Boston – Film: "Cloud Atlas – IMAX"

Ich war am 27.10.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Cloud Atlas“ (dt. Kinostart: 15.11.12) 164 min adventure, drama, adaptation
dir. Tom Tykwer, Lana Wachowski, Andy Wachowski cast: Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugo Weaving, Jim Sturgess, Ben Whishaw, James D´Arcy, Susan Sarandon, Hugh Grant

Sechs Schicksale in 500 Jahren und doch ein einziges Abenteuer, in dem all unsere Helden in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufs Engste miteinander verbunden sind… (Quelle: deutsche Website des Films „Cloud Atlas“)

D+ (Wertung von A bis F) „Cloud Atlas“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von David Mitchell.

Es gibt Filme, mit denen kann ich schlichtweg gar nichts anfangen und „Cloud Atlas“ gehört definitiv dazu. Hätte ich den Film auf DVD gesehen, hätte ich ihn wahrscheinlich spätestens nach 30 Minuten ausgemacht. Ohne zu übertreiben, habe ich bestimmt 20x auf die Uhr geschaut.

Eigentlich haben mich nur zwei Geschichten interessiert, in beiden spielt der wunderbare Jim Broadbent („The Crying Game“, „Iris“, The Iron Lady) eine tragende Rolle. In der einen spielt er einen Komponisten und in der anderen ist er ein Verleger und landet schließlich im Altenheim. Bei beiden Stories hatte ich das Gefühl, im Fernsehen gerade einen bzw. zwei richtig gute Filme zu gucken, die andauernd von lästiger und schlechter Werbung unterbrochen wurden. Nur hier konnte ich halt nicht umschalten. Wenn ich mehr von diesen beiden genannten Geschichten (beide übrigens gedreht von Tom Tykwer) zu sehen bekommen hätte, wäre meine Bewertung weitaus besser ausgefallen. Die Sequenz mit den Senioren ist die Beste im kompletten Film. In der ist sogar die ehemalige Dschungelcamp-Kandidatin Katy Karrenbauer kurz zu sehen.

Die weiteren Geschichten, die gefühlt 10 Stunden in Anspruch nehmen, fand ich nicht nur sterbenslangweilig, ich fand auch die Arbeit der Maskenbildner alles andere als gelungen. Wenn ich jemals richtig in den einzelnen Geschichten war (was ich stark bezweifle, weil mich auch die Charaktere nicht interessiert haben), dann haben mich spätestens Hugo Weaving, Hugh Grant, aber auch Tom Hanks und Halle Berry mit ihrem missglückten Make- up, bzw. den grausigen Latex-Masken immer wieder aus den (auch den beiden guten) Stories gebracht. Dadurch wirken die meisten Schauspieler in weiten Teilen unfreiwillig komisch. Da hat man sich letztes Jahr noch über Leonardo DiCaprios und noch mehr über Armie Hammers Make-up in J. Edgar lustig gemacht.

„Cloud Atlas“ gilt – mit 100 Millionen Dollar Produktionskosten – als teuerster deutscher Spielfilm aller Zeiten. Der Film wurde durch zahlreichen Filmförderungen und durch die ARD mitfinanziert. Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viele direkte oder indirekte Steuergelder in diesen Film geflossen sind.

„Cloud Atlas“ ist der erste Film der Geschwister Wachowski (vorher bekannt als Brüder Wachowski).

Wenn überhaupt, wäre eine Oscar-Nominierung nur für Jim Broadbent berechtigt. Ich wäre aber hocherfreut, wenn ich gar nichts mehr über den Film hinsichtlich der Oscars höre oder lese.

Ich habe den Film aus zeitlichen Gründen in einem IMAX-Kino gesehen. Er ist nicht mit IMAX-Kameras gedreht worden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Guilt Trip“ (nicht in IMAX)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Komödie mit Barbra Streisand und Seth Rogen als Mutter und Sohn. Das passt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Life of Pi“ (nicht in IMAX)
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ang Lees Romanverfilmung, Film gilt als Oscar-Favorit.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Silver Linings Playbook“ (nicht in IMAX)
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: David O. Russells neue Tragikomödie mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jacki Weaver und Robert De Niro. Der Film gilt mittlerweile als großer Oscar-Favorit und es ist wohl nur noch die Frage, wie viele Performance hieraus für den Oscar nominiert werden.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Skyfall“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes´James Bond hat gute Kritiken bekommen und für Javier Bardem gehe ich auch ins Kino.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Rise of the Guardians (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: C (neuer Trailer)
Kommentar: Animationsfilm von DreamWorks, interessiert mich nicht die Bohne.
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „The Hobbit: An Unexpected Journey“ (in IMAX gezeigt)
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: Peter Jacksons Tolkiens Verfilmung. Trailer wirkt grauenvoll billig. Der Film erscheint wahrscheinlich in vier technischen Versionen. Mich würde ausschließlich das neue, 48fps-Format interessieren. Ich drücke fest die Daumen, dass es zu keiner einzigen Oscar-Nominierung kommt.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Vancouver – Film: "The Way Back"

Ich war am 02.01.11 in Vancouver und habe mir im Kino angeschaut:

„The Way Back“ (dt. Kinostart: 30.06.11) 133 min drama, adaptation
dir. Peter Weir cast: Ed Harris, Jim Sturgess, Colin Farrell, Saoirse Ronan, Mark Strong

Sibirien 1940. Mitten in den sibirischen Wäldern, fern von jeglicher Zivilisation, sind zahlreiche Kriegsgefangene in einem Arbeitslager eingesperrt. Im tiefsten Winter brechen die Insassen, der Amerikaner Mr. Smith (Ed Harris), der Pole Janusz (Jim Sturgess) und die Russen Valka (Collin Farrell), Tomasz (Alexandru Potocean), Kazik (Sebastian Urzendowsky), Voss (Gustaf Skarsgard) und Zoran (Dragos Bucur) aus dem Lager aus. Janusz übernimmt die Führung und versucht alle über die Grenze in die Mongolei zu führen. Unterwegs stösst die junge Polin Irena (Saoirse Ronan) zur Gruppe. Die Mongolei wird aber nicht das Ende der beschwerlichen Flucht sein…

C+ (Wertung von A bis F) „The Way Back“ wurde von wahren Begebenheiten inspiriert und ist angelehnt an das Buch „The Long Walk“ von Slawomir Rawicz.

In erster Linie habe ich zu bemängeln, dass noch bevor der Film richtig anfängt, im Vorspann, erwähnt wird, wie viele der Gefangenen es bis zum Schluß geschafft haben. Was hat man sich denn dabei gedacht? Man kann einen Film den Überlebenden widmen, aber dann doch bitte im Abspann. Dann fand ich einiges unrealistisch. Mit Ausnahme von Ed Harris, sahen mir alle, für das was sie über so viele Monate durchmachen mussten, viel zu wohlgenährt aus. (Wo ist Christian Bale wenn man ihn braucht?) In einigen Abschnitten wird auch nicht logisch erklärt woher sie ihre Nahrung und vor allen Dingen das Wasser beziehen. „The Way Back“ erschien mir unglaublich lang, hat aber das eine oder andere Mal von einer Szene zur nächsten zu harte, nicht plausible Übergänge. So ist in der einen Szene tiefster Winter und einen Augenaufschlag später sind scheinbar frühlingshafte Temperaturen. Dann stösst eine junge Frau zur Gruppe und keiner, der ganz sicher sexuell ausgehungerten Männer, versucht sie auch nur im Ansatz zu bedrängen. Schlimm fand ich Colin Farrell, mit seinem merkwürdig-russischen Akzent wirkte er für mich beinahe wie eine Karrikatur. „The Way Back“ hätte ein sehr guter Film werden können. Dem Regisseur Peter Weir („Witness“, „Dead Poet´s Society“, „The Truman Show“) ist es jedoch nicht gelungen, der – wieder einmal – genialen Performance von Ed Harris hier mit seinem Film gerecht zu werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Biutiful“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Alejandro González Inárritus neues Drama mit Javier Bardem. Wenn der Film tatsächlich so gut ist wie ich denke, wird er von mir für meine TOP TEN 2010 nachnominiert.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Bang Bang Club“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama und Biopic über vier Fotografen in den letzten Tagen der südafrikanischen Apartheid, mit Ryan Phillippe
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Jane Eyre“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Drama mit Mia Wasikowska, Judi Dench, Sally Hawkins, etc.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Frankie & Alice“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Halle Berry
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Detroit – 21

Ich war am 31.03.08 in Detroit und habe mir im Kino angeschaut:

„21“ (dt. Kinostart 10.04.08) 122 min drama, adaptation
dir. Robert Luketic cast: Jim Sturgess, Kevin Spacey, Kate Bosworth, Laurence Fishburne

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten. Um sein Medizinstudium an der Elite-Universität Havard zu finanzieren, läßt sich Ben (Jim Sturgess) von seinem Mathematikprofessor Mickey Rosa (Kevin Spacey) in ein Team rekrutieren, das sich darauf spezialisiert hat, durch ein raffiniertes Kartenzählsystem die Casinos von Las Vegas um Millionen zu prellen. Schnell ist Ben von dem anderem Leben fasziniert, muß sich aber bald nicht nur vor dem Sicherheitsbeamten Cole (Laurence Fishburne) in Acht nehmen…

B- (Wertung von A bis F) Der Film funktioniert überwiegend durch die starken, gut ausgearbeiteten Charaktere. Bei einer viel zu schnellen, und meines Erachtens nicht nachvollziehbaren, Wendung im Film, bin ich komplett aus dem Film rausgerissen worden und der Wiedereinstieg war schwierig, die letzte durchdachte Wendung hat das nur geringfügig besser gemacht… Kevin Spacey spielt nach einigen Entgleisungen („Fred Claus“, „Superman Returns“) endlich wieder eine coole Filmfigur. Jim Sturgess habe ich schon in seinem letztem Film „Across the Universe“ ein grosses Talent prophezeit. Er hat eine grosse Leinwandpräsenz und dennoch hat er derzeit noch die Möglichkeit ganz normale Typen zu spielen. Ich habe irgendwo gelesen, daß er aussieht wie der jungen Paul McCartney und das stimmt. Das war wohl auch ein Grund dafür, daß er für das sehr empfehlenswerte Beatles Musical Across the Universe gecastet wurde.

Trailer zu sehen:

Los Angeles – Across the Universe

Ich war am 7.10.07 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Across the Universe“ (dt. Kinostart 22.11.07) 133 min drama, musical
dir. Julie Taymor cast: Evan Rachel Wood, Jim Sturgess, Joe Anderson

Der junge Jude aus Liverpool (Jim Sturgess) fährt während des Vietnamkrieges nach Amerika um seinen Vater kennenzulernen. An der Princeton University trifft er nicht nur auf seinen Vater, sondern auch auf Max (Joe Anderson) der es leid ist, das Leben, dass seine Eltern für ihn vorbestimmt haben, zu führen. Jude und Max beschliessen kurzerhand nach New York zu ziehen und schliessen sich dort einer Künstler-WG an. Als Max´Schwester Lucy (Evan Rachel Wood) die Nachricht erhält, dass ihr Freund im Krieg gefallen ist, folgt sie ihrem Bruder nach NYC. Dort verlieben sich Jude und Lucy ineinander und alle geniessen zusammen die Freiheiten, die das Amerika der späten 60er Jahre bereithält, bis Max seinen Einberufungsbescheid erhält…

A- (Wertung von A bis F) Intensives Drama das die intensive Zeit des Krieges und der Veränderung porträtiert. Teils farbenfrohe Erzählung mit realen und surrealen Bildern, begleitet von zahlreichen Beatles Songs, die von den weitgehend unbekannten Protagonisten selbst gesungen werden. Der Film wird als Beatles-Musical angesehen. Ich selbst mag keine Musicals, aber da hier selten Tanzeinlagen eingebaut sind (und die wenigen surreal und innovativ gestaltet sind) und der Gesang nicht aufdringlich wirkt, sehe ich den Film nicht als Musical an. Schauspielerisch muss ich den Hauptdarsteller Jim Sturgess besonders hervorheben… Grossartige Cameos von Joe Cocker und Bono. Nach dem Film gab es grossen Applaus.

Trailer zu sehen: