Berlin – Film: „La La Land“

Ich war am 29.11.16 in Berlin und am 29.12.16 in Charlotte und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„La La Land“ (dt. Kinostart: 12.01.17) 128 min  musical
dir. Damien Chazelle cast: Emma Stone, Ryan Gosling, John Legend, Rosemarie DeWitt, J.K. Simmons, Tom Everett Scott, Finn Wittrock

 
Die leidenschaftliche Schauspielerin Mia (Emma Stone) und der charismatische Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) suchen das große Glück in Los Angeles. Sie halten sich mit Nebenjobs über Wasser und nachdem sich ihre Wege zufällig kreuzen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in La La Land – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian einsehen, dass sie Opfer bringen müssen, um ihren Träumen näher zu kommen. Kann ihre Beziehung diesem Druck standhalten? (Quelle: Presseheft)

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „La La Land“ ist nach „Guy and Madeline on a Park Bench“ und dem, mit drei Oscars ausgezeichneten Whiplash erst der dritte Film des 31-jährigen amerikanischen Filmemachers Damien Chazelle.

„La La Land“ ist ein moderner und zugleich nostalgischer Musicalfilm. Wer einen durchweg fröhlichen Film erwartet, der sei vorgewarnt, „La La Land“ ist auch traurig. Die letzten, vielleicht zehn Minuten sind brillant, diese Montage zählt sicherlich zu den besten überhaupt. Alleine für diese Schlusssequenz lohnt es sich, diesen Film anzuschauen.

Damien Chazelle ließ sich für „La La Land“ von den Musicals des französischen Regisseurs Jacques Demy („Les parapluies de Cherbourg“, „Les demoiselles de Rochefort“) aus den 1960er Jahren inspirieren.

 
Nach Crazy, Stupid, Love und „Gangster Squad“ ist dies bereits die dritte Zusammenarbeit von Emma Stone und Ryan Gosling. In den vorangegangen Filmen haben die beiden Schauspieler bereits unter Beweis gestellt, dass sie glaubhaft ein Paar abgeben können. Für „La La Land“ hatte Damien Chazelle ursprünglich Miles Teller und Emma Watson für die Hauptrollen im Auge – Danke, dass es dazu nicht gekommen ist. In den Rollen der Mia und des Sebastian sind Emma Stone und Ryan Gosling in meinen Augen unersetzbar, sie geben ein perfektes Leinwandpaar ab.

Ich habe mittlerweile bereits einige Male gehört/gelesen, dass die Geschichte von Emma Stones Charakter Mia den Film dominiert. Dieser Meinung bin ich nicht. Der Film handelt von zwei Künstlern, die versuchen in Los Angeles ihre Träume zu verwirklichen. Auf der einen Seite zeigt der Film den Alltag der Schauspielerin Mia, die von Casting zu Casting rennt und darauf hofft, entdeckt zu werden. Auf der anderen Seite sieht man aber, wie sich der leidenschaftliche Jazzmusiker Sebastian mit Jobs über Wasser hält und dabei seinen großen Traum, einen eigenen Jazzclub zu eröffnen, nicht aus den Augen verliert. Die beiden verlieben sich ineinander und fortan begleitet der Film die Liebes- und Lebensgeschichte von Mia und Sebastian.

 

Beide Schauspieler geben hier überzeugende Performances. Man kann und sollte sowohl Emma Stone als auch Ryan Gosling für den Oscar nominieren. Vielleicht hat Emma Stone mehr sogenannte „Oscar-Szenen“ (alleine die zwei, etwas längeren Casting-Szenen). Ich finde, dass das erste längere Vorsprechen, in der sie vorgibt, am Telefon zu sein, ihre beste Szene ist. Hier kann sie mit ihrer starken Mimik und ihrem ausdrucksvollen Gesicht ihr komplette schauspielerische Bandbreite zeigen. Emma Stone spielt demnächst die legendären Disney-Schurkin Cruella de Vil – bislang sprengt das den Rahmen meiner Vorstellungskraft, aber ich bin gespannt.Ryan Gosling hat für „La La Land“ extra das Klavierspielen gelernt und den Jazzpianisten Sebastian nimmt man ihm ab.

Ich habe mir „La La Land“ exakt einen Monat nachdem ich ihn das erste Mal gesehen habe, mir ein zweites Mal in einem amerikanischen Kino angeschaut. Meine Bewertung bleibt unverändert, alle Szenen, die ich bei der ersten Sichtung mochte, gefielen mir auch beim zweiten Mal, meine Kritikpunkte bleiben auch dieselben. Ich liebe die Party-Sequenz, bei der Mia zum dritten Mal auf Sebastian trifft und sich den A Flock of Seagulls-Song „I Ran“ wünscht. Bei der zweiten Sichtung waren mir alle Melodien und Songs natürlich vertraut und so konnte ich es nicht verhindern, dass meine Füße im Takt mitwippten. Bei der sehr gut besuchten Vorstellung nach den Weihnachtsfeiertagen in Charlotte, North Carolina wurde sogar applaudiert. Einen großen Applaus gab es nach der Eröffnungsnummer und zum Schluss zeigten die Zuschauer noch mal ihre Begeisterung für den Film.
„La La Land“ hat einige unvergessliche Szenen, die Musik ist einprägend und gut, der Song „City of Stars“ ist großartig und der Schluss ist – wie bereits erwähnt – einer der besten der Filmgeschichte, dennoch ist der Film für mich nicht stimmig, in seiner Inszenierung nicht harmonisch.

 

Morgen ist die Golden-Globe-Verleihung, ich gehe davon aus, dass „La La Land“ mindestens drei Golden Globes (Bester Film (Musical/ Comedy), Beste Hauptdarstellerin (Musical/Comedy) für Emma Stone und Bester Song „City of Stars“ gewinnt. Sollte der Film noch mehr GGs gewinnen, ist das ein gutes Zeichen für die Oscars.

