Oscar-Nominierungen 2020, meine erste Prognose


Die letzten Oscars habe ich mittlerweile verarbeiten können. Hier zunächst eine kleine Zusammenfassung, die vielleicht für künftige Oscars nicht unerheblich ist: 

Zu meiner großen Unzufriedenheit hat dieses Jahr „Green Book“ den Oscar als Bester Film gewonnen. (dazu noch Bester Nebendarsteller, Mahershala Ali und Bestes Originaldrehbuch). Es war der einzige Film der acht Nominierten (Black Panther, Bohemian Rhapsody, A Star is Born, BlacKkKlansman, Vice, Roma und The Favourite), der ein Happy Ending hatte. Ein Film zum Stand der Oscars 2019 mit nur 79% Rotten Tomatoes-Bewertung. Er hatte aber zuvor den Publikumspreis auf dem Toronto International Film Festival gewonnen, den Golden Globe (Best Comedy) und den Preis der Produzenten (PGA), die wie A.M.P.A.S. bei den Oscars mit dem preferential votings system abstimmen. Mit Letzterem hatte „Green Book“ auf einmal den Favoritenstatus, ein paar Tage nach dem PGA-Gewinn – und mit den Oscar-Nominierungen – verlor der Film selbigen jedoch wieder, da „Green Book“ nicht in der Kategorie Beste Regie nominiert wurde. Vor dem BP-Oscar-Gewinn von Green Book hatten nur die vier Film „Wings“, „Grand Hotel“, „Driving Miss Daisy“ und „Argo“ den Oscar als Bester Film gewonnen, ohne in der Kategorie Beste Regie nominiert worden zu sein. In meiner finalen  Analyse zu den Oscar-Gewinnern 2019 hatte ich angegeben, dass mir zu Ohren gekommen ist, dass es innerhalb der Oscar Academy einflussreiche Leute (darunter Steven Spielberg) gibt, die mit ihrer Stimme ein Statement gegen Netflix (und damit gegen „Roma“) abgeben wollten. Am Ende hat er eine Kampagne geführt, bei dem man sich – in seinen Augen – für das Kino (Green Book) und gegen das Streaming-Portal (Netflix) entscheiden sollte. Grundsätzlich kann ich das nachvollziehen, ich hatte mich jedoch gefragt, warum er sich ausgerechnet für Green Book einsetzte? Zu dem Zeitpunkt habe ich nicht realisiert, dass Steven Spielberg mit seiner Produktionsfirma DreamWorks Pictures den Film mitproduziert hat. (Netflix hatte für „Roma“ geschätzte 50 Millionen Dollar für die Oscar-Kampagne ausgegeben, für „Green Book“ wurden wohl nur 5 ausgegeben)

Nun gut, alles Schnee von gestern. Für mich bedeutet es nur, dass ich für meine Privatwette, solchen Details mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.

Die Einschaltquoten der Oscar-Verleihung sind um 14% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Was in meinen Augen aber ausschließlich damit zutun hat, dass mit Black Panther, Bohemian Rhapsody und A Star is Born drei Filme nominiert waren, die Kassenschlager in den Staaten waren.

 

Jetzt ist es Zeit, meine erste Oscar-Prognose zu veröffentlichen. Zunächst zu den Fakten: 

Die 92nd Academy Awards finden dieses Mal etwas früher, bereits am 09.02.2020 statt. Die Oscar-Nominierungen werden bereits am 13.01.20 bekannt gegeben. Bislang ist noch nicht klar, wer die Oscars moderieren wird, bzw. ob – wie bereits in diesem Jahr (2019) – es eine Oscar-Verleihung ohne einen Gastgeber geben wird.  

Weitere Fakten und ein paar Neuigkeiten der Academy:  

Jeder der 17 Berufszweige innerhalb der Academy hat drei Vorsitzende. Diese Vorsitzende werden für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt und meistens auch für mindestens drei weitere Amtszeiten bestätigt. Beispielsweise sitzen Laura Dern, Whoopi Goldberg und Alfred Molina im Vorstand des mitgliederstärksten Berufszweiges der Schauspieler. Der Directors Branch sitzen derzeit die Filmemacher Susanne Bier, Kimberly Pierce und Steven Spielberg vor. Dieses insgesamt aus 54 Personen bestehende Board of Governors bestimmt dann auch Regeländerung, Strategien für die nächsten Oscars und wählt den Präsidenten innerhalb ihrer Reihen. Das Board of Governors hat am 6.8.19 nun auch einen neuen Präsidenten für A.M.P.A.S. gewählt: Casting Director David Rubin. Nach zwei Amtszeiten und einigen (PR-) Skandalen tritt er damit die Nachfolge von Kameramann John Bailey an. David Rubin ist der 37. Präsident der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences und der erste Casting Director, der diese Position inne hat. 

Steven Spielberg ist seit zig Jahren einer der Vorsitzende des Berufszweiges der Regisseure innerhalb der Academy und damit eine sehr einflussreiche Person bei A.M.P.A.S. Tage nach der Oscarverleihung am 24.2.19 hat Steven Spielberg ein Treffen des Board of Governors anberaumt, in dem er eine Regeländerung bei den Oscars durchsetzen wollte. Netflix-Filme sollten entweder von den Oscars ausgeschlossen werden oder Netflix dazu gezwungen werden, die Filme, die sie für die Oscars einreichen wollen, für einen längeren Zeitraum exklusiv im Kino zu präsentieren. Bei dem Meeting wurde beschlossen, dass es zunächst dahingehend keine Regeländerung geben wird. Ist auch irgendwie logisch, zu viele Academy-Mitglieder arbeiten mittlerweile mit Netflix zusammen.  

Es wurden jedoch ein paar andere Änderungen beschlossen: 

  • Eine Namensänderung des Best Foreign Language Film in Best International Feature. Dies wurde auch geändert, weil beispielsweise Alfonso Cuaron sich beschwerte, dass, wenn er seinen Film „Roma“ in Mexico zeigt, dieser dort nicht fremdsprachig ist. Logisch. (In meinen Beiträgen über die Oscars hatte ich diese Kategorie schon länger als „nicht-englischsprachiger Film“ bezeichnet)
  • die Nominierten in der Kategorie Bestes Make-Up und Beste Frisuren wurden von 3 auf 5 hochgesetzt
  • Die Oscars finden bereits um 15.30 Uhr (Ortszeit in Los Angeles), also zwei Stunden früher statt 

AMPAS hat in diesem Jahr (2019) 842 neue Filmschaffende eingeladen, der Academy beizutreten. Im letzten Jahr waren es 928 neue Mitglieder, dafür sind unter den Eingeladenen in diesem Jahr 50% Frauen, 29% Dunkelhäutige und sehr viele Nicht-Amerikaner. 

Unter den Eingeladenen sind: Jamie Bell, Juan Diego Botto, Sterling K. Brown, Winston Duke, Jennifer Ehle, Claire Foy, Tom Holland, Tom Hollander, Barry Keoghan, Lady Gaga , Tracy Letts, Elisabeth Moss, Peter Mullan, Alexander Skarsgard, die deutsche Schauspieler Nina Hoss, Sebastian Koch. Die Gaga wurde eingeladen, der Schauspiel- oder der Musikerbranche beizutreten. Sprich sie darf sich entscheiden, welchem Berufszweig innerhalb der Academy sie beitreten möchte. Wer genau, die Einladung akzeptiert, weiß man zunächst nicht. 

Deutscher Oscar-Beitrag für die Oscars 2020 ist Nora Fingerscheidts „Systemsprenger“ („System Crasher“). 

Allgemeine Fakten: 

Die amerikanische Filmproduktionsgesellschaft 20th Century Fox war bis zum 19.03.19 einer der sechs großen Filmstudios, der sogenannten Majors, in Hollywood (Fox, Paramount, Sony, Universal, Warner und Disney). Für 70 Milliarden Dollar hat Disney jetzt ihren einstigen Konkurrenten gekauft. Schon vorher war Disney der größte Medienkonzern der Vereinigten Staaten. Jetzt ist der Konzern mit nunmehr einem Marktanteil von rund 40 Prozent noch mehr der Platzhirsch der Branche. Dieser Disney-Fox-Deal hat natürlich auch Auswirkungen auf die Oscars. So hatte Fox Searchlight immer einige Filme rausgebracht, die später bei den Oscars eine Rolle spielten. 

Netflix ist als erster Streamingdienst dieses Jahr (2019) der MPAA (Verband der Filmproduktionen, der MPAA (Motion Picture Association of America) beigetreten. Netflix gruppiert sich damit an die Seite der Hollywood-Studios, der fünf Majors: Disney, Paramount, Sony, Universal und Warner

So, nun zu den potenziellen Oscar-Filmen: 

Mögliche Oscar-Anwärter  (nicht alle zwingend für die Kategorie Bester Film) kamen folgende Filme von 

dem Sundance Film Festival

  • The Report  (dir. Scott Z. Burns, derzeit bei 84% RT) 
  • The Farewell (dir. Lulu Wang, derzeit bei 99% RT)  
  • The Souvenir (dir. Joanna Hogg, derzeit bei 90% RT)
  • Luce (dir. Julius Onah, derzeit bei 93% RT) 
  • Clemency (dir. Chinonye Chukwu, derzeit bei 96% RT) 
  • The Last Black man in San Francisco (dir. Joel Talbot, derzeit bei 93% RT) 
  • Honey Boy (dir. Alma Ha´rel, derzeit bei 100% RT) 

dem Cannes Film Festival:

  • Rocketman (dir. Dexter Fletcher, derzeit bei 89% RT) 
  • Once Upon a Time in Hollywood (dir. Quentin Tarantino, derzeit bei 85% RT) 
  • Pain & Glory (dir. Pedro Almodovar, derzeit bei 95% RT) 
  • Parasite (dir. Bong Joon-Ho, derzeit bei 100% RT) 
  • The Lighthouse (dir. Robert Eggers, derzeit bei 94% RT) 

Das erste wichtige Herbst-Festival ist das Venice Film Festival, während dieses Filmfestivals startet das kurze Telluride, dann Toronto und schließlich Ende September New York. 

Aus Venedig sind, etwas überraschend, hervorgegangen:

  • Joker (dir. Todd Philipps. Diese Comic-Verfilmung war Gewinner des Goldenen Löwen, derzeit bei 75% RT) 
  • An Officer and a Spy (dir. Roman Polanski. Dieser Film war Gewinner des Großen Preises der Jury, derzeit bei 56% RT) 

Während Telluride habe ich immer wieder eine sehr positive Resonanz für 

  • Marriage Story (dir. Noah Baumbachs, der aber bereits seine Weltpremiere in Venedig feierte, 100% RT) 
  • Ford v Ferrari (dir. James Mangold, derzeit 88% RT) 
  • The Two Popes (dir. Fernando Meirelles, derzeit bei 100% RT) 
  • Waves (dir. Trey Edward Shults, derzeit 90% RT) 
  • Motherless Brooklyn (dir. Edward Norton, derzeit 65% RT) 
  • Uncut Gems (dir. Safdie-Bros, derzeit 96% RT) 
  • Judy (dir. Rupert Goold, nicht wirklich für BP, aber für Renée Zellweger, derzeit 88% RT) 
  • … und natürlich für Parasite (dir. Bong Joon-Ho, der seine Weltpremiere bereits in Cannes feierte, dort die Goldene Palme gewann und – wie gesagt – derzeit 100% RT hat) 

vernommen. 

Aus Toronto haben sich dazugesellt:

  • A Beautiful Day in the Neighborhood (dir. Marielle Heller, derzeit 95% RT)
  • Knives Out (dir. Rian Johnson) (derzeit 100% RT)
  • Just Mercy (dir. Destin Daniel Cretton, derzeit 83% RT) 
  • Hustlers (dir. Lorene Scafaria, in jedem Fall für J.Los Performance derzeit 87%) 
  • Honey Boy (dir. Alma Ha´rel, lief bereits in Sundance, derzeit 100% RT) 
  • Dolemite is My Name (dir. Craig Brewer, derzeit bei 96% RT 
  • The Lighthouse (dir. Robert Eggers, lief erstmalig in Cannes, derzeit bei 94%)
  • Joker (dir. Todd Phillips, lief bereits in Venedig, ich bin noch nicht sicher, ob der Film für BP reicht, aber sehr wahrscheinlich für Joaquin Phoenix,  derzeit bei 75% RT) 

Eher durchwachsene Kritiken gab es für (auch teilweise bereits auf anderen Filmfestivals gezeigte Filme)

  • The Goldfinch (dir. John Crowley, derzeit bei 24% RT)
  • Harriet (dir. Kasi Lemmons, derzeit 67% RT)
  • The Laundromat (dir. Steven Soderbergh, derzeit bei 53% RT)

und 

  • Jojo Rabbit (dir. Taika Waititi, derzeit bei 74% RT), der aber dann – für die meisten überraschend – den Publikumspreis in Toronto gewann. Den Publikumspreis in Toronto gewannen auch die späteren Oscar-Gewinnerfilme „Slumdog Millionaire“, „The King´s Speech“, „12 Years a Slave“ und der diesjährige „Green Book“. 

Ohne einem Screening auf einem der wichtigen Filmfestivals haben wir noch

  • Us (dir. Jordan Peele, derzeit bei 93% RT) 
  • Avengers: Endgame (dir. Anthony Russo, Joe Russo, derzeit bei 94% RT) 

Auf dem Papier bleiben damit vorerst nur folgende Filme die Chancen auf eine Oscar-Nominierung als Bester Film haben: 

The Irishman (dir. Martin Scorsese) Weltpremiere am 27.09.19 auf dem New York Film Festival (wenn wir von unserem  Roadtrip durch die Neuenglandstaaten und ein paar Tage in D.C. morgen rechtzeitig in Manhattan ankommen, sehe ich ihn tatsächlich auch morgen, am späten Nachmittag).

1917 (dir. Sam Mendes) 

Little Women (dir. Greta Gerwig) 

Bombshell (dir. Jay Roach) 

Richard Jewell (dir. Clint Eastwood) 

Dark Waters (dir. Todd Haynes)

Queen & Slim (dir. Melina Matsoukas) 

The Good Liar (dir. Bill Condon) 

Das einzige, was bislang gegen „Marriage Story“ und „The Two Popes“ (und damit auch gegen  „Dolomite is My Name“ und „The Laundromat“) spricht, ist, dass alles Netflix-Filme sind und die haben bekanntlich schon Martin Scorseses „The Irishman“ (der bislang zwar noch nicht gezeigt wurde, aber grundsätzlich erst mal als Oscar-Anwärter quasi gesetzt ist). Üblicherweise kann ein Verleiher sich mit einer ernstzunehmenden Oscar-Kampagne nur auf ein oder zwei Filme konzentrieren. Nachdem was ich gehört habe, ist „Marriage Story“ definitiv drin. Bei „The Two Popes“ wollte ich liebe abwarten, wie dieser Film in Toronto ankommt. Eigentlich zeigen sich alle von diesem Film begeistert. Tja, mal gucken. Wenn Filmkritiker oder Oscar-Experten gefragt werden, welches der beste Film war, den sie dieses Jahr gesehen haben, taucht immer Bong Joon Hos´“Parasite“.  auf. Definitiv ist dieser südkoreanische Film für eine Nominierung (und sicher Gewinn) für Bester Internationaler Film gesetzt, ich gehe jetzt aber auch davon aus, dass er für Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch und auch Bester Film nominiert wird.

Von den Filmen, die in irgendeiner Kategorie für eine Oscar-Nominierung im Gespräch sind oder waren, habe ich folgende Filme gesehen – in der Reihenfolge, in der ich sie tatsächlich gesehen habe:

Grâce à Dieu, Skin, The Souvenir, Apollo 11, Us, Diane, Missing Link, Georgetown, The Mustang, John Wick: Chapter 3 , Booksmart, Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile, Late Night, The Dead Don´t Die, „Gloria Bell“, Spider-Man: Far From Home, Parasite, Midsommar, Toy Story 4, Once Upon a Time…in Hollywood, The Farewell, Pain & Glory, Hustlers, (ein Update erfolgt regelmäßig an dieser Stelle) Update: The Irishman, Judy, Ad Astra, „Abominable“, Ford v Ferrari, „Where´d You Go, Bernadette?“, Joker, The Lighthouse, Jojo Rabbit, Motherless Brooklyn, Luce, Marriage Story, Honey Boy, The Report, Frozen II, Knives Out, A Beautiful Day in the Neighborhood, Dark Waters, Queen & Slim, Waves „Dolomite is My Name“, „Atlantics“, „American Factory“, „I Lost My Body“, The Nightingale,The Two Popes, Bombshell, Richard Jewell, „Honeyland“, Uncut Gems, „American Woman“, 1917, Little Women, Just Mercy

