Oscar-Gewinner 2019, meine Wette


Die Oscar-Saison 2018/2019 geht (endlich) zu Ende. Zeit, meine kleine, persönliche Oscar-Wette zu veröffentlichen. 

 

Bevor ich meine Liste fertiggestellt habe, habe ich mir gestern noch die Oscar-nominierten Kurzfilme (Animated und Live Action) im Kino angeschaut Hier die Filme mit meiner Bewertung:

„Bao“ (USA), Disney Pixar A-

„Late Afternoon“ (Irland) B-

„Animal Behaviour“ (Kanada) B+

„Weekends“ (USA) B

„One Small Step“ (USA, China) A

„Bao“ war der Kurzfilm, der vor Pixars Incredibles 2 im Kino zu sehen war, demnach habe ich ihn bereits das zweite Mal gesehen. Der Film ist wirklich rührend und von der Animation (Pixar) natürlich erstklassig. „Late Afternoon“ über eine demente ältere Dame mochte ich von der Zeichnung gar nicht. „Animal Behaviour“ über eine Therapiesitzung mit Tieren hat mir sehr gefallen, „Weekends“ über ein Kind geschiedener Eltern besticht vor allen Dingen durch die kunstvolle Illustration und „One Small Step“ hat mich am meisten berührt und mir beinahe das Herz gebrochen. Wenn ich für den Oscar stimmen müsste, hätte ich mein Kreuz bei „One Small Step“ gemacht. Die Academy-Mitglieder wählen aber wahrscheinlich Pixars „Bao“ 

Anmerkung zu den Shorts, im Kino wurden zusätzlich „Wishing Box“ (USA) B- und „Tweet, Tweet“ (Russland) gezeigt B+ gezeigt (die beide nicht mal auf der Shortlist der Academy landeten). Außerdem wurden zum Schluss von „Late Afternoon“, „Animal Behaviour“ und „One Small Step“ gezeigt, wie die Verantwortlichen der jeweiligen Filme sich die diesjährigen Oscar-Nominierungen live anschauten und sich freuten, als sie hörten, dass ihr Film dieses Jahr nominiert wurde. 

Bei den Live-Action-Kurzfilmen mutet es etwas seltsam an, dass sich in 4 der 5 Filmen Kinder in Gefahr befinden, in drei davon sogar in akuter Gefahr, in einem durch das Umfeld, in dem das Kind aufwächst. Ein einziger Film (Marguerite) sticht aus dieser Liste eindeutig hervor, er erzählt von einer alten Dame, die durch ihre Pflegerin an ihre große Liebe (eine Frau) erinnert wird. Die einzelnen Filme:

„Madre“ (Mother), Spanien A- (von diesem Kurzfilm würde ich gerne einen abendfüllenden Film sehen)

„Fauve“, Kanada B- (hat den Special Jury Price in Sundance gewonnen) 

„Marguerite“, Kanada B+

„Detainment“, Irland C- (ich fand es kaum zu ertragen, den Ereignissen und diesem schrecklichen 10-jährigen Robert zu folgen) 

„Skin“, USA B+ (auch wenn der gleichnamige Spielfilm des Regisseurs in einem sehr ähnlichen Milieu spielt und er sogar ähnliche Szenen beinhaltet, basiert sein Spielfilm nicht auf diesem Kurzfilm. In Kürze mehr über den Spielfilm, den ich mir auf der diesjährigen Berlinale angeschaut habe). 

Anmerkung zu dem Film „Detainment“: Er basiert auf Aufzeichnungen der Vernehmungen der beiden Jungen. Die Mutter des ermordeten Kleinkindes hat sich dafür (offensichtlich nicht erfolgreich) eingesetzt, dass die Academy die Oscar-Nominierung für diesen Film zurückzieht. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass dieser Film mit dem Oscar ausgezeichnet wird. Meistens ist es so, dass der Film, der aus der Masse hervorsticht, den Oscar gewinnt. Das ist „Marguerite“.

Ich wünschte, Olivia Colman wäre in der Kategorie Beste Nebenrolle nominiert, das wäre – insbesondere wenn man sich jetzt kurz vor den Oscars die Kategorie anschaut – hundertprozentig ihr Oscar. Regina King galt zu Beginn der Saison zwar als Favoritin, wurde dann aber weder für den SAG-Award, noch für den BAFTA nominiert. Wenn sie jetzt den Oscar gewinnt, wäre sie nach Marcia Gay Harden („Pollock“) erst die zweite, der das überhaupt gelingt. Olivia Colman wird jetzt aller Voraussicht nach keinen Oscar gewinnen, einfach weil dies Glenn Closes 7. Oscar-Nominierung ist, sie eine überragende Rede bei den Globes gehalten hat, ihre Performance in „The Wife“ gut ist  und sie jetzt einfach dran ist. Colman ist ihr aber sehr dicht auf Fersen, ich hoffe, hier kommt es nicht noch zu einer Überraschung. Das nächste Mal wenn Amy Adams für den Oscar nominiert wird, wird sie dann wohl den Oscar gewinnen. Sie löst dann nämlich Glenn Close ab, hätte auch sieben Nominierungen ohne einen Gewinn und wäre dann der einzig noch lebende Schauspieler mit so vielen Oscar-Nominierungen ohne Gewinn.

Nichts ist natürlich hundertprozentig besonders nicht in so einer verrückten Oscar-Saison, daher drücke ich Glenn Close lieber noch mal ganz fest die Daumen, ebenso Rachel Weisz (für die ich mich schließlich für meine Wette entschieden habe, das wäre ihr zweiter Oscar), außerdem den Filmen „BlacKkKlansman“, „The Favourite“ und „Roma“, einer dieser drei Filme wird hoffentlich den Oscar für den Besten Film des Jahres gewinnen. Ich freue mich über alle Oscars, mit denen diese drei Filme ausgezeichnet werden. 

Letztlich ist es dieses Jahr besonders schwer, vorherzusagen, welcher Film dieses Jahr den Oscar gewinnt. Mein Gefühl sagt mir, dass „BlacKkKlansman“ der Film ist, der am besten das Jahr 2018 repräsentiert. Ich habe jetzt gehört, dass „The Favourite“ doch wohl sehr beliebt bei den Academy-Mitgliedern ist. Bei dem Preferential Voting System könnte dieses Jahr, da sind sich sogar die Oscar-Experten einig, quasi jeder der acht nominierten Filme gewinnen. Fast alle Oscar-Experten haben sich für „Roma“ entschieden, ein paar für „Green Book“, wenige für „Black Panther“ und wenige für „The Favourite“. Ich habe keinen gefunden, der „BlacKkKlansman“ genommen hat. Mir völlig schnuppe. Wenn man die komplette Saison verfolgt hat, wäre es wirklich am lustigsten, wenn „A Star is Born“ jetzt den BP-Oscar holt. „Black Panther“ könnte natürlich auch den Oscar holen. Hauptsache es gewinnt nicht „Green Book“ (dann würde ich gerne Spike Lees Gesicht in Großaufnahmen sehen. Er wurde in der gesamten Saison immer wieder zu diesem Film gefragt und hat sich extrem zusammengerissen und nicht seine wahre Meinung zu dem Film kundgetan.), schlimm wäre es, wenn „Vice“ gewinnt und „Bohemian Rhapsody“ würde einen Shitstorm für A.M.P.A.S. hervorrufen, von dem sich die Academy nur sehr schwer wieder erholen könnte. 

In meiner Prognose habe ich keinen Oscar-Gewinn für „Black Panther“ und das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, vielleicht gewinnt er doch Kostüm- und Setdesign. 

 

 

Oscar-Gewinner für das Filmjahr 2018 – meine Wette:

Best Picture: Sean McKittrick, Jason Blum, Raymond Mansfield, Jordan Peele and Spike Lee, Producers (BlacKkKlansman) mein Kumpel: Roma

Best Director: Alfonso Cuarón (Roma)

Best Actor: Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

Best Actress: Glenn Close (The Wife)

Best Supporting Actor: Mahershala Ali (Green Book) 

Best Supporting Actress: Rachel Weisz (The Favourite)  mein Kumpel: Regina King (If Beale Street Could Talk)

Original Screenplay: Written by Deborah Davis and Tony McNamara (The Favourite)

Best Adapted Screenplay: Written by Charlie Wachtel & David Rabinowitz and Kevin Willmott & Spike Lee (BlacKkKlansman) 

Best Animated Feature: Spider-Man: Into the Spider-Verse (Bob Persichetti, Peter Ramsay, Rodney Rothman, Phil Lord and Christopher Miller)

Best Production Design: Production Design: Fiona Crombie; Set Decoration: Alice Felton (The Favourite) 

Best Cinematography: Alfonso Cuarón (Roma) 

Best Costume Design: Sandy Powell (The Favourite)

Best Editing: Barry Alexander Brown (BlacKkKlansman) mein Kumpel: Bohemian Rhapsody

Best Makeup and Hairstyling: Greg Cannom, Kate Biscoe and Patricia Dehaney (Vice)

Best Sound Mixing: Paul Massey, Tim Cavagin and John Casali (Bohemian Rhapsody)

Best Sound Editing: John Warhurst and Nina Hartstone (Bohemian Rhapsody) mein Kumpel: First Man

Best Visual Effects: Paul Lambert, Ian Hunter, Tristan Myles and J.D. Schwalm (First Man) mein Kumpel: Avengers: Infinity War

Best Original Score: Terence Blanchard (BlacKKKlansman) mein Kumpel: If Beale Street Could Talk

Best Song: “Shallow“ – Music and Lyric by Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando and Andrew Wyatt (A Star is Born) 

Best Foreign Language Film: Mexico (Roma)

Best Documentary Feature: „Free Solo“ (Elizabeth Chai Vasarhelyi, Jimmy Chin, Evan Hayes and Shannon Dill)

Best Live Action Short: „Marguerite“ (Marianne Farley and Marie-Hélène Panisset) 

Best Animated Short: „Bao“ (Domee Shi and Becky Neiman-Cobb)  

Best Documentary Short: „End Game“ (Rob Epstein and Jeffrey Friedman) mein Kumpel: Period. End of Sentence

 

Besonders großartig dieses Jahr die Honest Trailers der acht nominierten Filme:

 

3 Gedanken zu “Oscar-Gewinner 2019, meine Wette

  1. Du hast dich also für BlacKkKlansman entschieden, lustigerweise hätte ich jede Kategorie außer Schnitt und Visuelle Effekte so wie dein Kumpel getippt. Bei Schnitt denke ich, dass Vice gewinnen wird und bei den visuellen Effekten habe ich auch First Man genommen bei Ma-Gos Tippspiel. Werde mir übrigens morgen Nacht zum ersten mal die Oscars angucken und mich wahrscheinlich über ProSieben aufregen…

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      • Zuhause hatten wir nur einen Fernseher und mitten in der Nacht den anzuschmeißen für die Oscars. Das Gezanke mit meinem Vater wollte ich mir nicht geben, der mag nämlich nur die Oscarszene in Bodyguard, sonst kann der damit nichts anfangen. Jetzt in meinen eigenen vier Wänden hab ich den Knatsch nicht mehr…

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