Fernsehen: "Dexter, Staffel 6"

Die komplette Staffel folgender Showtime-Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 6“ 12 x approx. 50 min crime, drama, suspense
dir. John Dahl, SJ Clarkson, Stefan Schwartz, Romeo Tirone, Ernest Dickerson, Seith Mann, Michael Lehmann cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Desmond Harrington, Colin Hanks, C.S. Lee, Lauren Vélez, David Zayas, James Remar, Aimee Garcia, Edward James Olmos, Molly Parker, Mos Def

Dexter Morgan (Michael C. Hall) ist Blutspurexperte bei der Polizei von Miami. Seit frühester Kindheit hat er mörderische Fantasien, die er in einem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet ausschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft sind. Der alleinerziehende Vater Dexter will seinem zweijährigen Sohn Harrison natürlich die beste Schulbildung ermöglichen. Es ist Zeit, dass der Junge in die Vorschule kommt, warum nicht in eine katholische? Auf einmal wird Dexter mit der Frage konfrontiert, warum er nicht gläubig ist. Harrison hat mit Jamie (Aimee Garcia), der Schwester von Angel Batista (David Zayas), ein neues Kindermädchen. Quinn (Desmond Harrington) macht seiner Freundin Debra (Jennifer Carpenter) einen Heiratsantrag. Schließlich wird die Miami Metro Police zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen und bekommt es mit einem religiösen Mörderpaar zu tun. Auf den Leichen und/oder dem Tatort wurden Symbole aus dem Neuen Testaments hinterlassen…

D+ (Wertung von A bis F) Für mich ist es ganz eindeutig, die sechste Staffel von „Dexter“ ist definitv die schlechteste. Was ich persönlich für unmöglich gehalten habe, sie ist sogar schlechter als die dritte Staffel und zwar mit Abstand.

Ich habe jetzt sechs Staffeln von „Dexter“ gesehen. Rückblickend ist die vierte meine Lieblingsstaffel, gefolgt von der ersten, zweiten und fünften. Bei Dexter sind ja beinahe alle Hauptcharaktere und die entsprechenden Schauspieler großartig, um das unter Beweis zu stellen brauchte es nur eine Staffel. Dexter selbst ist natürlich, nach wie vor, eine der interessantesten Serienfiguren, die jemals erfunden wurden. Wo liegt also das Problem bei der sechsten Staffel? Eindeutig bei den Autoren, das Staffeldrehbuch ist eine Katastrophe. Das Thema Glauben und Religion spielt hier eine dominante Rolle, das geht sichtlich Dexter (mir aber auch) auf die Nerven.

Also zusammenfassend funktioniert die sechste Staffel nicht a) weil sich der sympathische Serienmörder Dexter Morgan auf einmal damit auseinandersetzen muss, warum er nicht gläubig ist, b) das Thema Glauben und Religion überhaupt eine viel zu große Rolle spielt, c) die religiösen Serienmörderfiguren (Doomsday Killer – DDK), höflich gesagt, nicht überzeugen können und diese Serienmörder-Story auch allgemein langweilig ist und d) weil die Autoren der Meinung waren, sie müssten die geliebten Serienfiguren (Quinn, LaGuerta und zum Schluss auch ganz schlimm Debra) in eine Richtung weiterentwickeln lassen, die ihnen keiner so richtig abnehmen kann bzw. die absolut lächerlich ist.

Das DDK-Serienmörderpaar wird von Professor James Gellar (Edward James Olmos) und seinem Studenten Travis Marshall (Colin Hanks) verkörpert. Übrigens kein Spoiler weil es schon in der ersten Episode gezeigt wird. Colin Hanks spielt also einen Serienmörder. Ich bin nicht mal sicher, ob ich seinem Vater Tom Hanks (einem zweimaligen Oscar-Gewinner) abnehmen würde, dass er einen Serienmörder überzeugend spielen kann. Was ist bloss mit Familie Hanks los? Vater Tom macht nur noch Filme, die man sich nicht anschauen kann und sein Sohn Colin (der aussieht wie der Papa mit Mitte 20) nimmt Rollen an, bei denen man klar erkennen kann, dass er das Talent offenbar doch nicht geerbt hat.