 

Meine derzeitige Prognose (Stand 26.09.19) für die Oscar-Nominierungen 2018, in der Reihe, in der ich im Moment eine Nominierung am wahrscheinlichsten sehe: 

Bester Film

  • Once Upon a Time in Hollywood (Sony Pictures) 
  • Marriage Story (Netflix) 
  • Ford v. Ferrari (produziert 20th Century Fox, jetzt Disney) 
  • The Irishman (Netflix)  – bisher noch nicht gezeigt!!!!
  • Parasite (Neon) 
  • Jojo Rabbit (produziert von Fox Searchlight, jetzt Disney) 
  • The Two Popes (Netflix) 
  • Waves (A24) 
  • Joker (Warner Bros.)
  • Just Mercy (Warner Bros.)
  • ————————————-
  • The Farewell (A24) 
  • A Beautiful Day in the Neighborhood (Sony Pictures) 
  • Knives Out (Lionsgate) 
  • 1917 (Universal Pictures) – bisher noch nicht gezeigt!!!!
  • Little Women (Sony Pictures) – bisher noch nicht gezeigt!!!!
  • Judy (Roadside Attractions)

Beste Regie

Noah Baumbach („Marriage Story“)

Martin Scorsese („The Irishman“) – bisher noch nicht gezeigt!!!!

Bong Joon-Ho („Parasite“)

Quentin Tarantino („Once Upon a Time in Hollywood“)

Taika Waititi („Jojo Rabbit“)

James Mangold („Ford v Ferrari“) 

Marielle Heller („A Beautiful Day in the Neighborhood“)

Sam Mendes („1917“) – bisher noch nicht gezeigt!!!!!

Greta Gerwig („Little Women“)  – bisher noch nicht gezeigt!!!!!

 

Bester Hauptdarsteller

Adam Driver („Marriage Story“)

Joaquin Phoenix („Joker“) 

Jonathan Pryce („The Two Popes“)

Leonardo DiCaprio („Once Upon a Time in Hollywood) 

Christian Bale („Ford v. Ferrari“) 

Adam Sandler („Uncut Gems“)

Eddie Murphy („Dolemite is My Name“)

Antonio Banderas („Pain & Glory“) 

Willem Dafoe („The Lighthouse“) 

Edward Norton („Motherless Brooklyn“)

Taron Egerton („Rocketman“)

Michael B. Jordan („Just Mercy“) 

Matthew Rhys („A Beautiful Day in the Neighborhood“)

Robert DeNiro („The Irishman“) – bisher noch nicht gezeigt!!!!!

 

Beste Hauptdarstellerin

Scarlett Johansson („Marriage Story“)

Renée Zellweger („Judy“) 

Awkwafina (The Farewell) 

Alfre Woodward („Clemency“) 

Lupita Nyong ´o („Us“) 

Saoirse Ronan („Little Women“) bisher noch nicht gezeigt!!!!!!

Mary Kay Place („Diane“) 

 

Bester Nebendarsteller 

Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“) 

Anthony Hopkins („The Two Popes“) 

Sterling K. Brown („Waves“)

Tom Hanks (A Beautiful Day in the Neighborhood“)  

Alan Alda („Marriage Story“) 

Tracy Letts („Ford v Ferrari“) 

Willem Dafoe („The Lighthouse“) 

Song Kang-Ho („Parasite“) 

Jamie Foxx („Just Mercy“) 

Kelvin Harrison, Jr. („Waves“) 

Al Pacino („The Irishman“) – bisher noch nicht gezeigt!!!!!!

Shia LaBeouf („Honey Boy“) 

 

Beste Nebendarstellerin 

Laura Dern („Marriage Story“) 

Jennifer Lopez („Hustlers“) 

Zhao Shuzhen („The Farewell“) 

Charlize Theron („Bombshell“) – bisher noch nicht gezeigt!!!!!

