NYC – Film: "Calvary"


Ich war am 04.08.14 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Calvary“ (dt. Titel: „Am Sonntag bist du tot“, Kinostart: 23.10.14) 105 min drama
dir. John Michael McDonagh cast: Brendan Gleeson, Chris O´Dowd, Kelly Reilly, Dylan Moran, Aidan Gillen, M. Emmet Walsh, Domhnall Gleeson

Pater James Lavelle (Brendan Gleeson) hat eine kleine Gemeinde in einem irischen Küstenstädtchen. Als er einem Mann die Beichte abnimmt, erzählt der ihm, dass er im Alter von sieben bis zwölf von einem Pfarrer sexuell missbraucht wurde. Der Pfarrer, so erzählt er ihm, ist mittlerweile verstorben. Jetzt will er sich an der katholischen Kirche rächen. Der Mann teilt ihm unverblümt mit, dass er vor hat, einen unschuldigen Pfarrer zu töten. Das würde, seiner Meinung nach, die katholische Kirche härter treffen. Der Mann teilt ihm mit, dass er ihn auserkoren hat. Er gibt Pater James genau eine Woche Zeit, seine Sachen zu regeln. Am nächsten Sonntag will er ihn töten.

B+ (Wertung von A bis F) „Calvary“ ist ein solides, auf jeden Fall sehenswertes Drama, das von einem starken Ende gekrönt wird.

Auch wenn ich mich erst mal an die irische Sprache gewöhnen musste, so war ich recht schnell von der Geschichte und der Performance von Brendan Gleeson gefesselt. Aus Sicht von Brendan Gleesons Pater James geht es nicht so sehr um die Suche nach dem möglichen Täter, relativ zu Beginn verkündet er, dass er weiß, um wen es sich handelt. Während Pater James sich nun um die einzelnen Probleme seiner Gemeindemitglieder kümmert, rätselt der Zuschauer, wer ihm denn nun nach dem Leben trachtet. Viele schräge und auch gewaltbereite Figuren leben dort und praktisch jeder hat irgendetwas zu verbergen. Nicht unterschlagen möchte ich, dass der Film eine ordentliche Portion (schwarzen) Humors enthält.

Brendan Gleeson („Gangs of New York“, „Cold Mountain“, In Bruges, „The Guard“) gibt – wie üblich – eine glaubwürdige Performance. Er spielt hier einen Pfarrer eines kleinen irischen Küstenstädtchens und genau so stelle ich mir den vor. In einer Szene spielt er sogar mit seinem mittlerweile ebenfalls erfolgreichen Sohn Domhnall (Never Let Me Go, True Grit, „Anna Karenina“, „About Time“) zusammen. Richtig überrascht war ich hier von Chris O´Dowd. Ich kannte ihn bislang nur aus Komödien, hier brilliert er überraschenderweise in einer ernsthaften Rolle.

Von Kelly Reilly war ich etwas gelangweilt, was aber auch an ihrer Rolle gelegen haben kann. Interessanter fand ich da die beiden anderen Frauen.

„Calvary“ wurde am 01.08.14 in jeweils zwei Kinos in New York und L.A. gestartet. Der Film konnte in den U.S.A. in der ersten Woche, nach dem Blockbuster „Guardians of the Galaxy“ (der in 4080 Kinos gestartet ist), den zweitgrössten Zuschauerschnitt pro Kopie erzielen.

„Calvary“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Beste Nebendarstellerin (Kelly Reilly)

„Calvary“ wurde erstmalig auf dem Sundance Film Festival 2014 gezeigt.

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „Love is Strange“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Ira Sachs neuer Film mit John Lithgow und Alfred Molina
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem Tribeca FF gesehen

Trailer v. Film: „Kill the Messenger“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Thriller mit Jeremy Renner, Ray Liotta, Mary Elizabeth Winstead, Oliver Platt. Vielleicht eine Oscar-Nominierung für Jeremy Renner
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Die Disappearance of Eleanor Rigby“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Ich liebe diesen Film (mit Jessica Chastain, James McAvoy, Viola Davis, William Hurt, Isabelle Huppert und Bill Hader) eigentlich jetzt schon. Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Skeleton Twins“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Komödie mit Kristen Wiig, Luke Wilson und Bill Hader. Auch diesen Film liebe ich schon vom Trailer her.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Birdman (or the Unexpected Virtue of Ignorance)“
Bewertung des Trailers: A
Kommentar: .. and the Oscar goes to: „Birdman“. Wie genial ist denn dieser Trailer? Meine Güte, auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, diesen Film liebe ich jetzt schon. Oscar-Film von Alejandro González Inárritu. Michael Keaton gilt als sicherer Oscar-Kandidat…unglaublich auf dem Papier, nicht mehr so wenn man den Trailer sieht.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

2 Gedanken zu “NYC – Film: "Calvary"

  1. Oh er ist tatsächlich so gut angekommen? Das freut mich sehr, denn mir wird noch immer ganz warm ums Herz, wenn ich an ihn zurückdenke. Ein guter Film.
    Ja Chris O´Dowd habe ich sonst auch nur mit so Tollpatschfiguren verbunden. War gut hier zu sehen, dass er auch ganz anders kann.
    …

    Wie geil ist denn dieser Trailer? „Birdman (or the Unexpected Virtue of Ignorance)“ :)) Hast mich neugierig gemacht und dann das! Großartig!

    Gefällt mir

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