Berlin (ale) – Film: „Shirley“

Ich war am 01.03.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Shirley“  106 min  drama, adaptation, biopic 

dir. Josephine Decker  cast: Elisabeth Moss, Michael Stuhlbarg, Odessa Young, Logan Lerman 

 

Im Herbst 1964 zieht der junge Doktorand Fred (Logan Lerman) und seine schwangere Ehefrau Rose (Odessa Young) in eine Kleinstadt in Vermont. Fred arbeitet dort als Assistent des College-Professors Stanley Hyman (Michael Stuhlbarg). Eigentlich sucht das junge Paar eine Wohnung, sie kommen aber zunächst im Haus des Professors und Literaturkritikers  Stanley Hyman (Michael Stuhlbarg) und seiner Frau, der Schriftstellerin Shirley Jackson (Elisabeth Moss), unter. Dafür soll sich Rose um den Haushalt und um Shirley kümmern. Shirley hat aber offensichtlich psychische Probleme und leidet unter einer Schreibblockade, das Zusammenleben wird für Rose zunehmend zur Belastungsprobe…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Shirley“ ist eine Adaption von Susan Scarf Merrells Roman: „Shirley: A Novel“. Es ist der neue Film der amerikanischen Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmemacherin Josephine Decker („Madeline´s Madeline“). Der Film erzählt eine fiktive Geschichte, wurde aber vom Leben der amerikanischen Schriftstellerin Shirley Jackson und ihrem Mann, den College-Professor und Literaturkritiker Stanley Edgar Hyman inspiriert. 

Die Geschichte ist schnell erzählt und hat man in abgewandelter Form auch schon oft gesehen. Für mich war es also nicht die Geschichte, die mich hier in den Bann gezogen hat, es ist die atmosphärische, beklemmende, aber auch anstrengende Inszenierung und die überragenden Performances von Elisabeth Moss, Michael Stuhlbarg und Odessa Young. 

Josephine Deckers letzter Film „Madeline´ s Madeline“ hatte mir schon gut gefallen, bei „Shirley“ arbeitet sie erstmalig nicht mit ihrem eigenen Drehbuch. Der Film wirkt weniger experimentell als ihr letztes Werk, mit der eingesetzten Musik und der Kameraführung sticht ihr, so eigener Regiestil aber immer noch hervor. Während des Films sind meine Gedanken dann tatsächlich auch abgedriftet, weil ich überlegt habe, wie der Film wohl aussehen würde, wenn sich ein anderer Regisseur des Stoffes angenommen hätte und eine andere Schauspielerin die Titelrolle spielen würde. Es wäre ein völlig anderer und nicht so guter Film entstanden, soviel ist sicher. 

Elisabeth Moss hat in vielen Projekten (TV-Serien „The West Wing“, Mad Men,  Top of the Lake, The Handmaid´s Tale und Kinofilmen Her Smell, Us bereits bewiesen, wie wandelbar und talentiert sie ist. Auch hier geht sie völlig uneitel an die Rolle und lässt einen nicht einen Moment daran zweifeln, dass sie Shirley Jackson ist. Für mich ist sie einer der besten Schauspielerinnen unserer Zeit. 

„Shirley“ wurde erstmalig auf dem Sundance Filmfestival 2020 gezeigt. Dort hat der Film bzw. die Regisseurin den U.S. Dramatic Special Jury Award: Auteur Filmmaking gewonnen. „Shirley“ wurde einen Monat später bei den Filmfestspielen in Berlin in der neu eingeführten Sektion Encounters gezeigt. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln. „Shirley“ wird von dem New Yorker Indie-Produzenten/Verleih NEON vorauss. am 24.04.20 ins amerikanische Kino gebracht. Bislang ist ein deutscher Kinostart noch nicht bekannt.

Filmausschnitt zu sehen:

 

Berlin (ale) – Film: „The Roads Not Taken“

Ich war am 27.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Roads Not Taken“ (dt. Kinostart: 30.04.20)   85 min  drama 

dir. Sally Potter  cast: Javier Bardem, Elle Fanning, Salma Hayek, Laura Linney

 

Molly (Elle Fanning) macht sich Sorgen um ihren Vater Leo (Javier Bardem). Er liegt teilnahmslos im Bett, ist verwirrt und erkennt sie nicht. Mollys Vater ist mit seinen Gedanken in der Vergangenheit, was war oder was hätte sein können…

 

C+ (Wertung von A bis F) „The Roads Not Taken“ ist der neue Film der Londoner Filmemacherin Sally Potter („The Man Who Cried“, „Ginger & Rosa“, „The Party“).

Auf der einen Seite sieht man, wie sich die Tochter um ihren scheinbar demenzkranken Vater kümmert und auf der anderen Seite folgt man alles, was den Vater beschäftigt. Sind es Erinnerungsbruchstücke oder doch mehr – wie der Filmtitel vermuten lässt – Parallelentwürfe zu seinem bisher vergangenen Leben? Man weiß es nicht so genau, definitiv ist er nie wirklich im Heute. „The Roads not Taken“ mit seinen drei Erzählsträngen wirkt am Ende etwas unaufgeräumt, vielleicht wollte die Regisseurin das Leben eines an Demenz Erkrankten genau so zeigen, aber der Film hätte berühren müssen. Letztlich macht er es auch, aber erst sehr spät. Erst als Leo auf die beiden pakistanischen Taxifahrer trifft und schließlich als er seiner verzweifelten Tochter gegenübersitzt.

Zusammenfassend ist der Film bedauerlicherweise nicht so gut wie das involvierte Talent (Javier Bardem, Elle Fanning und Laura Linney). 

„The Roads Not Taken“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief der englische Film im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Der Film soll am 13.03.20 in den amerikanischen Kinos starten und für Deutschland ist ein Kinostart für den 30.04.20 geplant.

Trailer zu sehen:

 

 

Berlin (ale) – Film: „Never Rarely Sometimes Always“

Ich war am 26.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Never Rarely Sometimes Always“  (dt. Kinostart: 11.06.20) 101 min  drama 

dir. Eliza Hittman  cast: Sidney Flanigan, Talia Ryder, Théodore Pellerin, Ryan Eggold, Sharon Van Etten 

 

Autumn (Sidney Flanigan) lebt in einem Provinzkaff in Pennsylvania. Sie ist 17 Jahre alt und ungewollt schwanger. Ihre Familie soll davon nichts erfahren. Schließlich fährt sie mit ihrer Cousine Skylar (Talia Ryder) nach New York, in der dortigen Abtreibungsklinik sollen sogar Abtreibungen bei Minderjährigen, ohne die Zustimmung der Eltern, vorgenommen werden.

 

B+ (Wertung von A bis F) „Never Rarely Sometimes Always“ ist der neue Film der New Yorker Filmemacherin Eliza Hittman („It Felt Like Love“, „Beach Rats“).

Es ist ein stiller und langsam erzählter, aber eindringlicher Arthouse-Film über eine Teenager-Schwangerschaft und der einsamen Entscheidung einer ungewollt Schwangeren und verzweifelten Jugendlichen, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen. Es ist aber auch ein Film über die Reise zweier junger Mädchen aus der Provinz in das völlig fremde New York.

„Never Rarely Sometimes Always“ ist eines dieser Werke, bei dem man einzelne Szenen noch lange in Erinnerung trägt. Eliza Hittman hat hier einen intensiven, fast schon dokumentarisch anmutenden Film inszeniert. Einen der Zwischentöne, bei dem kaum etwas, aber zur gleichen Zeit so viel passiert. Insbesondere beim Thema Abtreibung ist es wichtig, dass weibliche Regisseure die Geschichten erzählen. So hebt sie auch nicht den moralischen Zeigefinger, hier wird einfach mit Tatsachen umgegangen.

Der im ersten Moment etwas umständlich erscheinende Filmtitel („Never Rarely Sometimes Always“) bezieht sich auf die Auswahl der Antworten auf sehr persönliche Fragen, die der Protagonistin Autumn von der Sozialarbeiterin von Planned Parenthood gestellt werden. Eine unglaublich starke Szene, durch die man auch erfährt, dass die junge Frau Erfahrungen mit sexueller Gewalt gemacht hat. Überhaupt macht der Film auf subtiler Weise darauf aufmerksam, dass Frauen tagtäglich in unterschiedlichen Facetten sexueller Übergriffigkeit ausgesetzt sind. 

Ich habe es sicher schon das eine oder andere Mal erwähnt, dass ich es liebe, wenn „mein New York“ mal ganz anders oder aus einer völlig anderen Perspektive gezeigt wird. Hier von zwei Teenagern, die erstmalig nach New York reisen und dabei keine Urlaubsreise machen und auch nicht mal genug Geld in der Tasche haben. 

Sidney Flanigan, eigentlich eine Musikerin, ist sehr glaubwürdig in ihrer allerersten Rolle, sie gibt ihrem Charakter die nötige Tiefe. Die Beziehung von Autumn zu ihrer Cousine ist auch greifbar und zeigt, dass es dafür auch mal eben nicht dauerndes Gerede braucht.

