Berlin – Film: „mother!“

Ich war am 14.09.17 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„mother!“ (Kinostart war der 14.09.17) 115 min drama, horror
dir. Darren Aronofsky cast: Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Ed Harris, Michelle Pfeiffer, Domhnall Gleeson, Brian Gleeson, Kristen Wiig

 

Sie (Jennifer Lawrence) ist mit einem wesentlich älteren Mann, einem berühmten Dichter (Javier Bardem), verheiratet. Kürzlich sind sie in ein altes, recht entlegenes Haus gezogen. Während er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden, renoviert sie derweil das gesamte Haus und schafft für das Paar ein schönes Heim. Eines Tages klopft ein Fremder (Ed Harris) an ihre Haustür. Sie ist überrascht, dass ihr Ehemann den Fremden hereinbittet, ihn sogar übernachten lässt – er kennt ihn doch gar nicht und am nächsten Tag steht die Frau des Fremden (Michelle Pfeiffer vor der Tür. Sie fühlt sich zunehmend unwohl in ihrem eigenen Haus…

 

A- (Wertung von A bis F) „mother!“ ist der siebente Film, bei dem der amerikanische Filmemacher Darren Aronofsky („Requiem for a Dream“, The Wrestler, Black Swan) Regie führt.

„mother!“ (übrigens kein Schreibfehler, kleines „m“ und Ausrufezeichen) ist kein Film für das Mainstream-Publikum. In den U.S.A. und Kanada gibt es den sogenannten CinemaScore, anhand von Umfragen am Eröffnungstag eines Films, wird ein Durchschnittswert ermittelt, wie dieser Film bei diesem Publikum angekommen ist. Die Zuschauer können den Film zwischen A (sehr positiv) bis F (extrem negativ) bewerten. Logischerweise sagt diese Bewertung nichts über die Qualität des Films aus. Die meisten Filme erzielen irgendetwas zwischen „A“ und „B-„ , es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Film eine „C“-Bewertung bekommt. „Transformers 5“ hat beispielsweise ein „B+“ bekommen. „mother!“ hat ein „F“ erhalten. Das ist schon fast eine Ehre. Im vorliegenden Fall sagt es meines Erachtens nur etwas darüber aus, dass dieses Publikum mit den falschen Erwartungen in den Film gegangen ist. Das wiederum würde ich auf das schlechte, bzw. fehlgeleitete Marketing zurückführen. Wenn man sich die Trailer anschaut, könnte man durchaus eine Art „Rosemary´s Baby“ erwarten. Und genau das ist „mother!“ nicht. Ich habe auch eine ganze Weile gebraucht, bis ich in dem Gezeigten einen Sinn erkennen konnte. Man weiß auch nie, was als Nächstes passiert. Keiner der Charaktere hat einen Namen. Der Film ist voller Symbole und Anspielungen. Als ich irgendwann eine Idee zu einem der Charaktere (Javier Bardems) hatte, war mir auch schnell klar, was Jennifer Lawrences symbolisiert. Wenn man das erkannt hat, kann man erahnen, was sich der Künstler (Darren Aronofsky) bei seinem außergewöhnlichen Werk gedacht hat.

Ich möchte den Film nicht spoilern. Ich glaube, dass die, die sich ernsthaft für Filme interessieren, diesen durchaus heftigen Arthouse-Film auch erleben sollten. Der Otto-Normal-Zuschauer, der am liebsten einen Film von A bis Z erklärt haben will, nicht nachdenken möchte, wird mit diesem Film so überhaupt nichts anzufangen wissen. Das erklärt auch den CinemaScore „F“.

„mother!“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Jennifer Lawrence), Bester Hauptdarsteller (Javier Bardem), Beste Nebendarstellerin (Michelle Pfeiffer), Bester Nebendarsteller (Ed Harris), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„mother!“ wurde erstmalig auf dem Venice International Film Festival gezeigt. In den U.S.A. ist der Film am 15.09.17 in 2,368 Kinos landesweit gestartet. In Deutschland ist der Film bereits einen Tag zuvor ins Kino gekommen. Ich habe den Film in Berlin in der OV gesehen.

 

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Justice League„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Der 423. Superhelden-Film. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man auf die immer gleichen Filme noch freuen kann. Die erfolgreichsten Filme an der amerikanischen Kinokasse in diesem Sommer waren tatsächlich wieder drei Superhelden-Filme („Wonder Woman“, „Guardians of the Galaxy 2“ und „Spider-Man: Homecoming“)
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Murder on the Orient Express„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Gleichnamige Roman-Verfilmung von und mit Kenneth Branagh. Finde ich generell unnötig, aber die Besetzung mit Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Daisy Ridley, Olivia Colman und Michelle Pfeiffer macht neugierig. Der Trailer ist so lange gut, bis Kenneth Branagh als Hercule Poirot auftaucht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschauen: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „The Snowman„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B+ (anderer Trailer)
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender. Irgendwie cool, Fassy rauchen zu sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „What Happened to Monday„ (Trailer in der OV)
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Sci-Fi-Thriller mit Noomi Rapace in verschiedenen Rollen. Leider sieht sie gar nicht wandelbar und sieht immer gleich aus. Der Film kommt in den U.S.A. auf Netflix raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: vielleicht gucke ich mal rein

 

 

Kino in Berlin

In Deutschland gehe ich äußerst selten ins Kino. „mother!“ war, glaube ich, erst mein zweiter Film, den ich dieses Jahr regulär im deutschen Kino gesehen habe. Die Werbung (inkl.) zweier Trailer war knapp 10 Minuten lang. Als ich dachte, es geht los, ging dass Licht an und es wurde die „Eis-Pause“ ausgerufen. Ich kann nicht fassen, dass es dieses Relikt aus der Vergangenheit heutzutage immer noch gibt. Kein einziger Zuschauer in meiner Vorstellung ist aufgestanden. Also passiert drei Minuten nichts und dann wurden noch mal zwei Trailer gezeigt und der Film hat begonnen.

 

Chicago – Film: „Rules Don´t Apply“

Ich war am 24.11.16 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Rules Don´t Apply“ (dt. Filmtitel: „Regeln spielen keine Rolle“, dt. Kinostart: 06.04.17) 127 min drama, comedy, biopic
dir. Warren Beatty cast: Warren Beatty, Lily Collins, Alden Ehrenreich, Annette Bening, Matthew Broderick, Haley Bennett, Alec Baldwin, Candice Bergen, Chace Crawford, Taissa Farmiga, Ed Harris, Martin Sheen, Oliver Platt

 

 

Im Jahr 1958 in Los Angeles. Marla Mabrey (Lily Collins) möchte als Schauspielerin in Hollywood durchstarten. Sie ist bereits bei RKO Pictures, dem Filmstudio des exzentrischen Howard Hughes (Warren Beatty), unter Vertrag. Er hat sie nach L.A. eingeladen, sie darf in einem seiner zahlreichen Häuser wohnen. Frank (Alden Ehrenreich) arbeitet als Fahrer für die Hughes Organisation. Er holt das naive Filmsternchen und ihre Mutter (Annette Bening) vom Flughafen ab und ist beauftragt, die Beiden herumzufahren. Während die Schauspielerin darauf wartet, dass sie von dem neurotischen Milliardär empfangen wird, verliebt sich Frank in Marla…

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Rules Don´t Apply“ ist die achte Regiearbeit von Schauspieler/Regisseur Warren Beatty. Er hat seit dem Jahr 1988 und dem Film „Bulworth“ nicht mehr Regie geführt. Warren Beatty ist der Bruder der Schauspielerin Shirley MacLaine. Seit dem Film „Bugsy“ ist er mit der Schauspielerin Annette Bening zusammen. Mittlerweile sind sie seit 25 Jahren verheiratet. „Rules Don´t Apply“ ist der erste Film, bei dem seine Ehefrau seinen Regieanweisungen folgen musste.

 
Der bereits vierzehn Mal für den Oscar nominierte Warren Beatty (als Regisseur wurde er für seinen Film „Reds“ auch ausgezeichnet) präsentiert mit „Rules Don´t Apply“ ein vielleicht etwas zu langes, aber sonst solides Werk. Die 25-Millionen-Dollar-Produktion wirkt handwerklich hochwertig (insbesondere, wenn man – wie ich – kurz zuvor Robert Zemeckis, für 85 Millionen Dollar produzierten Film Allied gesehen hat). Auch wenn Warren Beatty seit über 40 Jahren an einem Film über Howard Hughes gearbeitet hat, sieht er seinen Film nicht als Biopic über Howard Hughes, vielmehr als einen Film über das Hollywood Ende der 1950er Jahre. Es dauert tatsächlich auch eine Weile bis man Howard Hughes das erste Mal zu Gesicht bekommt, generell dominiert die Geschichte von Marla und Frank den Film.
Warren Beatty spielt hier Howard Hughes in einer Zeit, in der er psychisch bereits schwer krank war und mit seiner äußerst neurotischen Persönlichkeit, seinen Angestellten das Leben zur Hölle gemacht hat. Beim Dreh blieb der Hauptdarsteller und Regisseur stets in seiner Rolle und so haben die Schauspieler Regieanweisungen von Howard Hughes bekommen.

Der Film hat in meinen Augen drei besondere Szenen (Die Szene, in der Frank erstmalig auf Howard Hughes trifft, die Szene, in der eine angetrunkene Marla, Zeit mit Howard Hughes verbringt und die Szene, in der Matthew Brodericks Charakter der Geduldsfaden reißt).

 

Auch wenn ich schon zuvor einige Filme mit ihm gesehen habe, ist mir mein künftiger Lieblingsschauspieler bewusst das erste Mal in Hail, Caesar! aufgefallen. Mittlerweile bin ich von Alden Ehrenreich völlig hingerissen. Ich sehe ihn als Charakterschauspieler mit Filmstar-Qualitäten und für mich ist mit dieser Rolle klar, dass die Mädchen (und Jungs) ihn in spätestens  3, 4 oder 5 Jahren anhimmeln und seinetwegen ins Kino rennen. Vergleichbar mit Leonardo DiCaprio, der noch nicht „Titanic“ gedreht hat. Da passt es natürlich, dass er für das Star Wars-Spin-off-Projekt als Han Solo besetzt wurde.

Für diesen Indie-Film sind 16 Produzenten gelistet, darunter Steven Mnuchin, der ehemaligen Goldman-Sachs-Banker und künftigen Finanzminister des designierten U.S. Präsidenten Donald Trump.

 

 

„Rules Don´t Apply“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Warren Beatty), Beste Hauptdarstellerin (Lily Collins), Bester Originalsong („Rules Don´t Apply“)

„Rules Don´t Apply“ wurde erstmalig auf dem AFI Fest 2016 gezeigt. Der Film ist am 23.11.16 in den amerikanischen Kinos gestartet. Der Film kommt am 6.4.17 in die deutschen Kinos.

 
Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Miss Sloane„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Politthriller mit Jessica Chastain, Mark Strong, John Lithgow und Sam Waterston. Für mich sieht das nach Top-Ten-Material aus, kleiner Spoiler: ist es auch
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

 
Trailer v. Film: „Jackie„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Biopic über Jacqueline Kennedy mit Natalie Portman in der Hauptrolle. Die Oscar-Nominierung ist ihr sicher, ich werde aber wohl nie ein Freund der Portman.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Patriots Day„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ein weiterer Film von Peter Berg und mit Mark Wahlberg. Dieses Mal geht es um das Bombenattentat bei dem Boston-Marathon – muss man eigentlich alles verfilmen? Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Film ganz gut ist.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „50 Shades Darker„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung zu „50 Shades of Grey“ – war das nötig? Jamie Dornan ist so unsexy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Passengers„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Morten Tyldums neuer Film, Sci-Fi-Romanze mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Jennifer Lawrence sieht in dem Kleid echt ein Knaller aus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Same Kind of Different as Me„
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Warum muss Greg Kinnear immer in so einem Mist mitspielen? Hätte man ihren Namen nicht irgendwann in großen Lettern lesen können, ich hätte Renée Zellweger niemals erkannt. Traurig.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Live by Night„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks neuer Film als Regisseur und Hauptdarsteller. Eine Dennis-Lehane-Verfilmung mit Elle Fanning, Brendan Gleeson, Chris Cooper und Sienna Miller
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hidden Figures„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über afroamerikanische Frauen, die für die NASA gearbeitet haben. Bei Octavia Spencer bin ich generell draußen. Mal gucken, wie weit der Film hinsichtlich der Oscars kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 6 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

 

Seoul – Film: "Run All Night"

Ich war am 23.03.15 in Seoul und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Run All Night“ (dt. Kinostart: 16.04.15) 115 min crime, action
dir. Jaume Collet-Serra cast: Liam Neeson, Ed Harris, Joel Kinnaman, Boyd Holbrook, Vincent D´Onofrio, Nick Nolte, Common

Shawn (Ed Harris) und Jimmy (Liam Neeson) kennen sich ein Leben lang. Jahrelang hatte Jimmy für den Mafia-Boss als Auftragskiller gearbeitet. Diese Zeit liegt nun hinter ihnen. Jimmy hat einen Sohn, Mike (Joel Kinnaman), zu dem er schon seit fünf Jahren keinen Kontakt mehr hat. Als Jimmy erfährt, dass sein Sohn in Schwierigkeiten steckt, weil er Shawns Sohn Danny (Boyd Holbrook) dabei beobachtet hat, wie er einen Mann ermordete, fährt er umgehend zu seinem Sohn. Um seinen Sohn das Leben zu retten, muss Jimmy etwas zu tun, was die Freundschaft zwischen ihm und Shawn mit einem Schlag beendet.

C+ (Wertung von A bis F) „Run All Night“ ist nach Unknown und Non-Stop bereits die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Jaume Collet-Serra und seinem Hauptdarsteller Liam Neeson.

Ich kann nicht sagen, dass ich mich bei „Run All Night“ gelangweilt habe. Der Film ist schnell geschnitten, actionreich und durchaus spannend. Typisches Popcornkino halt und ein weiterer Film, bei dem Liam Neeson (mit seiner wunderbaren Stimme) Drohungen am Telefon ausspricht. Erzählt werden die Ereignisse einer Nacht. Genauer sind es sogar 16 Stunden. Ich mag es nicht wenn man mir einen Film oder wichtige Details zu einer Handlung spoilert, auch kann ich es überhaupt nicht leiden, wenn man einen Film mit dem Filmende beginnt und dann zurückblickt. Das ist in „Run All Night“ leider der Fall. Ein weiterer Negativpunkt war für mich, dass mir der persönliche Rachefeldzug von Ed Harris Charakter ziemlich fadenscheinig daherkommt. Zuvor wird noch gezeigt wie eng er und Liam Neesons Charakter sind, und wie wenig er von seinem Sohn (gespielt von Boyd Holbrook, der neben Liam Neeson schon in A Walk Among the Tombstones spielte) hält, und dann wirft er alles über den Haufen?

Der Rapper und frisch gebackener Oscar-Preisträger Common (für seinen Song „Glory“ aus dem Film Selma) ist mir hier das erste Mal bewusst als Schauspieler aufgefallen. Richtig angetan war ich von Joel Kinnaman (The Killing). Er ist definitiv ein Schauspieler, den man im Auge behalten sollte. In „Run All Night“ habe ich erstmalig bemerkt, dass Ed Harris ziemlich alt geworden ist (und Nick Nolte erst – den habe ich, so waldschratig er hier aussieht, auf den ersten Blick nicht mal erkannt)

Ich bin wirklich ein treuer Liam Neeson Fan, aber selbst ich bin langsam ermüdet von dem alternden Actionstar Liam Neeson. Ich würde mich freuen, wenn sich der einstige Charakterschauspieler jetzt endlich wieder dem anspruchsvollem Kino widmen würde.

Gesehen habe ich „Run All Night“ in der Originalfassung mit koreanischen Untertiteln.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Avengers: Age of Ultron“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Marvel-Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „????????
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: ein koreanisches Drama, durch die ausschließlich koreanischen Schriftzeichen, weiss ich nicht, was hier gezeigt wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: kann ich nicht beurteilen

Trailer v. Film: „The Divergent Series: Insurgent“
Bewertung des Teasers: C- (neuer Teaser)
Kommentar: 2. Teil der Teenager-Romanverfilmung. Mit einer anderen Hauptdarstellerin als Shailene Woodley würde ich mir diese Reihe vielleicht angucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Song One“
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: Film mit Anne Hathaway
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nicht, wenn ich es verhindern kann

Trailer v. Film: „Furious 7“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Der siebentausendste Teil der Reihe. Ich gebe zu, dass ich ihn mir in Seoul angeguckt hätte, wenn er in 4D gelaufen wäre.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „????????
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: koreanische Komödie. Durch die ausschließlich koreanischen Schriftzeichen, weiss ich nicht, was gezeigt wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Kino in Seoul

Ich war tatsächlich noch nie in Korea im Kino. Gut, ich war auch bestimmt 12 Jahre nicht dort. Zunächst einmal werden die englischsprachigen Filme (wie in den meisten Ländern weltweit) im Original mit Untertiteln gezeigt. Sehr löblich. Ich war in einem großen Kinocenter. Wenn man eine Kinokarte kaufen will, muss man, bevor man zur Kasse geht, eine Wartenummer (!!!) ziehen. Wenn seine Nummer dann (auf der digitalen Anzeige der einzelnen Kassen) aufgerufen wird, geht man zum jeweiligen Schalter und teilt dem gut verständlich Englisch sprechenden Personal mit, was man wann gucken will und wählt den gewünschten Sitzplatz. (Ich hasse das bekanntlich). Eine Kinokarte kostet 8000 Won. (das sind umgerechnet ca. 6,65 EUR). Das Kino war sehr sauber, hatte sehr bequeme Sessel und stadium seating. Die Koreaner halten dankenswerterweise nicht viel davon, so nah beieinander zu hocken. Sobald das Licht ausgegangen ist, sind in meiner Vorstellung die Zuschauer auseinander gerutscht. 10 Minuten bevor der eigentliche Film beginnen soll, werden Trailer, Werbung und das übliche Filmchen über das Verhalten in Notfällen gezeigt. Das nimmt beinahe 20 Minuten in Anspruch. Als ich erfahren habe, dass ich nach Seoul fliege (bin aus dem Stand By dorthin geschickt worden), war mein großes Ziel, in eines der berühmten 4D-Kinos zu gehen. Von meinen Kollegen habe ich schon oft gehört, wie cool das sein soll. Ich habe mich bei dem Concierge erkundigt, der einzige (englischsprachige) Film war „Furious 7“. Dieser Actionfilm lief aber während meiner gesamten Aufenthaltsdauer dort noch nicht. Schade.

IMG_3274IMG_3277IMG_3279

Boston – Fim: "Gravity – IMAX-3D"

Ich war am 18.10.13 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Gravity – IMAX- 3D“ (dt. Kinostart war der 3.10.13) 90 min drama, sci-fi
dir. Alfonso Cuarón cast: Sandra Bullock, George Clooney voices: Ed Harris

Die Wissenschaftlerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) ist auf ihrer ersten Mission im Weltall. Begleitet wird sie u.a. von dem erfahrenen Astronauten Matt Kowalski (George Clooney), der jetzt seine letzte Weltraummission leitet. Während sie Reparaturarbeiten außerhalb des Raumschiffs durchführen, kommt es zu einer Katastrophe…

B (Wertung von A bis F) Als scheinbar letzter Filminteressierter auf diesem Planeten habe ich es, drei Wochen nach offiziellem Kinostart, nun auch geschafft, „Gravity“ zu schauen. Ich wollte den Film unbedingt in IMAX sehen und habe mich in Geduld geübt bis ich den Film in einem richtig guten IMAX-Kino zu sehen bekam. Der Film muss auf der grösstmöglichen Leinwand gesehen werden und alleine das Soundsystem, das einem in einen IMAX-Kino geboten wird, war jeden Cent meiner 18.75 Dollar teuren IMAX-3D-Kinokarte wert. „Gravity“ ist ein Film, der für das Kino gemacht ist, ein Fernsehbildschirm oder Monitor kann diesem Film ganz sicher nicht gerecht werden.

Für mich ist es eher ungewöhnlich, einen Film (der mich auch interessiert) so spät zu sehen. Der Film wurde praktisch weltweit über den grünen Klee gelobt. Wenn ich dann ins Kino gehe, um mir einen so gehypten Film und, was mich am meisten interessiert, Favoriten auf den Oscar-Gewinn für den Besten Film anzuschauen, habe ich eine riesige Erwartungshaltung.

Visuell und akustisch ist „Gravity“ ein Meisterwerk, da lässt sich nichts kleinreden. Das Gefühl dabei zu sein, auf nicht zu beschreibende Weise in eine ganz andere Welt abzutauchen, praktisch selbst im All zu sein (das man zumindest hat, wenn man den Film in einem IMAX-3D-Kino sieht) ist ein ganz besonderes Kinoerlebnis, das ich nicht missen möchte. Die Computer-Effekte, der Ton und – nicht zu vergessen – die wunderbare Stille sind atemraubend.

„Gravity“ ist für mich kein Genre-Film. Es ist für mich eher ein Drama als ein Sci-Fi-Film. Am besten bezeichnen kann man den Film als hochspannendes Drama, das im Weltraum spielt. Um der ganzen Katastrophe noch mehr Dramatik zu verleihen, hat die Protagonistin eine Hintergrundstory, die meines Erachtens für den Film völlig überflüssig ist. Das Drehbuch, geschrieben von dem Regisseur Alfonso Cuarón und seinem Sohn Jonás, hat große Schwächen. Der Film wirft viele Fragen auf. Mich hat die erzählte Geschichte auch nicht berührt, wie sie mich vielleicht hätte berühren können.

Sandra Bullock gibt in „Gravity“ sehr wahrscheinlich die beste Performance in ihrer Karriere. Wenn man sich ihrer Filmographie anschaut, bedeutet das nicht sonderlich viel. Sie hat einen „Karriere-Oscar“ für „The Blind Side“ gewonnen. Auch wenn sie jetzt „Gravity“ praktisch alleine trägt, so gibt sie für mich hier keine Oscar-Performance. Das hat für mich damit zu tun, dass sie austauschbar ist (auf Anhieb könnte ich einige Schauspielerinnen nennen, die mich mehr überzeugt hätten). Eigentlich hätte ich mir sogar gewünscht, dass andere, vielleicht unbekanntere, Schauspieler die Rollen in „Gravity“ gespielt hätten. Ich habe zu keinem Zeitpunkt vergessen können, dass Sandra Bullock und George Clooney hier Astronauten im All spielen.

Man kann zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit davon ausgehen, dass Sandra Bullock für diese Rolle für einen Oscar nominiert wird. Sollte sie tatsächlich einen zweiten Oscar gewinnen und (weil die Welt offenbar komplett durchgedreht ist) auch Oprah für ihre Performance in Lee Daniel´s The Butler einen Oscar gewinnen, schreie ich.

„Gravity“ hat alle Erwartungen an der Kinokasse übertroffen und ist ein Kritikerliebling, dadurch kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass er für viele Oscars im Jahr 2014 nominiert wird. Mit einer Laufzeit von 90 Minuten ist „Gravity“ einer der kürzesten Filme, die jemals für einen Academy Award nominiert werden. Für mich ist es immer interessant, wie die sogenannten Academy Screenings verlaufen. Was man so hört, wird „Gravity“ von den Academy Mitgliedern begeistert und mit viel Applaus aufgenommen. So wurde beispielsweise auch zuletzt der diesjährige Oscar-Gewinner-Film Argo gefeiert.

Folgende Oscar-Nominierungen sind im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Sandra Bullock), Bester Nebendarsteller (George Clooney), Bester Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Beste Kamera, Bestes Szenenbild, Beste visuelle Effekte, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik

„Gravity“ wurde erstmalig auf dem Venice Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Last Vegas“
Bewertung des Trailers: C
Kommentar: Komödie mit Michael Douglas, Robert De Niro, Kevin Kline und Morgan Freeman. Der Film soll nicht so schlecht sein, wie es der Trailer vermuten lässt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Homefront“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jason Stratham und James Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Grudge Match“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Ein Film, in dem Sylvester Stallone und Robert De Niro alternde Boxer spielen und gegeneinander kämpfen. Warum macht De Niro so was? Hier spielen aber auch Kim Basinger, Alan Arkin.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht…

Trailer v. Film: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Action von und mit Kenneth Branagh, auch mit Chris Pine und Kevin Costner und Keira Knightley
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80% bei mind. 60% RT

Trailer v. Film: „The Secret Life of Walter Mitty“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Ben Stillers Fantasy-Film mit ihm in der Hauptrolle und Kristin Wiig und Sean Penn. Ob er bei den Oscars noch eine Rolle spielt, ist noch nicht sicher…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ender´s Game“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Harrison Ford, Ben Kingsley und Viola Davis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „The Hobbit – The Desolation of the Smaug“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailer: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Der 2. Teil, in IMAX wirkt das natürlich unglaublich gut. Ich habe nur wahrscheinlich keine Zeit für den Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn ich viel Zeit habe…

Vancouver – Film: "The Way Back"

Ich war am 02.01.11 in Vancouver und habe mir im Kino angeschaut:

„The Way Back“ (dt. Kinostart: 30.06.11) 133 min drama, adaptation
dir. Peter Weir cast: Ed Harris, Jim Sturgess, Colin Farrell, Saoirse Ronan, Mark Strong

Sibirien 1940. Mitten in den sibirischen Wäldern, fern von jeglicher Zivilisation, sind zahlreiche Kriegsgefangene in einem Arbeitslager eingesperrt. Im tiefsten Winter brechen die Insassen, der Amerikaner Mr. Smith (Ed Harris), der Pole Janusz (Jim Sturgess) und die Russen Valka (Collin Farrell), Tomasz (Alexandru Potocean), Kazik (Sebastian Urzendowsky), Voss (Gustaf Skarsgard) und Zoran (Dragos Bucur) aus dem Lager aus. Janusz übernimmt die Führung und versucht alle über die Grenze in die Mongolei zu führen. Unterwegs stösst die junge Polin Irena (Saoirse Ronan) zur Gruppe. Die Mongolei wird aber nicht das Ende der beschwerlichen Flucht sein…

C+ (Wertung von A bis F) „The Way Back“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert und ist angelehnt an das Buch „The Long Walk“ von Slawomir Rawicz.

In erster Linie habe ich zu bemängeln, dass noch bevor der Film richtig anfängt, im Vorspann, erwähnt wird, wie viele der Gefangenen es bis zum Schluß geschafft haben. Was hat man sich denn dabei gedacht? Man kann einen Film den Überlebenden widmen, aber dann doch bitte im Abspann. Dann fand ich einiges unrealistisch. Mit Ausnahme von Ed Harris, sahen mir alle, für das was sie über so viele Monate durchmachen mussten, viel zu wohlgenährt aus. (Wo ist Christian Bale wenn man ihn braucht?) In einigen Abschnitten wird auch nicht logisch erklärt woher sie ihre Nahrung und vor allen Dingen das Wasser beziehen. „The Way Back“ erschien mir unglaublich lang, hat aber das eine oder andere Mal von einer Szene zur nächsten zu harte, nicht plausible Übergänge. So ist in der einen Szene tiefster Winter und einen Augenaufschlag später sind scheinbar frühlingshafte Temperaturen. Dann stösst eine junge Frau zur Gruppe und keiner, der ganz sicher sexuell ausgehungerten Männer, versucht sie auch nur im Ansatz zu bedrängen. Schlimm fand ich Colin Farrell, mit seinem merkwürdig-russischen Akzent wirkte er für mich beinahe wie eine Karrikatur. „The Way Back“ hätte ein sehr guter Film werden können. Dem Regisseur Peter Weir („Witness“, „Dead Poet´s Society“, „The Truman Show“) ist es jedoch nicht gelungen, der – wieder einmal – genialen Performance von Ed Harris hier mit seinem Film gerecht zu werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Biutiful“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Alejandro González Inárritus neues Drama mit Javier Bardem. Wenn der Film tatsächlich so gut ist wie ich denke, wird er von mir für meine TOP TEN 2010 nachnominiert.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bang Bang Club“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama und Biopic über vier Fotografen in den letzten Tagen der südafrikanischen Apartheid, mit Ryan Phillippe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Jane Eyre“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Mia Wasikowska, Judi Dench, Sally Hawkins, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Frankie & Alice“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Halle Berry
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Boston – "Appaloosa"

Ich war am 22.10.08 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Appaloosa“ 108 min western, adaptation
dir. Ed Harris cast: Ed Harris, Viggo Mortensen, Jeremy Irons, Renee Zellweger, Robert Knott, Timothy Spall

1882, in der Stadt Appaloosa in New Mexico fürchten sich die Bewohner vor dem zwielichtigen Farmer Randall Bragg (Jeremy Irons) und seiner Bande. Sie stehen im Verdacht, den Marshall der Stadt getötet zu haben. Von der Stadtverwaltung wird Virgil Cole (Ed Harris) als neuer Marshall und Everett Hitch (Viggo Mortensen) als sein Deputy ernannt. Als erste Amtshandlung nehmen die neuen Gesetzeshüter Randall Bragg wegen Mordes an dem früheren Marshall fest. Randalls Gefolgsleute versuchen natürlich, ihren Anführer wieder zu befreien. Zusätzlich taucht die verwitwte Allison French (Renee Zellweger) in Appaloosa auf und sorgt für Aufregung…

A- (Wertung von A bis F) Hin und wieder sehe ich einen Western ganz gerne. Kein dialoglastiger Film, sondern ein Film, der eine entschleunigte Story über eine Männerfreundschaft erzählt, einige Schlägereien und Schiessereien inklusive. „Appaloosa“ ist Ed Harris´ zweite Regiearbeit nach Pollock. Erneut ist ihm ein guter Film gelungen. Die Besetzung ist stimmig, die Chemie stimmt einfach zwischen Ed Harris („The Truman Show“, „A Beautiful Mind“, „The Hours“) und Viggo Mortensen („The Lord of the Rings“, „History of Violence“, Eastern Promises) und daher können sie auch glaubwürdig eine Freundschaft, die nicht vieler Worte bedarf, transportieren. Jeremy Irons als Outlaw ist natürlich grossartig. Ich bin sicherlich kein Fan von Renee Zellweger, was nicht nur damit zusammenhängt, dass ich – abgesehen von „Nurse Betty“ und „Cold Mountain“ – die Filme nicht mochte, in denen sie spielte. Hier hat sie aber ihre Sache ganz gut gemacht. Oscarnominierungen in der Kategorie SCHAUSPIEL sind nicht abwegig.

Trailer zu sehen:

„sehr gut“

DVD – "Pollock"

Ich habe mir auf DVD folgenden Film angeschaut:

„Pollock“ 117 min drama, adaptation, biopic
dir. Ed Harris cast: Ed Harris, Marcia Gay Harden, Amy Madigan, Jennifer Connelly, Val Kilmer, John Heard

Die junge Malerin Lee Krasner (Marcia Gay Harden) lernt im Jahr 1941 in New York den amerikanischen Künstler Jackson Pollock (Ed Harris) kennen. Sie erkennt schnell sein überragendes Talent, verzichtet auf eine eigene Karriere, fördert ihn und macht ihn schliesslich mit der einflussreichen Galeristin Peggy Guggenheim (Amy Madigan) bekannt. Eines Tages heiraten Lee und Pollock und ziehen nach Long Island. Obwohl sich der Maler mittlerweile einen Namen machen konnte, plagen ihn Selbstzweifel und Geldmangel. Er verfällt immer mehr dem Alkohol, wird von Lee verlassen und stirbt schliesslich im Alter von nur 44 Jahren bei einem tragischen Autounfall.

B+ (Wertung von A bis F) Jackson Pollock ist einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der Film basiert auf der Biografie „Jackson Pollock: An American Saga“ und behandelt fünfzehn Jahre seines Lebens. Der Film ist das Regiedebut von Ed Harris, der hier zugleich die Hauptrolle spielt. Ed Harris hat für diese Rolle eine Oscarnominierung erhalten, allerdings gegen Russell Crowe in „Gladiator“ verloren. Bis zum heutigen Tag hat Ed Harris bereits vier Oscarnominierungen („Truman Show“, „Apollo 13“, „Pollock“ und „The Hours“), ich fand ihn ihn „Pollock“ perfekt besetzt, dennoch finde ich, dass er für „The Hours“ noch eher einen Oscar verdient gehabt hätte. Gerade ist seine zweite Regiearbeit, der Western „Appaloosa“, in den U.S.A. gestartet und hat sehr gute Kritiken bekommen, vielleicht wird Ed Harris nächstes Jahr für seine Arbeit belohnt. Marcia Gay Harden wurde zu Recht mit dem Oscar für ihre Darbietung in „Pollock“ ausgezeichnet.

Trailer zu sehen: