L.A. – Film: „Dunkirk – 70mm“

Ich war am 24.07.17 in Los Angeles und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Dunkirk – 70mm“ (dt. Kinostart war der 27.07.17) 107 min  drama, war
dir. Christopher Nolan cast: Fionn Whitehead, Tom Glynn-Carney, Harry Styles, Jack Lowden, Aneurin Barnard, James D´Arcy, Kenneth Branagh, Cilian Murphy, Mark Rylance, Tom Hardy voice: Michael Caine

 

 

Im Jahr 1940 haben die Nazis die nordfranzösischen Hafenstadt Dunkirk umzingelt. Rund 400.000 dort stationierte britische und französische Soldaten sind eingeschlossen. Sie warten auf Rettung. Große Schiffe können die Küste nicht ansteuern, dafür ist das Wasser zu flach. Schließlich eilen aber kleine, private Boote heran, um die Soldaten zu evakuieren.

 

 

B (Wertung von A bis F) „Dunkirk“ basiert auf historischen Fakten. Es ist der neue Film des britischen Drehbuchautors und Filmemachers Christopher Nolan („Memento“, The Dark Knight, Inception).

Christopher Nolan ist einzig an Geschichten über Männer interessiert, diese erzählt er meist raffiniert und setzt sie oft visuell spektakulär oder wenigstens Aufmerksamkeit erregend um. Emotionen auf die Leinwand zu bringen, ist nicht so sein Ding. Mit Interstellar hat er es probiert und ist kläglich gescheitert. Hier setzt er nun erstmalig eine Zweite-Weltkriegsgeschichte um und dabei gehts ihm nicht um den Charakteraufbau, um Einzelschicksale, sondern um die groß angelegte Evakuierungsaktion als Ganzes.

„Dunkirk“ weiß zu beeindrucken – visuell ist auch Nolans neuer Film zweifelsfrei ein Meisterwerk. Beinahe zwei Wochen später habe ich diese Bilder, diese Farben immer noch direkt vor Augen. Die Erzählweise ist sicherlich ungewöhnlich, vielleicht sogar auch einmalig. Die Rettungsaktion wird immer abwechselnd aus drei Perspektiven (Land, Wasser, Luft) gezeigt. Die Ereignisse finden über einen Zeitraum von einer Woche (Land), einem Tag (Wasser) und einer Stunde (Luft) statt. Ungewöhnlich ist, dass in diesem Kriegsfilm der Feind (in diesem Fall die Nazis) nie direkt zu sehen ist, es sterben viele Soldaten, man sieht aber im gesamten Film kaum Blut (so weit ich mich erinnern kann, nur in einer einzigen Szene). Stattdessen zeigt der Film durch seine Erzählstruktur und den ohrenbetäubenden Sound das Chaos des Krieges. Die Kamera blendet von einer zur anderen Perspektive, bei den Parallelmontagen hat man hat kaum Zeit, sich den Charakteren emotional zu nähern. Ständig wird zu den anderen Blickwinkeln geschnitten. Dazu der viel zu dominante Score von Hans Zimmer. Der deutsche Filmkomponist („Rain Man“, „The Lion King“, „Gladiator“, „The Dark Knight-Trilogie“) hat oft bewiesen, dass er durch seine Filmmusik das Filmerlebnis noch verstärken kann. Hier spielt sich der Score aber zu sehr in den Vordergrund. Ich hätte es vorgezogen, manchmal nur den Geräuschen und den wenigen Dialogen zu lauschen.

Die Besetzung mit vielen jungen, dunkelhaarigen Männern ist etwas unglücklich, ich konnte sie jedenfalls nicht auseinanderhalten. Sie werden auch nicht beim Namen genannt oder haben gar eine Hintergrundgeschichte. Daher war die einzige Geschichte, die mich annähernd bewegt hat, die auf dem Schiff mit dem britischen Charakterschauspieler und Oscar-Preisträger Mark Rylance (Bridge of Spies)

Schauspielerisch sind eigentlich nur Kenneth Branagh und Mark Rylance (logisch) bemerkenswert. Nun sieht man Tom Hardy auf der Besetzungsliste und denkt sich vielleicht und was ist mit Hardy? Nach „Inception“ und The Dark Knight Rises hat Christopher Nolan ihn hier bereits das dritte Mal besetzt. Man kann also davon ausgehen, dass er ihn mag – oder wenigstens seine Augen und seine Stimme. Nämlich ebenso wie im Batman-Spektakel sieht man von Tom Hardys ausdrucksvollem Gesicht nicht viel, da er nahezu in dem gesamten Film eine Maske aufhat. Für mich ist das – wieder mal – eine völlige Verschwendung, den Ausnahmeschauspieler hätte man auch durch einen anderen Schauspieler ersetzen können.

Christopher Nolan liebt das Kino, Neben Quentin Tarantino, Paul Thomas Anderson und ein paar wenige andere Regisseure dreht er seine Filme ausschließlich noch auf Film. Seine Filme gelten als Events und die breitformatigen Bilder sollten – zumindest wenn man sie das erste Mal sieht – auf der größtmöglichen Leinwand mit der bestmöglichen Sound-Anlage erlebt werden. „Dunkirk“ hat er in IMAX-Film und Super Panavision 65mm-Film gedreht. In den (amerikanischen) Kinos wird der Film im IMAX, IMAX/70mm, 70mm und in 35mm gezeigt.

Christopher Nolan selbst hat drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für das Original-Drehbuch („Memento“, „Inception“) und eine als Produzent für seinen Film „Inception“. Als Regisseur wurde er von AMPAS noch nie nominiert. Das könnte sich nun mit „Dunkirk“ ändern.

„Dunkirk“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bestes Originaldrehbuch, Bester Nebendarsteller (Mark Rylance), Beste Kamera (Hoyte Van Hoytema) und einige andere technische Kategorien. Update: Dunkirk hat 8 Oscar-Nominierungen erhalten (Best Picture, Best Director, Best Cinematography, Best Film Editing, Best Production Design, Best Score, Best Sound Editing, Best Sound Mixing) Update: „Dunkirk“ hat drei Oscars (Bester Schnitt, Bester Ton und Bester Tonschnitt) gewonnen.

„Dunkirk“ ist am 21.7.17 in 3.720 Kinos in den U.S.A. gestartet. Davon wurde er in 125 amerikanischen Theatern in der 70-mm-Film-Fassung gezeigt. Ich habe ihn in dieser Fassung gesehen. Mittlerweile ist der Film landesweit in 4.014 Kinos zu sehen. In Deutschland ist der Film am 27.07.17 gestartet, eine 70-mm-Vorführung gibt es in Berlin (Zoo Palast), Hamburg (Savoy), Hannover (Astor Grand Cinema), Karlsruhe (Schauburg Cinerama) und in Essen (Lichtburg).

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Blade Runner 2049„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1982. Denis Villeneuves führt Regie und Roger Deakins ist der DP, der Film sieht fantastisch aus. Es spielen Ryan Gosling, Jared Leto und Harrison Ford mit
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Justice League„
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Wer braucht denn so ein Mist? Superhelden-Zeugs und dann noch mit Ben Affleck
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

 

Vor meiner 70mm-Vorführung in der 10-Uhr-morgens-Vorstellung haben sie tatsächlich nur zwei Trailer gezeigt.

 

 

 

Amsterdam – Film: „Youth“

Ich war am 05.11.15 in Amsterdam und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Youth“ (Originalfilmtitel: „La giovinezza“, dt. Filmtitel: „Ewige Jugend“, dt. Kinostart: 26.11.15) 119 min drama, comedy
dir. Paolo Sorrentino cast: Michael Caine, Harvey Keitel, Rachel Weisz, Paul Dano, Jane Fonda

Der pensionierte Komponist und Dirigent Fred Ballinger (Michael Caine) verbringt mit seiner Tochter Lena (Rachel Weisz) und seinem besten Freund Mick (Harvey Keitel) einen Urlaub in einem luxuriösen Wellness-Hotel in den Schweizer Alpen. Mick ist Regisseur und arbeitet an seinem neuen, wohl letzten Film. Fred Ballinger wird von einem Abgesandten des britischen Königshauses aufgesucht und gebeten, noch einmal ein Konzert anlässlich des Geburtstages des Gemahlen der Queen zu geben. Der berühmte Dirigent lehnt dies aus persönlichen Gründen ab und geniesst weiter seinen Urlaub.

A- (Wertung von A bis F) Nach „This Must Be the Place“ ist „Youth“ der zweite englischsprachige Film des italienischen Regisseurs Paolo Sorrentino.

Die Magie der Bilder. Wenn man nicht weiß, was darunter zu verstehen ist, sollte man sich von Paolo Sorrentinos bildgewaltigen Filmen verführen lassen. „Youth“ ist ein visuelles Meisterwerk. Ich glaube, ich brauchte keine 20 Minuten um zu wissen, dass dieser Film (wie bereits sein Vorgängerfilm The Great Beauty) unwiderruflich in meiner Bestenliste auftauchen wird.

Michael Caine ist ein Ausnahmeschauspieler. Allein wenn ich seine Stimme höre, wird mir warm ums Herz. Der zweimalige Oscar-Gewinner verleiht dem schlechtesten Film noch so etwas wie Würde. Die Lobeshymnen auf seine Performance in „Youth“ sind natürlich gerechtfertigt. Harvey Keitels Performance fand ich aber gleichwertig und wird bei den Kritikern zu selten hervorgehoben.

Ich liebe Paul Dano – sowieso und besonders seinen Charakter hier. Er spielt einen Hollywood-Schauspieler, mehr sei nicht verraten. In seinem Wesen, zurückhaltend, meist in sich ruhend, Situationen aufsaugend, wach und interessiert alles beobachtend, habe ich mich wahrscheinlich selbst wiedererkannt. Mit Danos Performance in „Youth“ als Unterstützung sollte es doch möglich sein, dass er eine so wohlverdiente Oscar-Nominierung für Love & Mercy bekommt.