In meiner ersten Oscar-Prognose vom September 2016  habe ich bereits „La La Land“ als Oscar-Gewinner Film gesehen, dabei bleibe ich vorerst, auch wenn der Film mit der Nicht-Nominierung für einen SAG-Ensemble Award einen herben Rückschlag erlitten hat. Seit „Braveheart“ im Jahr 1995 hat kein Film den Oscar gewonnen, der nicht auch für den Best-Ensemble-Award der Schauspielgewerkschaft nominiert war. Aus diesem Grund neige ich gerade dazu, zu dem Zweitplatzierten meiner September-Prognose  Manchester by the Sea (oder vielleicht sogar Moonlight) zu wechseln. Ich möchte aber nicht voreilig agieren und erst Mal abwarten, was „La La Land“ an der amerikanischen Kinokasse einspielt. In jedem Fall würden mehr als drei Golden Globes einen dringend benötigten Impuls für die Academy Awards geben.

Sollte „La La Land“ am 26.02.2017 den Oscar als Bester Film gewinnen, wäre dieser Film der erste Oscar-Gewinner-Film seit „Million Dollar Baby“, der nicht in meiner Top Ten auftaucht.

 
„La La Land“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling), Beste Hauptdarstellerin (Emma Stone), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. Update: „La La Land“ wurde für insgesamt 14 Oscars nominiert. So viele Nominierungen hatten in 89 Jahren Oscar-Geschichte nur die beiden Filme „All About Eve“ und „Titanic“ erhalten. Nominiert wurde der Film in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Ryan Gosling), Beste Hauptdarstellerin (Emma Stone), Bestes Originaldrehbuch, Beste Kamera, Beste Kostüme, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bester Filmsong („Audition“ und „City of Stars“), Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bester Tonschnitt. Gewonnen hat „La La Land“ sechs Academy Awards (Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin Emma Stone, Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Song „City of Stars“, Bestes Szenenbild) 

„La La Land“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2016 gezeigt. Auf diesem Filmfestival hat Emma Stone den Preis der Beste Hauptdarstellerin gewonnen. Auf dem Toronto International Filmfestival 2016 hat der Film den Publikumspreis gewonnen. Der Film wurde am 9.12.16 in fünf ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 25.12.16, ist der Film in den U.S.A. landesweit zu sehen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU. In Deutschland startet der Film am nächsten Donnerstag.

 
Trailer zu sehen:

 

 

Berlin – Film: „Patriots Day“

Ich war am 20.12.16 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Patriots Day“ (dt. Filmtitel: „Boston“, dt. Kinostart: 23.02.17) 133 min drama, action
dir. Peter Berg cast: Mark Wahlberg, Kevin Bacon, John Goodman, J. K. Simmons, Michelle Monaghan

 
Am 15.04.13 (Patriots´Day). Der Police Sergeant Tommy Saunders (Mark Wahlberg) soll für die Sicherheit bei dem beliebten Bostoner Marathon sorgen. Als plötzlich zwei Sprengsätze explodieren, bricht Panik aus. Kurz darauf trifft bereits das FBI ein und Special Agent DesLauriers (Kevin Bacon) stuft die Detonationen als Terroranschlag ein. Damit beginnt eine der größten Personalfahndungen in den U.S.A…

 
B+ (Wertung von A bis F) „Patriots Day“ beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte des Bombenattentats vom Marathon in Boston und der anschließenden Fahndung nach den Terroristen. „Patriots Day“ ist der neue Film des amerikanischen Regisseurs Peter Berg („Very Bad Things“, „Friday Night Lights“, „Hancock“). Nach Lone Survivor und Deepwater Horizon ist dieser Film bereits die dritte Zusammenarbeit von Filmemacher Peter Berg und Schauspieler Mark Wahlberg.

Peter Bergs neuer Film ist dafür, dass er eine bekannte Geschichte erzählt, bemerkenswert spannend. Es ist ein Actionthriller, insbesondere die Sequenz in der Kleinstadt Watertown ist sehr gelungen. Der Sound des Films ist überragend. „Patriots Day“ ist eine Hommage an die amerikanischen Gesetzeshüter und an die Stadt Boston.

Schauspielerisch sind besonders John Goodman (dem man die Augenbrauen schwarz gefärbt hat, was man am Ende des Films versteht, ich aber trotzdem als irritierend und unnötig empfand) und Kevin Bacon hervorzuheben. Mark Wahlberg hat sich eher als Comedy- und Actionschauspieler etabliert, in dramatischen Szenen habe ich manchmal ein Problem mit ihm. In einer Szene sitzt er hier weinend auf der Couch und ich habe nur darauf gewartet, dass die Kamera gleich zu seinem Kumpel, dem durchtriebenen Teddybär Ted, schwenkt.

Es gibt immer mal wieder Filme, und „Patriots Day“ würde ich dazu zählen, bei denen es mich regelrecht ärgert, dass sie nicht noch besser sind.

Ganz wenige Regisseure können bestimmen, wie ihr Film in der Kinofassung am Ende aussieht. Das letzte Sagen haben die Produzenten in Hollywood. Um sich abzusichern, wie ein Film bei dem Publikum ankommt, führen die Hollywoodstudios sehr häufig Testscreenings durch. Zu dem Zeitpunkt existiert bereits eine Rohfassung von dem Film, die dann normalen Passanten von der Straße vorgeführt wird. Nach dem Film werden diese Testzuschauer dann intensiv befragt. Wenn dann häufiger die eine oder andere Szene, ein Handlungsstrang oder vielleicht das Ende des Films bemängelt wurde, wird der Film entsprechend umgeschnitten. Ich selbst wurde schon einige Male auf der Fußgängerzone in Santa Monica angesprochen, ob ich an so einem Testscreening von irgendeinem Film teilnehmen möchte. Leider war ich an dem Tag des Screenings bereits wieder auf dem Weg nach Hause. Bei „Patriots Day“ wäre ich liebend gerne in so einem Testscreening gewesen. Mir gefällt der Film wirklich richtig gut, aber ich hätte da ein paar Änderungswünsche:

Gegen Ende des Films sitzt Mark Wahlberg mit seinem Kollegen auf der Motorhaube eines Polizeiautos und philosophiert – ersatzlos streichen! Da der Film am Ende sowieso schon etwas dick aufträgt, hätte man auch die Sequenz, in der ein paar der Überlebende zu Wort kommen, streichen müssen. Außerdem dauert der Charakteraufbau des chinesischen Studenten zu lange. Ich habe mich mehrmals gefragt, was er jetzt eigentlich für eine Rolle in dem Film spielt.

 
Ich habe den Film einen Tag nach dem Terroranschlag in Berlin gesehen, bin an zahlreichen digitalen Trauertafeln in der Stadt gefahren und da war „Patriots Day“ – auf traurige Art – der richtige Film. Am Abend habe ich dann die Berichterstattung über den Berliner Anschlag im Fernsehen verfolgt und erfahren, dass die Fahndungarbeit nach dem Bostoner Anschlag den Berliner Ermittlungsbeamten als Vorbild dient. Erklärt wurde, dass eine Datenbank (eine sogenannte „Boston-Cloud“) eingerichtet wird, bei der die Bevölkerung und Touristen aufgerufen werden, den deutschen Ermittlungsbehörden jegliches Bild- und Videomaterial, das an dem Abend des 19.12.16 in der Gegend aufgenommen wurde, zur Verfügung zu stellen. Letztlich hatte die Auswertung aller Bilder und Videos bei dem Bostoner Terroranschlag zur Ermittlung der Attentäter geführt.

 
Ich denke, der amerikanische Verleih (CBS Film – okay, alles klar) hat mit „Patriots Day“ einen großen PR-Fehler begangen. Diesen Film hätte man mit Leichtigkeit als sicheren Kandidaten für den Besten Film bei den Oscars aufbauen können. Offensichtlich haben sie dem Film aber nicht vertraut, ihn zu lange unter Embargo gesetzt und mittlerweile ist es für eine solide Oscar-Kampagne vielleicht zu spät. Mich ärgert das, weil „Patriots Day“ Potenzial hat und es dieses Jahr einen gewissen Mangel an Filmen gibt, bei denen sich Amerika feiert. AMPAS wird immer noch von alten weißen Männern dominiert, die sogenannten Steak Eaters, die

 

–  mit der ganzen Musik und dem Getanze in „La La Land“ nicht viel anfangen können,
– „Arrival“ nicht verstanden haben (oder nicht verstehen wollen)
– „Manchester by the Sea“ zu traurig,
– „Fences“ zu schwarz und zu dialoglastig,
– „Moonlight“ zu schwarz und zu gay,
– „Hidden Figures“ zu schwarz und zu emanzipiert
– „Loving“ zu langweilig
– „Jackie“ zu verstörend und
– „Silence“ zu religiös finden,
– „Lion“ hauptsächlich in Indien spielt und sie da bereits mit „Slumdog Millionaire“ waren,
– Mel Gibson nicht vergeben können,
– „Hell or High Water“ gut, aber so gut nun wieder auch nicht finden,
– „Sully“ mochten, den Film aber im September im Kino gesehen haben und sich folglich mittlerweile kaum noch    daran erinnern können,
– zu sehr von „Miss Sloane“ eingeschüchtert wurden
– „20th Century Women“ nicht gesehen haben, weil es dort offensichtlich um „Frauen“ geht und
– „Captain Fantastic“ nicht gesehen haben, weil sie glaubten, das wäre ein Superhelden-Film

wären glücklich, wenn sie einen Film wie „Patriots Day“ sehen und nominieren könnten. Es ist aber nun mal bekanntlich schon große Kunst, die Academy Mitglieder zu bewegen, in die Screenings zu gehen oder unter den Hunderten von Filmen, die ihnen zugeschickt werden, ausgerechnet einen bestimmten Film auszuwählen, den sie dann schauen. Bei „Patriots Day“ könnte allerdings der Originalfilmtitel helfen. Na mal gucken, am 24.1.17 werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben.

„Patriots Day“ ist für folgenden Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Mark Wahlberg), Bester Nebendarsteller (John Goodman), Beste Nebendarstellerin (Michelle Monaghan), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

 
„Patriots Day“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 21.12.16 in sieben ausgewählten amerikanischen Kinos gestartet. Ab dem 13.01.17 ist er dann landesweit in den U.S.A. zu sehen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OV. In Deutschland startet der Film am 23.02.16 unter dem Filmtitel „Boston“.

 
Trailer zu sehen:

 

 
deutscher Trailer zu sehen:

 

amerikanischer Aufsteller von "Patriots Day"
amerikanischer Aufsteller von „Patriots Day“

NYC – Film: „The Meddler“

Ich war am 22.04.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„The Meddler“ (dt. Filmtitel: „Mit besten Absichten“, dt. Kinostart: 14.07.16) 104 min comedy, drama
dir. Lorene Scafaria cast: Susan Sarandon, Rose Byrne, J.K. Simmons, Jason Ritter, Lucy Punch, Casey Wilson

 

 

Marnie (Susan Sarandon) ist gerade nach Los Angeles gezogen. Nachdem ihr Mann verstorben ist, hält sie nichts mehr in New Jersey. Jetzt kümmert sie sich ständig um ihre Tochter Lori (Rose Byrne), bis der das alles irgendwann zu viel wird. Marnie muss sich eine neue Aufgabe suchen und findet bald schon jemand anderes, den sie bemuttern kann. Aber eines Tages trifft sie auf den pensionierten Polizisten Zipper (J.K. Simmons)…

 

 

B+ (Bewertung von A bis F) Das Drehbuch zu „The Meddler“ trägt autobiografische Züge und wurde von der Filmemacherin Lorene Scafaria geschrieben. Nach Seeking a Friend for the End of the World ist dies erst ihr zweiter Film als Regisseurin.

„The Meddler“ ist eine zwar harmlose, aber charmante Tragikomödie, ausgesprochen gerne mochte ich die Beziehung zwischen den von Susan Sarandon und J.K. Simmons gespielten Charakteren. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen entwickelt sich diese Beziehung „normal“.

J.K. Simmons hat in Whiplash noch glaubwürdig und oscarprämiert bewiesen hat, dass er ein knallhartes A… spielen kann, hier spielt er wieder den gewohnt liebenswürdig-witzigen Typen.

Das Einzige, was mich etwas rausgebracht hat, war diese Serienmörder-Story. Ich hatte die ganze Zeit befürchtet, dass diese Story noch einen unnötigen Platz in der eigentlichen Geschichte findet.

„The Meddler“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film wurde am 22.04.16 in einigen amerikanischen Kinos gestartet.

 

 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Family Fang„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Romanadaption. Neuer Film von und mit Jason Bateman und Nicole Kidman
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Lobster„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Ich liebe diesen Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem New York Film Festival gesehen

Trailer v. Film: „Love & Friendship„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jane Austen-Adaption mit Kate Beckinsale, Stephen Fry und Chloe Sevigny
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „Dark Horse“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Viva„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Drama, das in Kuba spielt, aber von Irland für die letzten Oscars eingereicht wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „A Bigger Splash„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton und Ralph Fiennes
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

NYC – Film: "Whiplash"

Ich war am 28.09.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Whiplash“ (dt. Kinostart: 19.02.15) 106 min drama
dir. Damien Chazelle cast: Miles Teller, J.K. Simmons, Melissa Benoist, Paul Reiser

Andrew Neyman (Miles Teller) ist ein leidenschaftlicher Schlagzeuger. Er besucht in New York die beste Musikschule des Landes. Andrew ist sehr ehrgeizig und möchte einer der besten Drummer werden. Der berüchtigte Musiklehrer Terence Fletcher (J.K. Simmons) wird auf den jungen Schlagzeuger aufmerksam. Gern würde Andrew in seiner Schul-Jazzband aufgenommen werden, nur hat Andrew überhaupt das Talent, um den hohen Ansprüchen des Maestros gerecht werden?

A (Wertung von A bis F) Der 29-jährige Regisseur hat zunächst das Drehbuch zu dem Spielfilm geschrieben und um Geldgeber zu finden, hat er eine Szene des späteren Spielfilms als Kurzfilm inszeniert und diesen, ebenfalls unter dem Filmtitel „Whiplash“, auf dem Sundance Film Festival 2013 vorgestellt. Der Kurzfilm hat auf diesem Festival den Short Film Jury Award U.S. Fiction gewonnen. Damit waren die Finanziers für einen abendfüllenden Film schnell gefunden. Mit „Whiplash“ gibt Regisseur Damien Chazelle sein Spielfilmdebüt. Er erzählt eine Geschichte aus seinem eigenen Leben. Er selbst war vor einiger Zeit Absolvent einer renommierte Musikschule, war Schlagzeuger und einem J.K. Simmons Charakter in dem Film ähnelnden Mentor ausgesetzt.

Was für eine Achterbahn an Film. Wenn man die Inhaltsangaben zu dem Film liest, denkt man, ja okay habe ich schon einige Male gesehen. Fakt ist, dass man es so definitiv noch nie gesehen hat. Der Film ist so mitreißend und so nervenaufreibend.

Damit mich ein Film so fesselt wie „Whiplash“, bedarf es sehr wahrscheinlich zwei überzeugender Charaktere. Miles Teller (The Spectacular Now) gibt hier alles, Schweiß, Tränen und sogar Blut – er ist ganz in dieser Figur. Es ist eine überragende Performance und für mich eindeutig eine Oscar-Performance. Der Regisseur wollte ihn unbedingt für diese Rolle. Damien Chazelle hatte Miles Teller zuvor in seinem Spielfilmdebüt Rabbit Hole gesehen. Zu Beginn der Dreharbeiten hat Miles Teller bereits seit 10 Jahren Schlagzeug gespielt, was der Performance hier zweifelsfrei zugute kam. Dennoch hatte er, wie er im anschließenden Q & A sagte, die Hosen voll, weil alle Anderen im Film richtige, professionelle Musiker sind. Selbst J. K. Simmons hat einen musikalischen Background. Mich erinnert Miles Teller, und das habe ich bereits schon mal erwähnt, an den jungen John Cusack.

J.K. Simmons ist in Bestform (sowohl physisch als auch schauspielerisch). Wie er hier den charismatischen Musiklehrer/Dirigenten und zugleich cholerischen und sadistischen Perfektionisten gibt, verfolgt einen noch lange nach dem der Film vorbei ist. Man fühlt regelrecht mit den Musikern, die unter ihm leiden müssen. Die eine oder andere Szene war schon als Zuschauer unerträglich. Dennoch zieht er einen in den Bann. Man will von dem Besten lernen, angetrieben werden, um besser zu werden und das hat vielleicht einfach seinen Preis. Fletchers Methoden gleichen jedoch psychischen und physischen Missbrauch. J. K. Simmons (TV-Serien „The Closer“, „Law & Order“ und „Thank You for Smoking“, Juno, „Burn After Reading“, Up in the Air ) hat in meiner Erinnerung bislang nur gute, bzw. sympathische Charaktere gespielt und der Wandel in diesem Film wird zu seiner ersten Oscar-Nominierung führen. In meiner ersten ersten Oscar-Prognose für 2015 vom 22.09.14 habe ich J. K. Simmons – nach einigem Überlegen – an die zweite Stelle, direkt nach dem zweimaligen Oscar-Nominierten Edward Norton (für „Birdman“) gesetzt. Mittlerweile habe ich auch Robert Duvall in The Judge gesehen und der gibt für mich auch unbedingt eine Oscar-Performance. Ich glaube aber dennoch, dass es sich zwischen J. K. Simmons und Edward Norton entscheiden wird. Derzeit gilt J. K. Simmons gemeinhin sogar als Favorit auf den Oscar-Gewinn. In „Whiplash“ spielt J. K. Simmons (neben Miles Teller) in meinen Augen auch eine Hauptrolle. Alle anderen Charaktere im Film sind nebensächlich und werden auch so vom Drehbuch behandelt. Mich hat es nicht weiter gestört, weil beide Protagonisten so faszninierend waren.

Auf dem New York Film Festival gab es einen frenetischen Applaus zum Ende des Films und als der junge Filmemacher Damien Chazelle und die Schauspieler J.K. Simmons und Miles Teller zum anschließenden Q & A auf die Bühne gebeten wurden, gab es sogar Standing Ovations. Ich habe mir sagen lassen, dass dies bei einem nicht so leicht begeisterungsfähigen New Yorker Publikum eine Rarität ist. Ganz aktuell habe ich gelesen, dass „Whiplash“ kürzlich auf dem London Film Festival als einziger Film auch stehende Ovationen erhalten hat. Dies soll auch dort eine Seltenheit sein.

Es ist ganz simple, auch wenn ich noch nicht so viele Oscar-Filme im Jahr 2014 gesehen ist „Whiplash“ ist für mich jetzt schon definitiv einer der besten Filme dieses Jahres. „Whiplash“ ist festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2014 und der Film für den derzeit mein Herz schlägt.

„Whiplash“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Miles Teller), Bester Nebendarsteller (J.K. Simmons), Bestes Originaldrehbuch, Bester Song. Ich drücke fest die Daumen, dass „Whiplash“ nach „Boyhood“ der zweite Indie-Film ist, der im nächsten Jahr für den Oscar als bester Film nominiert wird. Update: Bei der 87. Oscarverleihung am 22.02.15 wurde „Whiplash“ mit drei Oscars (Bester Nebendarsteller, Bester Schnitt und Bester Tonschnitt) ausgezeichnet.

Der Spielfilm „Whiplash“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt. Dort hat er den U.S. Grand Jury Prize: Dramatic gewonnen. Außerdem wurde er dort mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Der Film wurde am 10.10.14 in sechs amerikanischen Kinos gestartet. Ich habe den Film auf dem New York Film Festival 2014 gesehen. Gerne hätte ich noch Bilder eingestellt, nur leider war der Akku meiner Kamera leer und aus unerfindlichen Gründen hat auch mein iPhone vorübergehend den Geist aufgegeben.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "Labor Day"

Ich war am 02.02.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Labor Day“ (dt. Kinostart: 08.05.14) 111 min drama, adaptation
dir. Jason Reitman cast: Kate Winslet, Josh Brolin, Gattlin Griffith, Tobey Maguire, J.K. Simmons, Clark Gregg, Tom Lipinski

Im Jahr 1987. Der dreizehnjährige Henry (Gattlin Griffith) wird von seiner Mutter Adele (Kate Winslet) großgezogen. Seitdem sein Vater (Clark Gregg) die Familie verlassen hat, leidet seine Mutter unter starken psychischen Problemen. Sie verlässt nur noch selten das Haus. Am Freitag eines Feiertagswochenendes geht Henry mit seiner Mutter einkaufen. Im Supermarkt wird er von einem blutenden Mann (Josh Brolin) angesprochen. Dieser Mann zwingt die Beiden, ihn mit zu sich nach Hause zu nehmen. Es stellt sich heraus, dass es sich bei ihm um einen entflohenen Sträfling handelt. Der Mann, namens Frank, ist ein verurteiltet Mörder. Henry beobachtet derweil wie seine Mutter durch Frank langsam aufblüht und ihn nicht mehr gehen lassen will…

C- (Wertung von A bis F) Der Film „Labor Day“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joyce Maynard.

Der kanadische Regisseur Jason Reitman hat zuvor erst vier Spielfilme gedreht und alle vier („Thank You for Smoking“, „Juno“, „Up in the Air“ und „Young Adult“) fand ich entweder großartig oder wenigstens richtig gut. Warum hat er sich also für Verfilmung eines grauslichen Romans entschieden. Ich habe das Buch nicht gelesen, die Vorlage zu diesem Film kann jedoch nur mit einem Groschenroman vergleichbar sein.

Der Film „Labor Day“ kann sich nicht wirklich entscheiden, was er sein will: Thriller, Erotikthriller, Backsendung mit Softporno-Touch, Familiendrama, Liebesfilm, Film übers Erwachsenwerden, dann wieder Drama, usw. „Labor Day“ ist all das und zugleich nichts, dazu noch (teilweise) Rosamunde Pilcher-Romantik und viel zu eindringliches Gedudel. Das fand ich ziemlich schwer zu ertragen. Dazu kommt noch, dass dieser Junge (Gattlin Griffith), der nun auch eine der Hauptrollen spielt, schlecht gecastet wurde. Die Geschichte wird aus Sicht des Jungen erzählt, Tobey Maguire, der den erwachsenen Henry spielt, ist der Erzähler – was die ganze Sache auch irgendwie nicht besser macht. Ich gebe zu, dass ich mich beinahe den kompletten Film mit dem Gedanken rumgeschlagen habe, das Kino zu verlassen.

Ich fand die erzählte (Liebes)Geschichte ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Bei „Labor Day“ wird mit genauen Zeitangaben gearbeitet. Die starke emotionale Bindung hat sich über einen Zeitraum von nur vier Tagen entwickelt. Wären die Einblendungen der Tage nicht gewesen, hätte ich gedacht, es wären Wochen oder Monate gewesen. Dann wären auch die lebensverändernden Entscheidungen nachvollziehbarer gewesen, so eher nicht. Das Verhalten der Beteiligten in bestimmten Situationen (beispielsweise mit dem geistig zurückgebliebenen Jungen) ist absurd und realitätsfremd.

Auf Josh Brolin bin ich spätestens seit „Oldboy“ nicht mehr gut zu sprechen. Dieser Film hat daran nichts ändern können. Was mich allerdings fasziniert hat, ist der junge Mann, der Josh Brolins Charakter Frank in jungen Jahren spielte. Tom Lipinski hat hier eine frappierende Ähnlichkeit mit Josh Brolin. Ich hätte mir gewünscht, dass er bereits in „Oldboy“ den jüngeren Brolin gespielt hätte – auch wenn der Film dadurch auch nicht besser geworden wäre.

Letztlich war Kate Winslet die Einzige, die mich davon abgehalten hat, das Kino vorzeitig zu verlassen.

„Labor Day“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2013 gezeigt.

Der Film war im Vorfeld für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Nicht mehr, als man ihn gezeigt hat. Kate Winslet wurde für dieses Rolle für einen Golden Globe nominiert.

Der amerikanische Trailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Draft Day“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Sportfilm mit Kevin Costner (schon wieder), Frau Affleck und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nee

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Interstellar“
Bewertung des Theaters: B+
Kommentar: Christopher Noland neuer Sci-Fi-Film mit Matthew McConaughey (ich liebe seine Stimme), Anne Hathaway (Boah – Kotz), Jessica Chastain, Michael Caine
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Other Woman“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz und Leslie Mann. (Schön zu sehen, dass auch Cameron Diaz älter wird und noch besser, dass sie auf Botox verzichtet)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 51%

Trailer v. Film: „Noah“
Bewertung des Trailer: B-
Kommentar: Darren Aronofskys neuer Film, Bibel-Verfilmung mit Russell Crowe als Noah
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

San Francisco – Film: "Young Adult"

Ich war am 12.12.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Young Adult“ (dt. Kinostart: 23.02.12) 94 min drama
dir. Jason Reitman cast: Charlize Theron, Patrick Wilson, Patton Oswalt, Elizabeth Reaser, J. K. Simmons

Mavis Gary (Charlize Theron) schreibt Romane für Jugendliche und lebt in Minneapolis. Eines Tages bekommt sie eine Email von ihrer ehemaligen Highschool-Liebe Buddy (Patrick Wilson), er ist gerade Vater geworden. Mavis sieht das als Zeichen und geht auf Heimatbesuch. Buddy wohnt immer noch in dem Kaff und ist mittlerweile glücklich verheiratet und eben halt gerade Vater einer Tochter geworden. Das dürfte aber doch kein Hindernis für Mavis sein, ihren Ex zurückzuerobern. Schließlich ist sie immer noch bildhübsch und es passt ihr halt gerade in den Kram…

A- (Wertung von A bis F) „Young Adult“ ist nun ein so ganz anderer Film als ich gedacht hatte. Es ist erste Zusammenarbeit von Jason Reitman und Diablo Cody seit Juno und so dachte ich (auch nach dem Trailer) das wäre wieder eine originelle Tragikomödie. „Young Adult“ ist aber eine Charakterstudie über eine, immer noch sehr hübsche 37-jährige Frau mit einem riesigem Alkoholproblem, die sich weigert, erwachsen zu werden und Verantwortung zu tragen. Ihre beste Zeit hat sie in der Highschool gehabt. Dort war sie beliebt, alle Mädchen wollten so sein wie sie. Heutzutage lebt Mavis Gary in ihrer eigenen Welt.

Mavis Gary ist ganz sicher keine Sympathiefigur, sie schleppt einen Sack voller Probleme mit sich herum, hat nicht die Gabe, sich selbst zu reflektieren und ist fies gegenüber Jedem, der ihr über den Weg läuft. Dann trifft sie auf den körperbehinderten ehemaligen Klassenkameraden Matt (Patton Oswalt – grandios) und der versucht sie wieder in die Realität zu holen. Mavis Gary ist aber beratungsresistent. Charlize Theron ist Mavis Gary, es ist unglaublich wie authentisch sie wirkt. Was Charlize Theron („Monster“, „The Life and Death of Peter Sellers“, „North Country“) hier hinlegt ist eine eindeutige Oscar-Performance. Wie uneitel und konsequent sie hier ihren Filmcharakter durch den ganzen Film führt, absolut beeindruckend. „Young Adult“ beinhaltet viele Fremdschäm-Momente. Als Zuschauer möchte man am liebsten manchmal eingreifen, Mavis zur Vernunft bringen, bevor sie noch mehr dumme Dinge sagt oder tut.

Unsympathische Frauencharaktere habe es bei der Academy immer schwer gehabt. Ich hoffe dennoch, dass sich die Academy-Mitglieder einen Ruck geben und Charlize Theron das dritte Mal für den Oscar nominieren. Außerdem drücke ich die Daumen für Patton Oswalt, eine Nominierung wäre auch hier mehr als gerechtfertigt.

„Young Adult“ könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahre 2011 landen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Titanic“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…Es macht keinen Sinn diesen Trailer in 2D zu sehen.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: ich glaube, ich gucke ihn in 3D

Trailer v. Film: „Mission: Impossible – Ghost Protocol“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: MI4 hat eine sehr gute Bewertung erzielt, jetzt ärgere ich mich doch, dass ich nicht zur PV letzte Woche gegangen bin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Vow“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Drama mit Rachel McAdams und Channing Tatum
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Wanderlust“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Paul Rudd und Jennifer Aniston. Wenn die Aniston nicht mitspielen würde…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Being Flynn“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Drama mit Robert De Niro, Julianne Moore und Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „One for the Money“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: RomCom mit Katherine Heigl – ein Traum.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „We Bought a Zoo“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Cameron Crowes neuer Film galt als Oscar-Kandidat, nachdem er vorgeführt wurde, nicht mehr…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "True Grit"

Ich war am 03.01.11 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„True Grit“ (dt. Kinostart: 24.02.11) 110 min western, adaptation, remake
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin, Bruce Green, Roy L. Jones, Barry Pepper, Hailee Steinfeld, J. K. Simmons

Die 14jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) will den Mord an ihrem Vater rächen. Daher begibt sie sich auf die Suche nach Tom Chaney (Josh Brolin) und engagiert den U.S. Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges). Der Texas Ranger La Beef (Matt Damon) hat ebenfalls Interesse, Tom Chaney in seine Gewalt zu bringen…

B+ (Wertung von A bis F) „True Grit“ wurde von dem gleichnamigen Roman von Charles Portis adaptiert. Der Film ist ein Remake des gleichnamigen John Wayne Films von 1969. Den Original-Film habe ich nicht gesehen.

Auch wenn viele Zutaten vorhanden sind (überwältigende Bildsprache, Besetzung von außergewöhnlich ulkigen Typen in beinahe jeder Nebenrolle, originelle Dialoge, tolle Ausstattung und komische und doch so großartige Szenen) fühlt sich „True Grit“ nicht wie ein typischer Coen Bros. Film an. Es ist eher ein richtig guter und solider Western. Das erste was auffällt, ist tatsächlich die – wieder einmal – teils wunderschönen Bilder. Wie in so vielen Coen Bros. Filmen ist wieder der Kameramann Roger Deakins dafür zuständig. Bereits 8 x für den Oscar nominiert („The Shawshank Redemption“, „Fargo“, „Kundun“, „O Brother, Where Art Thou?“, „The Man Who Wasn´t There“, „The Assasination of Jesse James by the Coward Robert Ford“, No Country for Old Men, The Reader), ist es langsam auch für ihn an der Zeit, dass er den Goldmann gewinnt. Hätte Jeff Bridges im letzten Jahr nicht einen Oscar für Crazy Heart gewonnen, wäre er sicherlich dieses Jahr an der Reihe (so ist meiner Meinung nach zu Recht Colin Firth, der den Oscar gewinnen wird). Hailee Steinfeld gibt eine sensationelle Performance. Zu den Dreharbeiten war sie erst dreizehn Jahre alt, sie gibt hier ihr Spielfilmdebüt. Hut ab! Sie spielt hier zwar eindeutig die Hauptrolle, der Politik der Oscars zufolge wird sie jedoch voraussichtlich für die beste Nebenrolle nominiert. Matt Damon, der sich ebenso wie Jeff Bridges und sämtliche Schauspieler, in „True Grit“ durch den Film nuschelt, liefert hier in meinen Augen einer seiner besten Leistungen ab.

Die letzten ca. 30 Minuten von „True Grit“ fand ich genial. Ich war geneigt, meine „B+“ Bewertung auf „A-“ zu verbessern, aber das hätte nicht meinen Eindruck von dem gesamten Film wiedergespiegelt. Vielleicht sollte ich ihn mir bald noch einmal anschauen. Definitiv ist es ein Film, den man mehrmals sehen kann.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Lincoln Lawyer“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Auch wenn ich Matthew McConaughey nur ganz begrenzt optisch ertragen kann (immerhin mag ich seine Stimme und Sprache) macht dieser Thriller mit der tollen Marisa Tomei und William H. Macy, Ryan Phillippe und Josh Lucas erst einmal einen guten Eindruck
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Mechanic“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actioner mit Jason Stratham, Ben Foster und Donald Sutherland
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % bzw. 100% (wg. Ben Foster)

Trailer v. Film: „The Rite“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm mit Anthony Hopkins
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80 % (für Anthony Hopkins und weil dieser Trailer wirkt)

Trailer v. Film: „Country Strong“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Gwyneth Paltrow als Country-Sängerin, Musik empfinde ich als ziemlich unerträglich.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Adjustment Bureau“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sci-Fi/Fantasy/Thriller mit Emily Blunt und Matt Damon. Trailer macht einen recht guten Eindruck. An einer bestimmten Stelle im Trailer habe ich sogar Gänsehaut bekommen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Transformers: Dark of the Moon“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Zu dem Film muss man sicherlich nichts weiter sagen… Frage: Warum spielt hier Frances McDormand und John Malkovich mit??? Zu dem Trailer möchte ich erwähnen, dass (ohne zu Beginn des Trailers zu wissen, was für ein Film hier beworben wird) der Trailer bei mir von einem entspannten B+ so bald der Name MICHAEL BAY auf der Leinwand erschien, auf ein zorniges D in meiner Bewertung gewandert ist…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Rango“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm, gesprochen von Johnny Depp. Der neue, sehr ausführliche Trailer ist nicht mehr sooo doll.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

L. A. – Film: "Megamind – 3D"

Ich war am 23.11.10 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Megamind – 3D“ (dt. Kinostart: 02.12.10) 98 min animation
dir. Tom McGrath voices: Will Ferrell, Tina Fey, Jonah Hill, David Cross, Brad Pitt, J. K. Simmons

Schon als Baby und in frühester Kindheit muss sich Megamind (Will Ferrell) mit seinem Konkurrenten Metro Man (Brad Pitt) rumschlagen. Als Megamind nun endlich den schmierigen Weltverbesserer los ist und er alles haben kann, beginnt er sich zu langweilen. Ein neuer Gegner muss her…

B- (Wertung von A bis F) „Megamind“ ist ein relativ unterhaltsamer, leider nicht durchgängig guter DreamWorks Animationsfilm. Er erinnert klar an den wesentlich besseren Despicable Me. Aber auch „Megamind“ hat seine Momente, besonders seine teilweise originelle Musikauswahl hat mich amüsiert und gut in Erinnerung blieb mir die Anspielung auf Shepard Faireys Barack Obama-Wahlplakat und Obamas Slogan „Yes, You Can“ hier mit einem sehr ähnlichen Plakat und Megaminds Antlitz und einem trotzigen „No, You Can´t“, aber auch Space Dads Marlon Brando Parodie war exzellent. Die 3D-Version empfand ich als lohnenswert.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rango“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Animationsfilm, gesprochen von Johnny Depp
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Yogi Bear“ (in 3D)
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Animationsfilm, gesprochen von Dan Akroyd und Justin Timberlake
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kung Fu Panda 2: The Kaboom of Doom“ (in 3D)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: 2. Teil des Animationsfilms, fand den ersten schon nicht doll.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Justin Bieber: Never Say Never“ (in 3D)
Bewertung des Trailers: nicht bewertbar, weil sprachlos
Kommentar: gut, ich bin jetzt vielleicht nicht unbedingt die Zielgruppe, aber ich finde J.B. spiessig und uncool…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: pfff…

NYC – Film: "Up in the Air"

Ich war am 04.12.09 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Up in the Air“ (dt. Kinostart: 04.02.2010) 109 min drama, comedy, adaptation
dir. Jason Reitman cast: George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman, Danny McBride, Melanie Lynskey, J. K. Simmons, Zach Galifianakis

Ryan Bingham (George Clooney) ist für seine Firma immer auf Reisen. Wenn andere Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht selber entlassen wollen, wird Ryan eingeflogen und übernimmt den Job. Er geniesst dieses unstete Leben und dann trifft er in einer Hotelbar auch noch die scheinbar seelenverwandte Vielfliegerin Alex (Vera Farmiga). Nun hat sein Chef (Jason Bateman) die junge, ehrgeizige Natalie (Anna Kendrick) einstellt, die den Vorschlag macht, den Arbeitnehmern doch per Videokonferenz zu kündigen. Dies würde zur Folge haben, dass Ryan nicht mehr reisen bräuchte…

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „Up in the Air“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Walter Kirn. „Up in the Air“ ist ein Film, bei dem es mir schwer fällt, über ihn zu schreiben. Während ich ihn geguckt habe, mochte ich ihn, zum Ende sogar sehr, allerdings auch wesentlich weniger als ich zuvor geglaubt habe. Anschließend habe ich ihn schneller vergessen, als ich es für möglich gehalten hätte…

In dem Film kommt mir als Vielfliegerin natürlich einiges vertraut vor. Der als Ryan Bingham dargestellte Charakter ist realistisch. Die Beziehung zwischen Clooneys und Farmigas Filmfiguren entwickelt sich normal und die beiden wirken wie füreinander geschaffen. So sehr ich von Vera Farmiga („The Manchurian Candidate“, „The Departed“) begeistert war, so wenig mochte ich Anna Kendrick. Damit tue ich ihr mit Sicherheit Unrecht, ist es doch eher ihr unenspannter, manchmal sogar hysterischer Filmcharakter, der mir auf die Nerven ging. Anna Kendrick porträtiert die Natalie nur allzu glaubwürdig, dennoch hätte ich mir vielleicht lieber eine Amy Adams in dieser Rolle gewünscht.

Der kanadische Regisseur Jason Reitman, Sohn von Regisseur Ivan Reitman („Ghostbusters“), hat bisher nur drei Filme inszeniert. „Thank You for Smoking“, Juno und jetzt „Up in the Air“. Diese Filmografie lässt sich in der Tat sehen. Er ist erst 32 Jahre alt ist und ich bin jetzt schon auf sein nächstes Projekt gespannt.

Durch die Entscheidung der Academy, im nächsten Jahr 10 Filme als besten Film vorzuschlagen, hat „Up in the Air“ meines Erachtens sehr gute Chancen unter den Favoriten zu sein. Außerdem würde ich mich über eine Nominierung für Vera Farmiga aussprechen. Auch wenn er sich wahrscheinlich nur selbst spielt, bin ich beinahe sicher, dass George Clooney auch nominiert wird und man munkelt auch über eine Nominierung von Anna Kendrick, nun ja…

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Crazy Heart“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jeff Bridges soll hier eine mögliche Oscar-Performance geben, ich sehe ihn immer gerne, dazu Maggie Gyllenhaal
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Greenberg“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Ben Stiller und Rhys Ifans, Ben Stiller als Neurotiker…mmmh?
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Death at a Funeral“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Warum genau werden solche Filme gedreht?
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0 %

Trailer von Film: „The Lovely Bones“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Peter Jacksons Beitrag zur Saison, ich habe das Buch geliebt und die Besetzung ist klasse
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: ca. 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer von Film: „Shutter Island“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Martin Scorsese und Leo sind einfach eine gute Kombination, verspricht spannend zu werden
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: ca. 6 x, wobei ich diesen Trailer zum ersten Mal sah
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Boston – Film: "Jennifer´s Body"

Ich war am 01.10.09 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Jennifer´s Body“ (dt. Kinostart: 05.11.09) 102 min teen, horror
dir. Karyn Kusama cast: Megan Fox, Amanda Seyfried, Johnny Simmons, J.K. Simmons, Amy Sedaris, Adam Brody

Needy (Amanda Seyfried) und Jennifer (Megan Fox) kennen sich seit frühester Kindheit. Jetzt sind sie Teenager und besuchen dieselbe Highschool in der Kleinstadt Devil´s Kettle. Als sich Jennifer beim Konzertbesuch einer aufstrebenden Rockband in den Sänger (Adam Brody) verguckt und alleine mit der Band wegfährt, macht sich Needy die allergrößten Sorgen, dass ihr etwas zustösst. Noch in der Nacht taucht Jennifer schließlich blutüberströmt und wesensverändert bei ihr auf…

C (Wertung von A bis F) „Jennifer´s Body“ ist ein mittelmässiger Teenager-Horrorfilm mit guten Ansätzen. Stellenweise ist der Film witzig, etwas häufiger – da er sich meines Erachtens zu ernst nimmt – jedoch unfreiwillig komisch. Hin und wieder haben mir die Effekte, die eine oder andere Szene oder das Set gefallen. Gestört haben mich die augenscheinliche Unglaubwürdigkeit der Freundschaft der beiden Mädchen. (mal ehrlich, zwei von dem äusseren Erscheinungsbild so unterschiedliche Mädchen – und ich meine nicht zwingend von der Attraktivität – wären auf der Schule wohl kaum befreundet)

Schauspielerisch bin ich sicher, dass Amanda Seyfried („Mamma Mia“) Potential hat, wandelbar ist sie in jedem Fall. J.K. Simmons könnte hier ein perfektes Gene Wilder-Double abgeben und tatsächlich habe ich ihn in der ersten Szene auch nicht erkannt. Megan Fox ist verdammt hübsch, definitiv sexy, daher perfekt für diese Rolle, ich finde sie aber leer und uninteressant. Merkwürdigerweise habe ich während des Filmes öfter daran denken müssen, wieviel Spaß ich beim Schauen von Sam Raimis Drag Me to Hell hatte.

Trailer zu sehen:

„durchschnittlich“