Toronto – Film: „Zombieland: Double Tap“

Ich war am 20.10.19 in Toronto und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Zombieland: Double Tap“ (dt. Filmtitel: „Zombieland 2: Doppelt hält besser“, dt. Kinostart: 07.11.19)  97 min  comedy, action, sequel  

dir. Ruben Fleischer  cast: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin, Rosario Dawson, Zoey Deutch, Avan Jogia, Luke Wilson, Thomas Middleditch, Bill Murray 

 

Zehn Jahre sind seit der Zombie-Apocalypse vergangen. Tallahassee (Woody Harrelson), Columbus (Jesse Eisenberg), Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) leben schon wie eine Familie zusammen. Irgendwann wird es aber den beiden Schwestern zuviel…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Zombieland: Double Tap“ ist die Fortsetzung zu Ruben Fleischers Film Zombieland aus dem Jahr 2009. Auch bei dem Sequel hat der amerikanische Filmemacher Ruben Fleischer („Gangster Squad“, „Venom“) Regie geführt. 

Es ist fast auf den Tag genau zehn Jahre her ist, dass ich „Zombieland“ im Kino gesehen habe. Etwas erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Emma Stone ist mittlerweile ein Filmstar, wurde 3x für den Oscar nominiert (Birdman, La La Land, The Favourite), für „La La Land“ hatte sie den Goldmann sogar gewonnen, Woody Harrelson ist vermutlich kein Jahr älter geworden und hat  jetzt auch drei Oscar-Nominierungen („The People vs. Larry Flynt“, The Messenger, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri), auch Jesse Eisenberg ist um eine Oscar-Nominierung (The Social Network) reicher, aber hat sich optisch kaum verändert. Abigail Breslin hatte ihre Oscar-Nominierung für „Litte Miss Sunshine“ bereits vor dem ersten Zombieland-Film und ich glaube, es gibt einen Grund, warum sie nicht häufiger besetzt wird.

Die meisten Fortsetzungen sind uninspiriert und nur ein fader Aufguss des Originalfilms. Ich hätte auch ohne einen zweiten Teil von „Zombieland“ leben können. Dass die alte Crew (der Regisseur, die beiden Autoren und Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone und Abigail Breslin) wieder zusammengetrommelt wurde, macht es einem aber schwer, die Fortsetzung einfach zu ignorieren. Das Drehbuch ist gut genug, reich an Zombie-Kills, Regeln und trockenen Sprüchen und damit eine der lohnenswerteren Fortsetzungen. Es bereitet einfach Vergnügen, Zeit – vor allen Dingen – mit Tallahassee, Columbus, und Wichita zu verbringen. Neue Charaktere (beispielsweise die unfassbar hübsche Rosario Dawson als Nevada und Zoey Deutch als Madison, die nicht nur Tallahassee auf Nerven geht, aber insgesamt dann doch eine Bereicherung darstellt) wurden hinzugefügt und das Ganze ergibt eine unterhaltsame Actionkomödie. Das fängt bereits vor der Titelsequenz, eigentlich direkt mit dem Columbia Pictures Logo, an und setzt sich bis zum Ende (während des Abspanns gibt es noch eine unverzichtbare Szene) durch.

Als etwas schwierig empfand ich Abigail Breslin und das nicht nur, weil die jetzt ältere Schauspielerin nun gar nicht glaubwürdig als Schwester von Emma Stone durchgeht. 

„Zombieland: Double Tap“ ist am 18.10.19 in 3,468 amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in Kanada gesehen. In Deutschland startet der Film unter dem Filmtitel „Zombieland 2: Doppelt hält besser“ am 07.11.19 in den Kinos. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Countdown„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar: Horrorfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen:  2 x 

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Gentlemen„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Nachdem Guy Ritchie seit RocknRolla entweder Filme machte, die mich nicht interessierten oder die ich blöd fand, hier scheinbar wieder etwas, was an seine alten, brillanten Filme erinnert. Mit Matthew McConaughey, Michelle Dockery, Colin Farrell und Hugh Grant

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%


Trailer v. Film: „Black and Blue„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: Actionthriller mit Naomie Harris

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Bad Boys for Life„

Bewertung des Trailers: B+ 

Kommentar: 3. und vielleicht letzter Teil von „Bad Boys“ mit Will Smith und Martin Lawrence 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 

NYC – Film: „Café Society“

Ich war am 08.08.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Café Society“ (dt. Kinostart: 10.11.16) 96 min drama, comedy
dir. Woody Allen cast: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Steve Carell, Blake Lively, Parker Posey, Corey Stoll, Jeannie Berlin, Ken Stott

 

 

Bobby (Jesse Eisenberg) ist in New York aufgewachsen. In den 1930er Jahren versucht er, in Los Angeles sein Glück zu finden. Vielleicht könnte ihm dabei Onkel Phil (Steve Carell), der vielbeschäftigte und erfolgreiche Hollywood-Agent, behilflich sein. Bobby verliebt sich bald in die Sekretärin seines Onkels, Vonnie (Kristen Stewart). Leider hat die aber einen Freund…

 
B- (Wertung von A bis F) „Café Society“ ist Woody Allens neuer Film. Es ist sein 47. Film und nicht nur der teuerste, den der New Yorker Filmemacher je inszeniert hat, sondern erstmals hat er auch mit digitalen Kameras gedreht.

In den besseren Woody-Allen-Filmen der neueren Zeit („Match Point“, Midnight in Paris und Blue Jasmine) bekommt man Woody Allen selbst dankenswerterweise nicht zu sehen. In „Café Society“ spielt er zwar auch nicht mit, lässt es sich jedoch nicht nehmen, als Erzähler zu fungieren. Ich hätte gerne auch auf diesen unnötigen Part verzichtet.

Überhaupt hätte ich mir gewünscht, „Cafe Society“ wäre eine Charakterstudie über den neurotischen New Yorker Bobby, der sich in der Fremde (noch dazu im glitzernden Hollywood der 1930er Jahre) zurechtfinden muss. Dass dies funktioniert hätte, sieht man zu Beginn des Films. Leider erzählt Woody Allen später eine völlig andere, in New York angesiedelte Geschichte. Die Ausflüge in die Unterwelt hätten auch aus einem ganz anderen Film sein können und die Geschichte im Ganzen wirkt zu konstruiert und aufgepumpt.

Die Szenen des älteren, jüdischen Ehepaars, Bobbys Eltern (gespielt von Jeannie Berlin und Ken Stott), sind hinreissend und hätten so auch aus einem Coen-Bros.-Film stammen können. Amüsant fand ich die Kurzauftritte von Bobbys permanentrauchenden Gangsterbruder Ben (gespielt von Corey Stoll, den ich mit voller Haarpracht tatsächlich nicht erkannte). Der Form halber sei erwähnt, dass Bruce Willis für die Rolle des Onkel Phil besetzt war. Während der Dreharbeiten war Woody Allen jedoch so unzufrieden mit der Arbeit des Schauspielers, dass er ihn kurzerhand durch Steve Carell ersetzte. Steve Carell ist ein Glücksgriff für den Film. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, dass Woody Allen ihm die Rolle auf den Leib geschrieben hat. Letztlich ist es den beiden o.g. Schauspielern, Steve Carell und dem stets wunderbaren Jesse Eisenberg zu verdanken, dass mich der Film nicht noch mehr gelangweilt hat.

„Café Society“ ist nach Adventureland und „American Ultra“ bereits der dritte Film, bei dem Jesse Eisenberg und Kristen Stewart gemeinsam vor der Kamera stehen.

„Café Society“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2016 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Morris From America„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: deutsch-amerikanischer Film mit Craig Robinson.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mmmh…mal gucken

Trailer v. Film: „Come What May„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französischer Zweiter-Weltkriegsfilm mit August Diehl
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Mia Madre„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Italienischer Film mit John Turturro. Habe ich letztes Jahr auf dem New York Film Festival gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen.

Trailer v. Film: „Denial„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film über den Holocaust-Leugner David Irving. Mit Rachel Weisz, Tom Wilkinson und Timothy Spall
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Man Called Ove„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: schwedische Tragikomödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Boston – Film: „The End of the Tour“

Ich war am 20.08.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The End of the Tour“ 121 min drama, adaptation, biopic
dir. James Ponsoldt cast: Jason Segel, Jesse Eisenberg, Ron Livingston, Joan Cusack, Mamie Gummer, Mickey Sumner

Im Jahr 2008 erfährt David Lipsky (Jesse Eisenberg), dass sich der berühmte Romanautor David Foster Wallace (Jason Segel) im Alter von 46 Jahren das Leben genommen hat. David Lipsky erinnert sich an die Begegnung der beiden vor 12 Jahren. Im Winter des Jahres 1996 hat David als Reporter beim Rolling Stone Magazine gearbeitet und hat den Schriftsteller fünf Tage lang, u.a. auf einer Lesereise begleitet und interviewt.

A- (Wertung von A bis F) „The End of the Tour“ basiert auf David Lipskys Memoiren „Although Of Course You End Up Becoming Yourself: A Road Trip with David Foster Wallace“. Die Memoiren wurden zwei Jahre nach dem Tod des Schriftstellers veröffentlicht.

Einen guten Film macht für mich auch aus, wenn ich Lust habe, mit den Charakteren Zeit zu verbringen und gerne ihren Gesprächen lausche. „The End of the Tour“ ist genau der Film. Er ist sehr dialogreich und ich habe förmlich jedes Wort, jede Szene aufgesogen. Ich mag die Beiden, fand es glaubhaft und faszinierend zugleich wie sie sich erstmalig begegnen, gleich sympathisch sind und wie sich ihre Bekanntschaft über die fünf Tage entwickelt. Es ist die Eitelkeit, aber auch die unterschwelligen Machtspielchen, die es so nur unter Männern gibt. Wachsendes Misstauen von David Foster Wallace auf der einen Seite und eine gewisse Arroganz, aber auch eine von Neid geprägte Neugierde von David Lipsky, die zwangsläufig irgendwann zu Streitigkeiten führen. Das Ganze ergibt sich ganz natürlich, so dass ich immer wieder vergessen habe, hier eigentlich zwei Schauspielern zuzuschauen. Ich war von beiden Charakteren so gefesselt, dass es mich beinahe störte, als die beiden Frauen (Mickey Sumner, Tochter von Sting und Mamie Gummer, Tochter von Meryl Streep) dazukamen und die beiden Davids ihre Gespräche vorerst nicht wie bisher weiterführen konnten.

In der Rolle der intelligenten, rhetorisch gewandten, meist schnellsprechenden Persönlichkeit ist Jesse Eisenberg für mich stets idealbesetzt (unvergessen natürlich als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in The Social Network). Jason Segel sehe ich sehr gerne, er ist mir aber bislang nur durch komödiantische Rollen (Forgetting Sarah Marshall, I Love You, Man, The Muppets aufgefallen. Er ist zweifelsfrei die Überraschung von „The End of the Tour“. Ich fand ihn großartig in der Rolle von David Foster Wallace. Zu Recht ist er für diese Rolle für eine Oscar-Nominierung im Gespräch. Derzeit wird eine Strategie überlegt, ob seine eigentliche Hauptrolle bei der Oscar-Kampagne nicht vielleicht besser als Nebenrolle runtergespielt werden sollte. Das würde, auch meines Erachtens, die Chancen auf eine tatsächliche Academy Award-Nominierung erhöhen.

Das Interview, das der Journalist David Lipsky mit dem Schriftsteller David Foster Wallace geführt hat, wurde im Rolling Stone Magazine nie veröffentlicht.

The End of the Tour ist wieder ein Film von meinem amerikanischen Lieblingsverleiher A24 Films (Under the Skin, Locke, The Rover, A Most Violent Year, Ex Machina, Slow West, Amy)

„The End of the Tour“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Es zählt definitiv zu den besten Filmen, die ich bisher im Jahr 2015 gesehen habe.

„The End of the Tour“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Hauptdarsteller bzw. Bester Nebendarsteller (Jason Segel).

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „About Ray“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Elle Fanning als Transsexuelle. Auch mit dabei sind Naomi Watts, Susan Sarandon und Tate Donovan. Oscar-Nominierungen denkbar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mistress America“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Noah Baumbachs neuer Film mit Greta Gerwig
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Pawn Sacrifice“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tobey Maguire endlich mal wieder in einem scheinbar guten Film. Biografisches Drama auch mit Peter Sarsgaard und Liev Schreiber. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „99 Homes“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Andrew Garfield, Laura Dern und dem wunderbaren Michael Shannon. Oscar-Kandidat?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Z for Zachariah“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Drama-Thriller mit Chiwetel Ejiofor, Margot Robbie und Chris Pine
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Steve Jobs“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Danny Boyles Biopic über Steve Jobs. Mit Michael Fassbender, Kate Winslet, Jeff Daniels und Seth Rogen. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Diary of a Teenage Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: sehenswerte Tragikomödie mit Alexander Skarsgard und Bel Powley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der diesjährigen Berlinale gesehen

NYC – Film: "Night Moves"

Ich war am 24.04.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Night Moves“ (dt. Kinostart: 14.08.14) 113 min thriller, drama
dir. Kelly Reichardt cast: Jesse Eisenberg, Dakota Fanning, Peter Sarsgaard, James LeGros

Josh (Jesse Eisenberg) und Dena (Dakota Fanning) sind Umweltaktivisten. Zusammen mit dem ehemaligen Elite-Soldaten Harmon (Peter Sarsgaard) haben eine spektakuläre Aktion vor. Dabei sollte keiner zu Schaden kommen.

B- (Wertung von A bis F) Vermutlich muss man für einen Kelly Reichhardt Film immer viel Geduld aufbringen. Nur zu gut kann ich mich noch an ihren letzten Film (The Meek´s Cutoff) erinnern. „Night Moves“ ist nun ihr erster Thriller, ein sehr atmosphärischer Thriller. Der Aufbau ist auch hier langsam und die Filmemacherin kann sich ewig an einer Szene aufhalten. Das trägt auch in diesem Film zur Atmosphäre bei. Durch die zahlreichen Nahaufnahmen hatte ich dann irgendwann das Gefühl, selbst Teil des Geschehens zu sein. Große Teile von „Night Moves“ mochte ich, fand ich spannend, eigentlich war es nur der letzte Part, der mich etwas enttäuschte.

Ich weiß gar nicht, warum ich Jesse Eisenberg so wahnsinnig gerne sehe. Er wirkt auf mich einfach wie ein angenehmer, sehr überlegter Zeitgenosse.

„Night Moves“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2013 gezeigt. Der Film wird ab dem 30.05.14 in einigen amerikanischen Kinos gezeigt. Ich habe ihn auf dem Tribeca Film Festival 2014 gesehen. Die Regisseurin Kelly Reichardt war anwesend.

Der amerikanische Trailer:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

London – Film: "The Double"

Ich war am 8.4.14 in London und habe mir im Kino angeschaut:

„The Double“ 93 min drama, adaptation
dir. Richard Ayoade cast: Jesse Eisenberg, Mia Wasikowska, Wallace Shawn, Noah Taylor, Chris O´Dowd, Sally Hawkins

Der unscheinbare Simon James (Jesse Eisenberg) führt ein recht trostloses Leben. Seit sieben Jahren geht er einer langweiligen Bürotätigkeit nach, hat ein spärlich eingerichtetes Apartment und praktisch gar kein Sozialleben. Schon länger schwärmt er für seine Kollegin Hannah (Mia Wasikowska), ist aber zu schüchtern, sie anzusprechen. Dann wird ein neuer Kollege (Jesse Eisenberg) eingestellt. James Simon heißt er, sieht exakt so aus wie er, nur ist der wesentlich selbstbewusster und charismatischer und alle mögen ihn…

A- (Wertung von A bis F) „The Double“ basiert auf Dostojewskis gleichnamiger Erzählung aus dem Jahr 1846.

Ich mag einfach Filme, die anders sind. Filme, die sich von gewöhnlicher Kinokost unterscheiden. „The Double“ ist definitiv anders. Es ist ein schräger Film mit superschrägen Charakteren. Er hat mich in eine ganz eigene Welt geführt und dort für knapp zwei Stunden verweilen lassen. Ich war natürlich froh, diese Welt wieder verlassen zu dürfen, aber auch glücklich, einen so besonderen Film gesehen zu haben.

Simon lebt in einer Welt, die von Dunkelheit, Einsamkeit und Beobachtungen geprägt ist. In dieser Welt bringen sich die Bürger reihenweise um. Simon ist ein Büroangestellter, der viel arbeiten muss und wenig dafür bezahlt bekommt. Jahrelang geht er schon dieser Tätigkeit in diesem dunklen Bürokomplex nach, immer mit denselben Kollegen. Kaum einer seiner Kollegen scheint ihn wirklich wahrzunehmen. Am Empfang muss er sich jeden Tag von neuem ausweisen. Alles wirkt düster und frustrierend und man spürt den Einfluss von Franz Kafka, George Orwell und sicherlich auch irgendwo von Terry Gilliams Film „Brazil“ (der nach so vielen Jahren förmlich nach einer zweiten Sichtung schreit).

Der britische Komiker und Schauspieler Richard Ayoade („The IT Crowd“) hat mit dem gelungenen Film Submarine sein Regiedebüt gegeben. „The Double“ ist erst sein zweiter Kinofilm und in meine Augen hat er hier eine großartige, sehr künstlerische Regiearbeit abgeliefert.

Jesse Eisenberg war in The Social Network sensationell und ist es auch hier in einer Doppelrolle. Mia Wasikowska hat in der Vergangenheit bereits so oft gezeigt, wie wandelbar sie ist. Es ist faszinierend, ein solch junges Talent über so viele Filme zu begleiten.

„The Double“ war für mich die vierte „Doppelgänger“-Produktion (nach den Kinofilmen Enemy, Muppets Most Wanted und der TV-Serie Orphan Black), die ich innerhalb von nur knapp 4 Wochen gesehen habe.

„The Double“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival im Jahr 2013 gezeigt. Der Film wird am 9.5.14 in einigen amerikanischen Kinos gezeigt. Ich habe den Film in Großbritannien gesehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Transcendence“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Kate Mara, etc. Der Film ist das Regiedebüt von Christopher Nolans Kameramann Wally Pfister. Ich bin mittlerweile total gelangweilt von Johnny Depp.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „A Million Ways to Die in the West“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Seth MacFarlanes neue Komödie mit ihm in der Hauptrolle und Charlize Theron, Liam Neeson, Giovanni Ribisi, Sarah Silverman, Neil Patrick Harris, Amanda Seyfried
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors“
Bewertung des Theaters: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Komödie mit Seth Rogen, Dave Franco, Rose Byrne und leider Zac Efron. In Großbritannien hat der Film komischerweise den Titel „Bad Neighbors“.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken, wenn ich Zac Efron irgendwie ausblenden kann

Trailer v. Film: „The Amazing Spider-Man 2“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Schon der zweite Teil der Reihe? Diese Neuverfilmung sieht gar nicht gut aus. Andrew Garfield ist m. E. auch der Falsche. Hier spielen auch Sally Field, Paul Giamatti, Campbell Scott und, vor allen Dingen, Dane DeHaan mit. Na toll, ich habe mir vorgenommen, jeden Film mit Dane DeHaan zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: interessiert mich nicht die Bohne, aber Dane DeHaan!

Trailer v. Film: „Locke“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller mit Tom Hardy
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Kino in London

Bestimmt fünfzehn Jahre war ich nicht mehr in Großbritannien, demnach seit so langer Zeit auch dort nicht mehr im Kino. Seit mindestens ebenfalls fünfzehn Jahren habe ich die Möglichkeit, regelmässig in den U.S.A. ins Kino zu gehen. Dort bekommt man vor dem offiziellen Beginn des Kinofilms eine Pre-Show zu sehen, da werden neue TV-Serien vorgestellt, gezeigt wird das eine oder andere Making-Of von einem Film, der demnächst ins Kino kommt, man bekommt Interviews mit Schauspielern oder Regisseuren zu sehen und dann gibt´s hin und wieder Rätselspielchen (auf Filme oder Schauspieler bezogen, meist gesponsert von Coca Cola o.ä.) Auch Werbeclips werden zwischendurch gezeigt. Das vertreibt schnell die Zeit, wenn man zu früh ins Kino gekommen ist. Wenn dann aber beispielsweise der Film um 17.00 beginnen soll, geht um 17.00 das Licht aus und die Trailer (leider sind es für einen Geschmack in den letzten Jahren immer mehr geworden, 6 oder 7 Trailer sind mittlerweile schon fast Standard) werden gezeigt, dann kommt meist noch ein Clip des jeweiligen Kinos, der darauf hinweist, dass man sich in der Lobby etwas zu essen oder zu trinken kaufen kann, spätestens jetzt sein Handy auf lautlos gestellt haben sollte und während der Vorstellung nicht reden oder anderweitig seine Mitzuschauer stören soll und dann geht´s los.

In London verhält es sich praktisch so wie in Deutschland. Der Film sollte offiziell um 16.20 beginnen und trotz bezahlter Kinokarte (GBP 10.50, also knapp EUR 13.00) bekam ich ab 16.20 Uhr unglaubliche 15 Minuten Werbung (für Bier, Banken, E-Cigaretten, Buchungsportalen für Hotels, Luxusautos, Designermöbel, Kosmetik) vorgesetzt. Im Anschluss daran kamen die Kinotrailer. Das mit der Werbung scheint also nicht allein ein deutsches Problem zu sein. Wenn ich für eine Leistung (egal welcher Art) nichts bezahle, nehme ich selbstverständig in Kauf, dass ich dafür mit Werbung zugemüllt werde. Wenn ich aber viel Geld für eine Kinokarte bezahle, finde ich es unverschämt, dass mir meine Zeit geraubt wird und ich mit so viel Werbung konfrontiert werde. Außerdem musste ich auch in London bereits an der Kinokasse meinen Sitzplatz wählen, was ich als nicht gerade komfortabel empfinde. In London habe ich wieder mal festgestellt, wie entspannend ein Kinobesuch einfach in den U.S.A. ist.

Das Everyman Cinema in der Baker Street ist aber ein schönes Programmkino (mit bequemen Sitzen, einer schönen Bar und kostenlosen Wi-Fi-Zugang), das ich jederzeit weiterempfehlen kann.

Montréal – Film: "Now You See Me"

Ich war am 06.06.13 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Now You See Me“ (dt. Filmtitel: „Die Unfassbaren – Now You See Me“, dt. Kinostart: 11.07.13) 115 min thriller
dir. Louis Leterrier cast: Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Mélanie Laurent, Isla Fisher, Dave Franco, Morgan Freeman, Michael Caine

Der Magier Daniel (Jesse Eisenberg), die Entfesselungskünstlerin Henley (Isla Fisher), der Hypnotiseur Merritt (Woody Harrelson) und der raffinierte Trickbetrüger Jack (Dave Franco) sind von einem, ihnen nicht näher bekannten, Drahtzieher zusammengebracht worden und bilden jetzt die Magiertruppe THE FOUR HORSEMEN. In Las Vegas geben sie ihre erste große Show und verkünden zu Beginn, am Ende der Show eine Bank ausgeraubt zu haben. Ein Zuschauer wird auserkoren, dem dann mitgeteilt wird, dass der Tresorraum seiner Bank leergeräumt wird. Der Mann ist aber Franzose. Am Ende der Show ist dennoch die Bank in Paris um drei Millionen Euro ärmer und auf die Zuschauer im Saal regnen Banknoten runter. FBI Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo) muss sich mit diesem Fall rumschlagen und als ob das nicht schon lästig genug wäre, er bekommt auch noch die französische Interpol-Agentin Alma Dray (Mélanie Laurent) zur Seite gestellt…

C- (Wertung von A bis F) „Now You See Me“ ist mal wieder so ein Film, bei dem ich etwas länger überlegen musste, wie ich ihn bewerte. Eine gute Stunde lang habe ich mich von dem schnell inszenierten Thriller gut unterhalten gefühlt, hatte sogar schon meine Bewertung (B) im Kopf. Dann kommt es zu einer Wendung und der Spaß war vorbei, das Gezeigte dümpelte für, eigentlich den Rest des Films, nur noch vor sich hin. Eine bessere Bewertung als ein C+ wäre definitiv nicht drin gewesen. Schließlich kommt es zu der großen Auflösung und die ist so aus der Luft gegriffen und dumm, dass ich nachhaltig verärgert bin. „Now You See Me“ ist für mich also ein Film, der für die erste Stunde sehenswert ist, dann abfällt, noch unlogischer wird und der durch die absurde Auflösung auch noch einen dicken Strafpunkt verdient hat.

Wie bereits in The Social Network überzeugt Jesse Eisenberg als intelligente, schnell sprechende und arrogante Type. Ich mag ihn sehr in solchen Rollen. Mark Ruffalo sorgt für den nötigen Humor. Der mir mit seiner Überpräsenz nicht so sehr auf die Nerven gehende „andere“ Franco, Dave stört nicht. Bei Mélanie Laurent (Inglourious Basterds, Beginners) habe ich erneut fasziniert festgestellt, wie sehr sie auf die Leinwand gehört. Die anderen Profis (Michael Caine, Woody Harrelson, Morgan Freeman) sehe ich sowieso gerne, konnten aber auch nicht viel bewirken.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Lone Ranger“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Action/Western mit Johnny Depp.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Prisoners“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Viola Davis, Melissa Leo. Ich hoffe nur, dass der Trailer nicht zu viel verrät.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Louis Cyr“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Biopic über Louis Cyr, der Kanadier galt im 19. Jahrhundert als der stärkste Mann der Welt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „RED2“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung von „Red“ mit Bruce Willis, John Malkovich, Helen Mirren und Mary-Louis Parker. Bei diesem spielen auch Anthony Hopkins und Catherine Zeta-Jones mit. Ich fand den ersten Film schon blöd.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Catching Fire“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: 2. Teil der Trilogie. Dieses Mal spielt P.S. Hoffman mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

San Francisco – Film: "To Rome with Love"

Ich war am 14.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„To Rome with Love“ (dt. Kinostart: 30.08.12) 102 min drama, comedy
dir. Woody Allen cast: Woody Allen, Roberto Benigni, Jesse Eisenberg, Alec Baldwin, Penélope Cruz, Judy Davis, Greta Gerwig, Ellen Page, Ornella Muti

Jack (Jesse Eisenberg) ist angehender Architekt und lebt mit seiner Freundin Sally (Greta Gerwig) in Rom. Als sich Sallys Freundin Monica (Ellen Page), eine sich für unwiderstehlich haltende Hollywoodschauspielerin, zu Besuch anmeldet, ist Jack zwischen seiner Freundin und Monica hin- und hergerissen. Jerry (Woody Allen) war Musikproduzent ist aber mittlerweile in Rente und reist mit seiner Frau Phyllis (Judy Davis) nach Rom. Ihre gemeinsame Tochter möchte ihnen ihren zukünftigen Schwiegersohn Michelangelo (Flavio Parente) vorstellen. Michelangelos Vater (Fabio Armiliato) arbeitet als Bestatter, Jerry hört ihn aber eines Tages unter der Dusche singen und möchte ihn berühmt machen. Dann gibt es da noch den normalen Angestellter und Familienvater Leopoldo (Roberto Beningi), der wird praktisch über Nacht berühmt und muss sich damit auseinandersetzen. Außerdem gibt es noch ein frisch verheiratetes Pärchen (Alessandra Mastronardi und Alessandro Tiberi), das in ihren Flitterwochen nach Rom kommt. Sie verläuft sich in der großen Stadt und er bekommt im Hotelzimmer plötzlich Besuch von einer Prostituierten (Penelope Cruz)…

D (Wertung von A bis F) Woody Allens Sicht auf eine der weltweit schönsten Städte schmerzt. Kitschig ausgeleuchtete Bilder mit abgedroschener schmalziger Musik unterlegt. Ich weiß nicht, wie oft ich mir „Volare“ anhören musste. Dazu werden dem Zuschauer vier wenig originelle, dafür unglaublich langgezogene Geschichten erzählt, die sich auf Alt-Herren-Fantasien begründen. Eine Geschichte ist dabei öder und zugleich absurder als die nächste. Der Humor ist klamottig. Zu allem Überfluss spielt Woody Allen selbst auch mal wieder eine Rolle. Greta Gerwig wirkt ziemlich trampelig und Ellen Page ist als Femme Fatale unfassbar fehlbesetzt. Einzig Jesse Eisenberg hat mir gefallen. Gut fand ich auch, dass Woody Allen – wie bereits in „Vicky Cristina Barcelona“ – die Schauspieler in ihrer eigenen Sprache hat sprechen lassen. Auch wenn der Zuschauer dafür die Hälfte des Film Untertitel lesen muss. Nicht umsonst hat Penélope Cruz seinerzeit ihren Oscar für die beste Nebenrolle gewonnen. Hier spielt die Spanierin allerdings eine italienische Prostituierte.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bill W.“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über Bill Wilson, den Mitbegründer der Anonymen Alkoholiker
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Robot & Frank“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Frank Langella und Susan Sarandon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Searching for Sugar Man“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über den Musiker Rodriguez
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Shut Up and Play the Hits“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Dokumentation über James Murphys letzten Auftritt im Madison Square Garden
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Little White Lies“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: französische Tragikomödie aus dem Jahr 2010 mit Marion Cotillard.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Berlin – Film: "The Social Network"

Ich war am 13.10.10 in Berlin und habe mir im Kino angeschaut:

„The Social Network“ (dt. Kinostart war der 07.10.10) 120 min drama, biopic, adaptation
dir. David Fincher cast: Jesse Eisenberg, Justin Timberlake, Andrew Garfield, Joseph Mazzello, Armie Hammer, Rashida Jones, Rooney Mara, Brenda Song, Max Minghella

Im Jahr 2003. Der 19-jährige Havard-Student Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) wurde gerade von seiner Freundin Erica (Rooney Mara) verlassen. Aus Wut hackt sich das Computergenie in die Datenbank der Universität ein und erstellt ein Portal für männliche Studenten, bei denen sie die Attraktivität ihrer Mitstudentinnen bewerten können. Die Seite führt schnell zum Zusammenbruch des Havard-Netzwerkes. Er wird gerügt, aber seine Seite bleibt ein großer Erfolg. Die Winklevoss-Zwillinge (Amie Hammer) werden auf ihn aufmerksam und bitten ihn, ihre neue Website HARVARD CONNECTION zu programmieren. Mark hat nun eine Idee zu einem sozialen Netzwerk für Havard und andere Elite-Universitäten und bittet seinen besten Freund Eduardo (Andrew Garfield) um finanzielle Unterstützung. Kurz darauf geht er eine Partnerschaft mit Napster-Gründer Sean Parker (Justin Timberlake) ein, der noch viel mehr Potential in FACEBOOK sieht und das Portal für alle Menschen weltweit zugänglich machen will. Mark Zuckerberg wird schließlich von den Winklevoss-Zwillingen und aus einem ganz anderen Grund auch von seinem Freund Eduardo verklagt….

B+ (Wertung von A bis F) Aaron Sorkins Drehbuch zu „The Social Network“ basiert auf Ben Mezrichs Buch „The Accidental Billionaires“.

Schon die Anfangsszene dominiert durch brillante Dialoge und ist eindrucksvoll gespielt und umgesetzt. Diese Szene gibt im Prinzip vor, was man von dem Film zu erwarten hat. Eine meiner Lieblingsszene folgt jedoch direkt dieser Eröffnungsszene. Mit einem äusserst gelungenen Score (der sich durch den ganzen Film zieht) kommt diese Szene komplett ohne Sprache aus und kann das ganze Gefühlsleben von Mark Zuckerberg und das Sortieren seiner Gedanken in diesem Moment so grandios transportieren. „The Social Network“ ist ganz sicher nicht David Finchers bester Film, aber er hat ein hervorragendes und fesselndes Biopic abgeliefert. David Fincher hebt sich, wie mit jedem seiner Filme auch hier, durch seine düster-schöne Bilderwelt ab. Auffällig gut gelöst hat er beispielsweise die Winklevoss-Zwillinge, die von einem einzigen Schauspieler (Amie Hammer) verkörpert werden.

Schauspielerisch ist „The Social Network“ perfekt besetzt. Allen voran ist da natürlich Jesse Eisenberg („The Squid and the Whale“, Adventureland, Zombieland) zu nennen. Jesse Eisenberg überzeugt auf ganzer Linie, auch wenn ich geneigt bin, ihn (grundsätzlich) als selbstverständlich zu sehen. Für diese Rolle ist eine Oscar-Nominierung klar denkbar. Mit Andrew Garfield habe ich zuletzt schon in Never Let Me Go gewisse Startschwierigkeiten gehabt, auch hier hat er mich nicht durchgängig überzeugt, aber er ist in manchen Szenen so unbeschreiblich gut, dass ich ihm dennoch großes Potential zuschreibe. Als Peter Parker im nächsten „Spider-Man“ kann ich ihn mir dennoch nicht vorstellen. Justin Timberlake kann mit einer – mich sprachlos machenden – Leichtigkeit hier einige Szenen eindeutig für sich beanspruchen.

Es gab ein paar wenige Szenen, die mich aus dem Film geworfen haben und auch sonst bin ich jetzt zwei Tage später nicht hundertprozentig von „The Social Network“ überzeugt, daher kann ich ihm natürlich nicht die volle Punktzahl geben. Dennoch, von allen großen Blockbuster-Hoffnungen in diesem Jahr (Shutter Island, Alice in Wonderland, Inception, The Town, Wall Street – Money Never Sleeps) ist „The Social Network“ der Film, der mir am besten gefallen hat und der am ehesten unter den Academy Awards besten zehn Filmen für 2011 gehört. Definitiv sehe ich eine Oscar-Nominierung für Aaron Sorkin und sein wunderbares Drehbuch, vielleicht auch eine für David Fincher als bester Regisseur.

Aaron Sorkin zeichnet und Jesse Eisenberg portätiert Mark Zuckerberg als blitzgescheiten, äusserst redegewandten und schlagfertigen, sehr schnell sprechenden Besserwisser und Snob, der klar und zugleich abwesend ist, voller Neid, extrem ehrgeizig was den Erfolg seiner Idee angeht, aber halt nicht gänzlich unsympathisch. Nach dem was ich in der letzten Zeit alles über Mark Zuckerberg gelesen habe, ist das eine äusserst schmeichelnde Darstellung. Ich kann nun sowieso nicht nachvollziehen wie man auf die Idee kommen kann, sein Privatleben bei FACEBOOK auszubreiten, nun empfinde ich es aber sogar als grob fahrlässig, private Informationen, Daten und Fotos einem Soziopathen zu überlassen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Twelve“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: ganz besonders ging mir die grauenhafte Synchro gegen den Strich, warum auch muss ich mir einen synchronisierten Trailer in einen OV-Kino anschauen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Paranormal Activity 2″
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Solche Filme funktionieren logischerweise nie mit Teil 2 (mit Horror denke ich an Blair Witch 2)
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Tron Legacy“
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80 %

Trailer v. Film: „The Switch“ bzw. „Umständlich verliebt“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: (ganz neuer Trailer und leider wieder synchronisiert, RomCom mit Jennifer Aniston, Jason Bateman, Patrick Wilson, Jeff Goldblum, Juliette Lewis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „Wall Street: Money Never Sleeps“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: So und hier war ich am meisten überrascht. Es wurde einer der Original-U.S.-Trailer genommen, auch in der Original-Sprache gelassen und mit unglaublich schrecklicher Musik unterlegt, sonst The Rolling Stones „Sympathy for the Devil“, der zu dem Trailer wunderbar passt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Life As We Know It“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Der Trailer, der auch in Singapur gezeigt wurde, Trailer wurde in der Original-Sprache gelassen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Easy A“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Trailer in der Original-Sprache, Film mit Emma Stone, Patricia Clarkson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Das ganze Vorhang auf-Werbung-Trailer-Werbung-Vorhang zu-warten, warten-Vorhang auf-Film fängt endlich an-Spektakel beanspruchte diesmal unglaubliche 32 Minuten.

Chicago – Film: "Zombieland"

Ich war am 15.10.09 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Zombieland“ (dt. Kinostart: 10.12.09) 82 min comedy, horror
dir. Ruben Fleischer cast: Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone, Abigail Breslin

Innerhalb von nur zwei Monaten haben sich die Vereinigten Staaten von Amerika in die Vereinigten Staaten von Zombieland verwandelt. Die Menschen wurden durch die Zombies infiziert. Der scheinbar einzig Überlebende ist ein paranoider Student (Jesse Eisenberg). Er hat seine eigenen Regeln aufgestellt, den Zombies zu entkommen. Er fährt nach Columbus um zu schauen, ob seine Eltern noch am Leben sind und trifft auf den furchtlosen Tallahassee (Woody Harrelson). Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und treffen immer wieder auf Zombies und die Geschwister Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin)…

A- (Wertung von A bis F) Gut, ich kenne zwar die britische Zombie-Komödie „Shaun of the Dead“ nicht, aber ich denke, spätestens in ein paar Jahren sprechen wir bei „Zombieland“ von einem Kultfilm.

Auch wenn der Film zwischendurch mal etwas lahmt, ist er doch durchgehend unterhaltsam, nimmt sich selbst nicht ernst, ist klug und konsequent.

Wenn ich die Filmauswahl für meinen künftigen Kinobesuch festlege, schaue ich auf die Bewertung der Kritiker, nur selten lese ich die dazugehörige Kritik vorher. Das gibt mir die Möglichkeit, einen Film, und vielleicht mal den einen oder anderen Schauspieler, für mich zu entdecken. So kam es, dass mir bei „Zombieland“ zwar bekannt war, dass es ein Cameo gibt, ich aber dankenswerterweise nicht wusste, um wen es sich handelt. Die ca. zehn Minuten, die um dieses Cameo herum inzeniert wurden, zählen für mich zum Highlight des Films. Wenn es einen Cameo-Oscar geben würde, bräuchte sich kein andere Schauspieler mehr zu bewerben…

Ansonsten bleibt noch zu erwähnen, dass Woody Harrelson („Natural Born Killers“, No Country for Old Men) perfekt für die Rolle ist, wenn sie nicht sogar für ihn geschrieben wurde. Abigail Breslin („Little Miss Sunshine“) hat ein sehr gutes Händchen bewiesen, diese, doch sehr andere Rolle zu wählen. Jesse Eisenberg (Adventureland) fügt sich hier auch wunderbar glaubwürdig in den Film ein, genauso wie Emma Stone (Superbad).

Trailer zu sehen:

„sehr gut“

Portland – "Adventureland"

Ich war am 04.04.09 in Portland und habe mir im Kino angeschaut:

„Adventureland“ (dt. Kinostart: 30.07.09) 107 min comedy, drama
dir. Greg Mottola cast: Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Ryan Reynolds, Martin Starr, Bill Hader, Kristen Wiig, Margarita Levieva

1987, Pittsburgh, Pennsylvania. James (Jesse Eisenberg) hat gerade sein Vorstudium absolviert, freut sich jetzt auf die, von seinen Eltern versprochene, Europa-Reise. Nach dem Sommer studiert er auf der Columbia University in New York. Jetzt bringen seine Eltern aber seine Pläne gehörig durcheinander, indem sie ihm mitteilen, dass sich die Jobsituation seines Vaters geändert hat und sie ihm weder die Reise, noch die teure Uni finanzieren können. James ist gezwungen, seinen ersten Ferienjob anzunehmen. Er landet schliesslich im ortsansässigen Vergnügungspark ADVENTURELAND und verliebt sich schon bald in seine Kollegin Em (Kristen Stewart)…

A- (Wertung von A bis F) „Adventureland“ erzählt eine Geschichte über das Erwachsen werden, die erste grosse Liebe und einen unvergesslichen Sommer. Dabei ist dieser Film rührend und witzig, ohne aufdringlich zu sein. Über allen Dingen ist er aber „echt“ und besitzt die seltene Gabe, einen mit einer Leichtigkeit in die 80er Jahre zu versetzen. Tatsächlich wurden bei mir sogar Erinnerungen wach und ich bin froh, diese tolle Zeit miterlebt zu haben. Die Besetzung der beiden Hauptrollen trägt auch dazu bei, dass der Film so authentisch ist. Jesse Eisenberg („The Village“, „The Squid and the Whale“) und Kristen Stewart („Panic Room“, Into the Wild, What Just Happened, „Twilight“) sind idealbesetzt. Auch Ryan Reynolds nimmt man den Casanova des Freizeitparks ab. Von der Regie mit Greg Mottola („Superbad“) und einigen Nebenrollen könnte man ansonsten denken, „Adventureland“ stammt aus der Judd-Apatow-Talentschmiede. Da wären die „Saturday Night Live“-Stars Bill Hader (SuperbadKnocked Up, Pineapple Express, Forgetting Sarah Marshall) und Kristen Wiig („Knocked Up“, „Forgetting Sarah Marshall“, „Ghost Town“) und auch Martin Starr („Knocked Up“, „Superbad).

Eine kleine Perle am Indie-Himmel. Guter Soundtrack.

Trailer zu sehen: