Oscar-Gewinner 2017 – meine Analyse


Die meisten Oscar-Experten haben diese Oscar-Verleihung als „langweilig und vorhersehbar“ abgehakt. Seit meiner ersten Prognose vom September 2016 habe ich auf La La Land getippt, auch wenn alles mittlerweile auf einen Oscar-Gewinn als Bester Film und viele andere Oscars hindeutet, mache ich mir so meine Gedanken.

Zu Erinnerung: Im letzten Jahr sah sich AMPAS einem Shitstorm sondergleichen ausgesetzt. (#OscarsSoWhite) Dieses Jahr sind drei afroamerikanische Filme („Fences“, „Moonlight“ und „Hidden Figures“), ein schwarzer Regisseur (Barry Jenkins) und sieben dunkelhäutige Schauspieler (Denzel Washington, Ruth Negga, Mahershala Ali, Dev Patel, Viola Davis, Naomie Harris, Octavia Spencer) für den Academy Award nominiert. Außerdem sind zwei afroamerikanische Drehbuchautoren (Barry Jenkins und posthum August Wilson) für den Oscar nominiert. Dieses Jahr ist also #OscarsSoWhite vom Tisch, wobei ich den Angriff auf AMPAS – nach wie vor – nicht wirklich nachvollziehen kann, ein #HollywoodSoWhite wäre wesentlich treffender gewesen. Denn es liegt nicht an AMPAS, sondern daran, dass nicht ausreichend hochwertigen Filmen mit nicht-weißen Schauspielern und einer entsprechenden Thematik produziert werden. AMPAS kann nur das nominieren, was da ist.

„La La Land“ hat 14 Oscar-Nominierungen erhalten. Das gab es in 89 Jahren Academy Awards nur 2x Mal zuvor, bei „All About Eve“ und „Titanic“. „All About Eve“ hat Best Picture, Best Supporting Actor (George Sanders) und vier weitere Oscars gewonnen, „Titanic“ hat 11 Oscars, inklusive Best Picture gewonnen, dafür ungewöhnlicherweise keinen Schauspielpreis (Kate Winslet und Gloria Stuart waren nominiert). „Ben-Hur“, „Titanic“ und „The Lord of the Rings: The Return of the King“ haben in der 88 Jahren Oscar-Geschichte die meisten Oscars gewonnen, alle 11 Oscars. Letztgenannter Film war im Jahr 2003 der letzte große Abräumer bei den Oscars. Gegenbeispiele mit vielen Nominierungen und keinem einzigen Oscar-Gewinn gibt es einige. Zuletzt American Hustle, True Grit und „Gangs of New York“ – alle drei Filme hatten 10 Nominierungen, kein einziger Oscar-Gewinn. Gravity hat 7 Oscars gewonnen, aber nicht Best Picture. Oder zurück zum letzten Jahr The Revenant war für 12 Oscars nominiert, Mad Max: Fury Road hat im letzten Jahr sechs Oscars gewonnen und „Revenant“ hat letztlich nur drei (Beste Regie, Leo als Bester Hauptdarsteller und Beste Kamera) gewonnen. Mit dem Oscar für den besten Film wurde letztes Jahr Spotlight ausgezeichnet, ein Film, der nur für 6 Oscars nominiert war.

Es ist also keinesfalls so, dass der Film, der die meisten Oscar-Nominierungen erhalten hat, viele Oscars und dazu noch Best Picture gewinnt. Nun setzen 14 Oscar-Nominierungen „La La Land“ natürlich automatisch in den Favoriten-Sessel – und der ist sehr ungemütlich.

Ich hatte es an anderer Seite schon gesagt, als Favorit bei den Oscars zu gelten ist nie gut. Ab dem Moment, in dem ein Film den Oscar als bester Film quasi schon in der Tasche hat, wird er von allen Seiten angegriffen und für schlechter empfunden, als er vielleicht letztlich ist. Die ganzen PR-Leute hinter den Oscar-Kampagnen versuchen ihre Asse aus dem Ärmel zu schütteln, die Zuschauer gehen mit einer immensen Erwartungshaltung ins Kino und denken am Ende, was und der wird den Oscar gewinnen?

Saturday Night Live – Sketch „La La Land“

„La La Land“ spaltet die Filmgemeinde, allerdings nicht so wie im letzten Jahr „The Revenant“, der Film wurde geliebt oder gehasst. Bei „La La Land“ ist meine Beobachtung, dass es viele gibt, die ihn lieben, einige die ihn hassen, aber die überwiegende Zahl findet ihn gut oder wenigstens okay. Das ist wichtig bei dem preferential voting system. Aus der letzten Oscar-Saison habe ich gelernt, dass „The Revenant“ bei den Academy Mitgliedern entweder auf Platz 1 ihrer Liste war oder gar nicht auf der Liste der 8 nominierten Filme gelandet ist. Zu Erinnerung: Alle Academy-Mitglieder müssen die nominierten Filme entsprechend ihrer Präferenz der Reihe nach listen. Wenn ein Film bei der ersten Auszählung der Stimmen aller Academy-Mitglieder mehr als 50% erreicht hat, haben wir dann bereits den Oscar-Gewinner-Film. Sollte das kein Film schaffen, gehts es in die zweite Runde und dann zählen die Stimmen für die Filme, die auf der Academy-Liste auf den Plätzen 2 und 3 und 4 sind. Ich habe das System verstanden, kann es aber nicht so plausibel erklären wie Steve Pond von The Wrap. Dazu empfehle – mal wieder – sich seine Erklärung in dem folgenden Video anzuschauen:

„La La Land“ ist m. E. ein Platz 1 Film, aber könnte auch bei einigen Academy-Mitgliedern auf Platz 2, 3 oder 4 landen. Die Gewerkschaft der Film- und Fernsehproduzenten (PGA) nutzen ebenso das preferential voting system und da wurde „La La Land“ bereits als bester Film ausgezeichnet. Im letzten Jahr war The Big Short der PGA-Gewinner-Film.

In einem normalen Oscar-Jahr würde „La La Land“ sehr wahrscheinlich den Oscar als bester Film gewinnen, aber ist es ein normales (Oscar)-Jahr?

 
Möchte sich AMPAS noch Jahre später zum Vorwurf machen, dass sie in diesen turbulenten Trump-Zeiten und im Jahr 1 nach #OscarsSoWhite den fröhlichsten, weißesten Film, ein Verfolge-Deine-Träume-Musical, ausgezeichnet haben?

Die Oscar-Saison ist politisch geworden. Als ich meine erste Oscar-Analyse im September geschrieben habe, war der 8.November 16 noch weit weg, kaum einer hat mit dem Wahlausgang wirklich gerechnet. Sehr wohl war mir aber klar, dass eine Trump-Wahl die Oscar-Saison verändern kann. Ich wiederhole mich, wenn ich das 9/11 Szenario in Verbindung mit der Oscar-Verleihung ein Jahr später erinnere. Seinerzeit hat sich Hollywood, die U.S.A. und natürlich die Welt in einer Schockstarre befunden. Vielleicht war aus diesem Grund der Wunsch nach Eskapismus groß und AMPAS hat das Musical „Chicago“ als besten Film ausgezeichnet. Die Schockstarre in Hollywood ist im Februar 2017 lange vorbei, die Wut über die Aussagen und die Aktionen des mittlerweile amtierenden Präsidenten ist riesig. Meryl Streep hat mit ihrer Rede bei den Golden Globes den Stein etwas ins Rollen gebracht, seither melden sich immer mehr Künstler zu Wort. Das zeigen auch die beiden Preisverleihungen der Gewerkschaft der Produzenten und der Schauspieler. Vor allen Dingen, die im TV übertragende SAG-Awards zeigten, dass sich kaum ein Schauspieler bei seiner Dankesrede nicht politisch geäußert hat. Ist es in dieser Zeit noch zu rechtfertigen, dass ein Eskapiskus-Film (dieses Jahr „La La Land“) mit dem Oscar als bester Film ausgezeichnet wird, oder ist es jetzt nicht zeitgemäßer und wichtiger, eine Botschaft zu transportieren? Sollte sich AMPAS mit der Wahl ihres besten Films eigentlich politisch einbringen oder geht es nicht vielmehr darum, den besten Film des Jahres 2016 auszuzeichnen?

Ist „La La Land“ der beste Film des Jahres 2016? In meinen Augen ist er weit davon entfernt, bei mir taucht er nicht mal in meiner Top Ten Filme für Filme aus dem Jahr 2016 auf. In meinen Augen sind Moonlight,  Manchester by the Sea und Arrival die wesentlich besseren Filme. „Manchester by the Sea“ ist meines Erachtens raus aus dem Rennen um den Oscar als Bester Film. „Moonlight“ wäre der Film mit einer Botschaft, ein Film über das Anderssein. Ein afroamerikanischer Film mit einer Gay-Thematik.

