Berlin – Film: „Pain & Glory“

Ich war am 30.08.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Pain & Glory“ (Originaltitel: „Dolor y gloria“, dt. Filmtitel: „Leid und Herrlichkeit“, dt. Kinostart war der 25.07.19)  112 min  drama 

dir. Pedro Almodóvar  cast: Antonio Banderas, Penélope Cruz, Asier Etxeandia, Raúl Arévalo, Leonardo Sbaraglia

 

Vor mehr als dreißig Jahren feierte der Regisseur Salvador Mallo (Antonio Banderas) seine größten Erfolge. Mittlerweile ist er alt und leidet unter vielen chronischen Krankheiten, ist depressiv und steckt schon länger in einer Schaffenskrise. In letzter Zeit erinnert er sich Immer öfter an seine Kindheit. Jetzt hat die Madrider Cinemathek seinen Film „Sabor“ restauriert und ihn zur Wiederaufführung eingeladen. Salvador kommt auf die Idee, den damaligen Hauptdarsteller Alberto Crespo (Asier Etxeandia) zu besuchen. Sie haben sich seit mehr als dreißig Jahren nicht mehr gesehen und sind damals im Streit auseinandergegangen…  

 

A- (Wertung von A bis F) „Pain & Glory“ ist ein semi-autobiografischer Film des spanischen Autorenfilmers Pedro Almodóvar („Women on the Verge of a Nervous Breakdown“, „All About My Mother“, „Talk to Her“, „Volver“).

Beinahe wäre dieser Film an mir vorbeigegangen. Den internationalen Filmtitel („Pain & Glory“) hatte ich natürlich parat, mit dem seltsam eingedeutschten Titel „Leid und Herrlichkeit“ wusste ich gar nichts anzufangen. Ist aber gerade noch mal gut gegangen. 

Ich weiß nicht, wie man diesen Film beurteilt, wenn man mit Almodóvars Werken nicht vertraut ist und seine Filme nicht mag. Seinen neuesten Film empfand ich als ehrliches, wenn auch schmeichelndes Selbstporträt. Immer wieder die Kindheitserinnerungen, bei dem man den Jungen mit seiner geliebten Mutter (hier gespielt von Penélope Cruz) sieht. Auch wenn er aus sehr einfachen Verhältnissen stammt, war es wohl zweifelsfrei eine unbeschwerte und schöne Kindheit, dann das erste sexuelle Begehren als er einem etwas älteren Jungen dabei zuschaut, wie er sich nackt wäscht. In der Gegenwart sieht man den alternden Regisseur, der unter unzähligen Krankheiten (die dem Zuschauer nachhaltig originell präsentiert werden) leidet, die Schaffenskrise, der Besuch bei einem alten Weggefährten, das Wiedersehen mit seiner großen Liebe, etc. „Pain & Glory“ ist für den spanischen Filmemacher, klar, ein sehr persönlicher Film, nicht nur die Geschichte, die diese autobiografischen Momentaufnahmen enthält, Salvadors Wohnung ist tatsächlich auch mit Almodóvars eigenen Möbeln und Kunstwerken ausgestattet und selbst Antonio Banderas trägt Kleidung des Filmemachers. Insgesamt ist dieser Film für mich einer seiner besten. 

Antonio Banderas gibt hier eine sehr in sich ruhende, würdevolle Performance, genauso wie Penelope Cruz in einer kleineren Rolle. Ich hatte schon öfter davon gesprochen, dass mir Mrs. Cruz immer noch einen Tick besser gefällt, wenn sie in ihrer Muttersprache spricht und spielt. Das trifft für mich hier auch auf Antonio Banderas zu. 

„Pain & Glory“ wurde von Spanien als Beitrag für die Oscars 2020 in der Kategorie Bester Internationaler Film eingereicht und ist zudem noch für einige andere Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Antonio Banderas), Bestes Originaldrehbuch Update: „Pain & Glory“ wurde für zwei Oscars (Bester Hauptdarsteller (Antonio Banderas) und Bester Internationaler Film) nominiert. 

„Pain & Glory“ feierte seine internationale Premiere auf dem Cannes Filmfestival 2019. Auf diesem Filmfestival hat der Komponist Alberto Iglesias den Preis für den besten Soundtrack gewonnen und Antonio Banderas wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Der Film wird derzeit noch auf den Herbstfestivals gezeigt und startet regulär am 4.10.19 in den amerikanischen Kinos. „Pain & Glory“ läuft unter dem Filmtitel „Leid und Herrlichkeit“ seit dem 25.07.19 in den deutschen Kinos. Ich habe den Film in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gesehen. 

Trailer zu sehen:

Vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Systemsprenger„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Deutscher Spielfilm, Gewinner des Silbernen Bären/Alfred Bauer-Preis auf der Berlinale und Film, der für Deutschland ins Oscar-Rennen geht. Dieses Kind geht mir leider bereits im Trailer auf die Nerven, daher kann ich mir wohl auch nicht den Film anschauen 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht


Trailer v. Film: „Synonymes„

Bewertung des Trailers: B+ (Trailer in der Originalfassung mit dt. Untertiteln) 

Kommentar: Französisch-israelisch-deutsche Koproduktion, Gewinner des Goldenen Bären auf der Berlinale 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich denke schon 


Trailer v. Film: „M.C. – Escher Reise in die Unendlichkeit„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Dokumentation 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht 

Munich – Film: „Everybody Knows“

Ich war am 01.07.18 in München und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Everybody Knows“ (dt. Filmtitel: „Offenes Geheimnis“, Originaltitel: Todos Lo saben“, dt. Kinostart: 27.09.18)  132 min   drama 

dir. Ashgar Farhadi  cast: Javier Bardem, Penélope Cruz, Bárbara Lennie, Ricardo Darin, Inma Cuesta, Ramón Barea, Carla Campra  

 

Anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester Ana (Inma Cuesta) kehrt Laura (Penélope Cruz) mit ihren zwei Kindern aus Argentinien in ihr spanisches Heimatdorf zurück. Ihr Ehemann ist nicht mitgekommen. Laura trifft nach vielen Jahren wieder auf Paco (Javier Bardem), ihre Jugendliebe. Der ist mittlerweile glücklich verheiratet. Während der ausgelassenen Hochzeitsfeier verschwindet plötzlich Lauras 16-jährige Irene (Carla Campra) …

 

C (Wertung von A bis F) „Everybody Knows“ ist der neue Film des iranischen Filmemachers und zweimaligen Oscar-Gewinners Ashgar Farhadi („A Separation“, „The Salesman“). Nach dem Film „The Past“ ist dies erst sein zweiter Film, den er außerhalb seines Heimatlandes gedreht hat und der erste spanischsprachiger Film des iranischen Regisseurs. 

Zu Beginn des Films war ich damit beschäftigt, die vielen Charaktere und ihre Beziehung zueinander zu ordnen. „Everybody Knows“ ist ein Beziehungsdrama. Durch das Verschwinden von Lauras Teenager-Tochter wird die komplexe Situation, in der sich die Charaktere befinden, aufgedröselt. Die Stimmung wechselt von laut, fröhlich und ausgelassen zu ruhig, verzweifelt und hysterisch. Die Geschichte ist in weiten Teilen vorhersehbar und der Film ist am Ende nicht mehr als ein 08/15-Drama. Das Ende empfand ich als ernüchternd. 

Penélope Cruz ist zweifelsfrei eine gute Schauspielerin, in meinen Augen ist sie aber immer einen Tick besser, wenn sie sich in ihrer Muttersprache präsentieren kann. Bei ihrem Ehemann im realen Leben, Javier Bardem, macht es  keinen Unterschied, ob er in Spanisch oder Englisch spielt, er ist gleichbleibend brillant. Auch in diesem Film gibt es eine Szene (die Reaktion seines Charakters auf eine Mitteilung von Penélope Cruz´Charakter), die exemplarisch für sein Übertalent als Schauspieler steht. 

„Everybody Knows“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2018 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm dieses Filmfestivals. Für die U.S.A. ist bislang noch kein Kinostart bekannt. In Deutschland startet der Film unter dem Titel „Offenes Geheimnis“ am 27.09.18 in den Kinos. Ich habe den Film auf dem Filmfest München 2018 gesehen. Dort wurde der Film in der spanischen Originalfassung mit englischen Untertiteln gezeigt. 

Vor dem Film wurde ein Quiz durchgeführt. Zu gewinnen gab es Süßigkeiten, die lässig von dem Quiz-Master zu dem jeweiligen „Gewinner“ im Zuschauerraum geworfen wurden. Drei Fragen wurden gestellt. 1. Für welche beiden Filme hat der Regisseur Asghar Farhadi einen Oscar gewonnen? „A Separation“ und „The Salesman“ 2. Bei welchem Filmfestival wurde „Everybody Knows“ dieses Jahr bereits gezeigt? Cannes Film Festival. 3. Penélope Cruz und Javier Bardem standen bei dem Film „Everybody Knows“ zum sechsten Mal gemeinsam vor der Kamera, wie hießen die anderen fünf Filme: „Jamon, Jamon“, „Live Flesh“, Vicky Cristina Barcelona, The Counselor, „Loving Pablo“. Ich hätte nur die ersten beiden Fragen komplett richtig beantworten können.

Trailer zu sehen:

 

 

Filmfest in München

Obwohl ich jetzt bereits schon wieder einige Jahre in München stationiert bin, habe ich es bislang noch nicht geschafft, auf das Filmfest in der schönen bayerischen Landeshauptstadt zu gehen. Filme, die mich interessieren, müssen für mich zeitlich passen, idealerweise zwischen zwei Umläufen liegen, damit ich nicht nach Hause fliegen muss. Dieses Jahr, im Jahr 2018, beim 36. Filmfest in München, hat es wenigstens für zwei Filme geklappt.

Während ich mit der Berlinale immer Hektik verbinde, ich das Tribeca Film Festival als angenehm organisiert erlebe und das New York Film Festival sich vor allen Dingen „wichtig“ nimmt, empfand ich das Münchner Filmfest (und seine Besucher) vordergründig als gechillt. Bei allen drei mir bekannten Filmfilmfestivals wird man es niemals erleben, wie ein Gast – auf weiter Flur allein – an einer der Vorverkaufskassen stehend – mit der Kassiererin ein Schwätzchen hält und dabei darüber nachdenkt, was er sich wohl für einen Film anschaut. Die gähnenden Leere an der Vorverkaufsstelle habe ich auch an einigen anderen Locations beobachten können. Ich war völlig verblüfft und habe das gleich mal mit einem Foto dokumentiert. Ansonsten sind die Kinokarten mit 9,90 EUR in meinen Augen für ein Filmfestival äußerst günstig und scheinbar sowohl an der Vorverkaufskasse als auch online relativ einfach noch zu erwerben. Etwas umständlich finde ich, dass man beim Online-Kauf sich nicht gleich sein Ticket auf sein iPhone ziehen kann (ist in Berlin und New York gang und gäbe). In München muss man sich den Abholcode ausdrucken und mit diesem und seiner Kreditkarte die eigentlichen Tickets an einer der Vorverkaufskassen abholen. 

 

 

Kein großer Andrang an der Kinokasse des FFMUC 2018, Zeit sich zu überlegen, welchen Film man gucken will.

TV – Serie: „The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender FX-Serie angeschaut:

 

„The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story“ (in D. über Sky zu sehen)  9 x approx.  55 min  crime, drama, biopic, adaptation

dir. Ryan Murphy, Nelson Cragg, Gwyneth Horder-Payton, Daniel Minahan, Matt Bomer  cast: Darren Criss, Édgar Ramirez, Penélope Cruz, Ricky Martin, Finn Wittrock, Cody Fern, Michael Nouri, Judith Light, Terry Sweeney, Joanna P. Adler, Joe Adler, Jon Jon Briones, Sophie von Haselberg

15.Juli 1997. Miami Beach, Florida. Andrew Cunanan (Darren Criss) erschiesst den italienischen Modeschöpfer Gianni Versace (Édgar Ramirez) direkt vor seiner Villa. Während Giannis Schwester, Donatella (Penélope Cruz) sich um die Beerdigung des Designers und die Geschäfte des berühmten Modelabels kümmert, begibt sich das FBI auf die Jagd nach dem Versace-und Serienmörder Andrew Cunanan…

 

B+ (Wertung von A bis F) „The Assassination of Gianni Versace“ wurde von wahren Begebenheiten und den Ermittlungsakten inspiriert. Die erzählte Geschichte beruht auf Maureen Orths Buch „Vulgar Favors: Andrew Cunanan, Gianni Versace, and the Largest Failed Manhunt in U.S. History“. Nach The People v. O. J. Simpson ist dieses die zweite Staffel von Ryan Murphys American Crime Story. 

Der Titel der zweiten Staffel mag etwas irreführend sein, geht es doch nicht nur um die Ermordung des italienischen Modedesigners, die wäre sicherlich auch zu schnell erzählt. Man erfährt einiges  über Gianni Versaces Leben und das Leben von Cunanans anderen Opfern, hauptsächlich ist die zweite Staffel aber ein Porträt über den Versace-Attentäter, den Psychopathen und Serienmörder Andrew Cunanan. In dieser Anthologie-Serie werden auch fünf der brutalen Morde, denen er überführt wurde, sehr fesselnd rekonstruiert. Die Erzählstruktur ist dabei keine chronologische, was – insbesondere wenn man, wie ich, sehr wenig über den Täter wusste, der Spannung sehr zugute kommt. Wie bereits in der ersten Staffel von „American Crime Story“ erzählt der Serienschöpfer Ryan Murphy hier aber auch eine größere Geschichte. In der ersten Staffel ging es um Rassismus, in dieser ist Homophobie das zentrale Thema. Auch versetzt die zweite Staffel den Zuschauer in die Vereinigten Staaten der 1990er Jahren, in eine Zeit, in der Schwule noch viel mehr um Akzeptanz kämpfen mussten, bzw. ihre Sexualität oftmals versuchten, zu verheimlichen. Wie bereits bei der ersten Staffel liegt auch hier der Vergleich zur Gegenwart nahe. Wie steht es heute mit der Anerkennung und der Rechte der LGBT-Gemeinschaft in den U.S.A.? Was hat sich in den letzten zwanzig Jahren geändert? Beispielsweise waren Homosexuelle im amerikanischen Militär seit 1993 zwar geduldet, aber nur so lange sie ihre sexuelle Orientierung für sich behielten (Policy: „Don´t Ask, Don´t Tell“ – wird in dieser Staffel in der gleichnamigen Episode 5 thematisiert). Erst seit dem Jahr 2011 dürfen auch Bi- oder Homosexuelle (die offen mit ihrer Sexualität umgehen) dem amerikanischen Militär beitreten. Ich musste das nochmal recherchieren, weil ich kaum glauben konnte, dass die Gesetze erst im Jahr 2011 geändert wurden.

True-Crime-Formate sind ja bereits seit einigen Jahren bei den Film- und Fernseh- und Podcast-produzenten äußerst populär. Mir ist aufgefallen, dass in den letzten zwei Jahren insbesondere reale Verbrechen aus den 1990er Jahren (O.J. Simpson, Tonya Harding, Waco, jetzt Gianni Versace)  aufgegriffen wurden. 

Wie alle gute Serien habe ich auch „The Assassination of Gianni Versace“ komplett zwei Mal hintereinander gesichtet. Bei der zweiten Sichtung kannte ich den Lebens- und Amoklauf von Andrew Cunanan, seine Weggefährten, seine Bluttaten und Opfer und konnte mich damit entspannt auf die größere Geschichte einlassen. Die Story ist ansprechend und wirklich gut erzählt. 

Darren Criss ist sehr überzeugend als Andrew Cunanan. Es ist sicher nicht einfach, einer solchen komplexen Figur gerecht zu werden. Der amerikanische Schauspieler macht es aber mit seinem nuancierten und facettenreichen Spiel möglich. 

Penélope Cruz und Édgar Ramirez habe ich überraschenderweise sofort Donatella und Gianni Versace abgenommen. Beide sind generell sehr gute Schauspieler, neben dem Handwerk bringen sie aber auch die notwendigen Äußerlichkeiten für ihre Rollen mit. Édgar Ramirez hat generell schon eine ziemliche Ähnlichkeit mit dem legendären Designer. Penélope Cruz hat hier hellblonde Haare (eine Perücke). Die beiden Schauspieler haben mit ihrer Mimik und Gestik, dem Make-Up, den Frisuren und dem Kostümdesign, vor allen Dingen aber mit ihrem Englisch, das mit einem sehr starkem italienischen Akzent durchzogen ist, schnell vergessen lassen, dass sich hinter diesen Charakter eigentlich Schauspieler verbergen. 

Ich hätte es rücksichtsvoll gefunden, wenn man mir Ricky Martin erspart hätte. In jeder einzelnen Szene hat er mich mit seinem Ricky-Martin-Sein aus der sonst so fesselnden Serie gebracht. Besonders lustig war sein Auftritt in Folge 7 („Ascent“).

Meine Lieblingsepisode: Ich mag alle, am wenigsten vielleicht die vorletzte, Episode 9 („Creator/Destroyer“). Ein großer Part dreht sich um diesen unangenehmen, gar widerlichen Vater von Andrew Cunanan. Was für eine Loser. Vielleicht habe ich mich aber einfach nur über diese Figur geärgert. 

Meine Lieblingsszenen: 

Episode 2 („Manhunt“): Eine recht krasse Szene unterlegt mit Phil Collins´“Easy Lover“ (Ich liebe die komplette Szene in dem Hotelzimmer, weil sie dem Zuschauer erstmalig genau zeigt, was für ein Psycho Andrew Cunanan war. Außerdem erinnert mich die Szene an einen meiner Lieblingsfilme, „American Psycho“.  In der zweiten Folge mochte ich auch die gesamte Sequenz, die mit dem Song „Gloria“ unterlegt ist. Ferner mochte ich die Schlussszene der zweiten Episode in dem Schwulenclub – dieses Szene ist insbesondere toll, wenn man bereits die komplette erste Staffel gesehen hat. 

Episode 3 („A Random Killing“): Alle Szenen mit Judith Light 

Episode 4 ( „House by the Lake“): Die „Good News – Bad News“-Szene mit David und seinem Papa. Herzzerreissend und tränenreich für mich die Szene mit den Beiden in der Hütte. 

Episode 6 („Descent“) Die Szene mit David und Andrew. Hier realisiert David, dass Andrew einfach nicht die Wahrheit sagen kann. Nicht meine Lieblingsszene, aber dennoch erwähnenswert: Auf Andrews Geburtstagsparty wird ein Foto aufgenommen. Das Foto zeigt Andrew Cunanan mit drei seiner späteren Opfer. 

Episode 7 (Ascent“) Die Szene im Hotelzimmer mit David und Andrew. Der Moment dieser Nacht ist überzeugend transportiert. 

Episode 9 („Creator/Destroyer“) Die kurze Sequenz, die mit dem The Bangles-Song „Hazy Shade of Winter“ unterlegt ist. Auch, weil mir ganz warm ums Herz wird, der Song erinnert mich an einen meiner Lieblingsfilme, der Bret Easton Ellis Verfilmung „Less Than Zero“). Später in der Episode fand ich den Party-Auftritt von Andrew Cunanan großartig. Die Episode ist das Regiedebüt des amerikanischen Schauspielers Matt Bomer (The Normal Heart, „American Horror Story: Hotel“). 

Der hier gezeigte Palast von Gianni Versace ist traumhaft. Auch wenn ich selbst klare Linien und das minimalistisches Design vorziehe, würde ich mir dieses opulente Domizil gerne mal anschauen. Das ist auch durchaus möglich, da Versaces Villa, „Casa Casuarina“ (http://vmmiamibeach.com) zu einem Boutique-Hotel umgebaut wurde.

Die Versace-Familie ist selbst nicht so glücklich über „The Assassination of Gianni Versace“. Das liegt voraussichtlich auch daran, dass Gianni Versaces HIV-Erkrankung angedeutet wird. Die Familie hat immer behauptet, der Designer wäre an Krebs erkrankt. FX weist daraufhin, dass sie ausgiebig die Fakten geprüft haben und zuvor eine intensive Recherche erfolgt ist. Donatella Versace war aber sehr wohl zufrieden, dass sie von Penélope Cruz portraitiert wurde. Die beiden haben sich bereits vor diesem Projekt einige Male getroffen. 

Die Musik in dieser TV-Serie ist perfekt ausgewählt. Die Songs sind entweder thematisch abgestimmt oder sie passen in die 1990er Jahre, vor allen Dingen in der Gay-Szene.

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen: 

Andrew Cunanan war ein tief gestörter Mann, Psychopath und Serienmörder. Er war intelligent, attraktiv, wusste sich gut auszudrücken und zu kleiden. Er stammte aus armen Verhältnissen mit einer psychisch kranken Mutter und einem Betrüger als Vater. Er hat sich immer gewünscht, der besseren Gesellschaft anzugehören. So hat er sich bereits als Kind in eine Phantasiewelt geflüchtet und anderen Lügen über seine Herkunft und später auch seinen sozialen und beruflichen Status aufgetischt. Er war ein Hochstapler und pathologischer Lügner. Er hat nie geleugnet, schwul zu sein. Sein Geschichtsstudium schmiss er hin und zog lieber durch die besten Gay-Clubs auf der Suche nach schnellem Sex und reichen Liebhabern, die seinen gewünschten Lebenswandel finanzierten. Durch sie bekam er Zugang zur der besseren Gesellschaft. So wirklich aufgenommen wurde er jedoch nie, irgendwann sind Andrews Lügen immer aufgeflogen. Gespielt wird Andrew Cunanan von dem amerikanischen TV-, Theaterschauspieler und Sänger Darren Criss. Bekannt geworden ist er durch seine Rolle in der TV-Serie „Glee“. Er hat eine Nominierung für einen Emmy und einen Grammy (beides für die Musik in „Glee“).

Gianni Versace war ein berühmter italienischer Modedesigner, der mit seinem Partner (hier gespielt von Ricky Martin) zusammenlebte. Im Alter von nur 50 Jahren wurde er vor seiner Haustür in Miami Beach erschossen. Täter war der 27-jährige Andrew Cunanan (in der Serie gespielt von Darren Criss). Gespielt wird Gianni Versace von dem venezolanischen Schauspieler Édgar Ramirez. Bekannt wurde er durch den Mehrteiler „Carlos“. Ich habe ihn aber auch schon in einigen Kinofilmen (Zero Dark Thirty, The Counselor, Joy) gesehen. Für seine Performance in „Carlos“ hat er eine Emmy-Nominierung erhalten. 

Donatella Versace ist Gianni Versaces Schwester und eine harte Geschäftsfrau. Später startete sie dann selbst als Modedesignerin des Labels durch. Den Lebenspartner ihres Bruders muss sie gehasst habe. Als Gianni Versace (an HIV oder Krebs) erkrankte, hatte sie bereits ein Mal die Geschäfte übernommen. Gespielt wird Donatella von der spanischen Schauspielerin Penélope Cruz. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie wohl mit Pedro Almodovars Film „All About My Mother“. Kurz darauf wurde sie schon in amerikanischen Kinofilmen („Blow“, „Gothika“) besetzt. Sie wurde drei Mal ( für ihre Performance in „Volver“, Vicky Cristina Barcelona und Nine) für den Oscar nominiert. Für ihre Performance in dem Woody Allen Film hat sie den Oscar gewonnen. 

Antonio D´Amico war Gianni Versaces Lebensgefährte. 15 Jahre waren sie ein Paar und haben zusammengelebt. Antonio D´Amico war Model, später hat er als Designer für Versace Sport gearbeitet. Gespielt wird Antonio D´Amico von dem puerto-ricanischen Sänger Ricky Martin. Hätte man für diese Rolle nicht irgendeinen richtigen Schauspieler finden können? Ricky Martin hat drei Grammy-Nominierungen.

David ist die große Liebe von Andrew Cunanan (gespielt von Darren Criss). Gespielt wird David von dem australischen Schauspieler Cody Fern. Bislang hat er vorwiegend Theater gespielt. Man könnte „The Assassination of Gianni Versace“ als seinen Durchbruch, zumindest in den U.S.A., ansehen. In der nächsten, der sechsten Staffel von „House of Cards“ wird er aber scheinbar eine größere Rolle spielen. Mich hat er an den jungen Andrew McCarthy erinnert. Interessanter Schauspieler und einer, den man ganz sicher auch bald im Kino sehen wird. 

Marilyn Miglin war seit einigen Jahrzehnten die Frau des sehr erfolgreichen Unternehmers Lee Miglin. Auch wenn Lee Miglin tatsächlich als Immobilienmogul recht bekannt war, wird seine Geschichte den meisten nicht geläufig sein, daher möchte ich hierzu nichts spoilern. Gespielt wird Marilyn Miglin von der amerikanischen TV- und Theaterschauspielerin Judith Light. Auch wenn sie aussieht wie ein sehr gepflegter, älterer Herr in eleganter Damenrobe mit viel zu viel Schminke im Gesicht, ist Judith Light umwerfend in dieser Rolle. Sie spielt sehr nuanciert, jeder Gedanke ist in ihrem Gesicht zu lesen. Ich würde mir wünschen, dass sie für diese Gastperformance oder Nebenrolle mit einem Emmy ausgezeichnet wird.  Bekannt geworden ist Judith Light durch ihre Hauptrolle in der 1980er Jahre Serie „Who´s the Boss? Sie hat auch in der Serie Transparent mitgespielt. Sie hat sowohl einen Emmy (für ihre Performance in der TV-Serie „One Life to Live“) als auch einen Tony für ihre Performance in dem Theaterstück „The Assembled Parties“ gewonnen. 

Update: „The Assassination of Gianni Versace“ ist im Jahr 2018 für achtzehn Emmys (darunter: Outstanding Limited Series, Outstanding Lead Actor, Darren Criss, Outstanding Supporting Actor, Ricky Martin, Édgar Ramirez und Finn Wittrock,  Outstanding Supporting Actress, Penélope Cruz und Judith Light, Outstanding Directing für die Episode „The Man Who Would Be Vogue“, Outstanding Writing für die Episode „House by the Lake“ und Outstanding Casting for a Limited Series) nominiert worden. Update: Die Miniserie hat sieben Emmys gewonnen, darunter Outstanding Limited Series, Outstanding Casting for a Limited Series, Outstanding Directing for a Limited Series (für „The Man Who Would Be Vogue“), Outstanding Lead Actor in a Limited Series (Darren Criss)

„The Assasination of Gianni Versace: American Crime Story“ wurde erstmalig v. 17.01.18 . 21.03.18 auf dem amerikanischen Kabelsender FX ausgestrahlt. In Deutschland war die Serie über den Bezahlsender Sky Atlantic HD ab dem 29.01.18 zu sehen. 

Trailer zu sehen:

 

 

D.C. – Film: "The Counselor"

Ich war am 29.10.13 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Counselor“ (dt. Kinostart: 28.11.13) 117 min crime, drama
dir. Ridley Scott cast: Michael Fassbender, Javier Bardem, Cameron Diaz, Penélope Cruz, Brad Pitt, Bruno Ganz, Rosie Perez, John Leguizamo, Toby Kebbell, Dean Norris

Ein Anwalt (Michael Fassbender) hat sich auf einen Drogendeal eingelassen. Alle Warnungen kommen zu spät, er muss mit Konsequenzen rechnen…

C- (Wertung von A bis F) Normalerweise mag ich gerade diese Art von Filmen. Wie kann man einen Film mit dieser Besetzung, einem angesehenen Regisseur und einem Autor, der hier zwar mehr oder weniger sein Drehbuchdebüt gibt, aber in der Vergangenheit schon brillante Vorlagen zu den Filmen No Country for Old Men und The Road lieferte, so gegen die Wand fahren?

In den U.S.A. hat „The Counselor“ vernichtende Kritiken bekommen, es gibt aber auch einige Cineasten, die das Werk lieben. Ich glaube, man kann sich aber darauf einigen, dass es ein seltsamer Film ist.

Warum funktioniert dieser Film nicht? Hauptsächlich ist es, meines Erachtens, das Drehbuch. Wenn man, wie Cormac McCarthy, großartige Bücher schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch gelungene Drehbücher für Kinofilme verfassen kann. Die eine oder andere Erklärung oder Charakterbildung hätte dem Film vielleicht geholfen.

„The Counselor“ ist kein Film mit richtiger Story, wie man sich das so idealerweise vorstellt. Es ist eher eine Aneinanderreihung von wichtigtuerischen Macho-Gequatsche, teils großartigen Schauspielern in richtig guten und nicht so guten Szenen, allerhand Skurrilem, fantastischen Szenenbildern, ein paar brutalen Szenen, (gerade die beiden prägnanten Tötungsszenen hätten einen besseren Film verdient), Javier Bardem mit spaßiger Frise und einem scheußlich aussehenden Schmetterlingshemd und Cameron Diaz.

Über Cameron Diaz kann und wird man geteilter Meinung sein. Ihre Performance überschattet hier definitiv die der anderen Schauspieler. Einige sehen das als Oscar-Performance und andere, und dazu zähle ich mich, finden sie eher lustig, aber nicht gänzlich überzeugend. In meiner Vorstellung brach später bei ihren Auftritten auch Gelächter aus. Seit „There´s Something About Mary“ wurde sie immer wieder mit ihrer legendären „Haargel“-Szene in Verbindung gebracht. Die Zeiten sind definitiv vorbei, wenn man „The Counselor“ gesehen hat, fällt einem fortan zu Cameron Diaz definitiv eine ganz andere Szene ein.

