Oscar-Gewinner 2016, meine Wette


Heute ist der 27.02.16, ein Tag vor der Oscar-Verleihung. Wie in meinem alten Blog üblich, meine letzten Worte und meine Wette.

Eine wirklich chaotische Oscar-Saison geht zu Ende.

OscarsSoWhite

AMPAS hat auf die Oscars-So-White-Vorwürfe mit übertriebenen Aktionismus reagiert. Für das nächste Jahr (2017) hat die Academy Regeln aufgestellt, nach denen vielen älteren Academy-Mitglieder das Wahlrecht entzogen wird. Nach den neuen Regeln haben Academy-Mitglieder weiterhin ein lebenslanges Wahlrecht, wenn sie entweder bereits einen Oscar gewonnen haben oder für einen nominiert wurden oder sie in den letzten 10 Jahren oder in 3 Dekaden „aktiv“ im Filmbusiness gearbeitet haben. Wobei bislang noch nicht konkret beschrieben wurde, was „aktiv“ genau bedeutet. Schätzungsweise werden die Regeln noch abgeändert, die Empörung auf Seiten der Academy-Mitglieder ist jedenfalls bereits groß. So groß, dass einige wahlberechtigte Academy-Mitglieder bereits dieses Jahr gar nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollten.

Ich finde es auch eine Frechheit, den derzeitigen Academy-Mitgliedern zu unterstellen, rassistisch zu sein. Es ist stets eine knappe Entscheidung, welche Filme für den Oscar nominiert werden. Vielleicht haben ihnen die wenigen, in Frage kommenden Filme mit einer afro-amerikanischen Thematik („Straight Outta Compton“, Chi-Raq, Beasts of No Nation oder Creed) einfach nicht so gut gefallen wie die Filme, für die sie gestimmt haben. Vielleicht fanden die Schauspieler, die innerhalb der Academy für eine Oscar-Nominierung der Schauspieler abstimmen, andere Performances besser als die von Will Smith, Michael B. Jordan, Idris Elba oder Samuel L. Jackson. (Warum sie für Sylvester Stallone gestimmt habe, bleibt für mich jedoch ein zu beantwortendes Rätsel) Sind die Academy-Mitglieder alle deswegen rassistisch, weil am Ende Will Smith, Michael B. Jordan, Idris Elba oder Samuel L. Jackson keine Oscar-Nominierung erhalten haben? Für mich ist das Ganze eine Farce und ich finde es auch eine Respektlosigkeit gegenüber den Nominierten.

AMPAS hat aber auch eine sinnvolle Änderung für die diesjährige Oscar-Verleihung vorgenommen. Dieses Jahr wurden alle Oscar-Nominierten gebeten, eine Liste mit allen Personen, denen sie danken möchten, einzureichen. Wenn der Oscar-Gewinner dann aufgerufen wird und auf der Bühne steht, werden alle gelisteten Namen als Laufband eingeblendet und der Oscar-Preisträger kann in seiner Dankesrede etwas sagen, was ihm am Herzen liegt. Diese Änderung war eigentlich schon längst fällig.

AMPAS hat für die diesjährige Oscar-Verleihung auch auffällig viele nicht-weiße Präsentatoren geladen. Wer wird dieses Jahr die Königskategorie Bester Film verkünden? Seit 25 Jahren hat keine Frau mehr alleine den Best Picture Winner verkündet. Ich rechne damit, dass entweder eine Frau oder ein nicht-weißer Schauspieler (Oscar-Gewinner Morgan Freeman zum Beispiel) zum Schluss auf der Bühne steht. Wie wäre es, wenn mit eine Frau, vielleicht sogar eine afro-amerikanische Frau wie Oscar-Gewinnerin und ehemalige Oscar-Gastgeberin Whoopi Goldberg den wichtigsten Preis des Abends aushändigt? Damit könnte man ein Zeichen setzen.

