San Francisco – Film: „Little Women“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Little Women“ (dt. Kinostart: 30.01.20)   135 min   drama, remake, adaptation 

dir. Greta Gerwig  cast: Saoirse Ronan, Florence Pugh, Emma Watson, Eliza Scanlen, Timothée Chalamet, Laura Dern, Chris Cooper, Meryl Streep, Tracy Letts, Bob Odenkirk  

 

Im Jahr 1861 in Concord, Massachusetts . Der Vater der vier March-Schwestern Meg (Emma Watson), Jo (Saoirse Ronan), Beth (Eliza Scanlen) und Amy (Florence Pugh) kämpft im Bürgerkrieg, die Mädchen und ihre Mutter Marmee (Laura Dern) sind in dieser schwierigen Zeit auf sich allein gestellt. Die eigenwillige Jo möchte Schriftstellerin werden und auch ihre jüngste Schwester Amy hat künstlerische Ambitionen. Amy ist aber auch eifersüchtig auf Jo und ihre Beziehung zu dem Nachbarjungen Laurie (Timothée Chalamet), der bei seinem wohlhabenden Großvater (Chris Cooper) aufwächst… 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Little Women“ basiert auf Louisa May Alcotts autobiografisch geprägtem, gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1868. Es ist die x-te Verfilmung dieses Romans. Nach Lady Bird Ist dies der zweite Spielfilm, bei dem die amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin (Frances Ha, Mistress America, Maggie´s Plan) allein Regie führt. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben. 

Für ihren zweiten Film hat sich Greta Geriwig nun ein Remake, die Neuverfilmung eines Jugendroman-Klassikers ausgesucht. Es ist ihre, etwas modernere Version von „Little Women“. Ein Kostümfilm mit Starbesetzung, wobei die Inszenierung außergewöhnlich schön anzusehen ist, leider war mir die Erzählstruktur zu verwirrend. Es gibt zwei große Handlungsstränge im Film. Der Film beginnt mit der zweiten, blickt dann in die, sieben Jahre zurückliegende Vergangenheit. Vielleicht hätte es mir geholfen, wenn man andere, jüngere Schauspielerinnen für die frühere Zeitebene genommen hätte. Die Geschichte springt hier ständig von der einen Handlungsebene zu der anderen und das fand ich etwas anstrengend. Im Buch sind Meg, Jo, Beth und Amy 16, 15, 13 und 12 Jahre alt. Auch wenn die Protagonisten in Greta Gerwigs Version vielleicht etwas älter sein sollen (das genaue Alter erfährt man nicht), das Teenager-Alter habe ich Emma Watson, Saoirse Ronan, Eliza Scanlen und Florence Pugh nicht abgenommen und einen großen optischen Unterschied bei dem einen oder anderen, dann älteren Charakter habe ich auch nicht gesehen. 

Der Film ist handwerklich toll, schauspielerisch gut (Saoirse Ronan, Florence Pugh, Timothée Chalamet, Laura Dern), manchmal besonders gut (Chris Cooper und in einer Nebenrolle eine herrlich böse Meryl Streep), aber ich empfand Gerwig Werk auch endlos lang, was ich auf das teils diffuse Drehbuch zurückführe. 

„Little Women“ wurde für 6 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Beste Nebendarstellerin (Florence Pugh), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Kostümdesign und Beste Filmmusik 

„Little Women“ ist am 25.12.19 in 3,308 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film am 30.01.20 ins Kino kommen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Respect„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: Biopic über Aretha Franklin, leider mit Jennifer-Kreischstimme-Hudson in der Hauptrolle.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The SpongeBob Movie: Sponge on the Run„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Live-Action-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 


Trailer v. Film: „In the Heights„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals von Lin-Manuel Miranda

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Peter Rabbit 2: The Runaway„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: LiveAction-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Ghostbusters: Afterlife„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Jason Reitmans neuer Film und direkte Fortsetzung der „Ghostbusters“-Filme aus den 1980er Jahren, die Papa Reitman inszenierte

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

San Francisco – Film: „1917“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„1917“ (dt. Kinostart: 16.01.20)  119 min   drama

dir. Sam Mendes  cast: George MacKay, Dean-Charles Chapman, Colin Firth, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Richard Madden, Andrew Scott 

 

Der Zweite Weltkrieg am 06.04.1917. Die zwei britischen Soldaten Schofield (George McKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) sind in Nordfrankreich stationiert. Von ihrem Vorgesetzten (Colin Firth) erhalten sie den Auftrag, eine wichtige Nachricht an ein anderes Bataillon zu überbringen. Mit der Nachricht soll verhindert werden, dass die andere Einheit in eine deutsche Falle tappt, das könnte mehr als 1,600 britischen Soldaten, darunter Blakes Bruder, das Leben kosten…

 

B+ (Wertung von A bis F) „1917“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Sam Mendes („American Beauty“, Revolutionary Road, Away We Go, Skyfall ). Sam Mendes hat diesen Film, der eine fiktive Geschichte erzählt, seinem Großvater Alfred Mendes, einem Veteran des Ersten Weltkrieges, gewidmet. 

Es ist jetzt schon mehr zwei Wochen her, dass ich „1917“ gesehen habe, der Film ist mir aber noch sehr präsent. Es gibt einen klar erkennbaren Schnitt, ansonsten wird die Handlung in einer einzigen Einstellung erzählt. Durch die beeindruckende Kameraführung, das authentische Szenenbild und den Sound lebt man als Zuschauer die gefährliche, eintägigen Mission der beiden, auf sich allein gestellten Soldaten mit. Auch wenn man quasi nichts über die beiden Protagonisten (oder auch dem Ersten Weltkrieg im Ganzen) erfährt, bekommt man einen guten Eindruck von dem erschütternden Kriegswirrwarr. Handwerklich ist der Film natürlich fantastisch, sogar die Filmmusik ist perfekt abgestimmt. „1917“ ist Kino – großes Kino – ein Film, für den es sich lohnt, ins selbige zu gehen. Wer solche Filmen inszenieren kann, gehört auch für den Oscar nominiert. 

Etwas abgelenkt war ich von den Kurzauftritten einiger bekannter Gesichter (Colin Firth, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Richard Madden), in meinen Augen völlig unnötig, sie für diese Mini-Rolle zu besetzen, aber so lässt sich ein Film natürlich besser vermarkten.  

„1917“ war der letzte Film im Jahr 2019, der der Presse und Filmindustrie gezeigt wurde. Das hat dem Film aber nicht geschadet, er wurde für 10 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, Beste visuelle Effekte, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Bestes Make-up und beste Frisuren)

„1917“ ist am 25.12.19 in elf amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 10.1.20 ist der Film dann landesweit in den Vereinigten Staaten zu sehen. In Deutschland startet der Film morgen, am 16.01.20.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Antebellum„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Horrorfilm

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

——————————————————————————————————– 

Trailer v. Film: „No Time to Die“

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Cary Fukunagas James Bond-Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Turning„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar:  Thriller/Horrorfilm. Trailer verrät scheinbar wieder gesamten Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Invisible Man„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar: Thriller/Horrorfilm mit Elisabeth Moss. Trailer verrät scheinbar auch hier den gesamten Film

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B (Redband-Trailer) 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: C 

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

——————————————————————————————————– 

Trailer v. Film: „The Last Full Measure„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Kriegsdrama mit Sebastian Stan, Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Oscar-Nominierungen 2020 und meine Meinung

Heute, am 13.01.20, um 5.18 Uhr (zweiter Teil um 5.30 Uhr) lokale Zeit in Los Angeles hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (A.M.P.A.S.) die Nominierungen für die 92nd Academy Awards bekanntgegeben. Verkündet wurden die Nominierungen von den Schauspielern/Autoren/Produzenten John Cho und Issa Rae. Obwohl ich nicht viele Überraschungen erwartet habe, fand ich die Live-Oscar-Nominierungen – wie immer – recht aufregend.

Zunächst aber kurz zu den gestrigen Critics´Choice Awards.

Gestern, am 12.01.20, wurden die Critics´ Choice Awards verliehen. Zu den Gewinnern zählte Joaquin Phoenix („Joker“), Renée Zellweger („Judy“), Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“) und Laura Dern („Marriage Story“), die Auszeichnung für die beste Regie teilten sich Sam Mendes (für „1917“) und Bong Joon-ho (für „Parasite“) und die Kategorie Bester Film gewann „Once Upon a Time in Hollywood“. „The Irishman“ gewann den Preis für das beste Ensemble. Etwas, ja fast ängstlich, habe ich mir die Dankesrede von Joaquin Phoenix angehört. Die Critics´ Choice Awards waren, nach den Golden Globes, die zweite im TV live übertragene Show und seine Rede bei den Globes war schließlich nicht das, was A.M.P.A.S. in ihrer eigenen Show unbedingt sehen und hören will. Bei den Critics´ Choice Awards hat er sich aber zusammengerissen, kurz gehalten, nicht geflucht, Mama gedankt, usw., so kann es weiter gehen und dann klappt’s auch mit dem Oscar. Auf der TV-Seite hat die Critics Choice Association (CCA) vieles richtig gemacht, vor allen Dingen, dass sie meine Lieblingsserie „Succession“ und Hauptdarsteller Jeremy Strong ausgezeichnet haben. 

Die Critics Choice Association sind zwar Filmkritiker und keine Filmschaffenden, aber irgendwie lässt sich jetzt langsam eine Tendenz erkennen und die richtet sich (ein Jahr nach „Roma“) erneut gegen Netflix. Netflix hat dieses Jahr mit Martin Scorseses „The Irishman“ einen Oscar-Kaliber-Film an der Hand, wenn das Streaming-Portal mit diesem (Meister-)Werk keinen Oscar als Bester Film gewinnen kann, kann Netflix es jemals? Eine ähnliche Frage stellt sich bei dem nicht-englischsprachigen Film „Parasite“. Wenn „Parasite“, der sowohl bei Kritikern als auch bei Filmschaffenden beliebte Film nicht den Oscar als Bester Film gewinnen kann, kann es irgendein nicht-englischsprachiger Film jemals? 

So, zu den eigentlichen Oscar-Nominierungen. 

„Joker“ hat etwas überraschend, aber durchaus erfreulich, die meisten Oscar-Nominierungen (11) erhalten. „The Irishman“, „Once Upon a Time in Hollywood“ und „1917“ haben jeweils 10 Oscar-Nominierungen bekommen. „Jojo Rabbit“, „Little Women“, „Marriage Story“ und „Parasite“ gehen mit jeweils 6 Oscar-Nominierungen ins Rennen. 

„Joker“ ist mit den meisten Nominierungen damit aber keinesfalls der Favorit auf den größten Preis (Oscar für den Besten Film). Dafür ist der Film zu kontrovers. Jetzt beginnen aber damit auch die Hass-Kampagnen. 

Netflix hat drei ihrer vier Prestige-Filme („The Irishman“, „Marriage Story“, „The Two Popes“, „Dolomite is My Name“) bei den Oscars unterbringen können. Letzterer wurde nicht nominiert, dafür hat es Netflix aber geschafft, dass 2 Animationsfilme („Klaus“ und „I Lost My Body“) und den ersten, von dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau produzierten Film, die Doku „American Factory“ für den Oscar nominiert wurden.  Ich fand „American Factory“ extrem schockierend aber, gerade in unserer Zeit, unbedingt sehenswert. Insgesamt hat Netflix mit 24 Oscar-Nominierung die meisten eines Studios (Netflix zählt seit dem Jahr 2019 zu einem der Major Hollywood Studios) in diesem Jahr. Im letzten Jahr hatten sie mit „Roma“ erstmalig eine Oscar-Nominierung als Besten Film erhalten, dieses Jahr haben sie mit „The Irishman“ und „Marriage Story“ gleich zwei Filme, die neben vielen anderen Nominierungen auch eine Oscar-Nominierung als Bester Film ergattern konnten. Disney kam dieses Jahr auf 23 Oscar-Nominierungen (u.a. für die Filme „Jojo Rabbit“ und „Ford v Ferrari“).

Besonders gefreut hat mich die Oscar-Nominierung für die Beste Kamera für einen meiner Lieblingsfilme „The Lighthouse“. Zwei Nicht-Nominierungen haben mich ebenfalls gefreut: J.Lo („Hustlers“ und Awkwafina („The Farewell“). Nicht, dass ich es beiden Damen nicht gegönnt hätte, aber andere waren einfach besser. 

Etwas traurig bin ich über die Nicht-Nominierung von Taron Egerton („Rocketman“). Nach seinem Golden Globe-Gewinn hatten die Academy-Mitglieder (genauer die Schauspieler) noch genau zwei Tage Zeit zu wählen, wahrscheinlich hatten da aber bereits die meisten ihren Stimmzettel abgegeben. Da können wir uns bei der Academy, die diese Oscar-Saison so kurz gestaltet, bedanken.

Von den Filmen, die in irgendeiner Kategorie für eine Oscar-Nominierung für das Oscar-Filmjahr 2019 im Gespräch waren oder tatsächlich eine Nominierung erhalten haben, habe ich folgende Filme gesehen (in der Reihenfolge, in der ich sie tatsächlich gesehen habe):

Her Smell, Grâce à Dieu, Skin, The Souvenir, Apollo 11, Us, Diane, Missing Link, Georgetown, The Mustang, John Wick: Chapter 3 , Booksmart, Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile, Late Night, The Dead Don´t Die, „Gloria Bell“, Spider-Man: Far From Home, Parasite, Midsommar, Toy Story 4, Once Upon a Time…in Hollywood, The Farewell, Pain & Glory, HustlersThe Irishman, Judy, Ad Astra, „Abominable“, Ford v Ferrari, „Where´d You Go, Bernadette?“, Joker, The Lighthouse, Jojo Rabbit, Motherless Brooklyn, Luce, Marriage Story, Honey Boy, The Report, Frozen II, Knives Out, A Beautiful Day in the Neighborhood, Dark Waters, Queen & Slim, Waves„, „Dolomite is My Name“, „Atlantics“, „American Factory“, „I Lost My Body“, The Nightingale, The Two Popes, Bombshell, Richard Jewell, „Honeyland“, Uncut Gems, „American Woman“, 1917, Little Women Update: „Just Mercy“

 

Hier sind die wichtigsten sechs Kategorien und meine Meinung:

Best Motion Picture of the Year:

  1. Parasite
  2. Once Upon a Time in Hollywood
  3. 1917
  4. The Irishman
  5. Jojo Rabbit 
  6. Marriage Story
  7. Joker
  8. Little Women
  9. Ford v Ferrari 

Meine Meinung: In meiner gestrigen Prognose bin ich von 9 nominierten Film ausgegangen. Es wurden 9 Filme nominiert und ich habe auch alle gesehen. Ich hatte auf „Knives Out“ anstelle von „Little Women“ getippt. „Little Women“ hatte aber auch die Unterstützung der Gewerkschaft der Produzenten und der Autoren, ist also keine riesige Überraschung. Ansonsten hatte ich alle richtig getippt.

Mein Wunsch: The Irishman oder Joker  

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Once Upon a Time in Hollywood oder Parasite 

Der Unsicherheitsfaktor: 1917, Joker wäre natürlich mega 

 

Achievement in Directing:

  • Bong Joon-Ho (Parasite)
  • Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) 
  • Sam Mendes (1917)
  • Martin Scorsese (The Irishman) 
  • Todd Philipps (Joker) 

Meine Meinung: Die ersten vier galten als sicher. Ich hatte auf den DGA-nominierten Taika Waititi (für „Jojo Rabbit“) anstelle von dem jetzt nominierten Todd Phillips getippt. Wundert mich auch etwas, aber gut, damit kann ich sehr gut leben. Hier gab es – nicht wie im letzten Jahr (mit Pawel Pawlikowski für „Cold War“) – eine komplette Überraschung. Ich kenne alle Regie-Arbeiten.  

Mein Wunsch: Martin Scorsese 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Bong Joon-ho oder Sam Mendes 

Der Unsicherheitsfaktor: Quentin Tarantino, weil er zwar mit dieser Nominierung schon drei Mal für den Regie-Oscar nominiert war, aber ihn noch nie gewann. Er hat dafür aber zwei Drehbuch-Oscars gewonnen. 

 

Performance by an actress in a leading role:

  • Renée Zellweger „Judy“
  • Saoirse Ronan „Little Women“
  • Charlize Theron „Bombshell“
  • Scarlett Johansson „Marriage Story“
  • Cynthia Erivo „Harriet“

Meine Meinung: Hier habe ich Renée Zellweger, Charlize Theron, Cynthia Erivo und Scarlett Johansson richtig getippt. Ich hatte auf Lupita Nyong´o („Us“) gehofft, sie haben aber Saoirse Ronan nominiert. Das ist jetzt auch keine Super-Überraschung. Das ist ihre vierte Oscar-Nominierung. Scarlett Johansson hat mit einem Schlag gleich zwei Oscar-Nominierungen erhalten. (Hier beste Hauptrolle für „Marriage Story und beste Nebenrolle für„Jojo Rabbit“). Ich bin nur froh, dass Awkwafina („The Farewell“) nicht nominiert wurde. Mit Ausnahme von Cynthia Erivos (bisher hatte ich keine Lust auf dieses Sklavendrama) kenne ich alle Performances. 

Mein Wunsch: Charlize Theron 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Renée Zellweger 

Der Unsicherheitsfaktor: gucken wir mal auf das letzte Jahr, Glenn Close galt relativ sicher (wobei ich das letzte Jahr an dieser Stelle  Olivia Colman setzte). Also vielleicht Scarlett Johansson? Mal gucken, wie die Saison weiter verläuft. Renée scheint alles zu gewinnen, was es gibt.  

 

Performance by an actor in a leading role:

  • Joaquin Phoenix „Joker“
  • Leonardo DiCaprio „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Adam Driver „Marriage Story“
  • Antonio Banderas „Pain & Glory“ 
  • Jonathan Pryce „The Two Popes“

Meine Meinung: Ich hatte es gestern bereits geschrieben, wie üblich gibt es in dieser Kategorie zu viele Bewerber und nur 5 Nominierungen. Ich hatte auf Taron Egerton („Rocketman“) und Christian Bale („Ford v Ferrari“) gehofft und getippt, anstelle dieser beiden haben es nun Antonio Banderas (Pain & Glory“) und Jonathan Pryce („The Two Popes“) geschafft.  Ich finde es, ehrlich gesagt, wirklich eine Schande, dass Taron Egerton nicht nominiert wurde. Vor allen Dingen im Vergleich zum letzten Jahr und der Nominierung und dem Oscar für Rami Malek („Bohemian Rhapsody“). Hier kenne ich auch alle Performances

Mein Wunsch: Joaquin Phoenix  

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Es entscheidet sich zwischen Adam Driver und Joaquin Phoenix. Beide machen keine Oscar-Kampagne und hassen das ganze Preisverleihungsgedöns. Man wird sehen, Jonathan Pryce führt eine Oscar-Kampagne, die ihm wahrscheinlich schon zu seiner ersten Oscar-Nominierung verholfen hat. 

Der Unsicherheitsfaktor: Ich hoffe inständig keiner und Joaquin Phoenix erhält mit seiner 4. Oscar-Nominierung auch den wohlverdienten Oscar.

 

Performance by an actress in a supporting role:

  • Laura Dern „Marriage Story“
  • Margot Robbie „Bombshell“ 
  • Kathy Bates „Richard Jewell“
  • Scarlett Johansson „Jojo Rabbit“
  • Florence Pugh „Little Women“ 

Meine Meinung: Dankenswerterweise kann ich sehr schnell schreiben, aber ich habe während der ganzen Nominierungen gar nicht so schnell realisiert, dass J. Lo (für „Hustlers“) nicht nominiert wurde. Danke dafür A.M.P.A.S. keine Awkwafina und keine J.Lo. (Yeah). Kathy Bates hat es viel mehr verdient, für diese Performance für den Oscar nominiert zu werden. Ich hatte hier aber trotzdem auf J.Lo getippt, ansonsten habe ich alle richtig geraten. Wie bereits erwähnt Scarlett Johansson fährt auf einen Schlag gleich ihre erste und zweite Oscar-Nominierung ein. Hier kenne auch alle Performances. 

Mein Wunsch: Laura Dern 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Laura Dern 

Der Unsicherheitsfaktor: keiner (okay, zurück zum letzten Jahr mit Glenn Close und so, vielleicht die doppel-nominierte Scarlett Johansson?)

 

Performance by an actor in a supporting role:

  • Brad Pitt „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Joe Pesci „The Irishman“
  • Tom Hanks „A Beautiful Day in the Neighborhood“
  • Al Pacino „The Irishman“ 
  • Anthony Hopkins „The Two Popes“

Meine Meinung: Ich hatte in meiner Prognose gestern gedacht, dass Song Kang-ho („Parasite“) und Sam Rockwell („Jojo Rabbit“) nominiert werden. Sie haben sich aber für Al Pacino („The Irishman“) und auch für Anthony Hopkins („The Two Popes“) entschieden. Beide Nominierungen sind auch sehr verdient. Ja, Tom Hanks hat es nach über 19 Jahren endlich wieder geschafft, für den den Oscar nominiert zu werden. Gratulation und auch diese Nominierung ist gerechtfertigt. Ich kenne alle Filme, fand alle Performances gut, manche sogar einen Tick besser (Al Pacino, Anthony Hopkins). Schade, dass Sam Rockwell für „Richard Jewell“ nicht reinrutschte, aber gut, mit den Nominierungen kann man leben. 

Mein Wunsch: Al Pacino 

Der derzeit wahrscheinlichste Gewinner: Brad Pitt (für Lebenswerk und solide Performance, erster Schauspiel-Oscar und so) 

Der Unsicherheitsfaktor: keiner (Stopp, Glenn Close, letztes Jahr, gibt immer einen Zweitplatzierten, der womöglich den eigentlich sicheren Oscar wegschnappt. Brad Pitt führt keine Kampagne, vielleicht doch einer der Irishman-Boys?) 

Hier die komplette Liste aller Nominierten:  

https://oscar.go.com/nominees

 

 

An dieser Stelle bin ich üblicherweise auf die Nominierungen für die Goldene Himbeere eingegangen. Die Oscars (Nominierungen und Verleihung) finden aber bekanntlich dieses Jahr früher statt, was die ganze Branche kirre macht. Die Razzie Organization lässt sich von den diesjährigen Terminen jedoch nicht beeindrucken und gibt ihre Nominierungen erst einen Tag vor den Oscars, am 08.02.20, bekannt. Auf dem Stimmzettel finden sich aber erwartbare Filme wie „Cats“, „Hellboy“ und „Serenity“ (den ich sogar gesehen habe und schlichtweg unerträglich fand) wieder. 

Oscar-Nominierungen 2020, meine letzte Prognose & ein paar Fakten

Morgen, Montag, den 13.01.20, werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben. Wie jedes Jahr werde ich zu den Oscar-Nominierungen Stellung nehmen, hier ein paar Fakten und meine aktuelle Prognose zu den Filmen, den Regisseuren und den Schauspielern, die voraussichtlich nominiert werden.

Zunächst ein paar Fakten zu der Oscar-Saison 2019/2020:

Vor ein paar Tagen, am 8.1.20, wurde bekannt gegeben, dass es bei der Oscar-Verleihung am 9.2.20, und damit das zweite Jahr in Folge, keinen Gastgeber geben wird. Die Show im letzten Jahr konnte gute Einschaltquoten verzeichnen, was besonders mit den weltweit sehr erfolgreichen Filmen („Black Panther“, „A Star is Born“ und „Bohemian Raphsody“) in der Königskategorie Bester Film zutun hatte. Auch dieses Jahr sind mit Filmen, wie „Once Upon a Time in Hollywood“, „Parasite“, „Joker“, „Jojo Rabbit“ und den Netflix-Produktionen „The Irishman“ und „Marriage Story“ einige Filme am Start, die weltweit erfolgreich waren bzw. sind.

Für die 92. Academy Awards im Jahr 2020 konnten sich insgesamt 344 Filme qualifizieren. Jedes  Mitglied wählt in seinem Berufszweig (die Regisseure wählen die – für das Filmjahr 2019 – ihrer Meinung nach – besten Regisseure, Schauspieler wählen die besten Schauspieler, die Kameramänner/frauen listen die beste Kameraarbeit, etc.). Alle wählen zusätzlich zu ihrer eigenen Kategorie den besten Film. Es gibt jedoch beispielsweise auch eine Casting Director Branch, da die aber bislang noch keine eigene Kategorie hat, dürfen die nur die, für sie besten Filme wählen.

In der Zwischenzeit konnten wir folgende Gewinner und Nominierungen verzeichnen:

Golden Globe-Gewinner:

Bestes Drama: 1917

Beste Komödie/Musical: Once Upon a Time in Hollywood

Die Mitglieder der Gewerkschaft der Schauspieler hat mit ihren SAG/AFTRA-Nominierungen folgendes nominiert (Nach der Fusion mit AFTRA im Jahr 2012 wählen nicht nur Schauspieler, sondern auch Redakteure, Ansager und Journalisten, usw. für die Nominierungen): 

Outstanding Performance by a Cast in a Motion Picture:

  • Parasite 
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • The Irishman
  • Jojo Rabbit 
  • Bombshell 

Die BAFTA-Mitglieder, die teilweise auch Academy-Mitglieder sind, haben folgende Filme als Beste Filme des Jahres nominiert:

  • Parasite
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917
  • The Irishman 
  • Joker

Auch wenn die Oscar-Nominierungen dieses Jahr so gut wie gar nicht von den PGA-Nominierungen beeinflusst werden konnten, die Mitglieder der amerikanischen Produzenten-Gewerkschaft sind zum größten Teil auch Academy-Mitglieder:

PGA-Nominierungen, Bester Film:

  • Parasite
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917
  • The Irishman
  • Marriage Story
  • Joker
  • Jojo Rabbit 
  • Knives Out
  • Ford v Ferrari 
  • Little Women 

Die Mitglieder der amerikanischen Gewerkschaft der Regisseure sind zum größten Teil auch Academy-Mitglieder, sie haben folgende fünf Regisseure dieses Jahr nominiert: 

  • Bong Joon-Ho (Parasite)
  • Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) 
  • Sam Mendes (1917)
  • Martin Scorsese (The Irishman) 
  • Taika Waititi (Jojo Rabbit) 

 

Für mich gab es bereits vor diesen ganzen Nominierungen (siehe meine November-Prognose) eine klare Top 4, mit diesen immer wiederkehrenden Nominierungen sehe ich mich bestätigt: Die Top 4-Filme für die Oscars 2020 sind: 

  • Parasite, 
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917 und 
  • The Irishman

 

Bei den Oscar-Nominierungen werden 5 bis zu 10 Filme in der Kategorie Bester Film nominiert. Seitdem es diese vage Anzahl gibt, gab es entweder 8 oder 9 Filme, die nominiert wurden – nicht weniger, aber auch nicht mehr. 

Academy Award for Best Picture:

Die Top 4 der ganz sicheren Oscar-Kandidaten für eine Nominierung in der Kategorie Bester Film sind: 

  • Parasite
  • Once Upon a Time in Hollywood
  • 1917
  • The Irishman

relativ sicher erhält folgender Film eine Oscar-Nominierung als Bester Film: 

  • Jojo Rabbit (der Film hat, wie einige spätere Oscar-Gewinner-Filme, den Publikumspreis auf dem Toronto International Film Festival gewonnen und hat Nominierungen von SAG, PGA, DGA und WGA)

Damit haben wir fünf Filme, die tatsächlich auch den Oscar gewinnen können. Auf Platz 6 und 7 sehe ich folgende Filme, die sehr wahrscheinlich für den Oscar in der Kategorie Bester Film nominiert werden:

  • Marriage Story 
  • Joker

Jetzt haben wir 7 Filme, vermutlich werden aber 8 oder 9 nominiert:

Bei 8 nominierten Filmen hoffe ich auf (und er hat auch die Unterstützung von den Gewerkschaften der Produzenten, der Autoren und der Cutter):

  • Knives Out

Bei 9 BP-Nominierungen meinetwegen (er hat auch die Unterstützung der Gewerkschaft der Produzenten und Cutter):

  • Ford v Ferrari 

Aber es könnten auch anstelle von Ford v Ferrari (oder Knives Out) folgende Filme nominiert werden:

  • Little Women sein (schließlich hat der Film hat auch die Unterstützung der Gewerkschaften der Produzenten und der Autoren) 

oder 

  • The Farewell (der hat auch die Unterstützung der Gewerkschaft der Cutter)

oder

  • Bombshell (weil er mit der SAG Ensemble-Nominierung auch die Unterstützung einiger Schauspieler hat)

 

Voraussichtlich werden 8, aber wahrscheinlich sogar 9 Filme dieses Jahr für den Oscar nominiert. Die meisten Nominierungen wird vermutlich „Once Upon a Time in Hollywood“ oder „The Irishman“ erhalten.

 

Best Directing:

  • Bong Joon-Ho (Parasite)
  • Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) 
  • Sam Mendes (1917)
  • Martin Scorsese (The Irishman) 
  • Taika Waititi (Jojo Rabbit) 

In dieser Kategorie bin ich mir eigentlich nur bei den ersten vier sicher, die Directors Guild hat Taika Waititi nominiert. Es könnte aber auch Noah Baumbach oder Greta Gerwig oder Todd Philips oder Pedro Almodóvar nominiert werden. Ich würde mich aber noch mehr über die Safdie Bros. Für „Uncut Gems“ oder halt einer meiner anderen Top Ten-Filmen „Honey Boy“ und Queen & Slim und den Regisseurinnen der beiden Filmen Alma Ha´rel und Melina Matsoukas oder Robert Eggers für „The Lighthouse“ freuen.  

Best Actress in a leading role:

  • Renée Zellweger „Judy“
  • Lupita Nyong´o „Us“
  • Charlize Theron „Bombshell“
  • Scarlett Johansson „Marriage Story“
  • Cynthia Erivo „Harriet“

Sehr wahrscheinlich wird aber Awkwafina („The Farewell“) nominiert, gerade auch mit ihrem Golden-Globe-Gewinn in den letzten Tagen der Abstimmung zu den Oscar-Nominierungen. Es könnte aber auch Saoirse Ronan („Little Women“), Ana De Armas („Knives Out“) werden.

Best Actor in a leading role: 

  • Joaquin Phoenix „Joker“
  • Leonardo DiCaprio „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Adam Driver „Marriage Story“
  • Taron Egerton „Rocketman“
  • Christian Bale „Ford v Ferrari“

Wie üblich gibt es in dieser Kategorie zu viele Bewerber und nur 5 Nominierungen. Es könnte auch Antonio Banderas (Pain & Glory“) nominiert werden, er hat die drei wichtigsten Kritikerpreise (New York, L.A. und National Society of Film Critics Awards) gewonnen. Ich habe mich aber für Taron Egerton und Christian Bale entschieden. Wenn „1917“ Stärke zeigt, könnte George MacKay reinrutschen. Sie könnten aber auch Jonathan Pryce für „The Two Popes“ oder auch Roman Griffith Davis („Jojo Rabbit“) nominieren oder Robert DeNiro („The Irishman“), Adam Sandler („Uncut Gems“), Eddie Murphy („Dolemite is My Name“), was weiß ich.

Best Actress in a supporting role:

  • Laura Dern „Marriage Story“
  • Margot Robbie „Bombshell“ 
  • Jennifer Lopez „Hustlers“
  • Scarlett Johansson „Jojo Rabbit“
  • Florence Pugh „Little Women“ 

Margot Robbie könnte aber auch genauso gut für „Once Upon a Time in Hollywood“ nominiert werden. Ihre Performance ging mir zwar auf die Nerven und ist längst nicht so gut wie ihre in „Bombshell“, aber wenn die Schauspieler „Hollywood“ lieben, nominieren sie sie hierfür. Hier könnte aber auch Nicole Kidman für „Bombshell“ oder Thomasin McKenzie für „Jojo Rabbit“, vielleicht sogar Zhao Shuzhen für „The Farewell“ oder Kathy Bates (für „Richard Jewell“) auftauchen.

Best Actor in a supporting role:

  • Brad Pitt „Once Upon a Time in Hollywood“
  • Joe Pesci „The Irishman“
  • Tom Hanks „A Beautiful Day in the Neighborhood“
  • Song Kang-Ho „Parasite“
  • Sam Rockwell „Jojo Rabbit“

Ich wünschte, dass Sam Rockwell für „Richard Jewell“ reinrutscht, der Film ist aber – was Oscars angeht – wahrscheinlich tot. Ich halte aber an Sam Rockwell fest, erst im letzten Jahr wurde er für „Vice“ nominiert, seine Performances in dem Filmjahr 2019 sind nominierungswürdiger. Vielleicht fällt auch Hanks – wie in den letzten 19 Jahren (seit seiner Oscar-Nominierung für „Cast Away“) – raus. Al Pacino ist der wahrscheinlichste Kandidat für eine Nominierung (für „The Irishman“). Sie könnten aber auch Anthony Hopkins für „The Two Popes“ nominieren.

Morgen wissen wir mehr. 

San Franciso – Film: „Uncut Gems“

Ich war am 29.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Uncut Gems“ (dt. Filmtitel: „Der schwarze Diamant“, in D. wird der Film wahrscheinlich ab dem 31.01.20 auf Netflix zu sehen sein)  135 min   crime, drama 

dir. Josh Safdie, Benny Safdie  cast: Adam Sandler, Lakeith Stanfield, Idina Menzel, Judd Hirsch, Eric Bogosian, Julia Fox, Kevin Garnett, Keith Williams Richards, Mike Francesca

 

Howard Ratner (Adam Sandler) ist ein Schmuckhändler in New York. Er ist ein verheirateter Familienvater, hat eine Geliebte (Julia Fox) und ist spielsüchtig. Howard hat nicht unerhebliche Spielschulden, jetzt hat er aber einen besonderen Stein aus Äthiopien bekommen…

 

A- (Wertung von A bis F) „Uncut Gems“ ist der neue Film der New Yorker Filmemacher und Brüder Josh und Benny Safdie („Daddy Longlegs“, „Heaven Knows What“, „Good Time“)

Nach einer, für den Film zunächst ungewöhnlichen Anfangssequenz, die in eine ausgefuchsten Titelsequenz übergeht landet man schließlich da, wo wir uns als Zuschauer die nächsten zwei Stunden aufhalten: in Howard Ratners völlig chaotischem Leben. Dort angekommen dachte ich für einen Moment, das halte ich nicht über zwei Stunden aus. Die unruhige Kameraführung, schnellen Schnitte, Musik, vielen Charaktere und das laute Rumgequatsche – mir war da einfach zu viel los. Man gewöhnt sich aber daran und es wird auch ruhiger. 

Der Film spielt in einer speziellen Welt, der des New Yorker Diamanten Viertels (gut, ein richtiges Viertel ist es nicht, in einem kleinen Teil der 47th Street sind, vorwiegend jüdische Geschäftsleute mit ihren Juweliergeschäften angesiedelt und bieten ihre Diamanten und ihren Schmuck an.) Die Safdie-Bros. etablieren in ihrem Film eine Reihe an Nebencharakteren, Howard Ratner ist aber unsere Orientierung in der erzählten Welt. Der New Yorker Juwelenhändler führt ein Leben auf der Überholspur. Er macht ständig Geschäfte, trifft eine dumme Entscheidung nach der anderen, dass man ihn als Zuschauer am liebsten schütteln möchte. Irgendwann hatte er sich aber mit den falschen Leuten angelegt und hat Schulden bei einem, nicht gerade zu Späßen aufgelegten Kredithai (und zugleich…kein Spoiler an der Stelle). Das bringt ihn aber nicht davon ab, weiter Geld bei Sportwetten zu setzen. Längst hat er die Kontrolle über sein Wettverhalten verloren. Er macht immer weiter, braucht den Adrenalin-Kick. Die Ehefrau ist von Howard und seinem, völlig aus dem Ruder gelaufenen Händlerleben längst nicht mehr begeistert, aber er hat ja auch seine temperamentvolle Geliebte…Howards Leben ist, ich sagte es anfangs, chaotisch. 

 Die Autoren- und Regiebrüder erzählen ihre Geschichte konsequent, haben sich dabei von niemanden reinreden lassen. „Uncut Gems“ ist aber auch eine Charakterstudie, wobei man schnell merkt, wie sehr sie ihre Hauptfigur mögen. Sie haben sie greifbar und doch nuanciert ausgearbeitet und Adam Sandler erweckt Howard zum Leben. Er hatte für seine Rolle viel recherchiert und Interviews geführt, egal wie er es geschafft hat, er überzeugt. Nicht das erste Mal  („Punch-Drunk Love“, Reign Over Me, The Meyerowitz Stories (New and Selected)) zeigt Adam Sandler dass er mehr als nur Clown sein kann. Aber auch Lakeith Stanfield, Idina Menzel, Julia Fox (in ihrer ersten Rolle), der ehemalige Basketballer und NBA-Star Kevin Garnett (der sich selbst spielt) und besonders Eric Bogosian haben sich zu recht einen Platz in diesem Film erspielt.

Besonders hat mir gefallen wie die Safdies hier immer wieder kleine Informationen streuen, die aber alle am Ende irgendwo einen handlungsrelevanten Sinn ergeben. 

„Uncut Gems“ ist ein fesselndes, witziges, intensives, aber vor allen Dingen abgefahrenes Filmereignis und einer meiner Top Ten-Filme aus dem Jahr 2019. 

„Uncut Gems“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Adam Sandler), Bestes Originaldrehbuch 

„Uncut Gems“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2019 gezeigt. Der A24-Film ist am 13.12.19 in fünf amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 25.12.19 ist der Film landesweit in 2,341 Kinos in den Vereinigten Staaten zu sehen. In Deutschland wird der Film voraussichtlich nicht ins Kino kommen, der A24-Film wird bei Netflix unter dem Titel „Der schwarze Diamant“ am 31.01.20 zu sehen sein. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer: 

Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B (neuer, dieses Mal Redband-Trailer) 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

——————————————————————————————————– 

Trailer v. Film: „Birds of Prey„

Bewertung des Trailers: B (neuer, okayer Trailer)

Kommentar: Superhelden-Film mit Margot Robbie, Mary Elizabeth Winstead, Ewan McGregor 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 90% RottenTomatoes – vielleicht 


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+  (neuer Trailer) 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Photograph„

Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)

Kommentar:  Drama mit Kelvin Harrison Jr. und Lakeith Stanfield

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 


Trailer v. Film: „The Woman in the Window„

Bewertung des Trailers: D

Kommentar:  Der Trailer verrät mir wieder zu viel, ansonsten sieht Joe Wrights neuer Film aber interessant aus. Thriller mit Amy Adams, Gary Oldman, Julianne Moore, Tracy Letts, Anthony Mackie, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

——————————————————————————————————– 

Trailer v. Film: „Saint Maud„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar:  A24-Horrorfilm mit Jennifer Ehle

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Golden Globe-Gewinner 2020

Als heute Nacht die Golden Globe-Verleihung übertragen wurde, habe ich ganz entspannt geschlummert…natürlich nicht. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren war ich dieses Jahr wieder in Deutschland. Habe mich zunächst geärgert, dass die Globes nicht für jedermann zugänglich gemacht wurden (Wer hat schon Sky oder TNT Serie?), dann wurde ich aber dann doch bei YouTube fündig, habe mir erst die Red Carpet Show angeschaut und dann musste ich natürlich doch noch wach bleiben. Die Verleihung war sehr lang und zäh, hier ein paar Anmerkungen zur Show und den Gewinnern:

Ricky Gervais war „geht-so“-aufgelegt, ihm war – wie immer – alles egal, was hat er auch zu verlieren? Ich mochte den Epstein-Gag. Tom Hanks sah immer extrem unglücklich aus, wenn Ricky Gervais sprach, Martin Scorsese (obwohl Gervais auch einen Witz auf seine Kosten machte) hat sich hingegen scheinbar amüsiert. 

Immer wieder lief ein langhaariger, seltsamer junger Typ auf der Bühne im Hintergrund rum, erst war ich irritiert, dann fiel mir ein, dass Pierce Brosnans Söhne dieses Jahr die Golden-Globe-Botschafter sind. Eigentlich ist das eine schöne Tradition, die Söhne und Töchter der Schauspieler in dieser Show vorzustellen. Später am Abend hat Laura Dern gesagt, dass sie im Alter von 14 Jahren bei der Verleihung das erste Mal da war.

Ich habe mich wie verrückt über den Golden Globe für meine derzeitige Lieblingsserie „Succession“ gefreut. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, dachte eher der geht an „The Morning Show“. Egal wie der Abend sonst verläuft, ich bin happy…naja, mal sehen, wie lange ich das durchhalte… 

Schöne Laudatio von Kate McKinnon für Ellen Degeneres, die mit dem Carol Burnett Award (for Excellence in Television) ausgezeichnet wurde. Ich liebe Ellen und die hat natürlich auch wieder eine erfrischend normale und doch witzige Dankesrede gehalten.

Der zweite Golden Globe für die TV-Serie „Succession“ ging an den Hauptdarsteller Brian Cox. Für einen weiteren Globe ist Kieran Culkin nominiert, da ärgere ich mich gleich wieder, weil die HFPA Jeremy Strong nicht nominiert hat. Wahrscheinlich haben sie die Serie gar nicht gesehen, haben nur erfahren, dass es die coolste TV-Serie im Moment ist. 

Dann hat Quentin Tarantino den Globe für das Beste Drehbuch für „Once Upon a Time in Hollywood“ gewonnen. „Missing Link“ kurz darauf für den Besten Animationsfilm – Freut mich für Laika.

Was – in aller Welt – hat eigentlich Gwyneth Paltrow an? 

Wenigstens gewinnt nicht J.Lo den Globe, das ist wohl das Ende ihrer Oscar-Reise. Laura Dern ist auf dem besten Weg mit dem (Karriere-) Oscar ausgezeichnet zu werden.

Olivia Colman gewinnt, kenne ihre Performance nicht in der TV-Serie „The Crown“, sie ist aber sicher phänomenal, weil sie es einfach immer ist. 

Sehr souveräne Laudatio von der bildschönen, unfassbar talentierten Charlize Theron für Tom Hanks, der den Cecil B. DeMille Award, den Globe für das Lebenswerk gewann. Natürlich hat Mr. Hanks auch eine gute Rede gehalten. Zu dem Zeitpunkt waren beinahe 2 Stunden vergangen und kaum ein Film-Award wurde vergeben und ich hatte eigentlich keine Lust mehr weiter zu gucken. Leide aber eh unter Jetlag, also weiter. 

Mit gleich dem nächsten Globe der Mega-Schocker: Sam Mendes gewinnt als Bester Regisseur für seinen Film „1917“. Man denkt ja immer weiter, Oscars und so. Gerade, wenn man sich so ausgerechnet hat, dass es sich dieses Jahr wohl zwischen Bong Joon-Ho, Martin Scorsese und Quentin Tarantino entscheiden wird, zaubert die HFPA einen Globe für Sam Mendes aus dem Hut. Mmmh. Auf der anderen Seite: Das haben 87 Auslandsjournalisten in Hollywood entschieden, andere müssen nicht folgen. 

Darüber muss ich erst mal nachdenken, dann aber erst mal etwas Erfreuliches: Michelle Williams gewinnt für ihre Performance als Gwen Verdon in dem großartigen Mehrteiler Fosse/Verdon. Sie hält eine beeindruckende Rede für die Rechte der Frauen – wenn diese grauenhafte Tiffany Haddisch bloss nicht den Moment zerstören würde.  

Jetzt (nach Laura Dern) zweiter wichtiger Richtungsweiser diesen Abend: Brad Pitt gewinnt den Globe als Bester Nebendarsteller für „Once Upon a Time in Hollywood“. Er dankt LDC, Ist schon cool, der Pitt. Er führt keine Oscar-Kampagne für sich – braucht er wohl auch nicht. 

Der nächste Globe geht wohlverdient an Taron Egerton („Rocketman“). Nein ich werde mich nicht wieder über Rami Malek und „Bohemian Rhapsody“ auslassen. 

Es war zu befürchten, dass Awkwafina (für „The Farewell“) gewinnt. 

Ricky Gervais war lange nicht draußen. Ich vermisse ihn. 

Der nächste Golden Globe (Kategorie Beste Comedy/Musical) geht an „Once Upon a Time in Hollywood“. War in dem Moment definitiv davon auszugehen, da „Hollywood“ schon für das Beste Drehbuch und Bester Nebendarsteller gewann. Tarantinos Film für mich aber immer noch keine Komödie.

JOOOOOOOAAAAAAAAQQQQQQQUUUUUIIIIIIIIIIIINNNN, ich habe so die Daumen gedrückt. Was für ein toller Typ. Hat wohl mehrmals F*** gesagt, jedenfalls wurde es bei dem NBC-Stream ausgeblendet. 

Im Anschluss gewinnt – es war zu erwarten – Renee Zellweger für „Judy“. Ihr Kleid ist umwerfend, ich kann sie trotzdem nicht leiden. Muss aber zugeben, dass ich es etwas ungerecht fand, dass sie – im Vergleich zu Joaquin Phoenix – sehr wenig Redezeit bekam.

Jetzt endlich noch mal Ricky Gervais, der hat genug, ich auch, letzte Kategorie, Bester Film/Drama: „1917“ – war in dem Moment, nachdem der Film schon Regie gewann, nicht mehr sonderlich überraschend, aber insgesamt natürlich: zu verdauender Mega-Schocker.

 

Was bedeutet das für die Oscars?

Für die beiden sieht es sehr gut aus, sah es aber schon vor den Golden Globes:

Beste Nebendarstellerin: Laura Dern („Marriage Story“) 

Bester Nebendarsteller: Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“) 

 

Sie lässt sich wahrscheinlich kaum mehr aufhalten:

Beste Hauptdarstellerin: Renee Zellweger („Judy“) 

Bis vor kurzem gab es die Befürchtung, dass er vielleicht gar nicht für den Oscar nominiert wird, die ist ihm jetzt sicher, der Oscar aber noch nicht.

Bester Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix („Joker“) 

Über alles andere muss ich noch mal nachdenken. Im Moment sieht es nach einem Rennen zwischen „Parasite“ und „Once Upon a Time in Hollywood“ (mit einer kleinen Chance für „1917“) aus. Für „The Irishman“ sieht es im Moment erst mal nicht so doll aus. 

Alle Golden Globe-Gewinner:

https://www.goldenglobes.com/articles/77th-golden-globe-awards-winners

Joaquin Phoenix´Dankesrede:

D. C. – Film: „Richard Jewell“

Ich war am 22.12.19 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Richard Jewell“  (dt. Filmtitel: „Der Fall Richard Jewell“, dt. Kinostart: 19.03.19) 131 min drama, biopic, adaptation

dir. Clint Eastwood  cast: Paul Walter Hauser, Sam Rockwell, Kathy Bates, Jon Hamm, Olivia Wilde, Nina Arianda, Wayne Duvall 

 

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta findet der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, Richard Jewell (Paul Walter Hauser), einen herrenlosen Rucksack. Er alarmierte die Polizei und half bei der Evakuierung des Centennial Parks und rettet dabei vermutlich vielen Menschen das Leben. Der Sprengsatz explodierte, zwei Menschen starben und über 100 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Richard Jewell wird als Held gefeiert. Kurze Zeit später bringt die Presse allerdings eine Story, bei der Richard Jewell verdächtigt wird, die Bombe selbst platziert zu haben…. 

 

B (Wertung von A bis F) „Richard Jewell“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist eine Adaption von, sowohl Marie Brenners, im Vanity Fair Magazin veröffentlichten Artikel „American Nightmare: The Ballad of Richard Jewell“ als auch von Kent Alexander und Kevin Salwen Sachbuch „The Suspect“. Es ist der neue Film des (ehemaligen) Schauspielers und Regisseurs Clint Eastwood („Unforgiven“, „Mystic River“, „Million Dollar Baby“, Changeling, Gran Torino, American Sniper, Sully).

Clint Eastwood ist 89 Jahre alt und führt seit dem Jahr 1971 auch Regie. Seit nunmehr fast 50 Jahren dreht er jedes Jahr Filme. Als Regisseur ist er bekannt dafür, dass er seine Filme effizient und schnell abdreht (er lässt Szenen selten wiederholen, nimmt oftmals schon den ersten Take) und er bleibt grundsätzlich in seinem (meist Low-) Budget-Rahmen. Viele Filme des ehemalige Bürgermeister von Carmel und Republikaners sind auch politisch. Bei der Masse, die er liefert, sind zweifelsfrei nicht alle seine Werke gut, sie sind aber fast immer erfolgreich an der amerikanischen Kinokasse oder spielen wenigstens die Produktionskosten wieder ein. Nicht so, bei seinem neuesten Film. „Richard Jewell“ ist an der amerikanischen Kinokasse gefloppt.  

Clint Eastwoods neuer Film ist ein biografisches Drama. Man kennt solche Typen wie Richard Jewell, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Ein einfacher Mann, nicht sonderlich gebildet, der immer nach Aufmerksamkeit strebte und als Gesetzeshüter arbeiten wollte. Irgendwann bekommt er einen Job, bei der er eine Uniform und einen Dienstausweis tragen konnte, damit hat man ihm eine Verantwortung übertragen und er konnte eine gewisse Autorität ausstrahlen. Diese Typen gehen dann meist übereifrig ihrer Arbeit nach und tragen mitunter auch in ihrer Freizeit voller Stolz ihre Uniform, sie sind quasi immer im Dienst. So ein „Sympathieträger“ ist unsere Titelfigur. Der Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, Richard Jewell fand einen verdächtigen Rucksack bei den Olympischen Spielen, alarmierte die Polizei und half bei der Evakuierung des Centennial Parks. In dem Rucksack befand sich tatsächlich eine Bombe, die auch explodierte. Durch die schnelle Evakuierung des Geländes konnte aber noch viel Schlimmeres verhindert werden. Richard Jewell wurde in den Medien als Held gefeiert, ein paar Tage später wendet sich jedoch das Blatt. Eine Journalistin hat erfahren, dass Richard Jewell in das Täterprofil des FBI passt und als Verdächtiger gilt. Ohne die Fakten selbst zu recherchieren, bringt sie eine  Titelgeschichte, die aus dem Helden Richard Jewell einen Hauptverdächtigen in dem Terroranschlag macht. 

Paul Walter Hauser ist jemand, von dem ich – als ich ihn damals erstmalig in I, Tonya  sah –  mir nie vorstellen konnte, dass er jemals eine Hauptrolle in einem Film spielen wird. Spielt er aber nun hier und das macht er wirklich überzeugend. Durch seine Performance versteht man, wie dieser Typ tickt und fühlt ein Stück weit mit ihm. Hinsichtlich Oscar-Performances sehe ich aber noch mehr Sam Rockwell und Kathy Bates vorne. Sam Rockwell spielt hier den Anwalt von Richard Jewell und ich habe ihn selten selten besser in einem Film gesehen. Ursprünglich sollten Jonah Hill und Leonardo DiCaprio die Rollen von Paul Walter Hauser und Sam Rockwell spielen. Nachdem ich den Film gesehen habe, kann ich mir das gar nicht vorstellen. Kathy Bates spielt die Mutter unseres Protagonisten und liefert bei der Pressekonferenz eine klare, sogenannte „Oscar-Szene“ ab. 

„Richard Jewell“ ist ein okayer Film, der durch die Performances von Paul Walter Hauser, Kathy Bates und besonders Sam Rockwell aufgewertet wird. Letztlich kann man sich aber fragen, ob es nötig war, jetzt in der Trump-Ära, einen Film herauszubringen, der das FBI und die Presse richtig schlecht aussehen lässt. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum „Richard Jewell“ ein solcher Misserfolg an der amerikanischen Kinokasse ist. 

„Richard Jewell“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Paul Walter Hauser), Bester Nebendarsteller (Sam Rockwell), Beste Nebendarstellerin (Kathy Bates, Olivia Wilde), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien Update:„Richard Jewell“ wurde für einen Oscar (Beste Nebendarstellerin (Kathy Bates) nominiert. 

„Richard Jewell“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2019 gezeigt. Der Film ist am 13.12.19 in 2,502 amerikanischen Kinos gestartet. Der Film soll am 19.03.19 unter dem Filmtitel „Der Fall Richard Jewell“ in den deutschen Kinos starten.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Just Mercy„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar:  Destin Daniel Crettons neuer Film mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx und Brie Larson

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „The Rhythm Section„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Reed Moranos neuer Film, Actionthriller mit Blake Lively und Jude Law, startet im Januar, schwieriges Startdatum…

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer) 

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht 


Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Little Women„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Neu-Verfilmung des gleichnamigen Romans und neuer Film von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan, Emma Watson, Florence Pugh, Laura Dern, Meryl Streep, etc. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „1917„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Sam Mendes neuer Oscar-Film, Erste-Weltkriegsgeschichte

Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „The Way Back„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Sportsdrama in der Ben Affleck einen Alkoholiker spielt, der seine Familie verliert…dürfte Affleck ganz überzeugend spielen

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „The Last Full Measure„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Kriegsdrama mit Sebastian Stan, Christopher Plummer, William Hurt, Ed Harris 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%