Berlin – Film: „mother!“

Ich war am 14.09.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„mother!“ (Kinostart war der 14.09.17) 115 min drama, horror
dir. Darren Aronofsky cast: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer, Domhnall Gleeson, Brian Gleeson, Kristen Wiig

 

Sie (Jennifer Lawrence) ist mit einem wesentlich älteren Mann, einem berühmten Dichter (Javier Bardem), verheiratet. Kürzlich sind sie in ein altes, recht entlegenes Haus gezogen. Während er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden, renoviert sie derweil das gesamte Haus und schafft für das Paar ein schönes Heim. Eines Tages klopft ein Fremder (Ed Harris) an ihre Haustür. Sie ist überrascht, dass ihr Ehemann den Fremden hereinbittet, ihn sogar übernachten lässt – er kennt ihn doch gar nicht und am nächsten Tag steht die Frau des Fremden (Michelle Pfeiffer vor der Tür. Sie fühlt sich zunehmend unwohl in ihrem eigenen Haus…

 

A- (Wertung von A bis F) „mother!“ ist der siebente Film, bei dem der amerikanische Filmemacher Darren Aronofsky („Requiem for a Dream“, The Wrestler, Black Swan) Regie führt.

„mother!“ (übrigens kein Schreibfehler, kleines „m“ und Ausrufezeichen) ist kein Film für das Mainstream-Publikum. In den U.S.A. und Kanada gibt es den sogenannten CinemaScore, anhand von Umfragen am Eröffnungstag eines Films, wird ein Durchschnittswert ermittelt, wie dieser Film bei diesem Publikum angekommen ist. Die Zuschauer können den Film zwischen A (sehr positiv) bis F (extrem negativ) bewerten. Logischerweise sagt diese Bewertung nichts über die Qualität des Films aus. Die meisten Filme erzielen irgendetwas zwischen „A“ und „B-„ , es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Film eine „C“-Bewertung bekommt. „Transformers 5“ hat beispielsweise ein „B+“ bekommen. „mother!“ hat ein „F“ erhalten. Das ist schon fast eine Ehre. Im vorliegenden Fall sagt es meines Erachtens nur etwas darüber aus, dass dieses Publikum mit den falschen Erwartungen in den Film gegangen ist. Das wiederum würde ich auf das schlechte, bzw. fehlgeleitete Marketing zurückführen. Wenn man sich die Trailer anschaut, könnte man durchaus eine Art „Rosemary´s Baby“ erwarten. Und genau das ist „mother!“ nicht. Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht, bis ich in dem Gezeigten einen Sinn erkennen konnte. Man weiß auch nie, was als Nächstes passiert. Keiner der Charaktere hat einen Namen. Der Film ist voller Symbole und Anspielungen. Als ich irgendwann eine Idee zu einem der Charaktere (Javier Bardems) hatte, war mir auch schnell klar, was Jennifer Lawrences symbolisiert. Wenn man das erkannt hat, kann man erahnen, was sich der Künstler (Darren Aronofsky) bei seinem außergewöhnlichen Werk gedacht hat.

Ich möchte den Film nicht spoilern. Ich glaube, dass die, die sich ernsthaft für Filme interessieren, diesen durchaus heftigen Arthouse-Film auch erleben sollten. Der Otto-Normal-Zuschauer, der am liebsten einen Film von A bis Z erklärt haben will, nicht nachdenken möchte, wird mit diesem Film so überhaupt nichts anzufangen wissen. Das erklärt auch den CinemaScore „F“.

„mother!“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Javier Bardem), Beste Nebendarstellerin (Michelle Pfeiffer), Bester Nebendarsteller (Ed Harris), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„mother!“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival gezeigt. In den U.S.A. ist der Film am 15.09.17 in 2,368 Kinos landesweit gestartet. In Deutschland ist der Film bereits einen Tag zuvor ins Kino gekommen. Ich habe den Film in Berlin in der OV gesehen.

 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Justice League„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Der 423. Superhelden-Film. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf die immer gleichen Filme noch freuen kann. Die erfolgreichsten Filme an der amerikanischen Kinokasse in diesem Sommer waren tatsächlich wieder drei Superhelden-Filme („Wonder Woman“, „Guardians of the Galaxy 2“ und „Spider-Man: Homecoming“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Der Trailer ist so lange gut, bis Kenneth Branagh als Hercule Poirot auftaucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „The Snowman„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+ (anderer Trailer)
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender. Irgendwie cool, Fassy rauchen zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „What Happened to Monday„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Noomi Rapace in verschiedenen Rollen. Leider sieht sie gar nicht wandelbar und sieht immer gleich aus. Der Film kommt in den U.S.A. auf Netflix raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht gucke ich mal rein

 

 

Kino in Berlin

In Deutschland gehe ich äußerst selten ins Kino. „mother!“ war, glaube ich, erst mein zweiter Film, den ich dieses Jahr regulär im deutschen Kino gesehen habe. Die Werbung (inkl.) zweier Trailer war knapp 10 Minuten lang. Als ich dachte, es geht los, ging dass Licht an und es wurde die „Eis-Pause“ ausgerufen. Ich kann nicht fassen, dass es dieses Relikt aus der Vergangenheit heutzutage immer noch gibt. Kein einziger Zuschauer in meiner Vorstellung ist aufgestanden. Also passiert drei Minuten nichts und dann wurden noch mal zwei Trailer gezeigt und der Film hat begonnen.

 

Denver – Film: „Sausage Party“

Ich war am 25.08.16 in Denver und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Sausage Party“ (dt. Filmtitel: „Sausage Party – Es geht um die Wurst“, dt. Kinostart: 06.10.16) 89 min animation
dir. Greg Tiernan, Conrad Vernon cast: Seth Rogen, Jonah Hill, Kristen Wiig, Bill Hader, James Franco, Michael Cera, Paul Rudd, Danny McBride, Craig Robinson, Edward Norton, Salma Hayek

 
Für die Lebensmittel des Supermarktes Shopwell´s gibt es nichts Erstrebenswerteres als zu den Auserwählten zu gehören. Sie halten die Konsumenten für Götter und wenn sie in ihrem Einkaufswagen landen und gekauft werden, wissen sie, dass jetzt das Paradies folgt. Nun wurde aber der Honigsenf (Danny McBride) gerade in den Supermarkt zurückgebracht und hat Horrorstories zu erzählen. Angeblich soll es gar keinen Gott geben, er hält die Menschen sogar für Monster. Niemand schenkt ihm Glauben, alle sind schon ganz vorfreudig auf die große Party, denn es ist amerikanischer Unabhängigkeitstag.

 
B- (Wertung von A bis F) „Sausage Party“ ist ein Animationsfilm für Erwachsene – und zwar ausnahmslos. Die Geschichte stammt aus der Feder von Seth Rogen und Evan Goldberg (This is the End).

Wie dieser Animationsfilm das Thema Glauben angeht, ist originell und stellenweise sehr smart – insbesondere wenn die Esswaren realisieren, dass es gar keinen Gott (keine Götter) gibt. Ansonsten geht es hauptsächlich um Sex. viel zotiger Humor, viel Fluchen – das muss man schon mögen. Irgendwann wiederholen sich aber die Jokes und dann weist der Film Längen auf. Schade. Allein um den teils guten Sprachwitz mitzubekommen, empfehle ich die Originalfassung.

Eines Tages wird es bei den Oscars eine Kategorie für die momentan noch immer unterschätzten motion capture und voice performances geben, Edward Norton wäre für mich ein Kandidat für die Synchronisation des jüdischen Sammy Bagel Jr.

 
An der amerikanischen Kinokasse war der Anfang August in den U.S.A. gestartete Film überraschend erfolgreich. Eine Fortsetzung zu „Sausage Party“ ist im Gespräch.

„Sausage Party“ wurde erstmalig auf bei South by Southwest 2016 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Masterminds„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Zach Galifianakis, Owen Wilson, Kristen Wiig, etc. Sollte eigentlich schon vor einem Jahr ins Kino kommen, dann ist der amerikanische Verleih (Relativity) in finanzielle Schwierigkeiten gestrudelt und der Film wurde verschoben.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Bad Santa 2„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Fortsetzung zu einem Film, den ich liebe. Wieder mit Billy Bob Thornton, aber auch Kathy Bates
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Office Christmas Party„
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Komödie mit Jason Bateman, Courtney B. Vance, aber leider auch Jennifer Aniston
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Why Him?„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Komödie mit James Franco und Bryan Cranston
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Resident Evil: The Final Chapter„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vielleicht letzte Film der Resident-Evil-Reihe mit Milla Jovovich. Ich habe keinen der Filme gesehen, der Trailer ist aber nahezu perfekt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Kevin Hart: What Now?„
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Stand-Up-Comedy-Film mit Kevin Hart
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

einer der amerikanischen Aufsteller von "Sausage Party"
einer der amerikanischen Aufsteller von „Sausage Party“

 

 

NYC – Film: „The Martian – 3D“

Ich war am 27.09.15 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Martian – 3D“ (dt. Filmtitel: „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“, dt. Kinostart: 08.10.15) 142 min sci-fi, drama, action, adaptation
dir. Ridley Scott cast: Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wiig, Jeff Daniels, Michael Pena, Kate Mara, Sean Bean, Chiwetel Ejiofor, Mackenzie Davis

Commander Lewis (Jessica Chastain) leitet die NASA-Basisstation auf dem Mars. Als ein gewaltiger Sandsturm aufkommt, wird der Astronaut Mark Watney (Matt Damon) fortgerissen. Es wird angenommen, dass er ums Leben gekommen ist und so stellt Commander Lewis aus Sicherheitsgründen die Suche nach Watney ein und ordnet die sofortige Evakuierung der Mars-Station an. Der NASA-Direktor (Jeff Daniels) erklärt seinen Mitarbeiter schließlich später für tot. Was keiner ahnt, Mark Watney ist zwar verletzt, aber konnte sich noch zur Basisstation retten. Jetzt muss er einen Plan aufstellen, wie er auf dem Mars überleben kann. Er rechnet sich aus, dass die Lebensmittelreserven nicht ausreichen, bis er irgendwann gerettet wird. Außerdem sind alle Kommunikationssysteme bei dem Sturm zerstört worden und noch weiß niemand, dass er überhaupt überlebt hat.

B+ (Wertung von A bis F) Der Film „The Martian“ basiert auf Andy Weirs gleichnamigen Roman.

„The Martian“ ist in meinen Augen auch kein Oscar-Film, aber er ist im Gegensatz zu dem Eröffnungsfilm des New York Film Festivals The Walk gut gemachtes, intelligentes Popcorn-Kino. Ridley Scott („Alien“, „Thelma & Louise“, „Gladiator“, Prometheus) weiß einfach, wie man großes Sci-Fi-Kino inszeniert, wie ein Film auszusehen und klingen (auch der Sound ist hervorragend) muss. Hier konnte ich mich von Anfang entspannt zurücklehnen. Der Film hat alles was ein Blockbuster haben sollte: Action, Spannung, Humor, eindrucksvolle Bilder und sehr gute (3D-) Effekte. Ich bin mit dem Gefühl aus dem Kino gekommen, eine gute Zeit gehabt zu haben. Auch kamen mir die beinahe 2 1/2 Stunden Laufzeit nicht zu lang vor.

Natürlich ist es kein Film, der einem noch viele Jahre später in Erinnerung bleibt. Aber an die letzten beiden großen Sci-Fi-Filme Christopher Nolans Interstellar und Alfonso Cuaróns Gravity kann ich mich auch noch kaum erinnern.

Wenn Sandra Bullock für das, was auch immer sie „Gravity“ gezeigt hat, einen Oscar gewonnen hat, dann müsste Matt Damon erst recht mit einem ausgezeichnet werden. In weiten Teilen unterhält er die Zuschauer alleine. Er gibt auch eine wesentlich vielschichtigere Performance als Sandra Bullock.

Kristin Wiig und Sean Bean, die ich beide sonst durchaus gerne sehe, fand ich in „The Martian“ fehlbesetzt. Beiden habe ich die Rolle nicht abgenommen, mit jedem ihrer Auftritte haben sie mich leider sogar aus dem Film gebracht.

Die 3D-Fassung ist unbedingt empfehlenswert.

„The Martian“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Matt Damon), Bestes adaptiertes Drehbuch und einige technische Kategorien.

Update: „The Martian“ hat 7 Oscar-Nominierungen (Bester Film, Bester Hauptdarsteller Matt Damon, Beste visuelle Effekte, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Bester Ton, Bester Tonschnitt) erhalten.

„The Martian“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2015 gezeigt. Der Film startet heute, am 2.10.15, in den amerikanischen Kinos. Ich habe den Film in dem 3D-Sneak Screening auf dem New York Film Festival gesehen. Der Regisseur Ridley Scott und die Schauspieler Chiwetel Ejiofor, Kristen Wiig, Kate Mara, Mackenzie Davis und Sebastian Stan waren anwesend. Vor dem Screening trat der Filmemacher kurz auf die Bühne und animierte uns Zuschauer zu lachen, wenn uns danach ist, denn „The Martian“ wäre auch lustig. Für New Yorker Verhältnisse ist der Film begeistert aufgenommen worden. Das hat den Regisseur und sein Team sichtbar gefreut. Nach dem rasenden Applaus haben sie sich alle noch mal kurz vom Rang des Kinos gezeigt.

 

Trailer zu sehen:

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NYFF53 Ridley Scott
NYFF53 Ridley Scott

 

Berlin (ale) – Film: "The Diary of a Teenage Girl"

Ich war am 9.2.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Diary of a Teenage Girl“ 102 min drama, adaptation
dir. Marielle Heller cast: Bel Powley, Kristen Wiig, Alexander Skarsgard, Christopher Meloni

San Francisco im Jahr 1976. Die 15-jährige Minnie (Bel Powley) vertraut ihre intimsten Erlebnisse und Gedanken ihrem Tonbandgerät an. Die Aufzeichnungen dienen ihr als Tagebuch. Gerade hat sie zum ersten Mal Sex gehabt und zwar mit Monroe (Alexander Skarsgard), dem Freund ihrer Mutter (Kristen Wiig).

B+ (Wertung von A bis F) „The Diary of a Teenage Girl“ basiert auf Phoebe Gloeckners gleichnamigen autobiografischen Comicroman. Der Film ist das Regiedebüt der amerikanischen Schauspielerin Marielle Heller (A Walk Among the Tombstones).

Die Filmfigur Minnie, ein 15-jähriger Teenager, hat künstlerische Ambitionen, sie zeichnet, was sich dann auch in einigen Illustrationen durch den Film zieht. Sonst ist sie etwas nervig und von Unsicherheiten geprägt. Sie macht ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol, Drogen und Sex, weiss aber gar nicht was sie eigentlich will. „The Diary of a Teenage Girl“ ist – wie man dem Filmtitel entnehmen kann – ein Film über das Erwachsenwerden. Der Film zeigt realistisch, mit was für Fantasien, Träumereien, Spielereien und Wünschen sich ein Teeanger auseinandersetzt.

Minnies sexuelle Affäre mit dem 20 Jahre älteren Freund ihrer Mutter ergibt sich – so falsch sich diese Beziehung auch liest – ganz normal und irgendwie natürlich. Die Anziehungskraft konnte ich von beiden Seiten nachvollziehen und die Beziehung ist auch komplexer als man zunächst vermutet. Klar, hätte er (der einfach unwiderstehliche Alexander Skarsgard) vorher schon eine klare Grenze ziehen müssen, aber ich kann auch (anhand dieser erzählten Geschichte) verstehen, warum er es halt nicht konnte. Der Film lädt zu Diskussionen über dieses Thema ein. Wenn ein Film so etwas bei seinem Publikum bewirkt, ist er in meinen Augen schon hervorragend.

Die Schauspielerin Bel Powley ist dieser eigentlich unattraktive, etwas trampelige Teenager Minnie. Sie passt perfekt in die Zeit der 1970er Jahre. Bel Powley hat ein typisch britisches Gesicht (kein Wunder, sie ist auch Britin), sie hat eine starke Präsenz und vermutlich auch einen hohen Wiedererkennungswert. Ich bin sicher, dass man sie in den nächsten Jahren noch oft zu sehen bekommt.

„The Diary of a Teenage Girl“ hat einen sehr guten Soundtrack.

„The Diary of a Teenage Girl“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt und hat dort den Cinematography Award: U.S. Dramatic gewonnen. Mit Sony Picture Classics hat der Film bereits einen amerikanischen Verleiher gefunden. Einen Starttermin in den U.S.A. gibt es aber bislang noch nicht. (Update: Der Film startet am 7.8.15 in einigen amerikanischen Kinos). Ich habe den Film auf der Berlinale 2015 gesehen. „The Diary of a Teenage Girl“ lief dort in der Sektion „Generation 14plus“. Noch während des Filmfestivals wurde der Film mit dem Großen Preis der Internationalen Jury von Generation 14plus ausgezeichnet. Nach Love & Mercy, Mr. Holmes „Mr. Holmes“Knight of Cups war „The Diary of the Teenage Girl“ mein vierter Film auf der Berlinale 2015. Zugleich war es die erste Vorstellung, die bis zum letzten Platz ausverkauft war. Es war auch der erste Film, der in der OV (also ohne störende deutsche Untertitel) gezeigt wurde.

Update: „The Diary of a Teenage Girl“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Bel Powley), Bester Nebendarsteller (Alexander Skarsgard), Beste Nebendarstellerin (Kristin Wiig), Bestes adaptiertes Drehbuch

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "The Skeleton Twins"

Ich war am 24.09.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Skeleton Twins“ 91 min drama, comedy
dir. Craig Johnson cast: Kristen Wiig, Bill Hader, Luke Wilson, Ty Burrell, Boyd Holbrook

Die Zwillinge Maggie (Kristen Wiig) und Milo (Bill Hader) haben seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr miteinander. Gerade als sich Maggie das Leben nehmen will, bekommt sie einen Anruf aus dem Krankenhaus, dass ihr Bruder versucht hätte, sich umzubringen. Maggie eilt ins Krankenhaus und irgendwie ist ihre Bindung sofort wieder da. Milo nimmt Maggies Angebot, vorübergehend zu ihm und ihrem Ehemann Lance (Luke Wilson) zu ziehen, an. Wenn das Leben der Geschwister nicht bloß so verfahren wäre ..

B+ (Wertung von A bis F) „The Skeleton Twins“ ist ein tragikomischer Beziehungsfilm.

Ich hatte das Gefühl, beide Charaktere zu kennen. Kristen Wiig und Bill Hader sind authentisch und reden so vertraut, als ob sie in meinem Bekanntenkreis wären. Bill Hader verleiht seiner Figur viel Wärme, Tragik und Humor und ist dabei so bezaubernd, dass ich ihn sofort ins Herz geschlossen habe. Bill Haders Performance ist für mich eine preiswürdige, wenn nicht sogar eine Oscar-Performance.

Meine Lieblingsszene ist die Performance zu dem wirklich grauenhaften Song „Nothing´s Gonna Stop Us Now“ von Starship (wofür hat man denn Shazam?). Gerade in dieser Szene zeigt sich das komödiantischen Talent der beiden ehemaligen Saturday Night Live-Kollegen.

Auch gut gefallen hat mir Ty Burrell (Modern Family). In „The Skeleton Twins“ ist er mal in einer ungewöhnlich ernsthaften Rolle zu sehen.

Das erste Mal ist mir hier Boyd Holbrook aufgefallen. Komischerweise habe ich den, auch erfolgreich als Männermodel arbeitenden amerikanischen Schauspieler dann die Tage gleich noch in zwei weiteren Filmen (A Walk Among the Tombstones  und Gone Girl) gesehen.

„The Skeleton Twins“ war/ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Bill Hader), Beste Hauptdarstellerin (Kristen Wieg), Bestes Originaldrehbuch

„The Skeleton Twins“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt. Dort hat er Preis für das beste Drehbuch in der Kategorie Drama gewonnen

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Lilting“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Ben Wishaw
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Kill the Messenger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jeremy Renner, Ray Liotta, Mary Elizabeth Winstead, Oliver Platt
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Birdman (or the Unexpected Virtue of Ignorance)“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Mein erklärter Lieblingstrailer. Oscar-Film von Alejandro González Inárritu.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher, langsam muss ich mich wohl mit ihm anfreunden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Homesman“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Der neueste Film von und mit Tommy Lee Jones. Besetzt auch mit Hilary Swank und Meryl Streep
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – Film: "Despicable Me 2 – 3D"

Ich war am 03.07.13 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Despicable Me 2 – 3D“ (dt. Titel: „Ich – Einfach unverbesserlich 2“, dt. Kinostart: 04.07.13) 98 min animation, sequel
dir. Pierre Coffin cast: Steve Carell, Kristen Wiig, Benjamin Bratt, Russell Brand, Steve Coogan

Gru (Steve Carell) ist mittlerweile dreifacher Vater. Seine Zeit als Bösewicht liegt schon etwas zurück. Jetzt wird er von dem Geheimdienst AVL (Anti Villain League) angeworben. Er soll einen Schurken, der im Besitz eines gefährlichen Serums ist, aufspüren. Dazu soll er mit Agentin Lucy (Kristen Wiig) verdeckt ermitteln. In einem großen Einkaufszentrum soll sich der Verbrecher versteckt halten…

A- (Wertung von A bis F) „Despicable Me 2“ ist die Fortsetzung zu dem Animationsfilm Despicable Me aus dem Jahr 2010.

Ich neige immer dazu, Filme zu vergleichen. Dieses Jahr habe ich mit The Croods und Monsters University zwar erst drei Animationsfilme gesehen, „DM2“ ist für mich aber mit Abstand der kurzweiligste. Er gefiel mir sogar besser als der erste Film (dachte ich zumindest, bis ich gesehen habe, dass ich dem auch ein „A-“ gegeben habe).

Die Geschichte im zweiten Animationspaß ist zugegebenermassen schnell erzählt und das Ende erwartbar. Durch den liebenswerten Gru und seine putzigen Adoptivtöchter (klar, ist Agnes nach wie vor der Goldschatz), ein paar guter Einfälle und Szenen hatte ich den ganzen Film über ein glückliches Dauergrinsen im Gesicht. Unterbrochen wurde dieser sicherlich selten dämlich aussehende Gesichtsausdruck allerdings von sehr häufig auftretenden Spontan-Gelächter. Ich konnte immer kaum noch an mich halten, wenn die Minions wieder irgendein Blödsinn fabrizierten. Da ihnen im zweiten Teil der Reihe auch wesentlich mehr Zeit gewidmet wird, war das ziemlich oft. Dennoch gab es für mich einige Minions-Höhepunkte (Traum von/mit Lucy, Minions am Strand und singend zum Schluss). Ohne diese kleinen, drolligen gelben Dinger hätte ich dem Film kaum eine so gute Bewertung gegeben.

Vielleicht ist der Film weniger etwas für Kinder. In meiner recht gut besuchten Vorstellung gab es vermutlich ebenso viele Kinder wie Erwachsene. Am meisten habe ich jedoch die Erwachsenen lachen gehört.

Ich habe „Despicable Me 2“ in der 3D-Fassung gesehen und würde das auch weiterempfehlen. Spätestens mit dem Abspann habe ich registriert, dass auch die Kinder von den Effekten begeistert waren.

Zum Schluss meiner Vorstellung gab es großen Applaus.

„Despicable Me 2“ bewirbt sich um einen Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2013.

Im nächsten Jahr soll ein eigener Minions-Film ins Kino gebracht werden. Zum heutigen Zeitpunkt sehe ich einen kompletten Film alleine über die Minions als Fehler. Sie sind perfekt darin, die Charaktere und die Handlung zu unterstützen, dabei sollte man es belassen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film: „Free Birds“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80%

Trailer von Film: „The Wizard of Oz“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Der Klassiker feiert 75. Geburtstag und wird im September 13 für eine Woche in der 3D-Version ins Kino gebracht.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: eher nicht

Trailer von Film: „Frozen“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Disney-Animationsfilm. Ich liebe diesen Trailer.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „The Smurfs 2“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Fortsetzung des Animationsfilms.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film: „The Boxtrolls“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Stop-Motion-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: warum nicht?

Trailer von Film: „Turbo“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: DreamWorks-Animationsfilm.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 30%

Trailer von Film: „R.I.P.D.“ (in 3D gezeigt)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Action-Mist mit Ryan Reynolds und Jeff Bridges
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Montréal – Film: "Bridesmaids"

Ich war am 19.05.11 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Bridesmaids“ (dt. Titel: „Brautalarm“, dt. Kinostart: 21.07.11) 125 min comedy
dir. Paul Feig cast: Kristen Wiig, Rose Byrne, Chris O´Dowd, Maya Rudolph, Melissa McCarthy, Jon Hamm, Jill Clayburgh

Annie (Kristen Wiig) ist kürzlich mit ihrer Bäckerei pleite gegangen, hat jetzt einen unbefriedigenden Job, immer die falschen Männer und wohnt in einer WG mit zwei durchgeknallten Geschwistern. Seit ihrer Kindheit ist sie mit Lilian (Maya Rudolph) befreundet, die ihr jetzt mitteilt, dass sie sich verlobt hat. Annie freut sich darauf, Trauzeugin zu sein. Seit einigen Monaten ist Lilian jedoch mit Helen (Rose Byrne) befreundet. Helen ist bildhübsch und wohlhabend, schlichtweg perfekt und beansprucht den Titel als Lilians beste Freundin für sich. Helen will die bevorstehenden Feierlichkeiten für Lilian organisieren. Der Konkurrenzkampf beginnt…

B- (Wertung von A bis F) Ja, ja ich weiss, ich wollte diesen Film auf gar keinen Fall schauen… Frauenfilme sind generell so gar nicht meine Sache (blankes Unverständnis führt mich immer wieder zurück zu „Bridget Jones´s Diary“…).

Nun gibt es bei mir aber Reizworte (Golden Globes, Oscars), die mich beinahe immer ins Kino ziehen. „Bridesmaids“ hat überwiegend hervorragende Kritiken bekommen. Ich kann mich aber gut erinnern, dass The Hangover die damals auch erhalten hat. Den fand ich überbewertet. Schlechter ist „Bridesmaids“ aber auf gar keinen Fall. Der Film ist zwar viel zu lang (eine Komödie sollte nie wesentlich länger als 90 Minuten andauern) und einige Szenen sind etwas zu ausgereizt, aber er ist bis zum Schluß unterhaltsam. Auch hier gibt es ein paar Brüller und eine saueklige – und für mich überflüssige – Szene (Brautmoden-Laden), bei der sich zeigt, dass der Film aus dem Hause Judd Apatow („The 40 Year Old Virgin“, Knocked Up, Funny People) stammt. Kristen Wiig (SATURDAY NIGHT LIVE, „Knocked Up“, Adventureland) halte ich schon länger für ein Talent. Bislang hat sie nur einfach nicht die geeignete Hauptrolle angeboten bekommen. „Bridesmaids“ ist ihr Film. Kristen Wiig ist Annie und daher sehe ich hier auch eine ganz klare Golden Globe Nominierung. Rose Byrne (Damages) füllt ihre Rolle perfekt aus. Melissa McCarthy als Megan ist grotesk, einige Szenen kann sie aber ganz eindeutig für sich entscheiden. Der irische Schauspieler Chris O´Dowd ist mir zum ersten Mal aufgefallen, er hat mir richtig gut gefallen. Einziger optischer Störfaktor ist natürlich Maya Rudolph (Away We Go), auch wenn ich zugeben muss, dass ich Kristen Wiig und Maya Rudolphs Charakteren die Freundschaft abgenommen habe.

Der, wie ich finde, schlechte Trailer ist zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Larry Crowne“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Tragikomödie mit Tom Hanks und Julia Roberts
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiss nicht, Roberts und Hanks haben null Chemie und sie sollen mir hier auch noch als Liebespaar verkauft werden…

Trailer v. Film: „The Help“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Romanverfilmung mit Viola Davis, Emma Stone, Bryce Dallas Howard
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%

Trailer v. Film: „What´s Your Number?“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Anna Faris und Chris Evans
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Cowboys & Aliens“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Jon Favreaus neuer Film mit Danlel Craig (der sieht aber auch wieder sexy aus), Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell, Paul Dano
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Change-Up“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Komödie mit Ryan Reynold, Jason Bateman und Olivia Wilde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 30%