Welcher Film gewinnt den Oscar als Best Picture? In meiner Analyse zu den diesjährigen Oscar-Kandidaten habe ich bereits geschrieben, dieses Jahr ist alles anders. Die Statistiken sind für die Katz. Diese Kategorie kann man weitestgehend nur raten. Es könnte „Spotlight“, „The Revenant“, „The Big Short“, ja sogar „Mad Max: Fury Road“ oder „Room“ gewinnen. Richtig wundern würde es mich bei keinem dieser Filme. Ich wünschte „Spotlight“ würde gewinnen. Ich habe mir letztens „Mad Max: Fury Road“ ein zweites Mal angeschaut und würde vor Freude in die Luft springen, wenn dieses visuelle Meisterwerk den Oscar als Bester Film gewinnt.

Ich komme aber immer mehr zu den Entschluss, dass „The Revenant“ die größten Chancen hat. In dem Moment, in dem ich das schreibe, fallen mir jedoch wieder die ganzen Faktoren ein, die gegen „The Revenant“ sprechen. Wenn „The Revenant“ dieses Jahr den Oscar als bester Film gewinnt, dann würde ein Film gewinnen, der – von allen nominierten Filmen – die meisten schlechten Kritiken kassiert hat. Es ist ein Film, den man liebt oder hasst. Man respektiert den Film für seine einzigartige Machart, aber diesen Film kann man nicht einfach nur mögen.

Wie wird der Gewinner-Film ermittelt?
Wenn die 6261 wählenden Academy Mitglieder ihren Wahlzettel ausfüllen, müssen sie eine Bestenliste aller 8 nominierten Filme erstellen. (Übrigens haben das viele Academy-Mitglieder noch nicht verstanden und wählen nur ihren Lieblingsfilm. Wenn sie dann auf den „falschen“ Film setzen, dieses Jahr beispielsweise „Bridge of Spies“ und keinen einzigen Film weiter gelistet haben, ist ihre Stimme nichtig – Erklärung s. Steve Pond von The Wrap). Platz 1 geht an ihren Lieblingsfilm, dann der Reihe nach, wie sie die Filme mögen. Der Film, der mehr als 50% aller Stimmen erhält, ist automatisch der Gewinner-Film. Wenn in der ersten Wahlrunde kein Film mehr als 50% der Stimmen erhalten hat, wird neu gezählt. Es werden die Stimmen des Films, der auf dem letzten Platz gelandet und ausgeschieden ist, genommen und geguckt, was diejenigen auf Platz 2 und 3, etc. gewählt haben. Diese Stimmen werden dann auf Platz 2 und 3, etc. verteilt, das wird so oft wiederholt bis ein Film mehr als 50% der Stimmen erreicht hat. „The Revenant“ wird wahrscheinlich viele Nr. 1 Stimmen erhalten, aber mehr als 50%, die für die erste Wahlrunde für einen Oscar-Film benötigt werden? In meinen Augen ist „The Revenant“ kein Nr. 2 oder Nr. 3 Film – das wären „Spotlight“ oder „The Big Short“ oder vielleicht auch „Mad Max: Fury Road“ oder „Room“. Die Produzenten (mit ungefähr 7000 Wahlberechtigten) haben für ihren Producer Guild Award (PGA) dasselbe Wahlsystem und auch die BFCA, eine Gruppe der amerikanischen Filmkritiker (mit ungefähr 300 Wahlberechtigten) um den Gewinner des Critic Choice Awards zu ermitteln – den PGA hat dieses Jahr „The Big Short“, den Critic Choice Award hat „Spotlight“ gewonnen.

 
Das Preferential Ballot System wurde vor einigen Jahren von Steve Pond von The Wrap ganz gut erklärt:

Ich habe mir dieses Video dieses Jahr noch mal angeschaut und ziehe die Schlussfolgerung, dass „The Revenant“ nicht der Film ist, auf den man sich einigen kann.

„Spotlight“, „Mad Max: Fury Road“ und „The Revenant“ sind in meiner persönlichen Bestenliste aus dem Jahr 2015 gelandet. ABER, wenn ich mit meinem Wahlzettel den Oscar-Gewinner-Film bestimmen könnte, würde ich die 8 nominierten Filme folgendermassen listen:

Spotlight
Mad Max: Fury Road
The Big Short
Room
The Revenant
The Martian
Brooklyn
Bridge of Spies

 

in der Hoffnung, dass Nr. 1. oder Nr. 2 gewinnt.

Vielleicht wählen aber doch noch mehr Academy-Mitglieder den Film des mexikanischen Filmregisseurs, um so auf die dummen OSCARS-SO-WHITE Angriffe zu reagieren. Sollte Iñárritu den Oscar als bester Regisseur gewinnen, ist es das sechste Jahr in Folge (nach Tom Hooper, Michel Hazanavicius, Ang Lee, Alfonso Cuarón und Alejandro G. Iñárritu) , dass kein amerikanischer Regisseur den Oscar gewinnt. Wenn Alejandro G. Iñárritu nicht nur als bester Regisseur ausgezeichnet wird, sondern auch „The Revenant“ die Kategorie Bester Film für sich entscheiden kann, dann schreibt er Oscar-Geschichte – das ist noch keinem Regisseur geglückt.

Die Briten haben mit ihren BAFTA auch kürzlich für „The Revenant“ als bester Film gestimmt. (ungefähr 500 Mitglieder in der Oscar-Academy sind britisch und könnten ihre Stimme auch diesem Film geben). Der BAFTA-Preis war der letzte wichtige Preis innerhalb der Filmindustrie. Das hat die meisten Oscar-Experten davon überzeugt, dass „The Revenant“ die Kategorie Bester Film gewinnt. Ich bin mir da nicht so sicher und setze mehr auf das Preferential Voting. Für meine Wette habe ich die Kategorie Bester Film als letztes eingetragen.

 
In welcher Kategorie könnte es wirklich zu einer Überraschung kommen?

Ich würde mich darüber freuen, wenn es in der Kategorie Bester Nebendarsteller zu einer Überraschung kommen würde. Alles deutet derzeit darauf hin, dass Sylvester Stallone den Oscar bekommt. Damit kann ich mich kaum abfinden. Auch wenn ich mittlerweile realisiert habe, dass nicht Sylvester Stallone den Oscar gewinnt, sondern die Figur Rocky Balboa. Trotzdem, kein Schauspieler hat mehr Anti-Oscar-Nominierungen als Sylvester Stallone. Er hat sogar die Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler des 20. Jahrhunderts gewonnen. Dieser Schauspieler soll jetzt für eine okaye Leistung und eine Figur, die er bereits 7x gespielt hat, den Oscar gewinnen?  Wenn man sich die Oscar-Saison als Ganzes anschaut, hat Sylvester Stallone und Leonardo DiCaprio die beste Kampagne dieses Jahr hingelegt.

Ein enges Rennen gibt es in der Kategorie Beste Nebendarstellerin. Die Favoritin ist Alicia Vikander (für The Danish Girl). In dieser Kategorie zeichnet AMPAS gerne den Newcomer aus, das It-Girl der Stunde und das wäre tatsächlich Alicia Vikander. Aber wie wäre ein Oscar-Gewinner-Bild mit dem „Titanic“-Pärchen Leonardo DiCaprio und Kate Winslet. Das wäre der zweite Oscar für Kate Winslet. Kate Winslet hat erst kürzlich den BAFTA für Steve Jobs gewonnen.

Wenn jemand die Oscar-Verleihung morgen live guckt, sollte er/sie auf ein paar Vorzeichen achten. Das macht die Sache auch gleich spannender. Sollte in der Kategorie Bester Nebendarsteller/ Beste Nebendarstellerin – wider Erwarten – Mark Ruffalo oder Rachel McAdams gewinnen, gewinnt „Spotlight“ auch noch das Beste Originaldrehbuch und dann vielleicht Bester Film. Die Kategorie Bester Schnitt ist für den morgigen Abend auch ein gutes Vorzeichen. Favorit in dieser Kategorie ist zweifelsfrei der Film „Mad Max: Fury Road“. Es ist der Film, der die meisten Filmschnitte hat. Eigentlich ist klar, dass George Millers Ehefrau den Preis erhalten müsste. Sollte der Beste Schnitt jedoch an „The Big Short“ gehen, gewinnt der Film auch Bestes adaptiertes Drehbuch und dann höchstwahrscheinlich Bester Film. Auch „Spotlight“ könnte in der Kategorie Bester Schnitt ausgezeichnet werden, auch dann hat „Spotlight“ sehr gute Chancen auf den Oscar als Bester Film. Wenn „The Revenant“ den Oscar in dieser Kategorie erhält, gewinnt sehr wahrscheinlich auch „The Revenant“ Bester Film. Sollte – und das ist aber ziemlich an den Haaren herbeigezogen – einer der ersten Preise des Abends  an Tom Hardy gehen, ist es vorbei – dann gewinnt „The Revenant“ mehr Preise als man sich ausmalen kann und hundertprozentig auch Best Picture.

Ich bin froh, wenn diese Oscar-Saison zu Ende geht, weil sie für mich in so vielen Bereichen keinen Sinn ergibt.

Diesen Blog hier habe ich erst seit wenigen Monaten. Mit den Oscars beschäftige ich mich aber bereits seit vielen Jahren. In meinem alten Blog habe jedes Jahr über die Oscar-Saison berichtet (und diese Beiträge konnte ich dankenswerterweise hier importieren).

In den letzten Jahren habe ich von den 24 Kategorien im Jahr 2015 ganze 21 richtig geraten, im Jahr 2014 habe ich meine Wette erstmalig verloren, aber 19 richtig geraten, im Jahr 2013 hatte ich einen Gleichstand mit meinen Rate-Kumpel und auch 19 richtig geraten, im Jahr 2012  18 Kategorien richtig geraten, im Jahr 2011 habe ich nur 15 richtig geraten, meine Wette aber trotzdem gewonnen.

Dieses Jahr bin ich mir in vielen Kategorien unsicher. Besonders unsicher war ich mir dieses Jahr in den Kategorien Sound Mixing und Sound Editing. Eigentlich war ich sicher, dass „Mad Max: Fury Road“ beide für sich entscheiden wird, aber dann ist da der „The Revenant“-Faktor. Auch schwierig fand ich die Kurzfilm-Kategorien.
Die Vernunft rät mir, bei Bester Film auf „The Revenant“ zu setzen, ich bleibe aber bei dem Film, auf den ich seit  meiner ersten Oscar-Prognose v. September 2015 gesetzt habe.

 

Kleine Zusammenfassung der nominierten Oscar-Filme:

und nochmal in Lego:

Oscar-Gewinner 2016 – meine Wette:

Best Picture: Michael Sugar, Steve Golin, Nicole Rocklin and Blye Pagon Faust, Producers (Spotlight)
Best Director: Alejandro G. Iñárritu (The Revenant)
Best Actor: Leonardo DiCaprio (The Revenant)
Best Actress: Brie Larson (Room)
Best Supporting Actor: Sylvester Stallone (Creed)
Best Supporting Actress: Alicia Vikander (The Danish Girl)
Best Original Screenplay: Josh Singer & Tom McCarthy (Spotlight)
Best Adapted Screenplay: Charles Randolph and Adam McKay (The Big Short)
Best Animated Feature: Pete Docter and Jonas Rivera (Inside Out)
Best Production Design: Production Design: Colin Gibson; Set Decoration: Lisa Thompson (Mad Max: Fury Road)
Best Cinematography: Emmanuel Lubezki (The Revenant)
Best Costume Design: Jenny Beavan (Mad Max: Fury Road)
Best Editing: Margaret Sixel (Mad Max: Fury Road)
Best Makeup and Hairstyling: Lesley Vanderwalt, Elka Wardega and Damian Martin (Mad Max: Fury Road)
Best Sound Mixing: Jon Taylor, Frank A. Montaño, Randy Thom and Chris Duesterdiek (The Revenant)
Best Sound Editing: Mark Mangini and David White (Mad Max: Fury Road)
Best Visual Effects: Roger Guyett, Patrick Tubach, Neal Scanlan and Chris Corbould (Star Wars: The Force Awakens)
Best Original Score: Ennio Morricone (The Hateful Eight)
Best Song: „Til it Happens To You“ (The Hunting Ground), Music and Lyric by Diane Warren and Lady Gaga
Best Foreign Language Film: Hungary (Son of Saul)
Best Documentary Feature: Asif Kapadia and James Gay-Rees (Amy)
Best Live Action Short: Jamie Donoughue (Shok)
Best Animated Short: Gabriel Osorio and Pato Escala (Bear Story)
Best Documentary Short: Sharmeen Obaid-Chinoy (A Girl in the River: The Price of Forgiveness)

 

Das Einzige was wirklich feststeht, ist, dass der diesjährige Oscar-Gastgeber Chris Rock der Academy ordentlich den Kopf waschen wird.

9 Gedanken zu “Oscar-Gewinner 2016, meine Wette

  1. Mal von der Diskussion abgesehen, warum die Nominierungen dieses Jahr so ausgefallen sind, wie sie es sind, ist das Verhalten von Will Smith etc. auch etwas peinlich. Es mutet schon sehr selbstverliebt an, wenn man meint, man sei aus rassistischen Gründen nicht nominiert worden. Damit sagt man ja gleichzeitig „Was ich bin nicht nominiert? Aber ich bin doch so wahnsinnig gut! Das kann nur Diskriminierung bedeuten!“

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    • Das sehe ich ganz genauso und die Verleihung deswegen zu boykottieren ist wirklich peinlich. Will Smiths Performance war auch objektiv betrachtet nicht wirklich oscarwürdig. Die Afro-Amerikaner sind aber immer schnell dabei, die „race card“ zu ziehen. 🙂

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      • Die Maßnahmen der Academy kommen aber fast schon einem Eingeständnis gleich, wenn sie daraufhin sofort die Statuten ändern. Und Leuten, die vielleicht jahrzehntelang dabei sind deswegen das Stimmrecht zu entziehen, ist auch nicht fair. Und so als unterstelle man ihnen, ihre Wahl aus rassistischen Gründen zu tätigen. Klar, sind Afro-Amerikaner in Hollywood unterrepräsentiert, aber genauso sind es Frauen, Chinesen, Mexikaner, Inuit, Isländer etc.

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      • AMPAS sah sich im Zugzwang. Sie waren der Meinung, sie müssten jetzt schnell reagieren. Schlechte PR ist etwas was die Academy nun gar nicht braucht. Sie waren tagelang dem Spott aller amerikanischen (Late Night) Talk Shows und Comedians ausgesetzt.

        Es ist auch Quatsch, der Academy diese Vorwürfe zu machen. Die Produzenten realisieren schließlich Filmprojekte und die können am ehesten dafür sorgen, dass es mehr anspruchsvolle Filme mit afro-amerikanischer Thematik produziert werden. Um so mehr wirklich gute Prestige-Filme gedreht werden, um so größer ist auch die Chance auf eine Oscar-Nominierung. Und natürlich geht es bei diesem OSCARS-SO-WHITE-Debakel auch um Filme von und über Frauen, Chinesen, Mexikaner, etc. – nur die Afro-Amerikaner stellen sich gerne in den Vordergrund und reissen am schnellsten den Mund auf. 🙂

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      • Aber etwas zu ändern, weil plötzlich (mal wieder) alle davon reden, wirkt schon wie ein Eingeständnis. Wenn man sagen würde, okay, wir schauen uns das ganze Verfahren noch mal genau an und bilden eine Kommission aus Hollywood-Aktiven und Aktivisten etc., dann wäre es irgendwie glaubwürdiger gewesen, dass man wirklich von „innen heraus“ an einer Änderung interessiert ist. Und nun Afro-Amerikaner etc. in anderen Funktionen an der Oscar-Verleihung teilhaben zu lassen, wirkt auch eher wie der peinliche Versuch, noch das Ruder rumzureißen.

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