NYC – Film: „Snowden“

Ich war am 29.09.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Snowden“ (dt. Kinostart war der 22.09.16)     134 min  drama, adaptation, biopic, thriller
dir. Oliver Stone cast: Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Melissa Leo, Zachary Quinto, Tom Wilkinson, Scott Eastwood, Timothy Olyphant, Ben Schnetzer, Rhys Ifans, Nicolas Cage

 

 

Am 3.6.2013 traf sich Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt) mit der amerikanischen Dokumentarfilmerin Laura Poitras (Melissa Leo) und den Journalisten Glenn Greenwald (Zachary Quinto) und Ewen MacAskill (Tom Wilkinson) in Hongkong. Zu dem Zeitpunkt hat der IT-Spezialist sein gesamtes Leben in den U.S.A. hinter sich gelassen und befindet sich auf der Flucht. Edward Snowden übergibt den Journalisten geheime Dokumente, die die Überwachungspraktiken des amerikanischen und des britischen Geheimdienstes enthüllen und erzählt von seinem Leben…

 

 

C (Wertung von A bis F) „Snowden“ basiert auf Luke Hardings „The Snowden Files“ und Anatoly Kucherenas „Time of the Octopus“. Der Film dramatisiert die tatsächlichen Vorgänge zwischen den Jahren 2004 und 2013. Das fiktionale Porträt über Edward Snowden ist der neue Film des Regisseurs Oliver Stone („Wall Street“, „JFK“,W. Savages). Es ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion.

Für die meisten Europäer ist Edward Snowden ein Held, viele U.S.-Amerikaner sehen das etwas anders. Kein Studio in den U.S.A. wollte Oliver Stones Film über den Whistleblower finanzieren. Der amerikanische Filmemacher sieht ihn ganz klar als Helden und versucht mit diesem Film, auch andere – vorwiegend seine Landsleute – davon zu überzeugen, dass er kein Verräter ist.

 
Oliver Stone hat wirklich gute und wichtige Filme geschaffen, „Snowden“ ist leider keiner von denen. Der Beziehungsgeschichte zwischen Ed Snowden und seiner Freundin (gespielt von der weder mit Schönheit noch Talent gesegneten Shailene Woodley) wird viel zu viel Platz eingeräumt. Diese junge Frau ist wirklich nicht im Geringsten interessant und so langweilt der Film auch über weite Strecken. Auch wenn der Doku-Thriller Citizenfour nur das Treffen mit den Journalisten und Laura Poitras zeigt und nicht sein gesamtes Leben beleuchtet, ist es ein wesentlich besserer Film über die Persönlichkeit Edward Snowden.

Das Beste an dem Film ist tatsächlich Joseph-Gordon Levitts und Melissa Leos Performance. Joseph Gordon-Levitt  sieht Edward Snowden nicht nur erschreckend ähnlich, wer sich Originalaufnahmen von ihm angeschaut hat, wird feststellen, dass er auch so spricht. Das freut mich besonders nach dem Sprachendesaster, dass JGL im letzten Jahr mit The Walk hingelegt hat. Oscar-Gewinnerin Melissa Leo (The Fighter, Prisoners) schlüpft wieder mal in eine Rolle und ward bis zum Ende des Films nicht mehr gesehen – das ist eine perfekte Performance.

 
„Snowden“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joseph Gordon-Levitt)

„Snowden“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt.

 
Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bleed for This„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer Vinny Paz mit Miles Teller und einem Aaron Eckhart, den ich nie erkannt hätte
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Keeping Up with the Joneses„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Actionkomödie mit Jon Hamm, Isla Fisher und Zach Galifianakis (der so viel abgenommen hat, dass man ihn kaum erkennt)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: also eher nicht

Trailer v. Film: „Bad Santa 2„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fortsetzung zu einem Film, den ich liebe. Wieder mit Billy Bob Thornton, aber auch Kathy Bates
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Girl on the Train„
Bewertung des Trailers: F
Kommentar: Dieser Trailer ist ein unfassbarer Spoiler-Trailer. Bei mind. 80% RT gucke ich den Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Accountant„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Actionthriller mit Ben Affleck, J.K. Simmons, John Lithgow, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Doctor Strange„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ich bin ja von Marvel-Superhelden-Kram gelangweilt, aber der sieht in meiner Welt irgendwie cool aus. Außerdem spielen Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton, Michael Stuhlbarg, Mads Mikkelsen, etc. mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

amerikanisches Filmplakat von "Snowden"
amerikanisches Filmplakat von „Snowden“

 

Chicago – Film: „The Night Before“

Ich war am 28.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Night Before“ (dt. Filmtitel: „Die Highligen drei Könige“, dt. Kinostart: 26.11.15) 101 min comedy
dir. Jonathan Levine cast: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anthony Mackie, Michael Shannon, Jillian Bell, Lizzy Caplan, Mindy Kaling, James Franco, Tracey Morgan

 

Nachdem die Eltern von Ethan (Joseph Gordon-Levitt) vor 14 Jahren verstorben sind, hat er es mit seinen beiden Freunden Isaac (Seth Rogen) und Chris (Anthony Mackie) jedes Jahr zu Weihnachten richtig krachen lassen. Jetzt sind sie aber alle mittlerweile Mitte 30, Isaacs Ehefrau Betsy (Jillian Bell) ist hochschwanger und sie wollen nur noch ein letztes Mal an Weihnachten richtig feiern…

B+ (Wertung von A bis F) „The Night Before“ ist eine Komödie des New Yorker Regisseurs Jonathan Levine. Vor ein paar Jahren hat er bereits bei der Seth Rogen/Joseph Gordon-Levitt-Tragikomödie 50/50 Regie geführt.

„The Night Before“ hat einen großartigen Wortwitz (daher unbedingt in der Originalfassung anschauen). Es ist jetzt schon einige Wochen her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich quasi von Anfang bis zum Ende gelacht, gekichert oder mich wenigstens gut unterhalten gefühlt habe.

Bei den meisten Bromance-Komödien werden Frauen darauf reduziert, Sexobjekte oder Nervensägen zu sein. Bei dieser Komödie spielen zwar Frauen auch nur eine Nebenrolle, dafür dürfen sie aber gleichberechtigt witzig sein. Jillian Bell, deren komödiantisches Talent und Timing mir bereits in 22 Jump Street aufgefallen ist, ist auch hier herausragend und passt wunderbar zu Seth Rogen. Überhaupt stimmt die Chemie der drei Hauptdarsteller.

Anthony Mackie hatte ich kurz zuvor noch in dem anderen, nicht so empfehlenswerten Weihnachtsfilm Love the Coopers gesehen. Sein Schauspieldebüt hat er seinerzeit in Eminems „8 Mile“ gegeben, ich habe ihn erst Jahre später, in dem Oscar-Film The Hurt Locker zum ersten Mal bemerkt. Mittlerweile hat er den Status eines Filmstars erreicht. Er hat die Attraktivität und das Charisma eines Denzel Washington. Ich hoffe, dass er zukünftig nicht nur kommerziellen Kram dreht, sondern dass ich ihn auch mal in ein paar anspruchsvollen Filmen zu sehen bekomme.

Ansonsten gibt es über „The Night Before“ noch zu berichten, dass James Franco mal wieder herrlich selbstironisch daherkommt und Michael Shannon einmal mehr beweist, wie grandios er ist.

 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

da ich mich ins Kino geschlichen habe und leicht verspätet war, habe ich nur noch den folgenden Trailer gesehen:

Trailer v. Film: „Deadpool“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: wieder so ein Marvel-Superhelden-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: „The Walk – 3D“

Ich war am 26.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Walk – 3D“ (dt. Kinostart: 22.10.15) 124 min drama, biopic, action, adaptation
dir. Robert Zemeckis cast: Joseph Gordon-Levitt, Ben Kingsley, Charlotte Le Bon, James Badge Dale, Ben Schwartz, Steve Valentine

Der Franzose Philippe Petit (Joseph Gordon-Levitt) ist Straßenkünstler und Seiltänzer. Er sucht immer nach eine neuen Herausforderung. Dann liest er einen Artikel, dass die höchsten Türme der Welt in New York entstehen sollen. Petit plant Le Coup, er möchte vom Dach des einen Turmes des WTC zum anderen ein Seil spannen und darüber balancieren. Das muss er jedoch schaffen, bevor alle Stockwerke der Zwillingstürme offiziell eröffnet werden.

D+ (Wertung von A bis F) „The Walk“ basiert auf einer wahren Geschichte. Es ist eine Adaption von Philippe Petits Memoiren „To Reach the Clouds“.

Vielleicht ist „The Walk“ ein Film für die anspruchslose Masse, definitiv ist es kein Oscar-Film. Mir ist sogar schleierhaft, warum das NYFF Komitee diesen Film als Eröffnungsfilm für ihr 53. Festival ausgewählt hat. Die Auswahl der letzten Jahren (mit Gone Girl, Captain Phillips, Life of Pi, Carnage, The Social Network) war da wesentlich solider.

Eigentlich wusste ich schon mit der ersten Szene, dass mir der Film nicht gefallen kann. Diese Studioaufnahme mit Joseph Gordon Levitt, der vorgibt Franzose zu sein, eine seltsame Perücke trägt und so tut, als würde er auf der Fackel der Freiheitsstatue stehen – im Hintergrund die Zwillingstürme….da musste ich das erste Mal schon tief durchatmen. Dann spricht er mit nervigen französischen Akzent auch noch direkt in die Kamera, direkt zum Publikum. Das sogenannte Durchbrechen der vierten Wand funktioniert ganz selten in Filmen/ oder Serien. In der Serie House of Cards geht diese Erzähltechnik wunderbar auf, weil Kevin Spacey den Zuschauer an seinen durchtriebenen Gedanken und Plänen teilhaben lässt. In „The Walk“ erklärt uns aber nun dieser Möchtegern-Franzose in regelmäßigen Abständen, was man sowieso sieht und/oder schlichtweg keiner Erklärung bedarf.

Wenn man sich Robert Zemeckis Filmografie anschaut, sieht man dass der Filmemacher einige wirklich gute Filme inszeniert hat, aber auch einige Male völlig daneben gegriffen hat. „The Walk“ passt für mich in die zweite Kategorie.

Warum überhaupt muss der US-Amerikaner Joseph Gordon-Levitt ((500) Days of Summer, Don Jon) hier so tun als wäre er Franzose? Haben alle französischen Schauspieler abgelehnt, die Rolle zu spielen oder waren anderweitig verhindert?

Was ich – naja einigermassen – nachvollziehbar fand, war die Erklärung warum JG-Ls Charakter überwiegend und auch mit seinen Landsmännern- und frauen Englisch spricht. Er muss üben, weil er demnächst in die U.S.A. geht. In den meisten amerikanischen Filmen bekommt man gar keine Erklärung mitgeliefert, da sprechen die Deutschen, Russen, etc. untereinander und in ihrem Heimatland einfach Englisch miteinander.

Ich habe gehört und jetzt auch gelesen, dass „The Walk“ für seine letzten 30 Minuten sehr gelobt wird. Na…ja Zugegeben gibt es ein paar spektakuläre Szenen, aber die entschädigen mich für die öden und nervigen vorangegangen 1 1/2 Stunden auch nicht. Robert Zemeckis lässt einen auch zu keinem Zeitpunkt vergessen, hier einen Film zu sehen. Die Kostüme wirken wie Verkleidungen und dass es auf dem Dach der World Trade Center (in einer Höhe von 417 Metern) beinahe windstill war, wirkt doch sehr an den Haaren herbeigezogen.

Wer sich für Philippe Petits Geschichte interessiert, sollte sich die im Jahr 2009 mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentation Man on Wire anschauen.

Das Schlussbild gab mir einen Stich mitten ins Herz.

„The Walk“ feierte seine Weltpremiere auf dem New York Film Festival 2015, dort wurde er als Eröffnungsfilm gezeigt. Ich habe ihn in einer der 3D-Opening Night Vorstellungen auf dem NYFF53 gesehen. Aufgrund des Papst Besuches in New York wurde die offizielle Eröffnung des NYFF um einen Tag nach hinten verschoben. Ich habe in der Vergangenheit schon zig mal erlebt, dass einer der jeweiligen amtierenden US-Präsidenten in der Stadt war und welche Sicherheitsvorkehrungen und Straßen- Bus und U-Bahnsperrungen das in der eh schon verkehrschaotischen Stadt nach sich zog. Jetzt ist klar, dass der Besuch des Papstes tatsächlich noch eine Steigerung dazu ist. Ich bin mir auch sicher, noch nie solche Menschenmassen gesehen zu haben. Mein geliebter Central Park war unverschämterweise auch den ganzen Tag gesperrt.

„The Walk“ kam heute, am 30.09.15, in die amerikanischen Kinos, allerdings wurde der Film ausschließlich in IMAX-Kinos gezeigt. Eine Woche später ist er dann in allen amerikanischen Kinos zu sehen.

„The Walk“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Joseph Gordon-Levitt), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Wenn es gerecht zugeht, dann hat er einzig in den technischen Kategorien Chancen auf Oscar-Nominierungen.

Trailer zu sehen:

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NYC – Film: "Don Jon"

Ich war am 27.09.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Don Jon“ (dt. Kinostart: 14.11.13) 90 min comedy, drama
dir. Joseph Gordon-Levitt cast: Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore, Tony Danza, Brie Larson

Jon „Don Jon“ Martello Jr. (Joseph Gordon-Levitt) setzt Prioritäten im Leben. Wichtig sind ihm sein Körper, seine Wohnung, sein Macho-Auto, seine Familie, der wöchentliche Kirchgang inkl. Beichte, seine Kumpels, Weiber, aber was er richtig liebt sind Pornos. Er ist Single, sieht verdammt gut aus und schleppt die Frauen reihenweise ab. Die richtige sexuelle Befriedigung bekommt er aber nur durch einen Pornofilm. Dann trifft er auf Barbara Sugarman (Scarlett Johansson). Genau so stellt er sich seine Traumfrau vor. Für Jon ist es aber nicht so einfach, Barbaras Herz zu erobern. Sie hat bestimmte Vorstellungen von ihrem Traummann und stellt Bedingungen. Barbara sieht auch gerne Filme, nur sind das sicherlich keine Pornofilme. Sie wird seine Leidenschaft für Pornos ganz sicher nicht tolerieren…

B+ (Wertung von A bis F) „Don Jon“ ist das bemerkenswerte Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers Joseph Gordon-Levitt („10 Things I Hate About You“, (500) Days of Summer, Inception, 50/50, The Dark Knight Rises). Er hat auch die Vorlage zu dem Film geschrieben.

Dieses Jahr scheint das Jahr der guten Regie/Spielfilmdebüts zu sein. Mir fallen Evil Dead, Whitewash, The Way, Way Back, Fruitvale Station, Blue Caprice, Short Term 12, Thanks for Sharing, In a World… ein, alles auf ihre Art gelungene erste Filme neuer Regisseure. Wenn, wie bei „In a World…“ und „Don Jon“ auch noch ein bekannter Schauspieler seinen ersten Spielfilm präsentiert, erhält dieser immer eine besondere Aufmerksamkeit.

Man könnte darüber mutmaßen, warum sich Joseph Gordon-Levitt für seinen ersten Spielfilm ausgerechnet das Thema Pornosucht ausgesucht hat. Letztlich empfand ich es aber nur als roten Faden, der sich durch den Film zieht. Jospeph Gordon-Levitts Figur Don Jon ist einfach gestrickt, braucht seine Routine im Leben, viel mehr ist ihm auch nicht wichtig. Den besten Sex hat er mithilfe von Pornofilmen und er erklärt auch plausibel warum ihm Pornos mehr bringen als der Sex mit Frauen. Das ist so ehrlich und direkt und zugleich witzig erzählt, dass in meiner Vorstellung eigentlich permanent gelacht wurde. „Don Jon“ hat einen guten Dialogwitz, aber der Film lebt auch von den Wiederholungen, das Geräusch, wenn er seinen Mac hochfährt, wenn er einmal die Woche im gleichen Unterhemd wie sein Vater mit seiner Familie am Mittagstisch sitzt oder seine Schwester Monica (großartig von Brie Larson gespielt), die zwar anwesend ist, aber doch teilnahmslos überwiegend in ihr Handy glotzt. Das hat einen großen Unterhaltungswert. Die Story um die ältere Lady fand ich nur so mittel, was für mich aber, glaube ich, einzig damit zusammenhängt, dass ich Julianne Moore hier einfach nicht idealbesetzt finde.

Tony Danza hingegen fand ich großartig. Joseph Gordon-Levitt hat sich optisch in der letzten Zeit ordentlich verändert. Aus dem niedlichen Jungen ist ein sehr attraktiver, durchtrainierter, charismatischer Mann geworden. Sogar seine Stimme klingt auf einmal erwachsen. „Don Jon“ ist der erste Film, in dem ich ihn so wahrnehme. Mit Scarlett Johansson kann ich irgendwie nichts anfangen. Sie hat eine gute Figur, aber irgendwie wirkt sie immer etwas billig. Hier passt aber die Rolle der blonden Tussi aus New Jersey wie die Faust aufs Auge.

Mitten im Film habe ich mir notiert, dass „Don Jon“ in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013 landen könnte, dazu muss ich ihn mir aber noch mal anschauen.

„Don Jon“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2013 gezeigt, damals noch unter dem Filmtitel „Don Jon´s Addiction“.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Out of the Furnace“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Christian Bale, Casey Affleck, Woody Harrelson, Willem Dafoe. Christian Bale scheint einfach ein gutes Händchen bei der Rollenauswahl zu haben. Oscarfilm?!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Pulling Strings“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: mexikanische RomCom
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Counselor“
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film, vielleicht ein Oscar-Film. Michael Fassbender ist so unfassbar sexy und diese Stimme…dass Javier Bardem immer so lustige Frisuren haben muss. Oscar-Film?!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Alleine der Trailer zeigt, dass Christian Bale einer der besten Schauspieler unserer Zeit ist. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „About Time“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: britische RomCom mit Bill Nighy, Tom Hollander und Rachel McAdams
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Her“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Spike Jonzes neuer Film mit Joaquin Phoenix. Das ist ganz MEIN Film, vielleicht auch ein Oscar-Film. Dem Trailer nach auch eine Oscar-Performance von Joaquin Phoenix.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%!!!

Boston – Film: "Lincoln"

Ich war am 27.11.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Lincoln“ (dt. Kinostart: 24.01.13) 149 min drama, biopic, adaptation
dir. Steven Spielberg cast: Daniel Day-Lewis, Sally Field, Tommy Lee Jones, David Strathairn, James Spader, Hal Holbrook, Joseph Gordon-Levitt, John Hawkes, Jackie Earle Haley, Lee Pace, Michael Stuhlbarg, Dane DeHaan, Adam Driver

Abraham Lincoln wurde im Jahr 1860 ins höchste amerikanische Staatsamt gewählt. Er war der erste republikanische Präsident und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Präsidenten der U.S. Geschichte. Er war ein Visionär und stand für die Einheit der amerikanischen Nation und Gleichheit aller Menschen. Sein Traum war es, das Unrecht der Sklaverei zu beenden. Verheiratet war Abraham Lincoln mit der sehr gebildeten, reichen Tochter aus den Südstaaten, Mary Todd. Sie galt als manisch-depressiv und verschwenderisch. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit, im Januar 1865 versuchte er den 13. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung, der die Sklaverei in allen U.S. Staaten verbietet, durchzusetzen. Hierfür brauchte er die Zustimmung seines Kabinetts und des Repräsentantenhauses. Am 14.04.1865 wurde Abraham Lincoln von dem fanatischen Südstaatler und Schauspieler John Wilkes Booth erschossen.

Der Film „Lincoln“ beginnt kurz nach der Wiederwahl von Abraham Lincoln (Daniel Day-Lewis). Der Krieg zwischen den Vereinigten und den Konföderierten Staaten dauert nun bereits seit vier Jahren an und, nachdem der 13. Verfassungszusatz bereits einmal die Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus verfehlte, setzt der amerikanische Präsident im Januar 1865 nun alles daran, die Verfassungsänderung durchzusetzen.

B (Wertung von A bis F) „Lincoln“ basiert auf Doris Kearns Goodwins Sachbuch „Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln“.

Das Skript zu „Lincoln“ wurde von dem Dramatiker und Drehbuchautor Tony Kushner (Angels in America) geschrieben. Der Film spielt ausschließlich in den letzten vier Lebensmonaten von Abraham Lincoln, hauptsächlich jedoch im Januar 1865.

Die Handlung bringt es mit sich, dass der Film sehr textreich ist. Unabhängig davon war mir der Film aber etwas zu lang. Man hätte Teile kürzen können. Die Vater/Sohn-Geschichte hätte man in meinen Augen ganz weglassen können. Auch kann Steven Spielberg sicherlich nicht zu hundert Prozent aus seiner Haut, diesmal lenkt er dankenswerterweise in nur ganz wenigen Szenen durch künstliches Licht und Musik ab. Insbesondere bei biografische Dramen mag ich es nicht, wenn die Filmemacher durch diese simplen Tricks versuchen, den Zuschauer emotional zu manipulieren. Für mich hätte „Lincoln“ gerne noch etwas puristischer ausfallen können. Auch passt der, von mir sehr geschätzte, Jackie Earle Haley („Little Children“, „A Nightmare on Elm Street“, „Shutter Island), der hier den Vizepräsident der Konföderierten Staaten spielt, nicht in die Zeit. Vielleicht lenkt sein Äusseres auch zu sehr ab. Ich weiss nicht, was ein paar meiner Mitzuschauer dazu veranlasst hat, das Kino vorzeitig zu verlassen. Ansonsten ist „Lincoln“ nämlich ein ziemlich guter Film.

Schon im Vorfeld, mit den ersten veröffentlichten Trailern, gab es in den U.S.A. viele Diskussionen, ob der Brite Daniel Day-Lewis den richtigen Ton des amerikanischen Präsidenten trifft. Damit war nicht nur seine Sprache und Stimme gemeint, sondern auch, ob Day-Lewis überhaupt in der Lage ist, den sympathisch-kauzigen, warmherzigen und so beliebten Abraham Lincoln zu spielen. Daniel Day-Lewis ist einer der besten Schauspieler der heutigen Zeit. Wer, wenn nicht er kann so überzeugend in scheinbar jeden x-beliebigen Charakter schlüpfen. In „Lincoln“ habe ich von Anfang an nicht Daniel Day-Lewis gesehen, sondern ausschließlich Abraham Lincoln. Es ist alles andere als unwahrscheinlich, dass Daniel Day-Lewis mit dieser Performance seinen dritten Oscar gewinnt. Damit würde einen Rekord brechen als erster Schauspieler, der drei Academy Awards als Bester Hauptdarsteller erhalten hat. Bisher hat allerdings noch kein Schauspieler für einen Steven Spielberg-Film einen Oscar gewonnen.

Begeistert war ich aber auch von James Spader (wo hat der eigentlich die ganze Zeit gesteckt?), Michael Stuhlbarg (der mittlerweile zu meinen Lieblingsschauspielern zählt), Lee Pace, der zweimaligen Oscar-Gewinnerin Sally Field und natürlich auch von Tommy Lee Jones, dem gute Chancen eingeräumt werden, mit seiner Rolle hier seinen zweiten Oscar zu erhalten.

Steven Spielberg hat seinen Film „Lincoln“ kurz nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2012 ins Kino gebracht. U.S.-Präsident Barack Obama wurde letzten Monat gerade für eine zweite Amtsperiode wiedergewählt und ich weiss nicht, ob es ein Zufall ist, dass drei politische Filme (Argo, „Lincoln“, Zero Dark Thirty) im Oscar-Rennen 2012/2013 gegeneinander antreten. Jeder Film hat irgendwie auf seine eigene Art einen aktuellen Bezug zu Themen, die Amerika bewegen.

„Lincoln“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Daniel Day-Lewis), Bester Nebendarsteller (Tommy Lee Jones), Bester Nebendarstellerin (Sally Field), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bestes Kostümdesign, Beste Filmmusik

„Lincoln“ wurde erstmalig auf dem New York Film Festival gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Side Effects“
Bewertung des Trailers: B
?Kommentar: Thriller von Steven Soderbergh mit Jude Law, Rooney Mara und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Gangster Squad“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Thriller mit Sean Penn, Ryan Gosling, Josh Brolin, Nick Nolte, Giovanni Ribisi, Michael Pena – hoffentlich nicht wieder einer dieser Filme, der eine geniale Besetzung hat und trotzdem ein großer Flop ist. Nach dem letzten Trailer habe ich das Gefühl.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Les Misérables“
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Musical mit Hugh Jackman, Russell Crowe, Amanda Seyfried, Anne Hathaway. Da muss ich ganz stark sein…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zero Dark Thirty“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Kathryn Bigelows neuer (Oscar)Film mit Jessica Chastain, Joel Edgerton, James Gandolfini.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parental Guidance“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Billy Crystal, Bette Midler, Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „The Lone Ranger“
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Action/Western mit Johnny Depp
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiss nicht…

NYC – Film: "Premium Rush"

Ich war am 24.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Premium Rush“ (dt. Kinostart: 18.10.12) 91 min action
dir. David Koepp cast: Joseph Gordon-Levitt, Michael Shannon, Jamie Chung, Dania Ramirez

Wilee (Joseph Gordon-Levitt) arbeitet als Fahrradkurier in New York. Er hetzt von Termin zu Termin. Gerade wurde er von Nima (Jamie Chung), der Mitbewohnerin von Wilees Freundin Vanessa (Dania Ramirez) beauftragt, einen Umschlag von A nach B zu bringen. Aber schon kurz nachdem er diesen entgegengenommen hat, ist ihm ein Mann (Michael Shannon) auf den Fersen…

D+ (Wertung von A bis F) Auch wenn ich eine tiefe Abneigung gegen Radfahrer habe, so war es anfangs doch sehr unterhaltsam, wie Joseph Gordon-Levitt als Fahrradkurier durch den dichten Verkehr von Manhattan heizt. Irgendwann werden aber auch die ganzen verrückten Kameraeinstellungen öde, die Stunts immer unglaubwürdiger und man verspürt das dringende Bedürfnis nach etwas Story. Leider ist die Geschichte, die sich hinter diesem ganzen Briefumschlag-Gewese befindet, unverzeihlich dämlich. Die komplette emotionale Ebene des Films funktioniert überhaupt nicht. Das betrifft sogar den von mir sehr hochgeschätzten Michael Shannon (Bug, Revolutionary Road, Take Shelter). Bei seinen Ausbrüchen hat er sich teilweise zu sehr ins Zeug gelegt. Ich hatte überhaupt den Eindruck, dass er etwas neben sich stand.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Looper“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi/Action mit Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ein paar Tage später gesehen

Trailer v. Film: „Here Comes the Boom“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Sportkomödie mit sämtlichen TV-Schauspielern und Salma Hayek
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Pitch Perfekt“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Highschool-Comedy/Musical mit Anna Kendrick
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Chasing Mavericks“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Surfer-Biopic mit Gerard Butler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Paranormal Activity 4“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Gibt es wirklich schon vier Filme? Unglaublich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Wreck-it Ralph“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Disney-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

D.C. – Film: "The Dark Knight Rises – IMAX"

Ich war am 23.07.12 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Dark Knight Rises – IMAX“ (dt. Kinostart: 26.07.12) 164 min action, drama
dir. Christopher Nolan cast: Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman, Anne Hathaway, Tom Hardy, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt, Morgan Freeman, Liam Neeson, Ben Mendelsohn, Matthew Modine

Es sind acht Jahre vergangen, dass Harvey Dent (Aaron Eckhart) ermordet wurde. Batman (Christian Bale) hat den Tod des Staatsanwalts auf seine Kappe genommen und ist untergetaucht. Bruce Wayne ist in die Jahre gekommen, läuft an einem Krückstock und ist desillusioniert. Dann steht Bruce Wayne plötzlich vor der mysteriösen Selina Kyle (Anne Hathaway). Welchen hinterlistigen Plan verfolgt sie? Als der Terrorist Bane (Tom Hardy) dann aus dem Untergrund auftaucht und Gotham City zerstören will, muss Bruce Wayne handeln…

B+ (Wertung von A bis F) „The Dark Knight Rises“ ist nach „Batman Begins“ und The Dark Knight der letzte Teil von Christopher Nolans Batman-Trilogie. Ich finde, die Trilogie hat mit dem Ende des dritten Teils einen würdigen Abschluss gefunden.“The Dark Knight Rises“ ist zwar nicht so großartig wie „The Dark Knight“, mir hat er aber besser gefallen als „Batman Begins“.

Auch wenn es bei „The Dark Knight Rises“ ein paar Probleme mit der komplexen Handlung und dem Drehbuch gibt, so war ich bereit, darüber hinwegzusehen. Im letzten Teil von Nolans Batman-Saga war ich von der teils dramatischen Story bis zum Schluss gefesselt war. Außerdem gibt es einige atemberaubende Actionszenen. Das Ende des Films hätte für meinen Geschmack noch konsequenter sein dürfen, aber als Abschluss der Fledermaus-Trilogie bin ich letztlich doch zufrieden. Es ist eine runde Geschichte. Vielleicht ist „The Dark Knight Rises“ nicht unbedingt ein Film, der die nerds und fanboys richtig begeistern wird. Christopher Nolan schneidet auch mehr Themen (Gefahr, die durch die Finanzmärkte ausgeht, Occupy-Bewegung, Guantanamo Bay) an, für die sich (derzeit) wohl mehr reifere Menschen interessieren dürften. Schließlich ist es auch kein junger, agiler Superheld, sondern ein alternder, seelisch und körperlich schwächelnder Held. Insbesondere für die etwas älteren Fans ist auch das Besondere an Nolans Batman-Trilogie, dass man mit seinem Batman selbst auch gealtert ist.

Der geniale Bösewicht aus „The Dark Knight“ wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger verkörpert. Durch Heath Ledgers wirre Optik, seine Mimik, aber noch wesentlicher durch seine Stimme und Sprache hat er mit dem JOKER einen der charismatischsten Bösewichten der Filmgeschichte geschaffen. Tom Hardy ist nun der Schurke BANE in „The Dark Knight Rises“. Durch seine Maske wurde ihm komplett die Mimik genommen. Seine Stimme und Sprache waren (dank der Nachsynchronisierung in der IMAX-Fassung) zwar zu jeder Zeit zu verstehen, wirkten aber irgendwie merkwürdig und fremd. Tom Hardy (Bronson, „Inception“, Warrior) konnte hier einzig durch seine körperliche Präsenz, seine Maskierung und Kostümierung etwas Bedrohliches seinem Filmcharakter hinzufügen. Ich fand auch, dass der Ausdruck in seinen Augen und sein Blick irgendwie gleichbleibend wirkten. In erster Linie war das für mich pure Verschwendung eines so großartigen Talents wie Tom Hardy. Vielleicht zeigt es aber auch, wie einzigartig Heath Ledgers JOKER ist und wie wichtig sein Charakter für den Film „The Dark Knight“ ist.

Bei Marion Cotillard („La Vie en Rose“, Public Enemies, „Inception“) dachte ich zunächst auch: Was für eine Talentverschwendung, auch wenn ich sie immer wahnsinnig gerne sehe. Später hat sie dann aber doch noch eine ziemlich gute Szene.

Am meisten hat mich Joseph Gordon-Levitt ((500) Days of Summer, „Inception“, 50/50) hier überzeugen können. Er wirkt mittlerweile viel reifer. Als Schauspieler war ich immer schon von ihm angetan, hier hat er aber gezeigt, dass er auch als Schauspieler noch reifen kann.

Warum hat eigentlich Anne Hathaway nicht eine Maske getragen, die ihr komplettes Gesicht verdeckt? Gut, mit ihr werde ich wohl nie warm. Sie macht hier zugegebenermassen einen guten Job, aber soo gut ist nun wieder auch nicht. Was ihre Maskierung angeht, fand ich ihre Brille besonders originell. Wenn sie die Brille in die Haare schiebt, kamen kleine Katzenohren zum Vorschein.

Für mich ist Bruce Wayne/Batman, der interessanteste Superheld von allen. Keine Figur aus der Meute der Avengers ist so cool wie Batman (oder wie er im Original genannt wird THE BATMAN). Insbesondere Christian Bale als Batman ist idealbesetzt. Auch wenn ich immer noch Schwierigkeiten mit Bales aufgesetzt-düsterer Stimme habe, wenn er die Batman-Maskierung trägt. Dies ergibt insbesondere keinen Sinn, wenn ihm Jemand gegenübersteht, der/die sowieso weiß, wer er ist.

Den Score fand ich gut eingesetzt, gelungen war aber Nolans Entscheidung, insbesondere zu Beginn einer sehr eindrucksvollen Szene (Stadium), dass er auf einen Score komplett verzichtet hat.

„The Dark Knight Rises“ ist visuell beeindruckend, man sollte ihn unbedingt auf einer riesengroßen Leinwand mit dem bestmöglichen Soundsystem sehen. Bei „The Dark Knight“ wurde schon dringend empfohlen, ihn in der IMAX-Fassung zu sehen. Da waren es ungefähr 30 Minuten, die Christopher Nolan in IMAX gedreht hat. Bei „The Dark Knight Rises“ zahlt es sich noch mehr aus, ihn im IMAX-Format zu gucken, wurden hier über 70 Minuten mit den teuren IMAX-Kameras gedreht.

Hätte „The Dark Knight Rises“ Chancen, für wichtige Oscars nominiert zu werden? Um das zu beurteilen müsste man meines Erachtens unterscheiden, ob man ihn als eigenständigen Film oder als Part der nun zu Ende gegangenen Trilogie betrachtet. Als Würdigung des Gesamten sehe ich ich eine Nominierung für „The Dark Knight Rises“ als möglich. Es hängt immer noch in der Luft, dass die Academy wegen der Nicht-Nominierung von „The Dark Knight“ etwas gutmachen muss. Die Academy wurde seinerzeit deshalb ordentlich kritisiert und hat anschließend, für das nächste Jahr, die Zahl der zu nominierenden Filme von 5 auf 10 raufgesetzt. Christopher Nolan („Memento“, „The Prestige“, Inception) hat auch bislang keine Nominierung als Bester Regisseur erhalten, was bei vielen in der Branche ebenfalls auf Unverständnis stösst. Schauspielerisch würde ich bei „The Dark Knight Rises“ Christian Bale, Joseph Gordon-Levitt und Michael Caine hervorheben. Ich wäre aber auch nicht am Boden zerstört, wenn es zu keiner wichtigen Oscar-Nominierung kommt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: neuester James Bond von Sam Mendes. Daniel Craig als 007 und was im Trailer nicht zu sehen war, Javier Bardem als Bösewicht. Das erhöht die Chancen, dass ich ihn mir doch angucke.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Trailer wirkt billig, wie eine Farrelly Bros-Produktion, nur nicht lustig. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde nur das neue, 48fps-Format interessieren.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal schauen

Teaser v. Film: „Man of Steel“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: Zack Snyders neuer Superman-Film. War das nötig? Henry Cavill als Superman. Im Teaser nicht zu sehen, es spielen aber auch Amy Adams, Michael Shannon, Russell Crowe, Kevin Costner mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Chicago – Film: "50/50"

Ich war am 01.10.11 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„50/50“ (dt. Titel: „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“, dt. Kinostart: 03.05.12) 99 min drama, comedy
dir. Jonathan Levine cast: Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Anna Kendrick, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Philip Baker Hall

Der 27-jährige Adam (Joseph Gordon-Levitt) geht mit schweren Rückenschmerzen zum Arzt. Von jetzt auf gleich erfährt er, dass er an einer seltenen Form von Krebs leidet. So schnell wie möglich soll er sich einer Chemo-Therapie unterziehen. Er weiss selbst nicht wie ihm geschieht und muss die Diagnose schließlich seiner Freundin (Bryce Dallas Howard), seinem besten Freund (Seth Rogen) und – nicht zuletzt – seiner Mutter (Anjelica Huston) beibringen…

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „50/50“ wurde von einer wahren Story inspiriert. Genauer gesagt basiert der Film auf der Krankheitsgeschichte von Seth Rogens Freund Will Reiser. Will Reiser hat hierzu das Drehbuch verfasst.

„50/50“ ist ein Indie-Film, der trotz der ganzen Tragik auch seinen urkomischen Momente hat. Die Geschichte ist mir nahe gegangen. Bei einer meiner Lieblingsszenen endeckt Joseph Gordon-Levitts Charakter die Wirkung von Haschkeksen, nicht nur hier war die Musikauswahl einfach perfekt gewählt. Joseph Gordon-Levitt (500) Days of Summer schafft es durch seine authentische Performance, dass man die ganze Zeit bei ihm ist. Seth Rogen hat aber auch mindestens eine großartige Szene. Aber auch sonst ist seine Figur unterhaltsam und versorgt den Film mit der so wichtigen Portion Humor. Anna Kendrick ist eigentlich gar nicht mein Fall, schauspielerisch gibt sie hier aber als überforderte, noch relativ unerfahrene Psychologin eine souveräne Leistung. Anjelica Huston („Prizzi’s Honor“, „The Grifters“, “ The Royal Tenenbaums“) hat mir von dem ganzen Ensemble am besten gefallen. Gerade in solchen Rollen kann sie so überzeugen. Schade, dass man sie nicht häufiger auf der Leinwand sieht.

Die Oscar-Chancen stufe ich sowohl für den Film als auch für die Schauspieler derzeit eher gering ein.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Man on a Ledge“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Sam Worthington, Elizabeth Banks und Ed Harris
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Twilight Saga: Breaking Dawn“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: :))

Trailer v. Film: „Contraband“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Actioner mit Mark Wahlberg und Kate Beckinsale (die ich so in blond beinahe gar nicht erkannt hätte)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „War Horse“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Steven Spielbergs 2. Film dieses Jahr. „War Horse“ gilt derzeit (obwohl ihn noch keiner gesehen hat) sogar schon als Oscar-Gewinner 2012. Für mich wieder ein „Arbeitsfilm“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Extremely Loud and Incredibly Close“
Bewertung des Trailers: B (warum nur dieser kitschige U2-Song)
Kommentar: Stephen Daldrys Drama, das den 11. September 2001 thematisiert. Besetzung: Tom Hanks, Sandra Bullock, Max von Sydow und Viola Davis. Oscar-Film!
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Like Crazy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Anton Yelchin und Jennifer Lawrence. Oscar-Potential
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Inception"

Ich war am 16.07.10 in Boston und am 25.07.10 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Inception“ (dt. Kinostart am 29.07.10) 148 min sci-fi, thriller, drama
dir. Christopher Nolan cast: Leonardo DiCaprio, Ellen Page, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Michael Caine, Cilian Murphy, Tom Hardy, Tom Berenger, Pete Postlethwaite

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) arbeitet als Industriespion. Er hat sich darauf spezialisiert, Ideen und Firmengeheimnisse aus dem Unterbewusstsein bzw. den Träumen der Angestellten für das Konkurrenzunternehmen zu stehlen. Cobb und seine Mitarbeiter Arthur (Joseph Gordon-Levitt) und Eames (Tom Hardy) bekommen von dem Industriemagnaten Saito (Ken Watanabe) einen neuen Auftrag. Cobbs eigene Problematik erschwert jedoch die Erfüllung des Auftrages…

B, unter Vorbehalt (Wertung von A bis F) „Inception“ ist definitiv ein Film, den man mehrmals gesehen haben sollte. Beim ersten Kinobesuch kann man den Film in seiner gesamten Komplexität kaum erfassen. Nach einigem Hin und Her habe ich mich in meiner Bewertung für ein „B“ entschieden, jedoch ohne sicher zu sein, dass ich diese Bewertung nach dem zweiten Kinobesuch aufrecht erhalten kann. Für mich ist dabei überraschend, dass ich mir sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung in der Bewertung vorstellen kann. Ist „Inception“ viel besser als er mir zunächst erscheint oder versucht der Film, ähnlich Leonardo DiCaprios letztem Film Shutter Island, besonders intelligent zu sein, ohne dass ihm dies vollends gelingt? Ausserdem frage ich mich, ob dies ein Film ist (wie z.B. „The Matrix“) bei dem man praktisch gezwungen werden soll, ihn cool zu finden. Alles offen.

Visuell ist der Film ein absoluter Leckerbissen. Es sei jedem potentiellen Zuschauer dringend geraten, die grösste Leinwand seiner Stadt zu finden. Wenn vorhanden, würde ich auch zu der IMAX-Fassung raten. Bei Christopher Nolans letztem Film (The Dark Knight) wurde bereits eindringlich empfohlen, die IMAX-Fassung zu sehen. Diesmal hatte ich die Wahl und habe mir die etwas teurere, aber sehr lohnenswerte Digital-Fassung gegönnt. In keinem Fall ist es empfehlenswert, „Inception“ zuerst auf DVD bzw. auf einem kleinem Bildschirm zu schauen. Wie bereits bei „The Dark Knight“ ist auch „Inception“ ein Film für den Kinos gebaut werden.

Durch die komplexe und wirre (nicht negativ gemeint, ich liebe David Lynch-Filme) Erzählweise ist es mir schwergefallen, in den Film reinzukommen. Richtig sicher bin ich mir nicht, ob es mir überhaupt gelungen ist. Vielleicht hätte Christopher Nolan nicht über zehn Jahre an dem Drehbuch rumschreiben sollen, sondern diese Aufgabe dem großen Künstler Charlie Kaufman („Being John Malkovich“, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“) überlassen sollen. Mir erschien „Inception“ auch etwas endlos.

Mit Leonardo DiCaprios Schauspiel habe ich seit seinem letztem Film („Shutter Island“) minimale Probleme. Auf diesem hohen Niveau ist es zwar nur ein Luxusproblem, aber es gelang mir auch in diesem Film nicht, mich komplett davon zu befreien. Ansonsten lässt die Besetzungsliste ja kaum Wünsche übrig. Herausragend waren für mich Marion Cotillard („La Vie En Rose“, Public Enemies, Nine) und Tom Hardy (RocknRolla, Bronson).

Update nach dem zweiten Kinobesuch:

B (Wertung von A bis F) Beim zweiten Mal (diesmal nicht in der imposanten IMAX-Fassung) bin ich wesentlich kritischer und weniger euphorisch an den Film rangegangen, wusste worauf ich achten wollte und konnte mich sogar darauf konzentrieren, Tom Berenger (lange nicht gesehen und irgendwie hatte ich ihn ganz anders in Erinnerung) zu erkennen.

Trotz der teils Gänsehaut erzeugenden Optik finde ich, dass „Inception“ weitläufig überbewertet wird. Christopher Nolan hat in meinen Augen etwas zu viel und zu lang konstruiert. Dennoch hat „Inception“ für einen Mainstream-Film aussergewöhnlich viel Hirn, leider fehlt dem Film die Seele. Soll heißen, ich konnte für keinen Charakter richtig Interesse entwickeln und entsprechend hat mich deren Schicksal relativ kalt gelassen. ABER: Die letzte (ungefähre, ich habe nicht auf die Uhr geschaut) Stunde von „Inception“ hat mich beim ersten Mal schon begeistert und beim zweiten Mal schlichtweg nocheinmal umgehauen und daher bleibe ich nach einiger Überlegung doch bei meiner ursprünglichen „B“-Bewertung.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Legend of the Guardians“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dieser Eulen-Animationsfilm hat es durch die vielen Trailer tatsächlich geschafft, mein Interesse zu wecken. Visuell (besonders in 3D und IMAX) ist der Trailer schon aussergewöhnlich.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60 %

Trailer von Film:“Tron Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Fortsetzung mit Jeff Bridges. Cool, stylish und vor allen Dingen in 3-D ein Muss, Trailer lange nicht mehr gesehen…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

vorgeschaltete Trailer zum zweiten Kinobesuch:

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Oliver Stones Fortsetzung des oscarprämierten Films. „Wall Street“ mit Michael Douglas, Shia LaBeouf, Frank Langella, Carey Mulligan, Susan Sarandon und Josh Brolin. Trailer habe ich ewig nicht mehr im Kino gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Social Network“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Ich halte überhaupt nichts von Sozialen Netzwerken wie Facebook, daher bin ich auf David Finchers neuen Film gespannt wie ein Flitzebogen…Hoffentlich ist der Film so gut, wie der Trailer vermuten lässt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 % !!!

Trailer v. Film: „Charlie St. Cloud“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Ein Film mit Zac Efron…pfff…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Due Date“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Action-Klamotte mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Town“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich habe mir ja schon mehrmals geschworen, nie (NIE) wieder einen Film mit Ben Affleck zu sehen…mmmh, jetzt spielt aber in diesem Action/Drama auch Jeremy Renner mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

VOD – Film: "Uncertainty"

Folgenden Film habe ich mir auf VOD angeschaut:

„Uncertainty“ 101 min thriller, drama
dir. David Siegel, Scott McGehee cast: Joseph Gordon-Levitt, Lynn Collins, Olivia Thirlby, Assumpta Sema, Madeline Lee

Am amerikanischen Nationalfeiertag steht das Pärchen Bobby (Joseph Gordon-Levitt) und Kate (Lynn Collins) auf der Brooklyn Bridge in New York City. Sie können sich nicht entscheiden, ob sie entspannt allein den Tag in Manhattan verbringen wollen oder zu ihrer Familie nach Brooklyn fahren sollen. Sie werfen eine Münze. Der Zuschauer wird den Verlauf von beiden Tagen sehen…

B+ (Wertung von A bis F) Die beiden Regisseure, die mich bereits mit ihrem anderen Film, „The Deep End“, überzeugten, haben hier eine sehr effektive Erzählweise gewählt. Es ist ein Film über Entscheidungen. Der Zuschauer verfolgt zwei Handlungsstränge, die abwechselnd erzählt werden. Dadurch ist die Spannung von Beginn an gewährleistet. Beide Geschichten sind einfach auseinanderzuhalten, die Manhattan-Story ist „gelb“ (was sich ganz auffällig in der Kleidung wiederspiegelt) und entwickelt sich zu einem spannenden Thriller. Die Brooklyn-Geschichte ist „grün“ (was sich teilweise auch in der Kleidung zeigt, aber zusätzlich auch in anderen Details, wie z.B. in einem Kartenspiel, in Gläsern, etc.) und ist mehr ein Drama. Letztere Story fand ich mimimal schwächer, aber es ist eine wunderbare Idee, zwei Genres so zu verknüpfen. Darüberhinaus könnte es nicht besser gewählt sein, diesen komplexen Film in New York spielen, und auf der Brooklyn Bridge beginnen bzw. enden, zu lassen. Ich möchte jedoch auch erwähnen, dass mir bei „Uncertainty“ irgendetwas gefehlt hat, weshalb ich mich zu einem Punktabzug entschlossen habe. Leider weiß ich das nicht genau zu benennen, ich werde ihn mir aber bald nocheinmal anschauen. Was eindeutig feststeht, ist, dass Joseph Gordon Levitt nicht nur eine überwältigende Leinwandpräsenz hat und zweifelsfrei ein großes Talent ist, sondern auch – und da bin ich mir ganz sicher – in einigen Jahren ein Superstar sein wird.

Trailer zu sehen: