Chicago – Film: "Fury"


Ich war am 28.11.14 in Chicago und habe mir folgenden Film im Kino angeschaut:

„Fury“ (dt. Filmtitel: „Herz aus Stahl“, dt. Kinostart: 01.01.15) 134 min action, drama
dir. David Ayer cast: Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Michael Pena, Jon Bernthal

April 1945, kurz vor Kriegsende. Der junge Norman Ellison (Logan Lerman) kommt eigentlich als Schreibkraft zur amerikanischen Armee nach Deutschland. Da der ursprüngliche Fahrer von Sgt. Collies (Brad Pitt) Panzereinheit gerade im Krieg gefallen ist, teilt er kurzerhand den unerfahrenen Norman seinem Panzer „Fury“ zu. Der Neuling kämpft mit den kriegserfahrenen Boyd Swan (Shia LaBeouf), Trini Garcia (Michael Pena) und Grady Travis (Jon Ferntal) an vorderster Front und lernt schnell, was Krieg eigentlich bedeutet.

B- (Wertung von A bis F) David Ayers Zweite Weltkriegsactiondrama „Fury“ erzählt keine dieser amerikanischen Kriegshelden-Geschichten (auch wenn einer der Beteiligten zum Schluss von einem Soldaten als Held bezeichnet wird), eigentlich zeigt der Film nur die Grausamkeit des Krieges. „Fury“ ist kein Film, der die Amerikaner von ihrer guten Seite zeigt.

Bei mir hat es eine gewisse Zeit gedauert, bis ich in die Welt dieser Charaktere eintauchen konnte. Mit dem Zeitpunkt, in dem die Panzereinheit die deutsche Stadt einnimmt, hat mir der Film aber besser gefallen als erwartet. Das Ende des Film beinhaltet einige Ungereimtheiten (wie weit waren die Nazis eigentlich weg?). Brad Pitts Charakter trifft eine Entscheidung, die von unfassbarer Selbstüberschätzung oder schlichtweg Dämlichkeit zeugt. Ich fand die Sequenz, so wie sie gezeigt wurde, unnötig und absurd. „Fury“ erzählt natürlich eine fiktionale Geschichte, aber es hätte der Glaubwürdigkeit gutgetan, wenn David Ayer sie etwas anders geschrieben und inszeniert hätte.

Der Film ist ziemlich deprimierend und zeigt krasse Kriegsbilder, die man so teilweise noch nie gesehen hat (oder ich habe sie komplett verdrängt)

Logan Lerman (The Perks of Being a Wallflower) hat mir hier ganz gut gefallen. Man sieht den Krieg praktisch mit seinen Augen. Als junger Mann wird er unfreiwillig in den Krieg eingezogen und gleich mit der gesamten Härte des Krieges konfrontiert. Neben seinen gleichbleibend abgestumpften Kollegen ist besonders die charakterliche Veränderung des Jungen glaubhaft und spürbar. Wenn man nach einem Sympathieträger in diesem Film sucht, dann findet man diesen am ehesten in Norman.

Brad Pitt ist Brad Pitt und spricht hier viel und ganz passabel Deutsch. In einigen Szenen hat er mich optisch an Til Schweiger erinnert. (Gut, er hatte auch einen Helm auf und war ganz verschmutzt im Gesicht)

Überraschenderweise gibt Shia LaBeouf eine eindrucksvolle Performance..naja..in ein paar Szenen.

„Fury“ ist für folgende Oscar-Nominierungen im Gespräch: Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Logan Lerman), Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Bestes Make-up und beste Frisuren, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik

Trailer zu sehen:

vorgeschaltete Trailer:

Trailer v. Film: „The Imitation Game“
Bewertung des Trailers: B
Kommentar: Biopic und Kriegsdrama mit Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Matthew Goode. Definitiv ein Oscar-Film. Eine Oscar-Nominierung für Benedict Cumberbatch gilt als sicher.
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in D. gesehen

Trailer v. Film: „Into the Woods“
Bewertung des Theaters: B
Kommentar: Rob Marshalls Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals mit Meryl Streep, Emily Blunt, Anna Kendrick, Chris Pine, Johnny Depp. Oscar-Film. Oscar-Nominierungen-Sammlerin Meryl Streep soll hier so gut sein, dass sie tatsächlich sogar ihren vierten Oscar gewinnen könnte.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Unbroken“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Angelina Jolies Biopic/Drama mit Jack O´Connell. So, „Unbroken“ ist nicht mehr länger ein ernstzunehmender Oscar-Gewinner-Film
Wie oft schon im Kino gesehen: 7 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „Exodus: Gods and Kings“
Bewertung des Trailers: B+ (neuer Trailer)
Kommentar: Ridley Scotts neuer Film mit Christian Bale, Joel Edgerton, Aaron Paul, Ben Kingsley und Sigourney Weaver. Sieht ja alles gut aus, mich interessiert der Film aber nicht die Bohne.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bei mind. 70% RT

Trailer v. Film: „Foxcatcher“
Bewertung des Trailers: B+
Kommentar: Biopic-Drama von Bennett Miller mit Steve Carrell, Mark Ruffalo und Channing Tatum. Oscar-Film. Film läuft bereits in einigen Kinos in den U.S.A.
Wie oft schon im Kino gesehen: 3 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: bereits in einem der wenigen Kinos in den U.S.A. gesehen

Trailer v. Film: „The Interview“
Bewertung des Trailers: A-
Kommentar: Actionkomödie mit Seth Rogen und James Franco. Ich könnte mich tatsächlich bei dem Trailer totlachen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 2 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: 100%

Trailer v. Film: „The Wedding Ringer“
Bewertung des Trailers: C+
Kommentar: RomCom mit Kevin Hart und Josh Gad. Besserer Trailer, trotzdem schlimm. Sollte man mal mit Chris Rocks Komödie vergleichen.
Wie oft schon im Kino gesehen: 4 x
Wahrscheinlichkeit, dass ich den Film anschaue: niemals, ich schwöre

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