Boston – Film: „The End of the Tour“

Ich war am 20.08.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„The End of the Tour“ 121 min drama, adaptation, biopic
dir. James Ponsoldt cast: Jason Segel, Jesse Eisenberg, Ron Livingston, Joan Cusack, Mamie Gummer, Mickey Sumner

Im Jahr 2008 erfährt David Lipsky (Jesse Eisenberg), dass sich der berühmte Romanautor David Foster Wallace (Jason Segel) im Alter von 46 Jahren das Leben genommen hat. David Lipsky erinnert sich an die Begegnung der beiden vor 12 Jahren. Im Winter des Jahres 1996 hat David als Reporter beim Rolling Stone Magazine gearbeitet und hat den Schriftsteller fünf Tage lang, u.a. auf einer Lesereise begleitet und interviewt.

A- (Wertung von A bis F) „The End of the Tour“ basiert auf David Lipskys Memoiren „Although Of Course You End Up Becoming Yourself: A Road Trip with David Foster Wallace“. Die Memoiren wurden zwei Jahre nach dem Tod des Schriftstellers veröffentlicht.

Einen guten Film macht für mich auch aus, wenn ich Lust habe, mit den Charakteren Zeit zu verbringen und gerne ihren Gesprächen lausche. „The End of the Tour“ ist genau der Film. Er ist sehr dialogreich und ich habe förmlich jedes Wort, jede Szene aufgesogen. Ich mag die Beiden, fand es glaubhaft und faszinierend zugleich wie sie sich erstmalig begegnen, gleich sympathisch sind und wie sich ihre Bekanntschaft über die fünf Tage entwickelt. Es ist die Eitelkeit, aber auch die unterschwelligen Machtspielchen, die es so nur unter Männern gibt. Wachsendes Misstauen von David Foster Wallace auf der einen Seite und eine gewisse Arroganz, aber auch eine von Neid geprägte Neugierde von David Lipsky, die zwangsläufig irgendwann zu Streitigkeiten führen. Das Ganze ergibt sich ganz natürlich, so dass ich immer wieder vergessen habe, hier eigentlich zwei Schauspielern zuzuschauen. Ich war von beiden Charakteren so gefesselt, dass es mich beinahe störte, als die beiden Frauen (Mickey Sumner, Tochter von Sting und Mamie Gummer, Tochter von Meryl Streep) dazukamen und die beiden Davids ihre Gespräche vorerst nicht wie bisher weiterführen konnten.

In der Rolle der intelligenten, rhetorisch gewandten, meist schnellsprechenden Persönlichkeit ist Jesse Eisenberg für mich stets idealbesetzt (unvergessen natürlich als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in The Social Network). Jason Segel sehe ich sehr gerne, er ist mir aber bislang nur durch komödiantische Rollen (Forgetting Sarah Marshall, I Love You, Man, The Muppets aufgefallen. Er ist zweifelsfrei die Überraschung von „The End of the Tour“. Ich fand ihn großartig in der Rolle von David Foster Wallace. Zu Recht ist er für diese Rolle für eine Oscar-Nominierung im Gespräch. Derzeit wird eine Strategie überlegt, ob seine eigentliche Hauptrolle bei der Oscar-Kampagne nicht vielleicht besser als Nebenrolle runtergespielt werden sollte. Das würde, auch meines Erachtens, die Chancen auf eine tatsächliche Academy Award-Nominierung erhöhen.

Das Interview, das der Journalist David Lipsky mit dem Schriftsteller David Foster Wallace geführt hat, wurde im Rolling Stone Magazine nie veröffentlicht.

The End of the Tour ist wieder ein Film von meinem amerikanischen Lieblingsverleiher A24 Films (Under the Skin, Locke, The Rover, A Most Violent Year, Ex Machina, Slow West, Amy)

„The End of the Tour“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2015 gezeigt. Es zählt definitiv zu den besten Filmen, die ich bisher im Jahr 2015 gesehen habe.

„The End of the Tour“ ist im Gespräch für folgende Oscar-Nominierungen: Bester Hauptdarsteller bzw. Bester Nebendarsteller (Jason Segel).

