San Francisco – Film: „Frozen II“

Ich war am 28.11.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Frozen II“ (dt. Filmtitel: „Die Eiskönigin 2“, dt. Kinostart: 20.11.19)  104 min  animation, sequel 

dir. Chris Buck, Jennifer Lee  voices: Idina Menzel, Kristen Bell, Jonathan Groff, Josh Gad, Sterling K. Brown, Evan Rachel Wood, Alfred Molina, Martha Plimpton, Jason Ritter, Jeremy Sisto, Rachel Matthews, Ciarán Hinds 

 

Königin Elsa von Arendelle (Idina Menzel) hört immer wieder eine mysteriöse Stimme, die außer ihr niemand wahrnimmt. Eines Tages folgt sie, zusammen mit ihrer Schwester Anna (Kristen Bell), Kristoff (Jonathan Groff), Rentier Sven und natürlich Olaf (Josh Gad) dem Ruf. Es führt das Gespann in die verwunschenen Wälder und in die Vergangenheit… 

 

B (Wertung von A bis F) „Frozen II“ ist die Fortsetzung des erfolgreichen Films Frozen aus dem Jahr 2013. Regie führen, wie bereits bei dem Originalfilm, die beiden amerikanischen Filmemacher Chris Buck und Jennifer Lee.

Die Fortsetzung ist etwas düsterer als der Originalfilm, wobei ich die Story (und dankenswerterweise auch die Songs) nach Verlassen des Kinos schon wieder vergessen habe. Für die Dauer des Kinobesuchs mochte ich aber das Abenteuer, auch wenn einige Längen zwischendurch spürbar waren. Nicht übrigens für die vielen kleinen Mädchen in ihren glitzernden Prinzessinnen-Kostümen, von denen ich in einer, bis auf den letzten Platz ausverkauften Vorstellung, umgeben war. Die Kinder waren augenscheinlich von allem, was auf der Leinwand geschah, begeistert. Meine Begeisterung galt Olafs Zusammenfassung der gesamten Geschichte, Sven und allen anderen Rentieren und vor allen Dingen der hervorragenden Animation.

„Frozen II“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Animationsfilm, Bester Originalsong („Into the Unknown“)

„Frozen II“ wurde am 22.11.19 in 4,440 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland läuft der Film unter dem Titel „Die Eiskönigin 2“ bereits seit dem 20.11.19 im Kino.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „Cats„

Bewertung des Trailers: D-

Kommentar:  Unglaublich, der Trailer ist wirklich so schlecht, wie alle sagen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Spies in Disguise„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Playmobil: The Movie„

Bewertung des Trailers: C-

Kommentar: Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Sonic the Hedgehog„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Live-action Film mit Jim Carrey, sieht ganz lustig aus

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Scoob!„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Animationsfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Star Wars: The Rise of Skywalker„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: neunter Part der Saga – gähn

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Soul„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: neuer Pixar-Film – Wow

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Onward„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Tja, irgendwie kann ich damit gar nichts anfangen, aber es ist ein neuer Pixar und die wissen eigentlich was sie tun. Update: Ich mag die Figuren nicht

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 

NYC – Film: "A Case of You"

Ich war am 28.5.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„A Case of You“ 91 min comedy
dir. Kat Coiro cast: Evan Rachel Wood, Justin Long, Sam Rockwell, Peter Dinklage, Busy Philips, Brendan Fraser, Sienna Miller, Vince Vaughn, Keir O´Donnell

Sam (Justin Long) ist in Birdie (Evan Rachel Wood) verknallt. Birdie arbeitet in einem kleinen Café in Brooklyn. Als er endlich den Mut aufbringt und seine Traumfrau das erste Mal anspricht, sich langsam ein erstes Gespräch ergibt, erfährt er schon bei seinem nächsten Besuch im Café, dass Birdie entlassen wurde. Von Birdies ehemaligen Kollegen (Peter Dinklage) erhält er den Tipp, es mal über ihre Facebook-Seite zu probieren. Sam spioniert also Birdies Interessen aus, lernt kochen, Judo und Gitarre spielen und als sie sich das nächste Mal im wahren Leben treffen, gibt Sam vor, dieselben Interessen wie Birdie zu haben…

C- (Wertung von A bis F) „A Case of You“ erzählt eine von diesen Liebesgeschichten, die ich so nicht abnehmen kann. Sie (gespielt von Evan Rachel Wood) ist toll und man erfährt, durch ihren Ex-Freund (Brendan Fraser), auf welchen Typ Mann sie wohl steht und dann kommt Sam (gespielt von Justin Long) ins Spiel. Er ist der nette Typ von nebenan und das komplette Gegenteil von ihr. Dazu kommt noch, dass er durch das Stalking und das Ihr-unbedingt-gefallen-zu-wollen, noch gruseliger und weicheiiger daherkommt, als er eh schon erscheint. Nee, das funktioniert nicht. Davon abgesehen ist auch keinerlei Chemie zwischen den Schauspielern Evan Rachel Wood und Justin Long, zumindest auf der Leinwand. Justin Long ist einfach eine Fehlbesetzung. Ich habe dabei nicht einmal angefangen, wie blöd eigentlich diese erzählte Story ist.

„A Case of You“ ist einer dieser Filme, bei denen so viele Nebendarsteller (besonders gut gefallen haben mir: Vince Vaughn, der entzückende Opi aus der Tanzschule, göttlich: Sam Rockwell als Gitarrenlehrer und brüllend komisch: Peter Dinklage) dafür sorgen, dass der Film nicht ein komplette Desaster ist. Jeder einzelne Nebendarsteller ist interessanter und witziger als der schnarchnasige Hauptdarsteller. „A Case of You“ ist eine RomCom, die man sich ersparen sollte. Wenn man sie dann aus Versehen doch guckt, dann könnte einem Sam Rockwell, der drollige Opi oder eben ein fantastisch aufgelegter Peter Dinklage über die vertane Zeit hinwegtrösten.

„A Case of You“ wurde erstmalig auf dem Tribeca Film Festival 2013 aufgeführt. Ich habe ihn auf diesem Festival gesehen. Mit Ausnahme von dem hinreissenden Opi (der immer mit Birdie tanzen wollte) und dem älteren Tanzpaar (die in einer der Schlussszene kurz alleine auf der Tanzfläche sind) war keiner der Filmcrew anwesend. Es wurde auch nur sehr verhalten geklatscht. Bislang hat der Film noch keinen amerikanischen Verleih.

Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

San Francisco – Film: "The Ides of March"

Ich war am 19.10.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„The Ides of March“ (dt. Titel: „The Ides of March – Tage des Verrats“, dt. Kinostart: 22.12.11) 98 min drama
dir. George Clooney cast: Ryan Gosling, George Clooney, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, Jeffrey Wright, Max Minghella, Jennifer Ehle

Die Benennung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten steht kurz bevor. Die Entscheidung wird zwischen dem liberalen Gouverneur von Pennsylvania Mike Morris (George Clooney) und dem konservativen Senator von Arkansas Ted Pullman (Michael Mantell) fallen. Derjenige, der die Abstimmungen in Ohio gewinnt und die Unterstützung des einflussreichen Senators Thompson (Jeffrey Wright) erfährt, ist so gut wie Präsident der Vereinigten Staaten. Die republikanische Partei ist bei dieser Präsidentschaftswahl einfach zu schlagen. Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist Medienberater und arbeitet direkt unter Wahlkampfleiter Paul Zara (Philip Seymour Hoffman) für Mike Morris. Eines Tages bekommt er einen Anruf vom gegnerischen Wahlkampfleiter Tom Duffy (Paul Giamatti). Tom Duffy bittet Stephen um ein Treffen…

B (Wertung von A bis F ) „The Ides of March“ wurde von Beau Willimons Bühnenstück „Farragut North“ adaptiert, welches von Howard Deans Präsidentschaftskampagne im Jahr 2004 inspiriert wurde. Die Verfilmung weist aber mehr Ähnlichkeiten zu der Kampagne (und dem Skandal) des damaligen demokratischen Kandidaten John Edwards auf. George Clooneys charmanter Mike Morris gleicht aber auch in seiner Präsenz und Rhetorik Barack Obama. Alleine das Shepard Fairey-Wahlkampfplakat von Kandidat Morris ist dem von Obama im Wahlkampf 2008 nachempfunden.

„The Ides of March“ ist ein sehenswerter und spannender Politthriller, aber für mich keinesfalls ein Oscar-Film. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen an den Film an sich. Ich möchte mich aber nicht beschweren, ich habe immer großes Vergnügen, den Dialogen von herausragenden Charakterdarstellern zu folgen. George Clooney hat für sein Projekt Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Marisa Tomei, Jeffrey Wright, Evan Rachel Wood und Jennifer Ehle gewinnen können. Mit Abstand gibt P.S. Hoffman hier die beste Performance des Ensembles. Sobald er auftaucht beherrscht er die Leinwand. Für mich ist das eine klare Oscar-Nominierung. Marisa Tomei sehe ich immer gerne, leider hat sie hier nur eine kleine Rolle. Evan Rachel Wood hat mich auch wieder einmal überzeugen können und sogar Paul Giamatti fand ich brillant. George Clooney hat das nötige, wie man sagt, präsidiale Charisma, das ein Kandidat braucht, um Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Auch wenn seine Rolle in „The Ides of March“ nur eine Nebenrolle ist, ich nehme ihm in jeder Sekunde den möglichen Präsidentschaftskandidaten ab. Die Hauptrolle spielt hier aber Ryan Gosling. Ryan Goslings Charakter fand ich fragwürdig. Von der charakterlichen Entwicklung der Filmfigur Stephen Meyers habe ich mich irgendwie überrumpelt gefühlt. Erst ist er idealistisch, definitv smart und glaubt an seinen Kandidaten und dann dieser Fehler, der an sich schon Fragen aufwirft. Schließlich dieser abrupte Wandel. Fand ich schwierig und irgendwie unglücklich. Ryan Gosling („The Notebook“, „Half Nelson“, Blue Valentine, Drive) hat mir überwiegend verdammt gut in seiner Rolle gefallen, manchmal hat er sogar George Clooneys Charakter etwas Charisma genommen. Meines Erachtens konnte Ryan Gosling jedoch diese hohe schauspielerische Qualität nicht durchgängig halten.

Die Chancen bei den Oscars als bester Film schätze ich derzeit (Oktober 2011) eher gering ein. Es gibt derzeit immer noch Filme, die noch nicht komplett fertiggestellt sind, bzw. noch nicht der Presse vorgeführt wurden. Wenn diese Filme ihrem Favoriten-Status nicht gerecht werden, könnte „The Ides of March“ wieder mit ins Spiel kommen, zumal auch bis zu zehn Filme nominiert werden. Nominierungen für die Schauspieler sind wahrscheinlich. Ganz weit vorne sehe ich dabei Philip Seymour Hoffman als bester Nebendarsteller. Möglich aber auch Paul Giamatti als bester Nebendarsteller. Eine Nominierung für Ryan Gosling als bester Hauptdarsteller ist nicht abwegig.

„The Ides of March“ ist Clooneys vierte Regiearbeit. Für mich ist „Good Night, and Good Luck“ nach wie vor seine beste Arbeit hinter der Kamera.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Anonymous“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: In den U.S.A. wird, damit man sich nicht langweilt, wenn man viel zu früh im Kino erscheint, immer First Look von aktuellen Film- und Fernsehproduktionen gezeigt. In den letzten Monaten war „Anonymous“ dort oft vertreten. Den eigentlichen Trailer zu dem Film habe ich aber tatsächlich das letzte Mal im April im Kino gesehen. Ich bin immer noch skeptisch, dass Roland Emmerich einen Film zustande gebracht hat, der auch mir gefällt. Was man so hört, soll der Film aber ordentlich sein, insbesondere in technischen Kriterien und Ausstattung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70 %

Trailer v. Film: „Contraband“
Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Actioner mit Mark Wahlberg und Kate Beckinsale
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Descendants“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film mit George Clooney. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Girl with the Dragon Tattoo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David Finchers Remake der gleichnamigen Stieg Larsson-Verfilmung mit Daniel Craig, Rooney Mara, Robin Wright. An Rooney Mara habe ich mich mittlerweile gewöhnt und ich bin gespannt auf diese Performance. Trailer ist mir zu lang. Oscar-Film oder Oscar-Potential, wird sich zeigen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „J. Edgar“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Clint Eastwoods Biopic über den ersten FBI Direktor J. Edgar Hoover. Mit Leonardo DiCaprio, Armie Hammer, Jeffrey Donovan, Judi Dench, Naomi Watts. Wow, danke für diesen neuen Trailer!
Jetzt habe ich einen besseren Eindruck von dem Film und ein fast schon wieder gutes Gefühl für Leos Performance. Armie Hammer gefällt mir im Trailer. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Tinker, Tailor, Soldier, Spy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Spionagethriller nach dem Roman von John le Carré. Film mit Gary Oldman, Colin Firth, Tom Hardy, John Hurt, Toby Jones, Mark Strong. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

HBO-Films: "Mildred Pierce"

Folgenden HBO-Mehrteiler habe ich mir auf DVD angeschaut:

„Mildred Pierce“ 5 x approx. 60 min drama, adaptation
dir. Todd Haynes cast: Kate Winslet, Guy Pearce, Evan Rachel Wood, Morgan Turner, Brian F. O´Byrne, James LeGros, Melissa Leo, Hope Davis

Glendale, Kalifornien im Jahr 1931. Mildred Pierce (Kate Winslet) ist mit Bert (Brian F. O´Byrne) verheiratet und hat zwei Töchter. Sie ist unzufrieden mit ihrer Ehe und ihrer Rolle als Hausfrau. Schließlich trennen sich die Eheleute. Da Mildred keine Schulausbildung vorweisen kann, bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten, Arbeit zu finden. Um über die Runden zu kommen, nimmt sie schließlich einen Job als Kellnerin an. Lange dauert es jedoch nicht und sie eröffnet ihr erstes eigenes Restaurant. Sie beginnt eine Affäre mit dem Lebemann Monty Beragon (Guy Pearce), aber hat zunehmend Probleme mit ihrer hinterhältigen Tochter Veda (Morgan Turner/ Evan Rachel Wood)…

B- (Wertung von A bis F) Der HBO-Mehrteiler „Mildred Pierce“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von James M. Cain. „Mildred Pierce“ (dt. Titel: „Solange ein Herz schlägt) wurde bereits im Jahre 1945 mit Joan Crawford verfilmt, die dafür ein Jahr später einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin erhalten hat.

Die erste Verfilmung habe ich nicht gesehen, ehrlich gesagt, kann ich mir Joan Crawford in dieser Rolle auch überhaupt nicht vorstellen. Die Figur Mildred Pierce würde ich u.a. als bodenständig, warmherzig und natürlich beschreiben, all das würde ich nicht mit Joan Crawford assoziieren. Kate Winslet passt perfekt in die Zeit und ist grandios als Mildred Pierce. Ein Emmy und auch ein Golden Globe dieses bzw. nächstes Jahr dürfte ihr hierfür sicher sein. Auch stimmt die Chemie zwischen Kate Winslet und Guy Pearce.

Der HBO-Mehrteiler „Mildred Pierce“ fällt neben den beinahe ausschließlich großartigen Performances vor allen Dingen durch die authentische Ausstattung, die Kostüme und das Filmset auf. Es ist mehr die Erzählung an der ich etwas rumzumäkeln habe. Zum einen fand ich den Zeitablauf das eine oder andere Mal nicht nachvollziehbar und viele kleinere Geschichten fand ich schlichtweg auch überflüssig. Im Prinzip fand ich das gesamte Projekt etwas zäh. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass Todd Haynes („Velvet Goldmine“, „Far from Heaven“, I´m Not There) seinen 5 1/2 stündigen Film auf normale Spielfilmlänge gekürzt hätte. Ich bin mir sogar sicher, dass er dann von mir eine „A“-Bewertung bekommen hätte.

Trailer zu sehen:

TV – Serie: "True Blood, Staffel 2"

Die zweite Staffel folgender Serie habe ich mir angeschaut:

„True Blood, Staffel 2“ (die erste Staffel von „True Blood“ ist in Deutschland auf DVD erhältlich) 12 x approx. 55 min drama, horror, fantasy, adaptation
dir. Daniel Minahan, Michael Lehmann, Scott Winant, John Dahl, Michael Ruscio, Adam Davidson, Michael Cuesta cast: Anna Paquin, Stephen Moyer, Sam Trammell, Ryan Kwanten, Rutina Wesley, Chris Bauer, Nelsan Ellis, Michelle Forbes, Mehcad Brooks, Todd Lowe, Michael McMillan, Anna Camp, Carrie Preston, Jim Parrack, Mariana Klaveno, Allan Hyde, William Sanderson, Alexander Skarsgard, Deborah Ann Woll and Evan Rachel Wood

Der gefährliche Serienmörder wurde kürzlich gefasst. Dann wird jedoch die Leiche einer Frau gefunden. Ihr wurde das Herz herausgerissen. Wer hat diese Frau getötet? Eines Tages wird Sookie (Anna Paquin) nachts von einer Kreatur angefallen und lebensbedrohlich verletzt. Sookies Bruder Jason (Ryan Kwanten) versucht derweil nach seinen jüngsten Erlebnissen abstinent zu leben und tritt der christlichen Gemeinde THE FELLOWSHIP OF THE SUN bei. Geleitet wird die Kirche von Pfarrer Steve Newlin (Michael McMillian) und seiner Frau Sarah (Anna Camp). Sie bekennen sich dazu, Vampire zu verabscheuen und versuchen ihren Hass zu verbreiten. Vampir Eric (Alexander Skarsgard) vermutet, dass sein Schöpfer Godric (Allan Hyde) von den FELLOWSHIPS entführt wurde. Er benutzt Sookie mit ihren telepathischen Fähigkeiten sich in die Gemeinde einzuschleichen. In Bon Temps geniesst Tara (Rutina Wesley) noch die Gastfreundschaft von Maryann (Michelle Forbes), aber irgendetwas stimmt mit dieser Frau nicht…

B- (Wertung von A bis F) Die zweite Staffel der HBO-Serie „True Blood“ basiert vage auf dem zweiten Roman der THE SOUTHERN VAMPIRE MYSTERIES „Living Dead in Dallas“.

Was habe ich lange warten müssen, diese wunderschön dekorative Box der zweiten Staffel von „True Blood“ in meinen Händen halten zu können. Was habe ich der Fortsetzung der genialen ersten Staffel entgegengefiebert. Naja. Für mich hat sich früh abgezeichnet, und spätestens mit der sechsten Folge stand für mich fest, dass die zweite Staffel lange nicht so gut ist wie die erste. Ein Hauptgrund für mich dafür ist, dass die zweite Staffel inhaltlich zu überladen ist. Es gibt zwei große Erzählstränge (Ich nenne sie mal „Maryann“ und „Fellowship“). Beide für sich genommen sind gut und wären etwas ausgeschmückt für eine Staffel ausreichend gewesen. Die Produzenten waren jedoch anscheinend der Überzeugung, dass man dem Zuschauer „viel“ bieten muss. Ich bin, wie in so vielen Bereichen, grundsätzlich ein Verfechter von WENIGER IST MEHR.

Vampir Bill (Stephen Moyer) gilt gemeinhin als Sexsymbol. Wie ich schon in meinem Beitrag zur ersten Staffel angedeutet habe, habe ich ein Problem mit der Besetzung von Vampir Bill. Stephen Moyer wirkt schmalbrüstig, unbeschreiblich klein (wenn er neben Vampir Eric steht, trennt die beiden mindestens ein halber Meter!), ich denke aber, dass es ihm auch nicht geholfen hätte, ihn auf eine riesige Kiste zu stellen, weil er mit seinen komisch gefärbten Haaren einfach ulkig aussieht. So kann ich ihn keinesfalls in dieser Rolle ernst nehmen. In der zweiten Staffel kommt für mich auch noch eine weitere Fehlbesetzung dazu, Godric (Allan Hyde). Er soll hier den Sheriff-Vampir von Dallas verkörpern…??? Sicher, wäre er in einer Teenie-Vampir-Serie wie „Vampire Diaries“ oder der Teenie-Vampir-Reihe von „Twilight“ wunderbar aufgehoben, aber bei „True Blood“? Die einzige Ausstrahlung, die er hat, ist die eines milchgesichtigen Bubis. Auch von ihm geht keinerlei Bedrohung aus und man nimmt ihm auch nicht ab, von Wichtigkeit zu sein. Nun, das sind weitestgehend meine Kritikpunkte an TRUE BLOOD 2.

Ansonsten ist – wie gewohnt – viel Gewalt, nackte Haut, Sex und – klar – Blut im Spiel. Eine Spannung zieht sich durch die komplette Staffel. Ich habe alte Lieblingscharaktere wie Sookie (Anna Paquin) und Lafayette (Nelsan Ellis) und neue wie Maryann (Michelle Forbes), Jessica (Deborah Ann Woll) und die Vampir-Queen von Louisianna (Evan Rachel Wood). Alle drei neuen Figuren empfinde ich als gewinnbringend und glaubwürdig. Als unverzichtbar sehe ich mittlerweile Sheriff-Vampir Eric (Alexander Skarsgard). Er strahlt die nötige Autorität aus, wirkt bedrohlich und ist so unglaublich sexy.

Lieblingsfolgen? Folge 8 endet ziemlich spektakulär. Die 10. beginnt dafür richtig gut und ist überhaupt für mich die beste Folge. Das Staffelende empfand ich hingegen teils etwas albern und nicht wirklich als gelungen.

Als Bonusmaterial sind auf den DVDs (amerikanische DVDs) sieben verschiedene Folgen mit Audiokommentaren (mit Allan Ball, Anna Paquin, Stephen Moyer, Michelle Forbes, Alexander Skarsgard, Rutina Wesley, Ryan Kwanten, Sam Trammell und andere) verfügbar. Ausserdem sind besonders sehenswert: THE FELLOWSHIP OF THE SUN Vier Beitrage von Pfarrer Steve Newlin und seiner Frau Sarah über z.B. die Wichtigkeit der Ehe. (kaum zu ertragen, aber wenn man schon mal in einen amerikanischen Fernseh-Gottesdienst reingeschaltet hat, beängstigend realistisch (wenn man mal den Hass auf Vampire ausschliesst) Ich hatte es oben nicht extra erwähnt, muss aber zugeben, dass der Pfarrer und seine Frau unglaublich gelungen gecastet wurden. THE VAMPIRE REPORT: SPECIAL EDITION ist das andere äusserst sehenswerte Zusatzmaterial auf der DVD. Hier werden „Nachrichten“, „Werbeclips“ (z.B.: „Vampires are also Americans“, „To V or not to V“, „Tru Blood“), „Sportmeldungen“ und eine „Kochsendung“ aus der Vampir-Welt gezeigt.

Ab dem 13.06.2010 erfolgt die Erstausstrahlung der dritten Staffel von „True Blood“ auf HBO. Wie gesagt, ich bin von der zweiten Staffel nicht so angetan, werde aber – da es immer noch eine der besten Serien ist – TRUE BLOOD erst einmal treu bleiben und mit etwas weniger Enthusiasmus an die dritte Staffel gehen. Die DVD-Boxen sehen in jedem Fall im Regal cool aus.

Trailer zu sehen:

NYC – "The Wrestler"

Ich war am 24.12.08 in NYC und habe mir im Kino angeschaut:

„The Wrestler“ (dt. Kinostart: 26.02.09) 105 min drama
dir. Darren Aronofsky cast: Mickey Rourke, Marisa Tomei, Evan Rachel Wood, Judah Friedlaender

Randy „The Ram“ Robinson (Mickey Rourke) war in den 80er Jahren ein professioneller Wrestler und ein gefeierter Star. Heute, zwanzig Jahre später, haben die unerbittlichen Kämpfe ihre Spuren hinterlassen, sein Gesicht ist vernarbt und gequollen, er trägt ein Hörgerät, ist von Schmerzmitteln abhängig und hat einen Job in einem Supermarkt. Hin und wieder verdient er sich Geld, mit zwar abgesprochenen, aber dennoch gefährlichen Showkämpfen, dazu. Nach einem besonders brutalen Wrestling-Kampf erleidet Randy einen Herzinfarkt, woraufhin ihm aus ärztlicher Sicht dringend geraten wird, den Sport aufzugeben. Um seiner Einsamkeit zu entfliehen, versucht er eine Beziehung zu der Stripperin Cassidy (Marisa Tomei) aufzubauen und nach vielen Jahren wieder Kontakt zu seiner mittlerweile erwachsenen Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) aufzunehmen…

A- (Wertung von A bis F) Auch wenn es aus heutiger Sicht etwas merkwürdig erscheint, oute ich mich heute als grosser Fan von Mickey Rourke, naja zumindest war ich es in den Achtzigern („Diner“, „Rumble Fish“, „Year of the Dragon“, „Angel Heart“). Er vereinte damals, wie kein anderer, Attraktivität, Männlichkeit mit dem Image des Enfant terrible. Was vom einstigen Sexsymbol übrig blieb, hat mich den ganzen Film über beschäftigt und irgendwie traurig gestimmt. In „The Wrestler“ sieht man Randy, einen sensiblen Mann, der einmal sehr berühmt war, viele Fehler in seinem Leben begangen hat und jetzt alt, verarmt, krank, einsam, traurig und dabei unglaublich liebenswert ist. Es gibt natürlich zahlreiche Parallelen zwischen dem Lebenslauf der Filmfigur und dem des Schauspielers. Mickey Rourke ist Randy. Das ist wohl das grösste Lob, das man einem Schauspieler geben kann. Bis vor kurzem hätte ich noch gesagt, John in „9 1/2 Weeks“ war die Rolle seines Lebens, jetzt weiss ich, es ist Randy in „The Wrestler“. Es gilt als sicher, dass Mickey Rourke eine Oscarnominierung erhält, für mich gilt er sogar als Top Favorit. Unglaublich, aber wahr, vom Studio (Fox Searchlight) war Nicolas Cage für die Rolle geplant, der trat aber zurück (was wohl eines seiner klügsten Karriereentscheidungen seit vielen, vielen Jahren war), weil er wusste, wie sehr der Regisseur, Darren Aronofsky („Requiem For A Dream“), Mickey Rourke favorisierte. Man muss sich mal tatsächlich Nicolas Cage in der Rolle vorstellen, der Film wäre ein einziges Desaster geworden…Schauspielerisch möchte ich noch dringend die wunderbare Marisa Tomei („In the Bedroom“, „Alfie“, Before the Devil Knows You´re Dead) hervorheben. Sie ist, wieder einmal, brillant und echt und hat ebenso eine Oscarnominierung verdient.

Der Film „The Wrestler“ ist – auch ohne ein entsprechendes Ende – uramerikanisch. Randy repräsentiert glaubhaft den Amerikaner aus einer bestimmten Gesellschaftschicht, der für die Show und für den Moment lebt, ohne sich dabei Gedanken um die Zukunft zu machen. Auch sonst ist die Mentalität der Amerikaner authentisch gezeigt. „The Wrestler“ wird trotz der ganzen Tragik mit viel Ironie erzählt. Für meinen Geschmack hätten die Wrestling-Kämpfe nur nicht in der brutalen Konsequenz gezeigt werden müssen. Wichtig war hierbei nur, dass die Kämpfe im Vorfeld abgesprochen sind. Dennoch würde ich den Film dringend weiterempfehlen. Am 11.01.09 hat Mickey Rourke einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller erhalten.

Trailer zu sehen:

Detroit – The Life Before Her Eyes

Ich war am 26.05.08 in Detroit und habe mir auf Pay-TV diesen, in den U.S.A. aktuellen Kinofilm angeschaut:

„The Life Before Her Eyes“ 90 min drama, adaptation
dir. Vadim Perelman cast: Uma Thurman, Evan Rachel Wood, Eva Amurri, Gabrielle Brennan, Brett Cullen

Bei einem verheerenden Schulmassaker wurde Diana (Evan Rachel Wood) und ihre beste Freundin Maureen (Eva Amurri) von dem Amokläufer vor eine folgenschwere Wahl gestellt. Zum 15. Jahrestag der Tragödie erinnert sich die inzwischen verheiratete Diana (Uma Thurman) an ihre Teenagerzeit, ihre innige Freundschaft zu Maureen und lässt die Ereignisse dieses Tages noch einmal Revue passieren…

C+ (Wertung von A bis F) Der Film hat eine schöne Bildsprache (dafür verantwortlich: Pawel Edelman und Richard Henkels) und arbeitet viel mit Rückblenden. Die Erzählung ist etwas zäh, nur langsam nähert man sich der „Auflösung“. Uma Thurman fand ich, eigentlich wie meistens, recht farblos. Evan Rachel Wood hingegen beweist – wie zuvor u.a. schon in „Across the Universe“ und „Thirteen“ – dass sie grosses Potential hat. Eva Amurri kann definitiv nicht leugnen, dass sie die Tochter von Susan Sarandon ist (die beiden waren vor einigen Jahren schon in „The Banger Sisters“ vor der Kamera zu sehen). Sowohl optisch als scheinbar auch von ihrem schauspielerischem Talent ganz Mrs. Sarandon.

Trailer zu sehen:

„passabel“