„Never Rarely Sometimes Always“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Sidney Flanigan), Bestes Originaldrehbuch 

„Never Rarely Sometimes Always“ wurde erstmalig auf dem Sundance Filmfestival 2020 gezeigt. Dort hat der Film den U.S. Dramatic Special Jury Award (Neorealism) gewonnen. Der amerikanische Film lief einen Monat später auf den Berliner Filmfestspielen im Wettbewerb. Dort hat der Film den Großen Preis der Jury gewonnen. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Der Film soll am 13.03.20 in den amerikanischen Kinos starten. Für Deutschland ist ein Kinostart für den 11.06.20 geplant. 

Trailer zu sehen:

 

Berlin (ale) – Film: „Siberia“

Ich war am 25.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Siberia“ (dt. Kinostart: 19.03.20)  92 min  drama

dir. Abel Ferrara  cast: Willem Dafoe, Dounia Sichov, Simon McBurney, Cristina Chiriac, Daniel Giménez Cacho Anna Ferrara 

 

Clint (Willem Dafoe) führt eine kleine Kneipe in der verschneiten Wildnis im sibirischen Nirgendwo. Dort hat er immer wieder Begegnungen mit Fremden. Eines Tages bricht er mit seinem Hundeschlitten auf. Er erforscht seine Träume, konfrontiert sich mit Erinnerungen, (be)sucht seine Visionen…

 

C+ (Wertung von A bis F) „Siberia“ ist der neue Film des amerikanischen Filmemachers Abel Ferrara („Bad Lieutenant“).

Gut, es gibt schlimmere Filme, aber es gibt halt auch wesentlich bessere. Abel Ferrara hat diesen wahrscheinlich vordergründig für sich selbst gedreht. Entsprechend können viele Zuschauer sicher mit dem Projekt voller Wunsch- und Albträume, Visionen, Erinnerungen, möglicher anfänglicher Unzurechnungsfähigkeit oder Selbstfindung oder doch der Suche nach dem Sinn des Lebens dann auch wenig anfangen. Im Zuschauerraum war es extrem unruhig, viele meiner Mitzuschauer haben die Vorstellung vorzeitig verlassen. Für mich ist das kein Film, den ich mir nicht bis zu Ende anschauen würde. Der wunderbaren Willem Dafoe (hier wieder als Abel Ferraras Alter Ego) bewahrte mich davor, schlechte Laune zu bekommen. Und dafür, dass Dafoe zu Del Shannons Song „Runaway“ singt und tanzt gibt es sogar noch einen Extra-Pluspunkt. Dennoch ist dieser spirituelle Film kein kommerzieller und auch generell keiner, den ich irgendjemanden empfehlen würde. 

„Siberia“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief die italienisch-deutsch-mexikanische Koproduktion im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Für Deutschland ist ein Kinostart für den 19.03.20 geplant.

Trailer zu sehen:

Berlin (ale) – Film: „Schwesterlein“

Ich war am 25.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Schwesterlein“ (Internationaler Filmtitel: „My Little Sister“)   99 min  drama 

dir. Stéphanie Chuat, Véronique Reymond  cast: Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier

 

Lisa (Nina Hoss) hat den Kopf gerade voll. Ihr Zwillingsbruder Sven (Lars Eidinger), Starschauspieler an der Berliner Schaubühne, ist an Leukämie erkrankt. Gerade hat er eine Knochenmarktransplantation hinter sich gebracht. Er will so bald wie möglich wieder als Hamlet auf der Bühne stehen. Zunächst muss er sich aber erholen und das kann er nun mal nicht in Berlin bei der Mutter (Marthe Keller), die schon mit sich selbst völlig überfordert ist. Lisa entscheidet, ihren Bruder zu sich in die Schweiz zu nehmen. Da lebt die Dramaturgin seit einiger Zeit mit ihrem Mann (Jens Albinus) und den beiden kleinen Kindern… 

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Schwesterlein“ ist der neue Film der beiden Schweizer Filmemacherinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond („La petite chambre“).

Deutschen Filme mangelt es – in meinen Augen – oft an Tempo, dafür wirken einzelne Szenen, und manchmal sogar die ganze Handlung, zu konstruiert und Dialoge sind oftmals realitätsfern. „Schwesterlein“ ist zwar deutschsprachig, mit zwei deutschen Hauptdarstellern besetzt und spielt teils in Deutschland, ist aber der Schweizer Wettbewerbsfilm der Berlinale. Die Inszenierung ist ruhig, steht aber im Gleichklang zur Story, die wiederum glaubhaft und ergreifend ist. Die Situationen und die Dialoge erscheinen aus dem Leben eben dieses kreativen Künstler-Umfeldes, bei dem auf eimal der Krebs den Alltag bestimmt. Meine Lieblingsszene ist die Krankenhausszene in der Lisa ihren Bruder versucht, zu beruhigen, Und natürlich liebe ich es, dass der Film teilweise in meinem Berliner Kiez spielt. 

Es hat mich beeindruckt, wie selbstverständlich Nina Hoss´ Lisa die Kontrolle über ihre Familie und letztlich auch über den Film übernommen hat. Man spürt die Bindung der beiden Geschwister und anhand von ein paar wenigen Szenen versteht man auch ganz genau die Beziehung zu ihrer exzentrischen, mit sich selbst schon überforderten Mutter. 

Ich weiß nicht, ob es half, dass Lars Eidinger, der selbst festes Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne ist, hier eben jenen (fiktiven) Schaubühnen-Star verkörpert. Ich bin schon lange ein großer Fan des Theater- und Film-Schauspielers und so begeistert er mich selbstverständlich auch in dieser Rolle. Lars Eidinger trägt hier Perücken, wie es wohl nur er kann. 

Übrigens der künstlerische Leiter der Berliner Schaubühne Thomas Ostermaier spielt hier auch eine Version von sich selbst als Schaubühnen-Intendant David. Und die in diesem Film gezeigte Probe zu „Hamlet“ ist tatsächlich eine der Ostermaier-Inszenierungen mit Eidinger in der Hauptrolle.

Update: „Schwesterlein“/“My Little Sister“ geht für die Schweiz als möglicher Kandidat für eine Oscar-Nominierung für die Kategorie Bester Internationaler Film ins Rennen.

„Schwesterlein“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief der Schweizer  Film im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Deutsch/Englisch/Französische-Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln. In der deutschsprachigen Schweiz soll der Film am 23.04.20 starten. Bislang ist weder ein amerikanischer noch ein deutscher Kinostart geplant. 

Filmausschnitt zu sehen:

 

 

Berlin (ale) – Film: „Effacer l’historique“

Ich war am 25.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Effacer l’historique“ (Internationaler Filmtitel: „Delete History“)  110 min   comedy, drama

dir. Benoit Delépine, Gustave Kervern  cast: Blanche Gardin, Denis Podalydès, Corinne Masiero 

Marie (Blanche Gardin), Christine (Corinne Masiero) und Bertrand (Denis Podalydès) sind Nachbarn einer französischen Provinzvorstadt. Alle Drei stecken in der Klemme. Marie leidet unter der Trennung von ihrem Mann und vor allen Dingen ihrem Sohn und wird jetzt auch noch mit einem Sextape erpresst. Christine hat aufgrund ihrer exzessiven Sucht nach amerikanischen TV-Serien ihren Job verloren und ihr Mann hat sie auch verlassen. Jetzt hat sie sich mit einem Fahrdienst selbständig gemacht, kann sich aber partout nicht erklären, waren sie so schlechte Kundenbewertungen bekommt. Der alleinerziehende Bertrand macht sich Sorgen um seine Tochter, die bei Facebook gemobbt wird. Außerdem kann er den Angeboten der permanenten Werbeanrufer nicht widerstehen, mittlerweile hat er sich völlig überschuldet.  Die Dame mit der sanften Stimme, von der jetzt andauernd angerufen wird, hat es ihm aber besonders angetan…

B+ (Wertung von A bis F) „Effacer l’historique“ ist der neue Film des französischen Regisseur-Duos Benoit Delépine und Gustave Kervern („Aaltra“, „Mammuth“, „Saint Amour“). 

Mit französischen Filmen habe ich es ja eigentlich nicht so, hin und wieder gebe ich aber auch den Franzosen eine Chance. Bereut habe ich in diesem Fall nicht.

Vieles in dieser französischen Gesellschaftssatire ist natürlich überspitzt dargestellt, aber in einigen Situationen kann man sich auch selbst wiederfinden, ob es Überforderung ist, sich die vielen komplizierten Passwörter merken zu müssen, der schwer zu entwirrende Kabelsalat sämtlicher digitalen Geräten, endlos lange, nervige Warteschleifen-Musik und -Ansagen, wenn man dringend jmd. von einem Kundendienst sprechen muss, anstrengendes Bilder-Raten (Wo in den 9 Kästchen ist nun die Ampel abgebildet?), wenn man sich in eine Website einloggen will, hilflos einer Serien-Sucht ausgesetzt zu sein, usw. „Effacer l’historique“ zieht sich gegen Ende etwas, ist mir aber als kurzweiliger, witziger, manchmal absurder Film in Erinnerung, der die Tücken des digitalen Alltags in einer Geschichte zusammenfasst und aufs Korn nimmt. Schauspielerisch hat mir Blanche Gardin besonders gut gefallen. 

Der Film bietet sich natürlich für ein Filmfestival an oder wenigstens für eine ausverkaufte Kinovorstellung. In meiner Berlinale-Vorstellung wurde beinahe kontinuierlich gelacht. 

„Effacer l’historique“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief die französisch-belgische Koproduktion im Wettbewerb. Update: „Effacer l’historique“ erhielt den Sonderpreis der Berlinale. Der Film bekam den Silbernen Bären der 70. Berlinale. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen, gezeigt wurde die Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln. In Frankreich startet der Film am 22.04.20 im Kino. Bislang ist weder ein amerikanischer noch deutscher Kinostart bekannt. 

Trailer zu sehen:

 

Berlin (ale) – Film: „El prófugo“

Ich war am 23.02.20 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„El prófugo“ (Internationaler Filmtitel: „The Intruder“)  90 min  thriller, adaptation 

dir. Natalia Meta  cast: Erica Rivas, Nahuel Pérez Biscayart, Daniel Hendler, Cecilia Roth, Guillermo Arengo 

 

Inés (Érica Rivas) ist Synchronsprecherin und singt in einem Chor in Buenos Aires. Nach einem traumatischen Erlebnis im Urlaub leidet sie immer mehr an Schlaflosigkeit. Sie nimmt Tabletten und hat jetzt auch zunehmend Albträume. Auch verliert sie die Kontrolle über ihre Stimme. Im Synchronstudio gibt sie seltsame Töne von sich und bei den Chorproben trifft sie die Töne auch nicht mehr richtig. Was geht hier vor sich? 

 

B- (Wertung von A bis F) „El prófugo“ ist nach „Death in Buenos Aires“ erst der zweite Film der argentinischen Regisseurin Natalia Meta. Der Film basiert auf dem Roman „El mal menor“/The Lesser Evil“

An meinem ersten Berlinale-Tag herrschte Schmuddelwetter, dafür habe ich aber zum Einstieg einen gar nicht mal so schlechten Film gesehen. Es ist immer ein Wagnis, Karten für einen Film zu kaufen, der in der Weltpremiere gezeigt wird und von dem man nicht weiß, ob er überhaupt was taugt. Vor zwei Jahren hatte ich auf der Berlinale erst mit meiner Auswahl des schwedischen Films „The Real Estate“ ins Klo gegriffen. Daher habe ich mich bei dieser Berlinale, dazu entschlossen, ausschließlich auf amerikanische Filme oder Wettbewerbsfilme zu setzen.  

„El prófugo“ ist einer dieser 18 Wettbewerbsfilme und beginnt schon mal ziemlich witzig. Wir lernen Inés kennen, sie macht gerade Urlaub mit ihrem nervigen Freund. Der drängt sie mit seinen Gefühlsduseleien in die Enge. Dann geschieht etwas Unvorhergesehenes, Inés ist traumatisiert, nimmt Tabletten, hat Albträume, auch drei Monate später noch. Ihre Mutter taucht umangekündigt auf und dann lernt sie diesen jungen Orgelstimmer Alberto kennen. Während der Arbeit im Synchronstudio stellt der Toningenieur dann fest, dass sie seltsame Geräusche von sich gibt. Auch in ihrem Frauenchor trifft sie die Töne nicht mehr. Hat sich ein Eindringling ihres Körpers bemächtigt? 

Es gibt eine recht gruselige Szene, aber ansonsten fand ich den Film nicht sonderlich spannend. Eher wollte ich die ganze Zeit wissen, was vor sich geht – möglichst eine logische Auflösung. Wer oder was hat sich nun in Inés´Leben gedrängt. Wer der Eindringling ist, ist sicher unterschiedlich interpretierbar. ich habe meine Theorie und ich liebe die Schlussszene. Und überhaupt ist Érica Rivas (Wild Tales) ein großer Gewinn für diesen Film. 

„El prófugo“ wurde erstmalig auf den Berliner Filmfestspielen 2020 gezeigt. Dort lief die argentinisch-mexikanische Koproduktion im Wettbewerb. Ich habe den Film auf der Berlinale 2020 gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln. 

Trailer zu sehen: 

Berlin (ale) – Film: „The Souvenir“

Ich war am 12.02.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„The Souvenir“  114 min  drama 

dir. Joanna Hogg  cast: Honor Swinton-Byrne, Tom Burke, Tilda Swinton, Richard Ayoade, Jack McMullen

 

Anfang der 1980er Jahren in England. Die Filmstudentin Julie (Honor Swinton-Byrne) arbeitet an ihrem ersten Filmprojekt. Auf einer Party lernt sie den, um einiges älteren Anthony (Tom Burke) kennen. Sie fühlt sich von ihm angezogen und auch inspiriert. Anthony verheimlicht Julie jedoch etwas…

 

C- (Wertung von A bis F) „The Souvenir“ ist der vierte Film der britischen Autorin und Filmemacherin Joanna Hogg („Unrelated“, „Archipelago“, „Exhibition“). Der Film ist semiautobiografisch, die Filmstudentin Julie ist eine Art fiktive Version der Filmemacherin in jungen Jahren. „The Souvenir“ ist als zweiteiliger Spielfilm geplant. Die Dreharbeiten zu der Fortsetzung sollen noch im Sommer 2019 beginnen. 

Wenn keine solide Story im Vordergrund des Films steht, findet man oftmals durch den Protagonisten einen Zugang zu dem Gezeigten. Die Protagonistin Julie taugt aber weder als Identifikationsfigur noch ist sie, in meinen Augen, sonderlich interessant oder sympathisch. Da mich aber weder die Handlung noch die Charaktere zu fesseln wussten, hätten es noch die Idee des Films, die Inszenierung oder vielleicht herausragende Schauspieler schaffen können. Gegen die Idee, im Groben: ein Film über das Filmemachen verbunden mit einer Liebesgeschichte, ist nichts einzuwenden. Die Inszenierung wirkt aber sehr improvisiert und experimentell und auch wenn der Humor hin und wieder etwas durchscheint, ist das Ganze doch eine recht öde Veranstaltung. Es hätte vielleicht geholfen, wenn die Hauptdarstellerin Honor Swinton Byrne optisch eine gewisse Ähnlichkeit oder wenigstens eine ähnliche Präsenz wie ihre tolle Mutter Tilda Swinton hat. Hat sie aber nicht leider nicht und entsprechend ist jeder noch so  kurze Auftritt der ausdrucksstarken Mama herzlich willkommen. Den Rest des Films hatte ich bereits kurz nach dem Berlinale-Besuch wieder vergessen.

„The Souvenir“ ist der erste Part eines zweiteiligen Projekts. Während an ein paar vereinzelten Stellen in diesem Film gelacht wurde, konnte ich die größten Lacher vernehmen,  als nach dem extrem zähen Film und dem langen Abspann ganz am Ende angekündigt wurde, dass es in Kürze einen zweiten Teil gibt. 

Nach einem kurzen Auftritt in Luca Guadagninos Film „I Am Love“ ist dies das offizielle Spielfilmdebüt von Honor Swinton-Byrne. 

„The Souvenir“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2019 gezeigt. Dort hat die Filmemacherin den World Cinema Dramatic Grand Jury Prize gewonnen. Der Film lief in der Internationalen Premiere auf der Berlinale, Sektion Panorama. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung. Die Filmemacherin, die Hauptdarstellerin Honor Swinton-Byrne, die Schauspieler Tom Burke, Jaygann Ayeh und auch Tilda Swinton und einige der Produzenten und andere Crew-Mitglieder waren anwesend. Der New Yorker Filmverleih A24 bringt diesen Film voraussichtlich am 17.05.19 in den U.S.A. ins Kino. Für Deutschland ist noch kein Kinostart bekannt. 

Trailer zu sehen:

 

Nach der Berlinale-Vorführung v. „The Souvenir“ die Filmemacherin Joanna Hogg (v. r.), die Schauspieler Honor Swinton Byrne, Tilda Swinton, Tom Burke und Jaygann Ayeh.

Berlin (ale) – Film: „Skin“

Ich war am 11.02.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Skin“(dt. Kinostart: 03.10.19)   117 min  drama, biopic

dir. Guy Nattiv  cast: Jamie Bell, Danielle Macdonald, Vera Farmiga, Bill Camp, Mike Colter, Zoe Colletti, Colbi Gannett, Kylie Rogers, Louisa Krause, David Henshall

 

Bryon Widner (Jamie Bell) gehört seit vielen Jahren der US-amerikanischen Neonazi-Szene an. Einst wurde er von dem Anführer Fred (Bill Camp) und seiner Frau Shareen (Vera Farmiga) von der Straße geholt und in die „Familie“ aufgenommen. Um die Treue zu der Gruppe zu beweisen, liess er sich über die Jahre am ganzen Körper und im Gesicht tätowieren. Nachdem er die dreifache Mutter Julie (Danielle MacDonald) kennenlernt, beschließt er irgendwann aus dieser Szene aussteigen. Er zieht mit seiner neuen Familie sogar an einen anderen Ort. Doch so einfach ist das nicht, dem rechtsextremen Milieu zu entkommen…

 

B (Wertung von A bis F) „Skin“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert. Es ist ein biografischer Film über den berühmten amerikanischen Neonazi-Aussteiger Bryon Widner, der sich in vielen schmerzhaften Behandlungen, seine Tätowierungen im Gesicht und am gesamten Körper entfernen liess. Es ist der neue Film des israelischen Filmemachers Guy Nattiv („Strangers“). Dies ist sein erster englischsprachiger Spielfilm. Guy Nattivs gleichnamiger Kurzfilm, der vor einer Woche, bei den 91st Academy Awards, den Oscar als bester Kurzfilm gewonnen hat, liegt diesem Film nicht zugrunde. Beide Filme sind in einem ähnlichen Umfeld angesiedelt, es gibt sogar eine bestimme Szene, die sowohl in dem Kurz- als auch dem Spielfilm zu sehen ist, die australische Schauspielerin Danielle Macdonald spielt in beiden Projekten mit, aber ansonsten erzählen beide Werke eine unterschiedliche Geschichte.  

Vor zwanzig Jahren war ich auf der Europapremiere des Films „American History X“. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion moderiert von Ulrich Wickert mit u.a. Michel Friedman, der – wie üblich – ungefähr 90% Redezeit für sich beanspruchte, ach ja und der Hauptdarsteller Edward Norton war auch da. Warum ich das erzähle? Weil mich dieser Film und Edward Nortons Performance (für die er seine 2. Oscar-Nominierung damals erhalten hat) damals umgehauen haben und Filme, die in der US-amerikanischen Neonazi-Szene spielen sich von mir wohl auf ewig damit vergleichen lassen müssen.

„Skin“ war für mich keine so intensive Filmerfahrung wie Tony Kayes Film, auch kommt Jamie Bells Performance nicht an die von Edward Norton heran. Dennoch hat der Film und einige der Performances bei mir einen starken Eindruck hinterlassen. 

Zunächst waren es die beiden hervorragenden Schauspieler Bill Camp und Vera Farmiga in, für beide äußerst ungewöhnlichen Rollen als furchteinflössender Anführer dieser Neonazis-Gruppierung, die mich in die Geschichte zogen. Der Filmemacher arbeitet hier dann aber viel mit Nahaufnahmen, was eine intime Atmosphäre bzw. Nähe zu den Protagonisten Bryon und Julie (gespielt von Jamie Bell und Danielle MacDonald) schafft. Bryons Tätowierungen, insbesondere die im Gesicht haben mich leider immer etwas rausgebracht (auch weil ich mich immer fragen musste, wie man eigentlich so blöd sein kann). Bryons späterer Gesinnungswandel wird für mich hier nicht wirklich glaubwürdig herübergebracht. Das ging mir etwas zu schnell. Bryon ist schon ewig in dieser Szene, trägt seinen Hass für alle sichtbar auf der Haut und nur weil er sich verknallt, will er aussteigen?  Aber gut, irgendwann distanziert er sich und steigt schließlich aus der rechtsextremistischen Szene aus, lebt dann mit Julie und ihren Kindern zusammen findet aber aus plausiblen Gründen (Gesichtstätowierungen) keinen normalen Job und seine ehemalige Szene macht es dem Aussteiger natürlich auch schwer. Parallel zum Geschehen werden immer wieder einzelne, der insgesamt 612 schmerzhaften Laser-Behandlungen gezeigt, mit denen sich Bryon die Tätowierungen im Gesicht und am Körper entfernen liess.

Alles in allem ist „Skin“ ein krasses und auch spannendes Charakter- und Familiendrama. 

Jamie Bell, der seinen Durchbruch als „Billy Elliot“ hatte, habe ich erstmalig wieder im letzten Jahr in dem „Film Stars Don´t Die in Liverpool“ richtig wahrgenommen. Ich war überrascht, dass aus ihm ein toller Mann und ernstzunehmender Schauspieler geworden ist. 

„Skin“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2018 gezeigt. Auf der Berlinale 2019 lief der Film in der europäischen Premiere und in der Sektion Panorama. Ich habe den Film  auf diesem Filmfestival gesehen. Gezeigt wurde der Film in der Originalfassung. Der Filmemacher Guy Nattiv und die beiden Hauptdarsteller Jamie Bell und Danielle MacDonald waren anwesend und zeigten sich auch noch einmal nach dem Film kurz auf der Bühne. Für den amerikanischen Markt wurde der Film von A24 erworben, bislang ist jedoch noch kein Kinostart anvisiert. Für Deutschland ist derzeit auch noch kein Kinostart bekannt. Update: „Skin“ startet im amerikanischen Kino am 26.07.19 und im deutschen am 03.10.19.

Bislang gibt es leider noch keinen Trailer von dem Spielfilm, Update: Trailer von Skin:

 

Europa-Premiere des Films „Skin“. Nach der Vorstellung zeigten sich der Regisseur Guy Nattiv und die Schauspieler Danielle Macdonald und Jamie Bell (v. links) auf der Bühne.

Berlin (ale) – Film: „Light of My Life“

Ich war am 10.02.19 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Light of My Life“  110 min  drama

dir. Casey Affleck  cast: Anna Pniowksky, Casey Affleck, Tom Bower, Elisabeth Moss, Hrothgar Mathews, Timothy Webber 

 

Ein Vater (Casey Affleck) zeltet mit seiner 11-jährigen Tochter Rag (Anna Pniowksky) mitten im Wald. Die beiden machen jedoch keinen Campingausflug, vor einigen Jahren brach eine Pandemie aus, wodurch die weibliche Population nahezu ausgelöscht wurde. Rag ist scheinbar immun gegen den Virus. Bei Begegnungen mit anderen Männern versucht der Vater, sein Kind zu verstecken oder als Junge auszugeben. Bald müssen sie sich jedoch wieder einen neuen Zufluchtsort suchen…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Light of My Life“ ist nach einer Kollektion an Kurzfilmen und der Mockumentary  I´m Still Here die dritte Regiearbeit des amerikanischen Schauspielers und Oscar-Preisträgers Casey Affleck (Manchester by the Sea). Für diesen Film hat er auch das Drehbuch geschrieben und spielt eine der Hauptrollen. 

Zu Beginn hat mich dieser Film an Debra Graniks wunderbares Werk Leave No Trace erinnert. Auch hier leben Vater und Tochter im Wald, fern von jeglicher Zivilisation. Nur in Casey Afflecks Film – so erfährt man bald – ist vor Jahren eine Pandemie ausgebrochen, die einen erheblichen Teil der weiblichen Population ausgelöscht hat. Was es mit dem Virus auf sich hat, wird weitgehend offen gelassen, ist auch nicht relevant, ohne Frauen ist die Gesellschaft aus der Balance geraten. Gerade die Vorstellung, wie wohl eine Gesellschaft ohne Frauen aussieht, fand ich faszinierend. Gerne wäre ich da noch etwas tiefer eingetaucht. Affleck konzentriert sich in seiner Erzählung jedoch hauptsächlich auf die beiden Protagonisten. Seine Inszenierung macht es einem leicht, sich in die Charaktere und ihre Situation hineinzuversetzen. So spürt man, sobald Fremde auf der Bildfläche auftauchen, auch die Bedrohung und man wird immer tiefer in ihre Geschichte hineingezogen.  

Was ich jedoch nicht verstanden habe, warum handelt der Vater in der vorgegebenen Situation eigentlich so verantwortungslos und hat seiner Tochter nicht beigebracht, wie sie notfalls ohne ihn zurecht kommen und überleben kann. Wäre das nicht seine Aufgabe? Stattdessen erzählt er seiner 11-Jährigen, dass er sie immer beschützen wird. 

„Light of My Life“ ist ein sehr langsam erzähltes, atmosphärisches Überlebensdrama, dass durch seine beiden Protagonisten lebt. Einige spannungsgeladenen Momente, in diesem sonst ruhigen Film, sind mir noch heute sehr präsent. 

„Light of My Life“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2019 gezeigt. Dort lief er in der Sektion Panorama. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung. Der Film hat derzeit weder einen amerikanischen noch einen deutschen Verleih gefunden. Update: „Light of My Life“ ist am 9.8.19 in einigen amerikanischen Kinos gestartet. 

Bisher gibt es noch keinen Trailer, aber einen kurzen Ausschnitt aus der Anfangsszene :