Taylor Russell („Waves“) 

Scarlett Johansson (Jojo Rabbit) 

Annette Bening (The Report) 

Bekanntlich ist die Oscar-Saison sehr dynamisch. Was heute noch gilt, ist morgen, unter Umständen, schon nicht mehr aktuell. Nach meinem heutigen Kenntnisstand (26.09.19) gehe ich von diesen Oscar-Gewinnern aus: 

Bester Film:

„Marriage Story“

Beste Regie: 

Noah Baumbach (Marriage Story“) 

Bester Hauptdarsteller:

Adam Driver (Marriage Story) hat ein Hammerjahr (erst Oscar-, dann Tony-Nominierung), aber vielleicht ist Adam Driver am Ende mehr der Kritikerliebling und den Oscar staubt Joaquin Phoenix ab. Mit diesem Rennen wäre ich versöhnt mit dem was bei den letzten Oscars gewann. 

(meine Alternative hierfür: Jonathan Pryce, „The Two Popes“, er wurde noch nie für den Oscar nominiert) 

Beste Hauptdarstellerin: 

Scarlett Johannson (Mariage Story)

(meine Alternative, falls ScarJo sich nicht geschmeidig gibt und nicht aufhört, dummes Zeug von sich zu geben: Renee Zellweger, „Judy“) 

Bester Nebendarsteller:

Brad Pitt (er will scheinbar keine Kampagne führen, mal sehen ob sich das noch ändert.  im Moment keine wirkliche Alternative) 

Beste Nebendarstellerin

Laura Dern (Marriage Story), derzeit sehen einige Oscar-Experten sogar einen Oscar-Gewinn für  

Jennifer Lopez,, ich habe „Hustlers“ gestern gesehen und frage mich, wie die darauf kommen. 

 

Mein derzeitiger Oscar-Gewinner-Film, Trailer zu sehen:

10 Gedanken zu “Oscar-Nominierungen 2020, meine erste Prognose

  1. Ich habe fast schon sehnsüchtig auf diese erste Prognose von dir gewartet. Bei den meisten Filmen hab ich immerhin schon Trailer gesehen.
    Bester Hauptdarsteller ist dieses Jahr sehr umkämpft. Hab nach dem Trailer zu „Marriage Story“ gedacht, dass das der Film sein könnte, der Adam Driver relativ jung seinen ersten Oscar bescheren könnte. Joaquim Phoenix wäre aber eigentlich mal dran und dann sind da noch Leo und Taron Egerton.
    Ford vs Ferrari bin ich nach dem Trailer skeptisch, aber der hat dann doch bisher sehr gute Reaktionen erhalten und James Mangold ist ein unterschätzter Regisseur in meinen Augen.
    Bei „The Irishman“ gehe ich eher davon aus, dass der Oscartechnisch höchstens ne Nebenrolle spielt, auch weil ich glaube, dass der nicht soo gut sein wird.
    Bitte keinen Oscar für Renee Zellweger, die hat doch unberechtigterweise schon einen, oder täusche ich mich da? Wie dem auch sei, ich kann die kaum ertragen. Siehst du keine Chancen entweder für Charlize Theron oder Emma Thompson in die Verlosung reinzurutschen für ihre brillanten Performances in Long Shot bzw Late Nicht?
    „Parasite“ scheint den „Auslandsoscar“ ja fast schon sicher zu haben.
    Ich glaube beim besten Willen nicht, dass drei Netflixfilme für Best Picture nominiert werden, ich sehe zum Beispiel – vorausgesetzt der Film ist sehr gut und kommt an – 1917 sicher drinnen, da es der einzige Universalfilm von den Kandidaten ist. Da die indirekte Abhängigkeit zu Disney ja doch groß ist, glaube ich nicht an eine Wahl gegen Disney sondern kann mir vorstellen, dass ein Foxfilm dadurch einen Push bekommt, um Disney von der Notwendigkeit von Fox und Fox Searchlight Produktionen zu überzeugen. Und bitte keine Oscar-Nominierungen für Avengers Endgame.
    Die Quote wird wohl einbrechen, da wahrscheinlich kein potenzieller Kassenschlager nominiert wird.
    Sind aber einige spannende Filme dabei, auf die ich mich sehr freue.

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    • 😊
      Ich gucke mir Trailer, ja nur in seltenen Fällen online an, eigentlich nur noch im Kino.

      Ja, mittlerweile ist es schon fraglich, ob Taron Egerton ne Nominierung ergattern kann. Kommt wohl darauf an, ob sie eine (große) Kampagne für ihn starten. „Best Actor“ ist ein zu umkämpftes Feld, wie so oft. Derzeit denke ich, wie gesagt, dass es sich zwischen Driver, Phoenix und dem Veteranen Pryce entscheiden wird. Wenn ich Glück habe, komme ich am Dienstag in ein Screening von Ford v Ferrari, mal schauen, wie Bale so ist. Die Thematik des Films interessiert mich eigentlich Null, aber die meisten in Telluride interessierten sich auch nicht dafür und fanden den Film großartig. Vielleicht ist es aber auch wieder eher ein kommerzieller Film.

      Vor zwei Tagen habe ich „The Irishman“ gesehen, hat mir schon sehr gut gefallen (auch wenn nicht ganz so gut, wie vielen anderen. Einige sehen ihn mittlerweile als Oscar-Gewinner-Film). Wenn Pacino noch keinen Oscar hätte, dann wäre es seiner. Mega-Peformance, in der sein übliches Overacting gut reinpasst. Auch hat er die witzigsten Szenen und seine Rolle ist schon fast eine Hauptrolle. Der Film hat wunderbare Dialoge. Eben habe ich „Judy“ gesehen. Ja, definitiv hat sie unberechtigterweise damals einen Oscar gewonnen. Aber auch hier, wenn sie keinen Oscar hätte, würde sie ihn für „Judy“ gewinnen. Ich bin überhaupt kein Freund von Renee Zellweger, aber muss fair bleiben, ich konnte die Augen nicht von ihr lassen, sie macht ihre Sache als tabletten- und alkoholabhängige, essgestörte und am Ende ihrer Karriere sich befindende Garland schon sehr gut. Sie ist jedoch für mich niemand, der 2 Oscars haben sollte. Sie hat nicht die Bandbreite einer Cate Blanchett, Jodie Foster o.ä.

      Das Feld Beste Hauptdarstellerin ist, wie üblich, nicht so umkämpft wie Bester Hauptdarsteller. Ich sah Theron und Thompson bei meiner Prognose nicht wirklich drin, aber das hat hauptsächlich damit zutun, dass keiner mehr über die Filme spricht und beide in den Staaten gefloppt sind. Theron sehe ich eher in „Bombshell“ drin. Hier habe ich den Trailer bzw. Teaser gesehen und habe sie gar nicht erkannt. Sie ist so unglaublich wandelbar und jemand, der definitiv den 2. Oscar verdient hätte – egal wofür.

      Ja mit Netflix wird man sehen, The Irishman ist definitiv drin und Marriage Story sicher auch. The Two Popes soll so gut sein, ich kann es kaum abwarten diese beiden Filme zu sehen.

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      • Best Actor ist dieses Jahr aber besonders stark, zumindest wirkt es so. Driver, Phoenix, Pryce sind alle sehr stark, also keine Gefahr, dass ich mich wieder ärgere wie letztes Jahr.
        Ford v Ferrari ist vielleicht kommerziell, aber das muss eine große Qualität ja nicht ausschließen.
        The Irishman hat ja absurd hohe Erstbewertungen erhalten, aber das ist vielleicht mehr auf die gegenwärtige Zeit zurückzuführen. Dann werde ich versuchen, den im Kino zu sehen, er soll ja auch in Deutschland einen limitierten Kinostart erhalten.

        Theron wird auch ihren zweiten Oscar früher oder später erhalten. Spätestens wenn sie mal eine Hauptrolle in einem Biopic erhalten sollte. Emma Thompson hat aber auch schon einen, oder?
        The Two Popes ist ja vom Regisseur von City of God, da bin ich gespannt was das wirkt und Marriage Story alleine wegen Adam Driver wahrscheinlich schon sehenswert.

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      • Ja, ich glaube, dieses Jahr gewinnt jemand verdient Best Actor. Ich hoffe – auch wenn ich die Filme bisher noch nicht gesehen habe, aber allein von den Trailern – auf Adam Driver oder Joaquin Phoenix. Wenn „The Irishman“ richtig einschlägt, könnte aber auch De Niro seinen dritten Oscar gewinnen.

        „Ford v Ferrari“ ist schon gut, ich fand „Rush“ aber damals aber besser. Die Amerikaner (in meinem Screening, Mitglieder von SAG/AFTRA und AMPAS) waren aber von dem Film sichtlich begeistert, vielleicht, weil er eine sehr amerikanische Geschichte erzählt. Bale ist auch klasse (wie immer) und sehr dünn (wenn man bedenkt, wie viele Kilos er sich noch für „Vice“ angefuttert hat), ich denke aber nicht, dass er hier einen zweiten Oscar gewinnen könnte. Bei dem Film bin ich auch unsicher, ob er eine Oscar-Nominierung BP erhält, hier hängt es vielleicht davon ab, wie der an der amerikanischen Kinos abschneidet. Ich sehe ihn eher als kommerziellen, nicht so sehr als Oscar-Film. Es hängt aber auch immer von der Konkurrenz ab.

        „The Irishman“ sollte man definitiv im Kino (und im Original) sehen. Der Film ist einfach jetzt schon ein Klassiker und vielleicht waren viele überrascht, dass Scorsese noch mal so einen raushaut. Wenn der Film den Oscar gewinnen sollte, wäre es vielleicht der letzter dieser Art.

        Charlize Theron hat ja ihren ersten Oscar für eine ihre Performance als Serienmörderin Aileen Wuornos bekommen, Für die Rolle hatte sie extrem zugenommen und war auch nicht wiederzukennen. In Bombshell spielt sie die ehemalige Fox-Moderatorin Megyn Kelly, im Trailer habe ich sie – wie gesagt – auch nicht erkannt. Das ist ein Film, der vielleicht auch irgendwo in die Zeit passt. Mal schauen, wie gut der ist.

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      • Rush hat damals aber auch wahrscheinlich keine Rolle gespielt, weil die Amerikaner nichts mit der Formel 1 anfangen können. Der Film war schon hervorragend. Dein Eindruck bestätigt meinen Verdacht. Gucken werde ich Ford vs Ferrari dennoch auf jeden Fall, selbst ohne Oscar-Chancen wär der bei mir in der Watchlist weit oben.

        Jetzt hängen die Trauben bei „The Irishman“ aber auch, ich hab die großen Klassiker Scorseses nicht gesehen, aber die letzten Filme ließen nicht auf einen großartigen Film schließen.

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      • Bei „Rush“ fehlte den Amerikanern wahrscheinlich die amerikanische Helden-Geschichte. Mich interessiert Auto-Rennen ja überhaupt nicht und daher weiß auch nicht, ob die Amis richtige gute Rennfahrer haben. Bale spielt ja auch einen Briten. Hier geht es aber, wie der Titel schon verrät, um Ford gegen Ferrari. Ford hatte wohl damals nur häßliche Spießerautos gebaut und keine Rennautos. Bis sie dann, nachdem sie Ferrari nicht aufkaufen konnten, selbst einen Rennwagen bauten und es zu dem Rennen kam. Dafür brauchten sie aber einen verrückten, wagemutigen Fahrer, den Bale hervorragend porträtiert.

        Also, „Taxi Driver“, „Mean Streets“, „Raging Bull“, Goodfellas“ und „Casino“ und einige andere Scorsese-Werke sind natürlich Musst-See-Filme. „The Wolf of Wall Street“ war doch mega.

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      • Die Amis haben halt kein Interesse an Formel 1, der letzte richtig gute Amerikanische Formel 1 Fahrer war Mario Andretti und das war in den Siebzigern.
        Die Geschichte von Fords Le Mans Triumph ist mir natürlich bekannt, auch dass sie zuerst Ferrari aufkaufen wollten. Der von Bale verkörperte Ken Miles galt als ultraschneller Fahrer, aber auch als einer, mit dem man nicht arbeiten wollte. Ich bin Mal gespannt, inwieweit der Film von dem faktischen Hergang abweicht.

        Die genannten hab ich auch in meinen Watchlists. „Wolf of Wall Street“ fand ich „nur“ gut.

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      • Mario Andretti hört sich aber auch nicht wirklich Amerikanisch an. Richtig, sie wollten Miles nicht, weil er nicht zum Image von Ford passte. Matt Damons Charakter hat sich dann aber durchgesetzt.

        „The Wolf of Wall Street“ war meeegggaaa. 😊

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