San Francisco – Film: „Little Women“

Ich war am 30.12.19 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Little Women“ (dt. Kinostart: 30.01.20)   135 min   drama, remake, adaptation 

dir. Greta Gerwig  cast: Saoirse Ronan, Florence Pugh, Emma Watson, Eliza Scanlen, Timothée Chalamet, Laura Dern, Chris Cooper, Meryl Streep, Tracy Letts, Bob Odenkirk  

 

Im Jahr 1861 in Concord, Massachusetts . Der Vater der vier March-Schwestern Meg (Emma Watson), Jo (Saoirse Ronan), Beth (Eliza Scanlen) und Amy (Florence Pugh) kämpft im Bürgerkrieg, die Mädchen und ihre Mutter Marmee (Laura Dern) sind in dieser schwierigen Zeit auf sich allein gestellt. Die eigenwillige Jo möchte Schriftstellerin werden und auch ihre jüngste Schwester Amy hat künstlerische Ambitionen. Amy ist aber auch eifersüchtig auf Jo und ihre Beziehung zu dem Nachbarjungen Laurie (Timothée Chalamet), der bei seinem wohlhabenden Großvater (Chris Cooper) aufwächst… 

 

C+ (Wertung von A bis F) „Little Women“ basiert auf Louisa May Alcotts autobiografisch geprägtem, gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1868. Es ist die x-te Verfilmung dieses Romans. Nach Lady Bird Ist dies der zweite Spielfilm, bei dem die amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin (Frances Ha, Mistress America, Maggie´s Plan) allein Regie führt. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben. 

Für ihren zweiten Film hat sich Greta Geriwig nun ein Remake, die Neuverfilmung eines Jugendroman-Klassikers ausgesucht. Es ist ihre, etwas modernere Version von „Little Women“. Ein Kostümfilm mit Starbesetzung, wobei die Inszenierung außergewöhnlich schön anzusehen ist, leider war mir die Erzählstruktur zu verwirrend. Es gibt zwei große Handlungsstränge im Film. Der Film beginnt mit der zweiten, blickt dann in die, sieben Jahre zurückliegende Vergangenheit. Vielleicht hätte es mir geholfen, wenn man andere, jüngere Schauspielerinnen für die frühere Zeitebene genommen hätte. Die Geschichte springt hier ständig von der einen Handlungsebene zu der anderen und das fand ich etwas anstrengend. Im Buch sind Meg, Jo, Beth und Amy 16, 15, 13 und 12 Jahre alt. Auch wenn die Protagonisten in Greta Gerwigs Version vielleicht etwas älter sein sollen (das genaue Alter erfährt man nicht), das Teenager-Alter habe ich Emma Watson, Saoirse Ronan, Eliza Scanlen und Florence Pugh nicht abgenommen und einen großen optischen Unterschied bei dem einen oder anderen, dann älteren Charakter habe ich auch nicht gesehen. 

Der Film ist handwerklich toll, schauspielerisch gut (Saoirse Ronan, Florence Pugh, Timothée Chalamet, Laura Dern), manchmal besonders gut (Chris Cooper und in einer Nebenrolle eine herrlich böse Meryl Streep), aber ich empfand Gerwig Werk auch endlos lang, was ich auf das teils diffuse Drehbuch zurückführe. 

„Little Women“ wurde für 6 Oscars nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Beste Nebendarstellerin (Florence Pugh), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Kostümdesign und Beste Filmmusik Update: „Little Women“ hat einen Oscar (Bestes Kostümdesign) gewonnen.

„Little Women“ ist am 25.12.19 in 3,308 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland soll der Film am 30.01.20 ins Kino kommen. 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Mulan„

Bewertung des Trailers: B

Kommentar:  Live-Action-Verfilmung von Disneys Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Respect„

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: Biopic über Aretha Franklin, leider mit Jennifer-Kreischstimme-Hudson in der Hauptrolle.

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „The Call of the Wild„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar:  Hunde-Actionfilm mit Harrison Ford

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Emma.„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Neu-Verfilmung des Jane Austen Romans mit Anya Taylor-Joy und Bill Nighy 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% 


Trailer v. Film: „The SpongeBob Movie: Sponge on the Run„

Bewertung des Trailers: B-

Kommentar: Live-Action-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 


Trailer v. Film: „In the Heights„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals von Lin-Manuel Miranda

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken


Trailer v. Film: „Peter Rabbit 2: The Runaway„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: LiveAction-Animationsfilm 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0% 


Trailer v. Film: „Ghostbusters: Afterlife„

Bewertung des Trailers: C

Kommentar: Jason Reitmans neuer Film und direkte Fortsetzung der „Ghostbusters“-Filme aus den 1980er Jahren, die Papa Reitman inszenierte

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiß nicht

Berlin – Film: „Live by Night“

Ich war am 23.01.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Live by Night“ (dt. Kinostart: 02.02.17) 129 min crime, drama, adaptation
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Messina, Sienna Miller, Zoe Saldana, Chris Cooper

 

 

In den 1920er Jahren in Boston. Joe Coughlin (Ben Affleck) ist der Sohn des Polizeichefs (Brendan Gleeson). Joe steht auf der anderen Seite des Gesetzes, verdient sein Geld mit Räubereien und Banküberfällen. Als er sich in die Geliebte (Sienna Miller) des berüchtigten Gangsterbosses Albert White (Robert Glenister) verliebt, will er nur noch einen „Job“ machen und dann mit ihr durchbrennen. Dann geht aber etwas schief…

 

 

C- (Wertung von A bis F) „Live by Night“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dennis Lehane. Nach Gone Baby Gone, The Town und Argo ist dies der vierte Spielfilm bei dem der amerikanische Schauspieler Ben Affleck Regie führt.

 
Ich war kein großer Fan von Ben Afflecks ersten beiden Filmen, „Argo“ fand ich aber klasse. Nach vier Filmen würde ich ihm durchaus ein Talent als Regisseur bescheinigen.

 
Es wird aber Zeit, dass irgendjemand Ben Affleck klar macht, dass er kein guter Schauspieler ist. Ich habe mir sagen lassen, dass er im realen Leben sehr attraktiv und charismatisch sein soll, in meinen Augen transportiert sich das leider auch nicht auf die Leinwand. Er sollte auch einfach damit aufhören, in seinen eigenen Filmen die Hauptrolle zu übernehmen. In „Live by Night“ ist er in der Rolle des Joe Coughlin fehlbesetzt, er wirkt die ganze Zeit  angestrengt und in diesen Anzügen einfach steif und verkleidet. (besonders schlimm gegen Ende des Films als er einen weißen Dreiteiler trägt). Die Steigerung von „unglaubwürdig“ ist, wenn mir weisgemacht werden soll, dass Ben Afflecks Charakter der Sohn von Brendan Gleesons Charakter sein soll oder – später im Film – wenn er quasi im Alleingang  gegen den Ku-Klux-Klan kämpft. Ja, nee, ist klar. Vermutlich hätte es dem Film geholfen, wenn Ben Affleck nicht die Hauptrolle gespielt hätte. „Live by Night“ wäre zwar immer noch kein guter Film, aber entscheidend besser.

Ein großer Lichtblick des Films ist Chris Cooper, bei jeder Szene kann man für einen kurzen Moment glauben, hier einen wirklich soliden Film zu sehen, auch kann Elle Fanning überzeugen. Die Ausstattung und die Kostüme sind eindrucksvoll, auch wenn ich nie das Gefühl hatte im Film zu sein, sondern eher auf ein wirklich gelungenes Szenenbild zu schauen.

„Live by Night“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Ben Affleck), Bester Nebendarsteller (Chris Messina, Chris Cooper), Beste Nebendarstellerin (Elle Fanning, Sienna Miller, Zoe Saldana), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Letztlich hat es für keine Oscar-Nominierung gereicht.

 
„Live by Night“ ist am 25.12.16 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 13.1.17 ist der Film landesweit zu sehen. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung mit englischen Untertiteln. „Live by Night“ ist ab dem nächsten Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen.

 
Trailer zu sehen:

 

San Francisco – Film: „Demolition“

Ich war am 16.04.16 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Demolition“ (dt. Filmtitel: „Demolition – Lieben und Leben“, Kinostart: 16.06.16) 101 min drama, comedy
dir. Jean-Marc Vallée cast: Jake Gyllenhaal, Naomi Watts, Chris Cooper, Judah Lewis

 

 

Dave (Jake Gyllenhaal) ist ein erfolgreicher Investmentbanker. Gerade ist seine Frau verstorben, er befindet sich noch im Krankenhaus und jetzt ist auch noch der Süßwaren-Automat kaputt. Dave hinterfragt sein gesamtes Leben. Schließlich schreibt er einen Brief an den Kundendienst dieser Automaten-Firma. Zum einen ist es ein Beschwerdebrief, da der Automat schließlich nicht die M & Ms rausgerückt hat, zum anderen bringt er aber auch seine Lebenssituation zu Papier. Die Sachbearbeiterin Karen (Naomi Watts) hat seinen Brief, bzw. Briefe, denn bei einem wird es nicht bleiben, alle erhalten und ruft ihn kurzerhand an…

C+ (Wertung von A bis F) „Demolition“ ist der neue Film des kanadischen Regisseurs Jean-Marc Vallée (The Young Victoria , Dallas Buyers Club, Wild)

Vom Trailer her habe ich mir soviel mehr erwartet. Auch beginnt der Film verheißungsvoll. Der von Jake Gyllenhaal, wieder mal brillant verkörperte Dave ist erschöpft, ja förmlich gelähmt, kann seine Gefühle nicht ausdrücken. Er steckt in einer Krisensituation. Schließlich reflektiert er sein bisheriges Leben, in dem er alles, was ihm einfällt zu Papier bringt. Die Filmfigur Dave ist zu Beginn des Films präzise beobachtet und gezeichnet. Aber gerade als ich begonnen habe den Film zu lieben, verliert die Geschichte den Fokus. Auch wird Dave immer weniger greifbar (warum zerstört er all diese Dinge, ohne auch nur eines je wieder zusammenzubauen? – Das war doch der Sinn des Ganzen). Jedenfalls driftet die Geschichte irgendwann ganz von Dave weg, konzentriert sich auf Naomi Watts Charakter und landet schließlich bei dem Jungen.

Mir hätte der Film besser gefallen, wenn er weiterhin hauptsächlich Daves Geschichte erzählt hätte. So wirkt der Film unstrukturiert. Der Film beschreibt die Lebenssituationen dreier Charaktere und mir kam es so vor, als ob der Drehbuchschreiber einer alleine nicht getraut hat. Auch fand ich die (platonische) Beziehung zwischen Jake Gyllenhaals und Naomi Watts Charakter nicht glaubwürdig.

Die eine oder andere Szene kann Judah Lewis (der den Sohn von Naomi Watts Charakter spielt) für sich beanspruchen. Der amerikanische Schauspieler hat es scheinbar nur knapp verpasst, als neuer Spider-Man besetzt zu werden. Wenn man ihn jedoch in diesem Film sieht, er etwas Glück hat und die richtigen Entscheidungen trifft, wird er eine große Karriere vor sich haben.

„Demolition“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film wurde seit dem 8.4.16 landesweit in den amerikanischen Kinos gezeigt. Am 16.06.16 soll der Film in den deutschen Filmtheatern starten.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Elvis & Nixon„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Michael Shannon als Elvis und Kevin Spacey als Präsident Nixon in dieser Komödie
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Everybody Wants Some„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Richard Linklaters neuer Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Captain America: Civil War„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Marvel-Mist, wobei ich den ersten nicht schlecht fand, den 2. habe ich aber nicht gesehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Bridget Jones´s Baby„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Wer – um Himmels Willen – guckt freiwillig so einen Mist? Da gucke ich eher jeden einzelnen Marvel-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Jodie Fosters neuer Film mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Me Before You„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Mike & Dave Need Wedding Dates„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie. Zac Efron würde mich schon davon abhalten den Film zu gucken, aber dann auch noch mit Anna Kendrick…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nie – nicht mal, wenn ich eine Wette verliere…

Trailer v. Film: „A Bigger Splash„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Dieser Thriller basiert vage auf „The Swimming Pool“ aus dem Jahr 1969. Hier spielt Matthias Schoenaerts, Tilda Swinton und Ralph Fiennes mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: na logisch

 

amerikanisches Filmplakat von "Demolition"
amerikanisches Filmplakat von „Demolition“

 

NYC – Film: "August: Osage County"

Ich war am 13.01.14 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„August: Osage County“ (dt. Titel: „Im August in Osage County“, dt. Kinostart: 06.03.14) 121 min drama, comedy, adaptation
dir. John Wells cast: Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor, Chris Cooper, Abigail Breslin, Benedict Cumberbatch, Juliette Lewis, Margo Martindale, Dermot Mulroney, Julianne Nicholson, Sam Shepard

Violet (Meryl Streep) ist die Matriarchin der Familie Weston. Sie ist an Krebs erkrankt, bekommt Chemo und steht unter permanenten Medikamenteneinfluss. Jetzt ist ihr Ehemann Beverly (Sam Shepard) verschwunden. Violets Schwester Mattie (Margo Martindale) und Ehemann Charles (Chris Cooper) eilen herbei und ihre älteste Tochter Barbara (Julia Roberts) trifft mit ihrem Ehemann Bill (Ewan McGregor) und ihrer Tochter Jean (Abigail Breslin) ein. Als Beverly kurz darauf tot aufgefunden wird, versammelt sich dann die komplette Familie. Lange haben sich die Verwandten nicht mehr gesehen und vermisst haben sie sich auch nicht gerade. Streit ist praktisch vorprogrammiert, vor allen Dingen weil Violet jedem ihre Meinung klar ins Gesicht sagt…

B (Wertung von A bis F) „August: Osage County“ basiert auf dem gleichnamigen Bühnenwerk. Das Theaterstück hat im Jahr 2008 den Pulitzer Prize for Drama gewonnen und wurde außerdem mit anderen wichtigen Theaterpreisen ausgezeichnet.

Der Film „August: Osage County“ hat eher durchwachsene Kritiken bekommen. Viele haben das Theaterstück gesehen und waren von dem Film entsprechend nicht so angetan. Das Bühnenstück ist mit Unterbrechungen ungefähr 3 1/2 Stunden lang, die Filmfassung nur 2 Stunden. Es wurde also einiges ausgelassen und auch das Ende wurde geändert. Ohne etwas zu spoilern, endet das Theaterstück mit Violets Charakter. Das ursprüngliche Ende im Film war eigentlich auch die Einstellung auf Meryl Streep. Das Filmende ist jedoch bei den Zuschauern in test screenings beanstandet worden, zu negativ empfanden sie es und so wurde es geändert. Passender und konsequenter wäre es zweifelsfrei, wenn der Film mit der Meryl Streep-Szene endet.

„August: Osage County“ ist ein Ensemble-Film und ein Film, der praktisch bis in die kleinste Rolle prominent besetzt ist. So eine Besetzung, die nur aus bekannten oder berühmten Schauspielern besteht, finde ich meist problematisch. Oftmals lenkt mich das zu sehr ab. Hier hat mich das nicht so sehr gestört, vorwiegend weil mich die Charaktere gefesselt haben. Dennoch finde ich nicht alle idealbesetzt. Julia Roberts und Ewan McGregor als Ehepaar finde ich beispielsweise nicht wirklich glaubwürdig. Mein Problem mit Benedict Cumberbatch scheint auch etwas schwerwiegender zu sein. Juliette Lewis sieht mittlerweile nicht nur wahnsinnig fertig aus, sondern auch ziemlich alt. Sie spielt wieder einmal eine Variante von sich selbst. Sie ist aber so eine eigene Type, dass ich mir, jetzt wo ich sie in dieser Rolle gesehen habe, auch keine andere Schauspielerin vorstellen kann.

In „August: Osage County“ haben mir tatsächlich die Schauspieler am meisten gefallen, die nicht ganz so bekannt sind und die man auch nicht so häufig sieht: Julianne Nicholson, Margo Martindale, Chris Cooper und Delmot Mulroney.

Natürlich ist aber auch Meryl Streep hervorragend. Die Rolle der Violet Weston ist sicherlich keine leichte Aufgabe, Violet ist krebskrank, verbittert, boshaft und die ganze Zeit verbal am Austeilen. Meryl Streep liefert hier eine völlig uneitle Performace. Die sogenannten Oscar-Szenen waren für mich nicht die hysterischen, sondern die ruhigen. Wenn Meryl Streep ihre Mimik sprechen lässt, ist das unbezahlbar.

Julia Roberts mit ihrer riesigen Präsenz und ihrem übersichtlichen Talent gibt hier eine ziemlich ordentliche Performance. In meinen Augen gibt sie die beste Performance seit „Pretty Woman“ und um Längen besser als die in „Erin Brockovich“ für die sie den Oscar (stellvertretend für ihre gesamte Karriere) gewann. Julia Roberts Rolle ist für mich definitiv eine Hauptrolle, aus strategischen Rollen wurden aber Kampagnen für die beste Nebenrolle geführt. Julia Roberts wurde kürzlich für diese Rolle für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

Eigentlich war ich kurz davor, „August: Osage County“ ein B- zu geben. Auch wenn ich die Charaktere und die Dialoge sehr unterhaltsam fand, spiegelt eine B- Bewertung eigentlich den grössten Teils des Films für mich wieder. Dann gab es eine Wendung im Film und ab dem Moment mochte ich den Film tatsächlich noch etwas mehr. Meine Lieblingsszene ist auch eher zum Ende des Films (Meryl Streep, Julianne Nicholson und Julia Roberts am Tisch).

„August: Osage County“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

„August: Osage County“ war für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch. Letztlich wurde aber nur Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin (ihre 18. Oscar-Nominierung) und Julia Roberts als beste Nebendarstellerin nominiert.

Der amerikanische Kinotrailer:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Labor Day““
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Jason Reitmans neuer Film mit Kate Winslet und Josh Brolin. Galt als Oscar-Kandidat bis er erstmalig gezeigt wurde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bears“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Disney-Dokumentation über Grizzlybären in Alaska. Tolle Bilder, ich liebe Tierdokus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Heaven is for Real“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Buchverfilmung mit Greg Kinnear und Kelly Reilly. Drama über Nahtod-Erfahrungen eines dreijährigen Jungen. Dieses Kind im Trailer ist wirklich schon eine Zumutung.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Endless Love“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Remake des Films aus dem Jahr 1981 mit Alex Pettyfer. Ach nö.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht.

Trailer v. Film: „One Chance“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britischer Film über den Gewinner von Britain´s Got Talent-Gewinner Paul Potts. Interessiert mich gar nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Railway Man“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie. Zweiteweltkriegsdrama mit Nicole Kidman und Colin Firth
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

L. A. – Film: "The Muppets"

Ich war am 19.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„The Muppets“ (dt. Titel: „Die Muppets“, dt. Kinostart: 19.01.11) 98 min family, musical
dir. James Bobin cast: Jason Segel, Amy Adams, Chris Cooper, Rashida Jones

Walter ist der weltgrösste Muppets-Fan. Zusammen mit seinem Bruder Gary (Jason Segel) haben sie immer die Muppet Show geschaut. Gary ist jetzt seit zehn Jahren mit seiner Freundin Mary (Amy Adams) zusammen. Um den Jahrestag zu feiern, fahren sie nach Los Angeles. Gary lädt überraschend seinen Bruder Walter ein, damit er das erste Mal die legendären Studios der Muppets sehen kann. Das Gelände ist aber mittlerweile total heruntergekommen, niemand interessiert sich mehr für die Muppets. Auf der Tour durch das Theater, schleicht sich Walter in Kermits altes Büro und erfährt, dass der Ölmagnat Tex Richman (Chris Cooper) das Theater abreissen will, um dort nach Öl zu bohren. Jetzt müssen Walter, sein Bruder Gary und Mary keinen Geringeren als Kermit überzeugen, die alte Crew zusammen zu trommeln. Sie müssen 10 Millionen Dollar aufbringen, um das Theater der Muppets zu retten…

B- (Wertung von A bis F) Ich bin nun gar kein Fan der Muppets, bzw. der Muppet-Show. Ich kenne natürlich einige Figuren, fand/ finde die aber auch nicht immer originell. Einen Muppets-Film habe ich tatsächlich nie geschaut. Warum gucke ich mir nun ausgerechnet diesen Film an? Zum einen sind die Muppets seit einigen Wochen in aller Munde, dann hat dieser erste Muppets-Film seit 12 Jahren sensationell gute Kritiken bekommen. Außerdem hatte ich an dem Tag einen gewissen Mangel an Alternativen im Kino.

Auch wenn ich finde, dass der Film zu lang ist, im Mittelteil schwächelt, nicht alle Musical-Nummern funktionieren, ich ganz sicher viele Anspielungen nicht verstehe, hatte ich eine richtig gute Zeit mit „The Muppets“. Ein Hauptgrund dafür ist: Walter. Von Beginn an habe ich den kleinen Kerl ins Herz geschlossen. Wie könnte man auch nicht? Eine liebenswert-charmante Story über Walter, der seinen Platz im Leben sucht und natürlich über die Wiedervereinigung der Muppets. Bei einigen Szenen musste ich lauthals lachen. Eine meiner Lieblingssequenzen ist als Walter erfährt, dass das Theater der Muppets abgerissen werden soll, eine andere Szene als Kermit seinen ersten Auftritt hat. Großartig fand ich aber auch die Musical-Nummer „Am I a Man or a Muppet?“ Jason Segel (Forgetting Sarah Marshall, I Love You, Man, „How I Met Your Mother“), selbst großer Fan der Muppets, ist zu einem großen Teil verantwortlich, dass es überhaupt diesen neuen Muppets-Film gibt. Er hat auch am Drehbuch mitgeschrieben. Ich mag Jason Segel und finde ihn auch hier glaubwürdig. Von Amy Adams weiß man, dass sie singen und tanzen kann, das stellt sie hier erneut wunderbar unter Beweis. Unzählige Schauspieler haben es sich nicht nehmen lassen, hier einen Cameo-Auftritt zu geben. Ich wollte sie eigentlich – wie üblich – oben listen, habe es aber wieder rausgenommen. Der Film braucht die Cameo-Auftritte nicht und wenn man den Film sehen möchte, sind die ganzen Stars ein netter Bonus.

A- (Wertung von A bis F) Als Vorfilm gab es Pixars „Toy Story Toons: Small Fry“ zu sehen. Dort gab es ein Wiedersehen mit der tollen Bonnie aus „Toy Story 3“ und allen anderen bekannten Figuren.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „ParaNorman“
Bewertung des Trailer: A
Kommentar: Stop-Motion-Animationsfilm von den kreativen Köpfen von „Coraline“, mein derzeitiger Lieblingstrailer
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Journey 2: The Mysterious Island“
Bewertung des Trailer: C-
Kommentar: 3D-Action-Abenteuer mit Dwayne Johnson und Michael Caine
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“The Pirates! Band of Misfits“
Bewertung des Trailer: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Stop-Motion-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 50%

Trailer von Film:“Big Miracle“
Bewertung des Trailer: C-
Kommentar: Buchadaption mit Drew Barrymore und John Krasinski
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“The Secret World of Arrietty“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: japanischer Animationsfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 60%

Trailer von Film:“Brave“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Pixars neuer 3D-Fantasie-Animationsfilm. Story interessiert mich nicht, aber PIXAR
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

DVD – Film: "The Company Men"

Folgenden Film habe ich mir auf DVD angeschaut:

„The Company Men“ (dt. Kinostart: 07.07.11) 113 min drama
dir. John Wells cast: Ben Affleck, Kevin Costner, Chris Cooper, Tommy Lee Jones, Rosemarie DeWitt, Maria Bello, Craig T. Nelson

Bobby Walker (Ben Affleck) ist 37 Jahre alt und arbeitet seit 12 Jahren im mittleren Management für einen großen Konzern. Er verdient viel Geld und führt einen luxuriösen Lebensstil. Als es zu Personaleinsparungen kommt, ist Bobby einer der ersten, der entlassen wird. Gene McClary (Tommy Lee Jones) ist in der Konzernleitung tätig und wütend darüber, dass über seinen Kopf hinweg, die Entlassungen erfolgten. Kurz darauf wird der bald 60-jährige Phil Woodward (Chris Cooper) nach über 30 Jahren gefeuert und dann trifft es selbst Gene…

C+ (Wertung von A bis F) Ein Film zeigt wie eine plötzliche Arbeitslosigkeit bei drei Männern, in unterschiedlichen Lebensabschnitten und Positionen, das Leben verändert. Besonders gut gefallen hat mir, dass hier zum Ausdruck gebracht wird, dass Angestellte entlassen werden, ihre Häuser oder Autos, vielleicht sogar ihre Würde verlieren und der Vorstandsvorsitzende 22 Millionen Dollar (plus Boni, sehr wahrscheinlich) pro Jahr einsackt.

Die Schicksale dieser drei Männer haben mich unterschiedlich berührt. Bobbys Geschichte hat mich eigentlich kalt gelassen. Seinen Charakter fand ich nicht sonderlich sympathisch und für Ben Affleck muss das Wort Fehlbesetzung ja wohl erfunden worden sein. Wie kann man aber auch ohne schauspielerisches Talent und mimikfrei, dafür mit einem angetackerten Haarteil Emotionen einfordern? Phils Geschichte ging mir sehr nah, das ganze Leben lang gearbeitet, sich über 30 Jahre für den Konzern aufgeopfert, um dann kurz vor der Rente entlassen zu werden. Sein Charakter ist von Scham und Aussichtslosigkeit geprägt und hat mir beinahe das Herz zerrissen. Der Film hätte mir so viel besser gefallen, wenn es mehr um seinen Charakter gegangen wäre. Chris Cooper ist – wie immer – brillant und authentisch. Genes Geschichte fand ich auch interessant, in der Führungsriege tätig und von seinem ehemals besten Freund und Konzernchef entlassen. Tommy Lee Jones als zynischer Top-Manager ist natürlich glaubwürdig. Tommy Lee Jones ist aber auch das ganze Gegenteil von Ben Affleck. Sein Gesicht kann Geschichten erzählen und irgendwie weiß man immer, wie seine Filmfigur gerade tickt.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "The Town"

Ich war am 23.09.10 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Town“ (dt. Kinostart war der 23.09.10) 123 min drama, thriller, adaptation
dir. Ben Affleck cast: Ben Affleck, Jon Hamm, Rebecca Hall, Jeremy Renner, Blake Lively, Chris Cooper, Pete Postlethwaite

Doug MacRay (Ben Affleck) wollte eigentlich immer professioneller Hockey Spieler werden, ist aber dann in die Fußstapfen seines Vaters (Chris Cooper) getreten und raubt Banken aus. Bei seinem nächsten Coup geht jedoch bei Doug und seinen Komplizen etwas schief und sie nehmen die Filialleiterin der Bank Claire (Rebecca Hall) als Geisel…

C+ (Wertung von A bis F) „The Town“ basiert auf dem Roman „Prince of Thieves“ von Chuck Hogan.

In einer Kritik habe ich einen Vergleich von Ben Afflecks Regiearbeit zu der von Clint Eastwood gelesen. Na da sollte man doch mal die Kirche im Dorf lassen. Auch wenn ich von Afflecks Regiedebüt (Gone Baby Gone), mit Ausnahme von einer, meines Erachtens sensationellen Szene, auch nicht so begeistert war, so mochte ich diesen wesentlich mehr als „The Town“. „The Town“ ist zum einen viel zu lang und zum anderen empfand ich die Liebesgeschichte als viel zu dominant. Die Beziehung von Ben Afflecks und Rebecca Halls Charakter ist von der ersten Begegnung bis zur „Spendenaktion“ komplett unglaubwürdig. Ben „doch, ich habe mehr als zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke“ Affleck wirkt mit seinem meist geöffneten Mund, seiner, für einen Mann und insbesondere für dieses Gesicht viel zu kleinen Nase und seinem stets schielenden Blick sowieso immer etwas dümmlich und hat überhaupt keinerlei Potential für die Rolle als sogenannter „Leading Man“. Der eitle Regisseur hat sich aber gleich mal auch die Hauptrolle gegeben, was ich als größten Fehler des Films sehe. In dem Roman hat sich Jon Hamms Charakter ebenfalls in die Filialleiterin verliebt. Das war Ben Affleck sehr wahrscheinlich eine zu große Konkurrenz. Während der Dreharbeiten hat Ben Affleck (wenn er nicht zu sehr mit sich selbst beschäftigt war) beobachten können was für eine Präsenz Jon Hamm hat, auch wenn ich ihn nach drei Staffeln MAD MEN doch wesentlich besser als Don Draper finde. Diese sexy Coolness kann Jon Hamm hier nicht übertragen, aber sein Part war auch nicht darauf ausgelegt. Schauspielerisch hat mir, wie erwartet, Jeremy Renner (The Hurt Locker) gut gefallen, aber auch Blake Lively, die hier tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit der jungen Ellen Barkin hat.

„The Town“ ist kein Oscar-Film und wird hoffentlich von der Academy auch nicht in den Adelsstand erhoben. (… es reicht mir schon, dass unverdienterweise Inception mit großer Wahrscheinlichkeit unter den besten zehn Filmen aus 2010 dabei sein wird) Wenn jedoch einer aus „The Town“ für seine schauspielerisch Leistung belohnt werden sollte, dann ist es Chris Cooper („American Beauty“, „Adaptation“, Breach). Mit einer einzigen Szene schafft es Chris Cooper zu zeigen wie man Authentizität in eine Rolle bringt. Was für ein unglaubliches Talent.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer (habe mich in die Vorstellung „reingeschlichen“ und nur noch zwei Trailer gesehen):

Trailer v. Film: „The Fighter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic über den Boxer „Irish“ Mickey Ward und seinem älteren Bruder. Mit Mark Wahlberg, Christian Bale (hoffentlich ist er mit dieser Rolle „zurück“, hat sich auf jeden Fall auf sein „The Machinist“-Gewicht runtergehungert) Melissa Leo, Amy Adams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fair Game“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Doug Limans neuer Film. Biopic mit Naomi Watts und meinem Lieblingsschauspieler Sean Penn.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%, klar!

Los Angeles – Film: "Where the Wild Things Are"

Ich war am 25.10.09 (und am 26.10.09) in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Where the Wild Things Are“ (dt. Titel: „Wo die wilden Kerle wohnen“, dt. Kinostart: 17.12.09) 94 min fantasy, adaptation
dir. Spike Jonze cast: Max Records, Catherine Keener, Mark Ruffalo voices: Lauren Ambrose, Chris Cooper, James Gandolfini, Forest Whitaker, Paul Dano, Catherine O´Hara

Der neunjährige Max (Max Records) fühlt sich von seiner Mutter (Catherine Keener) vernachlässigt und allein gelassen, er hat eine unglaubliche Wut im Bauch und haut von Zuhause ab. Er segelt mit einem Boot über den Ozean und kommt auf einer Insel voller seltsamer Kreaturen an. Denen kann er einreden, dass er besondere Fähigkeiten hat und so machen sie ihn zu ihrem König. Die neuen Aufgaben und die Verantwortung überfordern Max aber auch bald…

A (Wertung von A bis F) Der Film „Where the Wild Things Are“ basiert auf dem gleichnamigen, amerikanischen Kinderbuch von Maurice Sendak. Ich habe es mir gerade wieder angeschaut. Das Buch wurde bereits im Jahr 1963 veröffentlicht, es ist voller Illustrationen und umfasst gerade mal zehn Sätze. Es ist eines der beliebtesten Kinderbücher Amerikas.

Bei der Verfilmung habe ich mich mit meiner Bewertung etwas schwer getan. In den meisten Fällen weiß ich bereits mitten im Film in welche Richtung meine Bewertung gehen wird, selten werde ich dann noch durch unfreiwillige Komik oder ein fragwürdiges Ende umgestimmt. Spätestens bei Erscheinen der End Titels steht in jedem Fall meine Bewertung fest. Hier war ich beim Rausgehen ratlos und musste erst einmal meine Gedanken ordnen, habe mich dann aber schnell dazu entschlossen, ihn mir am nächsten Tag nocheinmal anzuschauen. Jetzt habe ich „Where the Wild Things Are“ also zwei Mal, und beide Male im IMAX-Format, gesehen. Beim zweiten Mal habe ich ihn ganz anders geniessen können und habe sehr viel mehr in dem Film gesehen und dann stand auch meine „A“-Bewertung fest.

Es ist sicher kein perfekter Film, eher die skurrile Form davon, aber er ist einzigartig und rührend und hat einen tollen Soundtrack. Außerdem ist es ein Film, der dem Zuschauer Raum für Interpretation gibt. Es ist ein Film über die Kindheit und im Besonderen über die Fantasiewelt eines neunjährigen Jungen. Natürlich hatte ich Bedenken, wie die haarigen „Monster“ wirken und wie sie sich in den Film einfügen, aber meine Skepsis war unbegründet. Diese zotteligen Kreaturen mit ihren warmen, traurigen Augen muss man einfach liebhaben. Kreiert wurden die WILD THINGS von den MUPPETS-Erfindern, von Jim Hensons Creature Shops. Durchweg gute Schaupieler haben ihnen dann durch ihre Stimme und Sprache eine unverwechselbare Persönlichkeit verpasst. Aber auch Max Records hat sich mit seiner Natürlichkeit wohl gleich einmal an die Spitze der besten Kinderschauspieler gespielt. Max Records, aber auch Catherine Keener („Being John Malkovich“, „The 40-Year-Old Virgin“, „Capote“), die in meinen Augen sowieso eine der besten Schauspielerinnen ist, haben sich hier eine Oscar-Nominierung verdient.

Der Film zeugt von unglaublicher Vorstellungskraft und Kreativität. Inszeniert wurde er von Spike Jonze, der bereits mit seinem Spielfilm „Being John Malkovich“ mein Cineasten-Herz erobert hat. Er präsentiert einen aussergewöhnlichen Film, den man mögen muss, kann oder vielleicht sogar sollte…aber irgendwie kann ich auch jeden verstehen, der mit „Where the Wild Things Are“ so gar nichts anfangen kann…

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„hervorragend“

Philadelphia – Film: "New York, I Love You"

Ich war am 22.10.09 in Philly und habe mir im Kino angeschaut:

„New York, I Love You“ (dt. Kinostart: 28.01.10) 112 min drama, romance
dir. Jiang Wen, Mira Nair, Albert Hughes, Shunji Iwai, Brett Ratner, Yvan Attal, Allen Hughes, Shekhar Kapur, Natalie Portman, Fatih Akin, Joshua Marston, Randall Balsmeyer cast: Bradley Cooper, Justin Bartha, Andy Garcia, Hayden Christensen, Rachel Bilson, Natalie Portman, Orlando Bloom, Christina Ricci, Ethan Hawke, Anton Yelchin, James Caan, Olivia Thirlby, Blake Lively, Julie Christie, John Hurt, Shia LaBeouf, Chris Cooper, Robin Wright Penn, Eva Amurri, Cloris Leachman

Bei dem Film „Paris, je t’aime“ aus dem Jahre 2006 wurden achtzehn Kurzgeschichten internationaler Regisseure zu einem Film vereint. Bei dem zweiten Projekt dieser Reihe, „New York, I Love You“, wird eine Sammlung von elf Kurzgeschichten bekannter Regisseure mit hochkarätiger Besetzung gezeigt. Als nächstes ist ein Film über (und in) Rio de Janeiro, Shanghai und Mumbai geplant.

A- (Wertung von A bis F) Der Filmtitel spricht mir schon aus tiefster Seele. Für mich ist dieses Kurzfilm-Projekt über New York also ein persönlicher Film, irgendwie… den ich nur sehr mögen oder halt hassen kann. Erfreulicherweise gefällt mir der Film, weil er nicht nur die offensichtliche Schönheit und Vielseitigkeit der Stadt zeigt, sondern auch etwas, das für mich genauso für die Metropole steht. Es sind diese vielen kurzen Momente und Gespräche mit wildfremden Menschen, die man immer wieder in dieser Stadt hat. Der eine oder andere Regisseur erzählt mit seiner kleinen Geschichte von diesen besonderen Begegnungen. Drei Geschichten haben mir bei „New York, I Love You“ am besten gefallen. Natürlich die, bei denen sich zwei Raucher (die wunderbare Robin Wright Penn und der faszinierende Chris Cooper) vor einem Restaurant in SoHo treffen, Regie führte Yvan Attal. Rührend fand ich die Story der alternden Opernsängerin (Julie Christie), die in ihrem Hotel in der Upper West Side mit dem russischen Pagen (Shia LaBeouf) ins Gespräch kommt. Gerne würde ich Shia LaBeouf öfter in einer solchen ungewöhnlichen Rolle sehen. Diese Kurzgeschichte wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Regisseur Anthony Minghella geschrieben (dem auch der komplette Film gewidmet wurde), Regie hat hier nach seinem Tod Shekhar Kapur übernommen. Schließlich fand ich aber auch die Geschichte des älteren Pärchens aus Brooklyn schön. Hier brillieren Cloris Leachman und Eli Wallach und Regie führte Joshua Marston.

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U.S. DVD – Breach

In den U.S.A. mittlerweile schon auf DVD erschienen, in Deutschland ab September im Kino, habe mir am 29.06.07 angeschaut:

„Breach“ (dt. Filmtitel „Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“, dt. Kinostart 18.10.07) 110 min thriller/biopic
dir. Billy Ray cast: Chris Cooper, Ryan Phillippe, Laura Linney

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Es ist 2001, kurz nachdem George W. Bush erstmalig als Präsident vereidigt wurde. Der angehende FBI Agent Eric O´Neill (Ryan Phillippe) wird beauftragt für den Elite-Agenten und Russland Spezialisten Robert Hanssen (Chris Cooper) zu arbeiten. Er soll jede Einzelheit über seinen neuen Chef an höhere Stellen weitergeben. Robert Hanssen wird verdächtigt einer der grössten Spione der U.S.A. zu sein und es bedarf jetzt nur noch seiner Überführung. Für Eric erscheint sein neuer Boss sehr gottesfürchtig, moralisch unantastbar, äusserst misstrauisch und hochintelligent. Wird er es durchschauen, dass ihm das FBI auf den Fersen ist…

A- (Wertung A bis F) Eleganter und spannender Thriller, die authentische Perfomance von Chris Cooper könnte ihm seinen zweiten Oscar einbringen (oder wenigstens eine Nominierung) Laura Linney begeistert – wie immer – auch in dieser Rolle, die ostdeutsche Frau von Ryan Phillippe´s Charakter wird von einer Kanadierin gespielt mit entsprechend unrealistischen Akzent…Warum schaffen die Amis es nicht, Deutsche in den entsprechenden Rollen zu besetzen?

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