Ridley Scotts „The Counselor“ ist in den U.S.A. gefloppt. Noch kurz bevor der Film erstmalig gezeigt wurde, war er für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Cameron Diaz). Ich sehe es noch nicht als komplett ausgeschlossen, dass Cameron Diaz eine Oscar-Nominierung erhält.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Catching Fire“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Zweiter Teil der Trilogie. Gut, wenn ich Zeit habe, gucke ich ihn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana. Auch wenn die Musik schrecklich ist, der Film ist für mich erst mal zurück im Oscar-Rennen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…

Trailer v. Film: „Grudge Match“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Ein Film, in dem Sylvester Stallone und Robert De Niro alternde Boxer spielen und gegeneinander kämpfen. Warum macht De Niro so was? Hier spielen aber auch Kim Basinger und Alan Arkin mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht…

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „American Hustle“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: David O. Russells neuer Film mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jeremy Renner und Jennifer Lawrence. Einer der wenigen sogenannten Oscar-Filme dieses Jahr, die noch nicht der Öffentlichkeit gezeigt wurden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Book Thief“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung mit Geoffrey Rush und Emily Watson. Oscar-Kandidat? Mal gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Secret Life of Walter Mitty“
Bewertung des Trailers: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Ben Stillers Fantasy-Film mit ihm in der Hauptrolle und Kristin Wiig und Sean Penn. Bei diesem Trailer kam bei mir der dringende Wunsch auf, dass Ben Stiller nicht die Hauptrolle spielt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "To Rome with Love"

Ich war am 14.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„To Rome with Love“ (dt. Kinostart: 30.08.12) 102 min drama, comedy
dir. Woody Allen cast: Woody Allen, Roberto Benigni, Jesse Eisenberg, Alec Baldwin, Penélope Cruz, Judy Davis, Greta Gerwig, Ellen Page, Ornella Muti

Jack (Jesse Eisenberg) ist angehender Architekt und lebt mit seiner Freundin Sally (Greta Gerwig) in Rom. Als sich Sallys Freundin Monica (Ellen Page), eine sich für unwiderstehlich haltende Hollywoodschauspielerin, zu Besuch anmeldet, ist Jack zwischen seiner Freundin und Monica hin- und hergerissen. Jerry (Woody Allen) war Musikproduzent ist aber mittlerweile in Rente und reist mit seiner Frau Phyllis (Judy Davis) nach Rom. Ihre gemeinsame Tochter möchte ihnen ihren zukünftigen Schwiegersohn Michelangelo (Flavio Parente) vorstellen. Michelangelos Vater (Fabio Armiliato) arbeitet als Bestatter, Jerry hört ihn aber eines Tages unter der Dusche singen und möchte ihn berühmt machen. Dann gibt es da noch den normalen Angestellter und Familienvater Leopoldo (Roberto Beningi), der wird praktisch über Nacht berühmt und muss sich damit auseinandersetzen. Außerdem gibt es noch ein frisch verheiratetes Pärchen (Alessandra Mastronardi und Alessandro Tiberi), das in ihren Flitterwochen nach Rom kommt. Sie verläuft sich in der großen Stadt und er bekommt im Hotelzimmer plötzlich Besuch von einer Prostituierten (Penelope Cruz)…

D (Wertung von A bis F) Woody Allens Sicht auf eine der weltweit schönsten Städte schmerzt. Kitschig ausgeleuchtete Bilder mit abgedroschener schmalziger Musik unterlegt. Ich weiß nicht, wie oft ich mir „Volare“ anhören musste. Dazu werden dem Zuschauer vier wenig originelle, dafür unglaublich langgezogene Geschichten erzählt, die sich auf Alt-Herren-Fantasien begründen. Eine Geschichte ist dabei öder und zugleich absurder als die nächste. Der Humor ist klamottig. Zu allem Überfluss spielt Woody Allen selbst auch mal wieder eine Rolle. Greta Gerwig wirkt ziemlich trampelig und Ellen Page ist als Femme Fatale unfassbar fehlbesetzt. Einzig Jesse Eisenberg hat mir gefallen. Gut fand ich auch, dass Woody Allen – wie bereits in „Vicky Cristina Barcelona“ – die Schauspieler in ihrer eigenen Sprache hat sprechen lassen. Auch wenn der Zuschauer dafür die Hälfte des Film Untertitel lesen muss. Nicht umsonst hat Penélope Cruz seinerzeit ihren Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen. Hier spielt die Spanierin allerdings eine italienische Prostituierte.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bill W.“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über Bill Wilson, den Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Robot & Frank“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Frank Langella und Susan Sarandon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Searching for Sugar Man“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über den Musiker Rodriguez
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Shut Up and Play the Hits“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über James Murphys letzten Auftritt im Madison Square Garden
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Little White Lies“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französische Tragikomödie aus dem Jahr 2010 mit Marion Cotillard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Detroit – Film: "Nine"

Ich war am 30.12.09 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„Nine“ (dt. Kinostart: 25.02.10) 128 min musical, adaptation
dir. Rob Marshall cast: Daniel Day-Lewis, Penelope Cruz, Marion Cotillard, Nicole Kidman, Judi Dench, Stacy ‚Fergie‘ Ferguson, Kate Hudson, Sophia Loren

Der italienische Filmemacher Guido Contini (Daniel Day-Lewis) hat für sein neuestes Projekt bereits einen Filmtitel, einen Star aber nicht die geringste Idee für eine Story. Ihm fallen die Frauen ein, die in seinem Leben eine Rolle spielten und spielen…

C+ (Wertung von A bis F) „Nine“ ist die Filmversion des erfolgreichen gleichnamigen Broadway-Musicals. Die erzählte Geschichte basiert auf Federico Fellinis autobiografischem Film „8 1/2“.

