Leeuwarden – Film: „Tully“

Ich war am 16.05.18 in Leeuwarden und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Tully“ (dt. Kinostart: 31.05.18)  95 min  drama, comedy

dir. Jason Reitman  cast: Charlize Theron, Mackenzie Davis, Mark Duplass, Ron Livingston

 

Marlo (Charlize Theron) ist bereits Mutter zweier Kinder und bekommt jetzt ihr drittes. Das Kind war nicht geplant und eigentlich ist Marlo mit dem Hausfrauen- und Muttersein ohnehin schon überfordert. Ihr Ehemann Drew (Ron Livingston) ist gar keine Hilfe. Marlos Bruder (Mark Duplass) macht ihr dann den Vorschlag, ihr ein Kindermädchen für die Nacht zu bezahlen, dann könnte sie endlich mal wieder länger am Stück schlafen. Marlo lehnt zunächst ab, aber eines Abends steht Tully (Mackenzie Davis) vor der Tür… 

 

B- (Wertung von A bis F) „Tully“ ist der neue Film des kanadisch-amerikanischen Filmemachers Jason Reitman („Thank You for Smoking“, Up in the Air). Nach Juno und  Young Adult ist dies seine dritte, direkte Zusammenarbeit mit der Autorin Diablo Cody. 

Vielleicht war meine Erwartung zu hoch, der vorherige Cody/Reitman-Film mit Charlize Theron war einer meiner Top-Ten-Filme (des Jahres 2011) und der Trailer zu „Tully“ deutete auf ein ähnliches Fest hin. Während der ersten knapp 85 Minuten ist der Film auch immer wieder auf witzige und/oder tragische Weise originell, entsprechend habe ich auf eine clevere (Auf-)Lösung gewartet. Die bekommt man jedoch, aus meiner Sicht, nicht und um so länger ich mir Gedanken über die Handlung und den davon nicht zu trennenden Schluss mache, um so weniger funktioniert der Film für mich. 

„Tully“ ist sicherlich ein Film, den Mütter oder Väter anders sehen als Nicht-Mütter oder Nicht-Väter. Ich habe mich bewusst gegen Kinder entschieden und, auch wenn ich keine Bestätigung für meine Entscheidung brauche, bekomme ich sie hier in diesem Film. Charlize Therons Charakter Marlo wollte scheinbar zwei Kinder haben, das dritte war nicht geplant. Sie stemmt den Haushalt komplett alleine, kümmert sich um ihre Tochter und ihren (vielleicht autistischen) kleinen Sohn, jetzt kommt noch ein weiteres Baby und sie ist damit völlig überfordert, leidet unter extremen Schlafentzug, will aber abends noch für ihren Mann sexy sein und steht mit der Gesamtsituation kurz vor einem Nervenzusammenbruch. So weit, so nachvollziehbar. Jetzt hat sie aber diese Nullnummer an Ehemann, der nichts besseres zutun hat, als blöde Sprüche zu klopfen, sich ins Schlafzimmer zurückzuziehen, den Kopfhörer aufzusetzen und irgendwelche Video-Games zu spielen und scheinbar in keiner Weise mitbekommt, wie es seiner Frau geht. Augen auf bei der Partnerwahl. So ist der Film in der gesamten Länge wirklich unbefriedigend.

Charlize Theron hat „Tully“ nach dem Actionfilm Atomic Blonde gedreht und musste für diese Rolle mehr als 20 Kilo zugenehmen. Über die gewaltige Gewichtszunahme wurde sie sogar depressiv und hat insgesamt 1 1/2 Jahre gebraucht, um wieder ihr Idealgewicht zu erreichen.

„Tully“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Charlize Theron), Beste Nebendarstellerin (Mackenzie Davis), Bestes Originaldrehbuch

„Tully“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2018 gezeigt. Der Film ist am 4.5.18 in 1.353 amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland ist „Tully“ ab Heute (31.05.18) in den Kinos. Ich habe den Film in Leeuwarden, in den Niederlanden gesehen. Gezeigt wurde die Originalfassung mit holländischen Untertiteln. 

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Ocean´s 8„

Bewertung des Trailers: C+ 

Kommentar: Actionkomödie mit Sandra Bullock, Cate Blanchett und Sarah Paulson. In dem neuen Trailer ist schon viel zu viel von dieser unerträglichen Hathaway zu sehen

Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: wenn ich über meinen Schatten springen kann…


Trailer v. Film: „Overboard„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Eine Art Remake einer der besten 1980er Jahre-Komödien mit Kurt Russell und Goldie Hawn. Ich möchte das nicht

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%


Trailer v. Film: „Only the Brave„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Drama mit Josh Brolin, Miles Teller und Jeff Bridges. 

Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits im letzten Jahr gesehen


Trailer v. Film: „Tag„

Bewertung des Trailers: C+

Kommentar: Komödie mit Jon Hamm und Jeremy Renner

Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x

Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken 

 

 

Kino in Leeuwarden

Im Rahmen eines mehrtägigen Kurzurlaubes, in dem wir die europäische Kulturhauptstadt 2018 besucht haben, konnte ich etwas Zeit abzwacken, um mal wieder ins Kino zu gehen. In der wunderschönen Altstadt hatte ich zuvor bereits das Cinema (Nieuwestad 38-42) entdeckt. Englischsprachige Filme werden üblicherweise in der OmU gezeigt. Hier muss man sich bereits an der Kinokasse für einen Sitzplatz entscheiden. Die Kinokarte kostete 9,75 Euro. Das Kino wirkt renoviert und hat bequeme Sessel. Werbung (bzw. gesponserte Filmrätsel) werden nur bis zum festgeschriebenen Beginn des Films gezeigt. Wie sich das eben gehört, dann folgen direkt die Film-Trailer und der Film. 

Das Cinema im niederländischen Leeuwarden

VOD – Film: „Creep“

Folgenden Film habe ich mir als Leihvideo über iTunes (U.S.) angeschaut:

„Creep“ 77 min horror
dir. Patrick Brice cast: Mark Duplass, Patrick Brice

Auf eine Anzeige hin, fährt Aaron (Patrick Brice) zu seinem, ihm nicht näher bekannten Auftraggeber. Aaron ist Filmemacher und wird von dem werdenden Vater Josef (Mark Duplass) für ein persönliches Projekt engagiert. Er erfährt, dass Josef Krebs im Endstadium hat und seinem ungeborenen Sohn eine Videobotschaft hinterlassen möchte. Aaron soll ihn einen ganzen Tag lang mit seiner Kamera begleiten. Aaron fühlt sich schnell unwohl in Josefs Gegenwart und würde am liebsten den Job vorzeitig hinschmeissen.

B (Wertung von A bis F) Wenn ich heutzutage Found Footage-Film höre oder lese, rolle ich unwillkürlich mit den Augen. Seit ich mich im Jahr 1999 bei „The Blair Witch Project“ im Kino (nicht wissend, dass alles ein inszenierter Spielfilm war) beinahe zu Tode gegruselt habe, kamen unzählige Filme dieses eigenen Genres in die Kinos, das meiste davon ist wahrscheinlich Schrott. Für die Produzenten gibt aber sicherlich keine kostengünstigere Variante, einen Film zu drehen.

Bei „Creep“ wusste ich gar nicht, dass es sich hierbei um einen Found Footage-Film handelt. Der Film war vor einigen Wochen bei iTunes (U.S.) als 99-Cent-Angebot zu leihen. Die Handlung klang simple und spannend und die über 90% Rotten Tomatoes-Bewertung haben mich überzeugt, den Film umgehend auszuleihen.

„Creep“ ist ein Zwei-Personen-Stück. Die Geschichte gibt eine Situation vor, in die ich nie geraten wäre. Dafür verlasse ich mich zu sehr auf mein Bauchgefühl und Josef (sehr glaubwürdig verkörpert von Mark Duplass) hätte bei mir direkt den Fluchtinstinkt ausgelöst. Dennoch konnte ich mich perfekt in Aarons missliche Lage versetzen. „Creep“ ist ein recht spannender, aber auch bedrückender Film. Haften bleibt zweifelsfrei, wie unwohl ich mich den gesamten Film über gefühlt habe. Mit Ausnahme von ganz wenigen Momenten, konnte ich das Gezeigte kaum auszuhalten.

„Creep“ ist der erste Part einer Film-Trilogie.

„Creep“ wurde erstmalig auf dem South by Southwest Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

San Francisco – Film: "The Lazarus Effect"

Ich war am 27.02.15 in San Francisco und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Lazarus Effect“ 83 min horror
dir. David Gelb cast: Mark Duplass, Olivia Wilde, Donald Glover, Evan Peters, Sarah Bolger

Frank (Mark Duplass) und Zoe (Olivia Wilde) sind Wissenschaftler und arbeiten mit Clay (Evan Peters) und Niko (Donald Glover) an der Universität von Berkeley an einem geheimen Projekt. Sie haben ein spezielles Serum erfunden, dass sie an toten Hunden testen. Ewa (Sarah Bolger) dokumentiert die Tests mit der Kamera. Ganz ungefährlich ist das Lazarus Projekt nicht.

