Berlin – Film: „mother!“

Ich war am 14.09.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„mother!“ (Kinostart war der 14.09.17) 115 min drama, horror
dir. Darren Aronofsky cast: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer, Domhnall Gleeson, Brian Gleeson, Kristen Wiig

 

Sie (Jennifer Lawrence) ist mit einem wesentlich älteren Mann, einem berühmten Dichter (Javier Bardem), verheiratet. Kürzlich sind sie in ein altes, recht entlegenes Haus gezogen. Während er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden, renoviert sie derweil das gesamte Haus und schafft für das Paar ein schönes Heim. Eines Tages klopft ein Fremder (Ed Harris) an ihre Haustür. Sie ist überrascht, dass ihr Ehemann den Fremden hereinbittet, ihn sogar übernachten lässt – er kennt ihn doch gar nicht und am nächsten Tag steht die Frau des Fremden (Michelle Pfeiffer vor der Tür. Sie fühlt sich zunehmend unwohl in ihrem eigenen Haus…

 

A- (Wertung von A bis F) „mother!“ ist der siebente Film, bei dem der amerikanische Filmemacher Darren Aronofsky („Requiem for a Dream“, The Wrestler, Black Swan) Regie führt.

„mother!“ (übrigens kein Schreibfehler, kleines „m“ und Ausrufezeichen) ist kein Film für das Mainstream-Publikum. In den U.S.A. und Kanada gibt es den sogenannten CinemaScore, anhand von Umfragen am Eröffnungstag eines Films, wird ein Durchschnittswert ermittelt, wie dieser Film bei diesem Publikum angekommen ist. Die Zuschauer können den Film zwischen A (sehr positiv) bis F (extrem negativ) bewerten. Logischerweise sagt diese Bewertung nichts über die Qualität des Films aus. Die meisten Filme erzielen irgendetwas zwischen „A“ und „B-„ , es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Film eine „C“-Bewertung bekommt. „Transformers 5“ hat beispielsweise ein „B+“ bekommen. „mother!“ hat ein „F“ erhalten. Das ist schon fast eine Ehre. Im vorliegenden Fall sagt es meines Erachtens nur etwas darüber aus, dass dieses Publikum mit den falschen Erwartungen in den Film gegangen ist. Das wiederum würde ich auf das schlechte, bzw. fehlgeleitete Marketing zurückführen. Wenn man sich die Trailer anschaut, könnte man durchaus eine Art „Rosemary´s Baby“ erwarten. Und genau das ist „mother!“ nicht. Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht, bis ich in dem Gezeigten einen Sinn erkennen konnte. Man weiß auch nie, was als Nächstes passiert. Keiner der Charaktere hat einen Namen. Der Film ist voller Symbole und Anspielungen. Als ich irgendwann eine Idee zu einem der Charaktere (Javier Bardems) hatte, war mir auch schnell klar, was Jennifer Lawrences symbolisiert. Wenn man das erkannt hat, kann man erahnen, was sich der Künstler (Darren Aronofsky) bei seinem außergewöhnlichen Werk gedacht hat.

Ich möchte den Film nicht spoilern. Ich glaube, dass die, die sich ernsthaft für Filme interessieren, diesen durchaus heftigen Arthouse-Film auch erleben sollten. Der Otto-Normal-Zuschauer, der am liebsten einen Film von A bis Z erklärt haben will, nicht nachdenken möchte, wird mit diesem Film so überhaupt nichts anzufangen wissen. Das erklärt auch den CinemaScore „F“.

„mother!“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Javier Bardem), Beste Nebendarstellerin (Michelle Pfeiffer), Bester Nebendarsteller (Ed Harris), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„mother!“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival gezeigt. In den U.S.A. ist der Film am 15.09.17 in 2,368 Kinos landesweit gestartet. In Deutschland ist der Film bereits einen Tag zuvor ins Kino gekommen. Ich habe den Film in Berlin in der OV gesehen.

 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Justice League„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Der 423. Superhelden-Film. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf die immer gleichen Filme noch freuen kann. Die erfolgreichsten Filme an der amerikanischen Kinokasse in diesem Sommer waren tatsächlich wieder drei Superhelden-Filme („Wonder Woman“, „Guardians of the Galaxy 2“ und „Spider-Man: Homecoming“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Der Trailer ist so lange gut, bis Kenneth Branagh als Hercule Poirot auftaucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „The Snowman„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+ (anderer Trailer)
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender. Irgendwie cool, Fassy rauchen zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „What Happened to Monday„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Noomi Rapace in verschiedenen Rollen. Leider sieht sie gar nicht wandelbar und sieht immer gleich aus. Der Film kommt in den U.S.A. auf Netflix raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht gucke ich mal rein

 

 

Kino in Berlin

In Deutschland gehe ich äußerst selten ins Kino. „mother!“ war, glaube ich, erst mein zweiter Film, den ich dieses Jahr regulär im deutschen Kino gesehen habe. Die Werbung (inkl.) zweier Trailer war knapp 10 Minuten lang. Als ich dachte, es geht los, ging dass Licht an und es wurde die „Eis-Pause“ ausgerufen. Ich kann nicht fassen, dass es dieses Relikt aus der Vergangenheit heutzutage immer noch gibt. Kein einziger Zuschauer in meiner Vorstellung ist aufgestanden. Also passiert drei Minuten nichts und dann wurden noch mal zwei Trailer gezeigt und der Film hat begonnen.

 

Berlin – Film: „Joy“

Ich war am 18.12.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Joy“ (dt. Filmtitel: Joy: Alles ausser gewöhnlich, dt. Kinostart: 31.12.15) 107 min drama, comedy, biopic
dir. David O. Russell cast: Jennifer Lawrence, Robert De Niro, Isabella Rossellini, Diane Ladd, Virginia Madsen, Bradley Cooper, Edgar Ramirez, Dascha Polanco, Elisabeth Röhm

 
Joy (Jennifer Lawrence) lebt mit ihren beiden Kindern, ihrer Mutter Carrie (Virginia Madsen) und ihrer Oma (Diane Ladd) zusammen. Ihr arbeitsloser Ex-Mann (Edgar Ramirez) wohnt im Keller und plötzlich – nach der Trennung von seiner aktuellen Frau – steht ihr Vater (Robert De Niro) vor ihrer Tür und und möchte auch wieder ins Haus ziehen. Joys Leben ist ziemlich chaotisch. Sie ist handwerklich sehr begabt und eines Tages erfindet sie den Miracle Mop, einen Wischmop, bei dem man sich nicht die Finger schmutzig macht. Mit der finanziellen Unterstützung von Trudy, der neuen Freundin ihres Vaters (Isabella Rossellini) lässt sie einige von diesen revolutionären Wischmops produzieren und versucht diese, an den Mann zu bringen.

 

C+ (Wertung von A bis F) „Joy“ basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist David O. Russells Interpretation von Joy Manganos Erfolgsgeschichte. Im Alter von 34 Jahren hat Joy Mangano den Miracle Mop und später andere Gebrauchsgegenstände erfunden und sich irgendwann ein Geschäftsimperium aufgebaut.

Es ist bekannt, dass David O. Russell Schwierigkeiten hatte, seinen aktuellen Film fertigzustellen. Ich hatte den Eindruck, dass man die Probleme immer noch spürt. Gerade zu Anfang wirkt der Film sehr chaotisch und ungeordnet: Schnitt an Schnitt an Schnitt. Gegenwart, Rückblenden, Gegenwart, reales Leben, Traumsequenzen, Soap Opera. Ich glaube ich habe mich erst entspannen können, als Bradley Coopers Charakter auftaucht. Die Szenen von Jennifer Lawrence und Bradley Cooper mochte ich überraschenderweise am meisten im gesamten Film. Meine Lieblingsszene ist eine viel zu kurze Szene, bei der der Bee Gees Song „To Love Somebody“ gespielt wird.

Letztlich gab es zwei Versionen von dem Film, eine eher heitere und eine eher tragische Variante. Beide wurden einem Testpublikum gezeigt und denen gefiel der Film mit dem höheren Komödien-Anteil besser. „Joy“ wurde dann bei der HFPA als Komödie für die Golden Globes eingereicht (und nominiert). Auch wenn es einige lustige Momente im Film gibt, ist „Joy“ für mich keine Komödie. Er ist eine Tragikomödie mit Thriller und Krimi-Elementen.

Nach Silver Linings Playbook und American Hustle hat David O. Russell erneut Jennifer Lawrence besetzt. Jennifer Lawrence spielt hier die Hauptrolle und – im Gegensatz zu den beiden anderen Filmen – eine „normale“ Frau. Starke Mädchen- und Frauenrollen liegen der Schauspielerin, da gibt es keinen Zweifel. Sie hier aber als Mitte 30-Jährige zu besetzen war äußerst gewagt. Jennifer Lawrence ist mittlerweile 25 Jahre alt, sieht aber aus, als wäre sie gerade Anfang 20 und auch seltsame Haarteile und biedere Klamotten lassen sie nicht reifer aussehen. Nun mag ich sie als Schauspielerin wahnsinnig gerne sehen und so habe ich schon Gefallen daran, ihr bei dem, was auch immer sie gerade macht zuzuschauen.

Begeistert war ich von Virginia Madsen als Joys Mutter, Elizabeth Röhm, die Joys Halbschwester spielt und Edgar Ramirez als Joys Ex-Mann (auch wenn er vom Typ her Bobby Cannavale zu sehr ähnelt). Unfreiwillig komisch hingegen wirkte Isabella Rossellini. Tatsächlich sieht sie aus wie ein Mann in Frauenkleidung. Leider ist ihre Filmfigur nicht als Karikatur angelegt. Wenn sie spricht wirkt es, als wären ihr die Worte in den Mund gelegt und sie nur den Text aufsagt. Grausig. Immer wenn ich den Film gerade wieder etwas mehr mochte, kommt Isabella Rossellini ins Bild und machte alles wieder zunichte.

Alejandro González Iñárritus Film „The Revenant“, David O. Russells „Joy“ und Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“ waren die letzten drei möglichen Oscar-Kandidaten, die in der Oscar-Saison 2015/2016 fertiggestellt wurden und dann der amerikanischen Presse gezeigt wurden.

David O. Russell – und das ist bekannt – möchte jetzt nach drei Anläufen (er wurde rekordbrechende 3x hintereinander für seine Filme The Fighter, „Silver Linings Playbook“ und „American Hustle“ in den Kategorien Bester Film und Beste Regie für den Academy Award nominiert) unbedingt den Oscar gewinnen. Als noch keiner den Film kannte wurden „Joy“ sogar sehr gute Chance auf den Oscar-Gewinn ausgerechnet. In meiner September- und November-Prognose zu etwaigen Oscar-Nominierungen hatte ich den Film auch auf Platz 2. Nachdem ich den Film jetzt gesehen habe, halte ich es für ausgeschlossen, dass „Joy“ als Film überhaupt nominiert wird. Vielleicht kann Jennifer Lawrence noch eine Nominierung ergattern.
„Joy“ war  für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Beste Nebendarstellerin (Isabella Rossellini, Diane Ladd, Virginia Madsen), Bester Nebendarsteller (Robert De Niro), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Joy“ hat 1 Oscar-Nominierung (Beste Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence) erhalten.

„Joy“ startet am 25.12.15 in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in einer Pressevorführung in Berlin gesehen. Gezeigt wurde die OV.

David O. Russells Filme sind generell sehenswert, auch wenn „Joy“ auf ein kleines Formtief des Regisseurs hindeutet.

Der Film „Joy“ ist ab dem 31.12.15 in den deutschen Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

 

Der deutsche Trailer zu sehen:

 

 

 

Filmplakat von "Joy" in der New Yorker U-Bahn
Filmplakat von „Joy“ in der New Yorker U-Bahn

 

Chicago – Film: „The Hunger Games: Mockingjay, Part 2“

Ich war am 26.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Hunger Games: Mockingjay – Part 2“ (dt. Filmtitel: „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“, dt. Kinostart war der 19.11.15) 136 min sci-fi, fantasy, sequel, adaptation
dir. Francis Lawrence cast: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Julianne Moore, Philip Seymour Hoffman, Jeffrey Wright, Donald Sutherland, Stanley Tucci, Jena Malone, Willow Shields

Inzwischen haben sich alle Distrikte von Panem den Rebellen unter Alma Coin (Julianne Moore) angeschlossen. Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) ist die Galionsfigur dieser Rebellion. Mit einer kleinen Einheit versucht sie, das Kapitol zu erreichen und den Präsidenten Snow (Donald Sutherland) zu stürzen.

 

B- (Wertung von A bis F) „The Hunger Games: Mockingjay – Part 2“ basiert auf Suzanne Collins Jugendroman „Mockingjay“. Es ist die Fortsetzung zu dem ersten Teil von „Mockingjay“ und der Abschluss der Trilogie. Francis Lawrence hat bei „The Hunger Games: Catching Fire“ und bei beiden Teilen von „Mockingjay“ Regie geführt.

Wie ich es mir schon gedacht hatte, war der ersten Part von „Mockingjay“ weitgehend überflüssig. Man hätte ein paar, für die Geschichte wichtige Szenen aus dem ersten Teil zusammenschneiden und die viele überflüssige Szenen aus dem zweiten Teil rausschneiden können und schon hätte man vielleicht einen soliden Abschluss der Filmtrilogie gehabt. Auch bei dem 2. Teil von „Mockingjay“ dauert es viel zu lange, bis die Geschichte richtig in Fahrt gerät. Ich war tatsächlich kurz davor einzunicken, als dann endlich die erste große Actionszene etwas Spannung brachte. Wenn man sich nicht ärgern möchte, empfehle ich, den finalen Teil nicht bis zu Ende zu schauen. Ein günstiger Moment das Kino zu verlassen (oder den Film abzuschalten), ist, wenn Katniss Everdeen das Kapitol wieder verlässt. Mit allen Szenen die daran anschließen, insbesondere mit dem zugekitschten Rosamunde Pilcher-Ende, zeigen die Macher der „The Hunger Games“-Verfilmungen meines Erachtens, dass sie die Zuschauer für komplette Vollidioten halten.

Ich habe mir sagen lassen, dass die Autorin dieser Jugendromane, die Welt in der die „The Hunger Games“-Filme spielen, viel detaillierter beschrieben hat. Es wäre förderlich gewesen, wenn nur einer der drei Teile etwas davon gezeigt hätte, wie genau diese beschriebene Welt funktioniert. Die „The Hunger-Games“-Filme beginnen damit, dass Katniss´ geliebte Schwester Prim (gespielt von Willow Shields) für die Hungerspiele auserwählt wird und Katniss freiwillig für sie einspringt und sie damit rettet. Wie am Ende diese Beziehung einfach nur „abgehakt“ wird, fand ich sehr unbefriedigend. Über die drei Teile der Filme hätte man die Beziehung der Schwestern vertiefen können, aber nein, man muss ja in endlos öden Einstellungen die so dämlich wie unglaubwürdige Dreiecksliebesgeschichte zwischen Katniss und Gale und Peeta abhandeln. Die Chemie zwischen Jennifer Lawrence  und dem jungen Hemsworth-Bruder stimmt nicht wirklich und was Katniss an Josh Hutchersons Peeta findet, bleibt fraglich. Josh Hutcherson, das hatte ich bereits zum ersten Teil erwähnt, halte ich für eine komplette Fehlbesetzung. In meinen Augen wäre es eine kleine Bereicherung gewesen, wenn man den Schauspieler Josh Hutcherson nach dem ersten Teil ausgetauscht hätte.

Ich habe zugegebenermassen eine leicht verklärte Sicht zu den „The Hunger Games“-Filmen. Bewertet habe ich The Hunger Games mit B-, The Hunger Games: Catching Fire mit B, den ersten Teil der The Hunger Games, Mockingjay mit einem C und den zweiten Teil von „Mockingjay“ habe ich bewusst ohne Berücksichtigung des Endes  mit B- bewertet. Wenn jedoch einige Zeit verstrichen ist, mein Ärger über einzelne Teile verpufft ist, bilde ich mir ein, die Filme mehr zu mögen, als das meine Bewertungen wiederspiegeln. Vielleicht möchte ich die Filmreihe einfach mögen. Mir gefällt Grundidee dieser Welt, diese Diktatur mit den Spielen, in der einige ausgewählte arme Menschen für die Reichen antreten müssen,  und wie sich die Bevölkerung schließlich gegen die Regierung auflehnt. Ich sehe in den Filmen nach wie vor eine Kritik an Regierungen, an der Gesellschaft und an den Medien. Die Amerikaner vergleichen die Hungerspiele mit der Profiliga des American Footballs NFL. Wenn man sich mal mit den Skandalen der NFL beschäftigt und sieht, wie wenig die Regierung letztlich für die Spieler eintritt, ist es gar nicht so weit hergeholt. Außerdem mag ich, wie selbstverständlich vielfältig die Bevölkerung dargestellt wird – das ist nicht unbedingt normal in einem Hollywood- Blockbuster.

Welche Jugendroman-Verfilmung kann schon mit exzellenten Schauspieler wie Jennifer Lawrence, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Julianne Moore, Philip Seymour Hoffman, Jeffrey Wright, Donald Sutherland und Stanley Tucci aufwarten? Und in welcher Jugendroman-Verfilmung (z.B. „Harry Potter“, „The Twilight Saga“, „Divergent“, „Maze Runner“, The Giver) führt einen schon ein/e charismatische/n Hauptdarsteller/in durch die Filme?

Die „The Hunger Games“-Filme wären ohne Jennifer Lawrence undenkbar. Die Schauspielerin selbst hätte die Filme nicht gebraucht, ihr Talent war längst erkannt und wenn sie nicht eine Hauptrolle in dieser Filmreihe bekommen hätte, wäre sie durch einen anderen Blockbuster weltberühmt geworden. Vergleichbar mit Leonardo DiCaprio und seinem Durchbruch mit James Camerons „Titanic“. Leonardo DiCaprios hatte sich zuvor bereits schon länger als Charakterschauspieler etabliert bis er durch „Titanic“ auf einmal zum Megastar aufstieg.

Das war nun leider tatsächlich der letzte Film, in dem mein – viel zu früh verstorbener -Lieblingsschauspieler Philip Seymour Hoffman mitgespielt hat. Beide Teile von „Mockingjay“ wurden quasi zusammen produziert und vor seinem Tod waren seine Szenen weitestgehend abgedreht. Mir sind zwei Szenen aufgefallen, in die er eindeutig ins Bild geschnitten wurde und dann gab es später noch eine Szene in der Woody Harrelsons Charakter Haymitch Katniss aus Plutarchs Brief vorliest. Das wäre eigentlich eine Dialogszene zwischen Philip Seymour Hoffmans Charakter Plutarch und Jennifer Lawrence Charakter Katniss Everdeen gewesen und musste aufgrund seines Todes umgeschrieben werden. Meines Erachtens haben sie es den Umständen entsprechend relativ gut gelöst. Und natürlich bin ich immer noch untröstlich, dass PSH nicht mehr unter uns weilt.

„The Hunger Games: Mockingjay Part 2“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch (Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien)

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Alice Through the Looking Glass“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Die Fortsetzung von Tim Burtons Fantasy-Film „Alice in Wonderland“, nur ohne Tim Burton. Wieder mit Johnny Depp, Mia Wasikowska, Helena Bonham Carter und leider auch Anne Hathaway – damit kann ich den Film nicht gucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Boy“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Gruselpuppen-Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Sisters“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Tina Fey und Amy Poehler
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The 5th Wave“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Sci-Fi-Action-Katastrophen-Film mit Chloe Grace Moretz. Januar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro. Film  wurde nun endlich gezeigt, steht aber unter Embargo.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Point Break“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1991. War das nötig? Dieser Trailer wirkt aber und der Hauptdarsteller hat immer noch was.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Gods of Egypt“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Fantasy-Mist mit Gerard Butler. Februar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: natürlich nicht

Trailer v. Film: „The Divergent Series: Allegiant“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: 3. Teil der „Divergent“-Filme, natürlich nur der erste Part. Dieser Jugendbuch-Verfilmung fehlt eindeutig die charismatische Hauptdarstellerin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

Chicago – Film: "The Hunger Games: Mockingjay, Part 1"

Ich war am 28.11.14 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Hunger Games: Mockingjay, Part 1“ (dt. Filmtitel: „Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1“, dt. Kinostart war der 20.11.14) 123 min sci-fi, fantasy, adaptation
dir. Francis Lawrence cast: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Philip Seymour Hoffman, Julianne Moore, Jeffrey Wright, Stanley Tucci, Donald Sutherland

Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) lebt mit ihrer Mutter (Paula Malcomson) und ihrer jüngeren Schwester Prim (Willow Shields) mittlerweile in District 13, einem District von dessen Existenz sie bislang nichts wusste. Die Präsidentin dieses Districts ist Alma Coin (Julianne Moore), sie möchte Katniss als Symbolfigur, als Mockingjay, der Revolution aller Distrikte gegen das Kapitol gewinnen.

C (Wertung von A bis F) „The Hunger Games: Mockingjay, Part 1“ ist der dritte Teil der „The Hunger Games“-Trilogie. Die Filme basieren auf den gleichnamigen Büchern von Suzanne Collins. Die Dreharbeiten zu „Mockingjay“ sind zwar abgeschlossen, der Part 2 wird jedoch erst im November 2015 ins Kino kommen.

Den ersten Teil The Hunger Games habe ich mit B- bewertet, der zweite Teil, The Hunger Games: Catching Fire hat mir dann besser gefallen ( B ) , „The Hunger Games: Mockingjay, Part 1“ ist für mich der schwächste Teil dieser Romanverfilmungen.

Zunächst einmal finde ich es eine wahnsinnige Frechheit, „Mockingjay“ als Zweiteiler ins Kino zu bringen. Die Produzenten der „Harry Potter“- und der „Twilight“-Verfilmungen haben aber vorgemacht, wie man den Teenagern am Besten Geld aus der Tasche ziehen kann und so wird auch der letzte Teil der „The Hunger Games“-Verfilmung gestreckt. Ich kann nichts zu den „Harry Potter“- und „Twilight“-Filmen sagen, aber „Mockingjay, Part 1“ merkt man definitiv an, dass er als purer Lückenfüller dient. Das was hier erzählt wurde, hätte man auch in einer halben Stunde abhaken können.

„The Hunger Games“-Reihe spielt in einer Diktatur in dem Staat Panem. Die zwölf Distrikte des Staates sind verarmt und vom Regierungssitz Kapitol unterdrückt. Der Präsident veranlasst, ein Mal jährlich die perversen Hungerspiele, bei denen jeweils ein jugendlicher Teilnehmer aus einem Distrikt gegen einen Teilnehmer aus einem anderen Distrikt bis zum Tod kämpfen muss. Im letzten Teil der Verfilmung, „Mockingjay“, kommt es nun zum Aufstand der 12 (bzw. 13) Distrikte gegen das herrschende Kapitol.

Bei den ersten beiden Filmen hat es mir zu lange gedauert, bis die eigentlichen Hungerspiele anfingen, „Mockingjay“ hat sich auch ewig gezogen, letztlich ist in Part 1 aber gar nichts passiert. Das Hin- und Hergerissensein von Katniss wird quasi andauernd wiederholt und nichts geht voran. Zum Ende wird es natürlich dann doch noch spannend, damit man keinesfalls den finalen Part im nächsten Jahr verpassen will. „Mockingjay, Part 1“ fand ich absolut unbefriedigend.

Josh Hutcherson als Peeta finde ich immer noch fehlbesetzt. Was wäre aber diese Verfilmung ohne die großartigen Schauspieler, die auch für „Mockingjay“ verpflichtet werden konnten? In praktisch jeder Szenen kann man sich an den hervorragenden Charakterschauspielern (Jennifer Lawrence, Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Donald Sutherland, Stanley Tucci, Jeffrey Wright, Julianne Moore und Philip Seymour Hoffman) erfreuen.

„Mockingjay, Part 1“ wurde dem viel zu früh verstorbenen Philip Seymour Hoffman gewidmet. Da, wie gesagt, Part 1 und Part 2 zusammen gedreht wurden, wird man ihn im November 2015 ein letztes Mal auf der großen Leinwand sehen können. Der Ausnahmeschauspieler ist während der Dreharbeiten verstorben, zu dem Zeitpunkt waren die meisten Szenen mit ihm bereits abgedreht.

„Mockingjay, Part 1“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesgin, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste visuelle Effekte

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Dieses Mal wurde ein Clip gezeigt, bei dem Angelina Jolie und der mittlerweile verstorbenen Louis Zamperini zu Wort kommen. Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. Man kann mittlerweile davon ausgehen, dass der Film nicht für den Oscar nominiert wird.
Wie oft schon im Kino gesehen: 8 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Interview“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionkomödie mit Seth Rogen und James Franco.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mortdecai“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionkomödie mit Ewan McGregor, Gwyneth Paltrow. Der blonde Typ sieht nicht nur aus wie Johnny Depp, er ist es sogar. Das einzige Problem ist, dass der Film einen U.S.A. Start im Januar hat und damit eigentlich nicht gut sein kann.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „The Hobbit: The Battle of the Five Armies“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Ich bin mittlerweile so unfassbar von diesen Peter Jackson-Filmen gelangweilt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Cinderella“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Kenneth Branaghs neuer Film. Cinderella-Story mit Cate Blanchett und Helena Bonham Carter.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Pitch Perfect 2“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: mein Albtraum ein Musical mit Anna Kendrick
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Night at the Museum: Secret of the Tomb“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Wie viele Teile werden davon eigentlich noch gedreht?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Divergent Series: Insurgent“
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: 2. Teil der Teenager-Romanverfilmung. Zwischen Jennifer Lawrence und Shailene Woodley liegen Welten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Berlin – Film: "Serena"

Ich war am 30.10.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Serena“ (dt. Kinostart: 18.12.14) 107 min drama, adaptation
dir. Susanne Bier cast: Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Rhys Ifans, David Dencik, Toby Jones, Sam Reid, Ana Ularu

Smoky Mountains, North Carolina im Jahr 1929. George Pemberton (Bradley Cooper) leitet einen großen Holzfällerbetrieb. In den Wäldern soll nun ein Nationalpark entstehen. Als er die junge Serena (Jennifer Lawrence) kennenlernt, vom Fleck weg heiratet und zu seiner Teilhaberin macht, steht Georges rechte Hand Buchanan (David Dencik) der selbstbewussten Frau skeptisch gegenüber. Zunächst ist es für alle Beteiligten kein Problem, als eine frühere Liebschaft (Ana Ularu) von George ein Kind von ihm erwartet. Bis es irgendwann doch zu einem wird und das ist nicht das einzige Problem, mit dem sich die Eheleute auseinandersetzen müssen…

D+ (Wertung von A bis F) „Serena“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ron Rash.

Serena ist bereits die dritte Zusammenarbeit zwischen Bradley Cooper und Jennifer Lawrence. Zu den Dreharbeiten von „Serena“, im Jahr 2012, war es für die beiden Schauspieler – genau genommen – erst die zweite Zusammenarbeit. Gedreht wurde der Film nach Silver Linings Playbook und vor American Hustle. Die Regisseurin Susanne Bier hat sich mit der Fertigstellung des Films viel Zeit gelassen.

In „Silver Linings Playbook“ haben Jennifer Lawrence und Bradley Cooper, in meinen Augen, schon kein glaubwürdiges Paar abgegeben. In „Serena“ ist es nur noch schlimmer. Trotz Schminke und kunstvoll ondulierten Haaren (wie sie in der Wildnis ihre Haare so perfekt gestylt bekommt, bleibt wie so einiges in dem Film ein Rätsel) wirkt Jennifer Lawrence hier in einigen Szenen wie ein 15-jähriges Mädchen und Bradley Cooper wie ihr Papa. Die Sexszenen in dem Film machen das nur noch fragwürdiger. Vielleicht passt Jennifer Lawrence auch einfach nicht in einen Film, der in dieser Zeit spielt.

Jennifer Lawrence ist immer besonders grandios wenn sie starke oder durchgeknallte Persönlichkeiten spielt. Hier hat sie auch die Möglichkeit, diese Facetten auszuleben, aber das tröstet einfach nicht über die oberhohle Geschichte hinweg. Ich habe aus dem Film gezogen, dass Mord und/oder ein Baby der Ausweg aus der Misere sind bzw. ist. Ich fand das so dämlich und ärgerlich, insbesondere wenn man an die, an dem Projekt beteiligten Talente denkt.

„Serena“ war ursprünglichl im Gespräch für einige Oscar-Nominierungen, nach den durchwachsenen Kritiken und dem Umstand, dass auf eine amerikanische Kinoauswertung im Jahr 2014 verzichtet wurde, nicht länger.

„Serena“ wurde erstmalig auf dem London Film Festival 2014 gezeigt. Der Film hat bereits einen amerikanischen Verleiher (Magnolia Pictures), der Film wird dem amerikanischen Filmfan jedoch scheinbar erst ab dem 26. Februar 2015 direkt auf VOD zugänglich gemacht. Einen Monat später, am 27.03.15 soll er dann in einigen Kinos in den U.S.A. gezeigt werden. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Offizieller Trailer zu sehen:

Deutscher Trailer zu sehen:

Montréal – Film: "X-Men: Days of Future Past"

Ich war am 03.07.14 in Montréal und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„X-Men: Days of Future Past“ (dt. Titel: „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“, dt. Kinostart war der 22.05.14) 131 min fantasy, action, sequel, adaptation
dir. Bryan Singer cast: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Halle Berry, Anna Paquin, Ellen Page, Peter Dinklage, Ian McKellen, Patrick Stewart

Im Jahr 2023. Die Sentinels haben die Macht übernommen. Die Mutanten stehen im Krieg mit diesen Robotern. Unzählige Todesfälle auf Seiten der Mutanten sind bereits zu beklagen. Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) beschließen, Wolverine (Hugh Hackmann) fünfzig Jahre zurück in die Vergangenheit zu schicken, damit er dafür sorgt, dass die Sentinels nie kreiert werden. Ursprünglich hat Trask (Peter Dinklage) die Sentinels geplant, um seine Feinde, die Mutanten, auszulöschen.

B- (Wertung von A bis F) „X-Men: Days of Future Past“ basiert auf den Geschichten „Days of Future Past“ von Chris Claremont und John Byrne. Es ist eine Fortsetzung zu den Comic-Verfilmungen „X-Men: The Last Stand“ und X-Men: First Class.

Ich beurteile „X-Men Days of Future Past“ weder als Kenner noch als Fan dieser Comic-Reihe. Ich beurteile diesen Film als jemand der bevorzugt amerikanische Indie-Filme sieht, hin und wieder aber auch vor einem Blockbuster nicht zurückschreckt.

Mit Patrick Stewart, Ian McKellen, Michael Fassbender, James McAvoy, Jennifer Lawrence und Peter Dinklage werden die X-Men und Trask, der Feind der X-Men von einer Schauspiel-Elite verkörpert. Ich gebe zu, dass das für mich ein großen Reiz dieser Comic-Verfilmung ausmacht. Die Story um die Mutanten, die Aussätzigen, finde ich aber auch recht gelungen.

Für mich hat der Film erst richtig in der Vergangenheit, also im Jahr 1973, angefangen. Bis zu dem ganzen Zerstörungs-Gedöns hat er mir auch gut (übersetzt ungefähr B+) gefallen. Dann habe ich aber völlig den Faden verloren, Fassy, Sentinels, Halle Berry – wer, was und warum habe ich nicht wirklich verstanden und hat mich auch völlig erschöpft. Überhaupt ist der Film viel zu lang. Meine Lieblingsszene ist zweifelsfrei die Zeitlupenszene im Pentagon.

Wolverine mit seiner seltsamen Haartracht und seinem aufgepumpten Körper ist für mich der größte Störfaktor im Film. Zum einen finde ich diesen Mutanten am uncoolsten von allen und dann wird er auch noch von dem schlechtesten Schauspieler in diesem Film dargestellt. Hugh Jackman mit seinen max. zwei Gesichtsausdrücken erinnerte mich hier an eine etwas jüngere Ausgabe von Clint Eastwood.

Selbstverständlich wird es auch zu diesem Film eine Fortsetzung geben.

Ich habe den Film in der 2D-Fassung gesehen.

„X-Men: Days of Future Past“ ist auch für einige Oscars im Gespräch: Bester Ton, bester Tonschnitt und beste visuelle Effekte

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Into the Storm“
Bewertung des Trailers: B (neuer, dieses Mal Trailer)
Kommentar: Katastrophenfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nö, denke nicht

Trailer v. Film: „When the Game Stands Tall“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sportfilm mit Laura Dern und Jim Caviezel
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Teenage Mutant Ninja Turtles“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Das kann doch wohl echt nicht deren Ernst sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Pffff

Trailer v. Film: „Dawn of the Planet of the Abes“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Die Fortsetzung von „Rise“, den ich sehr mochte. Als ich diesen Trailer hier, Anfang Juli, das erste Mal gesehen habe, wusste ich nicht, ob ich damit klarkomme, dass Caesar englisch spricht. Gestern habe ich „Dawn“ gesehen, nur bei Koba hatte ich etwas Probleme.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Kingsman: The Secret Service“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Matthew Vaughns neuer Film, Comicbuch-Verfilmung mit Colin Firth, Michael Caine und Samuel L. Jackson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

L. A. – Film: "American Hustle"

Ich war am 21.12.13 in Los Angeles und am 07.01.14 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„American Hustle“ (dt. Kinostart: 13.02.14) 129 min drama, crime, comedy
dir. David O. Russell cast: Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jennifer Lawrence, Jeremy Renner, Robert De Niro, Louis C. K., Michael Pena

Ende der 1970er Jahre in New York. Irving Rosenfeld (Christian Bale) ist ein Geschäftsmann, er besitzt eine Glaserei und einige Trockenreinigungen. Sein Geld macht er aber hauptsächlich mit Kunstfälschungen und sonstigen Trickbetrügereien. Seine Freundin Sydney (Amy Adams) unterstützt ihn dabei. Der FBI-Agent Richie DiMaso (Bradley Cooper) erwischt die beiden Betrüger. Statt ins Gefängnis zu wandern, können sie mit dem FBI zusammenarbeiten. Sie sollen dabei helfen, ranghohe Politiker der Bestechung zu überführen.

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „American Hustle“ beginnt Ende der 1970er Jahre. In der Zeit führte das FBI seine erste große Undercover-Aktion gegen Korruption von Politikern durch. Die Namen, der an diesem Fall beteiligten Personen wurden geändert und vieles hinsichtlich der Personen ist frei erfunden. Erzählt wird eine fiktive Geschichte, zu Beginn des Films wird aber darauf hingewiesen, dass einiges tatsächlich passierte.

Eigentlich war mir schon mit der Anfangsszene klar, dass ich den Film wenn nicht lieben, dann sehr mögen werde. Alles was ich in der ersten Sequenz mochte, zieht sich dankenswerterweise bis zum Schluss des Films durch. Damit fand ich „American Hustle“ wesentlich besser als David O. Russels, in meinen Augen überbewerteten Film, Silver Linings Playbook aus dem Filmjahr 2012.

„American Hustle“ und The Wolf of Wall Street waren die letzten beiden Prestige-Filme im Filmjahr 2013, die der amerikanischen Presse gezeigt wurde. Diese späte Ankunft in die Oscar-Saison hat David O. Russells Film gleich verwandeln können. Kurz darauf wurde „American Hustle“ nämlich von den New Yorker Film Critic Circle als Bester Film gekrönt. (Allerdings brauchten die New Yorker anscheinend fünf Wahlgänge, damit „American Hustle“ als Gewinner hervorgehen konnte, bei den ersten vier Wahlgängen kamen 12 Years a Slave und „American Hustle“ auf dieselbe Stimmenanzahl. Da es halt nur einen Gewinner-Film geben soll, mussten die New Yorker Filmkritiker so lange wählen bis ein Film mehr Stimmen hatte als der andere).

„American Hustle“ ist ein Film, der beim Gucken unfassbar Spaß macht. Ich wünschte, ich müsste ihn nicht als Oscar-Film bewerten. Denn das ist er In meinen Augen nicht. Kurzes Update zur Oscar-Saison 2013/2014: In zwei Wochen werden die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben. Das Rennen sieht momentan so aus, als ob es sich zwischen „12 Years a Slave“ und „American Hustle“ (und Gravity) entscheiden wird.

Bei mir liegt es jetzt zwei Wochen zurück, dass ich „American Hustle“ gesehen habe. Sehr gut habe ich noch in Erinnerung, dass ich im mich im Kino bestens amüsiert habe. Ich weiß noch, dass ich den Film handwerklich (Schnitt, Kamera, Regie) mitunter brillant fand, die Dialoge erstklassig, die Musikauswahl exzellent, ich habe diese imposanten Frisuren vor mir, Christian Bale und Jennifer Lawrence, die Beziehung zwischen Amy Adams und Christian Bales Charakter und ich kann mich tatsächlich auch noch an Bradley Cooper in ein paar entscheidenden Szenen erinnern. Alles andere von dem Film ist mittlerweile völlig weg. Zugegeben, das ist schon weit mehr als mir bei den meisten anderen Filmen bleibt, aber es ist halt auch kein bedeutsamer Film wie „12 Years a Slave“.

Bei „American Hustle“ stehen die Charaktere im Vordergrund und nicht die Geschichte. Auch wenn David O. Russells Film Längen hat, bereitet es großes Vergnügen diese Figuren zu begleiten. Ich hätte ihnen ewig zuschauen können.

Der Regisseur hat in seinem Ensemble die zentralen Parts mit Schauspielern besetzt, mit denen er bereits zuvor gearbeitet hat: Christian Bale („The Fighter“), Amy Adams (The Fighter), Bradley Cooper („Silver Linings Playbook“) und Jennifer Lawrence („Silver Linings Playbook“).

Christian Bale ist großartig. Trotz Übergewicht, ordentlicher Plauze und unmöglicher Was-auch-immer-Frise konnte ich nachempfinden, was Amy Adams Charakter an ihm (sexy) findet.

Jennifer Lawrence ist vermutlich geboren, um anderen Schauspielern die Show zu stehlen. Ihr Part in „American Hustle“ war ursprünglich wesentlich kleiner. David O. Russell ist bekannt dafür, dass er am Set viel improvisieren lässt. Hier merkt man förmlich wie sie sich in ihren Charakter reinfindet und zunehmend durchdreht. Es ist eine schrille Performance, die für mich den Höhepunkt findet, wenn sie anfängt zu singen. Vermutlich hätte sie den Oscar für „American Hustle“ sicher, wenn sie nicht im letzten Jahr einen gewonnen hätte. Ich habe erfahren, dass die Academy Mitglieder in den entsprechenden Vorführungen bei Jennifer Lawrence Namen im Abspann ihre lautstarke Anerkennung gaben.

Bei Amy Adams war ich etwas hin und hergerissen. Sie ist ungewöhnlich freizügig gekleidet und geht sogar irgendwo als verführerischer Vamp durch. Ihr Typ hat mich an die junge Sissy Spacek erinnert. Eine Kleinigkeit hat mich dennoch gestört, bis heute weiß ich es aber nicht zu benennen. Update nach dem zweiten Kinobesuch: Es hat mich gar nichts an ihr gestört.

Jeremy Renner kann hier auch wieder punkten, leider geht er in dem gesamten Ensemble etwas unter.

In dem gesamten Ensemble von „American Hustle“, hätte ich Bradley Cooper schauspielerisch am wenigsten zugetraut. Relativ am Anfang hat er eine Szene (in der Zelle), die mich neugierig werden ließ. Immer noch leicht skeptisch habe ich ihn dann weiter beobachtet, die Szene mit seiner Mutter (wo hat David O. Russell die denn eigentlich schon wieder her?) und spätestens mit der Szene im Studio 54 hat er mich dann endgültig von sich überzeugen können. Diese komische Minipli soll übrigens seine Idee gewesen sein.

Seit der Oscar-Verleihung im Jahr 2013 heißt eine der Kategorien Best Makeup and Hairstyling. Mit der Umbenennung dieser Kategorie dürfte der Frisuren-Oscar wohl an „American Hustle“ gehen.

Bei „American Hustle“ bin ich tatsächlich etwas unsicher, ob ich ihn in meine Bestenliste für 2013 aufnehmen soll. Am liebsten würde ich ihn mir dafür noch einmal anschauen, mal gucken.

Update nach dem zweiten Kinobesuch:

A- (Wertung von A bis F) Mittlerweile ist meine Top Ten Liste erstellt und „American Hustle“ ist gelistet. Der Film ist einfach zu gut, um nicht in meiner Top Ten aufzutauchen. Die Studio 54-Szene, insbesondere mit dem Übergang in die Szene mit dem Bürgermeister und Bales Charakter, die komplizierte, aber glaubwürdige Beziehung zwischen Christian Bales und Amy Adams Charakter, die Dialoge, das ganze Drehbuch ist klasse und Bradley Cooper. Ja, der Film hat ein A- verdient. Im Moment (07.01.14) gilt „American Hustle“ als Oscar-Favorit.

„American Hustle“ gilt als sicherer Kandidat für eine Oscar-Nominierung für Bester Film, auch im Gespräch sind Nominierungen für: Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Christian Bale), Beste Hauptdarstellerin (Amy Adams), Bester Nebendarsteller (Bradley Cooper, Jeremy Renner), Beste Nebendarstellerin (Jennifer Lawrence), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und Beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt

Die beiden Trailer, die ich im amerikanischen Kino gesehen habe:

Die Website:

http://www.americanhustle-movie.com/site/

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Lone Survivor“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Militär-Action-Film nach wahren Begebenheiten mit Mark Wahlberg und Eric Bana.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sabotage“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Action/Thriller mit Arnold Schwarzenegger (der auf mich wie Clint Eastwood wirkt) und Sam Worthington (den ich im Trailer gar nicht erkannt habe)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0 %

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „Million Dollar Arm“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: biografischer Baseball-Film mit Jon Hamm und Lake Bell.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „RoboCop“
Bewertung des Trailer: A-
Kommentar: Remake des Films aus den 1980er Jahren. Mit Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Jackie Earle Haley
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Other Woman“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit Cameron Diaz und Leslie Mann. (Schön zu sehen, dass auch Cameron Diaz älter wird und noch besser, dass sie auf Botox verzichtet)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Trailer v. Film: „The Monuments Men“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: George Clooneys neuer Film, Zweite Weltkriegsfilm mit George Clooney, Matt Damon, Cate Blanchett, Bill Murray, John Goodman, Jean Dujardin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%