„Nine“ lockt zunächst einmal mit einer All-Star-Besetzung. Von den acht Protagonisten sind sechs mit einem Oscar ausgezeichnet, eine wurde für einen Oscar nominiert. Die einzige Ausnahme in der Besetzung bildet hier Fergie, die bekanntlich (bislang) keine Schauspielerin ist. Aus dieser Sicht ist der Film eine komplette Talentverschwendung. Der Film zieht sich wie Kaugummi, ich weiß nicht, wie oft ich auf die Uhr geschaut habe. In meinen Augen mangelt es hier erheblich an einer (guten) Story, einem soliden Drehbuch und da das Ganze nun auch ein Musical ist, an eingängigen Songs.

Zu den Hochkarätern: Daniel Day-Lewis: natürlich ist er auch hier mit einem italienischem Akzent der method actor, ich finde ihn jedoch irgendwie fehl am Platze, sehe ihn auch wesentlich lieber in „Gangs of New York“ und There Will Be Blood-Rollen. Javier Bardem sollte eigentlich seine Rolle spielen. Judi Dench ist Judi Dench. Nicole Kidman ist es mittlerweile gelungen, keinerlei Mimik mehr in ihrem Gesicht zu haben. Penélope Cruz: sehr gut, ich fand sie aber schon mal besser. Sophia Loren: über sie gibt es nicht viel zu sagen, ich frage mich nur wie sie es schafft, noch so auszusehen. Fergie sieht in „Nine“ zwar grauenhaft aus, legt aber eine geniale Performance hin. Kate Hudson: kann nicht sonderlich singen, dafür kann sie aber noch weniger tanzen. Ihre Szene ist sehr gut geschnitten, dass es vielleicht anderen nicht so auffällt.

Wenn es trotz allem einen Grund gibt, dass man sich den Film anschauen muß, dann ist das Marion Cotillard. Sie ist sensationell. Sie hat Leinwandpräsenz und zeigt hier wie facettenreich und dabei authentisch sie ist und dann singt sie auch noch. Der zweite Song („Take it All“) sollte ursprünglich von Penélope Cruz, Nicole Kidman und Marion Cotillard gesungen werden. Es war eine kluge Entscheidung, Marion Cotillard alleine singen zu lassen. Mit dieser Performance, die mit einem Oscar belohnt werden muß, setzt sie die Messlatte für andere Schauspieler ganz hoch, praktisch spielt in einer ganz eigenen Liga. Genug der Schwärmerei, ich habe eine neue Lieblingsschauspielerin und muß mir nun so bald wie möglich „La Vie en Rose“ angucken.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Tyler Perry´s Why Did I Get Married Too?“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tyler Perry…
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Trailer von Film: „Crazy Heart“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jeff Bridges und Maggie Gyllenhaal
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Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Sex and the City 2“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Habe die Serie geliebt, fand aber den ersten Spielfilm schon nur gerade so okay
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Trailer von Film: „Leap Year“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Amy Adams mag ich ja sehr, aber das schaut mir zu sehr nach ner Klamotte aus…
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Boston – Vicky Cristina Barcelona

Ich war am 18.08.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Vicky Cristina Barcelona“ (dt. Kinostart 04.12.08) 97 min comedy
dir. Woody Allen cast: Javier Bardem, Penelope Cruz, Scarlett Johansson, Patricia Clarkson, Kevin Dunn, Rebecca Hall

Die beiden Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) verbringen ihren Sommerurlaub in Barcelona. Während die zürückhaltende Vicky nach der Reise ihren langweiligen Verlobten heiraten will, geniesst die abenteuerlustige, aber naive Cristina ihr Singleleben. Auf einer Ausstellungseröffnung fällt ihnen erstmalig der gutaussehende Künstler Juan Antonio (Javier Bardem) auf. Als sie ihn kurze Zeit später in einem Restaurant wiedertreffen, macht Juan Antonio beiden Frauen den Vorschlag, mit ihm nach Oviedo zu fliegen, um mit ihm Kultur, Wein und Sex zu geniessen. Mehr oder weniger über das eindeutige Angebot empört, willigen beide ein. Als sich beide Frauen in den Herzensbrecher schliesslich verliebt haben, taucht seine temperamentvolle und verrückte Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) wieder auf…

C+ (Wertung von A bis F) Relativ belanglose Liebeskomödie, die allerdings durch das Zusammenspiel von Javier Bardem und Penelope Cruz sehenswert wird. Die beiden wirken nicht zuletzt durch ihren überwiegend in spanisch gehaltenen Dialog sehr authentisch, die Chemie ist auch offensichtlich. Javier ist natürlich zum Niederknien und Penelope, die für „Volver“ eine Oscarnominierung erhalten hat, hätte hier für mich, für ihre charismatische Maria Elena, eher eine verdient. Scarlett hat mich zu meiner grossen Überraschung hier nicht so gestört, spielte aber auch mit ihrer Rolle eher im Hintergrund. Ein weiterer Grund den Film zu sehen, ist wie die schöne Stadt Barcelona mit ihrer wunderbaren Gaudí-Architektur gezeigt wird. Nach der Vorstellung gab es Applaus vom Publikum. Update: Penelope Cruz hat ihre Rolle in „Vicky Cristina Barcelona“ den Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen.

Trailer zu sehen:

„sehenswert“