Berlin (ale) – Film: „Isle of Dogs“

Ich war am 16.02.18 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Isle of Dogs“ (dt. Filmtitel: „Ataris Reise“, dt. Kinostart: 10.05.18)  101 min  animation
dir. Wes Anderson voices: Bryan Cranston, Edward Norton, Bill Murray, Jeff Goldblum, Ken Watanabe, Koyu Rankin, Greta Gerwig, Frances McDormand, Courtney B. Vance, Harvey Keitel, Liev, Schreiber, Bob Balaban, Scarlett Johannson, Tilda Swinton, F. Murray Abraham, Kunichi Nomura, Yoko Ono

 

Japan in der nahen Zukunft. Kobayashi (Kunichi Nomura) ist Bürgermeister der Großstadt Megasaki City. Er mag keine Hunde und verbreitet bei seinem Volk die Angst, dass sich durch die Hunde eine Seuche verbreiten kann. Damit sich diese nicht auf den Menschen überträgt, hat der Bürgermeister kurzerhand veranlasst, alle Hunde auf eine Mülldeponie, nach Trash Island, zu verbannen und dort ihrem Schicksal zu überlassen. Um ein Zeichen zu setzen, wird der Wachhund seines 12-jährigen Mündels Atari (Koyu Rankin), „Spots“ (Liev Schreiber), gleich als Erstes auf die Müllinsel deportiert. Sechs Monate später landet Atari auf der Isle of Dogs. Er trifft dort auf die mittlerweile verwahrlosten ehemaligen Haushunde Boss (Bill Murray), Duke (Jeff Goldblum), King (Bob Balaban) und Rex (Edward Norton) und dem Streuner Chief (Bryan Cranston). Letztendlich helfen alle dem Jungen dabei, seinen geliebten Hund zu finden….

 

A- (Wertung von A bis F) „Isle of Dogs“ ist nach Fantastic Mr. Fox der zweite Stop-Motion-Film des amerikanischen Autors und Filmemachers Wes Anderson („The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, The Grand Budapest Hotel). Es ist der erste Film in Spielfilmlänge, für den er die Story und das Drehbuch allein geschrieben hat.

„Isle of Dogs“ ist ein, mit sehr viel Liebe zum Detail ausgearbeiteter Stop-Motion Film. Wes Anderson schafft es zunehmend mit seinen Filmen eine völlig eigene, so skurrile Welt zu kreieren und gibt dem Zuschauer damit die Option, an diese Welt teilhaben zu dürfen. Mit diesem Film führt er einen zusätzlich auch in die politische Gegenwart. „Isle of Dogs“ ist ein Film über Ausgrenzung. Die Ausgegrenzten sind in diesem Fall Hunde.

Ich bin selbst ein großer Hundeliebhaber, aber ich glaube, auch wenn man das nicht ist, fühlt man mit diesen, doch so menschentreuen Geschöpfen. Wes Anderson hat hier, besonders mit den eigentlich verwöhnten Haushunden Boss, King, Duke und Rex und dem Streuner Chief ein paar kauzig-liebenswerte Vierbeiner zum Leben erweckt. Schnell begreift man die Sozialstruktur ihres Rudels und begleitet sie bei ihrem Abenteuer in dieser hoffnungslosen Welt. Auch wenn ich natürlich das eine oder andere Tränchen vergossen habe, ist mir der Film überwiegend humorig in Erinnerung geblieben. Am Besten hat mir der Film gefallen, wenn er tatsächlich bei den Hunden ist. Zwei andere Szenen (in der die Zubereitung eines Sushi-Menüs gezeigt wird und eine weitere im Krankenhaus bzw. Operationssaal) sind mir aber auch als besonders originell in Erinnerung geblieben.

Ansonsten ist der Film voller Rückblenden und Zeitsprünge, ist ideen- und detailreich, das man bei der ersten Sichtung des Films kaum alles aufnehmen kann. Ich werde mir den Film daher ganz sicher noch ein zweites Mal anschauen.

Der Film könnte in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2018 landen. Update: „Isle of Dogs“ ist einer meiner Top Ten-Filme des Jahres 2018. 

Ich könnte mir vorstellen, dass „Isle of Dogs“ bei den nächsten Oscars (2019) eine Rolle spielt. Update: „Isle of Dogs“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Beste Filmmusik und Bester Animationsfilm) erhalten. 

„Isle of Dogs“ feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2018. Es war der Eröffnungsfilm des 68. Berlin International Film Festivals und damit der erste Animationsfilm, der die Berliner Filmfestspiele eröffnete. Der Film lief im Wettbewerb. Der Film startet am 23.03.18 in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film auf der Berlinale gesehen. Gezeigt wurde die japanisch/englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Das Japanische wurde nicht übersetzt bzw. untertitelt.

Trailer zu sehen:

 

 

NYC – Film: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“

Ich war am 11.11.17 in New York und am 24.11.17 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (dt. Kinostart: 25.01.18) 115 min drama, comedy
dir. Martin McDonagh cast: Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, John Hawkes, Peter Dinklage, Abbie Cornish, Caleb Landry Jones, Lucas Hedges, Zeljko Ivanek

 

Mildred Hayes (Frances McDormand) ist alleinerziehend und lebt mit ihrem Sohn Robbie (Lucas Hedges) in dem Örtchen Ebbing in Missouri. Vor sieben Monaten ist ihre Tochter Angela brutal vergewaltigt und ermordet worden. In ihren Augen hat die lokale Polizeibehörde mit Sheriff Willoughby (Woody Harrelson) nicht genug getan, um den Täter ausfindig zu machen. Kurzerhand bucht Mildred für ein Jahr drei großformatige Werbeflächen außerhalb der Gemeinde und klagt in großen Lettern Sheriff Willoughby und sein Team an…

 

A- (Wertung von A bis F) „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist der neue Film des britisch-irischen Dramatikers und Regisseurs Martin McDonagh. Dies ist nach In Bruges und Seven Psychopaths erst der dritte Spielfilm, bei dem er das Drehbuch schrieb und Regie führte.

Wenn man die grandiosen Trailer von „Three Billboards“ sieht, könnte man meinen, dass es sich hier um eine schwarze Komödie handelt. Als ich den Film das erste Mal sah, war ich leicht irritiert, welche Wege die Handlung nimmt. In der Zwischenzeit habe ich den Film ein zweites Mal gesehen. Mit der zweiten Sichtung wusste ich, was mich erwartet, „Three Billboards“ ist eindeutig ein Charakterdrama über zwei komplexe und so unterschiedliche Persönlichkeiten (gespielt von Frances McDormand und Sam Rockwell) ist. Der Humor ist natürlich auch da, er resultiert aus der Situationskomik und den wirklich überragenden, schimpfwortreichen Dialogen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Mildred Hayes, eine für die meisten Bewohner von Ebbing zu smarte, sarkastische und sehr zornige Mutter, die es nicht fassen kann, dass der Mörder ihrer Tochter nach sieben Monaten immer noch nicht gefasst wurde und offensichtlich nicht groß weiter ermittelt wird. Die Geschichte ist dabei weniger an der Suche nach dem Mörder interessiert, eher, mit wem Mildred Hayes alles konfrontiert wird und sich auseinandersetzen muss. Einer der Typen ist dabei der Polizist Jason Dixon (gespielt von Sam Rockwell). Diese Figur ist anschaulich beschrieben, man versteht, was ihn geprägt hat, was ihn umtreibt und kann dann auch sein weiteres Handeln nachvollziehen. Sam Rockwell erweckt diesen Dixon zum Leben. Dixon hätte leicht eine Karikatur sein können, aber Sam Rockwell findet den richtigen Ton und macht ihn zu einer realen Person, die in so einem Kaff im Mittleren Westen der U.S.A. leben könnte. Bei jedem Auftritt Dixons schlug mein Herz bis zum Anschlag. Sam Rockwell (Moon, Conviction, The Way, Way Back) ist unbeschreiblich gut und war nie besser (und das will was heißen). Wenn er für „Three Billboards“ nicht den Oscar gewinnt, verstehe ich die Welt nicht mehr. Ich liebe, liebe, liebe jede einzelne Szene mit ihm…insbesondere bei meiner zweiten Sichtung des Films.

Hier geben aber auch Woody Harrelson, John Hawkes, Lucas Hedges, Caleb Landry Jones, Peter Dinklage und selbstverständlich Frances McDormand exzellente Performances. Das gepaart mit den brillanten Dialogen macht den Film zu einem einzigartigen Film. Ich kann aber auch verstehen, wenn man Probleme mit dem Film hat, er ist auch nicht leicht einzuordnen und aller Wahrscheinlichkeit kann man sich in keinem der Charaktere wiederfinden. Die Wut und Frustration von Mildred Hayes passt aber in die heutige Zeit, in der man – wenn man mit offenen Augen durch die Welt schreitet – so viele Missstände in der Gesellschaft, bei der Polizei, der Justiz und natürlich in der Politik sieht.

Als Martin McDonagh das Drehbuch zu dem Film schrieb, hatte er Frances McDormand für die Hauptrolle im Sinn. Als ihr die Rolle angeboten wurde hatte die amerikanische Schauspielerin jedoch länger gezögert. Sie fand sich zu alt für die Rolle und war der Meinung, dass eine Frau, die in so einer Kleinstadt in Missouri lebt, viel früher Kinder bekommen hätte. Letztendlich hat ihr Ehemann und Top-Regisseur Joel Coen sie aber überzeugen können. Danke dafür! Mildred Hayes ist eine dieser Figuren, die man sich mit einer anderen Schauspielerin nicht vorstellen kann. Frances McDormand ist eine der besten Schauspielerinnen heutzutage, Ihre Performance in dem Mehrteiler Olive Kitteridge und jetzt in „Three Billboards“ zählen, in meinen Augen, zu ihren besten. Frances McDormand hält nicht viel von Awards-Kampagnen und sehr wahrscheinlich wird man sie nicht häufig bei den ganzen Rote-Teppich-Events sehen, da werden ihr Saoirse Ronan, Margot Robbie und andere sicherlich mit einer Charme-Offensive den Rang ablaufen. Am Ende sollte aber Leistung zählen und so hoffe ich darauf, dass sie am Ende nach über zwanzig Jahren mit ihrem zweitem Oscar (den ersten hat sie für ihre Performance in „Fargo“ gewonnen) ausgezeichnet wird.

In regulären amerikanischen Vorstellungen gibt es äußert selten Applaus am Ende eines Films. Als ich „Three Billboards“ das erste Mal in New York gesehen habe, gab es jedoch in meiner sehr gut besuchten Vorstellung am Eröffnungswochenende großen Applaus. (Als ich den Film zum zweiten Mal in Chicago gesehen hat jedoch keiner applaudiert).

„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2017.

Jetzt zu den Oscars, Kategorie Bester Film. Als ich meine erste Prognose zu den Oscar-Nominierungen bzw. Oscar-Gewinnern 2018 Ende September veröffentlicht habe, gab es faktisch noch keinen Favoriten in dieser Kategorie. Ich habe die Vermutung geäußert, dass „Three Billboards“ den Oscar als Bester Film gewinnen könnte. Jetzt zwei Monate später ist, in dieser beispiellosen Oscar-Saison, immer noch kein Favorit in Sicht. Viele Oscar-Experten gehen, nach wie vor, davon aus, dass Dunkirk gewinnen wird. Ich bin mir jedoch mittlerweile ziemlich sicher, dass ein Film mit einer weiblichen Hauptrolle den Oscar im nächsten Jahr gewinnen wird. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, ich werde in meiner nächsten Oscar-Prognose näher dazu Stellung nehmen. In dieser Oscar-Saison gibt es erfreulicherweise eine beachtliche Auswahl von Filmen mit starken Frauen/Mädchen in der Hauptrolle: „Three Billboards“, Lady Bird, „“The Shape of Water“ und „The Post“, aber auch „I, Tonya“, The Florida Project, Battle of the Sexes, Molly´s Game“ und nicht zu vergessen: mother!.(gut, Letztgenannter hat natürlich keinerlei Chancen auf einen Oscar-Gewinn)

„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Frances McDormand), Bester Nebendarsteller (Sam Rockwell, Woody Harrelson), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. Update: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri hat 7 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Actress – Frances McDormand, Best Supporting Actor – Sam Rockwell und Woody Harrelson, Best Original Screenplay, Best Film Editing, Best Score) Update: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ hat zwei Oscars (Beste Hauptdarstellerin, Frances McDormand und Bester Nebendarsteller Sam Rockwell)
gewonnen.

„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival 2017 gezeigt. Auf dem Toronto International Film Festival hat der Film den Publikumspreis gewonnen. Am 10.11.17 ist der Film in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit in 614 Kinos in den U.S.A. Für Deutschland ist ein Kinostart am 25.01.18 geplant.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Isle of Dogs„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Wes Andersons neuer Stop-motion-Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Post„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Da ist er nun endlich der Trailer zum lang erwarteten neuen Spielberg-Film mit Meryl Streep und Tom Hanks. Wichtiger Film über ein wichtiges Thema (Pentagon-Papers). Film steht bis auf weiteres noch unter Embargo. Soviel ist aber durchgedrungen, man kann mit einigen Oscar-Nominierungen rechnen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fifty Shades Freed„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: als erkennbar war, für welchen Film hier Werbung gemacht wird, brach in meiner New Yorker Vorstellung schallendes Gelächter aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „12 Strong„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Kriegsfilm mit Michael Shannon und anderen
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Downsizing„
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Alexander Paynes neuer Film soll problematisch sein, vom Trailer her sieht er aber wirklich gut aus
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Commuter„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action-Thriller mit Liam Neeson (ich dachte, er wollte solche Filme nicht mehr machen, er sieht hier schlecht aus) und Vera Farmiga
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „Phantom Thread„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Paul Thomas Andersons neuer Film, der nun offiziell diesen Titel trägt, (vorerst) letzte Performance von Daniel-Day Lewis. Auch dieser Film wurde die Tage das erste Mal gezeigt, steht aber auch noch unter Embargo
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Vor meiner Vorstellung in Chicago habe ich Trailer von „12 Strong“, „The Disaster Artist“, „The Commuter“, „Fifty Shades Freed (keiner hat in Chicago bei diesem Trailer gelacht), „The Shape of Water“

und

Trailer v. Film: „I, Tonya„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Margot Robbie als Tonya Harding – unglaublich, wie furchtbar diese bildhübsche Frau aussehen kann. Und ja klar, allein vom Trailer schon mind. eine Oscar-Nominierung für Allison Janney und wahrscheinlich eine für Margot Robbie
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Super Troopers 2„
Bewertung des Teasers: B
Kommentar: Actionkomödie und Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

Aussteller von „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

 

Boston – Film: „Hail, Caesar!“

Ich war am 13.2.16 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

 

„Hail, Caesar!“ (dt. Kinostart: 18.2.16) 106 min comedy, drama
dir. Joel Coen, Ethan Coen cast: Josh Brolin, George Clooney, Alden Ehrenreich, Ralph Fiennes, Jonah Hill, Scarlett Johansson, Frances McDormand, Tilda Swinton, Channing Tatum, Alison Pill, Fred Melamed, David Krumholtz voice: Michael Gambon

 

 

Hollywood im Jahr 1951. Eddie Mannix (Josh Brolin) ist der Problemlöser eines großen Filmstudios. Er hat alle Hände voll zutun und dann wird auch noch der große Filmstar Baird Whitlock (George Clooney) entführt.

 

 

B- (Wertung von A bis F) „Hail, Caesar!“ ist der 17. Spielfilm der Coen Brüder („Fargo“, „The Big Lebowski“, „The Man Who Wasn´t There“, No Country for Old Men, A Serious Man, Inside Llewyn Davis).

„Hail, Caesar!“ ist etwas konfus, definitiv nicht leicht zu etikettieren. Auch wenn man einiges aus früheren Werken der Coens wiederfindet, ist dieser Film so eigen. Es ist ein Film über den Prozess des Filmemachens und über das Hollywood Studiosystem der 1950er Jahre. Die Anspielungen auf Legenden dieser Zeit (Clark Gable, Esther Williams, Hedda Hopper, Gene Kelly) erfolgen natürlich bewusst, die Filmsets sind äußerst eindrucksvoll. Mir bleiben einige Szenen, die skurrilen Charaktere, die teils absurden Dialoge und die famosen Bilder in Erinnerung, der Film hat aber einige Längen und verblasst recht schnell.

Josh Brolins Charakter Eddie Mannix (basierend auf der realen Person Eddie Mannix) führt wie ein roter Faden durch den Film. Er ist der Fixer eines Hollywoodstudios und als Zuschauer begleiten wir ihn einen Tag lang und sehen, mit welchen Problemen, Zweifeln und existenziellen Fragen er sich beschäftigt.

Einige Filme (Stoker, Blue Jasmine), in denen Alden Ehrenreich mitgewirkt hat, habe ich gesehen, aufgefallen war er mir bislang jedoch noch nicht. Das ändert sich mit „Hail, Caesar!“.  Alden Ehrenreich zeichnet hier eine ungewöhnlich starke Präsenz aus. Es gehört auch einiges dazu, einen schlechten Schauspieler zu portraitieren. Auch wenn ich mir derzeit noch nicht vorstellen kann, den amerikanischen Schauspieler in einer ganz anderen Rolle zu sehen, denke ich, dass er seinen Weg gehen wird und ich schon bald erneut begeistert von ihm berichten werde. Die Szenen mit ihm und dem britischen Regisseur (ein erneut grandioser Ralph Fiennes) zählen zu meinen Lieblingsszenen in „Hail, Caesar!“.

Channing Tatum zeigte bereits in Filmen wie Foxcatcher, dass er durchaus ein schauspielerisches Talent besitzt. Er braucht einfach nur geeignete Rollen und die Coens haben ihm diese hier gegeben. In der gefühlte Ewigkeiten andauernden homoerotischen Tanzszene ist er so glaubwürdig wie selten zuvor.

 
Wie alle anderen Filme der Coens sieht auch „Hail, Caesar!“ fantastisch aus. Nicht zuletzt ist dies auch auf Kamerakünstler Roger Deakins zurückzuführen.

Seit dem Jahr 1990 und dem Film „Miller´s Crossing“ arbeiten die berühmten Filmemacher mit dem, dieses Jahr bereits das 13. Mal für den Oscar nominierten Kameramann Roger Deakins zusammen. Vor einigen Jahren war Roger Deakins mit den Dreharbeiten zu Sam Mendes Skyfall beschäftigt und so mussten und die Coens erstmalig bei dem Spielfilm „Burn After Reading“ gezwungenermassen auf einen anderen DP zurückgreifen. Ihre Wahl fiel auf den mittlerweile zweimaligen dreimaligen (gut, ist zwar noch knapp 2 Wochen hin, aber der Academy Award ist ihm mittlerweile sicher) mit dem Oscar ausgezeichneten Emmanuel Lubezki, genannt Chivo (GravityBirdman und The Revenant). Die Coens schätzten seine Arbeit seit längerer Zeit. Chivo konnte sich gleich am ersten Drehtag von dem speziellen Humor der Regie-Brüder persönlich überzeugen, die trugen nämlich ein T-Shirt mit der Aufschrift „What would Roger do?

„Hail Caesar!“ wurde am 5. 2. 16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Am 11.2.16 wurde er als Eröffnungsfilm der 66. Berlinale gezeigt. Der Film ist ab dem 18.2.16 regulär in den deutschen Kinos zu sehen.

Trailer zu sehen:

ein zweiter Trailer (und ein Teil meiner Lieblingsszene) zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hello, My Name is Doris„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Tragikomödie mit Sally Field
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich glaube, Sally Fields Charakter geht mir zu sehr auf die Nerven

Trailer v. Film: „Now You See Me 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: wieder mal eine unnötige Fortsetzung (von Now You See Me) und dann noch mit Daniel Radcliffe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Money Monster„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: neuer Film von Jodie Foster mit George Clooney und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Eddie the Eagle„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: britische Sport-Biopic-Komödie mit Taron Egerton (den ich kaum erkannt habe) und leider Hugh Jackman
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Nice Guys„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Shane Blacks neuer Film mit einem ziemlich angedickten Russell Crowe und Ryan Gosling
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Neighbors 2: Sorority Rising„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: noch so eine unnötige Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „The Boss„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Melissa McCarthy – wie viele solcher Komödien will sie noch drehen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Chicago – Film: „The Good Dinosaur – 3D“

Ich war am 26.11.15 und am 28.11.15 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Good Dinosaur – 3D“ (dt. Filmtitel: „Arlo & Spot“, dt. Kinostart war der 26.11.15) 92 min animation
dir. Peter Sohn voices: Raymond Ochoa, Jack Bright, Sam Elliot, Anna Paquin, A.J. Buckley, Steve Zahn, Jeffrey Wright, Frances McDormand, Maleah Padilla, Ryan Teeple

Ida (Frances McDormand) und Henry (Jeffrey Wright) sind Dinosaurier. Sie sind Landwirte und bewirtschaften eigene Felder. Mit Buck (Ryan Teeple, Marcus Scribner), Libby (Maleah Padilla) und Arlo (Raymond Ochoa) bekommen sie endlich den langersehnten Familienzuwachs. Der Letztgeborene Arlo ist ein ängstlicher Dino und trägt zur Farmarbeit nicht so viel bei wie seine beiden Geschwister. Langsam muss er seine Angst überwinden und so gibt ihm sein Papa jetzt die Aufgabe, einen Futterdieb stellen. Arlo lernt dabei diesen gefrässigen Höhlenjungen (Jack Bright) kennen.

A- (Wertung von A bis F) Nach PIXARs Meisterwerk Inside Out , ist „The Good Dinosaur“ der zweite PIXAR-Film, der im Jahr 2015 ins Kino gebracht wurde. Das war natürlich anders gedacht, ursprünglich sollte „The Good Dinosaur“ bereits im Sommer 2014 die Kinozuschauer begeistern. Zu dem Zeitpunkt hatte der Film mit Bob Peterson aber noch einen anderen Regisseur. Der hatte Probleme bei der Fertigstellung des Films und so hat ein anderer Regisseur, Peter Sohn, den Film übernommen. Es ist das Langfilmdebüt von Peter Sohn (der zuvor vorwiegend als Trickfilmzeichner für PIXAR gearbeitet hat, einige PIXAR-Filme synchronisiert hat und bei dem Kurzfilm „Partly Cloudy“ – (Vorfilm vor Up) erstmalig Regie führte.

Ich habe mir „The Good Dinosaur“ zuerst in 2D angeschaut, wusste aber schon mit quasi der ersten Einstellung, dass ich mir den Film unbedingt nochmal in 3D ansehen muss. Zwei Tage später habe ich ihn dann in 3D gesehen und, um es vorwegzunehmen, ich würde jedem unbedingt die 3D-Fassung empfehlen. Allein die Landschaften sind, sogar für PIXAR-Verhältnisse, phänomenal animiert.

Den Dinosaurier Arlo halte ich für adoptierungswürdig. Vom ersten Augenblick an habe ich Arlo ins Herz geschlossen. Diese voller Furcht oder Erstaunen weit aufgerissenen Kulleraugen und immer wird er von dem fiesen Federvieh oder seinen frechen Bruder geärgert – natürlich war ich von Anfang an „Team Arlo“. Und wenn ich ihn schon nicht beschützen kann, wollte ich ihn doch wenigstens auf seinem Lebensweg begleiten. „The Good Dinosaur“ ist ein sehr spannendes Abenteuer mit viel Situationskomik. Ich habe beinahe kontinuierlich gelacht, natürlich ist der Film auch traurig. „The Good Dinosaur“ ist so eine Mischung aus „Ice Age“, einem Animationswestern und einem traditionellen Disney-Film wie „The Lion King“. Manchmal ist der Film ungewöhnlich schwarzhumorig und düster. Die Geschichte spielt in einem Paralleluniversum, in dem Dinosaurier intelligent sind, sogar sprechen können und Menschen primitiv sind.

In meinen beiden Vorstellungen waren viele Familien mit kleinen Kindern. Ich finde es immer faszinierend die kleinen Kinder bei solchen Filmen zu beobachten. Bei den besonders spannenden Szenen sind die ca. einen Meter großen Kinder von ihren Sitzen aufgesprungen und haben  im Stehen weitergeschaut.

„The Good Dinosaur“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm.

So begeistert ich von dem Pixar-Hauptfilm war, so wenig war ich es von dem Vorfim:

„Sanjay´s Super Team“ 7 min animation
dir. Sanjay Patel

Ein Inder, der seinen von Superhelden faszinierten Sohn zum Beten animieren will.

C- (Wertung von A bis F) Es geht um Religion und Superhelden – ich habe lange keinen so uninteressanten PIXAR-Kurzfilm gesehen.

 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer von der 2D und der 3D-Vorstellung:

Trailer v. Film: „Daddy´s Home“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Action-Komödie mit Will Ferrell und Mark Wahlberg
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: weiss nicht

Trailer v. Film: „The Secret Life of Pets“
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer auch in 3D gesehen)
Kommentar: Animationsfilm über unbeaufsichtigte Haustiere – Trailer ist großartig
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Norm of the North“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Angry Birds Movie“
Bewertung des Trailers: B+ (Trailer auch in 3D gezeigt)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Alvin and the Chipmunks: The Road Chip“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Habe diese Filme, glaube ich, alle mal im TV gesehen
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: im TV

Trailer v. Film: „Finding Dory“
Bewertung des Trailers: B (Trailer wurde auch in 3D gezeigt)
Kommentar: Pixars Sequel zu Finding Nemo
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zootropia“
Bewertung des Trailers: A- (eigentlich ein Kurzfilm, auch in 3D gezeigt)
Kommentar: Disneys neuer Animationsfilm. Dieser Faultier-Kurzfilm ist großartig
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

Trailer v. Film: „Kung Fu Panda 3“
Bewertung des Trailers: C+ (Trailer nur in 3D gezeigt)
Kommentar: Der dritte Teil dieser Reihe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

HBO-Films: "Olive Kitteridge"

Ich habe mir folgende HBO-Miniserie angeschaut:

„Olive Kitteridge“ (in D. über iTunes zu sehen) 4 x approx. 60 min drama, adaptation
dir. Lisa Cholodenko cast: Frances McDormand, Richard Jenkins, Zoe Kazan, Rosemarie DeWitt, Ann Dowd, Bill Murray, Peter Mullan, John Gallagher Jr., Devin Druid

Die Mathelehrerin Olive Kitteridge (Frances McDormand) lebt in dem kleinen Küstenörtchen Crosby. Sie ist mit dem Apotheker Henry (Richard Jenkins) verheiratet. Die Beiden haben einen 13-jährigen Sohn (Devin Druid). Olive kann Menschen ganz gut analysieren, ist aber nicht gerne in ihrer Gesellschaft, Henry ist da viel offener und geselliger. Gerade hat er die junge begeisterungsfähige Denise (Zoe Kazan) eingestellt, er mag ihre unbefangene Art. Glücklich scheint das Leben von Olive und Henry nicht zu sein.

A (Wertung von A bis F) „Olive Kitteridge“ basiert auf der gleichnamigen Sammlung von Kurzgeschichten von Elizabeth Strout. Das Buch hat im Jahr 2009 den Pulitzer Prize gewonnen.

„Olive Kitteridge“ ist keine Serie, es ist ein Film in vier Teilen. Ein Mehrteiler bzw. eine Mini-Serie ist das TV-Format, das ich am liebsten gucke. Bei diesem Mehrteiler hatte ich das Buch nicht gelesen und hatte mich auch sonst nicht informiert, worum es genau geht. Ich hatte keine Kritik gelesen, wusste lediglich von der Besetzung und den Preisen, mit denen diese Mini-Serie bereits kurz nachdem sie auf HBO ausgestrahlt wurde, prämiert wurde. Hin und wieder mag ich es ganz gerne, mich von einem Projekt komplett überraschen zu lassen.

„Olive Kitteridge“ ist ganz klar als Drama zu kategorisieren, es ist aber auch eine gut beobachtete Charakterstudie. Die Figurenzeichnung ist exzellent. Man hat ausreichend Zeit, um die Titelheldin und andere Charaktere kennenzulernen, mit ihnen warm zu werden, sie (insbesondere was Olive angeht) versuchen zu verstehen und – was mich betrifft – so von ihr berührt zu werden, dass ich mich außerstande sah, mich wieder zu beruhigen als der Film vorbei war. „Olive Kitteridge“ ging mir wirklich sehr nahe.

Die erste Folge habe ich bereits vor einer Weile geguckt. Ich war neugierig und wollte nur mal reinschauen. Das Gesehene gefiel mir, leider hatte ich überhaupt keine Zeit, mir auch nur einen weiteren Teil anzugucken. Den zweiten Anlauf begann ich dann Wochen später, mittlerweile war so viel Zeit verstrichen, dass ich mich nicht mehr richtig an den ersten Teil erinnerte. Entsprechend habe ich mir den ersten Teil erneut angeschaut. Eigentlich wollte ich nur zwei Teile gucken und am nächsten Tag fortsetzen. Mit der zweiten Folge war ich dann aber so gefesselt von Olive (und ein paar anderen Figuren), dass ich nicht anders konnte, als bis zum Schluss zu gucken. Vergleichbar mit einem guten Freund, den man nicht alleine lassen kann, wenn er in Schwierigkeiten steckt.

Manchmal, und das geht mir durch die unzähligen Begegnungen durch meinen Job häufig so, mag ich einfach bestimmte Menschen und kann andere wiederum von vornherein nicht leiden. Wenn mich jemand dann fragt warum, kann ich es nicht immer benennen. Zu einigen Menschen fühlt man sich einfach hingezogen, bei anderen stört einen etwas, ohne dass derjenige vielleicht von vornherein irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Die Chemie muss einfach stimmen.

Die Chemie zwischen mir und Olive Kitteridge stimmt. In der Mini-Serie gibt es einige interessante Charaktere. Der Titelfigur galt aber meine gesamte Aufmerksamkeit und Zuneigung. Ich fand sie einfach faszinierend, wollte wissen, was sich hinter ihrer rauen Schale verbirgt, was sie spröde und unnahbar werden ließ, wie ihr Leben verläuft, ob sie irgendetwas in ihrem Leben bereut, was ihr bestimmte Menschen bedeuten, wie andere auf ihre direkte Art und ihre Eigenarten reagieren, usw. Ich hatte so viele Fragen, wie man sie immer hat, wenn jemand Interessantes in sein Leben tritt. Vielleicht habe ich nicht auf all meine Fragen eine Antwort bekommen. Manchmal gibt es Menschen, die einfach in einigen Bereichen undurchsichtig bleiben und die man gerade daher noch spannender findet. Olive ist sicherlich eine Persönlichkeit, die es einem leicht macht, sie ins Herz zu schließen. Ich mag Menschen, die unverstellt und anders sind und die sich nicht verbiegen lassen, weil sie es entweder nicht können oder nicht wollen. Man erlebt Olive Kitteridge über einen Zeitraum von 25 Jahren. Mit der dritten Folge (und zwar schon zu Beginn) sind mir die Tränen gelaufen, nicht das irgendetwas Besonderes passiert ist. In der letzten Folge sah ich mich nicht mehr in der Lage, mich zusammenreissen zu können. Ich war zu diesem Zeitpunkt zu tief mit der komplexen Olive (und ein paar anderen Figuren) verbunden.

Frances McDormand ist Olive Kitteridge. Die amerikanische Schauspielerin ist stets brillant, diese Performance bildet aber den vorzeitigen Höhepunkt ihres kreativen Schaffens. Es ist keine Performance, die auf den ersten Blick ins Auge fällt. Es sind mehr die leisen Töne, die Stimmung, die sie mit ihrer nuancierten Performance transportiert. Es gibt nur wenige Schauspieler, die das beherrschen. Wenn „Olive Kitteridge“ ein Kinofilm aus dem Jahr 2015 wäre (und ich finde es schade, dass es keiner ist), dann wäre Frances McDormands Performance, die die es bei den nächsten Oscars zu schlagen gilt. Da es aber nunmal eine TV-Produktion ist, ist ihr der Fernseh-Oscar „Emmy“ wohl sicher. Von der Schauspielgarde wurde sie hierfür bereits im Januar mit einem SAG-Award ausgezeichnet.

Aber auch Henry ist eine Figur, die man schnell ins Herz schließt. Er macht es einem natürlich auch leichter als seine Frau Olive, ihn zu mögen. Richard Jenkins zeigt sich auch wieder mal in Bestform. So klar, wie die Figuren definiert sind, so klar erkennt man auch, was Olive und Henry für eine Ehe führen. Man spürt die Gewohnheit, die Vertrautheit, die Liebe, aber auch auf der anderen Seite kann man die Verachtung greifen, die Olive ihrem Henry manchmal entgegenbringt. Besonders mochte ich aber auch die Beziehung zwischen Olive und O´ Casey.

Eine Lieblingsfolge habe ich bei diesem Vierteiler nicht. In der dritten Folge geschieht etwas, womit ich in dieser Art von Film überhaupt nicht gerechnet habe. Das hat mich komischerweise auch unter Stress gesetzt. Gut gefallen hat mir auch, wie die Barsängerin bestimmte Klassiker vorträgt. Nicht nur, dass die Songs einen geeigneten Platz im Film finden und die Handlung unterstützen, bei manchen Songs (insbesondere bei einem meiner Lieblingssongs „Close to You“) wird mir einfach immer warm ums Herz.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass „Olive Kitterdige“ u.a. von Tom Hanks und Frances McDormand produziert wurde, Die amerikanische Filmemacherin Lisa Cholodenko („Laurel Canyon“, The Kids Are All Right) hat Regie führt.

Die Charaktere im Einzelnen:

Olive Kitteridge arbeitet als Mathelehrerin und ist seit vielen Jahren mit Henry (gespielt von Richard Jenkins) verheiratet. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Christopher (gespielt von Devin Druid bzw. als Erwachsener von John Gallagher Jr.). Mit den wenigsten Menschen kann sie was anfangen, sie beobachtet und analysiert Menschen, aber will sie nicht in ihrer Nähe haben. Olive hat ein großes Herz, aber zeigt ganz selten Gefühle und verschreckt andere mit ihrer Übellaunigkeit und ihrem Zynismus. Sie ist nicht wirklich glücklich, vielleicht sogar depressiv. Depressionen liegen in ihrer Familie, ihr Vater litt daran. Manche Menschen können nicht über ihren Schatten springen, nicht mal wenn sie es ernsthaft versuchen. Ich liebe ihren Charakter. Ihr Charakter ist ganz klar beschrieben und dadurch konnte ich ihr Denken und ihr Verhalten oft nachvollziehen. Gespielt wird Olive Kitteridge von der wunderbaren Frances McDormand. Die Oscar-Gewinnerin („Fargo“) und Tony-Gewinnerin (für ihre Rolle in dem Theaterstück „Good People“) bewirbt sich mit dieser Rolle um einen Emmy-Award. Frances McDormand begleitet mein Filmleben schon so lange, weil sie einfach ein Talent hat, in den richtigen Filmen mitzuspielen. In dem Coen Bros Film „Blood Simple“ gab sie ihr Spielfilmdebüt. Dort hat sie den Regisseur Joel Coen kennengelernt und vom Fleck weg geheiratet. Mittlerweile sind sie 32 Jahre verheiratet. Gespielt hat Frances McDormand in zahlreichen Spielfilmen: „Raising Arizona“, „Mississippi Burning“, „Primal Fear“, „Almost Famous“, „The Man Who Wasn´t There“, „Laurel Canyon“, Miss Pettigrew Lives for a Day, Moonrise Kingdom

Henry arbeitet als Apotheker und ist seit Jahren mit Olive (gespielt von Frances McDormand) verheiratet. Sie haben einen Sohn, Christopher. Henry ist immer freundlich, im Gegensatz zu seiner Frau ein sehr herzlicher, lebensfroher und geselliger Mensch, der unter der lieblosen Ehe mit seiner Frau Olive leidet. Spätestens mit der dritten Folge hat mich Henry zu Tränen gerührt. Gespielt wird Henry von dem amerikanischen Schauspieler Richard Jenkins. Vielen ist er vielleicht durch die HBO-Serie „Six Feet Under“ bekannt. Lange davor war er aber schon in Kinofilmen zu sehen („Hannah and Her Sisters“, „Sea of Love“, „Wolf“), er hat in einigen Coen Bros-Filmen mitgespielt („The Man Who Wasn´t There“, „Intolerable Cruelty“ und „Burn After Reading“). Für seine Rolle in The Visitor wurde er für den Oscar nominiert. Für seine Rolle in „Olive Kitteridge“ hat er eine SAG-Nominierung erhalten und bewirbt sich damit zweifelsfrei um eine Emmy-Award-Nominierung.

Denise ist eine Angestellte von Henry. Sie ist ein junges, einfach gestricktes, unsicheres Mädchen. Henry ist von ihrer Fröhlichkeit und Unbeschwertheit angetan, Olive ist genervt von ihr und ihrem nicht vorhandenen Selbstbewusstsein. Ich kann verstehen, warum Olive sie nicht mag. Gespielt wird Denise von der amerikanischen Schauspielerin Zoe Kazan. Sie ist die Enkelin des legendären Film- und Theaterregisseurs und Oscar-Gewinners Elia Kazan („A Streetcar Named Desire“, „On the Waterfront“, „East of Eden“). Zusammen ist sie mit einem der besten Jungschauspieler, Paul Dano. Ich habe zahlreiche Kinofilme „The Savages“, „Fracture“, „Revolutionary Road“, „It´s Complicated“, „Meek´s Cutoff“ gesehen, in denen Zoe Kazan mitspielt. Ich mag sie am meisten, wenn sie kleinere Rollen spielt und mir nicht auffällt. Sie sollte keine Hauptrolle wie in Ruby Sparks oder What If bekleiden.

Christopher ist der Sohn von Olive und Henry. Olive und ihr Sohn haben ein schwieriges Verhältnis. Christopher wird von zwei Schauspielern gespielt. Devin Druid verkörpert den 13-jährigen Christopher und der amerikanische Schauspieler John Gallagher J.r spielt den erwachsenen Christopher. John Gallagher Jr. ist ein Theater-, Film- und Fernsehschauspieler. Für seine Rolle in dem Musical „Spring Awakening“ hat er bereits einen Tony-Award gewonnen. Ich habe ihn in den Kinofilmen „Pieces of April“, „Jonah Hex“, „Margaret“ und Short Term 12 gesehen. Bekannt ist er aber selbstverständlich auch aus der HBO-Serie The Newsroom

Jim O Casey arbeitet als Englischlehrer und ist ein Kollege und Freund von Olive. Sie sind sich beide sehr ähnlich. Er ist ein Eigenbrötler und zynisch. Er ist einer der wenigen Menschen, die Olive wirklich mag. Ich mag Jim O´Casey logischerweise auch sehr gerne. Gespielt wird er von dem großartigen schottischen Schauspieler Peter Mullan. Den meisten wird Peter Mullan wohl durch seine Rolle in den „Harry Potter“-Filmen bekannt sein. Ich habe nie einen dieser Filme gesehen, mir war er noch ganz frisch in Erinnerung durch die Mini-Serie Top of the Lake. Er hat aber auch in einigen meiner Lieblingsfilme („Shallow Grave“, „Trainspotting“ und Tyrannosaur) mitgespielt.

Jack Kennison spielt eine wichtige Rolle in der Mini-Serie. Er kommt zwar erst in der letzten Folge richtig zum Einsatz, aber er kommt gerade im richtigen Moment. Gespielt wird Jack Kennison von dem amerikanischen Schauspieler Bill Murray. Bill Murray hatte nach seinem letzten filmischen Fehltritt St. Vincent bei mir noch einiges wiedergutzumachen. Ich bin immer noch unfassbar sauer auf die pure Existenz dieses Films und seine furchtbare Performance. Das liess mich beinahe vergessen, in welchen tollen Filmen er über die Jahre gespielt hat. Bill Murray hat für seine Rolle in einem meiner Lieblingsfilme „Lost in Translation“ eine Oscar-Nominierung erhalten. In den U.S.A. wurde er in den 1970er Jahren durch „Saturday Night Live“ berühmt. In Deutschland kennt man ihn wohl erst seit den 1980er Jahren, vor allen Dingen durch „Caddyshack“ und „Ghostbusters“. Ich mag ihn besonders in den ganzen Indie-Filmen, in denen er spielte („Rushmore“, „Coffee and Cigarettes“, „Broken Flowers“, „The Darjeeling Limited“, Get Low)

Der Mehrteiler „Olive Kitteridge“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2014 gezeigt. Die Mini-Serie wurde ab dem 2.11.2014 auf HBO an zwei Tagen ausgestrahlt und war jetzt schon für zahlreiche TV-Preise nominiert. Gewonnen hat Frances McDormand bislang einen SAG-Award für ihre Rolle und auch wurde die Regisseurin Lisa Cholodenko mit einem DGA Award ausgezeichnet. Die Autorin Jane Anderson konnte bei den WGAs als Siegerin für ihr Drehbuch hervorgehen. Man kann davon ausgehen, dass Olive Kitteridge einige Emmy-Nominierungen und Awards einheimsen wird. Update: „Olive Kitteridge“ war für 13 Emmy Awards nominiert und hat 6 Emmys gewonnen. Ausgezeichnet wurde „Olive Kitteridge“ in folgenden Kategorien: Outstanding Limited Series, Outstanding Lead Actor in a Limited Series or a Movie (Richard Jenkins), Outstanding Lead Actress in a Limited Series or Movie (Frances McDormand), Outstanding Supporting Actor in a Limited Series or a Movie (Bill Murray), Outstanding Supporting Actress in a Limited Series or a Movie (Zoe Kazan), Outstanding Directing for a Limited Series, Movie or a Dramatic Special, Outstanding Writing for a Limited Series, Movie or a Dramatic Special und Outstanding Casting for a Limited Series, Movie or a Special

Der Vorspann zu sehen:

Trailer zu sehen:

Berlin – Film: "Moonrise Kingdom"

Ich war am 29.05.12 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Moonrise Kingdom“ (dt. Kinostart war der 24.05.12) 94 min drama, comedy
dir. Wes Anderson cast: Jared Gilman, Kara Hayward, Edward Norton, Bill Murray, Frances McDormand, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Bruce Willis, Harvey Keitel

Im Jahr 1965 beschließt der zwölfjährige Pfadfinder Sam Shakusky (Jared Gilman) aus dem Sommercamp zu büxen, um mit seiner großen Liebe, der gleichaltrigen Suzy Bishop (Kara Hayward) durchzubrennen. Der Pfadfinder-Leiter Ward (Edward Norton) und seine Gruppe, der Sheriff (Bruce Willis) und Suzys Eltern (Frances McDormand und Bill Murray) sind ihnen aber schon sehr bald auf den Fersen…

B- (Wertung von A bis F) Entweder man mag die schrägen Filme von Wes Anderson oder man mag sie nicht. Ich mag seine bis ins kleinste Detail so liebevoll und skurril inszenierten Filme. Wes Anderson besitzt die Gabe, den Zuschauer mit seinen Filmen in eine komplett andere Welt zu versetzen. Er zählt zu den wenigen Regisseuren, die eine unverkennbar eigene Handschrift haben. Anhand eines beliebigen Standbildes aus einem seiner Filme würde man zweifelsfrei erkennen, dass dies ein Wes Anderson-Film ist.

Leider hat „Moonrise Kingdom“ für mich nicht funktioniert. Völlig begeistert war ich bis zu der Szene, die veranschaulichte, dass Sam und Suzy weggerannt sind weil, sie sich ineinander verliebt haben. Nicht dass Sam nicht authentisch wäre. Ganz im Gegenteil, Sam Shakusky wird erschreckend echt von Jared Gilman verkörpert. Auch fand ich es glaubwürdig, dass er sich in die zauberhafte Suzy verliebt hat. Aber umgekehrt? Suzy verliebt sich in dieses hässlich-bebrillte Mondgesicht an Pfadfinder, der nicht nur alleine aufgrund seiner altklugen Art unbeliebt ist? Ab dem Moment war ich raus aus der Geschichte und leider bin auch nicht mehr reingekommen.

Während des Films habe ich mich dann auch gefragt, seit wann Nerds eigentlich nicht mehr als gänzlich uncool gelten. Es ist jetzt schon seit einigen Jahren in Filmen zu beobachten, den Übergang muss ich irgendwie verpasst haben. Ich finde Nerds nur sympathisch wenn sie irgendetwas als liebenswert auszeichnet, ansonsten lösen sie bei mir Aggressionen aus. Sam gehört für mich in die zweite Kategorie.

Auch wenn mir durch den Filmcharakter Sam der Film vermasselt wurde, mochte aber vieles andere an „Moonrise Kingdom“. Ein so typisches Anderson-Ensemble, die einzigartige Anderson-Ausstattung und vor allen Dingen den überragenden Soundtrack. Der Abspann wurde mit einem genialen Musikstück von dem französischen Komponisten Alexandre Desplat unterlegt. Das musste ich mir dann unmittelbar bei iTunes runterladen.

„Moonrise Kingdom“ feierte seine Weltpremiere auf den Filmfestspielen in Cannes. Im Jahr 2012 wurde er als Eröffnungsfilm gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Amador“ (Amador und Marcelas Rosen“) – synchronisierter Trailer
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: spanisches Drama, der Trailer zeigt auf, dass die Synchro ganz grauenhaft ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Ai Weiwei Never Sorry“ – OmU Trailer
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Dokumentation über den bekannten chinesischen Künstler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Way“ – synchronisierter Trailer
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Emilio Estevez´Film über eine Pilgerreise (hier: Jakobsweg) mit Martin Sheen und Deborah Kara Unger
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ – deutscher Trailer
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Film über den österreichischen Dichter Georg Trakl und seine inzestuöse Beziehung zu seiner Schwester
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kino in Berlin

Nach langer Zeit war ich mal wieder in dem Hackesche Höfe Kino. Die Kinokarte für einen Film in der Originalfassung mit Untertiteln ist bei sehr nettem Personal bereits ab 6.50 Euro zu erwerben. Auch wenn es in in diesem Kino rätselhafterweise auch wieder mal nur süßes Popcorn gibt, so überwiegt bei mir die Freude darüber, dass es hier keine Platzkarten gibt. Man kann sich also im Kinosaal entscheiden, in welchen der gut gepolsterten Sitze man sich fallen lassen möchte. Die Werbung in meiner 15.45 Uhr Vorstellung hat (nur) fünf Minuten gedauert, anschließend die Trailer, dann ging der Vorhang aber leider wieder zu. Irgendjemand müsste mir mal einleuchtend erklären, warum in deutschen Kinos dieses „Vorhang-auf-Werbung-Trailer-Vorhang-wieder-zu-2 Minuten-später-Vorhang-wieder-auf“-Spiel immer gespielt werden muss, bevor ein Film anfängt. Diesmal hat diese Arie aber dankenswerterweise insgesamt nur 15 Minuten angedauert.

San Francisco – Miss Pettigrew Lives for a Day

Ich war am 12.03.08 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Miss Pettigrew Lives for a Day“ 92 min art/foreign, comedy, adaptation
dir: Bharat Nalluri cast: Frances McDormand, Amy Adams, Shirley Henderson, Lee Pace, Mark Strong, Ciaran Hinds

Der Film spielt im London der 30er Jahre. Die etwas schrullige Miss Pettigrew (Frances McDormand) hat gerade ihren Job als Gouvernante verloren hat und ist verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Durch Zufall platzt sie in die chaotische Welt der amerikanischen Schauspielerin Delyssia Lafosse (Amy Adams), die scheinbar mit ihrem Liebesleben völlig überfordert zu sein scheint. Miss Pettigrew erschwindelt sich den Job als Gesellschafterin für die opportunistischen Aktrice und versucht etwas Ordnung in deren Leben zu bringen…

B (Wertung von A bis F) Screwballkomödie mit wunderbar glamouröser Ausstattung, die so realistisch ist, dass sie einen in die 30er Jahre versetzt. Dazu noch mit einer Idealbesetzung. An Amy Adams – die ich eigentlich vorhatte, nicht zu mögen – kommt man in den letzten Monaten nicht mehr vorbei. Hier ist sie ganz reizend und wirkt auf mich teilweise wie Nicole Kidman, nur mit Ausstrahlung (also ohne Botox). Frances McDormand hat sowieso noch nie enttäuscht. Meine schauspielerische Neuentdeckung war Shirley Henderson.

Trailer zu sehen: