Boston – Film: „Darkest Hour“

Ich war am 08.12.17 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Darkest Hour“ (dt. Filmtitel: Die dunkelste Stunde, dt. Kinostart: 18.01.18) 124 min drama, biopic
dir. Joe Wright cast: Gary Oldman, Ben Mendelsohn, Kristin Scott Thomas, Lily James, Ronald Pickup, Stephen Dillane

 

Im May 1940, Hittlers Truppen erobern immer mehr Länder, Großbritannien fühlt sich bedroht. Die britische Bevölkerung hat das Vertrauen in ihren Premierminister Neville Chamberlain (Ronald Pickup) verloren, auch hat seine Beschwichtigungspolitik gegenüber Hitler keinen politischen Rückhalt mehr im Parlament. Chamberlain tritt schließlich zurück. Ein geeigneter Nachfolger ist nicht so einfach zu finden. Schließlich wird der Marineminister, Winston Churchill (Gary Oldman), gebeten, die Führung der britischen Kriegsregierung zu übernehmen. König George VI (Ben Mendelsohn) ist von seinem neuen Premierminister alles andere als begeistert. PM Churchill braucht in einer fast aussichtslosen Situation schon bald einen Erfolg…

 

B (Wertung von A bis F) „Darkest Hour“ ist der neue Film des englischen Filmemachers Joe Wright („Pride & Prejudice“, „Atonement“, Hanna, „Anna Karenina“). Der Film erzählt von den ersten Amtstagen des britischen Premierministers Winston Churchill. „Darkest Hour“ liefert die Hintergrundgeschichte zu Christopher Nolans Dunkirk.

„Darkest Hour“ ist ein etwas altmodisches, aber ausgesprochen solides Biopic. Große Szenen, große Sets und große Dialoge. Ich war überrascht, wie gut mir der Film gefiel. Der Film lebt aber vor allen Dingen von Gary Oldmans Performance.

Wenn ich an Gary Oldman denke, fallen mir als erstes, die von ihm genial portraitierten Bösewichte (z.B. in „True Romance“, „Léon – The Professionell“, „The Fifth Element“) ein. Lange Zeit haben die Produzenten und Regisseure, wenn eine durchgeknallte oder mindestens psychisch auffällige und zwielichtige Filmfigur besetzt werden mussten, wohl zuerst an Gary Oldman gedacht. Über die letzten Jahre nahm der englische Schauspieler aber auch andere Rollen an, spielte sogar Helden (z.B. in Christopher Nolans Batman-Trilogie und Tinker Tailor Soldier Spy). Jetzt ist der gute alte Oldman nun also Winston Churchill. Er hätte die Rolle nicht angenommen, wenn er nicht irgendwie die Möglichkeit gesehen hätte, dieser historischen Figur auch gerecht zu werden. Knapp vier Stunden sass er vor dem Dreh und knapp eine Stunde hinterher in der Maske. Seine Schauspielkollegen haben Gary Oldman selbst während der Dreharbeiten nicht zu sehen bekommen und das bekommt man als Zuschauer, wenn man sich „Darkest Hour“ anschaut, auch nicht. Selbstverständlich ist das eine Oscar-Performance und wenn Gary Oldman Anfang März 2018 hoffentlich seinen ersten Oscar gewinnt, ist es nicht nur ein Oscar für seine bemerkenswerte Karriere.

Der australische Schauspieler Ben Mendelsohn spielt hier den britischen Monarchen George VI., das macht er auch ganz gut – leider hat Colin Firth diese Rolle in The King´s Speech so perfekt gespielt, dass Ben Mendelsohn mit seiner Performance hier nicht heranreicht. Ich fand es übrigens absolut faszinierend, mit Gary Oldman und Ben Mendelsohn zwei der besten Bösewicht-Darsteller hier als Winston Churchill und den britischen König zu sehen.

Als ich Ende September 2017 meine erste Oscar-Prognose zu den Gewinnern 2018 veröffentlichte, gab es – was die wichtigsten Kategorien angeht – eigentlich nur einen Favoriten: Gary Oldman. Seinerzeit konnte man aber noch davon ausgehen, dass „Darkest Hour“ auch sicher eine Oscar-Nominierung als Bester Film erhält. Davon kann man jetzt, im Dezember 2017, nicht mehr ausgehen. Nun sind die Hauptdarsteller-Preise bei den Oscars aber meist mit einer Nominierung für den Besten Film verbunden. Es gibt natürlich Ausnahmen, die betreffen aber überwiegend Schauspiel-Veteranen (Jeff Bridges, Julianne Moore, Denzel Washington, Meryl Streep, Cate Blanchett, etc.). Gary Oldman gilt als Schauspiel-Veteran. Um seinen ersten Oscar zu erhalten, muss man sich üblicherweise (es gibt Ausnahmen: Sean Penn, Mark Rylance beispielsweise) an die ungeschriebenen Gesetze halten, sich die gesamte Oscar-Saison präsent in Hollywood zeigen (kissing babies, etc.). Man muss einfach zeigen, dass man den Oscar auch wirklich will. Wie ich Gary Oldman einschätze, ist er dazu nicht bereit. Das sehen auch die Oscar-Experten so, daher gibt es einen anderen Schauspieler, der sich derzeit mit einer Charme-Offensive in Hollywood auch einen Favoriten-Status ergattert hat:  Der 22-jährige Timothée Chalamet (er ist für seine Performance in Call Me by Your Name im Gespräch). Die Oscars sind auch ein Beliebtheitswettbewerb, jedoch gewinnen selten junge männliche Schauspieler den Oscar, der jüngste Schauspieler, der den Oscar für die beste männliche Hauptrolle gewann, war Adrien Brody (für „The Pianist“) und da war er bereits 29 Jahre alt. Bei den Schauspielerinnen sieht es anders aus, sie gewinnen ihren ersten Oscar für die beste Hauptrolle meistens, wenn sie in ihren 20ern sind. Ich glaube, Gary Oldman sitzt in seinem Favoritensessel bis auf weiteres ganz bequem.

„Darkest Hour“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Gary Oldman), Bester Nebendarsteller (Ben Mendelsohn, Stephen Dillane), Beste Nebendarstellerin (Kristin Scott Thomas), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. Update: Darkest Hour hat 6 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Actor – Gary Oldman, Best Cinematography, Best Costume Design, Best Production Design, Best Makeup and Hairstyling) Update: „Darkest Hour“ hat zwei Oscars (Bester Hauptdarsteller, Gary Oldman und Best Makeup and Hairstyling) gewonnen.

„Darkest Hour“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2017 gezeigt. Der Film ist am 22.11.17 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er in 943 Kinos landesweit. Unter dem Filmtitel „Die dunkelste Stunde“ soll der Film am 18.01.18 in Deutschland starten.

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Post„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der neue Spielberg-Film mit Meryl Streep und Tom Hanks. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Phantom Thread„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Paul Thomas Andersons neuer Film mit der (vorerst) letzten Performance von Daniel-Day Lewis.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „12 Strong„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kriegsfilm mit Michael Shannon und anderen
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „All the Money in the World„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer mit nun Christopher Plummer)
Kommentar: Kevin Spacey wurde rausgeschnitten, Plummer spielt John Paul Getty und wie Ridley Scott das in so kurzer Zeit geschafft hat, ist mir schleierhaft.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Downsizing„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film soll problematisch sein, vom Trailer her sieht er aber wirklich gut aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „I, Tonya„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Margot Robbie als Tonya Harding – unglaublich wie furchtbar sie aussehen kann. Und ja klar, allein vom Trailer schon mind. eine Oscar-Nominierung für Allison Janney
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Thoroughbreds„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama/Thriller mit Anya Taylor-Joy. Einer der letzten Film mit Anton Yelchin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

San Francisco – Film: "Child 44"

Ich war am 16.04.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Child 44“ (dt. Filmtitel: „Kind 44“, dt. Kinostart: 04.06.15) 137 min drama, thriller, adaptation
dir. Daniel Espinosa cast: Tom Hardy, Gary Oldman, Noomi Rapace, Joel Kinnaman, Paddy Considine, Vincent Cassel, Jason Clarke

Moskau im Jahr 1953. Leo Demidov (Tom Hardy) ist einer der besten Geheimpolizisten. Nachdem er sich aber weigert, seine Frau Raisa (Noomi Rapace) zu denunzieren, muss er die Konsequenzen tragen. Er und seine Frau werden strafversetzt. Fortan ist er General Timur Nesteroy (Gary Oldman) unterstellt. Er steht aber auch auf der Abschlussliste seines alten Widersachers Vasili (Joel Kinnaman). Außerdem scheint ein brutaler Kindermörder frei rumzulaufen

B- (Wertung von A bis F) „Child 44“ basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Tom Rob Smith. Es ist das erste Buch einer Romantrilogie um den Geheimpolizisten Leo Demidov. Die Begebenheiten wurden von einem wahren Serienmörder-Fall aus den 1980er Jahren inspiriert.

Der Plot in „Child 44“ ist nicht immer plausibel, auch kann man nicht unbedingt das Verhalten der einzelnen Figuren (insbesondere das übertriebene Handeln von Joel Kinnamans Charakter) jederzeit nachvollziehen und man hätte den Film hier und da den Film etwas kürzen können, aber ich fand die erzählte Geschichte bis zum Ende spannend. Zum Schluss (mit den beiden Kindern im Wartezimmer) habe ich für einen Moment befürchtet, dass der Film jetzt noch einen Abstecher ins Horrorfilm-Genre nimmt.

Natürlich stört mich auch hier, dass der Film in einem Land (Russland) spielt und die Protagonisten nicht in ihrer Muttersprache miteinander sprechen, sondern Englisch (mit mehr oder weniger starken Akzent). So etwas lässt mich generell nie komplett in die Geschichte eintauchen. Auch waren viele Szenen nicht authentisch inszeniert, ich hatte meistens den Eindruck, den Dreharbeiten beizuwohnen.

Das stört mich bei dieser Besetzung nur bedingt. Es ist ja nun mittlerweile so, dass Tom Hardy nur auf der Bestzungsliste auftauchen muss, und ich habe gedanklich bereits meine Kinokarte gekauft. Seit einiger Zeit zählt er zu meinen Top 5 Lieblingsschauspielern In „Child 44“ verkörpert Tom Hardy einen Russen – ich ahnte bislang nicht wie viel Russe in ihm steckt. Er spricht mit einem sehr starken russischen Akzent (meiner Erfahrung nach sprechen viele tatsächlich so und nicht wie Naomi Watts in dem unsäglichen St. Vincent. Alleine Tom Hardy macht für mich den Film schon sehenswert. Dann spielt er hier bereits das vierte Mal (nach Tinker Tailor Soldier Spy, The Dark Knight Rises, Lawless) mit dem wunderbaren Gary Oldman zusammen.

Auch hat Noomi Rapace nach The Drop bereits das zweite Mal die Ehre, neben Tom Hardy zu spielen. Ich mag sie immer noch nicht gerne sehen, vielleicht irritiert mich, dass ihre (operierte) Nase partout nicht in ihr Gesicht passen will.

Die Figur von Joel Kinnaman (Run All Night) ist zwar überzeichnet, er gibt aber eine gute Performance.

„Child 44“ sollte eigentlich am 16.04.15 in den russischen Kinos anlaufen. Wegen angeblicher Geschichtsfälschung hat das russische Kulturministerium den Kinostart in Russland untersagt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Age of Adaline“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Blake Lively, Harrison Ford und Ellen Burstyn. Der Film kann ganz gut sein, aber auch fürchterlich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Love & Mercy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Beach Boys-Gründer Brian Wilson. Ich liebe Paul Dano. Wenn ich ihn wieder in dem Trailer sehe, denke ich, dass man ihn langsam für eine Oscar-Nominierung ins Gespräch bringen sollte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der Berlinale 2015 gesehen

Trailer v. Film: „Straight Outta Compton“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Noch ein Biopic über Musiker mit Paul Giamatti
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The D Train“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Jack Black, James Marsden, Jeffrey Tambor und Kathryn Hahn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fantastic Four“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Hier der dritte Teil oder Reboot oder was auch immer. Dieser Trailer hat mir gefallen, trotzdem so gar nicht mein Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Avengers: Age of Ultron“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Marvel-Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

außerdem habe ich mich darüber amüsiert, wie der Kassierer im Kino jeden, der ein Kinokarte erworben hat (egal für welchen Film) ein kostenloses „Paul Blart: The Mall Cop 2“- Poster aufschwatzen wollte und keiner es haben wollte. „Paul Blart“ hat übrigens ein RT-Bewertung von 0% – das muss man auch erst mal schaffen

San Francisco – Film: „Dawn of the Planet of the Apes“

Ich war am 17.07.14 in San Francisco und am 25.07.14 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Dawn of the Planet of the Apes“ (dt. Titel: „Planet der Affen – Revolution“, dt. Kinostart: 07.08.14) 130 min sci-fi, fantasy, sequel
dir. Matt Reeves cast: Andy Serkis, Jason Clarke, Gary Oldman, Keri Russell, Toby Kebbell, Judy Greer, James Franco, Kodi Smit-McPhee

 

10 Jahre nach dem Ausbruch der tödlichen Seuche ist beinahe die komplette Menschheit zum Opfer gefallen. Ein paar hundert Überlebenden sind immun gegen das, im Labor entstandene Virus und haben sich in San Francisco gruppiert.

Seit zwei Jahren haben die Affen Caesar (Andy Serkis) und seine Untertanen keinen Menschen mehr gesehen. Dann kommt es in ihrem Waldgebiet zu einer Konfrontation mit einer kleinen Menschengruppe um Malcolm (Jason Clarke). Caesar will keinen Krieg gegen Menschen führen, Koba (Toby Kebbell), der sehr unter den Menschen leiden musste, sieht das etwas anders…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Dawn of the Planet of the Apes“ ist der Fortsetzungsfilm von Rise of the Planet of the Apes aus dem Jahr 2011. Beide Filme sind eine Neuauflage der Originalfilme „Planet of the Apes“. „Dawn“ schließt zehn Jahre nach den Ereignissen von „Rise“ an und führt die Geschichte weiter.

In „Rise of the Planet of the Apes“ hat man Caesar aufwachsen gesehen, ich mochte diesen Film (Bewertung: B-, aus meiner Erinnerung heraus, dachte ich, ihn besser bewertet zu haben), die Fortsetzung hat mir dann offensichtlich noch besser gefallen. So muss ein Blockbuster aussehen. Eine gute, spannende Handlung mit erstklassigen Spezialeffekten, einer überzeugenden Ausstattung und atemberaubenden Szenenbildern. Die 170 Millionen Produktionskosten sind gut und sichtbar investiert.

Der Regisseur von „Dawn of the Planet of the Apes“ ist Matt Reeves. Nach dem, in meinen Augen unsäglichen „Cloverfield“ und dem „Let Me In“-Remake ist dies beeindruckenderweise erst sein dritter Kinofilm.

In „Dawn of the Planet of the Apes“ geht es nun endlich und hauptsächlich um die Affen. Die Menschen spielen in diesem Film nur noch eine Nebenrolle, dafür werden die Affen den Menschen immer ähnlicher. Ein Film, der seinen Filmtitel auch verdient. Gleich nach der Einführung taucht man in die Welt ein, die sich die Affen aufgebaut haben. Sie leben in einem Waldgebiet in und um San Francisco, man sieht wie sie sich vermehrt haben, sich weiterentwickelt haben, intelligenter wurden, man versteht, in was für einer Gemeinschaft sie leben, versteht die Beziehungen untereinander und ihre Regeln, letztlich versteht man die Affen. Caesar ist der Anführer der Affen und man ist praktisch zu jeder Zeit (emotional) an seiner Seite. Man sieht wie wichtig ihm seine eigene kleine Familie ist und wie sehr ihm seine Artgenossen am Herzen liegen. Caesar vertraut einzig den Affen, misstraut den Menschen, seine Meinung wird er aber über den Verlauf der Ereignisse überdenken müssen.

So sehr mir immer das Herz aufging wenn Caesar auf der Leinwand auftauchte, so faszinierend fand ich Koba. Gelungener Charakteraufbau und Weiterentwicklung, so muss ein Bösewicht sein. Mit seiner Vielschichtigkeit sorgt Koba immer für Unterhaltung und für die eine oder andere Überraschung. Dennoch haben mich seine Aktionen das eine oder andere Mal beinahe aus dem Film geworfen. Die Rivalität zwischen Caesar und Koba entsteht langsam. Das Virus, das fast die Menschheit ausgerottet hat, hat die Laboraffen Caesar und Koba intelligenter werden lassen. Warum Caesar englisch spricht verstehe ich, es ergibt auch einen Sinn, dass Koba englisch spricht. Bei ihm hat es mir aber hin und wieder Probleme bereitet, dass er so gut englisch spricht. Auch mochte ich nicht wirklich, dass sie untereinander englisch sprechen. Update nach dem zweiten Kinobesuch: Ich habe keinerlei Probleme mehr mit Koba und/oder dass die Affen englisch reden.

Bereits bei dem Vorgängerfilm „Rise“ gab es die Diskussion, ob Andy Serkis´ Motion-Capture-Performance für den Oscar nominiert werden kann und sollte. Die kommen mit diesem Film natürlich wieder auf, Caesar war bereits in „Rise“ die Seele des Films, in „Dawn“ sieht das nicht anders aus, man fühlt jederzeit mit ihm. Natürlich darf man die exzellente Arbeit der Makeup-Artisten nicht herunterspielen, aber was Andy Serkis mit seinem Blick, seiner Mimik, seiner Ausstrahlung, Präsenz, Körpersprache und Bewegung in seine Figur einbringt, ist eine Meisterleistung. Meiner Meinung nach gibt Andy Serkis hier definitiv eine Oscar-Performance. Toby Kebbell, der hinter der Figur Koba steht, könnte man in die Diskussionen um eine Oscar-Nominierung eigentlich auch mit einbeziehen. Vielleicht sollte man für die Motion-Capture-Performances wenigstens über eigene Kategorie bei den Academy Awards nachdenken.

Von der menschlichen Performances würde ich einzig den australischen Schauspieler Jason Clarke („Zero Dark Thirty“) hervorheben. Ansonsten schwächelt der Film immer, wenn die Geschichte zu nah und zu lange ausschließlich bei den Menschen ist.

Ohne dass ich es geplant habe, habe ich „Dawn of the Planet of the Apes“, wie bereits den Vorgängerfilm, in einem Kino in San Francisco gesehen. Selten fand ich es so cool einen Film, in der Stadt, in der er tatsächlich spielt, zu sehen.

Zum Schluss gab es Applaus vom (vorwiegend jungen) Publikum.

Ich mag das Ende von „Dawn of the Planet of the Apes“. Der dritte Teil dieser Reihe wurde bereits Anfang Januar bestätigt, ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Matt Reeves wird auch bei „Planet of the Apes 3“ (Arbeitstitel) Regie führen.

„Dawn“ ist für folgende Oscars im Gespräch: Bester Ton, bester Tonschnitt, beste visuelle Effekte, bestes Make-up und beste Frisuren und eine Oscar-Nominierung für Andy Serkis

Da ich auf der deutschen Website des Films einen synchronisierten Trailer gesehen habe, rate ich dringend zu der Originalfassung. Außerdem empfiehlt es sich, diesen Film in einem Kino mit der größtmöglichen Leinwand zu sehen. Ich habe ihn in der 2D-Fassung gesehen. Voraussichtlich werde ich mir „Dawn of the Planet of the Apes“ diese Woche ein zweites Mal anschauen.

Update nach dem zweiten Kinobesuch:

A- (Wertung von A bis F) Ich habe mir eine Woche nachdem ich „Dawn“ im Kino gesehen habe, ihn mir ein zweites Mal im Kino angeschaut. Ich habe meine ursprüngliche Bewertung tatsächlich noch nach oben korrigiert. Ich war ja bereits beim ersten Mal begeistert, jetzt finde ich den Film nahezu perfekt. Ich gebe ungern ein uneingeschränktes „A“, ich war aber kurz davor eines zu vergeben. Definitiv wird er aber jetzt in meiner Top Ten-Kategorie für Filme aus dem Jahr 2014 geführt und wer weiß, vielleicht taucht er am Ende in meiner finalen Liste auf.

Wie bereits weiter oben erwähnt, habe ich mit der zweiten Sichtung kein Problem mehr mit Kobas Verhalten (es gibt einfach Psychopathen auf der Welt und bei den Affen wird es da keine Ausnahme geben). Auch hat mich Kobas Englisch nicht mehr aus dem Konzept gebracht. Beim zweiten Mal habe ich die Gelegenheit genutzt, mehr auf Caesars Sohn Blue Eyes und den Orang-Utan Maurice zu achten. Beide finde ich großartig. Ich liebe aber Caesars Gesicht und da sind bei mir auch wieder ein paar Tränen vor Rührung gekullert. Außerdem finde ich es klasse, mit welcher Kameraeinstellung die Geschichte der Affen beginnt und mit welcher sie endet.

Viele Trailer Spoilern mir den Film zu sehr, daher habe ich mich dafür entschieden, auf eine kurze (geschnittene) Szene aus dem Film hinzuweisen:

Caesars Geschichte in folgendem Featurette zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Get On Up“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über James Brown (wenn bloß Octavia Spencer nicht zu sehen wäre)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „November Man“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Pierce Brosnan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Judge“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Tragikomödie mit Robert Downey Jr., Robert Duvall, Vera Farmiga und Billy Bob Thornton. Mal gucken, ob der oscarmäßig was reißen kann.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fury“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: David Ayers neuer Film. Kriegsfilm mit Brad Pitt (der sich seit ein paar Monaten jetzt auch Oscar-Gewinner nennen darf) Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Gone Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: David Finchers neuer Film. Mit Ben Affleck, Rosamunde Pike, Neil Patrick Harris. Ich kenne die Romanvorlage, für den Film wurde (von der Romanautorin, die für den Film das Drehbuch geschrieben hat) das Ende geändert. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Exodus: Gods and Kings“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Christian Bale, Joel Edgerton, Aaron Paul, Ben Kingsley und Sigourney Weaver. Ich weiß nicht, warum dieses Jahr so viele Bibel-Filme rauskommen. Die Bilder im Trailer wirken sehr imposant.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x (1x)
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: fraglich

vorgeschaltete Trailer beim zweiten Kinobesuch:

Die Trailer von „Get On Up „, „The Judge“ und „Exodus: Gods and Kings“ wurden auch hier gezeigt, ansonsten aber folgende Trailer:

Trailer v. Film: „Guardians of the Galaxy“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Marvel-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Equalizer“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Denzel Washington (der hier einen guten Eindruck macht) und Melissa Leo
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „The Skeleton Twins“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Kristen Wiig, Luke Wilson und Bill Hader
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Maze Runner“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fantasy/Sci-Fi-Buchverfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

NYC – Film: "Lawless"

Ich war am 26.09.12 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Lawless“ 115 min drama, adaptation
dir. John Hillcoat cast: Shia LaBeouf, Tom Hardy, Jason Clarke, Guy Pearce, Mia Wasikowska, Jessica Chastain, Gary Oldman

Im Jahr 1931 in Franklin County, Virginia. Die drei Brüder Jack (Shia LaBeouf), Howard (Jason Clark) und Forrest Bondurant (Tom Hardy) verdienen sich ihr Geld in der Zeit der Prohibition hauptsächlich mit der Produktion und dem Schmuggel von Alkohol. Dann taucht ein neuer Agent der Regierung, Charley Rakes (Guy Pearce), in Franklin auf. Er beansprucht einen ordentlichen Teil des illegal verdienten Geldes. Forrest lehnt ab und der Krieg beginnt…

C+ (Wertung von A bis F) „Lawless“ basiert auf dem Roman „The Wettest County in the World“ von Matt Bondurant. Matt Bondurant ist der Enkel von Jack Bondurant und erzählt in dem Buch die wahre Geschichte seines Großvaters und seiner beiden Brüder.

Der Musiker Nick Cave hat das Drehbuch geschrieben und zeigt sich auch für die Filmmusik verantwortlich.

„Lawless“ ist wahnsinnig brutal, in der Erzählweise aber relativ spannungsfrei. Es geht andauernd Hin und Her und das Ganze zieht sich gefühlte Ewigkeiten. Außerdem hätte einer der Protagonisten hier – der Logik nach – mehr als nur einmal tot sein müssen.

Der Hauptcharakter in „Lawless“ wird von Shia LaBeouf dargestellt und das ist ein großer Schwachpunkt des Films. Ich kann ihn als Schauspieler einfach nicht ernst nehmen. Da braucht es auch nicht zwingend einen Tom Hardy, der ihn mit Leichtigkeit an die Wand spielt. Tom Hardys Knurren ist in „Lawless“ wesentlich eindrucksvoller als LaBeoufs Performance den gesamten Film über. Als Beispiel reicht aber eigentlich auch der noch recht unbekannte, gleichaltrige Dane DeHaan (Chronicle). In den Szenen der beiden sieht man eindeutig, wer hier Talent hat und wer halt nicht. Shia LaBeouf ist ein Hollywoodstar, aber alles andere als ein guter Schauspieler. Tom Cruise in jung, sozusagen. Inständig hoffe ich, dass er nicht mehr so häufig in Hauptrollen besetzt wird. Oder wenigstens dann nur in Filmen („Transformers“), bei denen ich sowieso nicht in die Verlegenheit komme, sie zu gucken. Zurück zu den Schauspielern, die „Lawless“ letztlich noch sehenswert machen. Sobald Tom Hardy auf der Leinwand erscheint, kann man einfach nicht die Augen von ihm lassen. Guy Pearce spielt hier zwar eine völlig überzeichnete Figur, das aber sehr sehenswert. Gary Oldman beeindruckt auch wieder einmal, spielt aber eine viel zu kleine Rolle.

„Lawless“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2012 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Killing Them Softly“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Krimi mit Brad Pitt, Richard Jenkins, James Gandolfini, Ray Liotta und Ben Mendelsohn
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Looper“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi/Action mit Joseph Gordon-Levitt und Bruce Willis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ein paar Tage später geschaut.

Trailer v. Film: „The Man with the Iron Fists“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martial-Arts Film mit Russell Crowe und Lucy Liu
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Jack Reacher“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action mit Tom Cruise.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

D.C. – Film: "The Dark Knight Rises – IMAX"

Ich war am 23.07.12 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Dark Knight Rises – IMAX“ (dt. Kinostart: 26.07.12) 164 min action, drama
dir. Christopher Nolan cast: Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman, Anne Hathaway, Tom Hardy, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt, Morgan Freeman, Liam Neeson, Ben Mendelsohn, Matthew Modine

Es sind acht Jahre vergangen, dass Harvey Dent (Aaron Eckhart) ermordet wurde. Batman (Christian Bale) hat den Tod des Staatsanwalts auf seine Kappe genommen und ist untergetaucht. Bruce Wayne ist in die Jahre gekommen, läuft an einem Krückstock und ist desillusioniert. Dann steht Bruce Wayne plötzlich vor der mysteriösen Selina Kyle (Anne Hathaway). Welchen hinterlistigen Plan verfolgt sie? Als der Terrorist Bane (Tom Hardy) dann aus dem Untergrund auftaucht und Gotham City zerstören will, muss Bruce Wayne handeln…

B+ (Wertung von A bis F) „The Dark Knight Rises“ ist nach „Batman Begins“ und The Dark Knight der letzte Teil von Christopher Nolans Batman-Trilogie. Ich finde, die Trilogie hat mit dem Ende des dritten Teils einen würdigen Abschluss gefunden.“The Dark Knight Rises“ ist zwar nicht so großartig wie „The Dark Knight“, mir hat er aber besser gefallen als „Batman Begins“.

Auch wenn es bei „The Dark Knight Rises“ ein paar Probleme mit der komplexen Handlung und dem Drehbuch gibt, so war ich bereit, darüber hinwegzusehen. Im letzten Teil von Nolans Batman-Saga war ich von der teils dramatischen Story bis zum Schluss gefesselt war. Außerdem gibt es einige atemberaubende Actionszenen. Das Ende des Films hätte für meinen Geschmack noch konsequenter sein dürfen, aber als Abschluss der Fledermaus-Trilogie bin ich letztlich doch zufrieden. Es ist eine runde Geschichte. Vielleicht ist „The Dark Knight Rises“ nicht unbedingt ein Film, der die nerds und fanboys richtig begeistern wird. Christopher Nolan schneidet auch mehr Themen (Gefahr, die durch die Finanzmärkte ausgeht, Occupy-Bewegung, Guantanamo Bay) an, für die sich (derzeit) wohl mehr reifere Menschen interessieren dürften. Schließlich ist es auch kein junger, agiler Superheld, sondern ein alternder, seelisch und körperlich schwächelnder Held. Insbesondere für die etwas älteren Fans ist auch das Besondere an Nolans Batman-Trilogie, dass man mit seinem Batman selbst auch gealtert ist.

Der geniale Bösewicht aus „The Dark Knight“ wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger verkörpert. Durch Heath Ledgers wirre Optik, seine Mimik, aber noch wesentlicher durch seine Stimme und Sprache hat er mit dem JOKER einen der charismatischsten Bösewichten der Filmgeschichte geschaffen. Tom Hardy ist nun der Schurke BANE in „The Dark Knight Rises“. Durch seine Maske wurde ihm komplett die Mimik genommen. Seine Stimme und Sprache waren (dank der Nachsynchronisierung in der IMAX-Fassung) zwar zu jeder Zeit zu verstehen, wirkten aber irgendwie merkwürdig und fremd. Tom Hardy (Bronson, „Inception“, Warrior) konnte hier einzig durch seine körperliche Präsenz, seine Maskierung und Kostümierung etwas Bedrohliches seinem Filmcharakter hinzufügen. Ich fand auch, dass der Ausdruck in seinen Augen und sein Blick irgendwie gleichbleibend wirkten. In erster Linie war das für mich pure Verschwendung eines so großartigen Talents wie Tom Hardy. Vielleicht zeigt es aber auch, wie einzigartig Heath Ledgers JOKER ist und wie wichtig sein Charakter für den Film „The Dark Knight“ ist.

Bei Marion Cotillard („La Vie en Rose“, Public Enemies, „Inception“) dachte ich zunächst auch: Was für eine Talentverschwendung, auch wenn ich sie immer wahnsinnig gerne sehe. Später hat sie dann aber doch noch eine ziemlich gute Szene.

Am meisten hat mich Joseph Gordon-Levitt ((500) Days of Summer, „Inception“, 50/50) hier überzeugen können. Er wirkt mittlerweile viel reifer. Als Schauspieler war ich immer schon von ihm angetan, hier hat er aber gezeigt, dass er auch als Schauspieler noch reifen kann.

Warum hat eigentlich Anne Hathaway nicht eine Maske getragen, die ihr komplettes Gesicht verdeckt? Gut, mit ihr werde ich wohl nie warm. Sie macht hier zugegebenermassen einen guten Job, aber soo gut ist nun wieder auch nicht. Was ihre Maskierung angeht, fand ich ihre Brille besonders originell. Wenn sie die Brille in die Haare schiebt, kamen kleine Katzenohren zum Vorschein.

Für mich ist Bruce Wayne/Batman, der interessanteste Superheld von allen. Keine Figur aus der Meute der Avengers ist so cool wie Batman (oder wie er im Original genannt wird THE BATMAN). Insbesondere Christian Bale als Batman ist idealbesetzt. Auch wenn ich immer noch Schwierigkeiten mit Bales aufgesetzt-düsterer Stimme habe, wenn er die Batman-Maskierung trägt. Dies ergibt insbesondere keinen Sinn, wenn ihm Jemand gegenübersteht, der/die sowieso weiß, wer er ist.

Den Score fand ich gut eingesetzt, gelungen war aber Nolans Entscheidung, insbesondere zu Beginn einer sehr eindrucksvollen Szene (Stadium), dass er auf einen Score komplett verzichtet hat.

„The Dark Knight Rises“ ist visuell beeindruckend, man sollte ihn unbedingt auf einer riesengroßen Leinwand mit dem bestmöglichen Soundsystem sehen. Bei „The Dark Knight“ wurde schon dringend empfohlen, ihn in der IMAX-Fassung zu sehen. Da waren es ungefähr 30 Minuten, die Christopher Nolan in IMAX gedreht hat. Bei „The Dark Knight Rises“ zahlt es sich noch mehr aus, ihn im IMAX-Format zu gucken, wurden hier über 70 Minuten mit den teuren IMAX-Kameras gedreht.

Hätte „The Dark Knight Rises“ Chancen, für wichtige Oscars nominiert zu werden? Um das zu beurteilen müsste man meines Erachtens unterscheiden, ob man ihn als eigenständigen Film oder als Part der nun zu Ende gegangenen Trilogie betrachtet. Als Würdigung des Gesamten sehe ich ich eine Nominierung für „The Dark Knight Rises“ als möglich. Es hängt immer noch in der Luft, dass die Academy wegen der Nicht-Nominierung von „The Dark Knight“ etwas gutmachen muss. Die Academy wurde seinerzeit deshalb ordentlich kritisiert und hat anschließend, für das nächste Jahr, die Zahl der zu nominierenden Filme von 5 auf 10 raufgesetzt. Christopher Nolan („Memento“, „The Prestige“, Inception) hat auch bislang keine Nominierung als Bester Regisseur erhalten, was bei vielen in der Branche ebenfalls auf Unverständnis stösst. Schauspielerisch würde ich bei „The Dark Knight Rises“ Christian Bale, Joseph Gordon-Levitt und Michael Caine hervorheben. Ich wäre aber auch nicht am Boden zerstört, wenn es zu keiner wichtigen Oscar-Nominierung kommt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: neuester James Bond von Sam Mendes. Daniel Craig als 007 und was im Trailer nicht zu sehen war, Javier Bardem als Bösewicht. Das erhöht die Chancen, dass ich ihn mir doch angucke.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Trailer wirkt billig, wie eine Farrelly Bros-Produktion, nur nicht lustig. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde nur das neue, 48fps-Format interessieren.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal schauen

Teaser v. Film: „Man of Steel“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: Zack Snyders neuer Superman-Film. War das nötig? Henry Cavill als Superman. Im Teaser nicht zu sehen, es spielen aber auch Amy Adams, Michael Shannon, Russell Crowe, Kevin Costner mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Berlin – Film: "Tinker Tailor Soldier Spy"

Ich war am 29.11.11 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Tinker Tailor Soldier Spy“ (dt. Titel: „Dame König As Spion“, dt. Kinostart: 02.02.12) 127 min drama, spy thriller, adaptation
dir. Tomas Alfredson cast: Gary Oldman, Colin Firth, Tom Hardy, John Hurt, Toby Jones, Mark Strong, Benedict Cumberbatch, Kathy Burke

1972 in London. George Smiley (Gary Oldman) ist ein Top-Spion und arbeitet als rechte Hand für den britischen Geheimdienstchef „Control“ (John Hurt). Nach einer missglückten Operation in Budapest werden beide frühzeitig pensioniert. Neuer Chef des MI6 ist Percy Alleline (Toby Jones). Nachdem „Control“ nach längerer Krankheit stirbt, wird George Smiley direkt von der Regierung beauftragt, einen Doppelagenten in den obersten Rängen des Geheimdienstes zu enttarnen. George Smiley arbeitet mit dem Agenten Peter (Benedict Cumberbatch) zusammen. Sie finden schon bald heraus, dass sein alter Vertrauter und ehemaliger Chef „Control“ fünf Männer verdächtigt hat, Verräter zu sein und auch für den sowjetischen Geheimdienst zu arbeiten. Smiley ist überrascht, dass „Control“ selbst ihn auf seiner Liste hatte…

B- (Wertung von A bis F) Der Film „Tinker Tailor Soldier Spy“ basiert auf John le Carrés gleichnamigen Bestseller. Der Roman wurde bereits im Jahr 1979 als TV-Miniserie mit Alec Guinness verfilmt.

„Tinker Tailor Soldier Spy“ ist ein Agententhriller im besten Sinne. Mit der atmosphärischen Inszenierung, der authentischen Ausstattung und der Kostüme befindet man sich als Zuschauer auf einmal in den tristen 1970er Jahren in England. (Einzig die grauenhaften Perücken von Cumberbatch und Hardy haben mich ständig abgelenkt) Man begleitet den zurückhaltenden George Smiley und rätselt wer nun dieser Doppelagent sein könnte. Die Story ist intelligent, aber erfordert viel Aufmerksamkeit. Ich habe generell Probleme, mir Namen zu merken und hatte hier tatsächlich einige Schwierigkeiten alle Personen gleich zuzuordnen und gleichzeitig der Geschichte zu folgen. Irgendwann war ich aber drin und dann fügt sich auch langsam das komplexe Bild. Der Film ist meines Erachtens etwas zu lang, aber er hat ein so gelungenes Ende, dass es mir im Nachhinein wieder egal war. „Tinker Tailor Soldier Spy“ ist ein Film bei dem es sich empfiehlt, sich ihn ein zweites Mal anzuschauen.

Der schwedische Regisseur Tomas Alfredson („Let the Right One in“) konnte hier ein tolles Ensemble für die Neuverfilmung des Carré-Bestsellers gewinnen. Gary Oldman („True Romance“, „Léon – The Professional“, „The Fifth Element“, „The Contender“) war schon immer ein großartiger Schauspieler. Er hat so oft bewiesen, dass er den Bösewicht kann, hier nimmt er sich mal völlig zurück und brilliert ebenso. Für den Oscar wurde er noch nie nominiert und damit wäre es jetzt mal an der Zeit. Mark Strong (RocknRolla, Body of Lies, Sherlock Holmes) konnte hier mit einer interessanten Filmfigur und seiner Performance auch endlich mal wieder positiv auffallen. Auch der frisch gekürte Oscar-Preisträger Colin Firth hat mich erneut beeindruckt.

Der Film startet am 09.12.11 in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in einer Pressevorführung in der Astor Filmlounge gesehen. (Vielen Dank für die Einladung!) „Tinker Tailor Soldier Spy“ sollte in der Originalfassung mit dt. Untertiteln gezeigt werden, wurde aber ohne Untertitel gezeigt.

Trailer zu sehen:

L. A. – Film: "Kung Fu Panda 2 – 3D"

Ich war am 27.05.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Kung Fu Panda 2 – 3D“ (dt. Kinostart: 16.06.11) 91 min animation
dir. Jennifer Yuh Nelson voices: Jack Black, Dustin Hoffman, Angelina Jolie, Jackie Chan, Lucy Liu, Seth Rogen, David Cross, Jean-Claude Van Damme, Dennis Haysbert, Gary Oldman, Danny McBride

Für Drachenkrieger Po (Jack Black) kommt es gerade richtig dick. Master Shifu (Dustin Hoffman) erklärt ihm, dass er seinen inneren Frieden finden muss, von seinem Vater erfährt er, dass er adoptiert wurde und dann muss er mit seinen fünf Gefährten Tigress (Angelina Jolie), Monkey (Jackie Chan), Mantis (Seth Rogen), Viper (Lucy Liu) und Crane (David Cross) auch noch China vor dem bösen Lord Shen (Gary Oldman) retten…

B (Wertung von A bis F) Ich bin kein großer Fan von dem ersten Kung Fu Panda-Film. Der zweite hat mir um einiges besser gefallen. Ich finde „Kung Fu Panda 2“ witziger und auch fand ich die Geschichte teilweise rührend. Nach wie vor habe ich Probleme mit zwei der Hauptfiguren (Po und Tigress), auch wenn ich die Figuren, insbesondere Po, mittlerweile ganz liebenswert finde, so gefällt mir einfach nicht wie sie gezeichnet sind. „Kung Fu Panda 2“ ist visuell sehr düster (Guillermo Del Toro stand beratend zur Seite) und beeindruckend. Es gibt sehr viele Kampfszenen, die zwar unheimlich routiniert inszeniert erscheinen, aber – für meinen Geschmack – im Film zu dominant sind. Die 3D-Fassung fand ich recht ordentlich. Man kann sich durchaus auf den definitiv geplanten „Kung Fu Panda 3“ freuen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The Smurfs“ (3D)
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer und vor allen Dingen in 3D)
Kommentar: 3-D-Animationsfilm mit Schlümpfen
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Happy Feet 2″ (3D)
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Pinguine die aus keinem erkennbaren Grund zu grauenvoller Musik tanzen, Teil 2 davon, na Bravo…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Judy Moody and the Not Bummer Summer“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Kinderfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Puss in Boots“ (3D)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Antonio Banderas´ Puss in Boots aus „Shrek“ im ersten eigenen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer von Film:“The Adventures of Tintin“ (3D)
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Spielbergs Tim & Struppi-Animationsfilm, produziert von Peter Jackson. Der erste Animationsfilm, bei dem Steven Spielberg Regie führt.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%