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „About Ray“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama mit Elle Fanning als Transsexuelle. Auch mit dabei sind Naomi Watts, Susan Sarandon und Tate Donovan. Oscar-Nominierungen denkbar.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Mistress America“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Noah Baumbachs neuer Film mit Greta Gerwig
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Pawn Sacrifice“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Tobey Maguire endlich mal wieder in einem scheinbar guten Film. Biografisches Drama auch mit Peter Sarsgaard und Liev Schreiber. Oscar-Film?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „99 Homes“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Andrew Garfield, Laura Dern und dem wunderbaren Michael Shannon. Oscar-Kandidat?
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Z for Zachariah“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Sci-Fi-Drama-Thriller mit Chiwetel Ejiofor, Margot Robbie und Chris Pine
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Steve Jobs“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Danny Boyles Biopic über Steve Jobs. Mit Michael Fassbender, Kate Winslet, Jeff Daniels und Seth Rogen. Oscar-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Diary of a Teenage Girl“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: sehenswerte Tragikomödie mit Alexander Skarsgard und Bel Powley.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf der diesjährigen Berlinale gesehen

Boston – Film: „Ricki and the Flash“

Ich war am 20.08.15 in Boston und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Ricki and the Flash“ (dt. Filmtitel: „Ricki – Wie Familie so ist“, dt. Kinostart: 03.09.15) 117 min drama, comedy
dir. Jonathan Demme cast: Meryl Streep, Kevin Kline, Mamie Gummer, Rick Springfield, Audra McDonald

Ricki (Meryl Streep) ist Sängerin einer Coverband. Eines Tages bekommt sie von ihrem Ex-Mann Pete (Kevin Kline) einen Anruf. Ihrer gemeinsamen Tochter Julie (Mamie Gummer) geht es nicht gut, sie wurde gerade von ihrem Ehemann verlassen. Pete bittet Ricki, sich um Julie zu kümmern. Als die drei Kinder noch klein waren, hatte Ricki die Familie verlassen. Sie wollte eine Musikerkarriere starten. Erfolgreich wurde sie nie, sie lebt aber bis heute für ihre Musik. Jetzt fährt sie erstmalig – nach vielen Jahren – zu ihrem, mittlerweile wieder verheiraten Ex-Mann und den erwachsenen Kindern. Ricki wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen.

C- (Wertung von A bis F) „Ricki and the Flash“ ist der neueste Film von Jonathan Demme („The Silence of the Lambs“, „Philadelphia“, „The Manchurian Candidate“, Rachel Getting Married).

Selten habe ich in einem Film so viele unsympathische Charaktere (und Statisten) gesehen. Auf mich wirkte das schon überzogen. Der Film wird auch nicht erträglicher, wenn man andauernd irgendwelche unangenehme Situationen, gar Fremdschäm-Momente vorgesetzt bekommt. Mit ein paar wenigen erfreulichen Ausnahmen (eigentlich mag ich nur die Szene wenn Meryl Streep „Drift Away“ singt), ist der Filme ein Aneinanderreihung von peinlichen und/oder übertriebenen Szenen. Man hätte den Film auch drastisch kürzen müssen.

Das Drehbuch zu „Ricki and the Flash“ hat Diablo Cody (JunoJennifer´s Body, Young Adult) geschrieben. Es soll vage auf das Leben von Diablo Codys Schwiegermutter, die selbst Sängerin einer Coverband ist, basieren.

Selbstverständlich singt Meryl Streep hier wieder selbst. Dass sie singen kann, hat die dreimalige Oscar-Gewinnerin schon mehrfahch u.a. in „A Prarie Home Companion“, „Mamma Mia“ und kürzlich erst wieder in Into the Woods  bewiesen.

Musiker Rick Springfield sieht irgendwie gruselig aus, scheinbar hat er sich unters Messer gelegt. Neben seinem Aussehen hat mich leider auch sein Schauspiel irritiert.

Das ist bereits die dritte Zusammenarbeit von Meryl Streep mit ihrer Tochter Mamie Gummer. Zuvor spielten sie in „Heartburn“ (in dem Mamie Gummer jedoch erst drei Jahre alt war) und Evening.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Rock the Kasbah“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Barry Levinsons neuer Film mit Bill Murray, Zooey Deschanel, Bruce Willis und Kate Hudson. Diese Komödie wirkt für mich wie Bill Murrays filmische Katastrophe St. Vincent
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei 95 % Rotten Tomatoes

Trailer v. Film: „Freeheld“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Julianne Moore, Ellen Page, Steve Carell und Michael Shannon
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „By the Sea“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Neuer Film von und mit Angelina Jolie Pitt (wann hat die Jolie eigentlich ihren Namen geändert?) und ihrem Gatten
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Zoolander 2“
Bewertung des Teasers: A-
Kommentar: Ben Stillers neuer Film. Fortsetzung der Komödie, wieder mit ihm und Owen Wilson in der Hauptrolle. Ich liebe diesen Teaser.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Joy“
Bewertung des Trailers: A- (neuer Trailer)
Kommentar: David O. Russells neuer Film, wieder mit Jennifer Lawrence, Bradley Cooper und Robert De Niro.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Intern“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Nancy Meyers neuer Film mit Robert De Niro und der Hathaway. Ich kann gar nicht beschreiben, wie schlimm ich sie finde.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: NIEMALS

Trailer v. Film: „Spectre“
Bewertung des Trailers: A- (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Sam Mendes zweiter James Bond Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Walk“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Robert Zemeckis neuer Film, habe im Trailer schon Gänsehaut bekommen. Joseph Gordon-Levitt Akzent lenkt mich zu sehr ab. Unbedingt muss ich den Film in 3D gucken
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

NYC – Film: "Side Effects"

Ich war am 15.02.13 in New York und habe mir im Kino angeschaut:

„Side Effects“ (dt. Kinostart: 25.04.13) 106 min thriller
dir. Steven Soderbergh cast: Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones, Channing Tatum, Mamie Gummer

Der New Yorker Börsenmakler Martin Taylor (Channing Tatum) war wegen Insidergeschäften fünf Jahre im Gefängnis. Gerade ist er aus der Haft entlassen und kehrt zu seiner Frau Emily (Rooney Mara) zurück. Sie leidet unter Depressionen und nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch trifft sie im Krankenhaus auf den Psychiater Dr. Banks (Jude Law). Wenig später begibt sie sich bei ihm in Therapie. Um ihre Depressionen in den Griff zu bekommen, lässt sie sich von ihm ein neues Medikament verschreiben. Nur hat dieses Antidepressivum scheinbar unerwartete und verheerende Nebenwirkungen…

D (Wertung von A bis F) Nach Haywire und Magic Mike ist das nun der dritte Steven Soderbergh-Film in Folge, der mir gar nicht gefällt. „Side Effects“ ist aber der mit Abstand schlechteste.

Was für doofes Drehbuch und was für ein blöder Film. Wenn man mal von den immer absurder werdenden Wendungen absieht, ist „Side Effects“ vom Grund her vorhersehbar und langweilig. Der Plot verzettelt sich zunehmend und überschreitet auch Grenzen. Vereinzelte Szenen und auch Performances sind unfreiwillig komisch. Als es in einer Szene dann auch noch zu einem Kuss kommt, brach in meiner sehr gut besuchten Freitagabend-Vorstellung im Publikum schallendes Gelächter aus. Dazu noch ein nerviger Score und mitunter merkwürdige Kameraeinstellungen – ich weiss nicht was sich Steven Soderbergh („Sex, Lies and Videotape“, „Out of Sight“, „The Limey“, „Traffic“) dabei gedacht hat. Vielleicht ist es ganz gut, dass er – wie er angekündigt hat – sich aus dem Filmgeschäft vorerst zurückziehen wird.

Nach ihrem fulminanten Auftritt als Lisbeth Salander in David Finchers „The Girl with the Dragon Tattoo“ habe ich Rooney Mara jetzt bewusst das zweite Mal gesehen. Sie ist so ein ganz eigener Typ, bei der ich (zumindest in diesem Film) Schwierigkeiten habe, ihr die relativ normale junge Frau abzunehmen. Sicherlich hat mich auch ihre scheussliche Perücke abgelenkt und dass keinerlei Chemie zwischen Channing Tatum und ihr besteht. (Das kann jedoch durchaus auch an Mr. Tatum liegen, bei dem ich mir generell – wie soll ich es sagen – eine weibliche Person an seiner Seite nur schwer vorstellen kann). Auch Catherine Zeta-Jones fand ich in „Side Effects“ nicht authentisch.

Erfreulich fand ich eigentlich nur, Meryl Streeps Tochter Mamie Gummer und auch Ann Dowd in einer kleinen Nebenrolle wieder auf der Leinwand zu sehen.

„Side Effects“ wurde am 08.02.13 in den amerikanischen Kinos gestartet und lief beinahe zeitgleich auf der Berlinale 2013 im Wettbewerb.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Dead Man Down“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Actionthriller mit Colin Farrell, Terrence Howard und Noomi Rapace. Ich mag weder Terrence Howard noch Noomi Rapace.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 50%

Trailer v. Film: „The Heat“
Bewertung des Trailers: D
Kommentar: Komödie mit der Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock (die Academy fürchtet einen Imageverlust wegen ZD30, dafür hat doch schon Bullocks Auszeichnung gesorgt) und der für einen Oscar nominierten Melissa McCarthy.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „G.I. Joe: Retaliation“
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: Knallbummbang mit Dwayne Johnson und Bruce Willis. Kommt jetzt mit einem Jahr Verspätung ins Kino und gucke ich logischerweise immer noch nicht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Last Exorcism Part II“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: Horrorfilm
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Great Gatsby“
Bewertung des Trailers: B+ (wieder neuer Trailer)
Kommentar: Meine Erwartungen sind wirklich riesig, eigentlich kann ich nur enttäuscht werden. Diese Romanverfilmung ist von Baz Luhrmann inszeniert und mit Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan und Tobey Maguire in den Hauptrollen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Oblivion“
Bewertung des Trailers: C- (neuer Trailer)
Kommentar: Sci-Fi mit Tom Cruise
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „The Host“
Bewertung des Trailers: C-
Kommentar: Meine Güte, noch so ne Stephanie Meyer-Romanverfilmung. So was kann ich definitiv nicht gucken, auch wenn Saoirse Ronan und William Hurt mitspielen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Singapore – Film: "The Ward"

Ich war am 06.07.11 in Singapur und habe mir im Kino angeschaut:

„The Ward“ (dt. Titel: „John Carpenter´s The Ward“, dt. Kinostart: 29.09.11) 88 min thriller, horror
dir. John Carpenter cast: Amber Heard, Danielle Panabaker, Mamie Gummer, Jared Harris

North Bend, Oregon, 1966. Die junge Patientin Tammy (Sali Sayler) wird in der ortsansässigen Nervenheilanstalt brutal ermordet. Am nächsten Tag wird Kristen (Amber Heard) vor einem brennenden Haus verhaftet und in die geschlossene Abteilung der Nervenklinik eingeliefert. Kristen versteht nicht, warum sie eingesperrt wird. Sie bekommt das Zimmer der getöteten Tammy und fortan geschehen bedrohliche Dinge…

D (Wertung von A bis F) Beinahe den ganzen Film über dachte ich, ein Déjà-vu zu haben. In Wahrheit habe ich so einen Film einfach schon tausend Mal gesehen. Die Ausleuchtung, die Schnitte, der Score, sogar einzelne Szenen und die würdelose Maske haben mich daran erinnert, wie man (schlechte) Filme in den 1970er, 1980er und vielleicht sogar noch 1990er Jahre inszenierte. Man muss auch schon von besonderer Eitelkeit geprägt sein, wenn man seinen Film – wie hier im Original-Vorspann – „John Carpenter´s The Ward“ mit seinem Namen titelt. Wenn sich jeder Regisseur dazu hinreissen lässt, wo kommen wir denn da hin? Meiner Recherche zufolge hat John Carpenter („Halloween“, „The Fog“, „The Thing“) schon immer gerne seinen Namen in den Filmtitel einbezogen. Von der Besetzung passt Amber Heard (Pineapple Express, Zombieland, The Stepfather), die hier unglücklicherweise die Hauptrolle spielt, für mich so gar nicht in die Zeit der 1960er Jahre. Meryl Streeps Tochter Mamie Gummer spielt auch bei „The Ward“ mit. Warum – weiss ich nicht – ebenso wenig, warum ich mir den Film angeguckt habe.

Offizielle Website

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Wu Xia“ bzw. amerikanischer Titel „Swordsmen“
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: chinesisches Martial Arts/Drama, der in Cannes 2011 lief
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 80%

Trailer v. Film: „Hanna“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Film bereits gesehen und bewertet
Wie oft schon im Kino gesehen: –
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: Film bereits gesehen und bewertet

San Francisco – Film: "Taking Woodstock"

Ich war am 28.08.09 in San Francisco und habe mir im Kino angeschaut:

„Taking Woodstock“ (dt. Kinostart: 03.09.09) 121 min drama, comedy, adaptation
dir. Ang Lee cast: Demetri Martin, Dan Fogler, Henry Goodman, Imelda Staunton, Emile Hirsch, Liev Schreiber, Mamie Gummer, Eugene Levy, Jeffrey Dean Morgan, Paul Dano

Elliot Teichberg (Demetri Martin) arbeitet in New York City fährt aber jeden Sommer zu seinen Eltern (Henry Goodman, Imelda Staunton) aufs Land. Die führen dort in der Kleinstadt Bethel ein heruntergekommenes Motel das kurz vor der Zwangsvollstreckung steht. Als Elliot erfährt, dass ein grosses Muskikfestival in der Nachbargemeinde abgesagt werden musste, ergreift er die Initiative und setzt sich mit den Veranstaltern in Verbindung. Schließlich holt er das dreitägige Konzertereignis nach Bethel…

C+ (Wertung von A bis F) Der Film basiert auf Elliot Tibers Biografie „Taking Woodstock: A True Story of a Riot, a Concert and a Life“.

Nachdem in den letzten Monaten der Trailer von „Taking Woodstock“ beinahe vor jedem Kinofilm, den ich in den U.S.A. sah (und das waren nicht wenige), vorgeschaltet war und ich – ohne Übertreibung – schon mitsprechen konnte, hatte ich eigentlich keine sonderliche Lust mehr auf den Film.

Ang Lee schafft es, den Zuschauer mit seinem Film glaubhaft in die Zeit vor (in diesem Monat genau) vierzig Jahren zu versetzen, alles scheint perfekt inszeniert, leider hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Das kann mitunter daran liegen, dass ich die Hauptfigur zwar sympathisch aber uninteressant finde. Wahrscheinlicher ist es, dass mir einfach eine Story fehlt. Es ist mehr eine Aneinanderreihung von Performances, die Potential haben, für den Oscar nominiert zu werden. Allen voran die britischen Schauspieler Henry Goodman („Notting Hill“) und Imelda Staunton („Vera Drake“), aber auch Emile Hirsch und ganz sicher nicht zu vergessen: Liev Schreiber. Wenn ich nur einen Grund nennen müsste, warum man sich den Film anschauen sollte, dann ist es Liev Schreibers entspannt-lässige Darstellung eines Transsexuellen. Aber ich habe mich auch darüber gefreut, Meryl Streeps Tochter Mamie Gummer hier in einer etwas längeren Rolle zu sehen, ebenso den wunderbaren Paul Dano („Little Miss Sunshine“, There Will Be Blood).

Trailer zu sehen:

Los Angeles – Evening

War am 3.7.07 in Los Angeles und habe mir im Kino angeschaut:

„Evening“ ( dt. Titel „Spuren eines Lebens“, dt. Kinostart 10.01.08) 117 min drama
dir. Lajos Koltai cast: Vanessa Redgrave, Claire Danes, Toni Collette, Meryl Streep, Glenn Close, Patrick Wilson, Hugh Dancy, Mamie Gummer

Ann Lord (Vanessa Redgrave) erwähnt auf ihrem Sterbebett ihren beiden Töchtern gegenüber wiederholt den Namen „Harris“, den beide Frauen nicht zuordnen können. An ihren letzten Tagen führt sie selbst die Erinnerung an einen besonderen Tag vor 50 Jahren. An dem Hochzeitstag ihrer besten Freundin (Mamie Gummer) verliebt sich Ann (Claire Danes) in Harris (Patrick Wilson), der nicht nur für sie die grosse Liebe war. Gleichzeitig wird der Tag von einem schrecklichen Ereignis überschattet…

A- (Wertung A bis F) ohne wertend zu klingen ein Frauenfilm, aber ein sehr schöner. Vanessa Redgrave dürfte mit ihrer bewegenden Leistung sicher in das Rennen um den Oscar 2007 einsteigen. Ansonsten grossartiges Ensemble Schauspiel. Die realen Töchter von Meryl Streep (Mamie Gummer) und Vanessa Redgrave (Natasha Richardson) lassen grosses auf zukünftige Schauspielgenerationen hoffen. Meine Neuentdeckung war Hugh Dancy.

Trailer zu sehen: