D. C. – Film: „Mary Queen of Scots“

Ich war am 08.01.19  in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Mary Queen of Scots“ (dt. Filmtitel: „Maria Stuart, Königin von Schottland“, dt. Kinostart war der 17.01.19)  124 min  drama, biopic, adaptation 

dir. Josie Rourke  cast: Saoirse Ronan, Margot Robbie, Jack Lowden, Joe Alwyn, David Tennant, Guy Pearce, Ian Hart

 

Schottland im Jahr 1561. Maria Stuart (Saoirse Ronan) hat in den letzten Jahren in Frankreich gelebt. Nach dem Tod ihres Ehemannes, dem König von Frankreich, kehrt sie zurück in das politisch und religiös gespaltene Schottland. Die 18-Jährige Katholikin besteigt nun den ihr rechtmäßig zustehenden schottischen Thron. Ihre protestantische Cousine, die englische Königin Elizabeth I. (Margot Robbie) begegnet Maria mit Mißtrauen…

 

B+ (Wertung von A bis F) „Mary Queen of Scots“ ist ein Biopic über die schottische Königin Maria Stuart. Der Film basiert auf John Guys Biografie „Queen of Scots: The True Life of Mary Stuart“. Das Drehbuch zu diesem Film hat der amerikanische Dramatiker Beau Willmon geschrieben, er ist u.a. der Serienschöpfer der amerikanischen Version von House of Cards. Es ist Spielfilmdebüt der britischen Theaterregisseurin Josie Rourke.

Maria Stuarts tragische Lebensgeschichte allein gibt natürlich viel her für einen Film. In diesem Historiendrama geht es nun auch um den Konflikt zweier starker Frauen, rivalisierende Monarchinnen, die sich in einer ansonsten von Männern dominierten Welt durchsetzten. Die ganze Geschichte wird von der Theaterregisseurin mal als Kammerspiel, mal sehr aufwändig, aber immer selbstbewusst in Szene gesetzt. Das Herzstück des Films ist das Aufeinandertreffen der beiden Königinnen. Dabei handelt es sich um ein einziges Treffen (ob es in der Realität  überhaupt stattgefunden hat, weiß man nicht). Um Spannung zwischen den beiden Schauspielerinnen aufzubauen und die Szene so authentisch wie möglich zu gestalten, wurden Saoirse Ronan und Margot Robbie für die kompletten Dreharbeiten voneinander ferngehalten.  

Mir hat „Mary Queen of Scots“ tatsächlich besser gefallen, als ich es zuvor gedacht habe. Handwerklich ist der Film gut, die Filmmusik weiß zu gefallen, die Kostüme und die Ausstattung sind beeindruckend. Gerade die vielfältige Besetzung hat mich angesprochen, einzig Margot Robbie war mir ein Dorn im Auge. Ich halte sie hier für fehlbesetzt. Während Saoirse Ronan etwas anmutiges, gar majestätisches hat, wirkt Margot Robbie hier gewöhnlich. Mit feuerroten Haaren und mit übertriebener Schminke erinnerte sie eher an einen Hofnarr als an eine Königin. Das hat mich aus dem Film gebracht.

Saoirse Ronan hat im Alter von 13 Jahren (für einen ihrer ersten Kinofilme, „Atonement“) bereits ihre erste Oscar-Nominierung erhalten. Damit befindet sie sich in bester Gesellschaft, Leonardo DiCaprio hat seine erste Oscar-Nominierung ebenfalls für einen seiner ersten Kinofilme („What´s Eating Gilbert Grape“) bekommen und Edward Norton hat seine erste Oscar-Nominierung tatsächlich für sein Spielfilmdebüt in „Primal Fear“ erhalten. Mittlerweile ist die irisch-amerikanische Schauspielerin 24 Jahre alt und hat bereits drei Oscar-Nominierungen  (auch für ihre Performance in Brooklyn und Lady Bird).

„Mary Queen of Scots“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Beste Nebendarstellerin (Margot Robbie), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien. Update: „Mary Queen of Scots“ hat 2 Oscar-Nominierungen (Bestes Kostümdesign und  Bestes Make-up und Beste Frisuren) erhalten.

„Mary Queen of Scots“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2018 gezeigt. Der Film ist am 7.12.18 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft er landesweit in 1,052 amerikanischen Kinos. In Deutschland ist der Film gestern (17.01.19) in den Kinos gestartet. 

Trailer zu sehen:

 

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Cold War„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Pawel Pawlikowskis neuer Film, einer meiner Top Ten-Filme

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „Destroyer„

Bewertung des Trailers: A-

Kommentar: Karyn Kusamas neuer Film mit Nicole Kidman. Leider unerträglich

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen


Trailer v. Film: „Everybody Knows„

Bewertung des Trailers: B+

Kommentar: Asghar Farhadis neuer Film mit Penelope Cruz und Javier Bardem. Wenn der Film bloß so gut wäre wie der Trailer. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Münchner Film Fest gesehen


Trailer v. Film: „Downton Abbey „

Bewertung des Teasers: C+

Kommentar: Ich habe die Serie nie gesehen, jetzt also der Film dazu 

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

NYC – Film: „Lady Bird“

Ich war am 12.11.17 in New York und am 24.11.17 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Lady Bird“ (dt. Kinostart: 19.04.18) 94 min drama, comedy
dir. Greta Gerwig cast: Saoirse Ronan, Laurie Metcalf, Tracy Letts, Lucas Hedges, Timothée Chalamet, Beanie Feldstein, Stephen McKinley Henderson

 

Im Jahr 2002. Die 17-jährige Lady Bird (Saoirse Ronan) besucht die katholische Schule in Sacramento. Noch ein Jahr, dann kann sie endlich die piefige Stadt verlassen und an der Ostküste, wo die Intellektuellen und Künstler leben, studieren. Ein teures College können sie sich aber nicht leisten, das macht ihr ihre Mutter (Laurie Metcalf) immer wieder klar. Aber erst mal das letzte Jahr Highschool hinter sich bringen…

 

A- (Wertung von A bis F) „Lady Bird“ ist der erste Film, den die amerikanischen Schauspielerin und Drehbuchautorin Greta Gerwig („Greenberg“, Frances Ha, Mistress America, Maggie´s Plan) allein als Regisseurin stemmt. Zugleich hat sie auch das Drehbuch zu dem Film geschrieben, „Lady Bird“ wurde von ihren eigenen Teenager-Jahre inspiriert.

Die meisten Coming-of-Age-Filme erzählen über einen Jungen, der erwachsen wird. „Lady Bird“ portraitiert nun den prägenden Lebensabschnitt eines Mädchens im Jahr 2002. Die amerikanische Filmemacherin sagt, dass ihr erster Film nicht autobiografisch ist. Wenn man aber eine gewisse Vorstellung hat, wie Greta Gerwig als Teenager war, dann sieht man in jeder Szene, in der Saoirse Ronan Lady Bird spielt, die heranwachsende Greta Gerwig. Ihr Kleidungsstil, den Schmuck, den sie trägt, wie sie sich ihre Nägel lackiert, ihre Haare strähnt, ihr Zimmer gestaltet, dieses Anderssein (wollen), wie sie spricht, in bestimmten Situationen reagiert, selbst die ersten Beziehungen zu Jungs (gespielt von Lucas Hedges und Timothee Chalamet) oder wie sich die zu ihrer besten Freundin (gespielt von Beanie Feldstein) entwickelt…das hat doch Greta Gerwig Anfang der 2000er Jahre alles selbst erlebt, oder? Die Teenager-Zeit ist eine schwierige. Man verändert sich, alles ändert sich, man hat Ziele, aber weiß noch nicht, wie diese konkret aussehen, aus seinem jetzigen Leben will man ausbrechen, man glaubt alle anderen wollen einen nur Steine in den Weg legen, man ist super-selbstbewusst und im nächsten oder gar im gleichen Moment unsicher. Dann die Beziehung zu den Eltern – man hat mindestens ein nerviges Elternteil, das einen einfach nicht versteht – das ist eine Zeit, in der Eltern und Kinder nicht zusammenpassen und sich trennen sollten und zwangsläufig auch werden. „Lady Bird“ erzählt eine Geschichte aus dem Leben, es ist ein fabelhafter Film über das Erwachsenwerden, aber auch einer über das Loslassen seitens der Eltern.

Ich habe selten eine so realistische Mutter-Tochter-Beziehung im Film gesehen wie hier. Von dem Verhältnis von Lady Bird und ihrer Mutter, bekommt man bereits mit der Eröffnungsszene einen guten Eindruck. Lady Bird hat große Pläne, will weit weg von Sacramento und ihre Mutter kommt ihr dann mit dem Realitätsquatsch.

Einer der wichtigsten Dinge für einen Film ist die Besetzung. „Lady Bird“ ist durch die Bank perfekt besetzt. Alleine die Theater- und TV-Schauspielerin Laurie Metcalf („Roseanne“, „The Big Bang Theory“) als Lady Birds Mutter zu besetzen, war ein gelungener Schachzug. Als ihr die Rolle angeboten wurde, hatte die Schauspielerin selbst eine anstrengende 17-jährige Tochter Zuhause, vielleicht hat diese Situation noch irgendwie geholfen, hier so authentisch zu sein. Die Szenen am Flughafen sind ihre Oscar-Bewerbung und vielleicht gesellt sich zu ihrem Tony Award und ihren drei Emmy Awards schon bald ein Oscar. Dann der wunderbare Tracy Letts ist hier ganz anders und wieder toll. Beanie Feldstein (alleine, was für ein cooler Name) spielt hier die beste Freundin von Lady Bird und ist ein Hingucker. Optisch wird einem auffallen, dass sie eine frappierende Ähnlichkeit mit Jonah Hill hat (sie ist seine jüngere Schwester), schauspielerisch ist sie für mich eine Neuentdeckung. Auch wenn Lucas Hedges für Manchester by the Sea eine Oscar-Nominierung erhalten hat, hätte ich nicht gedacht, dass er so schnell, mal in einer ganz anderen Rolle überzeugen kann. In diesem eindrucksvollen Ensemble kann ich nicht alle hervorheben, eine muss aber natürlich noch erwähnt werden: Saoirse Ronan, a.k.a. die junge Greta Gerwig. Zu Recht wird die 23-Jährige hier – aller Wahrscheinlichkeit nach – für ihren dritten Oscar nominiert.

Es gab für mich bislang noch keinen Grund, in Kaliforniens Hauptstadt zu reisen, durch diesen Film, kann ich mir jedoch gut vorstellen, wie es ist, in Sacramento zu leben, insbesondere als 17-Jährige. Letztlich geht es aber um Heimat, die man als Teenager erst richtig zu schätzen weiß und vermisst, wenn man nicht mehr dort lebt.

„Lady Bird“ wird derzeit in den U.S.A. sehr gehypt, es ist der am besten bewertete Film bei Rotten Tomatoes, überhaupt. Zwar haben andere Filme auch „100% RT“ erreicht, aber kein Film hat diese makellose Bewertung bei (derzeit) 186 Kritiken erzielen können. Das heißt natürlich nicht, dass der Film perfekt ist und er für alle ein 10-Punkte-Film ist, nein, man sollte keinen Über-Film erwarten, aber es ist ein richtig guter Film, insbesondere für ein Erstlingswerk.

In der Zwischenzeit habe ich ihn mir bereits ein zweites Mal angeschaut und jetzt ist er festgesetzt in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2017.

Vier Frauen wurden bisher erst für ihre Regiearbeit für den Oscar nominiert: Lina Wertmüller, Jane Campion, Sofia Coppola und Kathryn Bigelow. Kathryn Bigelow war bekanntlich die einzige Oscar-Gewinnerin deren Film (The Hurt Locker) gewonnen hat und die auch für ihre Regiearbeit mit dem Academy Award ausgezeichnet wurde. Greta Gerwig hat mit ihrem Regiedebüt gute Chancen, als Regisseurin für ihren Film nominiert zu werden. Respekt.

In meiner ersten Prognose zu den Oscar-Nominierungen und Oscar-Gewinnern 2018   habe ich „Lady Bird“ bei den Filmen an achter Stelle gelistet. Nach meiner zweiten Sichtung kann ich mir sogar vorstellen, dass er den Oscar als Bester Film gewinnen könnte. A24 hat dieses Jahr den Oscar für Moonlight gewonnen, für das Filmjahr 2017 haben sie – wie es aussieht – zwei ernstzunehmende Kandidaten (The Florida Project und „Lady Bird“). An ihrer Stelle würde ich alles auf „Lady Bird“ setzen.

„Lady Bird“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Beste Nebendarstellerin (Laurie Metcalf), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien. Update: Lady Bird hat 5 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Director, Best Actress – Satires Ronan, Best Supporting Actress – Laurie Metcalf, Best Original Screenplay). Greta Gerwig ist damit nach Lina Wertmuller, Jane Campion, Sofia Coppola und Kathryn Bigelow erst die fünfte Frau die jemals von AMPAS in der Kategorie Beste Regie nominiert wurde.

„Lady Bird“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2017 gezeigt. Der A24-Film ist am 3.11.17 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Mittlerweile läuft der Film landesweit in 1194 Kinos. Für Deutschland ist ein Kinostart am 19.04.18 geplant.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Shape of Water„
Bewertung des Trailers: A- (neuer/ Redband-Trailer)
Kommentar: Guillermo del Toros neuer (Oscar-)Film mit Sally Hawkins und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Man Who Invented Christmas„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: britischer Kostümfilm mit Dan Stevens und Christopher Plummer
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Wonder Wheel„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Woody Allens neuer Film mit Kate Winslet
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Fantastic Woman„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: chilenischer Film, der für die Oscars eingereicht wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „I, Tonya„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Margot Robbie als Tonya Harding – unglaublich wie furchtbar sie aussehen kann. Und ja klar, allein vom Trailer schon mind. eine Oscar-Nominierung für Allison Janney
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Vor meiner zweiten Sichtung in Chicago bin ich etwas spät ins Kino gerauscht, mitbekommen habe ich noch die Trailer folgender Filme:

„Fifty Shades Freed“, „Phantom Thread“ und „The Disaster Artist“

 

Aufsteller von dem Film „Lady Bird“

San Francisco – Film: „Brooklyn“

Ich war am 18.11.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Brooklyn“ (dt. Filmtitel: „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“, dt. Kinostart: 21.01.16)  111 min  drama, adaptation
dir. John Crowley cast: Saoirse Ronan, Domhnall Gleeson, Emory Cohen, Jim Broadbent, Julie Walters, Brid Brennan, Fiona Glascott

Ellis Lacey (Saoirse Ronan) wandert in den 1950er Jahren von einer irischen Kleinstadt nach New York aus. Ihre Schwester Rose (Fiona Glascott) wollte ihr ein besseres Leben ermöglichen. Ellis lebt in einer kleinen, von der strengen Mrs. Kehoe (Julie Waters) geführten Pension in Brooklyn und arbeitet in einem Kaufhaus. Zunehmend wird sie von Heimweh geplagt, bis sie eines Tages den italienischstämmigen Amerikaner Tony (Emory Cohen) kennenlernt.

B (Wertung von A bis F) „Brooklyn“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Colm Töbin. Das Drehbuch zu dem Film hat Nick Hornby („High Fidelity“, „About a Boy“) geschrieben.

„Brooklyn“ ist genau der Film, den man vom Trailer her erwarten kann. Es ist ein Film über den quasi kein Amerikaner ein schlechtes Wort verliert (er steht bei unglaublichen 99% Rotten Tomatoes). Warum die Filmjournaillie so begeistert ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Der Film ist gut gemacht, die Ausstattung, die Kostüme und die Schauspieler sind überzeugend, aber den Film hatte ich relativ schnell wieder vergessen.

„Brooklyn“ erzählt eine glaubwürdige Geschichte über das Auswandern, sich Zurechtfinden in einem fremden Land, Heimweh und wie das Verliebtsein alles ändern kann. Der Regisseur John Crowley (Is Anybody There?) nimmt sich viel Zeit, seine Geschichte zu schildern, dafür endet sie mir aber irgendwie zu abrupt. Die Geschichte ist gradlinig erzählt, nimmt aber einen, für mich nicht nachvollziehbaren Schlenker in der Handlung. Mit dem Gespräch zwischen Ellis und Mrs. Kelly findet der Film aber wieder zu seiner eigenen Stärke zurück.

Am meisten hat mich Emory Cohen, der den immer leicht errötenden Italo-Amerikaner spielt, begeistert. Wie bezaubernd ist der denn?

Saoirse Ronan (City of Ember, Hanna, The Grand Budapest Hotel) hat bereits in Alter von 13 Jahren für ihre Performance in einem ihrer ersten Filme (Atonement) ihre erste Oscar-Nominierung erhalten. Sollte sie – und davon ist auszugehen – für Brooklyn eine weitere Oscar-Nominierung erhalten zählt sie zu den jüngsten Schauspielerinnen hat eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin.
„Brooklyn“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Saoirse Ronan), Bester Nebendarsteller (Emory Cohen, Domhnall Gleeson), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „Brooklyn“ hat 3 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Bester Hauptdarstellerin Saoirse Ronan und Bestes adaptiertes Drehbuch) erhalten.

„Brooklyn“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Der Film ist am 4.11.15 in fünf amerikanischen Kinos gestartet. Eine Woche später war er dann in 23 und mittlerweile in 845 Kinos zu sehen. Zum Vergleich der letzte James Bond-Film („Spectre“) ist zeitgleich in 3929 amerikanischen Kinos gestartet.

Trailer zu sehen:

 
vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Peggy Guggenheim: Art Addict“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Dokumentation über die Kunstsammlerin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Anomalisa“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Charlie Kaufmans neuer Film – Stop-Motion-Film, den ich schon vom Trailer her liebe
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Danish Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander und Matthias Schoenaerts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits gesehen

D.C. – Film: "Muppets Most Wanted"

Ich war am 21.03.14 in Washington und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Muppets Most Wanted“ (dt. Filmtitel: „Die Muppets 2 – Muppets Most Wanted“, dt. Kinostart: 01.05.14) 106 min comedy, musical, adaptation, sequel
dir. James Bobin cast: Ricky Gervais, Ty Burrell, Tina Fey voices: Steve Whitmire, Eric Jacobson, Dave Goelz, Bill Barretta, David Rudman, Matt Vogel, Peter Linz, cameos: Ray Liotta, Danny Trejo, Christoph Waltz, Salma Hayek, Celine Dion, Frank Langella and more

Der Tourmanager Dominic Badguy (Ricky Gervais) überredet die Muppet-Familie, auf Welttournee zu gehen. Als erstes treten sie in Berlin auf. Zeitgleich gelingt dem gefährlichsten Frosch der Welt, Constantine, die Flucht aus dem sibirischen Gefangenenlager. Alles war natürlich raffiniert eingefädelt von Badguy, denn Constantine und Kermit sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Kurzerhand wird Kermit für Constantine gehalten und landet im sibirischen Gefängnis und der kriminelle Frosch Constantine geht mit dem Rest der Muppets weiter auf Tournee. Nur, das war natürlich noch nicht alles, denn Badguy und Constantine haben einen richtig großen Coup ausgeheckt…

B- (Wertung von A bis F) „Muppets Most Wanted“ ist der achte Muppets-Kinofilm und eine Fortsetzung von The Muppets mit Jason Segel und Amy Adams. „Muppets Most Wanted“ schließt praktisch direkt an das Filmende des Vorgängerfilms an.

Die Muppets-Spielfilm-Neuauflage aus dem Jahr 2011 mochte ich. Aus der Erinnerung habe ich gedacht, dass ich ihn noch besser bewertet habe, tatsächlich hat „The Muppets“ von mir seinerzeit aber auch ein B- bekommen. Hinter „Muppets Most Wanted“ steckt, mit Ausnahme von Jason Segel, quasi dasselbe Kreativteam wie hinter dem vorherigen Muppets-Film. Jetzt habe ich generell eine Musical-Sperre und ich bin auch kein wirklicher Muppets-Fan. Entsprechend beurteile ich diesen Film einzig, ob ich ihn unterhaltsam fand oder nicht.

Bis einschließlich zum vierten Song war ich von den Musical-Nummern richtig mitgerissen. Die ersten vier Songs sind originell, der Film bis dahin kurzweilig, amüsant und mit einigen richtig guten Gags bereichert. Als ich ihn gerade als Gute-Laune-Film einstufen wollte, flacht er aber ab, hängt – wie bereits sein Vorgängerfilm – im Mittelteil und ist, insgesamt betrachtet, zu lang. Miss Piggy (die ich eh nicht mag) singt eine Version von Celine Dions grösstem Hit (ich kann gar nicht beschreiben, wie quälend ich diesen Song finde) und dann singt auch noch Celine Dion selbst (ich konnte mich partout nicht entscheiden, was ich schlimmer fand). Der Film überwindet dann aber auch diesen Tiefpunkt, Frank Langella und insbesondere eine brillante Szene (Kermit trifft auf seine Doppelgänger) bewahrten mich vor gerade einsetzender schlechter Laune und dann habe ich doch eine B- notiert bevor ich das Kino verlassen habe.

Wann kommt man schon in den Genuss, Ray Liotta und Danny Trejo singend (also irgendwie) und tanzend (gut, präziser: ulkig bewegend) zu sehen?

Dankenswerterweise hat mich DER SPIEGEL darauf vorbereitet, dass Til Schweiger in dem Film zu sehen ist. Auf so etwas muss man nämlich – wie ich finde – vorbereitet sein. Letztlich nimmt sein Auftritt aber keine zwei Sekunden ein und hat dieses Mal auch gar nicht wehgetan. Schmerzlicher war dann, wie gesagt, Celine Dions Auftritt. In „Muppets Most Wanted“ treten wahnsinnig viele Berühmtheiten auf, viele nur für wenige Sekunden, einige sind länger im Bild. Es mutet so an, als ob alle unbedingt in diesem Film mitspielen wollten. Wie das nun meist mit so vielen Cameos ist, es lenkt zu sehr ab und und da im gesamten Film überhaupt sehr viel los war, musste ich mir eingestehen, einige Schauspieler (z.B. Stanley Tucci und James McAvoy) komplett übersehen zu haben.

Ricky Gervais fand ich großartig, klar ist der Film durch ihn etwas zynischer als Jason Segels charmante Muppets-Version. Ricky Gervais spielt einen Bösewicht (Mr. Badguy – aber französisch ausgesprochen) in dieser Kriminalgeschichte. Tina Fey als russische Lager-Aufseherin fand ich auch recht komisch. Ty Burrell (bekannt aus der Serie „Modern Family“) als Interpol-Agent fand ich nur so mittel.

„Muppets Most Wanted“ ist im Gespräch für eine Oscar-Nominierung für den besten Song.

Aufgrund der teilweise brüllend komischen Akzente, empfehle ich dringend, diesen Film im Original zu sehen.

Der amerikanische Trailer:

Der erste Song, der sehr ironische „We’re Doing a Sequel“ als Trailer:

C- (Wertung von A bis F) Als Vorfilm wurde Pixars „Party Central“ gezeigt. Das war ein Kurzfilm mit den Charakteren aus „Monsters University“. Ich kann gar nicht sagen, wie gelangweilt ich mittlerweile von diesen Monsters University-Charakteren bin.

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Earth to Echo“
Bewertung des Theaters: C
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Mist
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Annie“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Musical-Remake mit Cameron Diaz, Jamie Foxx, Rose Byrne, Bobby Cannavale und Quvenzhané Wallis. Oscar-Film? Zweite Oscar-Nominierung für Quvenzhané?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mindestens 70% RT

Trailer v. Film: „Island of Lemure: Madagascar“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: IMAX-Tierdoku über Lemuren, bei der wieder mal Morgan Freeman als Erzähler fungiert. Tolle Bilder. Witzigerweise spielen die Lemuren im Muppets-Most-Wanted-Film auch eine gewisse Rolle.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „How to Train Your Dragon 2“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms aus dem Jahr 2010. Mich hat der erste schon nicht interessiert. Ich mag auch keine Drachen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Planes: Fire & Rescue“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Fortsetzung von „Planes“, den ich nicht gesehen habe.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Maleficent“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Düsterer Fantasy-Film, der die Dornröschen-Story erzählt, mit Angelina Jolie als böse Fee Malefiz.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Berlin – Film: "The Grand Budapest Hotel"

Ich war am 27.02.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Grand Budapest Hotel“ (dt. Titel: „Grand Budapest Hotel“, dt. Kinostart: 06.03.14) 100 min comedy, drama
dir. Wes Anderson cast: Ralph Fiennes,Tony Revolvori, F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Matthieu Amalric, Jude Law, Harvey Keitel, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Leá Seydoux

Im Jahr 1932 ist Zero (Tony Revolvori) ein junger Page im Grand Budapest Hotel in Zubrowka. Ausgebildet wird er von dem legendären und dandyhaften Concierge des Luxushotels, Gustave H. (Ralph Fiennes). Er erklärt ihm alles Wesentliche und Zero ist schon bald Gustaves engster Vertrauter. Nachdem die wohlhabende 84-jährige Madame D. (Tilda Swinton) verstorben ist, reist Gustave mit Zero zur Beerdigung und Testamentseröffnung an. Gustave hatte ein Verhältnis mit der betagten Lady und hat jetzt ein sehr wertvolles Gemälde geerbt. Die Verwandtschaft ist empört, Gustave gerät bald unter Mordverdacht, stiehlt das Gemälde und sucht mit Zero das Weite…

B (Wertung von A bis F) Wes Anderson hat sich für den Film „The Grand Budapest Hotel“ von dem österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig inspirieren lassen. Auch wurde der Filmemacher von einigen Filmen von Ernst Lubitsch und dem Film „Grand Hotel“ mit Greta Garbo und Joan Crawford beeinflusst.

Wes Anderson („Rushmore“, „The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, Fantastic Mr. Fox) hat mittlerweile eine unverkennbare Handschrift. Vermutlich könnte man jedes x-beliebige Szenenbild eines Wes-Anderson-Films nehmen und würde mit Sicherheit erkennen, dass es sich hierbei um einen Film dieses Regisseurs handelt. Man muss seinen farbenreichen, schrill-schrägen, so eigenen Stil mögen – ich mag ihn.

Vor allen Dingen mag ich seine Filme, weil sie so wirken, als ob hier viel Kreativität drinsteckt. Er hat sich skurrile Figuren, deren Namen und Kostüme ausgedacht und diese in einer fantasievollen Ausstattung zum Leben erweckt. Seine Filme sind mit so viel Liebe zum Detail inszeniert. Wenn man alle Einzelheiten und alle Ebenen in seinen vielschichtigen Filmen in Gänze ergründen möchte, muss man sie sich wahrscheinlich mehrere Male schauen. Bei „The Grand Budapest Hotel“ hatte ich auch wieder den Eindruck, dass einzelnen Szenen wichtiger sind als die Handlung, was ich nicht als negativ erachte, weil seine Erzählkunst halt so unterhaltsam ist. Einige der imposanten Szenenbilder im „The Grand Budapest Hotel“ sind beinahe Kunstwerke.

Am Besten haben mir die Szenen mit Harvey Keitel und seiner schrägen Gefängnistruppe (mit den deutschen Schauspielern Florian Lukas, Volker Michalowski und dem österreichischen Schauspieler Karl Markovics) gefallen und später als sich Gustave mit Zero absetzt, eine teilweise in stop-motion inszenierte Flucht in der Gebirgslandschaft der fiktiven Republik Zubrowka. Außerdem mochte ich die Szenen mit dem Geheimbund aller Luxushotel-Concierges. Das ist alles so absurd und im besten Sinne klamaukig.

Das ganze Ensemble macht einfach Spaß. Ralph Fiennes kann man hier mal in einer ganz anderen Rolle bestaunen. Mich hat er völlig fasziniert und begeistert. Herausragend fand ich auch Adrien Brody.

Ich fand, dass „The Grand Budapest Hotel“ im Mittelteil ein paar Längen hat, aber der Film ist im Ganzen definitiv sehenswert.

Könnte „The Grand Budapest Hotel“ eine Rolle bei den nächsten Oscar-Nominierungen spielen? Schwierig zu beurteilen. Wes Anderson hat mit seinen Filmen bislang erst drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für die Drehbücher der Filme „The Royal Tenenbaums“ und „Moonrise Kingdom“ und einen Academy Award-Nominierung für den besten Animationsfilm („Fantastic Mr. Fox“). Ich würde gerne Ralph Fiennes ins Gespräch bringen, verdient wäre es. Ein amerikanischer Kinostart im März ist zwar konkurrenzlos, aber für Filmpreise, die erst ab Dezember verliehen werden, denkbar schlecht. Sicherheitshalber werde ich „The Grand Budapest Hotel“ aber unter „Oscar´14“ listen. Update: „The Grand Budapest Hotel“ war zusammen mit „Birdman“ der am meisten nominierte Film bei den Oscars im Jahr 2015. Bei der 87. Oscarverleihung am 22.02.15 wurde er mit vier Oscars (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Makeup und Beste Frisuren und Beste Filmmusik) ausgezeichnet.

„The Grand Budapest Hotel“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der Berlinale, lief im Wettbewerb und wurde schließlich mit dem Silbernen Bären, dem Großen Preis der Jury, ausgezeichnet. In den Vereinigten Staaten wird der Film ab dem 7.3.14 (limited) gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der amerikanische Trailer:

NYC – Film: "Byzantium"

Ich war am 26.04.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Byzantium“ (dt. Kinostart: 23.01.14) 118 min fantasy, drama
dir. Neil Jordan cast: Gemma Arterton, Saoirse Ronan, Sam Riley, Jonny Lee Miller, Caleb Landry Jones

Clara (Gemma Arterton) und Eleanor (Saoirse Ronan) müssen fliehen. Sie landen schließlich in einer kleinen Stadt an der Küste. Der Ort kommt Eleanor irgendwie bekannt vor, hier waren sie doch schon mal. Clara lernt den Besitzer Hotels Byzantium (Daniel Mays) kennen. Das Byzantium wird nicht mehr als Hotel geführt und so leben die beiden Frauen, die sich als Schwestern ausgeben, fortan dort. In Wahrheit sind sie aber Mutter und Tochter, über 200 Jahre alt und Vampire…

D (Wertung von A bis F) Neil Jordans Vampirfilme und ich werden einfach keine Freunde. Für „Interview with the Vampire“ konnte ich mich seinerzeit schon nicht erwärmen, „Byzantium“ war für mich eine pure Qual. Weder die Geschichte noch eine einzige Figur im Film haben mich auch nur im Ansatz interessiert. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so gelangweilt war. Auch der Score ging mir auf die Nerven.

Saoirse Ronan („Atonement“, „City of Ember“, „Hanna“) ist jetzt vermutlich an einem Wendepunkt in ihrer beruflichen Karriere. Kindlich sieht sie nicht mehr aus, erwachsen aber auch noch nicht. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt. Der amerikanische Schauspieler Caleb Landry Jones („Breaking Bad“, „The Social Network“, „X-Men: First Class“) ist mir hier das erste Mal aufgefallen. Den würde ich gerne mal in einer anderen Rolle sehen.

Der britische Film „Byzantium“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2012 aufgeführt. Auf dem Tribeca Film Festival 2013 feierte er jetzt seine U.S. Premiere. Ich habe ihn auf dem Festival gesehen.

„Byzantium“ startet in den amerikanischen Kinos am 28.06.13. Trailer zu sehen:

Tribeca Film Festival

Das Tribeca Film Festival wurde nach dem 11. September 2001 von u.a. Robert De Niro ins Leben gerufen. Der New Yorker Robert De Niro besitzt in TriBeCa (Triangle below Canal Street) ein Hotel und Restaurants, auch seine Produktionsfirma ist dort ansässig. Durch das Film Festival wollte er nach den Terroranschlägen seinen Beitrag leisten, Manhattan – insbesondere Lower Manhattan, wieder in ein positives Licht zu rücken und für Investitionen, insbesondere im Filmbereich, werben.

San Francisco – Film: "Hanna"

Ich war am 19.04.11 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Hanna“ (dt. Titel: „Wer ist Hanna?“, dt. Kinostart: 26.05.11) 114 min action, thriller, drama
dir. Joe Wright cast: Saoirse Ronan, Eric Bana, Cate Blanchett, Tom Hollander, Olivia Williams

Die 16-jährige Hanna (Saoirse Ronan) ist bei ihrem Vater Erik (Eric Bana) in der finnischen Wildnis, fern von jeglicher Zivilisation, aufgewachsen. Ihr Vater, ein ehemaliger CIA-Agent, bringt ihr mehrere Sprachen und Kampfsportarten bei und bildet sie zur Attentäterin aus. Als sie sich reif genug fühlt, um auf sich alleine gestellt zu sein, aktiviert sie ein Ortungsgerät und wird von der CIA gestellt. Hannas Mission ist es, eine alte Bekannte von Erik, die CIA-Agentin Marissa Wiegler (Cate Blanchett), zu töten, nur da gibt es wohl einen Interessenkonflikt…

B- (Wertung von A bis F) „Hanna“ ist ein Arthouse/Thriller/Märchen mit einer überragenden Hauptdarstellerin und einem äusserst brillant eingefügten Score von The Chemical Brothers. Eine Schwachstelle ist für mich die Story und das Drehbuch zum Ende des Films.

Saoirse Ronan („Atonement“, City of Ember, The Lovely Bones, The Way Back) zeigt hier erneut, dass sie ihren Job und die Leinwand beherrscht. Nach „Atonement“, wofür sie ihre erste Oscar-Nominierung bekam, ist dies ihre zweite Zusammenarbeit mit dem Regisseur Joe Wright. Während der Dreharbeiten war Saoirse Ronan 16 Jahre alt. Sie hat so eine faszinierende Ausstrahlung, In der einen Szene wirkt sie so kindlich und in der nächsten so unglaublich hart und erwachsen. Langweilig wird der Film durch sie nie. Meine Lieblingsschauspielerin Cate Blanchett („Elizabeth“, „The Lord of the Rings“, „Aviator“, „Babel“, „Notes on a Scandal“, I´m Not There) hat mich hier das eine oder andere Mal abgelenkt. Für ihre Filmfigur ist sie mir einfach zu perfekt frisiert und gekleidet. Unter dem Aspekt, dass „Hanna“ als Märchen gedacht ist, ist ihr hier etwas übertriebenes Schauspiel passend. Grundsätzlich habe ich ein Problem, wenn deutsche Charaktere in einem Film von ausländischen Schauspielern verkörpert werden. Das führt, wie auch hier, meist zu grauenhaften Akzenten. Einer der bösen Deutschen wird hier von dem britischen Schauspieler Tom Hollander („Gosford Park“, „Pride and Prejudice“, „A Good Year“, „Pirates of the Caribbean“) gespielt. Auch wenn ich seine Filmfigur irgendwie originell finde, so hat mich seine Sprache jedes Mal aus dem Film geworfen. Das ist sicherlich ein sehr persönliches Problem. Einige Szenen wurden in Berlin gedreht, besonders der Märchenwald (Spreepark) ist für diesen Film die perfekte Filmkulisse. Warum hat diesen magischen Ort noch keine andere Produktionsfirma entdeckt?

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Fast Five“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Der fünfte Teil von „The Fast and the Furious“ mit Vin Diesel
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Warrior“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: schön, Nick Nolte mal wieder zu sehen, ein an „The Fighter“ erinnerndes Kampfsport/Drama-Film mit Tom Hardy und Joel Edgerton („Animal Kingdom“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Debt“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Thriller/Actionfilm mit Tom Wilkinson, Hellen Mirren und Sam Worthington
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Anonymous“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Roland Emmerich wird doch nicht einen Film zustande gebracht haben, den auch ich mir angucken kann? Film über Shakespeare und Königin Elizabeth I – mit Vanessa Redgrave und Rhys Ifans
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ganz großes Fragezeichen

Trailer v. Film: „Crazy, Stupid, Love“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Steve Carell, Ryan Gosling, Julianne Moore, Emma Stone, Kevin Bacon und Marisa Tomei
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%