NYC – Film: „Denial“


Ich war am 01.10.16 in New York und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

 
„Denial“ (dt. Filmtitel: „Verleugnung“, dt. Kinostart: 13.04.17) 110 min drama, adaptation, biopic
dir. Mick Jackson cast: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott

 
Die US-amerikanische Geschichtswissenschaftlerin Deborah Lipstadt (Rachel Weisz) hat im Jahr 1993 ein Buch mit dem Titel „Denying the Holocaust“ veröffentlicht. Darin erwähnt sie den Briten David Irving (Timothy Spall) als Holocaust-Leugner. Als das Buch auch in Großbritannien herausgebracht wird, fühlt David Irving seinen Ruf beschädigt und strengt eine Klage wegen Beleidigung, übler Nachrede und Geschäftsschädigung vor dem höchsten englischen Zivilgericht an. Nach dem britischen Rechtssystem muss die jüdische Historikerin nun beweisen, dass der Holocaust stattgefunden hat.

 

 

B+ (Wertung von A bis F) „Denial“ basiert auf wahren Begebenheiten. Der Film ist eine Verfilmung des Buchs „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ von Deborah Lipstadt. Es ist ein Film des englischen Filmemachers Mick Jackson („L.A. Story“, „Volcano“, HBO-Biopic Temple Grandin).

 
„Denial“ ist ein Film, der zu Diskussionen anregt. Dieser Film sollte in der Schule gezeigt werden, das wäre effektiver als mancher Schulunterricht über den Holocaust.

Ich konnte mich noch daran erinnern, David Irving eine Zeit lang in der Presse gesehen zu haben, die Verhandlung und das Urteil war mir aber nicht mehr präsent, um so spannender war der Ausgangs des Films für mich.

 
Hat Tom Wilkinson einen Oscar? Ich habe mich während des Films – insbesondere bei jedem Auftritt von Tom Wilkinson – gefragt, ob und wofür er noch mal einen Oscar gewonnen hat. Ich beschäftige mich nun sehr viel mit den Oscars, solche Dinge fallen mir trotzdem manchmal partout nicht ein. Natürlich hat es mir keine Ruhe gelassen und sofort nach dem Ende des Film habe ich recherchiert, Tom Wilkinson hat zwei Oscar-Nominierungen (für „In the Bedroom“ und Michael Clayton), aber er wurde tatsächlich noch nicht mit dem Academy Award ausgezeichnet. Gerade wird darüber gesprochen, ob Denzel Washington evtl. seinen dritten Oscar im nächsten Jahr gewinnt. Denzel sehe ich in erster Linie als Filmstar, er ist kein schlechter Schauspieler, aber er spielt auch niemals in einer Liga mit Meryl Streep und Daniel Day-Lewis. Wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, würden sich die Oscar-Experten dieses Jahr darüber unterhalten, ob Tom Wilkinson seinen dritten Oscar erhält. Er ist so unverschämt gut in allem was er macht und das sollte auch langsam mal ausgezeichnet werden, z.B. für seine Performance in „Denial“.

 
„Denial“ ist für einige Oscar-Nominierungen im Gespräch, u.a. Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Rachel Weisz), Bester Nebendarsteller (Timothy Spall, Tom Wilkinson), Bestes adaptiertes Drehbuch. Update: „Denial“ wurde bei den Oscars übergangen.

„Denial“ wurde erstmalig auf dem Toronto International Film Festival 2016 gezeigt. Der Film ist am 30.09.16 in einigen amerikanischen Kinos gestartet. In Deutschland kommt „Denial“ unter dem Filmtitel „Verleugnung“ am 13.04.17 in die Kinos.

 
Trailer zu sehen:

 

 

 

 

vorgeschaltete Trailer:

 

Trailer v. Film: „Inferno„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Mal wieder eine Dan-Brown-Verfilmung mit Tom Hanks
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 0%

Trailer v. Film: „Collateral Beauty„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama mit Will Smith, Edward Norton, Keira Knightley, Naomie Harris und Kate Winslet – der Film sieht aus wie ein Oscar-Film, warum ist er nicht mehr im Gespräch?
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Birth of a Nation„
Bewertung des Trailers: B-
Kommentar: Nate Parkers Sklavendrama über Nat Turner
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: mittlerweile bereits gesehen

Trailer v. Film: „Loving„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jeff Nichols neuer Film mit Joel Edgerton, Ruth Negga und natürlich Michael Shannon. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 1 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

 
Trailer v. Film: „Paterson„
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Jim Jarmuschs neuer Film mit Adam Driver
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF54 gesehen

Trailer v. Film: „Moonlight„
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Drama. Ein Oscar-Film.
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF54 gesehen

Trailer v. Film: „Manchester by the Sea„
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Drama. Ein Oscar-Film. Mit Casey Affleck, Michelle Williams und Kyle Chandler
Wie oft schon im Kino gesehen: 0 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits auf dem NYFF54 gesehen

 

amerikanisches Filmplakat von "Denial"
amerikanisches Filmplakat von „Denial“

 

5 Gedanken zu “NYC – Film: „Denial“

  1. Ich gebe dir recht. Es ist schon verwunderlich, wie Tom Wilkinson bisher von der Academy vernachlässigt wurde. Aber es ist nicht nur die Academy. Ich habe schon oft erlebt, dass Leute, die sich wirklich für Film interessieren, bei der Erwähnung von Wilkinson Fragezeichen in den Augen haben. Wie du schon sagst, er ist kein Filmstar, sondern Schauspieler – und zwar ein verdammt guter. PS: Für welchen Film ist Denzel Washington für den Oscar im Gespräch?

    Gefällt 1 Person

  2. Tja Wilkinson ist der klassische Nebendarsteller, der so unendlich viele Film mitgetragen und sehenswert gemacht hat ohne wirklich Anerkennung dafür zu ernten (also preismäßige). Wenn ich sehe wer so für was Oscars bekommt, ist es ein Rätsel, warum er bislang so vernachlässigt wurde.
    Timothy Spall ist vielleicht nicht ganz so gut, ist aber auch so ein Mann der tausend Nebenrollen, den ich ebenfalls sehr mag.
    „Collateral Beauty„ – wer weiß, vielleicht hat sich Smith letztes Jahr mit seiner Aktion ins Aus geschossen.

    Gefällt 1 Person

    • Ja stimmt, er ist der klassische Nebendarsteller. Auch wenn er in den meisten Fällen mehr Eindruck hinterlässt als der Schauspieler in der Hauptrolle.

      Timothy Spall kenne ich noch gar nicht so lange, bislang spielt er für mich nur unsympathische, kaum zu ertragende Typen wie hier und in „Mr. Turner“.

      Gut möglich mit Will Smith, wobei er immer noch irgendwie sympathisch bleibt, im Gegensatz zu seiner furchtbaren Frau – an der bleibt so ein Verhalten kleben.

      Gefällt 1 Person

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