TV – Serie: „The Young Pope“

Ich habe mir die komplette Staffel folgender HBO-Serie angeschaut:

 

 

„The Young Pope“ (dt. Serientitel: „Der junge Papst“, in Deutschland auf DVD erhältlich) 10 x approx. 50 min drama
dir. Paolo Sorrentino cast: Jude Law, Diane Keaton, Silvio Orlando, Javier Cámara, Cécile de France, James Cromwell, Scott Shepherd, Ludvine Sagnier, Toni Bertorelli

 

 

Der 47-jährige US-amerikanische Erzbischof Lenny Belardo (Jude Law) ist gerade zum Papst gewählt worden. Er nennt sich Papst Pius XIII. Er wurde in einem Waisenhaus von Schwester Mary (Diane Keaton) großgezogen. Jetzt steht sie ihm im Vatikan zur Seite, er macht sie zu seiner Beraterin. Damit hält er sich nicht an die bislang geltenden Regeln und er schockiert auch mit weiteren Änderungen. Papst Pius XIII ist Kettenraucher und lehnt es ab, sein Gesicht öffentlich zu zeigen, bzw. Fotos von sich machen zu lassen und zu seinen Kardinälen will er auch erst sprechen, wenn er wirklich etwas zu sagen hat. Der Staatssekretär des Heiligen Stuhls, Angelo Voiello (Silvio Orlando), hat gedacht, er hätte es leicht mit diesem jungen und unerfahrenen Papst. Weit gefehlt, Papst Pius XIII ist stur und unberechenbar…

 

 

C+ (Wertung von A bis F) „The Young Pope“ ist die erste TV-Serie des italienischen Filmemachers und Oscar-Preisträgers Paolo Sorrentino (The Great Beauty, Youth)

Ich wollte „The Young Pope“ lieben, schließlich sind Sorrentinos Filme „La grande bellezza“ und „Youth“ in meiner Top Ten gelandet. Es klang für mich auch zu verlockend, eine TV-Serie über einen jungen, attraktiven und US-amerikanischen Papst, der einen in die geheimnisumwitterte Welt des Vatikan führt. Natürlich hatte ich eine gewisse Erwartung, gewünscht habe ich mir eine TV-Serie, die satirisch mit dem Thema umgeht. Den Pontifex habe ich mir weltoffen und zeitgeistig vorgestellt, der mit einer Entschlossenheit seine Kirche in die Moderne führt. Auch wenn einer der ersten Szenen meine Hoffnung dahingehend bestätigte, stellt sich schnell heraus, dass diese Serie das genau nicht ist. Ehrlich gesagt gibt es auch kaum Story, die Serie ist mehr eine Charakterstudie eines Papstes, der eigensinnig und stur ist und noch dazu in einer Glaubenskrise steckt.

Nicht sonderlich überraschend geht es im Vatikan so vor, wie im Rest der Welt: Politik und Machstreben spielen eine große Rolle, durchgesetzt wird vieles durch Spionage, Verleumdungen und Erpressung. Der Vatikan ist selbstverständlich auch ein Ort der Eitel-, Befindlich- und Heimlichkeiten. Bekanntermassen gibt es in der katholischen Kirche eine hohe Anzahl von homosexuellen Priestern, dieses Thema wird auch in dieser TV-Serie angerissen, genauso wie der sexuelle Missbrauch von Kindern.

Die Serie ist voller Symbolik. Die Idee ist wunderbar, hin und wieder gefällt mir der Humor der Serie (beispielsweise wenn, die von Diane Keaton gespielte Schwester Mary ein Schlaf-Shirt mit der Aufschrift „I´M A VIRGIN BUT THIS IS AN OLD SHIRT“ trägt oder wenn der attraktive neue Papst seine prächtiges Papstgewand anzieht und der Song „I´m Sexy and I Know It“ dazu gespielt wird. Das Bühnenbild ist überragend und so einladend, dass ich mich am liebsten gleich auf meine nächste Rom-Reise begeben möchte. Auch das Kostümdesign ist, wie von Sorrentino zu erwarten, exzellent. Der Charakteraufbau ist bei einigen Figuren gelungen, leider führt er aber ins Nichts. Das empfand ich als Verschwendung. Der Serie mangelt es einfach an einem guten Drehbuch. Die Serie ist über weite Strecken ziemlich zäh. Um ehrlich zu sein, ich fand sie erst ab der 9. Episode richtig spannend.

 
Meine Lieblingsszene: Die Konversation mit Papst Pius XIII und dem italienischen Premierminister (in Episode 6)

Meine Lieblingsfolge: Episode 10

 

 

Die wichtigsten Charaktere im Einzelnen:

Papst Pius XIII (geboren als Lenny Belardo) – der 47-jähriger ehemalige Erzbischof von New York ist gerade zum neuen Papst gewählt worden. Er wurde als kleines Kind von seinen Hippie-Eltern verlassen und ist mit Andrew (als Erwachsener gespielt von Scott Shepherd) in einem Waisenhaus von Schwester Mary (gespielt von Diane Keaton) großgezogen. Lenny und Andrew waren beste Freunde. Jetzt ist Lenny Papst und Andrew Kardinal. Papst Pius XIII ist charmant, selbstbewusst, sehr smart, aber auch arrogant, sich seiner Macht bewusst und unberechenbar. Er ist sehr konservativ und wirkt mitunter verbittert. Bis heute beschäftigt ihn, warum ihn seine Eltern als Kind einfach weggegeben haben. Gespielt wird Papst Pius XIII von dem englischen Schauspieler Jude Law. Mir ist er erstmalig in „Gattaca“ aufgefallen und kurz darauf in „Midnight in the Garden of Good and Evil“. Seinen großen Durchbruch hatte Jude Law wohl durch seine Rolle in Anthony Minghellas Patricia Highsmith-Verfilmung „The Talented Mr. Ripley“. Seither ist er in vielen britischen und amerikanischen Produktionen zu sehen. Für seine Rollen in „The Talented Mr. Ripley“ und „Cold Mountain“ hat er jeweils eine Oscar-Nominierung erhalten.

Schwester Mary hat im Waisenhaus Lenny und Andrew (als Erwachsene von Jude Law und Scott Shepherd gespielt) großgezogen. Nachdem Lenny nun als Papst Pius XIII im Vatikan residiert, beordert er Schwester Mary nach Rom. Er macht sie zu seiner Beraterin. Gespielt wird Schwester Mary von der amerikanischen Schauspielerin Diane Keaton. Die Amerikanerin hat früher viel mit Woody Allen gedreht, sie hat in der „The Godfather“-Trilogie mitgespielt und war unvergessen in „Baby Boom“, „Father of the Bride“ und neben Jack Nicholson in „Something´s Gotta Give“. Einen Oscar hat sie für ihre Rolle in „Annie Hall“ gewonnen, sie hat noch drei weitere Oscar-Nominierungen für „Reds“, „Marvin´s Room“ und „Something´s Gotta Give“.

 
Kardinal Michael Spencer ist der ehemaliger Erzbischof von New York und Lennys Mentor. Er wollte Papst werden und ist jetzt entsprechend desillusioniert, dass er nicht zum Papst gewählt wurde. Gespielt wird Kardinal Spencer von dem amerikanischen Schauspieler James Cromwell. Er hat einigen TV-Serien (z.B. „Six Feet Under“, „24“, „American Horror Story: Asylum“) und in vielen Spielfilmen mitgespielt, u.a. „Romeo is Bleeding“, „L.A. Confidential“, „The Queen“, „W.“ mitgespielt. James Cromwell hat eine Oscar-Nominierung für seine Rolle in „Babe“ erhalten.

Kardinal Angelo Voiello ist Staatssekretär des Heiligen Stuhls. Er zieht die Strippen in der römisch-katholischen Kirche. Gespielt wird Kardinal Voiello von dem italienischen Schauspieler Silvio Orlando. Er hat in zahlreichen italienischen TV- und Spielfilmproduktionen mitgespielt.

Monsignore Berndardo Gutierrez ist der päpstliche Zeremonienmeister. Gespielt wird Msgr. Gutierrez von dem spanischen Schauspieler Javier Cámara. Er hat in Pedro Almodóvars Filmen „Talk to Her“, „Bad Education“ und „I´m So Excited“ mitgespielt.

Sofia ist Marketing-Expertin des Heiligen Stuhls. Gespielt wird Sofia von der belgischen Schauspielerin Cécile de France. Sie hat in unzähligen französischen Spielfilmen mitgewirkt. Ich habe sie bisher nur in Clint Eastwoods Film Hereafter gesehen.

 
Die erste Staffel von „The Young Pope“ hat ein offenes Ende. Die Geschichte kann sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Eine zweite Staffel ist bereits bestellt.

Die ersten beiden Episoden von „The Young Pope“ wurden auf dem Venice Film Festival 2016 gezeigt. Die gesamte erste Staffel wurde erstmalig ab 21.10.16 auf Sky Atlantic in Italien ausgestrahlt, ab 27.10.16 dann in Großbritannien und Irland und ab dem 15.01.17 war sie dann auf HBO in den U.S.A. und Kanada zu sehen. Die Originalsprache ist Englisch und Italienisch. In Deutschland ist „The Young Pope“ mittlerweile auf DVD erhältlich.

