Komödie mit Val Kilmer, Ryan Phillippe, Kristen Wiig
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer von Film: „Cyrus“
Bewertung des Trailers: A (mittlerweile einer meiner neuen Lieblingstrailer)
Kommentar: Komödie mit John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Los Angeles – Film: "Where the Wild Things Are"

Ich war am 25.10.09 (und am 26.10.09) in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Where the Wild Things Are“ (dt. Titel: „Wo die wilden Kerle wohnen“, dt. Kinostart: 17.12.09) 94 min fantasy, adaptation
dir. Spike Jonze cast: Max Records, Catherine Keener, Mark Ruffalo voices: Lauren Ambrose, Chris Cooper, James Gandolfini, Forest Whitaker, Paul Dano, Catherine O´Hara

Der neunjährige Max (Max Records) fühlt sich von seiner Mutter (Catherine Keener) vernachlässigt und allein gelassen, er hat eine unglaubliche Wut im Bauch und haut von Zuhause ab. Er segelt mit einem Boot über den Ozean und kommt auf einer Insel voller seltsamer Kreaturen an. Denen kann er einreden, dass er besondere Fähigkeiten hat und so machen sie ihn zu ihrem König. Die neuen Aufgaben und die Verantwortung überfordern Max aber auch bald…

A (Wertung von A bis F) Der Film „Where the Wild Things Are“ basiert auf dem gleichnamigen, amerikanischen Kinderbuch von Maurice Sendak. Ich habe es mir gerade wieder angeschaut. Das Buch wurde bereits im Jahr 1963 veröffentlicht, es ist voller Illustrationen und umfasst gerade mal zehn Sätze. Es ist eines der beliebtesten Kinderbücher Amerikas.

Bei der Verfilmung habe ich mich mit meiner Bewertung etwas schwer getan. In den meisten Fällen weiß ich bereits mitten im Film in welche Richtung meine Bewertung gehen wird, selten werde ich dann noch durch unfreiwillige Komik oder ein fragwürdiges Ende umgestimmt. Spätestens bei Erscheinen der End Titels steht in jedem Fall meine Bewertung fest. Hier war ich beim Rausgehen ratlos und musste erst einmal meine Gedanken ordnen, habe mich dann aber schnell dazu entschlossen, ihn mir am nächsten Tag nocheinmal anzuschauen. Jetzt habe ich „Where the Wild Things Are“ also zwei Mal, und beide Male im IMAX-Format, gesehen. Beim zweiten Mal habe ich ihn ganz anders geniessen können und habe sehr viel mehr in dem Film gesehen und dann stand auch meine „A“-Bewertung fest.

Es ist sicher kein perfekter Film, eher die skurrile Form davon, aber er ist einzigartig und rührend und hat einen tollen Soundtrack. Außerdem ist es ein Film, der dem Zuschauer Raum für Interpretation gibt. Es ist ein Film über die Kindheit und im Besonderen über die Fantasiewelt eines neunjährigen Jungen. Natürlich hatte ich Bedenken, wie die haarigen „Monster“ wirken und wie sie sich in den Film einfügen, aber meine Skepsis war unbegründet. Diese zotteligen Kreaturen mit ihren warmen, traurigen Augen muss man einfach liebhaben. Kreiert wurden die WILD THINGS von den MUPPETS-Erfindern, von Jim Hensons Creature Shops. Durchweg gute Schaupieler haben ihnen dann durch ihre Stimme und Sprache eine unverwechselbare Persönlichkeit verpasst. Aber auch Max Records hat sich mit seiner Natürlichkeit wohl gleich einmal an die Spitze der besten Kinderschauspieler gespielt. Max Records, aber auch Catherine Keener („Being John Malkovich“, „The 40-Year-Old Virgin“, „Capote“), die in meinen Augen sowieso eine der besten Schauspielerinnen ist, haben sich hier eine Oscar-Nominierung verdient.

Der Film zeugt von unglaublicher Vorstellungskraft und Kreativität. Inszeniert wurde er von Spike Jonze, der bereits mit seinem Spielfilm „Being John Malkovich“ mein Cineasten-Herz erobert hat. Er präsentiert einen aussergewöhnlichen Film, den man mögen muss, kann oder vielleicht sogar sollte…aber irgendwie kann ich auch jeden verstehen, der mit „Where the Wild Things Are“ so gar nichts anfangen kann…

Trailer zu sehen:

„hervorragend“