Berlin – Film: „Everest – 3D“

Ich war am 16.09.15 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Everest – 3D“ (dt. Kinostart: 17.09.15) 122 min drama
dir. Baltasar Kormákur cast: Jake Gyllenhaal, Josh Brolin, Jason Clarke, John Hawkes, Sam Worthington, Robin Wright, Keira Knightley, Emily Watson

Nach einer mehrwöchigen Vorbereitung startet der neuseeländische Expeditionsleiter Rob Hall (Jason Clarke) mit seiner Gruppe den Aufstieg zum Gipfel des Mount Everest. Rob ist sehr auf Sicherheit bedacht, schließt sich aber dennoch mit seinem Konkurrenten, den risikofreudigeren anderen Gruppenleiter Scott Fischer (Jake Gyllenhaal) und seiner Gruppe zusammen. Der Aufstieg ist aber nicht das einzige Problem, alle wollen schließlich auch wohlbehalten wieder im Basislager ankommen.

B (Wertung von A bis F) Der Film „Everest“ basiert auf wahren Ereignissen, die sich im Jahr 1996 am Mount Everest zugetragen haben.

Mir ist ja völlig rätselhaft, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, einen Berg zu besteigen. Jetzt habe ich es aber doch getan. Als ich das Kino verlassen habe, kam es mir zumindest so vor, als wäre ich irgendwo Teil dieser Expedition gewesen. „Everest“ ist ein sehr intensiver, ich fand sogar strapaziöser Film. Ganz sicher hat die 3D-Fassung mein Empfinden noch verstärkt.

Auch wenn die Schneeverwehungen das eine oder andere Mal unecht aussahen und ein paar wenige Szenen wirkten, als wären sie im Studio aufgenommen ist die 3D-Fassung (oder IMAX) doch unbedingt zu empfehlen.

Schauspielerisch konnten besonders Jason Clarke und Jake Gyllenhaal aus dem Ensemble herausragen. Überzeugend fand ich später aber auch John Hawkes, Josh Brolin und sogar Keira Knightley.

„Everest“ wurde erstmalig am 23.06.15 auf der CineEurope gezeigt und wurde auf dem Venice International Film Festival 2015 als Eröffnungsfilm gezeigt. Ich habe den Film in einer Preview gesehen. Gezeigt wurde die OV und 3D-Fassung.

„Everest“ ist kein Oscar-Film. Mit Ausnahme einiger technischer Kategorien hat der Film Everest meines Erachtens keine Chance auf Oscar-Nominierungen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „American Ultra“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actionkomödie mit Jesse Eisenberg und Kristen Stewart
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wollte den eigentlich schon im August sehen, also 100%

Trailer v. Film: „Sicario“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Denis Villeneuves neuer Film mit Benicio del Toro und Emily Blunt
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Spectre“ (in der OV)
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Star Wars: The Force Awakens“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: J.J. Abrams Star Wars-Film – ich könnte nicht gelangweilter sein. Die Besetzung reizt mich aber.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wahrscheinlich schon

Trailer v. Film: „The Last Witch Hunter“ (in der OV gezeigt)
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Fantasy-Film mit Michael Caine und Vin Diesel. Bei Vin Diesel bin ich raus.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Kino in Berlin

Ich muss mal wieder meinen Unmut äußern. Ich gehe wirklich sehr selten in Deutschland ins Kino. Die letzte reguläre Kinovorstellung, die ich in Deutschland besucht habe, war Maps to the Stars und das liegt ziemlich genau ein Jahr zurück. Jetzt ist mir wieder mal bewusst geworden, wie glücklich ich mich schätzen kann, in anderen Ländern (vor allen Dingen in den U.S.A.) ins Kino zu gehen. Die Kinokarte in einem Berliner Kinocenter hat 13,50 Euro gekostet (+ 1,00 Euro für die 3D-Brille – was ich auch kaum glauben wollte) und dennoch wurden den Zuschauern 32 Minuten Werbung, inkl. der o.g. Trailer zugemutet. Und nicht nur das, es wurde während dieser 32 minütigen Werbung eine mehrminütige Pause eingelegt, in der die Zuschauer aufgefordert wurden, sich doch noch ein Eis oder ähnliches zu kaufen. Ich finde das wirklich eine Unverschämtheit. Wenn die Preview kostenlos gewesen wäre, hätte ich mich auch ohne zu Murren mit dem Werbe-Müll zuschütten lassen, aber – wie gesagt – ich habe für meine Kinokarte nicht wenig Geld bezahlt. Ich kann nicht verstehen, dass dagegen in Deutschland keiner rebelliert.

Berlin – Film: "The Imitation Game"

Ich war am 25.11.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Imitation Game“ (dt. Titel: „The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben“, dt. Kinostart: 22.01.15) 113 min drama, biopic, adaptation
dir. Morten Tyldum cast: Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, Matthew Goode, Mark Strong, Charles Dance,

London im Jahr 1939. Der 27-jährige Alan Turing (Benedict Cumberbatch) ist ein brillanter Mathematiker und wird von dem britischen MI6 für ein Geheimprojekt engagiert. Er soll mit anderen Code-Spezialisten, unter der Leitung von Hugh Alexander (Matthew Goode), den als unentschlüsselbar geltenden Enigma-Code der Nazis knacken.

B+ (Wertung von A bis F) „The Imitation Game“ basiert auf dem Leben des legendären Mathematikgenies Alan Turing. Graham Moore schrieb das Drehbuch auf der Grundlage von Andrew Hodges´ Biografie „Alan Turing – Enigma“. Sein Drehbuch stand im Jahr 2011 auf Platz 1 von Hollywoods The Black List, der Liste der besten unverfilmten Drehbücher. „The Imitation Game“ ist das englischsprachige Regiedebüt von dem norwegischen Filmemacher Morten Tyldum („Headhunters“)

In der Oscar-Saison 2014/2015 sind „The Imitation Game“ und The Theory of Everything die beiden britischen Biopics, bei denen eigentlich klar ist, dass sie in einigen Kategorien unter den Oscar-Nominierten sein werden. Bei „Theory of Everything“ war ich mehr begeistert von den Szenenbildern, bei „The Imitation Game“ fand ich die Geschichte faszinierender und die Persönlichkeit sympathischer.

„The Imitation Game“ erzählt Teile der weitgehend unbekannten Lebensgeschichte eines Genies. Alan Turing fand ich von Anfang an fesselnd. Auch ist der Film sehr humorvoll, was vorwiegend von Alan Turings Persönlichkeit ausgeht. Am Ende des Films war ich froh, dass ich etwas aus seinem Leben erfahren habe.

Ich bin kein Fan von Benedict Cumberbatch (also keine der, wie es in den U.S.A. so schön heißt, Cumberbitches ), ich finde er sieht einfach seltsam aus. Und ich gebe zu, dass – als ich ihn das erste Mal im Fernsehen gesehen habe – ich mich regelrecht erschrocken habe. Wissentlich habe ich ihn jetzt in fünf Filmen (Tinker Tailor Soldier Spy, War Horse, The Fifth Estate, 12 Years a Slave und August: Osage County) gesehen, wirklich gut besetzt fand ich ihn in keinem Film. Das ändert sich mit „The Imitation Game“. Hier ist er idealbesetzt. Alan Turing war ein eigenwilliger, eigenbrötlerischer, sehr schüchterner, mit einem blitzschnellen Verstand gesegneter Visionär. Benedict Cumberbatch spielt ihn so, dass man diesen Außenseiter bezaubernd und liebenswert findet. Benedict Cumberbatch gibt für mich hier definitiv eine Oscar-Performance.

Mir haben aber auch Matthew Goode und Keira Knightley sehr gut gefalllen.

„The Imitation Game“ wurde in den U.S.A. dafür kritisiert, dass Alan Turings Charaker nicht in intimen Szenen mit anderen Männern gezeigt wurde. Seine Homosexualität spielt gegen Ende seines Lebens auch eine tragische Rolle, aber ich fand es für die Erzählung dieser Geschichte nicht nötig, entsprechende Szenen konkret zu zeigen.

„The Imitation Game“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller (Charles Dance, Matthew Goode), Beste Nebendarstellerin (Keira Knightley) Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Beste Filmmusik. Momentan hat „The Imitation Game“ wohl die größten Chancen auf einen Oscar-Gewinn in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch. Update: „The Imitation Game“ wurde auf der 87. Oscar-Verleihung am 22.2.15 mit einem Oscar (Bestes adaptiertes Drehbuch) ausgezeichnet.

„The Imitation Game“ wurde erstmalig auf dem Telluride Film Festival 2014 gezeigt. Kurz darauf hat der Film auf dem Toronto International Film Festival 2014 den Publikumspreis gewonnen.

„The Imitation Game“ ist am 28.11.14 in vier Kinos in den U.S.A. gestartet. An dem darauffolgenden Freitag lief er bereits in 8 Kinos in den gesamten U.S.A. Mittlerweile wird der Film in 754 amerikanischen Kinos gezeigt. Im Vergleich dazu läuft ein Blockbuster in rund 3200 Kinosälen. Ich finde es für die Art von Filmen aber eine gute Strategie, den Film „klein“ herauszubringen und dann aufzustocken. das hat sich bereits dieses Jahr bei Birdman, Foxcatcher und Wild bewährt. Ich habe „The Imitation Game“ am 25.11.14 in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Offizieller Trailer zu sehen:

Deutscher Trailer zu sehen:

Benedict Cumberbatch kann ziemlich gut andere Schauspieler imitieren (und mal wieder ein Beweis, dass man Filme ausschließlich in der OV sehen sollte):

San Francisco – Film: "Begin Again"

Ich war am 17.07.14 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Begin Again“ (dt. Titel: „Can a Song Save Your Life?“, dt. Kinostart: 28.08.14) 104 min comedy, drama, musical
dir. John Carney cast: Keira Knightley, Mark Ruffalo, Adam Levine, Hailee Steinfeld, Mos Def, Catherine Keener

Dan (Mark Ruffalo) ist ein New Yorker Musikproduzent. Er war mal sehr erfolgreich, hat aber schon lange keinen Hit mehr gelandet. Er hat ein Alkoholproblem und lebt von seiner Frau Miriam (Catherine Keener) und seiner Tochter Violet (Hailee Steinfeld) getrennt. Jetzt wird er auch noch von seinem Plattenboss Saul (Mos Def) gefeuert, landet abends pleite und angetrunken in einem Nachtclub und wird auf die Sängerin Gretta (Keira Knightley) aufmerksam. Er sieht sofort das Potenzial in der Musikerin und bietet ihr an, mit ihr ein Album zu produzieren. Nur hat er mittlerweile gar nicht mehr die Möglichkeiten, es muss improvisiert werden.

B+ (Wertung von A bis F) „Begin Again“ ist ein charmanter kleiner Film über Musik, das unkonventionelle Entstehen einer Band und eines Albums, aber auch über die Musikindustrie und die schönste Stadt der Welt.

Wahrscheinlich funktioniert der Film nur, wenn einem die gespielten Songs auch gefallen. Ich mochte sie, jetzt eine Woche später geht mir ein bestimmtes Lied immer noch nicht aus dem Kopf. Mir gefiel aber auch die darum erzählte Geschichte und das dann doch nicht so vorhersehbare Ende.

Für mich stechen zwei Szenen im Film hervor. In der einen landet Mark Ruffalos Charakter nach einem schlechten Tag in der Bar und wird das erste Mal auf Keira Knightleys Stimme und ihren Song aufmerksam. Eine ähnliche Szene gibt es gleich zu Beginn des Film, nur in dem zweiten Anlauf sieht man sie mit seinem musikalischen Verständnis. Auch mochte ich die längere Sequenz, in denen Mark Ruffalo und Keira Knightleys Charaktere sich ihre Lieblingssongs auf den iPods vorspielen und sich dabei quer durch die Stadt treiben lassen.

Mark Ruffalo spielt hier, wie meist, eine Version von den Charakteren, die er bereits in der Vergangenheit gespielt hat. Das selbstverständlich auch wieder exzellent, aber ich kann auch nachvollziehen, wenn man von ihm etwas gelangweilt ist.

Wie bereits in Seeking a Friend for the End of the World mag ich Keira Knightley hier. Vielleicht weil sie diesen Typ Frau einfach glaubwürdig verkörpern kann. Die Rolle nehme ich ihr einfach ab. Sie hat eine wohlklingende Stimme und Sprache und das hört sich überraschenderweise auch im musikalischen Gebrauch angenehm an. Die Songs hat sie alle selbst gesungen. Hut ab.

Hailee Steinfeld habe ich das erste und einzige Mal zuvor in True Grit gesehen. Für diese Rolle hat sie zurecht eine Oscar-Nominierung erhalten. Jetzt ist sie größer und etwas trampelig und irgendwie fehlt ihr (hier) das gewisse Etwas. Ich bin gespannt, ob und welche Richtung sich ihre Karriere weiterentwickelt.

Adam Levine (von der Band Maroon 5) spielt hier den Ex-Freund von Keira Knightley und einen erfolgreichen, aber nicht so guten Sänger. In der Rolle überzeugt er natürlich auch im Film, zumindest bis er irgendwann mit einem, alles andere als hipstermässigen Al-Qaida-Bart auftaucht. Mit diesem seltsamen Aussehen hat er mich komplett aus dem Film gehauen.

Der ursprüngliche (und in Deutschland benutzte) Filmtitel „Can a Song Save Your Life?“ passt besser zu dem Film und ist auch nicht so austauschbar und nichtssagend wie der Filmtitel „Begin Again“. Angeblich mochte das amerikanische Testpublikum den ursprünglichen Titel nicht.

„Begin Again“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Song.

„Begin Again“ wurde (seinerzeit noch unter dem Titel „Can a Song Save Your Life?)“ erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2013 gezeigt.

Trailer zu sehen:

Keira Knightley singt „Lost Stars“:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Last of Robin Hood“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic über Errol Flynn mit Kevin Kline als Errol Flynn und Dakota Fanning und Susan Sarandon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Frank“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Tragikomödie mit Michael Fassbender in der Titelrolle. Leider kann man sein Gesicht den ganzen Film über nicht sehen. Grrr
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Trip to Italy“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Fortsetzung von „The Trip“, den ich leider noch nicht gesehen. Ist aber mit Steve Coogan, also werde ich ihn nachholen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „St. Vincent“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Bill Murray, Melissa McCarthy, Chris O´Dowd und Naomi Watts (die ich im Trailer nicht erkannt habe). Oscar-Film Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Charlotte – Film: "Jack Ryan: Shadow Recruit"

Ich war am 22.01.14 in Charlotte und habe mir im Kino angeschaut:

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ (dt. Kinostart: 27.02.14) 105 min action
dir. Kenneth Branagh cast: Chris Pine, Kevin Costner, Keira Knightley, Kenneth Branagh

Jack Ryan (Chris Pine) arbeitet für die CIA, er ist als Wirtschaftsanalyst an der Wall Street tätig. Vor Jahren wurde er bereits von dem CIA-Agenten Thomas Harper (Kevin Costner) rekrutiert. Jetzt entdeckt er versteckte russische Konten. Es stellt sich heraus, dass der russische Oligarch Viktor Cherevin (Kenneth Branagh) einen Terroranschlag plant, der die Wall Street und dann die gesamte Finanzwelt lahmlegen könnte. Harper schickt Jack Ryan nach Moskau, das ist sein erster verdeckter Einsatz als CIA-Agent. Jacks Verlobte Cathy (Keira Knightley) weiß nicht mal, dass er für die CIA arbeitet?

C- (Wertung von A bis F) „Jack Ryan: Shadow Recruit“ ist keine Adaption eines Tom Clancy Romans. Der Film ist jedoch eine Neuauflage für den Tom Clancy-Helden Jack Ryan.

„Jack Ryan: Shadow Recruit“ war mein offiziell erster Film aus dem Jahr 2014. Es bestätigt sich jedes Jahr aufs Neue, Filme, die im Januar und Februar in amerikanischen Kinos anlaufen (und damit in Konkurrenz zu den immer noch im Kino verweilenden Oscar-Filmen stehen), sind einfach nicht gut.

Die beiden Drehbuchautoren haben sich Mühe gegeben, diesen neuen Jack Ryan einzuführen. Zum 11.September 2011 studiert der Amerikaner Jack Ryan in England. Nach dem Terroranschlag verpflichtet er sich, seinem Land zu dienen. Er zieht in den Krieg und wird in Afghanistan schwer verletzt. Von der CIA wird er schließlich rekrutiert und arbeitet als Finanzanalyst in New York.

Die weitere Geschichte ist nicht neu, hat auch einige Logiklöcher, daran hat man sich bei dieser Art von Filmen jedoch längst gewöhnt. Für einen Spionage-/Actionfilm hat mir aber die ganze Einführung, und bis endlich wirklich etwas passiert, zu viel Zeit eingenommen. Eine halbe Ewigkeit dauert es bis zu der ersten Action-Sequenz (und dann habe ich diese Action-Sequenz auch noch quasi komplett als Trailer im Kino gesehen). In dem gesamten Film gibt es für mich zu wenig (erwähnenswerte) Action-Szenen.

Chris Pine ist eine Fehlbesetzung. Gut, als schnöseliger Finanzanalyst ist er glaubwürdig, aber er hat keinerlei männliche Ausstrahlung und auch kein Präsenz. Er kann einen Film nicht tragen und sollte generell nicht in einer Hauptrolle besetzt werden. So babygewichtig wie er momentan noch aussieht, ist er definitiv nicht als Actionheld oder supersmarter Geheimagent glaubwürdig. Aber selbst die Figur des Jack Ryan wirft einige Fragen auf, warum wird beispielsweise ausgerechnet er, ohne jegliche Erfahrung und CIA-Training, überhaupt ins Feld geschickt?

In „Jack Ryan: Shadow Recruit“ hat mir am Besten die Ausstattung und Kenneth Branagh gefallen. Auch wenn man sich auch hier fragen kann, warum sich der britische Regisseur selbst gleich als russischer Bösewicht besetzt hat. Wahrscheinlich standen aber alle russischen Schauspieler gerade nicht zur Verfügung.

Die amerikanischen Trailer habe ich im Kino gesehen:

http://www.youtube.com/watch?v=gCqeh-OzqEs (das ist der Trailer, von dem ich sprach)

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „300: Rise of an Empire“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Fortsetzung von „300“. Auch wenn die Bilder ganz cool aussehen, interessiert mich der nicht die Bohne.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Non-Stop“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionfilm mit Liam Neeson und Julianne Moore. Filme, die in einem Flugzeug spielen muss ich gucken – früher oder später. Hoffentlich hat dieser Trailer nicht alle Wendungen verraten.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Dawn of the Planet of the Apes“
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: Wow! Die Fortsetzung von „Rise of the Planet of the Apes“, den ich sehr mochte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „RoboCop“
Bewertung des Trailer: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Remake des Films aus den 1980er Jahren. Mit Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Jackie Earle Haley. Sollte man sicher in 3D oder IMAX sehen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich weiß nicht

Trailer v. Film: „Noah“
Bewertung des Trailer: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Darren Aronofskys neuer Film, Bibel-Verfilmung mit Russell Crowe als Noah (Michael Fassender und Christian Bale hatten die Rolle dankend abgelehnt) Ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der Russell Crowe ein guter und anerkannter Schauspieler war und ein gutes Händchen bei der Rollenauswahl hatte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nicht, wenn ich es vermeiden kann

Trailer v. Film: „Draft Day“
Bewertung des Trailer: B
Kommentar: Sportfilm mit Kevin Costner (schon wieder), Frau Affleck und Frank Langella
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Boston – Film: "Seeking a Friend for the End of the World"

Ich war am 27.06.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Seeking a Friend for the End of the World“ (dt. Titel: „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“, dt. Kinostart: 20.09.12) 101 min drama, comedy
dir. Lorene Scafaria cast: Steve Carell, Keira Knightley, Adam Brody, Derek Luke, Connie Britton, Patton Oswalt, Rob Corddry

Der Weltuntergang naht, es verbleiben noch drei Wochen. Dodge arbeitet bei einer Versicherung und seine Frau verlässt ihn just in dem Moment, in dem feststeht, dass es keine Rettung mehr gibt. Dann trifft er auf Penny (Keira Knightley)…

B+ (Wertung von A bis F) Für „Seeking a Friend for the End of the World“ muss man wahrscheinlich in der richtigen Stimmung sein, aber auch dann ist es sehr wahrscheinlich kein Film für jedermann. Ich habe ihn mir eigentlich auch nur angeschaut habe, um die Zeit bis zu einem anderem Film zu überbrücken. Daher habe ich mich Im Vorfeld auch nicht über den Film informiert. An dieser Stelle dachte ich, mich hauptsächlich über das unsägliche Casting auslassen zu müssen. Auf dem Papier hört sich die Besetzung von Steve Carell und Keira Knightley in einer RomCom aber auch schräg an.

„Seeking a Friend for the End of the World“ ist aber keine RomCom, eher ein leises, nachdenklich machendes, aber auch skurril-witziges Roadmovie mit einem Sci-Fi-Hintergrund. Ich war überrascht, wie gut mir der Film gefallen hat. Während des Films ist mir mehrmals der Film Melancholia in den Sinn gekommen. „Seeking a Friend“ hat natürlich keinen cineastischen Anspruch, aber auch hier naht das Ende der Welt und der Umgang mit dem Thema liegt mir wesentlich mehr. Wie verhält man sich, wenn man weiß, dass es nur noch drei Wochen sind, bis die Erde zerstört ist. Was will man noch erleben oder erledigen, mit wem verbringt man die letzten Tage und Stunden? Dodge und Penny lernen sich durch Zufall kennen und könnten nicht unterschiedlicher sein. Er, der nette Typ von nebenan möchte noch einmal seine erste große Liebe treffen und sie, die leicht durchgeknallte Engländerin, die gerade ihren nichtsnutzigen Freund verlassen hat, ihre Lieblingsschallplatten durch die Gegend schleppt, möchte zu ihrer Familie nach Großbritannien. Irgendwie fügt sich hier alles relativ natürlich zusammen. Auch die Beziehung der beiden entwickelt sich glaubhaft, vielleicht nicht zu 100 Prozent, aber zu 90. Angesichts der Besetzung von Steve Carell und Keira Knightley grenzte das schon für mich an ein Wunder.

Steve Carell („Little Miss Sunshine“, Dan in Real Life, Get Smart, Crazy, Stupid, Love) ist immer besonders sehenswert wenn er – wie hier – einen ernstzunehmenden Charakter portraitiert. In „Seeking a Friend“ hat er insbesondere eine Szene, in der er – ohne viel zu sagen – so unglaublich ausdrucksstark ist. Keira Knightley steht die freigeistige Type, die sie hier verkörpert.

„Seeking a Friend for the End of the World“ hat einen überwiegend sehr gelungenen Soundtrack. Einer meiner Lieblingssongs wird sogar ein zweites Mal zum Abspann gespielt. Der Film ist in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2012 gelandet.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Perks of Being a Wallflower“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Romanverfilmung mit Paul Rudd, Ezra Miller, Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ted“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Teddy-Komödie mit Mark Wahlberg und Mila Kunis
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 60%

Trailer v. Film: „Hope Springs“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Meryl Streep, Tommy Lee Jones und Steve Carell
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „For a Good Time, Call…“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Komödie mit Justin Long, Seth Rogen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Ruby Sparks“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: RomCom mit Paul Dano, Zoe Kazan, Annette Bening
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Anna Karenina“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Neuverfilmung des Romanklassikers von Leo Tolstoi mit Keira Knightley und Jude Law. Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

DVD – Film: "Last Night"

Folgenden Film habe ich mir als iTunes Leihvideo angeschaut:

„Last Night“ 93 min drama
dir. Massy Tadjedin cast: Keira Knightley, Sam Worthington, Eva Mendes, Guillaume Canet

Joanna (Keira Knightley) und Michael (Sam Worthington) sind ein scheinbar glückliches Paar. Auf einer Party trifft Joanna dann das erste Mal auf Laura (Eva Mendes). Michael hat bislang seine hübsche neue Arbeitskollegin mit keinem Wort erwähnt. Es kommt zum Streit und am nächsten Morgen geht Michael mit Laura auch noch auf eine Geschäftsreise. Morgens trifft Joanna dann zufällig auf ihren Ex Alex (Guillaume Canet). Noch am selben Abend verabreden sich Joanna und Alex und Michael und seine Kollegin kommen sich auch näher…

B- (Wertung von A bis F) Die Geschichte fühlt sich sehr real an. Die Funken sprühen und man kann den Charakteren ihre jeweiligen Gefühle abnehmen. Alle vier Schauspieler haben hier eine gute Arbeit abgeliefert, neugierig hat mich Guillaume Canet („The Beach“) gemacht. Gerne würde ich ihn mal in einer anderen Rolle sehen. Das Regiedebüt von Massy Tadjedin kann man sich durchaus anschauen, wenn man Beziehungsdramen etwas abgewinnen kann.

„Last Night“ wurde auf dem Tribeca Film Festival 2011 gezeigt und zur gleichen Zeit über iTunes als Leihvideo angeboten.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "Never Let Me Go"

Ich war am 26.09.10 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Never Let Me Go“ (dt. Titel: „Alles, was wir geben mussten“, dt. Kinostart: 14.04.11) 104 min drama, adaptation
dir. Mark Romanek cast: Keira Knightley, Carey Mulligan, Andrew Garfield, Sally Hawkins, Charlotte Rampling, Domhnall Gleeson

Kathy (Carey Mulligan), Tommy (Andrew Garfield) und Ruth (Keira Knightley) wachsen in Hailsham, einem englischen Internat, auf. Die Zukunft von allen Hailsham-Kindern ist vorbestimmt und es scheint keine Möglichkeit zu geben, ihrem grausamen Schicksal zu entrinnen…

A (Wertung von A bis F) „Never Let Me Go“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Kazuo Ishiguro. Warum bitte habe ich dieses Buch nicht gelesen?

Manchmal ist es doch sinnvoll, bevor man einen Film schaut, etwas mehr über ihn zu wissen. Über „Never Let Me Go“ wusste ich nur, dass es sich um einen möglichen Oscar-Film mit der o.g. Besetzung handelt. So habe ich mich, als die Bestimmung der Kinder langsam bekannt wurde (ich werde nichts spoilern), gefragt, inwieweit hier tatsächlich eine wahre Geschichte erzählt wird und warum ich noch nie davon gehört habe. Schnell war es mir aber dann auch völlig egal, weil mich die Story und das Schicksal von Kathy, Tommy und Ruth tief berührt hat. Der Film ist schwere Kost. Der Film ist ein fesselndes, einfühlsames und vielschichtiges Drama, das etwas anders inszeniert, auch ein Horrorfilm hätte sein können. Als Drama gefällt mir das natürlich besser und so könnte es auch mit einer Oscar-Nominierung für Film, Regie und Schauspieler klappen. Carey Mulligan hat bereits in An Education bewiesen, wie herausragend sie sein kann. Bei Andrew Garfield war ich zunächst nicht überzeugt, habe mir sogar mitten im Film fest vorgenommen, ihn nicht als neuen Spider-Man zu begutachten. Im letzten Drittel des Films aber spätestens waren alle drei Schauspieler (ja, sogar Keira Knightley – dass ich das jemals über sie sage, hätte ich NIE gedacht) überragend. „Never Let Me Go“ bewirbt sich bei mir um einen festen Platz in meiner TOP TEN Liste für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „It´s Kind of a Funny Story“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Indie-Komödie mit Zach Galifianakis.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Monsters“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: britischer Alien-Film, der verdammt gut sein könnte…Irgendwie erinnert mich das an „District 9“
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „127 Hours“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Wenn jemand dieses Drama spannend erzählen kann, dann Danny Boyle mit seinem Hauptdarsteller James Franco
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%