Seoul – Film: "Run All Night"


Ich war am 23.03.15 in Seoul und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Run All Night“ (dt. Kinostart: 16.04.15) 115 min crime, action
dir. Jaume Collet-Serra cast: Liam Neeson, Ed Harris, Joel Kinnaman, Boyd Holbrook, Vincent D´Onofrio, Nick Nolte, Common

Shawn (Ed Harris) und Jimmy (Liam Neeson) kennen sich ein Leben lang. Jahrelang hatte Jimmy für den Mafia-Boss als Auftragskiller gearbeitet. Diese Zeit liegt nun hinter ihnen. Jimmy hat einen Sohn, Mike (Joel Kinnaman), zu dem er schon seit fünf Jahren keinen Kontakt mehr hat. Als Jimmy erfährt, dass sein Sohn in Schwierigkeiten steckt, weil er Shawns Sohn Danny (Boyd Holbrook) dabei beobachtet hat, wie er einen Mann ermordete, fährt er umgehend zu seinem Sohn. Um seinen Sohn das Leben zu retten, muss Jimmy etwas zu tun, was die Freundschaft zwischen ihm und Shawn mit einem Schlag beendet.

C+ (Wertung von A bis F) „Run All Night“ ist nach Unknown und Non-Stop bereits die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Jaume Collet-Serra und seinem Hauptdarsteller Liam Neeson.

Ich kann nicht sagen, dass ich mich bei „Run All Night“ gelangweilt habe. Der Film ist schnell geschnitten, actionreich und durchaus spannend. Typisches Popcornkino halt und ein weiterer Film, bei dem Liam Neeson (mit seiner wunderbaren Stimme) Drohungen am Telefon ausspricht. Erzählt werden die Ereignisse einer Nacht. Genauer sind es sogar 16 Stunden. Ich mag es nicht wenn man mir einen Film oder wichtige Details zu einer Handlung spoilert, auch kann ich es überhaupt nicht leiden, wenn man einen Film mit dem Filmende beginnt und dann zurückblickt. Das ist in „Run All Night“ leider der Fall. Ein weiterer Negativpunkt war für mich, dass mir der persönliche Rachefeldzug von Ed Harris Charakter ziemlich fadenscheinig daherkommt. Zuvor wird noch gezeigt wie eng er und Liam Neesons Charakter sind, und wie wenig er von seinem Sohn (gespielt von Boyd Holbrook, der neben Liam Neeson schon in A Walk Among the Tombstones spielte) hält, und dann wirft er alles über den Haufen?

Der Rapper und frisch gebackener Oscar-Preisträger Common (für seinen Song „Glory“ aus dem Film Selma) ist mir hier das erste Mal bewusst als Schauspieler aufgefallen. Richtig angetan war ich von Joel Kinnaman (The Killing). Er ist definitiv ein Schauspieler, den man im Auge behalten sollte. In „Run All Night“ habe ich erstmalig bemerkt, dass Ed Harris ziemlich alt geworden ist (und Nick Nolte erst – den habe ich, so waldschratig er hier aussieht, auf den ersten Blick nicht mal erkannt)

Ich bin wirklich ein treuer Liam Neeson Fan, aber selbst ich bin langsam ermüdet von dem alternden Actionstar Liam Neeson. Ich würde mich freuen, wenn sich der einstige Charakterschauspieler jetzt endlich wieder dem anspruchsvollem Kino widmen würde.

Gesehen habe ich „Run All Night“ in der Originalfassung mit koreanischen Untertiteln.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Avengers: Age of Ultron“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Marvel-Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „????????
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: ein koreanisches Drama, durch die ausschließlich koreanischen Schriftzeichen, weiss ich nicht, was hier gezeigt wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: kann ich nicht beurteilen

Trailer v. Film: „The Divergent Series: Insurgent“
Bewertung des Teasers: C- (neuer Teaser)
Kommentar: 2. Teil der Teenager-Romanverfilmung. Mit einer anderen Hauptdarstellerin als Shailene Woodley würde ich mir diese Reihe vielleicht angucken.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Song One“
Bewertung des Teasers: C-
Kommentar: Film mit Anne Hathaway
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nicht, wenn ich es verhindern kann

Trailer v. Film: „Furious 7“
Bewertung des Trailers: B (neuer Trailer)
Kommentar: Der siebentausendste Teil der Reihe. Ich gebe zu, dass ich ihn mir in Seoul angeguckt hätte, wenn er in 4D gelaufen wäre.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „????????
Bewertung des Trailers: ?
Kommentar: koreanische Komödie. Durch die ausschließlich koreanischen Schriftzeichen, weiss ich nicht, was gezeigt wurde
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Kino in Seoul

Ich war tatsächlich noch nie in Korea im Kino. Gut, ich war auch bestimmt 12 Jahre nicht dort. Zunächst einmal werden die englischsprachigen Filme (wie in den meisten Ländern weltweit) im Original mit Untertiteln gezeigt. Sehr löblich. Ich war in einem großen Kinocenter. Wenn man eine Kinokarte kaufen will, muss man, bevor man zur Kasse geht, eine Wartenummer (!!!) ziehen. Wenn seine Nummer dann (auf der digitalen Anzeige der einzelnen Kassen) aufgerufen wird, geht man zum jeweiligen Schalter und teilt dem gut verständlich Englisch sprechenden Personal mit, was man wann gucken will und wählt den gewünschten Sitzplatz. (Ich hasse das bekanntlich). Eine Kinokarte kostet 8000 Won. (das sind umgerechnet ca. 6,65 EUR). Das Kino war sehr sauber, hatte sehr bequeme Sessel und stadium seating. Die Koreaner halten dankenswerterweise nicht viel davon, so nah beieinander zu hocken. Sobald das Licht ausgegangen ist, sind in meiner Vorstellung die Zuschauer auseinander gerutscht. 10 Minuten bevor der eigentliche Film beginnen soll, werden Trailer, Werbung und das übliche Filmchen über das Verhalten in Notfällen gezeigt. Das nimmt beinahe 20 Minuten in Anspruch. Als ich erfahren habe, dass ich nach Seoul fliege (bin aus dem Stand By dorthin geschickt worden), war mein großes Ziel, in eines der berühmten 4D-Kinos zu gehen. Von meinen Kollegen habe ich schon oft gehört, wie cool das sein soll. Ich habe mich bei dem Concierge erkundigt, der einzige (englischsprachige) Film war „Furious 7“. Dieser Actionfilm lief aber während meiner gesamten Aufenthaltsdauer dort noch nicht. Schade.

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2 Gedanken zu “Seoul – Film: "Run All Night"

  1. :)) großartig, Wartenummern ziehen!
    Hach darum beneide ich Dich wirklich. Ich finde es total spannend wie solche „alltäglichen“ Sachen in anderen Ländern laufen.
    Was Passiert bei 4D? Geruch? Wackelnde Sitze? Rückenmassage? :))
    Dein Koreanisch ist also etwas eingerostet ;D (Trailer)
    Und zum Film: Sag ich doch: der Trailer war schon so mittelmäßig und deutet ja schon an, dass das nicht der Burner werden kann. Das Neeson nun endlich mal wieder was anständiges machen sollte finden wir, glaube ich, alle; aber Hauptsache keine Schmusefilme.

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  2. Na bei 4D guckt man einen Film in 3D, riecht man, wird ordentlich durchgeschüttelt (wenn es die Szene verlangt) und bekommt dann auch gelegentlich ein paar Spritzer ins Gesicht (eine Kollegin hat mir mal erzählt, dass sie damals „Shrek“ in 4D gesehen hat und wenn Donkey geniest hat, hat sie es abgekommen. :)) Wahrscheinlich finde ich es gar nicht so toll, aber die koreanischen Kinos sollen die Besten sein und ich will das auch mal erleben. 🙂

    Ja, der Trailer verrät ja praktisch schon alles, was passiert. Der war auch wirklich nicht der Knaller, aber trotzdem okay. In „Love Actually“ war er ja auch toll und das war ein Schmusefilm, aber ein toller. 🙂

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