Trailer zu sehen:

 
Der wunderbare Vorspann (3., 4., 5., 6., 7., 8. und 10. – in der 5. mit anderer Musikuntermalung) zu sehen:

Berlin – Film: "The Grand Budapest Hotel"

Ich war am 27.02.14 in Berlin und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The Grand Budapest Hotel“ (dt. Titel: „Grand Budapest Hotel“, dt. Kinostart: 06.03.14) 100 min comedy, drama
dir. Wes Anderson cast: Ralph Fiennes,Tony Revolvori, F. Murray Abraham, Adrien Brody, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Matthieu Amalric, Jude Law, Harvey Keitel, Bill Murray, Edward Norton, Saoirse Ronan, Tilda Swinton, Jason Schwartzman, Tom Wilkinson, Owen Wilson, Leá Seydoux

Im Jahr 1932 ist Zero (Tony Revolvori) ein junger Page im Grand Budapest Hotel in Zubrowka. Ausgebildet wird er von dem legendären und dandyhaften Concierge des Luxushotels, Gustave H. (Ralph Fiennes). Er erklärt ihm alles Wesentliche und Zero ist schon bald Gustaves engster Vertrauter. Nachdem die wohlhabende 84-jährige Madame D. (Tilda Swinton) verstorben ist, reist Gustave mit Zero zur Beerdigung und Testamentseröffnung an. Gustave hatte ein Verhältnis mit der betagten Lady und hat jetzt ein sehr wertvolles Gemälde geerbt. Die Verwandtschaft ist empört, Gustave gerät bald unter Mordverdacht, stiehlt das Gemälde und sucht mit Zero das Weite…

B (Wertung von A bis F) Wes Anderson hat sich für den Film „The Grand Budapest Hotel“ von dem österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig inspirieren lassen. Auch wurde der Filmemacher von einigen Filmen von Ernst Lubitsch und dem Film „Grand Hotel“ mit Greta Garbo und Joan Crawford beeinflusst.

Wes Anderson („Rushmore“, „The Royal Tenenbaums“, The Darjeeling Limited, Fantastic Mr. Fox) hat mittlerweile eine unverkennbare Handschrift. Vermutlich könnte man jedes x-beliebige Szenenbild eines Wes-Anderson-Films nehmen und würde mit Sicherheit erkennen, dass es sich hierbei um einen Film dieses Regisseurs handelt. Man muss seinen farbenreichen, schrill-schrägen, so eigenen Stil mögen – ich mag ihn.

Vor allen Dingen mag ich seine Filme, weil sie so wirken, als ob hier viel Kreativität drinsteckt. Er hat sich skurrile Figuren, deren Namen und Kostüme ausgedacht und diese in einer fantasievollen Ausstattung zum Leben erweckt. Seine Filme sind mit so viel Liebe zum Detail inszeniert. Wenn man alle Einzelheiten und alle Ebenen in seinen vielschichtigen Filmen in Gänze ergründen möchte, muss man sie sich wahrscheinlich mehrere Male schauen. Bei „The Grand Budapest Hotel“ hatte ich auch wieder den Eindruck, dass einzelnen Szenen wichtiger sind als die Handlung, was ich nicht als negativ erachte, weil seine Erzählkunst halt so unterhaltsam ist. Einige der imposanten Szenenbilder im „The Grand Budapest Hotel“ sind beinahe Kunstwerke.

Am Besten haben mir die Szenen mit Harvey Keitel und seiner schrägen Gefängnistruppe (mit den deutschen Schauspielern Florian Lukas, Volker Michalowski und dem österreichischen Schauspieler Karl Markovics) gefallen und später als sich Gustave mit Zero absetzt, eine teilweise in stop-motion inszenierte Flucht in der Gebirgslandschaft der fiktiven Republik Zubrowka. Außerdem mochte ich die Szenen mit dem Geheimbund aller Luxushotel-Concierges. Das ist alles so absurd und im besten Sinne klamaukig.

Das ganze Ensemble macht einfach Spaß. Ralph Fiennes kann man hier mal in einer ganz anderen Rolle bestaunen. Mich hat er völlig fasziniert und begeistert. Herausragend fand ich auch Adrien Brody.

Ich fand, dass „The Grand Budapest Hotel“ im Mittelteil ein paar Längen hat, aber der Film ist im Ganzen definitiv sehenswert.

Könnte „The Grand Budapest Hotel“ eine Rolle bei den nächsten Oscar-Nominierungen spielen? Schwierig zu beurteilen. Wes Anderson hat mit seinen Filmen bislang erst drei Oscar-Nominierungen erhalten, zwei für die Drehbücher der Filme „The Royal Tenenbaums“ und „Moonrise Kingdom“ und einen Academy Award-Nominierung für den besten Animationsfilm („Fantastic Mr. Fox“). Ich würde gerne Ralph Fiennes ins Gespräch bringen, verdient wäre es. Ein amerikanischer Kinostart im März ist zwar konkurrenzlos, aber für Filmpreise, die erst ab Dezember verliehen werden, denkbar schlecht. Sicherheitshalber werde ich „The Grand Budapest Hotel“ aber unter „Oscar´14“ listen. Update: „The Grand Budapest Hotel“ war zusammen mit „Birdman“ der am meisten nominierte Film bei den Oscars im Jahr 2015. Bei der 87. Oscarverleihung am 22.02.15 wurde er mit vier Oscars (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Makeup und Beste Frisuren und Beste Filmmusik) ausgezeichnet.

„The Grand Budapest Hotel“ wurde erstmalig auf der Berlinale 2014 gezeigt. Es war der Eröffnungsfilm der Berlinale, lief im Wettbewerb und wurde schließlich mit dem Silbernen Bären, dem Großen Preis der Jury, ausgezeichnet. In den Vereinigten Staaten wird der Film ab dem 7.3.14 (limited) gezeigt. Ich habe den Film in einer Pressevorführung gesehen. Gezeigt wurde die OmU.

Der amerikanische Trailer:

NYC – Film: "Side Effects"

Ich war am 15.02.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Side Effects“ (dt. Kinostart: 25.04.13) 106 min thriller
dir. Steven Soderbergh cast: Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones, Channing Tatum, Mamie Gummer

Der New Yorker Börsenmakler Martin Taylor (Channing Tatum) war wegen Insidergeschäften fünf Jahre im Gefängnis. Gerade ist er aus der Haft entlassen und kehrt zu seiner Frau Emily (Rooney Mara) zurück. Sie leidet unter Depressionen und nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch trifft sie im Krankenhaus auf den Psychiater Dr. Banks (Jude Law). Wenig später begibt sie sich bei ihm in Therapie. Um ihre Depressionen in den Griff zu bekommen, lässt sie sich von ihm ein neues Medikament verschreiben. Nur hat dieses Antidepressivum scheinbar unerwartete und verheerende Nebenwirkungen…

D (Wertung von A bis F) Nach Haywire und Magic Mike ist das nun der dritte Steven Soderbergh-Film in Folge, der mir gar nicht gefällt. „Side Effects“ ist aber der mit Abstand schlechteste.

Was für doofes Drehbuch und was für ein blöder Film. Wenn man mal von den immer absurder werdenden Wendungen absieht, ist „Side Effects“ vom Grund her vorhersehbar und langweilig. Der Plot verzettelt sich zunehmend und überschreitet auch Grenzen. Vereinzelte Szenen und auch Performances sind unfreiwillig komisch. Als es in einer Szene dann auch noch zu einem Kuss kommt, brach in meiner sehr gut besuchten Freitagabend-Vorstellung im Publikum schallendes Gelächter aus. Dazu noch ein nerviger Score und mitunter merkwürdige Kameraeinstellungen – ich weiss nicht was sich Steven Soderbergh („Sex, Lies and Videotape“, „Out of Sight“, „The Limey“, „Traffic“) dabei gedacht hat. Vielleicht ist es ganz gut, dass er – wie er angekündigt hat – sich aus dem Filmgeschäft vorerst zurückziehen wird.

Nach ihrem fulminanten Auftritt als Lisbeth Salander in David Finchers „The Girl with the Dragon Tattoo“ habe ich Rooney Mara jetzt bewusst das zweite Mal gesehen. Sie ist so ein ganz eigener Typ, bei der ich (zumindest in diesem Film) Schwierigkeiten habe, ihr die relativ normale junge Frau abzunehmen. Sicherlich hat mich auch ihre scheussliche Perücke abgelenkt und dass keinerlei Chemie zwischen Channing Tatum und ihr besteht. (Das kann jedoch durchaus auch an Mr. Tatum liegen, bei dem ich mir generell – wie soll ich es sagen – eine weibliche Person an seiner Seite nur schwer vorstellen kann). Auch Catherine Zeta-Jones fand ich in „Side Effects“ nicht authentisch.

Erfreulich fand ich eigentlich nur, Meryl Streeps Tochter Mamie Gummer und auch Ann Dowd in einer kleinen Nebenrolle wieder auf der Leinwand zu sehen.

„Side Effects“ wurde am 08.02.13 in den amerikanischen Kinos gestartet und lief beinahe zeitgleich auf der Berlinale 2013 im Wettbewerb.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Dead Man Down“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Colin Farrell, Terrence Howard und Noomi Rapace. Ich mag weder Terrence Howard noch Noomi Rapace.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Heat“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Komödie mit der Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock (die Academy fürchtet einen Imageverlust wegen ZD30, dafür hat doch schon Bullocks Auszeichnung gesorgt) und der für einen Oscar nominierten Melissa McCarthy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „G.I. Joe: Retaliation“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Knallbummbang mit Dwayne Johnson und Bruce Willis. Kommt jetzt mit einem Jahr Verspätung ins Kino und gucke ich logischerweise immer noch nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Last Exorcism Part II“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Great Gatsby“
Bewertung des Trailers: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Meine Erwartungen sind wirklich riesig, eigentlich kann ich nur enttäuscht werden. Diese Romanverfilmung ist von Baz Luhrmann inszeniert und mit Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan und Tobey Maguire in den Hauptrollen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Oblivion“
Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Host“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Meine Güte, noch so ne Stephanie Meyer-Romanverfilmung. So was kann ich definitiv nicht gucken, auch wenn Saoirse Ronan und William Hurt mitspielen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

DVD – Film: "360"

Folgenden Film habe ich mir über iTunes (U.S.) als Leihvideo angeschaut:

„360“ (dt. Kinostart: 16.08.12) 110 min drama
dir. Fernando Meirelles cast: Jude Law, Lucia Siposová, Anthony Hopkins, Ben Foster, Rachel Weisz, Moritz Bleibtreu, Juliano Cazarré, Maria Flor

Mirka (Lucia Siposová) kommt aus der Slowakei und träumt von einem finanziell sorglosem Leben. In Wien möchte sie ihr Geld als Prostituierte verdienen. Ihr erster Freier soll der verheiratete Geschäftsmann Michael (Jude Law) sein. Nur der entscheidet sich in letzter Minute um und fliegt zurück zu seiner Ehefrau Rose (Rachel Weisz). Roses Gedanken sind jedoch bei dem Brasilianer Rui (Juliano Cazarré) mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hat. Rui hat eine feste Freundin, Laura (Maria Flor) und die hat ihn gerade verlassen, nachdem sie herausgefunden hat, dass er sie betrügt. Laura fliegt zu ihrer Familie nach Brasilien zurück. Im Flugzeug lernt sie ihren Sitznachbarn John (Anthony Hopkins) kennen, der Brite sucht nach seiner vermissten Tochter. Auf dem Zwischenstopp in Denver lernt Laura Tyler (Ben Foster) kennen, was sie nicht weiß, Tyler ist ein gerade entlassener Sexualstraftäter…

C- (Wertung von A bis F) Ich mag Episodenfilme, „Babel“ und Magnolia“ zählen beispielsweise zu meinen Lieblingsfilmen. Fernando Meirelles führt bei „360“ Regie und der hat mit „City of God“ einen wahnsinnig guten Film vorgelegt. Was läuft bei „360“ nun schief? Nicht jede Story ist interessant und fesselnd, was nicht weiter schlimm wäre, wenn die beiden – in meinen Augen – langweiligsten Geschichten hier nicht im Mittelpunkt stehen würden. Auch finde ich, dass die Handlungsstränge nicht auf natürliche Weise zusammenlaufen. Viel lieber hätte ich mehr Zeit mit Anthony Hopkins und Ben Fosters Charakteren verbracht. Der Einblick in das Leben von JOHN und TYLER ist zu oberflächlich und endet auch viel zu abrupt. Sowohl Anthony Hopkins als auch Ben Foster geben aber eine sehenswerte Performance. Auch Moritz Bleibtreu ist in einer kleinen Rolle zu sehen.

„360“ wurde auf dem Toronto Film Festival im Jahr 2011 uraufgeführt.

Trailer zu sehen:

L. A. – Film: "Sherlock Holmes: Game of Shadows"

Ich war am 20.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Sherlock Holmes: Game of Shadows“ (dt. Titel: „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“, dt. Kinostart war der 22.12.11) 128 min action, sequel
dir. Guy Ritchie cast: Robert Downey Jr., Jude Law, Rachel McAdams, Stephen Fry, Noomi Rapace, Jared Harris

1891. Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) muss mit seinem Gehilfen Dr. Watson (Jude Law) seinen Erzfeind, Professor James Moriarty (Jared Harris) zur Strecke bringen, bevor der noch mehr Unheil über Europa bringt.

D+ (Wertung von A bis F) Nach einem anderen Film, den ich ein zweites Mal geschaut habe, habe ich mich hier ins Kino geschlichen. Eigentlich nur um die Trailer zu schauen und einen Eindruck von Noomi Rapace, der ersten Lisbeth Salander, zu bekommen. (Am nächsten Tag stand schließlich „The Girl with the Dragon Tattoo“ auf dem Plan).

Ich weiß nicht, wann ich mich das letzte Mal so unglaublich gelangweilt habe. Ich habe tatsächlich mehr als 2 Stunden mit mir kämpft, einfach aufzustehen und zu gehen. Offensichtlich hat mich das öde Geschehen auf der Leinwand aber paralysiert und so habe ich den Film unglaublicherweise bis zum Schluss geguckt. Man wird mit sinnloser Action (viele Szenen tragen eindeutig Guy Ritchies Handschrift) zugeballert, aber eine richtige Story ist nicht vorhanden und Spannung kam zu keinem Zeitpunkt auf. Wer mit diesem platten Humor etwas anfangen kann, der amüsiert sich ganz sicher auch bei den deutschen Bully-Filmen. Was für ein Klamauk. Ich habe mir unzählige Male gewünscht, der Film würde an der und der Stelle enden, aber er ging einfach weiter. Gefühlte 5 Stunden. Alle drei Frauencharaktere fand ich uninteressant und fehlbesetzt. Es gibt etwas Positives im neuen Film: für ungefähr fünf Minuten insgesamt spielt Stephen Fry als Bruder von Sherlock Holmes mit.

Definitiv teilt sich „Sherlock Holmes: Game of Shadows“ mit Cowboys & Aliens in meiner Liste den Platz 1 der schlechtesten Film des Jahres 2011.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „John Carter“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Abenteuer-Film in 3D mit Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church. Der Film kann entweder gut oder ganz, ganz schlimm sein…
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 40%

Trailer v. Film: „Men in Black III“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Nun also der dritte Teil von MIB, diesmal in 3D und mit Josh Brolin
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Battleship“
Bewertung des Trailers: B- (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi-Film mit Liam Neeson und Alexander Skarsgard und, nicht zu vergessen: Rihanna – wieder so eine sinnlose Geldverschwendung…
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Jack the Giant Killer“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Fantasie-Märchen-Film in 3D mit Nicholas Hoult, Stanley Tucci, Ian McShane, Bill Nighy, Ewan McGregor
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Dark Knight Rises“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Christopher Nolans neuestes Batman-Abenteuer mit ganz vielen Guten und Anne Hathaway….Die Bilder in der IMAX-Fassung kommen natürlich besser rüber, aber auch so wirkt der Trailer im Kino
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100% (und definitiv in einem IMAX-Kino)

Boston – Film: "Hugo – 3D"

Ich war am 27.11.11 in Boston und am 20.12.11 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Hugo – 3D“ (dt. Titel: „Hugo Cabret“, dt. Kinostart: 09.02.12) 127 min mystery, adventure, family, adaptation
dir. Martin Scorsese cast: Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Asa Butterfield, Jude Law, Christopher Lee, Chloe Grace Moretz, Michael Stuhlbarg, Emily Mortimer, Ray Winstone, Helen McCrory

Paris in den 1930er Jahren. Der 12-jährige Hugo Cabret (Asa Butterfield) ist Waise und auf sich alleine gestellt. Er war in der Obhut seines alkoholsüchtigen Onkels (Ray Winstone), der die Uhren auf dem riesigen Pariser Bahnhof nachgezogen und repariert hat. Jetzt ist der Onkel verschwunden und Hugo übernimmt seine Arbeit. Er lebt in den Gemäuern des großen Bahnhofs, in ständigen Angst entdeckt zu werden. Vor allen Dingen muss er sich vor dem Bahnhofsinspektor Gustav (Sacha Baron Cohen) und seinem Hund in Acht nehmen. Als der Spielzeugladenbesitzer Georges Méliès (Ben Kingsley) Hugo bei einem vermeintlichen Diebstahl erwischt, nimmt er ihm sein Notizbuch weg. Hugo ist verzweifelt und versucht, sein für ihn wertvolles Notizbuch zurückzubekommen. Das ist aber nicht seine einzige Sorge, sein Vater hat ihm eine kaputte mechanische Figur vermacht. Mit einem herzförmigen Schlüssel könnte er sie vielleicht wieder zum Laufen bringen und so das Geheimnis dieser Figur lüften. Die gleichaltrige Isabelle (Chloe Grace Moretz) wird ihm helfen…

A- (Wertung von A bis F) „Hugo“ basiert auf Brian Selznicks Roman „The Invention of Hugo Cabret“.

Den meisten Leuten ist der Regisseur Martin Scorsese („Taxi Driver“, „Goodfellas“, „Casino“, „The Departed“) durch seine Gangster-Filme bekannt. Dabei wird gerne vergessen, dass er auch sehr gute Filme in anderen Genres gedreht hat. Er hat mehrere Dramen inszeniert, Biopics, einige Musik-Dokumentationen und nicht zu vergessen mit „The Age of Innocent“ sogar einen soliden Kostümfilm. Mit „Hugo“ hat einer der besten Regisseure unserer Zeit einen Familienfilm inszeniert, zumindest was die ersten zwei Drittel des Films angeht. Auch hat er sich mit diesem Film der – auch für ihn neuen – 3D-Technik gewidmet. Wie ein Scorsese diese Möglichkeit nutzt, ist atemberaubend. „Hugo“ lädt ein, sich entspannt im Kinosessel zurückzulehnen und sich visuell beeindrucken lassen. Handwerklich ist der Film ein Meisterwerk. „Hugo“ ist voller Kreativität und Details, die man kaum beim ersten Mal alle erfassen kann. Martin Scorsese hat hier eine faszinierende eigene Welt erschaffen.

„Hugo“ ist auch eine Liebeserklärung an das Filmemachen. Ich denke, dass es kein Film für die breite Masse ist. Der normale Kinozuschauer, der vielleicht ein paar Mal im Jahr ins Kino geht, wird Scorseses Filmwerk nicht zu schätzen wissen. Vielleicht irre ich mich aber auch. In jedem Fall ist es ein Film für Cineasten.

Mir war der Film nicht eine Minute zu lang. Die Story braucht zugegebenermassen eine Weile um sich in ihrer gesamten Schönheit zu entfalten. Im letzten Akt zahlt sich aber das Warten hundertprozentig aus.

Von Asa Butterfield, der den Hugo spielt, war ich nicht besonders angetan, wobei ich für mich nicht herausfinden konnte, ob es an seinem Aussehen, seiner Ausstrahlung oder seiner Performance liegt. Gerade im Zusammenspiel mit Chloe Grace Moretz ist mir deutlich geworden, wie fade er wirkt. Ben Kingsley hingegen ist brillant, so auch Helen McCrory. Sacha Baron Cohen konnte mich überzeugen, aber auch Emily Mortimer und der Rest der Besetzung.

Mittlerweile gibt es widersprüchliche Angaben, dass einer der Produzenten einen, im Abspann bei den Credits nicht aufgeführten, Cameo-Auftritt gibt. Vor zwei Monaten hiess es, dass er „mitspielt“. Daher unter Vorbehalt SPOILER: Es sind, glaube ich, zwei Szenen in denen Johnny Depp kurz zu sehen ist.

„Hugo“ wurde in 3D gedreht, wird aber auch in 2D gezeigt. Ich glaube, ich habe genug darauf hingewiesen, dass es ein Muss ist, ihn in 3D zu sehen.

„Hugo“ ist für mich jetzt einer der Favoriten für eine Oscar-Nominierung als bester Film, beste Regie, beste Kameraführung, beste Ausstattung, bester Score und für sämtliche visuellen und technischen Preise.

„Hugo“ wird aller Voraussicht nach in meiner TOP TEN für Filme aus dem Jahr 2011 landen.

Update nach dem 2. Kinobesuch:
A- (Wertung von A bis F) Es ist großartig, diesen Film ein zweites Mal zu sehen. Da man jetzt weiß, wie der Film endet, kann man auf ganz andere Sachen achten. Ein paar Schwächen sehe ich im Film, die größte ist für mich – nach wie vor – Asa Butterfield als Hugo. Er wirkt einfach unnatürlich und hat auch noch gefärbte Haare. Der dritte Akt holt aber alles wieder raus.

Als ich den Film vor vier Wochen das erste Mal sah, war es alles andere als wahrscheinlich, dass der Film irgendwo als bester Film nominiert werden wird. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass er für den Oscar nominiert wird.

Jedem bleibt dringend zu empfehlen, Martin Scorseses 3D-Film auch in der entsprechenden Fassung zu sehen.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer von Film:“The Adventures of Tintin“ (3D)
Bewertung des Trailer: A- (neuer Trailer)
Kommentar: Spielbergs Tim & Struppi-Animationsfilm startet zu Weihnachten in den amerikanischen Kinos
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

Trailer von Film:“Titanic“ (3D)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: James Camerons Film wird im nächsten Jahr in der 3D-Fassung wiederaufgeführt. Wenn bloss diese grauenhafte Celine Dion-Musik nicht wäre…
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: mal schauen…

Trailer von Film:“Dr. Seuss´The Lorax“ (3D)
Bewertung des Trailer: B+
Kommentar: ein weiterer Dr. Seuss´Animationsfilm
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 70%

Trailer von Film:“The Pirates! Band of Misfits“ (3D)
Bewertung des Trailer: C+
Kommentar: Stop-Motion-Film
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 30%

Trailer von Film:“Joyful Noise“
Bewertung des Trailer: D
Kommentar: Musical mit Queen Latifah und Dolly Parton
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 0%

Trailer von Film:“ParaNorman“ (3D)
Bewertung des Trailer: A
Kommentar: Stop-Motion-Animationsfilm von den kreativen Köpfen von „Coraline“
Wie oft habe ich den Trailer bereits im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich mir den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Contagion"

Ich war am 20.09.11 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Contagion“ (dt. Kinostart: 20.10.11) 105 min thriller
dir. Steven Soderbergh cast: Matt Damon, Marion Cotillard, Jude Law, Kate Winslet, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburne, John Hawkes, Bryan Cranston, Armin Rohde

Beth (Gwyneth Paltrow) war auf einer Geschäftsreise in Hong Kong. Als sie in die U.S.A. zu ihrem Ehemann Mitch (Matt Damon) und ihrem Sohn zurückkehrt, erleidet sie zwei Tage später einen Zusammenbruch und stirbt. Es stellt sich heraus, dass sie an einem mysteriösen Virus verstorben ist. Dieser leicht übertragbare Virus breitet sich weltweit in Windeseile aus und tötet unzählige Menschen. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde mit Dr. Ellis Carver (Laurence Fishburne) und Dr. Erin Mears (Kate Winslet) wird beauftragt, alles über diesen Virus herauszufinden. Es scheint aber schon zu spät, eine Pandemie ist längst ausgebrochen…

B (Wertung von A bis F) Das ist ein Katastrophenfilm ganz nach meinem Geschmack. Wenn ich mir ein Horrorszenario vorstellen kann und bereit bin, minimal panisch zu werden, dann bei Viren. Es gibt gute und schlechte Drehbuchautoren und Regisseure. „Contagion“ ist dankenswerterweise bei den guten gelandet. Sie vermitteln mir hier plausibel, welchen Verlauf eine Pandemie nimmt, auf was man sich so alles einstellen muss und wie die Gesellschaft dabei ist, auseinanderzubrechen. Ich habe erfahren, dass man sich 2000 bis 3000 Mal pro Tag in Gesicht fasst und zwischendurch was weiss ich was alles. (Natürlich habe ich in Bars auch vorher nicht in die bereitgestellten Nuss-Schälchen gelangt.) Steven Soderbergh zeigt in seinem Film ganz eindrucksvoll den Weg, den sich ein tödlicher Virus sucht.

Der Film hat ein unglaubliches Staraufgebot, aber Steven Soderbergh bleibt den Charakteren treu, nicht den Stars. Am besten hat mir Kate Winslet gefallen. Sie ist aber auch eine so gute Schauspielerin. Etwas überrascht war ich, Armin Rohde zu sehen. Seine Rolle ist auch gar nicht so klein.

Auf die Szene mit dem U2 Song hätte ich gerne verzichtet. Man bekommt hier aber ansonsten einen auffallend guten Score zu hören.

Eine Figur hätte man sich meines Erachtens sparen können Alan Krumwiede ist Blogger und eine armselige Gestalt. Jude Laws Charakter wirkt so lächerlich wie seine scheinbar selbst geschneiderte Schutzuniform. (Als er damit das erste Mal auftrat brach schallendes Gelaechter im Kino aus). Er nimmt sich bei allem was er macht so wichtig und ernst. Wie sagt der eine so schön zu ihm: „Blogging is not writing, it´s graffiti with punctuation.“ Im Nachhinein habe ich mir aber gedacht, dass seine Figur vielleicht doch nicht so überflüssig ist. Durch Jude Laws Figur wird gezeigt, dass sich manche Menschen sogar in Katastrophenzeiten nicht scheuen, Dinge zu tun und über das Internet zu verbreiten nur um (endlich mal) wahrgenommen zu werden.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Thing“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Mal ein Horrorfilm, den ich vom Original her kenne und liebe. Trailer sah für mich nach Remake aus, ist aber ein Prequel mit Joel Edgerton
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „50/50“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tragikomödie mit Joseph Gordon-Levitt, Seth Rogen, Bryce Dallas Howard, Anjelica Huston, Anna Kendrick – Oscar-Potenzial
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „A Very Harold & Kumar Christmas“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Für mich war es überraschend, Kal Penn aktuell als Schauspieler auf der Leinwand zu sehen. Ist er doch Mitarbeiter der Obama Administration. Habe jetzt aber gelesen, dass er sich eine kurze Auszeit für seine Schauspielerei genommen hat. Komisch.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 70%

Trailer v. Film: „John Carter“
Bewertung des Trailers: D+ (neuer Trailer)
Kommentar: Disney-Sci-Fi-Abenteuer-Film mit Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Machine Gun Preacher“
Bewertung des Trailers: D+
Kommentar: Biopic über Sam Childers mit Gerard Butler
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%