Meine Träume, dass „Moonlight“ dem Film „La La Land“ den Oscar als bester Film noch abspenstig machen kann, sind am 29.01.17 mit dem SAG-Ensemble-Award (vergleichbar mit Bester Film) erstmal geplatzt. „La La Land“ war nicht für den SAG-Ensemble-Award nominiert, hier hätte die Schauspielgewerkschaft „Moonlight“ oder „Manchester by the Sea“ auszeichnen können. Unfassbarerweise hat aber Hidden Figures gewonnen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie unerträglich das für mich wäre, wenn „Hidden Figures“ den Oscar als Bester Film gewinnt. Dann lasst bitte lieber „La La Land“ alle Academy Awards gewinnen. „Hidden Figures“ ist mittlerweile der erfolgreichste aller Oscar-nominierten Filme an der amerikanischen Kinokasse (dicht gefolgt von „La La Land“).

Und nun? Eines gilt als sicher, sollte „La La Land“ sich durchsetzen wird dieser Film unter den Oscar-Fans noch Jahre später dafür gehasst werden, dass er in so einer Zeit den Oscar als Bester Film gewonnen hat.

 
„La La Land“ hat 14 Oscar-Nominierungen, kann aber faktisch max. 13 Oscars gewinnen (in der Kategorie Bester Song ist er 2x nominiert). Welche Oscars sind „La La Land“ sicher: Beste Regie, Bester Schnitt, Bester Ton, Beste Filmmusik, Bestes Szenenbild – das sind 5, Beste Schauspielerin und Bester Film sind 7, der Beste-Film-Gewinner gewinnt auch meist das beste Drehbuch, (in dem Fall bestes Originaldrehbuch, auch wenn es „Manchester by the Sea“ wesentlich mehr verdient hätte). 8, Beste Kamera müsste an „Arrival“ gehen, könnte aber auch an „La La Land“ gehen – 9. Bestes Kostümdesign müsste an Jackie oder Florence Foster Jenkins gehen, könnte aber auch an „La La Land“ gehen – 10. In der Kategorie Bester Song sind – wie gesagt – 2 Songs nominiert und die könnte sich gegeneinander ausspielen und der Oscar könnte an „How Far I´ll Go“ aus Moana gehen. Das Multitalent Lin-Manuel Miranda wäre damit einer der wenigen EGOT-Gewinner (das bedeutet, er hat alle vier wichtigsten Preise in der amerikanischen Entertainment-Branche Emmy, Grammy, Oscar und Tony gewonnen). Der Favorit in der Kategorie Bester Originalsong ist aber „City of Stars“ – dann wären wir bei 11 Oscars. Es bleiben letztlich nur 2 Kategorien, die eher nicht an „La La Land“ gehen: Bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling) und Bester Tonschnitt (diese Kategorie geht meist an den lautesten Film und äußerst selten an ein Musical). Wenn „La La Land“ der Abräumer wird, gewinnt der Film auch Bester Tonschnitt – 12 Oscars.

Im Jahr 2009 wurde das preferential voting system wieder eingeführt (das gab es bereits von 1934-1945), seitdem hat  kein Oscar-Gewinner Film mehr als 6 Oscars gewonnen. Im Jahr 2009 hat The Hurt Locker 6 Oscars gewonnen. „Spotlight“ – wie gesagt – im letzten Jahr nur 2, Birdman  hat 4 und 12 Years a Slave hat 3 Oscars gewonnen.

Die meisten Oscars, die ein Film allein gewonnen hat, waren – wie gesagt – 11. Man stelle sich vor „La La Land“ würde bei den Academy Awards richtig abräumen und wirklich 12 (oder 13) Oscars gewinnen. Dann würde „La La Land“ hinsichtlich der Oscars einen Rekord aufstellen und als bester Film aller Zeiten gelten – viel Spass mit der Bürde.

Ich bin kein großer Fan von „La La Land“, welcher Film mir mehr am Herzen liegt ist: Toni Erdmann. Es sieht immer mehr so aus, als würde – aufgrund der politischen Situation in den U.S.A. – der Oscar für den besten fremdsprachigen Film an Iran („The Salesman“) gehen. Auch habe ich gehört, dass „Toni Erdmann“ auf DVD/Screener nicht so gut wirkt und viel zu lang ist. Die meisten Academy-Mitglieder gucken aber, wenn sie sich die nominierten Filme überhaupt anschauen, die fremdsprachigen Filme Zuhause. Sehr schade für diesen tollen Film. Schon lange wurde gemunkelt, dass Hollywood ein Remake zu „Toni Erdmann“ plant. Mittlerweile sind die Pläne schon etwas konkreter und Jack Nicholson soll die Hauptrolle spielen. Sollte der Film tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, wäre das eine riesiges Comeback für Jack Nicholson (von dem man bereits seit Jahren nichts hört und sieht) und dann ist Jack Nicholson ein hundertprozentiger Kandidat für den, seinen vierten, Oscar.

Zurück zu den zu vergebenen Schauspiel-Oscars dieses Jahr:

 
Beste Nebendarstellerin: Viola Davis (für Fences) – das ist die einzige Kategorie, die wohl schon zu hundert Prozent entschieden ist.

Die Kategorie Bester Nebendarsteller geht wohl auch relativ sicher an Mahershala Ali (für  Moonlight), in dieser Kategorie gibt es aber auch sehr gerne mal eine Überraschung. Wenn Michael Shannon gewinnt, flippe ich aus vor Freude.

Emma Stone ist die Favoritin in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin. Wenn „La La Land“ – wie angenommen wird – so viele Oscars gewinnt, ist meistens auch ein Schauspielpreis dabei. Die Einzige, die ihr meines Erachtens gefährlich werden könnte, ist Isabelle Huppert (für „Elle“). Ich habe es schon öfter gesagt, wiederhole mich aber gerne, die Golden Globes sind für die Academy Awards relativ unwichtig. Wichtig ist, dass Filme durch eine GG-Nominierung mehr Beachtung finden, die Academy-Mitglieder sich diese Filme dann auch anschauen und ganz wichtig sind die Dankesreden. Ich bin mir beispielsweise sicher, dass in solch einem Jahr voller hervorragender weiblicher Performances, Meryl Streep mit ihrer Rede bei den Golden Globes ihre 20. Oscar-Nominierung in Stein gemeisselt hat. Nun haben sowohl Isabelle Huppert als auch Emma Stone den Globe (Huppert für Drama, Stone für Comedy/Musical) gewonnen, Huppert war sehr überrascht über ihren GG-Gewinn und hat eine tolle Rede gehalten. Jetzt war die Französin nicht für den Preis der Schauspielgewerkschaft (SAG) nominiert. Gegeneinander mussten Emma Stone und Isabelle Huppert noch nicht angetreten.

 
Bester Hauptdarsteller:

Es wird sich zwischen Denzel Washington und Casey Affleck entscheiden.

Insbesondere in dieser Kategorie wird gerne das meiste Schauspiel, das meiste Sich-ins-Zeug-legen, das meiste Sich-körperlich-verändern, das meiste Sich-in-einen-ganz-anderen-Charakter-verwandeln und/oder Möglichst-eine-berühmte-Persönlichkeit-spielen geehrt. (um ein paar Gewinner der letzten Jahre zu nennen, auf denen dieses Profil passt: Leonardo DiCaprio, Eddie Redmayne, Matthew McConaughey, Daniel Day-Lewis, Colin Firth, Sean Penn. Außerdem gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, nachdem die attraktiven männlichen Schauspieler nicht bevor sie das 40. Lebensjahr erreicht haben, den Oscar gewinnen. Es gibt immer natürlich immer Ausnahmen, Adrien Brody zum Beispiel.

Casey Affleck ist 41 Jahre alt, also knapp über40, sieht aber aus wie Anfang 20. Ich weiß nicht, ob er mit seinem fiesen Bart, den er derzeit trägt, eine Strategie fährt – älter sieht er damit in jedem Fall aus. Auch wenn er mit seiner unaufgeregt-zurückhaltenden Performance (in Manchester by the Sea) nicht ins o.g. Profil passt, sah es lange so aus, als hätte er den Oscar bereits in der Tasche. Ich hatte im letzen Jahr bereits über den Sexskandal aus seiner Vergangenheit berichtet, dieser brodelt weiter vor sich hin, vielleicht führt er aus diesem Grund keine Oscar-Kampagne. Jetzt hat Denzel Washington den Preis der Schauspielgewerkschaft gewonnen (SAG-Award) und läuft durch Hollywood und küsst Babies und hilft alten Damen über die Straße. Im Moment geht die Tendenz wohl eher zu Denzel Washington.

 
Für Denzel Washington spricht, dass er  in „Fences“ eine typische „Theater-Performance“ gibt. Kein Wunder, „Fences“ ist ein – noch dazu von ihm – verfilmtes Theaterstück. Denzel hat für diese Performance bereits den Tony gewonnen und kürzlich seinen 1. SAG-Award gewonnen. Was spricht also gegen den Oscar-Gewinn für Denzel Washington? Meines Erachtens, dass er einen sehr unsympathischen Charakter spielt. Richtige Bösewichte werden in dieser Kategorie gerne ausgezeichnet, beispielsweise Daniel Day-Lewis in „There Will Be Blood“, Forest Whitaker in „The Last King of Scotland“ und – unvergessen – Anthony Hopkins für „The Silence of the Lambs“). Einfach unangenehme Charaktere gewinnen selten in dieser Kategorie, vielleicht kann man aber auch darüber hinwegsehen, weil er hier schließlich eine solide Regiearbeit präsentiert und Viola Davis zu ihrem ersten Oscar verhilft. Ich bin hier noch sehr unschlüssig, vor allen Dingen weil ein Oscar-Gewinn für Denzel Washington bedeutet, dass er bereits seinen 3. Academy Award gewinnt und damit steht er dann auf einer Stufe mit u.a. Meryl Streep, Daniel Day-Lewis und Jack Nicholson. Das ist der Moment, bei dem ich gar nicht überzeugt bin, dass Denzel eine Chance hat.

Ich werde mir die nächsten zwei Wochen noch ein paar Gedanken machen müssen.

 
Die 89. Oscar-Verleihung findet am Sonntag den 26.02.17 statt.

Meine Wette zu komplett allen Kategorien werde ich einen Tag vor den Oscars veröffentlichen.

4 Gedanken zu “Oscar-Gewinner 2017 – meine Analyse

  1. Isabelle Huppert ist ein Muss. Sorry, aber dagegen stinkt Emma Stone gewaltig ab. Und nenn mich kühn, ich habe Arrival als bester Film im Gefühl… Auch für das beste adaptierte Drehbuch. Ist die endgültige Wahl vor dem Muslim-Ban oder danach gewesen? Wie lang steht das schon fest?

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    • Kühne Prognose mag ich, bringen mich auf neue Ideen. Komplett unwahrscheinlich ist Deine These nicht, schließlich hat er 8 Oscar-Nominierungen erhalten. Auch weil der Film – im Gegensatz zu „La La Land“ eine Botschaft hat. Dafür hätte „Arrival“ aber schon irgendwelche wichtigen Preise innerhalb der Filmindustrie gewinnen müssen. Den einzigen Preis, den der Film bislang gewonnen hat, ist der Beste Schnitt (ACE Eddie Award), den der Film in der Kategorie Drama gewonnen hat, „La La Land“ wurde hier aber auch ausgezeichnet, in der Kategorie Comedy/Musical. Die Preise für die Drehbücher stehen noch aus. Ob sich „Arrival“ bei dem prefential voting system durchsetzen kann, ist fraglich.

      „Ist die endgültige Wahl vor dem Muslim-Ban oder danach gewesen? Wie lang steht das schon fest?“ Was meinst Du damit? Die Academy Mitglieder wählen vom 13.02.-21.02.17.

      Isabelle Huppert hat in meinen Augen auch sehr gute Chancen, was für sie spricht, ist, dass sie als Außenseiter gilt und Emma Stone als Favoritin gesehen wird. Außerdem wird sie in den U.S.A. sehr respektiert, gar als französische Meryl Streep gesehen und startet gerade eine Charme-Offensive in Hollywood. 🙂

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  2. Das wusste ich nicht, dass die Wahl so spät ist. Was ich meine ist, dass dieser Umstand noch mal alles drehen könnte. La La Land verkörpert für mich Konservatives,die unpolitische, traumwandlerische Seite der USA, während Arrival in eine andere Zukunft weist und dem etwas entgegensetzt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich a) keine Expertin bin und b) viele der Nominierten noch nicht gesehen habe. Morgen kommt noch Manchester by the Sea dazu.
    Die Verleihung wird zumindest spannend und wird sicherlich auch ein Bild der aktuellen Situation abgeben.

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    • Klar, es kann sich noch viel ändern, die Zeit der Oscar-Saison ist lang und zum Ende hin wird es nochmal richtig spannend. Das ist es ja was ich sage, „La La Land“ ist für mich, insbesondere dieses Jahr, der falsche Gewinner-Film. Bei vielen guten, bzw. sehr guten Filmen kann man sich ja den Film mit einer Botschaft raussuchen.

      Ich bin mal gespannt, ob Dir „Manchester by the Sea“ gefallen hat.

      Definitiv wird diese Oscar-Verleihung politisch und soweit ich gehört habe, ist es sogar dieses Jahr gewünscht.

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