Irgendwann im Laufe der sechsten Staffel wird die Figur Louis eingeführt, bei der man davon ausgehen kann, dass er für die nächste Staffel von Bedeutung sein wird.

Die sechste Staffel endet erwartungsgemäss mit einem Knaller. Staffel 7 und sogar auch 8 sind bereits in Auftrag gegeben worden. Im Moment bin ich etwas unschlüssig, ob ich eine meiner ehemaligen Lieblingsserien weitergucken möchte.

Trailer zu sehen:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 5"

Die komplette Staffel folgender Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 5“ 12 x approx. 50 min crime, drama, suspense
dir. Steve Shill, John Dahl, Ernest Dickerson, Milan Cheylov, Romeo Tirone, Keith Gordon cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Desmond Harrington, C.S. Lee, Lauren Vélez, David Zayas, James Remar guest starring: Julia Stiles, Peter Weller, Jonny Lee Miller

Dexter Morgan (Michael C. Hall) ist Blutspurexperte bei der Polizei von Miami. Seit frühester Kindheit hat er mörderische Fantasien, die er in einem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet auschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft wurden. Kürzlich hatte Dexter erst seine langjährige Freundin Rita (Julie Benz) geheiratet und wurde Vater eines Sohnes, Harrison. Rita wurde gerade brutal ermordet aufgefunden. Dexter weiss, wer seine Ehefrau getötet, gibt sich jedoch selbst die Schuld. Als die Polizei und seine Schwester Debra (Jennifer Carpenter) am Tatort eintreffen, ist Dexter noch ganz benommen und erwähnt, dass er es war. Debras Partner, Detective Quinn (Desmond Harrington), kann zwar nicht benennen warum, aber verdächtigt Dexter schon länger und fühlt sich jetzt bestätigt. Er beginnt wieder, Nachforschungen anzustellen. Derweil wird das Revier mit neuen Morden konfrontiert. Die Opfer wurden mit einer Machete geköpft. Masuka (C.S. Lee) übernimmt vorübergehend die Arbeit von Dexter, der noch ganz traumatisiert ist und sich um seine drei Kinder kümmern muss. Um langsam wieder Kontrolle über sein Leben zu bekommen, muss Dexter bald wieder seinem Tötungsdrang nachgehen. Er beginnt zu recherchieren und findet schon bald Boyd Fowler (Shawn Hatosy), der diverse Frauen brutal gefoltert und getötet hat. Als er dabei ist Boyd zu töten, bemerkt er, dass er beobachtet wird. Es stellt sich heraus, dass die Zeugin, eine von Boyds übel zugerichteten Opfern ist. Ihr Name ist Lumen (Julia Stiles) und die kann Dexter natürlich nicht so einfach gehen lassen…

A- (Wertung von A bis F) „Nurse Jackie“ ist im Comedy-Bereich meine derzeitige Lieblingsserie, „Dexter“ ist eigentlich seit der ersten Staffel meine Lieblingskrimiserie. Aus der Erinnerung heraus muss ich sagen, dass bisher Staffel 1 und 4 die besten waren. An Staffel 2 und jetzt 5 habe ich minimal etwas rumzumäkeln, eigentlich nicht mal erwähnenswert. Ist es doch nörgeln auf richtig hohem Niveau. Zusammenfassend fand ich einzig Staffel 3 etwas lahm und irgendwie enttäuschend.

„Dexter, Staffel 5“ ist wieder einmal ziemlich komplex und brillant geschrieben und inszeniert. Gleich mit der ersten Episode ist den Autoren ein unglaublich guter Rückblick bzw. Beginn von neuen Verwicklungen gelungen. Ab Folge 8 mit all den Wendungen wird die Staffel beinahe unerträglich spannend. Ich fand es beinahe ungehörig, dass die Serie dann so fesselnd war, raubte sie mir doch den Schlaf… Das Staffelende (die letzten Minuten) fand ich so mittel, lange nicht so gut wie das von Staffel 4.

Die Serie ist auch in Staffel 5 mit einer ordentlichen Portion Humor ausgestattet. Eine meiner Lieblingsszenen ist, als Debra eine Tagesmutter für ihren kleinen Neffen Harrison sucht. Auch wunderbar, die ersten Worte von Harrison: „DIE, DIE“ oder wenigstens sind es die Worte die Papa Dexter versteht. Wie immer, sorgt auch hier C.S. Lees Präsenz und seine Sprüche fürs Amüsement.

Über Michael C. Hall als Schauspieler, und insbesondere in seiner Paraderolle als Serienmörder Dexter, brauche ich keine Worte mehr zu verlieren. Komplexe Charakter in Serien sind selten. Die Serienfigur Dexter mit den ganzen Weiterentwicklungen seines Charakters ist die derzeit interessanteste, die mir einfällt. Dexter ist definitiv mein männlicher Lieblingsseriencharakter.

Auch auf Jennifer Carpenter als Dexters Schwester Debra mit ihrer Leidenschaft zum Beruf und zur Fäkalsprache kann man in der Serie nicht verzichten.

Desmond Harrington ist als Detective Quinn seit der dritten Staffel dabei. In der vierten Staffel hat er mir schon gut gefallen, jetzt in der 5. Staffel (insbesondere in den letzten Episoden) finde ich ihn sogar richtig gut.

An Julia Stiles („10 Things I Hate About You“, „The Bourne Identity“, „The Bourne Supremacy“, The Bourne Ultimatum) musste ich mich erst einmal gewöhnen. Ihr Charakter hat eine großartige Einführung in die Serie, dann nimmt die Figur aber eine Wandlung und die Geschichte einen Verlauf an, die ich dann ab und zu etwas absurd fand. Später in der Staffel und dann auch rückblickend empfand ich sie jedoch als Bereicherung für die Staffel. Ihre Serienfigur Lumen sorgt für eine extra Portion Spannung. Julia Stiles Performance war die allermeiste Zeit überragend. Sie wurde letztes Jahr für ihre Rolle in Dexter für einen Golden Globe nominiert.

Auch Jonny Lee Miller („Hackers“, „Trainspotting“, „Mindhunters“) spielt eine entscheidende Rolle. Auch er war überzeugend, so sehr, dass zum Ende von Episode 8 beinahe mein Herz stehenblieb.

Meine Lieblingsfolgen in Staffel 5: Episode 1 („My Bad“) und ab Episode 8

Staffel 6 wird ab September 2011 bei SHOWTIME ausgestrahlt.

Trailer zu sehen:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 4"

Die komplette Staffel folgender Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 4“ 12 x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. Marcos Siega, Brian Kirk, John Dahl, Keith Gordon, Romeo Tirone, Tim Hunter, Ernest Dickerson, SJ Clarkson, Steve Shill cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, Desmond Harrington, Lauren Velez, C.S. Lee, David Zayas, James Remar, Keith Carradine, John Lithgow

Der Blutspurexperte der Polizei von Miami, Dexter Morgan (Michael C. Hall), hat kürzlich seine langjährige Freundin Rita (Julie Benz) geheiratet und ist Vater eines Sohnes geworden. Letzteres bedeutet, dass er keine Nacht mehr durchschlafen kann und völlig übernächtigt in seinem Job Fehler macht und nicht nur da. Seit frühester Kindheit hat Dexter mörderische Fantasien, die er in einem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet auschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft wurden. Wie lange kann er seine mörderische Leidenschaft noch geheimhalten? Seine Schwester Debra (Jennifer Carpenter) stellt derweil Nachforschungen über ihren gemeinsamen Vater (James Remar) an, auch das wird Dexter nicht gefallen. Detectiv Joey Quinn ( Desmond Harrington) beginnt, Dexter gehörig auf die Nerven zu gehen. Nachdem Dexter nun endlich seinen ersten Mord durchführen konnte, baut er auch noch völlig übermüdet einen schweren Autounfall. Wo ist die Leiche, die er im Kofferraum vermutet? Dann steht plötzlich FBI Agent Lundy ( Keith Carradine) wieder auf dem Revier. Mittlerweile ist Lundy pensioniert, ist aber seit über 15 Jahren hinter einem Serienmörder her, dem TRINITY KILLER (John Lithgow). Lundy geht davon aus, dass der TRINITY KILLER jetzt in Miami sein Unwesen treibt. Dieser Serienmörder soll bereits seit drei Jahrzehnten nach dem selben Muster töten. Muss sich Dexter nun auch noch um den TRINITY KILLER kümmern?

A (Wertung von A bis F) Von allen vier Staffeln von „Dexter“ sehe ich die komplette erste und die komplette vierte als besonders empfehlenswert. Im Gegensatz zur dritten Staffel, von der ich doch recht enttäuscht war, bin ich bei der vierten Staffel gleich seit der ersten Folge gefesselt. Das hat mit Sicherheit mit Dexters neuer Situation zu tun. Michael C. Hall zeigt einmal mehr eine neue Facette von Dexter. Den völlig übermüdeten, gestressten jungen Vater Dexter hier zu sehen, der doch eigentlich nur seiner Bestimmung folgen möchte, ist äusserst amüsant. Gleich in der ersten Folge wird dann auch eine witzige, abgeänderte Opening-Sequenz (Link dazu siehe unten) gezeigt.

Neben natürlich der Entwicklung von Dexters Charakter, wurde eine neue geniale Figur kreiert. Der TRINITY KILLER zeigt in der Serie immer mehr Seiten von sich und etabliert sich, meines Erachtens, schließlich als einer der besten Serienmörder-Figuren überhaupt. In der Serie wird er gespielt von dem grossartigen John Lithgow. In den letzten Jahren hat man John Lithgow eher in ganz schlechten Kinoproduktionen („Dreamgirls“, Confessions of a Shopaholic, Leap Year) gesehen, dabei vergisst man leicht, dass der Schauspieler bereits zwei Mal für den Oscar nominiert („Word According to Garp“ und „Terms of Endearment“) wurde und durch dieTV-Serie „3rd Rock from the Sun“ einen großen Bekanntheitsgrad erreichen konnte. Schließlich konnte er auch am Theater seine Fangemeinde noch einmal vergrössern und gewann sogar einen Tony-Award. In „Dexter“ ist John Lithgow unglaublich überzeugend und so hat Dexter endlich wieder eine ebenbürtigen Kameraden an seiner Seite. Seit der zweiten Staffel spielt Dexter meiner Meinung nach mit niemanden mehr auf Augenhöhe. John Lithgow als der TRINITY KILLER schafft es, so bald er auf dem Bildschirm erscheint eigentlich jede Szene für sich zu beanspruchen, sogar wenn er direkt mit Michael C. Hall als Dexter zusammenspielt.

Es war eine grandiose Idee der Autoren, Dexter hier als genervten Familienvater, der versucht sein geheimes Leben mit seinem neuen Leben unter einen Hut zu bringen, zu zeigen. Die vierte Staffel ist sehr witzig, brutal, richtig spannend und das unglaublich gute Drehbuch hält ein paar Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen parat. Auch wird anderen Charakteren die Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln.

Meine Lieblingscharaktere neben natürlich DEX und dem TRINITY KILLER sind Dexters ewig fluchende Schwester Debra (Jennifer Carpenter) und Masuka (C.S. Lee), der mich mit seinem Verhalten und seinen Sprüchen immer zum Lachen bringt. Seit der dritten Staffel spielt Quinn mit, der mir auch irgendwie gut gefällt.

Michael C. Hall („Six Feet Under“) zeigt in Staffel 4 ein weiteres Mal wie vielseitig und was für ein ausserordentlich talentierter Schauspieler er ist.
Nach unzähligen Nominierungen als bester Hauptdarsteller in der Kategorie Serie/ Drama, wurde Michael C. Hall im Jahr 2010 zunächst mit einem SAG-Award und anschließend mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Auch John Lithgow hat für die vierte Staffel einen Golden Globe (und kürzlich einen EMMY) als bester Nebendarsteller gewonnen.

Die fünfte Staffel wird ab 26.09.2010 bei SHOWTIME ausgestrahlt.

Die Website:

http://www.sho.com/site/dexter/cast.do

Dexter Morgan, Blutspurexperte, Serienmörder: seine morgendliche Routine (vorher)

Dexter Morgan, Blutspurexperte, Serienmörder, frischgebackener Vater: seine morgendliche Routine (nachher)

Trinity-Killer Tribute:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 3"

Die komplette Staffel dieser US-Serie habe ich mir angeschaut:

„Dexter, Staffel 3“ 12 x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. u.a. Keith Gordon, Marcus Siega, John Dahl cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, James Remar, Lauren Vélez, David Zayas, C. S. Lee, Desmond Harrington, Jimmy Smits

Ich gebe an dieser Stelle gerne zu, dass ich die Figur Dexter, seine Serie und nicht zuletzt das grandiose Opening (das Dexters morgendliche Routine zeigt) vermisst habe. Kurze Zusammenfassung:

Staffel 1: Dexter Morgan (Michael C. Hall) der als Blutspurexperte in der forensische Abteilung der Miami Police arbeitet führt mit seiner Freundin Rita (Julie Benz) und ihren beiden Kindern ein scheinbar normales Leben. Seine Schwester Debra (Jennifer Carpenter) arbeitet ebenfalls auf der Polizeistation. Seit frühester Kindheit hat Dexter mörderische Fantasien, die er in seinem nächtlichen Parallel-Alltag in die Tat umsetzt. Er tötet ausschließlich Menschen, die dem amerikanischen Rechtssystem entkommen sind oder zu gering bestraft wurden. Bis ihm der ICE TRUCK KILLER in die Quere kommt…

Staffel 2: Aufgrund der Erlebnisse mit dem ICE TRUCK KILLER hat Dexter psychische Probleme, dann tauchen auch noch die vermeintlich für immer verschwundenen Leichen seiner Opfer wieder auf und er gerät ins Visier des FBI mit Special Agent Lundy (Keith Carradine) und seines Kollegen Sgt. Doakes (Erik King). Schließlich lernt er die Künstlerin Lila (Jaime Murray) kennen…

Die zweite Staffel hat sehr viel zu Dexters Charakterentwicklung beigetragen. Durch Michael C. Halls absolut überzeugende Performance habe ihn am Ende der Staffel sogar in die Liste meiner TOP TEN Lieblingsschauspieler aufgenommen. Nun also Staffel 3:

Auf der Polizeistation gibt es ein paar personelle Veränderungen. In seinem Privatleben wird Dexter mit Ritas Schwangerschaft konfrontiert und schließlich läuft bei seinem ersten Mordfall gehörig etwas schief. Aus Notwehr tötet er einen Unschuldigen. Wie sich herausstellt ist der Getötete auch noch der Bruder des bekannten Bezirksstaatsanwaltes Miguel Prado (Jimmy Smits)…

Staffel 1: Bewertung: A

Staffel 2:  Bewertung: A-

Staffel 3: Bewertung: B- (Wertung von A bis F) Dafür, dass ich mich so sehr auf die dritte Staffel gefreut habe, war ich ungewöhnlich spät gefesselt. Zweifelsohne ist das die schwächste Staffel. Das liegt zum Teil daran, dass zu Beginn einfach zu viele (auch eher unwichtige) Figuren am Geschehen teilnehmen und was bei meiner Bewertung noch schwerwiegender ins Gewicht fällt, Dexter bekommt einfach keinen adequaten „Spielkameraden“. Darüber hinaus weiß ich nicht, was sich die Autoren dabei gedacht haben, Dexter einen Freund zur Seite zu stellen. Wie man Dexters Figur in den ersten beiden Staffeln kennengelernt hat, lebt er in seiner eigenen Welt, hat nicht nur Schwierigkeiten Gefühle und Nähe zuzulassen, es ihm auch zuwider und er macht es tatsächlich auch nur um den Schein zu wahren. So und nun soll dieser, beinahe autistische, Dexter einen besten Freund haben, dem er alles anvertraut…Vielleicht hätte es funktionieren können, wenn der Schauspieler, der diese Rolle ausfüllen soll, ein anderer wäre. Aber Jimmy Smits spielt einfach nicht in Michael C. Halls Liga.

Bekannterweise haben Michael C. Hall und Jennifer Carpenter mittlerweile geheiratet. Für die Serie übersetzt heißt das, dass Dexter seine Schwester Debra geheiratet hat. (Ew…) Das hat mich tatsächlich irritiert, weil ich die beiden jetzt tatsächlich mit anderen Augen sehe…

Die dritte Staffel von DEXTER ist natürlich nicht schlecht, Folge 11 und 12 sind sogar so gut und spannend, dass ich mir gewünscht hätte, die anderen zehn Folgen wären in dieser Qualität.

Ab dem 27.09.2009 wird nun die vierte Staffel von DEXTER auf dem amerikanischen Fernsehsender SHOWTIME ausgestrahlt, die fünfte Staffel ist in Vorbereitung. Ich bleibe dabei und hoffe, dass es wieder besser wird…

Dexters morgendliche Routine:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 2"

Ich habe in den letzten Tagen die komplette Staffel dieser US-Serie gesehen:

„Dexter, Staffel 2“ (TV-Ausstrahlung der 2. Staffel bei RTL2 ab 28.02.10)
12x ca. 50 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. u.a. Keith Gordon, Nick Gomez, Tony Goldwyn
cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, Lauren Velez, Erik King, James Remar, David Zayas, C. S. Lee, Geoffrey Pierson, Jaime Murray, JoBeth Williams und Keith Carradine

Seit dem ICE TRUCK KILLER Fall ist das Leben von Dexter (Michael C. Hall) komplett aus den Fugen geraten und als ob das nicht genug wäre, tauchen plötzlich zahlreiche Leichenteile auf, die ihm irgendwie bekannt vorkommen. Das FBI mit einer Spezialeinheit unter der Leitung von Special Agent Lundy (Keith Carradine) und die Polizeistation, für die er arbeitet, suchen den BAY HARBOR BUTCHER, ihn…

A- (Wertung von A bis F) Auch die zweite Staffel basiert auf dem Roman „Darkly Dreaming Dexter“ von Jeff Lindsay. Bereits mit der ersten Staffel hat sich „Dexter“ in meine Sucht-Suspense-Serien zu „Twin Peaks“, „Lost“ und „Damages“ gesellt, Staffel 2 hat dies nur noch bestätigt. Die Filmfigur DEXTER ist originell und für mich neben Javier Bardems ANTON CHIGURGH in No Country for Old Men und Heath Ledgers JOKER in The Dark Knight the coolest villain on the planet. Mit Folge 5, 6 und definitv 7 der zweiten Staffel hat sich Michael C. Hall einen vorderen Rang in der Liste meiner TOP TEN Lieblingsschauspieler gesichert. In diesen beiden Staffeln hat Michael C. Hall gezeigt, dass er tausend Gesichter hat und schlichtweg alles spielen kann. Seine schauspielerische Bandbreite ist mindestens genauso gross wie die von Philip Seymour Hoffman. Zur Serie zurück: Die Staffel 2 bringt natürlich neue Aspekte und die komplexen Charaktere, die man durch die erste Staffel schon ins Herz geschlossen hat, finden hier eine Weiterentwicklung und dazu gesellen sich noch weitere, interessante Figuren:

Gail – JoBeth Williams ist bekannt durch „Frasier“ und spielt hier die Mutter von Dexters Freundin Rita

Lila – Jaime Murray, spielt hier eine britische Künstlerin (leider ging mir der Akzent ziemlich auf die Nerven)

Special Agent Lundy – Keith Carradine, kommt aus einer Schauspielfamilie (Mutter: Sonia Sorel, Vater: John und Brüder: David, Robert, Bruce und Halbbruder v. Michael Bowen) Selbst ist er durch Robert Altmans „Nashville“ bekannt geworden und hat zuletzt in HBOs „Deadwood“ gespielt

Meine Empfehlung: Um diese aussergewöhnliche Serie perfekt geniessen zu können, würde ich dazu raten, sie auf die DVD zu sehen. Dann kann man sie definitiv ungeschnitten, ohne Werbepausen und in der OV sehen.

Trailer zur 2. Staffel (Achtung Spoiler zur 1. Staffel) zu sehen:

TV – Serie: "Dexter, Staffel 1"

Ich habe die letzten Tage die komplette 1. Staffel dieser U.S. Serie gesehen:

„Dexter, Staffel 1“ (dt. TV-Ausstrahlung bei RTL2 ab 29.09.08 jeden Montag um 22.55 Uhr)
12 Folgen à ca. 55 min crime, drama, suspense, adaptation
dir. u.a. Michael Cuesta, Daniel Cerone, Tony Goldwyn
cast: Michael C. Hall, Jennifer Carpenter, Julie Benz, Erik King, James Remar, Lauren Velez, C.S. Lee, Geoffrey Pierson, David Zayas

Dexter Morgan (Michael C. Hall) arbeitet als Blutspurexperte in der forensischen Abteilung der Polizei von Miami. Er ist bei seinen Kollegen beliebt, verbringt gerne Zeit mit seiner Freundin Rita (Julie Benz) und ihren beiden Kindern und hat eine enge Beziehung zu seiner jüngeren, ehrgeizigen Schwester Debra (Jennifer Carpenter),mit der er zusammen auf derselben Polizeistation arbeitet. Was niemand ahnt, er hat seit frühester Kindheit Mordgelüste und setzt die, mit für ihn befriedigender Regelmässigkeit, um. Sein Adoptivvater Harry (James Remar) hat schon sehr früh vermutet, was in seinem Sohn vorgeht und hat ihm geraten, seine mörderischen Aktivitäten zu kanalisieren. Wenn es schon sein muss, warum nicht die Welt gleich von kriminellem Abschaum befreien? Daran hält sich Dexter, sammelt Hintergrundinformationen über die Verbrecher, die der Justiz entkommen sind, beobachtet und tötet sie und beseitigt anschliessend die menschlichen Überreste unbemerkt. Eines Tages taucht aber ein weiterer, intelligenter Serienmörder – der ICE TRUCK KILLER – auf und scheint Dexters Geheimnis zu kennen und mit ihm spielen zu wollen…

A (Wertung von A bis F) Die 1. Staffel ist angelehnt an den Roman „Darkly Dreaming Dexter“ von Jeff Lindsay. Die Serie lässt einen in die Gedankenwelt eines Serienkillers schauen. Es ist ein originelles Konzept mit einem raffiniert geschriebenem Seriendrehbuch, dazu eine ordentliche Prise Zynismus, perfekt gecastete Schauspieler und schliesslich Regisseure, die ihr Handwerk verstehen.

Bei dem Pilotfolge war ich lediglich interessiert und neugierig was amerikanische Kritiker zu Lobeshymnen hinreissen lässt. Von der komplexen Filmfigur Dexter (Michael C. Hall) war ich jedoch von Anfang an fasziniert. Mit der 1. Folge wird einem dann ein äusserst gelungener Vorspann offenbart. Seit Folge 5 bin ich bedingsloser Fan von Dexter und seiner Serie. Ab Folge 8 wird es richtig gut und bei den letzten beiden Folgen der 1. Staffel (11 und 12) war das Spannungsniveau so hoch, dass ich dann nicht mehr vom DVD-Player und Empfangsgerät wegzubekommen war…

Neben der vielschichtigen Hauptfigur sind noch weitere, teils undurchsichtige Charaktere interessant. Die Besetzung im Überblick:

Dexter Morgan – Michael C. Hall, Theaterschauspieler, der durch die U.S. Serie „Six Feet Under“ bekannt wurde. Er spielt hier den sympathischen, gutaussehenden Mittdreissiger mit autistischen Zügen ebenso überzeugend wie den brutalen Killer. Dexter gibt einem intime Einblicke in das Seelenleben und die Gedankengänge eines intelligenten Serienmörders, zeigt seinen Perfektionismus, seine Prinzipien, seine Unsicherheiten und auch seine Leere.

Debra Morgan – Jennifer Carpenter, hat in „The Excorcism of Emily Rose“ gespielt und ist demnächst in dem Horrorfilm „Quarantine“ zu sehen. Hier spielt sie Dexters jüngere Schwester, die ihn über alles liebt

Rita Bennett – Julie Benz, bekannt durch „Buffy, the Vampire Slayer“ und „Angel“ spielt hier Dexters Freundin. Sie hat mit ihrem Exmann zwei Kinder und wurde von ihm misshandelt. Zunächst verweilt der Ex im Gefängnis.

Harry Morgan – James Remar, bekannt als Samanthas grosse Liebe, Richard, aus „Sex and the City“. Hier nur in Rückblenden zu sehen, er spielt Dexters verstorbenen Adoptivvater, der ebenfalls als Cop arbeitete und Dexter eine Richtung vorgab.

Lieutenant Maria LaGuerta – Lauren Velez, hat in der U.S. Gefängnisserie „Oz“ spielt, hier spielt sie die ambitionierte Chefin von Dexter

Angel Batista – David Zayas, hat ebenfalls in „Oz“ gespielt. Hier der Kollege und Freund von Dexter

Sgt. James Doakes – Erik King, hat auch in „Oz“ gespielt. Kollege von Dexter und der einzige aus seinem Umfeld, der Dexter für einen Psycho hält.

Vince Masuka – C.S. Lee, hat kurze, aber ziemlich gute Szenen

ICE TRUCK KILLER – NO SPOILER – aber soooo guuuut

Alles in allem ist es eigentlich ein grossartiger Film, der knapp 12 Stunden lang geht. Die Serie läuft seit Oktober 2006 sehr erfolgreich in den U.S.A. Michael C. Hall und die Serie ist sowohl für einen Golden Globe, als auch für den wichtigsten Fernsehpreis EMMY nominiert worden. Ab Ende September 2008 wird die 3. Staffel von DEXTER bei SHOWTIME ausgestrahlt. Bei uns wird sie, wie gesagt, bei RTL2 ab 29.09.08 jeden Montag um 22.45 Uhr (direkt nach Californication um 22.15 Uhr) gezeigt. Was für ein Montag? Ich freue mich jetzt schon auf die 2. Staffel, die ich direkt nachlege.

Trailer zu sehen: