NYC – Film: "Django Unchained"

Ich war am 09.01.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Django Unchained“ (dt. Kinostart: 17.01.13) 165 min action, western, drama, comedy
dir. Quentin Tarantino cast: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson, Kerry Washington, James Remar, Don Johnson, Jonah Hill

Im Jahr 1858 reitet der deutsche Zahnarzt, Dr. King Schultz (Christoph Waltz) auf seinem Pferd Fritz durch die Südstaaten. Er arbeitet als Kopfgeldjäger und ist auf der Suche nach den Brittle-Brüdern (M.C. Gainey, Cooper Huckabee, Doc Duhame). Der Sklave Django (Jamie Foxx) soll ihm dabei helfen, die Brüder zu identifizieren. Er kauft ihn frei. Sie bilden ein gutes Team und Django will schließlich seine Frau Broomhilda (Kerry Washington) von dem fiesen Plantagenbesitzer Calvin J. Candie (Leonardo DiCaprio) befreien…

C- (Wertung von A bis F) Man darf vielleicht nie außer Acht lassen, dass Quentin Tarantino hauptsächlich Filme für sich selbst und seine Fans macht. Seitdem ich seinerzeit „Reservoir Dogs“ gesehen habe, bin ich Fan.

Ich hoffe, dass „Django Unchained“ nur ein Ausrutscher war und Quentin Tarantino nicht verlernt hat, gute Filme zu schreiben und zu inszenieren. Gut, Inglorious Basterds war in meinen Augen auch schon nicht so gelungen wie seine vorangegangen Werke (ich habe noch mal nachgeschaut, ich habe „Inglourious Basterds“ mit B+ bewertet – aus der Erinnerung heraus hätte ich gedacht, es war ein B- oder gar C+), aber „Django Unchained“ hat mir noch wesentlich schlechter gefallen.

Ich habe mich gefragt, warum dieser Film bei so vielen Kritikern und Kinogängern so gut ankommt. Nach kurzer Überlegung kam ich zu der Überzeugung, dass es wahrscheinlich als cool gilt, seine Filme uneingeschränkt toll zu finden und ihn als Filmemacher zu vergöttern, egal ob er ein Meisterwerk abliefert oder daneben langt.

Das Beste an „Django Unchained“ ist in meinen Augen die Musik, aber selbst die hat nicht durchweg funktioniert.

„Django“ ist so ein Film, bei dem man nie in die Geschichte eintauchen kann, den man aber für seine Machart, manche Ideen, Szenen, Kameraeinstellungen, ausgewählte Songs und Dialoge schätzen kann.

Der Film hat seine Momente, aber bis Leonardo DiCaprio endlich auftaucht, ist der Film ein völlig überzogenes und nur mittellustiges Roadmovie. Der dritte Akt ist zwar durchaus sehenswert, wirkt aber, als ob der Abspann viel zu lang geraten ist. Auch wenn der Film wirklich quälend lang ist, macht es den Anschein, als sei er unfertig und zusammengewürfelt.

Gefühlte Ewigkeiten muss man einem Hauptdarsteller, der das Aussehen und die Ausstrahlungskraft eines süßen Monchhichis hat, bei seinem Abenteuer zuschauen. Das empfand ich als sehr anstrengend. Eine Augenweide und in einer so ganz anderen Rolle überzeugt hier Leonardo DiCaprio. Auch gut, aber nicht herausstechend fand ich Christoph Waltz. Großartig, wie so oft, ist natürlich Samuel L. Jackson.

Das Schlimmste an „Django Unchained“ ist Quentin Tarantino. Quentin Tarantino sollte auf keinen Fall mehr irgendwo schauspielerisch in Erscheinung treten. Damit tut er niemanden einen Gefallen. Dass er nicht für die Goldene Himbeere nominiert wurde, kann nur daran liegen, dass die Academy, die für die Razzie-Nominierungen stimmen, ihn mit Sicherheit anbeten.

„Django Unchained“ wurde gerade für fünf Oscars nominiert (Bester Film, Bester Nebendarsteller (Christoph Waltz), Bestes Originaldrehbuch (Quentin Tarantino), Beste Kamera, Bester Tonschnitt). Update:  Christoph Waltz hat seinen zweiten Oscar für diese Rolle gewonnen und Quentin Tarantino wurde für sein Drehbuch ausgezeichnet. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Pain & Gain“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Action mit Mark Wahlberg und Dwayne Johnson. Eigentlich gucke ich keine Filme mit Letztgenannten, der Trailer war aber nicht schlecht, bis klar war, dass es ein Michael Bay-Film ist. :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Lone Ranger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action/Western mit Johnny Depp
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Oblivion“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Sci-Fi mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „This is the End“
Bewertung des Trailers: B (Redband Trailer – kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen im Kino gesehen habe)
Kommentar: Actionkomödie mit Seth Rogen, James Franco, Jonah Hill, Danny McBride, Michael Cera, Jay Baruchel, Paul Rudd
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Scary Movie 5“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ich weiß zwar nicht mehr welchen, aber irgendeinen Teil dieser Reihe fand ich lustig. Der hier ist mit Charlie Sheen und Heather Locklear
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „A Good Day to Die Hard“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: na darauf habe ich ja ein Leben lang gewartet…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Dark Skies“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Horrorfilm. Im Januar und Februar starten in den U.S.A. einfach nur Schrottfilme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

DVD – Film: "X-Men: First Class"

Folgenden Film habe ich mir also iTunes Leihvideo angeschaut:

„X-Men: First Class“ (dt. Titel: „X-Men: Erste Entscheidung, dt. Kinostart war der 09.06.11) 131 min fantasy, action, prequel
dir. Matthew Vaughn cast: James McAvoy, Michael Fassbender, Kevin Bacon, January Jones, Rose Byrne, Jennifer Lawrence, Oliver Platt, Zoe Kravitz, James Remar

1962. Früh hat sich gezeigt, dass Erik Lensherr (Michael Fassbender) magnetische Fähigkeiten hat. Während des zweiten Weltkieges hat der Nazi-Wissenschaftler Klaus Schmidt (Kevin Bacon) versucht, sich Eriks Kräfte zunutze zu machen. Als ihm das misslingt, erschießt er Eriks Mutter. Seit Jahren ist Erik hinter dem skrupellosen Schmidt, der sich jetzt Sebastian Shaw nennt, her. Als er endlich die Möglichkeit bekommt, sich zu rächen, geht sein Plan schief und Professor Charles Xavier (James McAvoy) rettet ihm das Leben. Professor Charles Xavier, der sich später Professor X nennt, kann Gedanken lesen und seine eigenen Gedanken in andere hineinprojezieren. Er arbeitet mittlerweile für die CIA. Erik und Charles freunden sich an, rekrutieren immer mehr Mutanten und formen eine Elite-Armee. Sie müssen Sebastian Shaw stoppen, der dabei ist, einen dritten Weltkrieg anzuzetteln…

B- (Wertung von A bis F) Bei „X-Men: First Class“ wird die Vorgeschichte erzählt.

Gerne hätte ich den Film im Kino gesehen. So habe ich mir den Film aber zwei Mal gegönnt, einmal in der geschnittenen Version aus unserem aktuellen Bordprogramm und, da ich ihn auch schon vorher gekauft hatte, später erneut als iTunes Leihvideo.

Bei „X-Men: First Class“ wird einem relativ nachvollziehbar erzählt, wie alles begann. Hier sieht man wie die X-Men zueinander gefunden haben und wie die jetzigen Erzfeinde Magneto und Professor X damals befreundet waren. Nicht so richtig klar fand ich die Schlusssequenz. Die ganzen Entscheidungen fand ich etwas spontan und aus der Luft gegriffen. Da fehlt mir etwas der Hintergrund, warum sie so und so handeln. Ansonsten wurde aber viel Zeit in die Entwicklung der einzenen Charaktere gesteckt wurde. Das war auch erforderlich und so ist es wirklich gelungen, die Figuren zu etablieren. Den Charakter von Raven/Mystique (Jennifer Lawrence) fand ich, insbesondere wenn sie die Farbe wechselte, alles andere als überzeugend. Blaue Farbe schmeichelt Jennifer Lawrences Gesicht nicht gerade. Diese Maske und auch die von Beast fand ich schlichtweg schlimm. Rose Byrne hat für mich als Einzige überhaupt nicht in den Film gepasst. Ansonsten dauerten noch manche Szenen viel zu lang und der ganze Film rufte bei mir zum Ende Ermüdungerscheinungen hervor.

Kevin Bacon gibt sich wirklich Mühe, gut deutsch zu sprechen. Dennoch ist er weit entfernt davon, als Deutscher wahrgenommen zu werden. Den Bösewicht nehme ich ihm aber selbstverständlich ab, das kann Kevin Bacon. James McAvoy („The Last King of Scotland“, Wanted) sehe ich sowieso sehr gerne. Er ist sehr wandelbar, ihm nehme ich beinahe alle Rollen ab.

Bei dem deutsch-irischen Schauspieler Fassbender gestaltet es sich so, dass ich kurz davor bin, seinem Fanclub beizutreten. Er strahlt eine unglaubliche Intensität aus und wirkt so unberechenbar. Körperlich ist er dabei eher schmal. Er hat aber das, was bei Filmschauspielern sehr selten ist. Er hat das Potential, einen leading man zu spielen. Ich könnte mich täuschen, aber ich glaube, dass die Leute bald seinetwegen ins Kino gehen. Seine Stimme und Sprache rundet seine faszinierende Persönlichkeit nur ab.

Trailer zu sehen:

Charlotte – Film: "Red"

Ich war am 22.10.10 in Charlotte und habe mir im Kino angeschaut:

„Red (2010)“ (dt. Filmtitel: „R.E.D. – älter, härter, besser“, dt. Kinostart ist der 28.10.10) 111 min action, comedy, adaptation
dir. Robert Schwentke cast: Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich, Helen Mirren, Karl Urban, Mary-Louise Parker, Brian Cox, Ernest Borgnine, Richard Dreyfus, James Remar

Der mittlerweile pensionierte CIA-Agent Frank Moses (Bruce Willis) langweilt sich etwas. Am Telefon verbringt Frank viel Zeit mit der Sachbearbeiterin seiner Pensionskasse, Sarah (Mary-Louise Parker). Eines Nachts wird er in seinem Haus überfallen, ihm gelingt es, seine Angreifer zu töten. Was verbirgt sich aber hinter diesem hinterhältigen Überfall? Frank vermutet, dass jetzt auch Sarah in Gefahr ist. Ein guter Grund, Sarah persönlich kennenzulernen und sie – zunächst gegen ihren Willen – in Sicherheit zu bringen. Frank versucht, mit seinen ehemaligen Kameraden Joe (Morgan Freeman), Marvin (John Malkovich) und Victoria (Helen Mirren) einen zurückliegenden Fall aufzuklären und ihre eigene Haut müssen sie auch noch retten…

C- (Wertung von A bis F) „Red“ basiert auf der gleichnamigen Comic-Buch-Serie von Warren Ellis und Cully Hamner.

Logischerweise war „Red“ weit davon entfernt, auf meiner derzeitigen Wunschfilmliste, die mich mit möglichen Academy Award-Favoriten vertraut machen soll, zu stehen. Was soll´s, man hat nicht immer die Wahl…

Bis auf Bruce Willis (der in einer Sequenz eine Militär-Uniform trägt und ausschaut als ob er zum Karneval gehen will) sehe ich alle Schauspieler der Besetzungsliste gerne. Leider ist Bruce Willis praktisch in jeder Szene zu sehen. Auch die genialen Schauspieler (hier sogar vier Oscar-Gewinner!!!) können nichts gegen ein ödes Drehbuch und einen schlechten Regisseur (hier der deutsche Robert Schwentke) ausrichten. „Red“ ist ein zwar actionreicher aber lebloser und hohler Film mit einem störenden Score. Noch nicht einmal Helen Mirren („Gosford Park“, „Calendar Girls“, „The Queen“) hat mir gefallen und dass muss man auch erst einmal hinbekommen. Wenn ich einen Grund nennen müsste, warum „Red“ in der einen oder anderen Szene vielleicht doch Spaß macht, dann ist das: John Malkovich. An allen im Ansatz guten Szenen war er beteiligt.

In dem Restaurant-Kino in Charlotte (dass im Gegensatz zu meinem mittlerweile geliebten Restaurant-Kino in Dallas auf Service-Personal verzichtet) war bei meinen Mitzuschauern zu beobachten, dass andauernd weitere Cocktails, Wein und Mahlzeiten-Nachschub geholt wurde. Daraus schließe ich, dass die von dem Film ebenso wenig gefesselt waren.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Green Hornet“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ich habe ja schon erwähnt, dass ich Comic-Verfilmungen mittlerweile wirklich schnarchig finde, aber schaue mir „Red“ an. Super. „The Green Hornet“ kann nur besser sein und bis zum Filmstart bin ich für Comic-Verfilmungen vielleicht wieder offen. Den Trailer habe ich lange nicht mehr gesehen und er gefällt mir immer noch.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Due Date“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Wie oft kann man einen Trailer eigentlich zeigen? Komödie mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Drive Angry 3D“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Ich weiß nicht, ob ich ihn mir ohne Nicolas Cage angucken würde. Denke auch nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

TV – Serie: "Dexter, Staffel 4"

Die komplette Staffel folgender Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 4“ 12 x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. Marcos Siega, Brian Kirk, John Dahl, Keith Gordon, Romeo Tirone, Tim Hunter, Ernest Dickerson, SJ Clarkson, Steve Shill cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, Desmond Harrington, Lauren Velez, C.S. Lee, David Zayas, James Remar, Keith Carradine, John Lithgow

Der Blutspurexperte der Polizei von Miami, Dexter Morgan (Michael C. Hall), hat kürzlich seine langjährige Freundin Rita (Julie Benz) geheiratet und ist Vater eines Sohnes geworden. Letzteres bedeutet, dass er keine Nacht mehr durchschlafen kann und völlig übernächtigt in seinem Job Fehler macht und nicht nur da. Seit frühester Kindheit hat Dexter mörderische Fantasien, die er in einem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet auschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft wurden. Wie lange kann er seine mörderische Leidenschaft noch geheimhalten? Seine Schwester Debra (Jennifer Carpenter) stellt derweil Nachforschungen über ihren gemeinsamen Vater (James Remar) an, auch das wird Dexter nicht gefallen. Detectiv Joey Quinn ( Desmond Harrington) beginnt, Dexter gehörig auf die Nerven zu gehen. Nachdem Dexter nun endlich seinen ersten Mord durchführen konnte, baut er auch noch völlig übermüdet einen schweren Autounfall. Wo ist die Leiche, die er im Kofferraum vermutet? Dann steht plötzlich FBI Agent Lundy ( Keith Carradine) wieder auf dem Revier. Mittlerweile ist Lundy pensioniert, ist aber seit über 15 Jahren hinter einem Serienmörder her, dem TRINITY KILLER (John Lithgow). Lundy geht davon aus, dass der TRINITY KILLER jetzt in Miami sein Unwesen treibt. Dieser Serienmörder soll bereits seit drei Jahrzehnten nach dem selben Muster töten. Muss sich Dexter nun auch noch um den TRINITY KILLER kümmern?

A (Wertung von A bis F) Von allen vier Staffeln von „Dexter“ sehe ich die komplette erste und die komplette vierte als besonders empfehlenswert. Im Gegensatz zur dritten Staffel, von der ich doch recht enttäuscht war, bin ich bei der vierten Staffel gleich seit der ersten Folge gefesselt. Das hat mit Sicherheit mit Dexters neuer Situation zu tun. Michael C. Hall zeigt einmal mehr eine neue Facette von Dexter. Den völlig übermüdeten, gestressten jungen Vater Dexter hier zu sehen, der doch eigentlich nur seiner Bestimmung folgen möchte, ist äusserst amüsant. Gleich in der ersten Folge wird dann auch eine witzige, abgeänderte Opening-Sequenz (Link dazu siehe unten) gezeigt.

Neben natürlich der Entwicklung von Dexters Charakter, wurde eine neue geniale Figur kreiert. Der TRINITY KILLER zeigt in der Serie immer mehr Seiten von sich und etabliert sich, meines Erachtens, schließlich als einer der besten Serienmörder-Figuren überhaupt. In der Serie wird er gespielt von dem grossartigen John Lithgow. In den letzten Jahren hat man John Lithgow eher in ganz schlechten Kinoproduktionen („Dreamgirls“, Confessions of a Shopaholic, Leap Year) gesehen, dabei vergisst man leicht, dass der Schauspieler bereits zwei Mal für den Oscar nominiert („Word According to Garp“ und „Terms of Endearment“) wurde und durch dieTV-Serie „3rd Rock from the Sun“ einen großen Bekanntheitsgrad erreichen konnte. Schließlich konnte er auch am Theater seine Fangemeinde noch einmal vergrössern und gewann sogar einen Tony-Award. In „Dexter“ ist John Lithgow unglaublich überzeugend und so hat Dexter endlich wieder eine ebenbürtigen Kameraden an seiner Seite. Seit der zweiten Staffel spielt Dexter meiner Meinung nach mit niemanden mehr auf Augenhöhe. John Lithgow als der TRINITY KILLER schafft es, so bald er auf dem Bildschirm erscheint eigentlich jede Szene für sich zu beanspruchen, sogar wenn er direkt mit Michael C. Hall als Dexter zusammenspielt.

Es war eine grandiose Idee der Autoren, Dexter hier als genervten Familienvater, der versucht sein geheimes Leben mit seinem neuen Leben unter einen Hut zu bringen, zu zeigen. Die vierte Staffel ist sehr witzig, brutal, richtig spannend und das unglaublich gute Drehbuch hält ein paar Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen parat. Auch wird anderen Charakteren die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln.

Meine Lieblingscharaktere neben natürlich DEX und dem TRINITY KILLER sind Dexters ewig fluchende Schwester Debra (Jennifer Carpenter) und Masuka (C.S. Lee), der mich mit seinem Verhalten und seinen Sprüchen immer zum Lachen bringt. Seit der dritten Staffel spielt Quinn mit, der mir auch irgendwie gut gefällt.

Michael C. Hall („Six Feet Under“) zeigt in Staffel 4 ein weiteres Mal wie vielseitig und was für ein ausserordentlich talentierter Schauspieler er ist.
Nach unzähligen Nominierungen als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Serie/ Drama, wurde Michael C. Hall im Jahr 2010 zunächst mit einem SAG-Award und anschließend mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Auch John Lithgow hat für die vierte Staffel einen Golden Globe (und kürzlich einen EMMY) als bester Nebendarsteller gewonnen.

Die fünfte Staffel wird ab 26.09.2010 bei SHOWTIME ausgestrahlt.

Die Website:

http://www.sho.com/site/dexter/cast.do

Dexter Morgan, Blutspurexperte, Serienmörder: seine morgendliche Routine (vorher)

Dexter Morgan, Blutspurexperte, Serienmörder, frischgebackener Vater: seine morgendliche Routine (nachher)

Trinity-Killer Tribute:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 3"

Die komplette Staffel dieser US-Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 3“ 12 x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. u.a. Keith Gordon, Marcus Siega, John Dahl cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, James Remar, Lauren Vélez, David Zayas, C. S. Lee, Desmond Harrington, Jimmy Smits

Ich gebe an dieser Stelle gerne zu, dass ich die Figur Dexter, seine Serie und nicht zuletzt das grandiose Opening (das Dexters morgendliche Routine zeigt) vermisst habe. Kurze Zusammenfassung:

Staffel 1: Dexter Morgan (Michael C. Hall) der als Blutspurexperte in der forensische Abteilung der Miami Police arbeitet führt mit seiner Freundin Rita (Julie Benz) und ihren beiden Kindern ein scheinbar normales Leben. Seine Schwester Debra (Jennifer Carpenter) arbeitet ebenfalls auf der Polizeistation. Seit frühester Kindheit hat Dexter mörderische Fantasien, die er in seinem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet ausschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft wurden. Bis ihm der ICE TRUCK KILLER in die Quere kommt…

Staffel 2: Aufgrund der Erlebnisse mit dem ICE TRUCK KILLER hat Dexter psychische Probleme, dann tauchen auch noch die vermeintlich für immer verschwundenen Leichen seiner Opfer wieder auf und er gerät ins Visier des FBI mit Special Agent Lundy (Keith Carradine) und seines Kollegen Sgt. Doakes (Erik King). Schließlich lernt er die Künstlerin Lila (Jaime Murray) kennen…

Die zweite Staffel hat sehr viel zu Dexters Charakterentwicklung beigetragen. Durch Michael C. Halls absolut überzeugende Performance habe ihn am Ende der Staffel sogar in die Liste meiner TOP TEN Lieblingsschauspieler aufgenommen. Nun also Staffel 3:

Auf der Polizeistation gibt es ein paar personelle Veränderungen. In seinem Privatleben wird Dexter mit Ritas Schwangerschaft konfrontiert und schließlich läuft bei seinem ersten Mordfall gehörig etwas schief. Aus Notwehr tötet er einen Unschuldigen. Wie sich herausstellt ist der Getötete auch noch der Bruder des bekannten Bezirksstaatsanwaltes Miguel Prado (Jimmy Smits)…

Staffel 1: Bewertung: A

Staffel 2:  Bewertung: A-

Staffel 3: Bewertung: B- (Wertung von A bis F) Dafür, dass ich mich so sehr auf die dritte Staffel gefreut habe, war ich ungewöhnlich spät gefesselt. Zweifelsohne ist das die schwächste Staffel. Das liegt zum Teil daran, dass zu Beginn einfach zu viele (auch eher unwichtige) Figuren am Geschehen teilnehmen und was bei meiner Bewertung noch schwerwiegender ins Gewicht fällt, Dexter bekommt einfach keinen adequaten „Spielkameraden“. Darüber hinaus weiß ich nicht, was sich die Autoren dabei gedacht haben, Dexter einen Freund zur Seite zu stellen. Wie man Dexters Figur in den ersten beiden Staffeln kennengelernt hat, lebt er in seiner eigenen Welt, hat nicht nur Schwierigkeiten Gefühle und Nähe zuzulassen, es ihm auch zuwider und er macht es tatsächlich auch nur um den Schein zu wahren. So und nun soll dieser, beinahe autistische, Dexter einen besten Freund haben, dem er alles anvertraut…Vielleicht hätte es funktionieren können, wenn der Schauspieler, der diese Rolle ausfüllen soll, ein anderer wäre. Aber Jimmy Smits spielt einfach nicht in Michael C. Halls Liga.

Bekannterweise haben Michael C. Hall und Jennifer Carpenter mittlerweile geheiratet. Für die Serie übersetzt heißt das, dass Dexter seine Schwester Debra geheiratet hat. (Ew…) Das hat mich tatsächlich irritiert, weil ich die beiden jetzt tatsächlich mit anderen Augen sehe…

Die dritte Staffel von DEXTER ist natürlich nicht schlecht, Folge 11 und 12 sind sogar so gut und spannend, dass ich mir gewünscht hätte, die anderen zehn Folgen wären in dieser Qualität.

Ab dem 27.09.2009 wird nun die vierte Staffel von DEXTER auf dem amerikanischen Fernsehsender SHOWTIME ausgestrahlt, die fünfte Staffel ist in Vorbereitung. Ich bleibe dabei und hoffe, dass es wieder besser wird…

Dexters morgendliche Routine:

Philadelphia – "The Unborn"

Ich war am 15.01.09 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„The Unborn“ (dt. Kinostart: 12.03.09) 88 min fantasy, thriller, horror
dir. David S. Goyer cast: Odette Yustman, Gary Oldman, Jane Alexander, Carla Gugino, James Remar, Cam Gigandet

Die Studentin Casey (Odette Yustman) hat immer wiederkehrende Albträume und Visionen und geht der Sache auf den Grund…

D- (Wertung von A bis F) Einen Horrorfilm mit Dämonen und Exorzismus auch nur ansatzweise mit einer Holocaust-Geschichte zu verbinden, finde ich mehr als gewagt. In der Ausführung ist es zudem noch ein unglaublich schlechter geworden. „The Unborn“ ist vorhersehbar, was nicht so schlimm wäre, würde er wenigstens einige gute Schockelemente und Effekte liefern. Einzig die Kakerlaken- bzw. Ungezieferkomponente des Filmes fand ich gelungen. Ansonsten wirkte beinahe der komplette Film lachhaft, da konnte auch nicht einmal einer meiner Lieblingsschauspieler, Gary Oldman, was daran ändern. Der spielte hier nämlich auch so als wäre er im falschen Film, was er definitiv ist…

Trailer zu sehen:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 2"

Ich habe in den letzten Tagen die komplette Staffel dieser US-Serie gesehen:

„Dexter, Staffel 2“ (TV-Ausstrahlung der 2. Staffel bei RTL2 ab 28.02.10)
12x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. u.a. Keith Gordon, Nick Gomez, Tony Goldwyn
cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, Lauren Velez, Erik King, James Remar, David Zayas, C. S. Lee, Geoffrey Pierson, Jaime Murray, JoBeth Williams und Keith Carradine

Seit dem ICE TRUCK KILLER Fall ist das Leben von Dexter (Michael C. Hall) komplett aus den Fugen geraten und als ob das nicht genug wäre, tauchen plötzlich zahlreiche Leichenteile auf, die ihm irgendwie bekannt vorkommen. Das FBI mit einer Spezialeinheit unter der Leitung von Special Agent Lundy (Keith Carradine) und die Polizeistation, für die er arbeitet, suchen den BAY HARBOR BUTCHER, ihn…

A- (Wertung von A bis F) Auch die zweite Staffel basiert auf dem Roman „Darkly Dreaming Dexter“ von Jeff Lindsay. Bereits mit der ersten Staffel hat sich „Dexter“ in meine Sucht-Suspense-Serien zu „Twin Peaks“, „Lost“ und „Damages“ gesellt, Staffel 2 hat dies nur noch bestätigt. Die Filmfigur DEXTER ist originell und für mich neben Javier Bardems ANTON CHIGURGH in No Country for Old Men und Heath Ledgers JOKER in The Dark Knight the coolest villain on the planet. Mit Folge 5, 6 und definitv 7 der zweiten Staffel hat sich Michael C. Hall einen vorderen Rang in der Liste meiner TOP TEN Lieblingsschauspieler gesichert. In diesen beiden Staffeln hat Michael C. Hall gezeigt, dass er tausend Gesichter hat und schlichtweg alles spielen kann. Seine schauspielerische Bandbreite ist mindestens genauso gross wie die von Philip Seymour Hoffman. Zur Serie zurück: Die Staffel 2 bringt natürlich neue Aspekte und die komplexen Charaktere, die man durch die erste Staffel schon ins Herz geschlossen hat, finden hier eine Weiterentwicklung und dazu gesellen sich noch weitere, interessante Figuren:

Gail – JoBeth Williams ist bekannt durch „Frasier“ und spielt hier die Mutter von Dexters Freundin Rita

Lila – Jaime Murray, spielt hier eine britische Künstlerin (leider ging mir der Akzent ziemlich auf die Nerven)

Special Agent Lundy – Keith Carradine, kommt aus einer Schauspielfamilie (Mutter: Sonia Sorel, Vater: John und Brüder: David, Robert, Bruce und Halbbruder v. Michael Bowen) Selbst ist er durch Robert Altmans „Nashville“ bekannt geworden und hat zuletzt in HBOs „Deadwood“ gespielt

Meine Empfehlung: Um diese aussergewöhnliche Serie perfekt geniessen zu können, würde ich dazu raten, sie auf die DVD zu sehen. Dann kann man sie definitiv ungeschnitten, ohne Werbepausen und in der OV sehen.

Trailer zur 2. Staffel (Achtung Spoiler zur 1. Staffel) zu sehen: