TV-Serie: „Fosse/Verdon“


Ich habe mir die folgende FX-Serie angeschaut:

 

„Fosse/Verdon“  8 x approx  50  min   drama, biopic, adaptation

dir. Thomas Kail, Adam Bernstein, Jessica Yu, Minkie Spiro  cast: Sam Rockwell, Michelle Williams, Margaret Qualley, Norbert Leo Butz, Jake Lacy, Aya Cash, Nate Corddry, Evan Handler, Paul Reiser, Brandon Uranowitz, Lin-Manuel Miranda  

 

Nach dem Misserfolg des Films „Sweet Charity“ kämpft der Tänzer, Choreograf und Theater- und Filmregisseur Bob Fosse (Sam Rockwell) darum, bei einem weiteren Hollywood-Film Regie zu führen. Er ist an der Filmadaption des Bühnenstücks „Cabaret“ interessiert. Der Produzent Cy Feuer (Paul Reiser) denkt nicht, dass er für den Film der richtige Regisseur ist. Schließlich bekommt Bob Fosse aber grünes Licht. Während der Dreharbeiten in München findet seine Ehefrau, die Tänzerin und Choreografin Gwen Verdon (Michelle Williams) heraus, dass Bob sie betrügt. Es ist nicht das erste Mal, aber dieses Mal ist alles anders…

 

A- (Wertung von A bis F) „Fosse/Verdon“ beruht auf Sam Wassons Biografie „Fosse“. Diese neue F/X- Miniserie basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt über das künstlerische und private Leben der beiden Broadway-Legenden Bob Fosse und Gwen Verdon. Die gemeinsame Tochter Nicole Fosse ist Mitproduzentin dieser Serie. Serienschöpfer sind der amerikanische Dramatiker Steven Levenson (Broadway-Musical „Dear Evan Hansen“) und der Regisseur des Erfolgs-Musicals „Hamilton“, Thomas Kail. Thomas Kail hat hier auch bei fünf Episoden Regie geführt. Der amerikanische Komponist, Schauspieler und Sänger Lin-Manuel Miranda (Bühnen-Musical „Hamilton“, Moana , Mary Poppins Returns) ist einer der Produzenten der Miniserie und spielt in der letzten Episode die Rolle des Roy Scheider. 

Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nichts über Bob Fosse und Gwen Verdon. Irgendwann habe ich aber  im amerikanischen Kino ein Making of von „Fosse/Verdon“ gesehen und da ich Sam Rockwell und Michelle Williams sehr mag, generell an Showbiz-Stories interessiert bin, habe ich etwas recherchiert. Dann kamen die Oscars ins Spiel und es war klar, dass ich diesen Mehrteiler unbedingt anschauen muss.

Bob Fosse ist hierzulande wahrscheinlich wenig bekannt. Er ist es aber, der aus dem Bühnenstück „Chicago“ ein Musical kreierte. Dieses Musical läuft seit 1975 und bis heute und ist damit das am längsten gespielte amerikanische Musical. Im Jahr 2002 hat Rob Marshall „Chicago“ verfilmt und der Film gewann sechs Oscars (inkl. Bester Film). Bob Fosse ist aber auch bekannt für den Film „Cabaret“, für den Bob Fosse im Jahr 1973 selbst den Regie-Oscar gewann. In diesem Jahr gewann Bob Fosse  außerdem noch drei Emmys und zwei Tonys und ist damit, bis heute, der Einzige, dem es gelungen ist, in einem Jahr einen Oscar, einen Emmy und einen Tony zu gewinnen. Allein für seine Choreografien gewann er insgesamt acht Tony-Awards. Gwen Verdon war eine der besten Schauspielerinnen und Tänzerinnen am Broadway und wurde vier Mal mit dem Tony als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. 

Bob Fosse war ein kreatives Genie und hat, so habe ich jetzt erfahren, viele Künstler, darunter Michael Jackson und Beyoncé, beeinflusst. Er benutzte Requisiten wie Hüte, Stöcke und Stühle und liess sie in seine Choreografien einfliessen. Bob Fosse war aber auch ein Womanizer, Ehebrecher, Egoist und Kettenraucher (5 bis 6 Packungen pro Tag). Ich weiß gar nicht mehr, seit wann ich eigentlich ein Fan von Sam Rockwell bin, wahrscheinlich seit seiner Rolle in George Clooneys „Confessions of a Dangerous Mind“. Sam Rockwell ist die perfekte Wahl für Bob Fosse. In einigen Filmen und bei zahlreichen Talkshow-Auftritten konnte der Schauspieler bereits mit Tanzeinlagen beeindrucken. Um so bemerkenswerter, dass ihm erst jetzt ein „Tanz-Projekt“ angeboten wurde. Der Oscar-Gewinner zeigt hier eine Facette, die ich bislang noch nicht von ihm gesehen habe. 

Die Kritiker sind – vor allen Dingen – voll des Lobes für Michelle Williams. Sie spielt (und singt und tanzt) auch fantastisch, selbst ihre Stimme und Sprache hat sie bis ins Unkenntliche verändert und der von Gwen Verdon angepasst. Wenn „Fosse/Verdon“ ein Kinofilm wäre, wäre sie nur schwer, bei den nächsten Oscars zu schlagen. Zu Beginn dieser Miniserie hat mich Michelle Williams Performance noch mehr als die von Sam Rockwell beeindruckt. Das liegt vielleicht auch daran, dass ihre Figur zugänglicher ist und man mit Sam Rockwells Bob Fosse erst warm werden muss. Selbstverständlich wird sich auch über Sam Rockwell anerkennend geäußert. Für meinen Geschmack müsste man über seine Performance aber auch in den allerhöchsten Tönen sprechen. Die Aufgabe von Schauspielern ist es, ihre jeweilige Rolle so authentisch wie möglich rüberzubringen. Wenn gezeigt werden soll, dass sich zwei Menschen  verlieben, muss man das als Zuschauer spüren. Genau das gelingt den Beiden. Darüberhinaus, schafft es Sam Rockwell, dass sich auch der Zuschauer in ihn verliebt. Bei beiden Schauspielern vergisst man irgendwann, hier überhaupt Schauspieler zu sehen. Kurzum Beide spielen auf höchstem Emmy-Niveau und bewerben sich um diese Auszeichnung. 

„Fosse/Verdon“ beginnt kurz vor dem Lebensende von Bob Fosse, eine Szene, die am Ende der ersten Episode erneut aufgenommen wird. Der Countdown, der immer wieder anhand einiger Titelkarten eingeblendet wird, bezieht sich zum einen auf Bob Fosses Tod, aber, was mit der finalen Szene mit Bob Fosse und Gwen Verdon deutlich wird, auch auf das Ende ihrer langjährigen engen Bindung. 

Auch wenn ich nichts über beide Broadway-Legenden zuvor wusste, am Ende der Miniserie hatte ich einen ziemlich guten Eindruck, was Bob Fosse und Gwen Verdon ausgemacht hat, sowohl auf beruflicher als auch auf privater Ebene. Aufgrund von Bob Fosses Untreue endete die Ehe von Bob Fosse und Gwen Verdon. Sie haben sich aber nie scheiden lassen und blieben, bis zu seinem Tod, enge Vertraute. 

„Fosse/Verdon“ zieht einen schnell in die amerikanische Theater- und Filmwelt. In erster Linie ist es aber ein Charakterdrama. Natürlich gibt es auch kurze Tanz- und Musical-Nummern, für mich als Nicht-Musical-Fan aber zu keinem Zeitpunkt belastend. 

Wie jede TV-Serie, die ich herausragend finde, habe ich auch „Fosse/Verdon“ zwei Mal gesehen. Ähnlich wie bei der TV-Serie Feud: Bette and Joan ist „Fosse/Verdon“ ein Mehrteiler, bei dem man sich auch mit den Werken der Charaktere auseinandersetzen sollte. Daher habe ich mir zwischen der ersten und zweiten Sichtung von „Fosse/Verdon“ einige YouTube-Videos mit Bob Fosse und Gwen Verdon und folgende Filme angeschaut:

  • „Lenny“ (1974, dir. Bob Fosse) meine Bewertung für dieses sehr künstlerische s/w-Biopic über den amerikanischen Stand-up Comedian Lenny Bruce mit einer Oscar-Performance von Dustin Hoffman: A- . Der Film wurde für sechs Oscars (darunter Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch) nominiert. 
  • Cabaret (1972, dir. Bob Fosse) meine Bewertung für die Romanadaption und die Verfilmung des Broadway-Musicals mit Liza Minelli und Michael York in den Hauptrollen: B+ Der Film wurde für zehn Oscars nominiert, gewonnen hat er acht (darunter Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin Liza Minelli, Bester Nebendarsteller Joel Grey). „Cabaret“ war auch für die Kategorien Bester Film und Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert, hat diese beiden Kategorien jedoch an Francis Ford Coppolas „The Godfather“ verloren. „Cabaret“ hält bis heute (Juli 2019) den Rekord für einen Film, der mit den meisten Oscars (8) ausgezeichnet wurde, ohne, dass der Film die Kategorie Bester Film gewann. Sollte irgendwann die Lebensgeschichte von Liza Minelli verfilmt werden, sollte man die Oscar-Gewinnerin Olivia Colman als optisch perfekte Besetzung der Hauptrolle im Augen behalten. Das ist mir aufgefallen, als ich „Cabaret“ sah.
  • All That Jazz (1979, dir. Bob Fosse) meine Bewertung für dieses Musical/Drama, das an das Leben von Bob Fosse angelehnt ist, mit Roy Scheider in der Hauptrolle und Jessica Lange und John Lithgow: B+ Der Film wurde für neun Oscars nominiert (inkl. Bester Film, Bester Regisseur, Bester Hauptdarsteller), gewonnen hat der Film vier (Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Bestes Szenenbild, Bester Original Song Score) 

Über die wichtigsten Episoden im Einzelnen:

Nr. 2 („Who´s Got the Pain?) Tony-Gewinnerin Gwen Verdon trifft das erste Mal auf den, seinerzeit noch verheirateten Choreografen Bob Fosse. Der Beginn ihrer Liebe und beruflichen Zusammenarbeit. Dies ist eine meiner Lieblingsepisoden

Nr. 5 („Where Am I Going?) Hierbei handelt es sich um eine sogenannte „bottle episode“. An einer Location (Bobs Sommerhaus) verweilen Bob, Neil, Paddy, Ann, Nicole, Gwen und Ron 

Nr. 6 („All I Care About Is Love“, Drehbuch: Ike Holter, Regie: Minkie Spiro ) Diese Episode zeigt  Bob Fosse als Teenager und wie überarbeitet er im Jetzt ist. Er arbeitet zeitgleich an seinem Film „Lenny“ und dem Broadway-Musical „Chicago“.  Letztlich führt das und der Konsum von Alkohol, Zigaretten und Drogen zu einem Herzinfarkt. Bob Fosse schlüpft dabei immer wieder in die Rolle des Stand-up Comedian Lenny Bruce (über den er den s/w-Film „Lenny“ mit Dustin Hoffman drehte). Diese Folge ist nicht nur außergewöhnlich kreativ, hier sieht man spätestens, dass Sam Rockwell nicht nur ein facettenreicher Charakterschauspieler, sondern auch den Charme, das Charisma und die Präsenz eines Filmstars hat. Ganz klar, eine meiner Lieblingsepisoden, vielleicht sogar die beste aller acht Episoden

Nr. 8 („Providence“) Die letzten Jahre von Bob Fosse. Er dreht „All That Jazz“, ein Film über sein Leben. Nun realisiert er, dass er einige Fehler in seinem Leben begangen hat. Eine sehr emotionale und für mich tränenreiche Folge. 

Sowohl Sam Rockwell als auch Michelle Williams spielen ihre Charaktere über einen Zeitraum von über 30 Jahren. Im Jahr 1955, als Gwen Verdon 30 Jahre und Bob Fosse 28 Jahre alt waren, haben sich die Beiden kennengelernt. Sie haben dann bei dem Broadway-Musical „Damn Yankees“ zusammengearbeitet. Ein Jahr später war das Musical der große Abräumer bei den Tony Awards und bescherte Gwen Verdon einen Tony als Beste Hauptdarstellerin in einem Musical und ihm einen für die beste Choreografie. Auch wenn ihre Ehe nach elf Jahren, im Jahr 1971, am Ende war, liessen sie sich nie scheiden und blieben sowohl freundschaftlich als auch beruflich bis zu seinem Tod (im Jahr 1987) verbunden. In „Fosse/Verdon“ spielt Sam Rockwell  Bob Fosse im Alter von 28 bis 60 Jahren, Michelle Williams spielt Gwen Verdon hier im Alter von 30 bis 62 Jahren.

Die Charaktere im Einzelnen:

Bob Fosse war zunächst ein US-amerikanischer Tänzer, der davon träumte, der nächste Fred Astaire zu sein. Später hat er als Choreograf und Theater- und Filmregisseur gearbeitet. Er wurde vier Mal für den Oscar nominiert, als Regisseur des Films „Cabaret“ gewann er im Jahr 1973 den Oscar. Im selben Jahr gewann er auch zwei Tony Awards (für „Pippin“ ) und drei Emmys für „Liza with a Z“, eine Liza Minelli-Konzertproduktion für das Fernsehen. Bis heute gibt es niemanden, der in einem Jahr einen Oscar, einen Tony und einen Emmy gewann. Bob Fosse war eine Broadway-Legende. Zwischen 1955 und 1986 wurde er insgesamt 20 x für den Tony nominiert und hat den Theater-Oscar 9 x gewonnen. Seit dem Jahr 1960 war er mit der Schauspielerin und Tänzerin Gwen Verdon (gespielt von Michelle Williams) verheiratet. Die beiden hatten mit Nicole eine gemeinsame Tochter. Gespielt wird Bob Fosse von dem amerikanischen Schauspieler Sam Rockwell. Rückblickend ist er mir, glaube ich, das erste Mal in „Charlie´s Angels“ aufgefallen. In George Clooneys „Confessions of a Dangerous Mind“ hat er die erste Hauptrolle gespielt. Seither hat er in unzähligen Filmen mitgespielt (u.a. Frost/Nixon, Moon, Seven Psychopaths, Loitering with Intent). Sam Rockwell wurde für seine Performance in Three Billboards Outside Ebbing, Missouri und Vice für den Oscar nominiert, für „Three Billboards“ hat er den Oscar gewonnen. 

Gwen Verdon war eine Schauspielerin und Tänzerin. Sie war eine Legende und eine der besten Broadway-Tänzerinnen ihrer Zeit. Zwischen 1953 und 1976 wurde sie 6 x für den Tony nominiert und hat den Theater-Oscar 4 x gewonnen. Sie wurde außerdem drei Mal für den Emmy nominiert (u.a. für ihre Gastrolle in „Magnum P.I.“). Es war ihre Idee, das Bühnenstück „Chicago“ als Musical umzusetzen. Jahrelang hat sie um die Rechte gekämpft, bis das Musical dann im Jahr 1975 unter der Regie von Bob Fosse und mit ihr als Roxie Hart am Broadway Premiere feierte. Seit dem Jahr 1960 war sie mit dem Choreografen, Theater- und Filmregisseur Bob Fosse (gespielt von Sam Rockwell) verheiratet. Die Beiden hatten eine gemeinsame Tochter, Nicole. Gespielt wird Gwen Verdon von der amerikanischen Schauspielerin Michelle Williams. Bekannt geworden ist sie vor rund zwanzig Jahren durch die TV-Serie „Dawson´s Creek“. Mit ihrer Rolle in „Brokeback Mountain“ hatte sie ihren Durchbruch in Hollywood. Am Set hatte sie auch den Vater ihrer Tochter, den leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger, kennengelernt. Michelle Williams hat in unzähligen Filmen mitgespielt, sie wurde vier Mal für den Oscar nominiert (für „Brokeback Mountain“, Blue Valentine, My Week with Marilyn und Manchester by the Sea). Für ihre Performance in „Blackbird“ wurde sie zudem noch für den Theater-Oscar, den Tony, nominiert. Was für „Fosse/Verdon“ interessant ist, Michelle Williams hat im Jahr 2014 Sally Bowles in dem Broadway-Musical „Cabaret“ gespielt. 

Paddy Chayefsky war ein Dramatiker und Drehbuchautor. Er war der beste Freund von Bob Fosse (gespielt von Sam Rockwell). Paddy Chayefsky hat drei Oscars für seine Originaldrehbücher (für „Marty“, „The Hospital“ und „Network“) gewonnen. Gespielt wird Paddy von dem amerikanischen Bühnen- TV- und Filmschauspieler und Sänger Norbert Leo Butz. Für seine Performance in den Broadway-Musicals „Dirty Rotten Scoundrels“ und „Catch Me If You Can“ hat er zwei Tonys gewonnen. Weitläufiger bekannt ist er aber sicherlich durch die TV-Serie „Bloodline“. Er hat aber auch in einigen Filmen (u.a. Dan in Real Life, Fair Game, Higher Ground, Disconnect) mitgespielt.

Ann Reinking ist mittlerweile 69 Jahre alt und lebt heute hauptsächlich in Arizona. Die Amerikanerin hat als Schauspielerin, Tänzerin und Choreografin drei Tony-Nominierungen erhalten. Für ihre Choreografie für das Broadway-Musical „Chicago“ wurde sie mit dem Tony ausgezeichnet. Ann Reinking hat eine langjährige Beziehung mit Bob Fosse (gespielt von Sam Rockwell) geführt und mit ihm einige Male, (u.a. auch in seinem Film „All That Jazz“) zusammengearbeitet. Gespielt wird Ann von der amerikanischen Schauspielerin und Tänzerin Margaret Qualley. Bekannt ist sie den meisten wahrscheinlich durch ihre Rolle in „The Leftovers“. Sie hat aber auch in einigen Kinofilmen (u.a. Palo Alto, The Nice Guys, Novitiate) gespielt. Margaret Qualley ist die Tochter der Schauspielerin Andie MacDowell. 

Ron ist Schauspieler und der Freund von Gwen Verdon (gespielt von Michelle Williams). Ron basiert auf keiner realen Person. Er ist auch kein sonderlich wichtiger Charakter dieses Mehrteilers. Ich sah hier aber die Gelegenheit, Jake Lacy, der den Ron spielt, zu erwähnen. Für mich hat Jake Lacy einen großen Wiedererkennungswert. Mir ist er bereits einige Male positiv aufgefallen. Der amerikanische Schauspieler hat in einigen TV-Serien (u.a. „The Office“, „Girls“) und auch Kinofilmen (u.a. Carol, Love the Coopers, Miss Sloane, Diane) mitgespielt. 

Seit vielen Jahren kann man beobachten, dass Fernsehproduktionen immer hochwertiger werden. Es gibt kaum einen Charakterschauspieler (und auch Hollywoodstar), der nicht bereits in einer TV-Serie oder einem Mehrteiler mitgewirkt hat. Mein Interesse bei den Fernsehproduktionen gilt vordergründig den Mehrteilern. Ich mag das Format, das einem etwas längerem, aber nicht zu langem Spielfilm gleicht. Entsprechend habe ich mittlerweile auch immer mehr Interesse an dem Fernseh-Oscar, dem Emmy. Die,  für die Emmy-Saison 2018/2019  wichtigsten Mehrteiler (Sharp Objects, True Detective, Escape at Dannemora, „Fosse/Verdon“, When They See Us und der so gehypte Mehrteiler „Chernobyl“) habe ich jetzt alle gesehen. Am besten hat mir aber tatsächlich „Fosse/Verdon“ gefallen.

„Fosse/Verdon“ ist für einige Emmy-Nominierungen im Gespräch, darunter: Outstanding Limited Series, Outstanding Lead Actor in a Limited Series or Movie (Sam Rockwell), Outstanding Lead Actress in a Limited Series or Movie (Michelle Williams). Anmerkung: Michelle Williams größte Konkurrentin ist derzeit sicher Patricia Arquette (für ihre Rolle in Escape at Dannemora). Sie gibt auch eine exzellente Performance, aber Michelle Williams Performance ist um einiges anspruchsvoller und daher hoffe ich, dass sie den Emmy gewinnt. Auch hoffe ich auf die Auszeichnung von noch mehr Emmys für „Fosse/Verdon“ Update: The Academy of Television Arts & Sciences hat „Fosse/Verdon“ für 17 Emmys nominiert (darunter Limited Series, Lead Actor in a Limited Series (Sam Rockwell), Lead Actress in a Limited Series (Michelle Williams), Supporting Actress in a Limited Series (Margaret Qualley)  Die Primetime Emmy Awards-Verleihung findet am 22.09.19 statt, die Creative Arts Emmy Awards werden am 15.09.19 verliehen. 

„Fosse/Verdon“ wurde erstmalig v. 9.4.19 – 28.05.19 auf dem amerikanischen TV-Sender FX ausgestrahlt. 

Trailer zu sehen:

 

Plakat der F/X-Serie "Fosse/Verdon" in New York, April 2019
Plakat der F/X-Serie „Fosse/Verdon“ in New York, April 2019

6 Gedanken zu “TV-Serie: „Fosse/Verdon“

  1. Ah, interessant. Gwen Verdon kenne ich, sie ist ja eine begnadete Tänzerin, aber Fosse…ich habe niemals darauf geachtet, wer bei Cabaret Regie führte und selten wer wo die Choreografie machte, aber jetzt wo ich es weiß, kann ich sagen, dass ich seine Stil schon immer sehr mochte.
    All that Jazz…hatte ich völlig vergessen, stimmt guter Film.
    Ist auf jeden Fall was für Mann und mich, wir sehen Rockwell ja unheimlich gerne tanzen. Leider blieb es Mann bislang versagt, den berühmten Rockwell-Spagat hinzulegen :))
    Kommt auf die Dringlichkeitsliste 🙂

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