NYC – Film: „Wind River“


Ich war am 13.08.17 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 

„Wind River“ (dt. Kinostart: 08.02.18) 111 min thriller, drama 
dir. Taylor Sheridan cast: Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Jon Bernthal, Gil Birmingham, Graham Greene, Julia Jones, Kelsey Asbille

 

Cory Lambert (Jeremy Renner) arbeitet als Jäger und Fährtenleser für die Regierungsbehörde in Wyoming. Bei seiner Rundfahrt in dem verschneiten Wind River Indianerreservat entdeckt er eine weibliche Leiche. Das FBI schickt die Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen). Cory unterstützt die junge Agentin bei der Spurensuche in der Wildnis…

 

A- (Wertung von A bis F) „Wind River“ wurde von wahren Ereignissen inspiriert. Nach dem Horrorfilm „Vile“ ist dies erst der zweite Film, bei dem der amerikanische Schauspieler (TV-Serie „Sons of Anarchy“) und Autor Taylor Sheridan Regie führt. Er hat die Drehbücher zu Denis Villeneuves Sicario und David Mackenzies Hell or High Water  geschrieben. Für das Skript zu „Hell or High Water“ hat er eine Oscar-Nominierung für das Beste Drehbuch erhalten.

Wenn ich vor dem Abflug mein Kinoprogramm zusammenstelle und aktuell kein Film kommt, der auf meiner To-Watch-Liste abgehakt werden muss, schaue ich zunächst, was in den Kinos meiner Umgebung läuft. New York kommt einem Jackpot gleich. Filme, die einen amerikanischen Kinostart haben, werden immer in New York gestartet, egal wie Indie sie sind. Dann ziehe ich Rotten Tomatoes zu Rate, je höher der Film prozentual angesiedelt ist, um so wahrscheinlicher kommt er in die nähere Auswahl. Dann schaue ich, ob mich das Thema und/ oder die Schauspieler bzw, der Regisseur/die Regisseurin interessieren und letztendlich, ob der Film/die Filme in meinen Zeitrahmen passen. Oftmals gucke ich zwei Filme, laufen beide Filme in einem Kino oder muss ich das Kino auch noch wechseln, all das muss in meiner Zeitplanung kalkuliert werden, schließlich will ich auch noch Zeit, in der jeweiligen Stadt haben. Bei diesem New York-Umlauf ist die Wahl auf „Wind River“ gefallen und die Überraschung dabei war, dass ich mit diesem Film sehr wahrscheinlich einen Kandidaten für meine Top Ten für Filme 2017 gefunden habe.

Taylor Sheridan hat bereits bewiesen, dass er ein Talent zum Drehbuchschreiben hat, dieser Film zeigt, dass durchaus auch ein anerkennenswerter Regisseur in ihm steckt. „Wind River“ ist ein erstklassiges Charakterdrama und zugleich ein atmosphärischer Krimi. Der Film führt einen in das verschneite Wyoming und zu der – in Filmen bislang immer noch vernachlässigten – Gesellschaft der Native Americans. Dabei zeichnet Taylor Sheridan mit simplen Mitteln ein klares Bild von dem Leben in dem Reservat der amerikanischen Ureinwohnern. Für seine Erzählung hat er einen langsamen Aufbau gewählt und zieht einen dabei immer tiefer in die Geschichte. Dabei fehlt es dem Film weder an Emotionen, noch an Spannung. Ich habe irgendwann nicht mal mehr gemerkt, eigentlich einen Film zu schauen.

Tief geschockt bin ich aus dem Kino gekommen, als ich zum Schluss des Films erfahren habe, dass es keine Statistiken für vermisste Frauen in der Gemeinschaft der amerikanischen Ureinwohner gibt. Solche Statistiken werden schlichtweg nicht geführt. Unglaublich.

Jeremy Renner (Mission Impossible – Ghost Protocol, American Hustle, Kill the Messenger) gibt hier eine Oscar-Performance. Sie könnte ihm nach The Hurt Locker und The Town  die dritte Oscar-Nominierung einbringen.

Der amerikanische Kinostart im August ist für die Oscars nicht sonderlich günstig, „Hell or High Water“ ist im letzten Jahr aber zur gleichen Zeit ins Kino gebracht worden und hat vier Oscar-Nominierungen (inkl. Bester Film und Bestes Originaldrehbuch) erhalten. Jetzt liegt es an der The Weinstein Company, die mit „Wind River“ einen feinen Indie an der Hand haben und einfach eine gute Oscar-Kampagne starten müssen.

„Wind River“ ist für eine Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a.: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Jeremy Renner), Bestes Originaldrehbuch und einige technische Kategorien.

„Wind River“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2017 gezeigt. Auf dem Cannes Film Festival 2017 wurde Taylor Sheridon für diesen Film mit dem Un Certain Regard/Best Director- Award ausgezeichnet. Der Film wurde am 4.8.17 in vier amerikanischen Kinos gestartet. Seit dem 18.08.17 läuft er landesweit in 694 Kinos. Für Deutschland ist ein Kinostart im nächsten Jahr (08.02.18) geplant.

„Wind River“ bewirbt sich um einen Platz in meiner Top Ten für Filme aus dem Jahr 2017.

Trailer zu sehen:

 

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Flatliners„
Bewertung des Trailers: C+ (neuer Trailer)
Kommentar: unnötige Fortsetzung zu dem Film aus dem Jahr 1990
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „It„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Horrorfilm/Stephen-King-Verfilmung
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ja, ich glaube schon

Trailer v. Film: „The Snowman„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Thriller/Bestseller-Verfilmung mit Michael Fassbender
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Martin McDonaghs neuer Film mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Lucas Hedges und John Hawkes – der Film bewirbt sich um einen Platz in meiner Top Ten, allein vom Trailer her
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: ich kann es kaum abwarten

Trailer v. Film: „Tulip Fever„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Bestseller-Verfilmung mit Alicia Vikander, Dane DeHaan, Judi Dench und Christoph Waltz
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mal gucken

Trailer v. Film: „Gook„
Bewertung des Teasers: B+
Kommentar: Drama
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Suburbicon„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: George Clooneys neuer Film mit Matt Damon, Julianne Moore, Oscar Isaac
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 

Aufsteller von „Wind River“
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2 Gedanken zu “NYC – Film: „Wind River“

  1. Oh, das hört sich aber gut an. Will ich auch sehen.
    Früher mochte ich die Olsen nicht. War vielleicht das schlechte Karma ihrer Schwestern. Mittlerweile mag ich sie ganz gerne sehen.

    Wie und Flatliners ist kein Remake, sondern eine Fortsetzung? Egal. Ich mochte den Film damals, heute kann ich ihn nicht mehr sehen, erst recht keine Neuauflage :))

    Gefällt 1 Person

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