Anfangs war ich etwas irritiert von Jane Fondas Auftritt, sie wirkte auf mich zunächst beinahe wie ein alternder Transvestit und ich wusste das nicht wirklich einzuordnen (rückblickend muss ihr Aussehen aber beabsichtigt sein, wenn man sich die Perfektion der restlichen Inszenierung des Filmemachers anschaut), dann aber wenn sie mit ihrem Monolog über die Filmindustrie loslegt und immer mehr in Fahrt gerät, war ich ganz bei ihr. Vielleicht ist Jane Fonda nicht länger als 6 oder 7 Minuten im gesamten Film zu sehen, aber ihre Performance ist nachhaltig.

„Youth“ wurde erstmalig auf dem Cannes Film Festival 2015 gezeigt. Der Film soll am 4.12.15 in einigen amerikanischen Kinos starten. Ich habe in einem Kino in Amsterdam gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung mit niederländischen Untertiteln.

„Youth“ wurde kürzlich fünfmal für den Europäischen Filmpreis nominiert und ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Michael Caine), Bester Nebendarsteller (Harvey Keitel), Beste Nebendarstellerin (Jane Fonda, Rachel Weisz), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien

Update: „Youth“ hat 1 Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Song erhalten.

 

Der amerikanische Trailer gibt den Film nicht so gut wieder, daher habe ich mich entschieden, auf den internationalen Trailer hinzuweisen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Son of Saul“ (wortloser Trailer)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: ungarisches Holocaust-Drama und wohl sicherer Gewinner des Oscars in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Star Wars: The Force Awakens“ (gezeigt in der OmU)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: J.J. Abrams Star Wars-Film – interessiert mich null.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Kino in Amsterdam: Für mich war es das erste Mal, dass ich in Amsterdam im Kino war. In Amsterdam werden ALLE Filme in der Originalfassung mit niederländischen/ oder englischen Untertiteln gezeigt. Mit dem Kriterion (Roetersstraat 170, 1018 WE Amsterdam) habe ich ein sehr schönes Programmkino gefunden. Die Kinokarte kostete 9,50 EUR, dafür gibt´s aber freie Platzwahl (ich habe mir sagen lassen, dass dies leider nicht üblich ist in Amsterdam). Die Sitze zumindest im Kinosaal 1 waren neu und bequem. Insgesamt wurden 10 Minuten Werbung und Trailer gezeigt.

amerikanisches Filmplakat von "Youth"
amerikanisches Filmplakat von „Youth“
Das Kriterion in Amsterdam
Das Kriterion in Amsterdam

IMG_4205

IMG_4208

Montréal – Film: "Kingsman: The Secret Service"

Ich war am 20.02.15 in Montréal und habe mir folgende Film im Kino angeschaut:

„Kingsman: The Secret Service“ (dt. Kinostart: 12.03.15) 129 min action, comedy, adaptation
dir. Matthew Vaughn cast: Colin Firth, Taron Egerton, Samuel L. Jackson, Mark Strong, Michael Caine

Harry „Galahad“ Hart (Colin Firth) arbeitet als Geheimagent für die Kingsmen, einer unabhängigen Spionageorganisation, die für Frieden in der Welt sorgt. Er fühlt sich für den Tod von Eggsys Vater im Jahr 1997 persönlich verantwortlich. Mittlerweile ist aus Eggsy (Taron Egerton) ein junger Mann und ein Kleinkrimineller geworden. Als er Schwierigkeiten mit der Polizei bekommt, hilft ihm Harry Hart aus der Patsche. Vielleicht hat der Junge sogar das Potential, ein Kingsman zu werden.

B- (Wertung von A bis F) „Kingsman: The Secret Service“ basiert auf dem Comic „The Secret Service“ von Mark Miller und Dave Gibbons.

Matthew Vaughns Filme („Layer Cake“, StardustX-Men: First Class) sind grundsätzlich sehenswert. Nun zählen Comic-Verfilmungen nicht gerade zu meinem Lieblingsgenre. „Kingsman: The Secret Service“ ist aber auch eine Agentenkomödie. Das Comichafte bei dem Film kommt insbesondere bei den zahlreichen Gewaltszenen durch, bei denen unverhältnismäßig wenig Blut fließt. „Kingsman: The Secret Service“ erinnerte mich in der einen oder anderen Szene an „Men in Black“.

Colin Firth ist für mich grundsätzlich ein Grund, einen Film sehen zu wollen. Er gibt hier einmal mehr den distinguierten Gentleman, aber – und das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig – auch den Actionhelden. Selbstverständlich ist in einer Spionage-Actionkomödie ein Gegenspieler nötig. Samuel L. Jackson spielt diesen lispelnden, aber umweltbewussten Bösewicht mit einer raffinierten Idee.

Taron Egerton kannte ich bislang nur von den Fotos und auf denen fand ich ihn recht nichtssagend. Im Film macht er aber schon was her. Also zumindest wenn er nicht gerade diesen seltsamen Overall oder diese geschmacklose gold-schwarze Adidas-Jacke trägt.Und das sage ich als großer Fan der meisten Sport- und Lifestyle-Kollektionen von Adidas. Taron Egerton hat wirklich Potential und das nicht nur als Kingsman.

Ich mag die gesamte Sequenz von KC & the Sunshine Band´ „Give It Up“ bis Bryan Ferrys „Slave to Love“.

Ich denke, man kann davon ausgehen, dass es nicht bei diesem einen „Kingsman“-Film bleiben wird.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Unfriended“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ant-Man“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Muss ich mir tatsächlich wieder en Marvel-Film angucken?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wird noch entschieden

Trailer v. Film: „Hitman: Agent 47“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Wo ist Timothy Olyphant wenn man ihn braucht? Ich mochte den ersten „Hitman“ nicht zuletzt seinetwegen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Fantastic Four“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich gelangweilt bin, wenn ich schon MARVEL lese. Hier der dritte Teil oder Reboot oder was auch immer.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Hong Kong – Film: "Interstellar"

Ich war am 06.11.14 in Hongkong und habe mir im Kino angeschaut:

„Interstellar“ (dt. Kinostart war der 06.11.14) 169 min sci-fi
dir. Christopher Nolan cast: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Wes Bentley, David Gyasi, Michael Caine, Jessica Chastain, John Lithgow, Casey Affleck, Topher Grace, David Oyelowo, Ellen Burstyn, Mackenzie Foy, Timothee Chalamet

Große Sandstürme bedrohen die Welt. Die Nahrung und auch der Sauerstoff wird auf der Erde langsam knapp. Cooper (Matthew McConaughey) arbeitet als Landwirt und bewirtschaftet ein riesiges Maisfeld. Nach dem Tod seiner Frau lebt er nun mit seinem Schwiegervater (John Lithgow), seiner 10-jährigen Tochter Murph (Mackenzie Foy) und seinem 15-jährigen Sohn Tom (Timothee Chalamet) auf der Farm. Früher hat er als Ingenieur und Testpilot für die NASA gearbeitet. Seitdem die NASA ihre Arbeit offiziell eingestellt hat, arbeitet Cooper als Bauer. Die NASA arbeitet aber seit Jahren an einem geheimen Weltraum-Projekt und bittet Cooper eine Weltraum-Mission zu leiten. Es soll erforscht werden, ob es in einer anderen Galaxie einen bewohnbaren Lebensraum für die Menschen gibt. Dafür muss sich Cooper auf unbestimmte Zeit von seiner Familie trennen. Auf der Weltraum-Mission wird er von den Astronauten Amelia (Anne Hathaway), Doyle (Wes Bentley) und Romilly (David Gyasi) begleitet.

C- (Wertung von A bis F) „Interstellar“ ist überambitioniertes Popcorn-Kino.

„Interstellar“ ist einer von Christopher Nolans Puzzleteile-Filmen, in der er möglichst viele smarte Ideen und komplizierte Handlungsstränge einbringt, der aber – in meinen Augen – an seinem eigenen Anspruch scheitert. Während des Films hat mich „Interstellar“ einige Male an Inception erinnert – mit dem Unterschied, dass mir „Inception“ wesentlich besser gefallen hat.

„Interstellar“ hat eine Laufzeit von 169 Minuten – das ist für das Sci-Fi-Genre schon auf dem Papier zu lang. Im Kino habe ich zig Mal auf die Uhr geschaut und bin unruhig auf meinem Kinosessel hin- und hergerutscht. Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal so gelangweilt habe. Gut, ich bin eh kein großer Freund von Sci-Fi-Filmen, insbesondere Filme über die Raumfahrt finde ich selten faszinierend. Die Sci-Fi und Fantasy-Filme, die mich begeistern, sind die bei denen mir eine außergewöhnliche Story erzählt wird und/ oder bei der ich – im besten Fall – in eine andere Welt eintauchen kann. Interessante Charaktere oder irgendetwas Spektakuläres sind dabei immer hilfreich. Christopher Nolan bringt in meinen Augen nichts davon. Gut, man sollte „Interstellar“ zugutehalten, dass es kein Franchise, Remake, Reboot und auch keine Comic-Verfilmung ist. Heutzutage ist das für einen Hollywood-Blockbuster ja leider schon eine Seltenheit. Jonathan Nolan hat mit seinem Bruder Christopher das Drehbuch zu dem Film verfasst.

Die Charakterbildung und der gesamte erste Akt sind etwas dürftig. Die NASA hat scheinbar nur auf Matthew McConaugheys Charakter Cooper gewartet hat (warum haben sie ihn dann eigentlich nicht kontaktiert?) und dass sich Cooper dann so schnell von seiner Familie verabschiedet und, vor allen Dingen, seine geliebte Tochter auf unbestimmte Zeit zurücklässt, fand ich seltsam. Christopher Nolan ist nun nicht für gefühlvolles Kino bekannt, hier hätte aber etwas in den Charakteraufbau investiert werden müssen. Ich fand zwar die Videobotschaften, die Cooper von seinen Kindern erhält und die Vater/Tochter-Szene am Krankenhausbett bewegend, aber nur weil ich solche Szenen generell rührend finde und nicht weil der Charakter- und Beziehungsaufbau dazu geführt haben. Matthew McConaugheys Charakter scheint auch einzig eine Bindung zu seiner Tochter zu haben. Sein Sohn ist Cooper (und ganz offensichtlich auch den Nolan-Brüdern, die das Drehbuch verfasst haben) offensichtlich völlig egal. Ansonsten ist der letzte Akt des Films auch eine Katastrophe.

Vielleicht hätten talentiertere bzw. wandelbarere oder auch unbekanntere Schauspieler in den Hauptrollen noch etwas rausholen können. Matthew McConaughey habe ich zwar noch den Vater, den Farmer, wenn ich ein Auge zudrücke auch den Ingenieur abgenommen, aber den Astronaut und Retter der Menschheit definitiv nicht. Anne Hathaway habe ich garantiert nicht die Wissenschaftlerin und Astronautin abgenommen. (und überhaupt fand ich es unerträglich, sie so lange in einem Film zu sehen) Zu keinem Moment habe ich in dem Film etwas anderes als die beiden Schauspieler Matthew McConaughey und Anne Hathaway gesehen. So sehr ich Matthew McConaughey für seine schauspielerische Leistung in True Detective noch gelobt habe, so wenig überzeugend fand ich ihn hier. Lange bevor er sich dazu entschlossen hat, Charakterschauspieler zu werden, habe ich immer betont, wie sehr ich seine Sprache und Stimme mag. Die Zeiten sind mit seiner Oscar-Dankesrede und jetzt im „Interstellar“ vorbei. In „Interstellar“ redet er gefühlt pausenlos und das Gequatsche, seine Stimme, seine Sprache, sein Rumgenuschel gingen mir wahnsinnig auf die Nerven.

Der 44-jährige Filmemacher Christopher Nolan ist einer der mächtigsten Regisseure Hollywoods. Es gibt wenige Regisseure, die von einem Hollywood Studio quasi einen Blanko-Scheck ausgehändigt bekommen und dann so viel Freiheiten geniessen wie er. Er ist auch einer der wenigen großen Regisseure, der im Digitalzeitalter seine Filme noch mit der analogen Technik dreht.

Ich will ja kein Spielverderber sein, aber 165 Millionen Dollar sehe ich „Interstellar“ nicht an. Die visuellen Effekte sind okay, beeindruckendes habe ich aber teilweise im letzten Jahr in Gravity gesehen.

Ich habe „Interstellar“ in einer 2-D-Vorstellung (in der OV mit chinesischen Untertiteln) gesehen. Während des Films war mir aber bereits klar, dass die IMAX-Fassung hier wohl die weitaus bessere Wahl gewesen wäre.

Christopher Nolans Film The Dark Knight war der Grund, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) im Jahr 2009 ihre, für den Oscar zu nominierenden Filme von 5 auf 10 bzw. dann ab dem Jahr 2011 Jahr von 5 auf bis zu 10 erhöhten. Die Idee, die dahinter steckte, war, dass ein hervorragend gemachter Blockbuster auch die Möglichkeit bekommen soll, für den Academy Award nominiert zu werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn ein unbekannterer Regisseur „Interstellar“ inszeniert hätte, niemals ernsthaft über den Film im Bezug auf Oscar-Nominierungen als Bester Film und Beste Regie gesprochen worden wäre. Jedes Jahr gibt es meistens mindestens einen Film, der die Zuschauer, die Kritiker und die Academy-Mitglieder spaltet, in dieser Oscar-Saison ist es wohl „Interstellar“.

„Interstellar“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Matthew McConaughey), Beste Hauptdarstellerin (Anne Hathaway), Bester Nebendarsteller (Matt Damon), Beste Nebendarstellerin (Jessica Chastain), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Besten visuelle Effekte und Beste Filmmusik. Update: „Interstellar“ wurde bei den Oscars 2015 mit fünf Oscar-Nominierungen (Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik, Bestes Szenenbild, Bester Ton und Bester Tonschnitt) versehen. Bei der 87. Oscar-Verleihung am 22.2.15 wurde der Film mit einem Oscar (Beste visuelle Effekte) ausgezeichnet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hector and the Search of Happiness“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: britische Romanverfilmung mit Simon Pegg und Rosamunde Pike. Leider spielt die Ferres mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar:Jetzt der dritte Teil, der in zwei Parts ins Kino kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Montréal – Film: "Now You See Me"

Ich war am 06.06.13 in Montréal und habe mir im Kino angeschaut:

„Now You See Me“ (dt. Filmtitel: „Die Unfassbaren – Now You See Me“, dt. Kinostart: 11.07.13) 115 min thriller
dir. Louis Leterrier cast: Jesse Eisenberg, Mark Ruffalo, Woody Harrelson, Mélanie Laurent, Isla Fisher, Dave Franco, Morgan Freeman, Michael Caine

Der Magier Daniel (Jesse Eisenberg), die Entfesselungskünstlerin Henley (Isla Fisher), der Hypnotiseur Merritt (Woody Harrelson) und der raffinierte Trickbetrüger Jack (Dave Franco) sind von einem, ihnen nicht näher bekannten, Drahtzieher zusammengebracht worden und bilden jetzt die Magiertruppe THE FOUR HORSEMEN. In Las Vegas geben sie ihre erste große Show und verkünden zu Beginn, am Ende der Show eine Bank ausgeraubt zu haben. Ein Zuschauer wird auserkoren, dem dann mitgeteilt wird, dass der Tresorraum seiner Bank leergeräumt wird. Der Mann ist aber Franzose. Am Ende der Show ist dennoch die Bank in Paris um drei Millionen Euro ärmer und auf die Zuschauer im Saal regnen Banknoten runter. FBI Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo) muss sich mit diesem Fall rumschlagen und als ob das nicht schon lästig genug wäre, er bekommt auch noch die französische Interpol-Agentin Alma Dray (Mélanie Laurent) zur Seite gestellt…

C- (Wertung von A bis F) „Now You See Me“ ist mal wieder so ein Film, bei dem ich etwas länger überlegen musste, wie ich ihn bewerte. Eine gute Stunde lang habe ich mich von dem schnell inszenierten Thriller gut unterhalten gefühlt, hatte sogar schon meine Bewertung (B) im Kopf. Dann kommt es zu einer Wendung und der Spaß war vorbei, das Gezeigte dümpelte für, eigentlich den Rest des Films, nur noch vor sich hin. Eine bessere Bewertung als ein C+ wäre definitiv nicht drin gewesen. Schließlich kommt es zu der großen Auflösung und die ist so aus der Luft gegriffen und dumm, dass ich nachhaltig verärgert bin. „Now You See Me“ ist für mich also ein Film, der für die erste Stunde sehenswert ist, dann abfällt, noch unlogischer wird und der durch die absurde Auflösung auch noch einen dicken Strafpunkt verdient hat.

Wie bereits in The Social Network überzeugt Jesse Eisenberg als intelligente, schnell sprechende und arrogante Type. Ich mag ihn sehr in solchen Rollen. Mark Ruffalo sorgt für den nötigen Humor. Der mir mit seiner Überpräsenz nicht so sehr auf die Nerven gehende „andere“ Franco, Dave stört nicht. Bei Mélanie Laurent (Inglourious Basterds, Beginners) habe ich erneut fasziniert festgestellt, wie sehr sie auf die Leinwand gehört. Die anderen Profis (Michael Caine, Woody Harrelson, Morgan Freeman) sehe ich sowieso gerne, konnten aber auch nicht viel bewirken.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Lone Ranger“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Action/Western mit Johnny Depp.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Prisoners“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Viola Davis, Melissa Leo. Ich hoffe nur, dass der Trailer nicht zu viel verrät.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Louis Cyr“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Biopic über Louis Cyr, der Kanadier galt im 19. Jahrhundert als der stärkste Mann der Welt?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „RED2“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Fortsetzung von „Red“ mit Bruce Willis, John Malkovich, Helen Mirren und Mary-Louis Parker. Bei diesem spielen auch Anthony Hopkins und Catherine Zeta-Jones mit. Ich fand den ersten Film schon blöd.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Hunger Games: Catching Fire“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: 2. Teil der Trilogie. Dieses Mal spielt P.S. Hoffman mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

D.C. – Film: "The Dark Knight Rises – IMAX"

Ich war am 23.07.12 in Washington und habe mir im Kino angeschaut:

„The Dark Knight Rises – IMAX“ (dt. Kinostart: 26.07.12) 164 min action, drama
dir. Christopher Nolan cast: Christian Bale, Michael Caine, Gary Oldman, Anne Hathaway, Tom Hardy, Marion Cotillard, Joseph Gordon-Levitt, Morgan Freeman, Liam Neeson, Ben Mendelsohn, Matthew Modine

Es sind acht Jahre vergangen, dass Harvey Dent (Aaron Eckhart) ermordet wurde. Batman (Christian Bale) hat den Tod des Staatsanwalts auf seine Kappe genommen und ist untergetaucht. Bruce Wayne ist in die Jahre gekommen, läuft an einem Krückstock und ist desillusioniert. Dann steht Bruce Wayne plötzlich vor der mysteriösen Selina Kyle (Anne Hathaway). Welchen hinterlistigen Plan verfolgt sie? Als der Terrorist Bane (Tom Hardy) dann aus dem Untergrund auftaucht und Gotham City zerstören will, muss Bruce Wayne handeln…

B+ (Wertung von A bis F) „The Dark Knight Rises“ ist nach „Batman Begins“ und The Dark Knight der letzte Teil von Christopher Nolans Batman-Trilogie. Ich finde, die Trilogie hat mit dem Ende des dritten Teils einen würdigen Abschluss gefunden.“The Dark Knight Rises“ ist zwar nicht so großartig wie „The Dark Knight“, mir hat er aber besser gefallen als „Batman Begins“.

Auch wenn es bei „The Dark Knight Rises“ ein paar Probleme mit der komplexen Handlung und dem Drehbuch gibt, so war ich bereit, darüber hinwegzusehen. Im letzten Teil von Nolans Batman-Saga war ich von der teils dramatischen Story bis zum Schluss gefesselt war. Außerdem gibt es einige atemberaubende Actionszenen. Das Ende des Films hätte für meinen Geschmack noch konsequenter sein dürfen, aber als Abschluss der Fledermaus-Trilogie bin ich letztlich doch zufrieden. Es ist eine runde Geschichte. Vielleicht ist „The Dark Knight Rises“ nicht unbedingt ein Film, der die nerds und fanboys richtig begeistern wird. Christopher Nolan schneidet auch mehr Themen (Gefahr, die durch die Finanzmärkte ausgeht, Occupy-Bewegung, Guantanamo Bay) an, für die sich (derzeit) wohl mehr reifere Menschen interessieren dürften. Schließlich ist es auch kein junger, agiler Superheld, sondern ein alternder, seelisch und körperlich schwächelnder Held. Insbesondere für die etwas älteren Fans ist auch das Besondere an Nolans Batman-Trilogie, dass man mit seinem Batman selbst auch gealtert ist.

Der geniale Bösewicht aus „The Dark Knight“ wurde von dem leider viel zu früh verstorbenen Heath Ledger verkörpert. Durch Heath Ledgers wirre Optik, seine Mimik, aber noch wesentlicher durch seine Stimme und Sprache hat er mit dem JOKER einen der charismatischsten Bösewichten der Filmgeschichte geschaffen. Tom Hardy ist nun der Schurke BANE in „The Dark Knight Rises“. Durch seine Maske wurde ihm komplett die Mimik genommen. Seine Stimme und Sprache waren (dank der Nachsynchronisierung in der IMAX-Fassung) zwar zu jeder Zeit zu verstehen, wirkten aber irgendwie merkwürdig und fremd. Tom Hardy (Bronson, „Inception“, Warrior) konnte hier einzig durch seine körperliche Präsenz, seine Maskierung und Kostümierung etwas Bedrohliches seinem Filmcharakter hinzufügen. Ich fand auch, dass der Ausdruck in seinen Augen und sein Blick irgendwie gleichbleibend wirkten. In erster Linie war das für mich pure Verschwendung eines so großartigen Talents wie Tom Hardy. Vielleicht zeigt es aber auch, wie einzigartig Heath Ledgers JOKER ist und wie wichtig sein Charakter für den Film „The Dark Knight“ ist.

Bei Marion Cotillard („La Vie en Rose“, Public Enemies, „Inception“) dachte ich zunächst auch: Was für eine Talentverschwendung, auch wenn ich sie immer wahnsinnig gerne sehe. Später hat sie dann aber doch noch eine ziemlich gute Szene.

Am meisten hat mich Joseph Gordon-Levitt ((500) Days of Summer, „Inception“, 50/50) hier überzeugen können. Er wirkt mittlerweile viel reifer. Als Schauspieler war ich immer schon von ihm angetan, hier hat er aber gezeigt, dass er auch als Schauspieler noch reifen kann.

Warum hat eigentlich Anne Hathaway nicht eine Maske getragen, die ihr komplettes Gesicht verdeckt? Gut, mit ihr werde ich wohl nie warm. Sie macht hier zugegebenermassen einen guten Job, aber soo gut ist nun wieder auch nicht. Was ihre Maskierung angeht, fand ich ihre Brille besonders originell. Wenn sie die Brille in die Haare schiebt, kamen kleine Katzenohren zum Vorschein.

Für mich ist Bruce Wayne/Batman, der interessanteste Superheld von allen. Keine Figur aus der Meute der Avengers ist so cool wie Batman (oder wie er im Original genannt wird THE BATMAN). Insbesondere Christian Bale als Batman ist idealbesetzt. Auch wenn ich immer noch Schwierigkeiten mit Bales aufgesetzt-düsterer Stimme habe, wenn er die Batman-Maskierung trägt. Dies ergibt insbesondere keinen Sinn, wenn ihm Jemand gegenübersteht, der/die sowieso weiß, wer er ist.

Den Score fand ich gut eingesetzt, gelungen war aber Nolans Entscheidung, insbesondere zu Beginn einer sehr eindrucksvollen Szene (Stadium), dass er auf einen Score komplett verzichtet hat.

„The Dark Knight Rises“ ist visuell beeindruckend, man sollte ihn unbedingt auf einer riesengroßen Leinwand mit dem bestmöglichen Soundsystem sehen. Bei „The Dark Knight“ wurde schon dringend empfohlen, ihn in der IMAX-Fassung zu sehen. Da waren es ungefähr 30 Minuten, die Christopher Nolan in IMAX gedreht hat. Bei „The Dark Knight Rises“ zahlt es sich noch mehr aus, ihn im IMAX-Format zu gucken, wurden hier über 70 Minuten mit den teuren IMAX-Kameras gedreht.

Hätte „The Dark Knight Rises“ Chancen, für wichtige Oscars nominiert zu werden? Um das zu beurteilen müsste man meines Erachtens unterscheiden, ob man ihn als eigenständigen Film oder als Part der nun zu Ende gegangenen Trilogie betrachtet. Als Würdigung des Gesamten sehe ich ich eine Nominierung für „The Dark Knight Rises“ als möglich. Es hängt immer noch in der Luft, dass die Academy wegen der Nicht-Nominierung von „The Dark Knight“ etwas gutmachen muss. Die Academy wurde seinerzeit deshalb ordentlich kritisiert und hat anschließend, für das nächste Jahr, die Zahl der zu nominierenden Filme von 5 auf 10 raufgesetzt. Christopher Nolan („Memento“, „The Prestige“, Inception) hat auch bislang keine Nominierung als Bester Regisseur erhalten, was bei vielen in der Branche ebenfalls auf Unverständnis stösst. Schauspielerisch würde ich bei „The Dark Knight Rises“ Christian Bale, Joseph Gordon-Levitt und Michael Caine hervorheben. Ich wäre aber auch nicht am Boden zerstört, wenn es zu keiner wichtigen Oscar-Nominierung kommt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Watch“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Komödie mit Ben Stiller, Vince Vaughn und Jonah Hill
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „The Bourne Legacy“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der vierte Film der „Bourne“-Serie, diesmal mit dem großartigen Jeremy Renner als Agent. Es spielen auch Rachel Weisz, Edward Norton, Joan Allen und David Strathairn mit. Selbstverständlich gucke ich auch diesen Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: neuester James Bond von Sam Mendes. Daniel Craig als 007 und was im Trailer nicht zu sehen war, Javier Bardem als Bösewicht. Das erhöht die Chancen, dass ich ihn mir doch angucke.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Oz: The Great and Powerful“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Sam Raimis Verfilmung von „The Wonderful Wizard of Oz“ mit James Franco und Michelle Williams
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Trailer wirkt billig, wie eine Farrelly Bros-Produktion, nur nicht lustig. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde nur das neue, 48fps-Format interessieren.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal schauen

Teaser v. Film: „Man of Steel“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: Zack Snyders neuer Superman-Film. War das nötig? Henry Cavill als Superman. Im Teaser nicht zu sehen, es spielen aber auch Amy Adams, Michael Shannon, Russell Crowe, Kevin Costner mit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Boston – Film: "Gnomeo & Juliet – 3D"

Ich war am 25.02.11 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Gnomeo & Juliet – 3D“ (dt. Titel: „Gnomeo und Julia“, dt. Kinostart: 24.03.11) 84 min animation
dir. Kelly Asbury voices: James McAvoy, Emily Blunt, Maggie Smith, Michael Caine, Jason Stratham, Patrick Stewart, Ozzy Osbourne, Dolly Parton, Hulk Hogan

Stratford-on-Avon, England. Der blaue Gartenzwerg Gnomeo Montague (James McAvoy) trifft bei seinem nächtlichen Ausflug auf die rote Gartenzwergin Juliet (Emily Blunt), Tochter der verhassten Nachbarsfamilie Capulet. Die beiden verlieben sich ineinander, müssen aber ihre Liebe vor ihrem Vater Lord Redbrick (Michael Caine), seiner Mutter Lady Blueberry (Maggie Smith) und allen anderen Familienmitgliedern geheimhalten…

C+ (Wertung von A bis F) Egal wie man zu Elton Johns Musik steht, man muss praktisch von Beginn an sehr aufpassen, dass die Füße nicht ein Eigenleben entwickeln. Die Geschichte, die mir hier erzählt wird fand ich mit den ganzen Animationen und ein paar witzigen Einfällen schon recht ansprechend. Langweilig war mir nicht, dennoch war er unmittelbar vergessen. Ich mochte die Mini-Zwerge, die Mini-Hasen, aber besonders (Big Hat) Benny.

Gnomeo hat mich irritiert. Von Anfang an ist mir die augenscheinliche Ähnlichkeit zu einem der ehemaligen, kriminellen, DSDS-Kandidaten (nicht dass ich eine Show mit Dieter Bohlen jemals länger als max. fünf Minuten ertragen könnte, aber sogar ich konnte mich den zahlreichen Schlagzeilen um halt diesen, mittlerweile – soweit ich weiss – im Gefängnis weilenden, Kandidaten nicht entziehen) erinnert. Jedenfalls hat Gnomeo ein ähnlich dümmliches Gesicht.
Ich wusste vorher schon, dass die 3D-Fassung nicht zu empfehlen ist, leider hatte ich keine Wahl.

Nach dem Film gab es großen Applaus vom Publikum.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“Hop“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: pfff… Live Action/Animation mit James Marsden und Russell Brand (der einen Osterhasen spricht) und David Hasselhoff (unglaublich)
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Soul Surfer“
Bewertung des Trailers:
Kommentar: Surferfilm nach einer wahren Geschichte mit Helen Hunt und Dennis Quaid
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“Born to e Wild“ (3-D)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tierdoku
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Cars 2″ (3-D)
Bewertung des Trailers: B- (bisher nur einen Teaser gesehen)
Kommentar: 2. Teil des Pixars Animationsfilm. Habe den ersten nicht gesehen, muss ich vor dem nächsten Sommer wohl nachholen…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Mars Needs Moms“ (3-D)
Bewertung des Trailers: B+ (bisher auch nur Teaser gesehen)
Kommentar: total bekloppter Titel, aber der Sci-Fi-Animationsfilm macht keinen so schlechten Eindruck
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Rio“ (3-D)
Bewertung des Trailers: A (neuer Trailer)
Kommentar: SEHR vielversprechender Animationsfilm für 2011, es kam mir zwar auch ewig vor, dass ich diesen Trailer gesehen habe, aber Juni 2010?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100 %