C (Wertung von A bis F) „The Lazarus Effect“ ist ein Horrorfilm, mit einigen Logikfehlern und anderen, keinen Sinn ergebenden Dingen. Der Film ist oftmals unfreiwillig komisch, aber es hätte noch viel schlimmer sein können, wenn Olivia Wilde nicht mitspielen würde. Über weite Teile trägt sie den Film und lenkt vom schlechtem Schauspiel anderer ab. Als ich am Eröffnungstag ins Kino ging, hatte der Film 13% bei Rotten Tomatoes – so schlecht wie diese Prozentzahl vermuten lässt, ist er nun auch nicht.

Mark Duplass (Your Sister´s Sister, The One I Love spielt einen Wissenschaftler namens Frank (spätestens mit dem Trailer weiß man, dass es sich um einen Frankenstein-Film handelt), leider habe ich ihm diese Figur nicht abgenommen.

Ich hatte mal wieder ein ereignisreichen Kinobesuch. Einer meiner Mitzuschauer (ein älterer Herr) war der Meinung während des Films kiffen zu müssen (San Francisco halt) und jede einzelne Szene entweder zu kommentieren oder nachsprechen zu müssen. Er wurde von den anderen Zuschauern und mir natürlich mehrfach aufgefordert, seine Klappe zu halten. Das hat ihn aber wenig beeindruckt, nach der Hälfte des Films muss ihm sein Dummgequatsche dann aber scheinbar selbst angeödet haben, denn er verliess das Kino

Man kann davon ausgehen, dass eine Fortsetzung von „The Lazarus Effect“ geplant ist.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Avengers: Age of Ultron“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Marvel-Fortsetzung
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Insidious 3“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: 3. Teil des Horrorfilms
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Furious 7“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Der siebentausendste Teil der Reihe
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Longest Ride“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: wieder eine Nicholas Sparks-Verfilmung, das ist die 17. Auch die wird sicher nicht an „The Notebook“ heranreichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: eher nicht

Trailer v. Film: „Chappie“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Neil Blomkamps neuer Film sieht aus wie ein Sci-Fi-Film für Teenager. Erschwerend dazu kommt, dass Dev Patel und Hugh Jackman mitspielen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Gunman“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Zwei meiner Lieblingsschauspieler (Sean Penn und Javier Bardem) in einem Actionthriller – na logisch gucke ich den.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Desert Dancer“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Film spielt im Iran. Ich habe keinerlei Interesse an Tanzfilmen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

VOD – Film: "The One I Love"

Folgenden Film habe ich mir als Leihvideo über iTunes (U.S.) angeschaut:

„The One I Love“ 92 min drama, comedy
dir. Charlie McDowell cast: Elisabeth Moss, Mark Duplass, Ted Danson

Ethan (Mark Duplass) und Sophie (Elisabeth Moss) sind seit einigen Jahren verheiratet. Sie stecken in einer Ehekrise und beide trauern glücklicheren Zeiten nach. Ihr Paartherapeut (Ted Danson) schlägt ihnen vor, für ein Wochenende wegzufahren. Er hat auch gleich ein traumhaftes Anwesen in petto. Das Paar nimmt seinen Rat nur allzu gern an. Es scheint sich auch umgehend auszuzahlen. Dort angekommen, gelingt es ihnen, sich zu entspannen und wieder anzunähern. Doch dann geschieht etwas äußerst Seltsames.

B+ (Wertung von A bis F) „The One I Love“ ist eine originelle Beziehungstragikomödie.

Es ist schwer, etwas über den Film zu schreiben, ohne ihn zu spoilern. Da ich generell nichts Entscheidendes über Filme verrate, steht auch in meiner Inhaltsangabe nichts was 15 Minuten nach Beginn des Films passiert. Dann nimmt die Geschichte eine Wendung. In dem Film erschien mir zwar nicht alles logisch, mir hat er aber trotzdem sehr gut gefallen. Man merkt, dass die Drehbuchvorlage smart ist (auch wenn viel improvisiert wurde). Das Filmende lässt Raum für unterschiedliche Interpretationen. Ich mag Filme, die mit einem passenden, schönen Song enden. Die Filmmusik ist ansonsten eigenartig und erinnert an Komödien aus den 1940er Jahren.

Elisabeth Moss und Mark Duplass sind fantastisch in ihren Rollen. Glaubwürdig in all ihren Facetten, die sie hier zeigen.

„The One I Love“ ist ein recht beeindruckendes Spielfilmdebüt von Regisseur Charlie McDowell. Er ist der Sohn der Schauspieler Malcolm McDowell („A Clockwork Orange“) und Mary Steenburgen („Melvin and Howard“). Ted Danson (TV-Serie „Becker“), der in diesem Film den Therapeuten spielt, ist der Stiefvater des 31-jährigen Filmemachers.

„The One I Love“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Beste Hauptdarstellerin (Elisabeth Moss)

„The One I Love“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt. Der Film wurde ab dem 22.8.14 in einige amerikanische Kino gebracht und zeitgleich auf VOD zur Verfügung gestellt.

Trailer zu sehen:

NYC – Film: "Zero Dark Thirty"

Ich war am 10.1.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Zero Dark Thirty“ (dt. Kinostart: 31.01.13) 157 min thriller, drama
dir. Kathryn Bigelow cast: Jessica Chastain, Jason Clarke, Jennifer Ehle, Joel Edgerton, Mark Strong, Kyle Chandler, Mark Duplass, Harold Perrineau

„Zero Dark Thirty“ lässt die zehn Jahre anhaltende Jagd nach al-Qaida-Anführer Osama Bin Laden Revue passieren.

A- (Wertung von A bis F) „Zero Dark Thirty“ basiert auf tatsächlichen Begebenheiten.

Kathryn Bigelows Vorgängerfilm The Hurt Locker hat uns in den Irak geführt, nachdem der Krieg 2003 offiziell beendet war. Gezeigt hat er einen anhaltenden, nicht zu gewinnenden Krieg und wie sich der gefährliche Alltag für eine amerikanische Spezialeinheit darstellt. Ihr aktueller Film „Zero Dark Thirty“ zeigt einen scheinbar endlosen Krieg, den Krieg gegen den Terror. Die Rahmenhandlung beschäftigt sich mit der komplizierten, mühsamen und auch frustrierenden Fahndung nach dem Terrorchef Osama Bin Laden. Dabei sind wir als Zuschauer bis zum letzten Part der Geschichte an der Seite von der von Jessica Chastain verkörperten CIA-Agentin Maya, die ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet hat, den meistgesuchten Terroristen der Welt zu finden.

Kathryn Bigelow und ihr Drehbuchautor Mark Boal werden für ihren Film in den U.S.A. heftig angegriffen. Ungewöhnlich ist, dass sich auch einige hochrangige Politiker einmischen. „ZD30“ zeigt, dass es Folter als Verhörmethode des CIA gab – und warum sollte er dies nicht zeigen. Der Film spricht sich aber weder für Folter noch gegen sie aus. Dazu bezieht er keine Stellung. Letztlich waren es mehrere Einzelheiten, die die CIA auf die Spur von UBL (wie er in amerikanischen Militärkreisen genannt wird) gebracht haben. Auch lese ich in dem Film, dass es eigentlich nichts verändert hat, dass Osama Bin Laden gefunden und getötet wurde. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, meine Güte es ist ein Film – und zwar ein verdammt guter.

Die richtig guten Filme sind in meinen Augen die, die dem Zuschauer nicht alle Antworten liefern, sondern viele Fragen aufkommen lassen und zur Diskussion anregen. „ZD30“ ist so ein Film. Er ist irgendwo eine Charakterstudie über eine von ihrem Job besessene CIA-Agentin. Selbstverständlich ist es aber auch ein Militär-Thriller, der – obwohl jeder den Ausgang der Geschichte kennt – langsam Spannung aufbaut und zum Ende hin einfach nervenaufreibend inszeniert ist.

Das Zentrum des Films ist Jessica Chastains Charakter Maya. Man kann nachvollziehen, wie sie sich fühlt. Man sieht auch wie sie sich verändert, zum Anfang ist sie noch recht jung und eher die Beobachterin, dann die desillusionierte Geheimdienstlerin und später die ehrgeizige, sehr angespannte, von ihrer Idee überzeugte Agentin und irgendwie steht sie immer alleine da. Jessica Chastain ist exzellent in dieser Rolle. Auch hat mir endlich mal wieder Mark Strong gut gefallen. Jennifer Ehle hat auch wieder überzeugt. In einer Szene ist Joel Edgerton supersexy.

Ich weiss nicht, ob generell Europäer den Film anders sehen als Amerikaner. Meine absolute Lieblingsserie ist seit einem Jahr Homeland und da geht es um ein ähnliches Thema.

Vor wenigen Tagen hat „Zero Dark Thirty“ fünf Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Jessica Chastain, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt) erhalten. Für jeden, der sich mit dem Oscar-Rennen 2012/2013 etwas intensiver beschäftigt, war es eine Überraschung, dass Kathryn Bigelow nicht für ihre Regiearbeit nominiert wurde.

Als Anfang Dezember 2012 die ganzen Debatten über den Film begannen, schwanden die Oscar-Chancen für den Film praktisch stündlich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences einem Film, der so viele Diskussionen entfacht, mit einem Oscar als Bester Film auszeichnet. Die Academy würde dadurch einen Imageschaden befürchten.

„Zero Dark Thirty“ wird in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2012 landen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Place Beyond the Pines“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Neuer Film mit Ryan Gosling. Ist in meiner Must-See-Liste für 2013
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Parker“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Actionfilm mit J. Lo und Jason Stratham
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Snitch“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Actionfilm mit, schon wieder, Dwayne Johnson. Warum spielt Susan Sarandon hier mit?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Pain & Gain“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Action mit Mark Wahlberg und Dwayne Johnson. Eigentlich gucke ich keine Filme mit Letztgenannten, der Trailer war aber nicht schlecht, bis klar war, dass es ein Michael Bay-Film ist. :))
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Oblivion“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Sci-Fi mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Broken City“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Russell Crowe, Mark Wahlberg und Frau Douglas. Nach wie vor, Filme, die im Januar oder Februar in den U.S.A. starten sind ganz, ganz selten gut.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ?

Trailer v. Film: „After Earth“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: M. Night Shyamalans neuer Film mit Will Smith und seinem Gör
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich sag mal – nö

San Francisco – Film: "People Like Us"

Ich war am 15.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„People Like Us“ (dt. Titel: „Zeit zu leben“, dt. Kinostart: 18.10.12) 115 min drama
dir. Alex Kurtzman cast: Chris Pine, Olivia Wilde, Elizabeth Banks, Michelle Pfeiffer, Mark Duplass

Sam (Chris Pine) hat schon länger keinen guten Kontakt zu seinen Eltern. Nach dem Tod seines Vaters steht er seiner Mutter Lilian (Michelle Pfeiffer) wieder gegenüber. Sein Vater war ein bekannter Plattenproduzent und hinterlässt seinem Sohn seine riesige Plattensammlung. Außerdem händigt der Anwalt seines Vaters (Philip Baker Hall) Sam eine Tasche mit insgesamt 150.000 Dollar aus. Sam benötigt dringend das Geld. Nur soll er das Geld an den 11-jährigen Josh (Michael Hall D´Addario) übergeben…

C (Wertung von A bis F) „People Like Us“ ist das Regiedebüt von Alex Kurtzman. Zuvor hat er an Drehbüchern von Cowboys & Aliens und „Transformers“ mitgeschrieben. Die Geschichte in „People Like Us“ soll wage auf seinen eigenen Erfahrungen basieren, auch hier hat er am Skript mitgeschrieben.

Das Drehbuch ist alles andere als gut, insbesondere wenn es um die Beziehung zwischen Chris Pines und Elizabeth Banks Charakteren geht. Dem Film kommt zugute, dass sich Chris Pine und Elizabeth Banks wahnsinnig ähnlich sehen, aber davon wird die erzählte Geschichte auch nicht besser. Elizabeth Banks ist, wie immer, großartig. Michelle Pfeiffer hat mir so völlig uneitel auch sehr gut gefallen. Der Junge, gespielt von Michael Hall D´Addario, war für mich die Entdeckung. Mir kam er wahnsinnig bekannt vor, nur habe ich ihn weder in der großen Broadway-Produktion „All My Sons“, noch in dem HBO-Mehrteiler „John Adams“ und der TV-Serie „Are We There Yet?“ gesehen.

So ausgeleuchtet und geschminkt sieht Chris Pine („Carriers“, „Star Trek“, „Unstoppable“, „This Means War“) aus wie ein Filmstar. Leider fehlt ihm das schauspielerische Talent und die nötige Substanz, um in einem Film aus Hauptdarsteller zu punkten.

Mark Duplass habe ich jetzt innerhalb von drei Wochen in drei Filmen (Safety Not Guaranteed, Your Sister´s Sister und „People Like Us“) als Schauspieler begutachten dürfen. In den beiden erstgenannten hat er mir gut gefallen, hier bekommt er einfach nicht genug zu tun.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Hyde Park on Hudson“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biografisches Drama über den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und seiner Cousine. FDR wird von Bill Murray portraitiert, es spielen auch Laura Linney, Olivia Williams und Olivia Colman mit. Ein weiterer Film, der bei den Oscar´2013 eine Rolle spielen dürfte. Dem Trailer nach macht Bill Murray einen verdammt guten Eindruck.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ruby Sparks“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: RomCom mit Paul Dano, Zoe Kazan, Annette Bening
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Hope Springs“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: RomCom mit Meryl Streep, Tommy Lee Jones und Steve Carell
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Odd Life of Timothy Green“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Drama/Fantasie-Film mit Jennifer Garner und Joel Edgerton. Wie oft muss ich diesen Trailer eigentlich noch ertragen?
Wie oft schon im Kino gesehen: 5 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Great Gatsby“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Gut, als ich das erste Mal davon gehört habe, dass „Der große Gatsby“ erneut verfilmt wird und diesmal in 3D habe ich ziemlich laut gelacht. Spätestens mit dem Trailer ist klar, es kann auch gutgehen. Diese Romanverfilmung ist von Baz Luhrmann inszeniert und mit Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan und Tobey Maguire in den Hauptrollen. Mittlerweile wird fest davon ausgegangen, dass der Film auch eine Rolle bei den Oscars 2013 spielen wird.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Perks of Being a Wallflower“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Romanverfilmung mit Paul Rudd, Ezra Miller, Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

San Francisco – Film: "Your Sister´s Sister"

Ich war am 05.07.12 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Your Sister´s Sister“ 90 min drama, comedy
dir. Lynn Shelton cast: Emily Blunt, Rosemarie DeWitt, Mark Duplass

Jack (Mark Duplass) hat den Tod seines Bruders noch nicht verarbeitet. Jacks beste Freundin Iris (Emily Blunt) bietet ihm an, sich doch eine Auszeit in dem abgelegenen Ferienhaus von ihrer Familie zu nehmen. Dort angekommen, trifft er auf Iris´ältere Halbschwester Hannah (Rosemarie DeWitt). Nach einer ereignisreichen Nacht steht dann auch noch Iris überraschend vor der Tür…

C+ (Wertung von A bis F) „Your Sister´s Sister “ ist eine Indie-Tragikomödie. Zu Beginn mochte ich das Zusammentreffen von Jack und Hannah. Ich habe ein Faible für intensive Begegnungen zweier völlig Fremder. Gelungen dargestellt fand ich die Rivalitäten und Befindlichkeiten der beiden Schwestern. Auch sind alle drei Schauspieler gut. Die Verwicklungen, die sich nachher ergeben, fand ich jedoch schon arg an den Haaren herbeigezogen. Erschwerend hinzu kam, dass die Chemie zwischen Emily Blunt und Mark Duplass nicht stimmt. Alles in allem, kann man den Film gucken, muss man aber nicht…und das Ende ist auch unbefriedigend.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „2 Days in New York“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Julie Delpy und Chris Rock…
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Beasts of the Southern Wild“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Fantasy/Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Als ich jetzt den Trailer hier zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich bereits eine Kinokarte für den nächsten Tag.

Trailer v. Film: „Take This Waltz“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Tragikomödie von Sarah Polley mit Michelle Williams und Seth Rogen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Ich habe den Film bereits über iTunes (U.S.) als Leihvideo gesehen.

Trailer v. Film: „The Queen of Versailles“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Dokumentation über eine superreiche amerikanische Famile, ihre Verschwendungssucht und wie sie sich nach der Finanzkrise einschränken müssen
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ai Weiwei Never Sorry“
Bewertung des Trailers: B (anderer Trailer als in D.)
Kommentar: Dokumentation über den bekannten chinesischen Künstler
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Boston – Film: "Safety Not Guaranteed"

Ich war am 27.06.12 in Boston und habe mir im Kino angeschaut:

„Safety Not Guaranteed“ 94 min comedy, drama
dir. Colin Trevorrow cast: Mark Duplass, Kristen Bell, Aubrey Plaza, Jake Johnson, Karan Soni

Der Reporter Jeff (Jake Johnson) arbeitet beim Seattle Magazine und hat eine skurrile Anzeige entdeckt. Mit einer Annonce sucht jemand eine Begleitung für eine Zeitreise. Jeff und die beiden Praktikanten Darius (Aubrey Plaza) und Arnau (Karan Soni) begeben sich auf die Suche nach demjenigen, der sich hinter der Anzeige verbirgt…

C+ (Wertung von A bis F) „Safety Not Guaranteed“ ist das Regiedebüt des Drehbuchautoren Colin Trevorrow. Die Idee zum Film basiert auf folgender Anzeige, die Mitte der 1990er Jahre in einer Ausgabe des Backwoods Home Magazines plaziert wurde: „WANTED: Someone to go back in time with me. This is not a joke. You’ll get paid after we get back. Must bring your own weapons. Safety not guaranteed. I have only done this once before.“ Der Film hat bestmögliche Bewertungen bekommen, mit einer entsprechenden Erwartung bin ich auch ins Kino gegangen.

Die Anzeige ist toll und auch ich würde gerne wissen, welche Art von Spinner sich dahinter verbirgt. Daraus einen Film zu entwickeln ist eine gute Idee. „Safety Not Guaranteed“ ist ein netter Film mit teilweise sehr guten Dialogen, aber leider nichts Besonderes. Für mich gab es auch zu viele langweilige und unwichtige Nebengeschichten. Am Besten hat mir Mark Duplass gefallen. Mark Duplass und sein Bruder Jay waren mir bislang nur als Regisseure von Baghead, Cyrus, Jeff, Who Lives at Home bekannt. Mark Duplass ist aber auch Filmproduzent, schreibt Drehbücher und ist Schauspieler.

In den U.S.A. wird Aubrey Plaza gerade als Entdeckung gefeiert. Sie hat zuvor in der TV-Serie „Parks and Recreation“ mitgespielt, „Safety Not Guaranteed“ ist ihre erste Hauptrolle in einem Spielfilm. Die Serie liegt bei mir schon zu lange zurück, aber bevor ich den Film geschaut habe, konnte ich sie in einem Interview sehen. Vom Typ und ihrer Art her könnte ich sie da am ehesten als eine Mischung aus Ellen Page und Lena Meyer-Landrut beschreiben – nur halt nicht so attraktiv. Mit ihrer vermeintlich coolen, aber eher aufgesetzt-witzig und ach-so-schlauen Art hat sie Tendenz, mit sehr schnell auf die Nerven gehen. Im Film ist mir ihr schauspielerisches Talent nicht so sehr aufgefallen wie ihre unglaublich hervorstehenden Augen.

„Safety Not Guaranteed“ hat auf dem Sundance Film Festival im Jahr 2012 den Waldo Salt Screenwriting Award gewonnen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „To Rome with Love“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Der neue Woody Allen-Film mit Alec Baldwin, Roberto Benigni, Penelope Cruz, Judy Davis, Jesse Eisenberg, Ellen Page und leider auch Woody Allen
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „Ted“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Teddy-Komödie mit Mark Wahlberg und Mila Kunis
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „Argo“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ben Afflecks mittlerweile dritte Regiearbeit, diesmal wieder mit ihm in der Hauptrolle. Des weiteren mit Bryan Cranston, Alan Arkin, John Goodman. Der Film könnte ein Oscar-Kandidat im nächsten Jahr sein.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Ruby Sparks“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: RomCom mit Paul Dano, Zoe Kazan, Annette Bening
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Perks of Being a Wallflower“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Romanverfilmung mit Paul Rudd, Ezra Miller, Emma Watson
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 20%

Chicago – Film: "Jeff, Who Lives at Home"

Ich war am 30.03.12 in Chicago und habe mir im Kino angeschaut:

„Jeff, Who Lives at Home“ (dt. Titel: „Jeff, der noch zuhause lebt“, dt. Kinostart: 09.08.12) 83 min drama, comedy
dir. Jay Duplass, Mark Duplass cast: Jason Segel, Ed Helms, Judy Greer, Susan Sarandon, Rae Dawn Chong

Sharon (Susan Sarandon) ist Witwe und die Mutter von Jeff (Jason Segel) und Pat (Ed Helms). Sharon ist genervt, dass ihr nichtsnutziger Sohn Jeff im Alter von 30 Jahren immer noch bei ihr wohnt. Jeff ist eigentlich ein netter Kerl, aber er hat schon einen an der Klatsche. Sharons ältester Sohn Pat ist mit Linda (Judy Greer) verheiratet, aber die haben auch ihre Probleme und Pat ist auf einmal der Meinung, sich einen Porsche kaufen zu müssen und dann vermutet er, dass seine Frau fremdgeht. Außerdem hat Sharon scheinbar einen heimlichen Verehrer…

B- (Wertung von A bis F) „Jeff, Who Lives at Home“ ist eine Tragikomödie, die ich mir nicht zuletzt wegen der Besetzung angeschaut habe. Es ist ein netter Indie-Film, der mit Situationskomik unterhält, aber den man leider auch recht schnell wieder vergessen hat.

Wenn Jason Segels Charakter über den, in meinen Augen unsäglichen Film „Signs“ sinniert, finde ich das schon arg schräg und komisch. Er glaubt an das Schicksal und sieht in allen möglichen Dingen eine Bedeutung, halt „Zeichen“ und verrennt sich dann. Jason Segel spielt diesen liebenswerten Kiffer-Kauz natürlich überzeugend. Ich mag Jason Segel (The Muppets) wirklich gerne sehen, auch wenn ich immer noch nicht glauben kann, dass er erst 32 Jahre ist. Bewusst habe ich ihn das erste Mal in Forgetting Sarah Marshall gesehen und da hätte ich schon gedacht, dass er Ende 30 ist. Über Susan Sarandon braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren, sie macht jeden Film sehenswert. Auch Judy Greer (The Descendants) hat mir hier gefallen.

Die große Überraschung des Films ist für mich jedoch Ed Helms. Bekannt geworden ist er in den U.S.A. als Ensemble-Mitglied von „The Office“ (dem amerikanischen „Stromberg“). Mit den The Hangover-Filmen hat er dann weltweit eine große Fangemeinde gewonnen. Den Hype um den ersten Film konnte ich nie nachvollziehen und der zweite war schlichtweg eine Zumutung. Ed Helms habe ich aber auch Cedar Rapids gesehen, damals wollte ich ihn mal in einer ganz anderen Rolle sehen. Dieser Wunsch wurde mir hier erfüllt, er kann tatsächlich in ernstzunehmenden Rollen überzeugen. Ich halte Ed Helms für talentiert.

„Jeff, Who Lives at Home“ wurde auf dem Toronto International Film Festival im Jahr 2011 uraufgeführt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Bully“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dokumentation über den Psychoterror an amerikanischen Schulen und wie Schüler gemobbt werden. Ein Film von Harvey Weinstein und damit ein sicherer Oscar-Kandidat.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „What to Expect When You´re Expecting“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Romanverfilmung und Ensemblefilm mit J.Lo, Chris Rock, Dennis Quaid, Cameron Diaz, Elizabeth Banks, Anna Kendrick
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: nicht unter 80% RT

Trailer v. Film: „Dark Shadows“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Tim Burtons neuer Film mit Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Helena Bonham Carter, Jackie Earle Haley. Ich hoffe inständig, dass der Film besser ist als der Trailer
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Sound of My Voice“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Thriller mit Brit Marling. Lief auf dem Sundance Film Festival 2011.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Five-Year Engagement“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Jason Segel, Emily Blunt, Rhys Ifans
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „G.I. Joe: Retaliation“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Knallbummbang mit Dwayne Johnson und Bruce Willis. So was gucke ich nur, wenn ich eine Wette verliere…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

San Francisco – Film: "Cyrus"

Ich war am 26.06.10 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Cyrus“ (dt. Titel: „Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich“, dt. Kinostart: 25.11.10) 92 min comedy, drama
dir. Jay Duplass, Mark Duplass cast: John C. Reilly, Jonah Hill, Marisa Tomei, Catherine Keener, Matt Walsh

John (John C. Reilly) hat seit der Trennung von seiner Frau Jamie (Catherine Keener) sein Leben noch nicht wieder auf die Reihe bekommen. Jetzt teilt ihm Jamie mit, dass sie vorhat, wieder zu heiraten. Auf einer Party lernt John die attraktive Molly (Marisa Tomei) kennen und verliebt sich in sie. Sie verbringen eine schöne, unbeschwerte Zeit miteinander, bis Mollys 21jähriger Sohn Cyrus (Jonah Hill) auftaucht. Molly und Cyrus haben aber auch eine sonderbare Beziehung miteinander…

A- (Wertung von A bis F) Als ich den ersten Trailer damals sah, wusste ich, dass ich den Film einfach mögen muss. Entsprechend saß ich dann die meiste Zeit entweder grinsend in meinem Kinosessel oder habe schallend gelacht. Es gibt so viel schlechte Hollywood-Komödien (habe gerade Grown Ups gesehen) und bei dieser charmanten Indie-Komödie sieht alles so einfach aus. Man braucht einfach nur die richtigen Zutaten: ein intelligentes Drehbuch, Schauspieler, bei denen augenscheinlich die Chemie stimmt und die auch bereit sind, falls es der Authentizität der Szene zuträglich ist, zu improvisieren. Der vielseitige John C. Reilly („Boogie Nights“, „Magnolia“, „The Good Girl“, „Gangs of New York“, „Chicago“) zählt schon sehr lange zu meinen Lieblingsschauspielern. Bei Reilly kann man sich immer darauf verlassen, dass er hundert Prozent gibt. In „Cyrus“ bin ich aber sicher, dass er sich irgendwie selber spielt. In meiner Fantasie wäre es nur schwer vorstellbar, wenn er privat ganz anders ist als er sich in diesem Film zeigt. Bei Jonah Hill (Superbad, Knocked Up, Funny People) hat es mich sehr überrascht, wie viel Ernsthaftigkeit er glaubwürdig in seine Rolle bringen kann. John C. Reilly und Jonah Hill zuzuschauen, ist ein Genuss. Über Catherine Keener und Marisa Tomei brauche ich keine Worte zu verlieren, ich sehe sie beide wahnsinnig gerne. „Cyrus“ bewirbt sich für einen Platz in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2010.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Never Let Me Go“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Romanverfilmung mit Carey Mulligan
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer von Film:“Inception“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: Christopher Nolans/Leos neuer Fantasy-Sci-Fi-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100 %

Trailer v. Film: „Middle Men“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Comedy mit Luke Wilson, Giovanni Ribisi, James Caan, Peter Stormare
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Tillman Story“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Dokumentation
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer von Film: „Dinner for Schmucks“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Klamotte mit Paul Rudd, Steve Carell, Zach Galifianakis
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 50%

Trailer von Film: „Conviction“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Empfiehlt sich mit diesem Drama der talentierte Mr. Rockwell der Academy? Ist ja längst fällig. Film auch mit Hilary Swank, Melissa Leo, Minnie Driver und Juliette Lewis
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%